Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Kategorie-Archiv: Saxophon

Klang- und Bilddenken im Dialog mit dem Saxophon: David Bowies „Blackstar“-Album

Ich geb’s ja zu: Ich hätte das Album vermutlich gar nicht angehört, hätte David Bowie nicht den Übergang vollzogen.

Ein schweres Versäumnis wäre das gewesen – eine abschließende Vision als Hinterlassenschaft von Gewicht mir entgangen. Bowie zeigt Wege auf hinaus dem „Meta“, ohne dabei der berühmten „falschen Unmittelbarkeit“ zu erliegen.

Springt mitten hinein ins Erforschen des Seins und seinem Sich-Ereignen in Klängen, Sprache und (Sprach-)Bildern in all ihrer Historizität. Das Werden zelebriert sich als Vergehen, aus dem das Neue aufscheint, so in etwa kann das „Blackstar“-Album gehört werden, und so plump diese Message scheint, ihre Durchführung geht tief unter die Haut– das Album taucht Mehr von diesem Beitrag lesen

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Momo on the radio: Tales of St. Pauli – Neues aus dem Metalustversum, Oktober-Ausgabe, FSK, 13.10., 14 – 16 h

Sätze, die ins Leere laufen … der Versuch, gesprochene Sprache wirklich halbwegs unredigiert als gesprochene Sprache zu begreifen und zu sprechen … mit Neuansätzen, Wortdopplern und was sonst noch so alles dazu gehört. Wie immer beim Freien Sender Kombinat Hamburg.

Jetzt habe ich sogar das Abschiedsspiel unseres Kapitäns, #fürimmer17!, sausen lassen müssen, um noch der selbstauferlegten Verpflichtung, die ja gar keine ist, sondern Freude und Freiheit verheißt, zu folgen. Eben die monatliche „Tales of St. Pauli“-Sendung zu produzieren. Dauert ja doch immer eine Weile, bis das alles fertig ist.

Mit kurzen, unhörbaren Schluchzern durchsetzt im Off, wenn die Musik läuft, produzierte ich vor mich hin, trauernd, nicht endlich mal wieder heimlich Florian Bruns hinterher sehnen zu können und all die anderen so sehr Vermissten mal wieder spielen zu sehen …

Ich hoffe, das Opfer hat sich auch für die mutmaßlich Zuhörenden gelohnt. Eine kleine philosophisch-st.paulianische Weltreise rund um Körperlichkeit, bei der in elegischer Melancholie ein Saxophon Übender auf dem Hinterhof fortwährend und stundenlang seinen akustischen Senf dazu gab.

Hier ist wie immer die Playlist:

 

Donna Summer – On the Radio
Gus Gus – Obnoxiously Sexual
Isis Salam – Let got (feat. Kruse & Nuernberg)
Virgo – Free yourself
Grover Washington Jr. – Knucklehead
Hildegard Knef – Wird Herbst da draußen
Orchestre Poly-Rythme de Cotonou – Ou C’est Lui Ou C’est Moi
Electric Six – Can you feel it
Phillip Malela – Tiba Kamo
Sonny Rollins – The Bridge
Kurtis Blow – The Breaks
Adonis – We’re rocking down the House
Candy J – Desirable Revenge
Frankie Knuckles & Jamie Principle – Your Love
Nick Chacona – The Fear (Beg to Differ Remix)
Dee Dee Bridgewater – Midnight Sun
Kele – Coasting
Wie schon das letzte Mal packe ich auch eine Literaturliste hierhin, da ich doch einige Quellen zitiere:
– Blechschmidt, Andreas, All City King – OZ und der städtische Raum, in: Blechschmidt, Andreas/Flügel, KP/ Reznikoff, Jorinte (Hg.), Free OZ! Streetart zwischen Revolte, Repression und Kommerz, Berlin/Hamburg 2014
– Burchhart, Dieter, Jean Michel Basquiat – Revolutionär zwischen Alltag, Wissen und Mythos, in: ders./ Keller, Sam, Basquiat, Ostfildern 2010
– Flügel, K.P, OZ stellt unser gesamtes System in Frage, Interview mit Christoph Tornow, in:  Blechschmidt, Andreas/ Flügel, KP/ Reznikoff, Jorinte (Hg.), Free OZ! Streetart zwischen Revolte, Repression und Kommerz, Berlin/Hamburg 2014
– Liebman, David, Der persönliche Saxophonsound, Nürnberg 1993
– Merleau-Ponty, Maurice, Phänomenologie der Wahrnehmung, Berlin 1966/1974
– O’Brien, Wer war dieser Mann mit der Maske?, in: Burchhart, Dieter/ Keller, Sam, Basquiat, Ostfildern 2010
– Seel, Martin, Die Zelebration des Unvermögens, in ders: Ethisch-Ästhetische Studien, Frankfurt/M. 1996
Außerdem zitiere ich: Kapstadt.de, queer.de und metalust.wordpress.com .
Viel Spaß – wer auch immer das hören möchte 😉 …

„the idea is that two or three people can have a conversation with sounds, without trying to dominate it or lead it.“

Das ist wieder einer dieser Tage. Der heutige. Einer, da ich raus schreiben muss, weil sich sonst etwas im Kopf unaufhörlich weiter dreht. Das leitet aber direkt zum Thema über. Diese Gedankendreher kenne ich noch aus dem Job, diese endlosen Diskussionen mit sich selbst rund um die Sätze anderer Leute. Sie können Schlaflosigkeit initiieren, einen Burn Out signalisieren, auch Depressionen. Das Problem habe ich aktuell nun keineswegs.

Dennoch gibt es noch ein Phänomen, das eine sehr gute Freundin und Mentorin mal das „Überschreiben von Erfahrungen“ genannt hat. Mensch lebt genüsslich vor sich hin, sehnt, lacht und genießt, und ruuuuuums, fliegt einem von irgendwo ein Satz entgegen: Dass irgendein mexikanischer Bischof meinte, wenn Schwule und Lesben heirateten, würden manche bald ihre Haustiere ehelichen. Oder hübsche Jünglinge beschimpfen sich wechselseitig als „Schwuchtel“, man hört es im Vorbeigehen auf dem Schulterblatt – und plötzlich fliegt Mensch aus der eben noch so ganz eigenen Erfahrung, der Selbstverständlichkeit des Weltgenießens. Auf einmal dominieren wieder mehrheitsgesellschaftliche Perspektiven das ganz alltägliche Erleben. Natürlich ist Ziel, den ganzen Quatsch einfach zu ignorieren und die Hater nicht noch fortwährend aufzuwerten. Das ist nur gar nicht so einfach; je näher die Einschläge kommen, desto schwerer fällt es. So als soziales Wesen ist Mensch ja nicht autark.

Ich vermute mal, dass es sogar für solche, die aus Gewohnheitsrecht mit N-Wörtern um sich werfen oder Frauen herabwürdigen, weil man das unter Männern so macht, offenkundig fällt vielen Heten sonst das Begehren schwer,  sogar eine ähnliche Erfahrung ist, wenn sie darauf hin gerüffelt werden. Das ist dieser Moment, den Jean-Paul Sartre so vortrefflich in „Das Sein und das Nichts“ beschrieben hat“: Man ist so ganz im Seinsvollzug, und auf einmal trifft einen der Blick des Anderen. Er wählt den Blick durch das Schlüsselloch als Beispiel, bei dem ertappt wird – das ist ja übliches Motiv in Horror-Filmen: einer guckt durch, und auf einmal erscheint auf der anderen Seite auch ein Auge.

Der Unterschied in der Erfahrung, die man da macht, sollte dennoch offenkundig sein: Die Herabwürdigung strukturell diskriminierter Anderer, die ja nicht einfach so ein paar Worte sind, sondern die wie schweres Mobbing wirken, stellt aktiv einen Bezug zum Anderen her, der anschließend zurück gewiesen wird. Das erfahrende Subjekt, das einfach so durch die Straße tobt und plötzlich von verbalen Schlägen getroffen wird, ganz, wie es ihm bei gebracht wurde, dass diese immer und überall lauern können, hat keinerlei Bezug hergestellt und erfährt trotzdem eine Attacke. Söhne von Freunden stehen amüsierwillig an Straßenecken – plötzlich hält die Polizei, sie werden gefilzt, weil sie als schwarz gelesen werden. Mensch will mit weißen Freunden einen Club besuchen, nö, kein Einlass, der „Migrantenanteil“ sei schon zu hoch. Mensch im Rollstuhl fährt mit Freund an die Kaufhauskasse, der Verkäufer spricht nicht ihn an, der etwas kaufen möchte, sondern redet nur in Richtung des Begleiters.

Die aktuell perfideste Masche, den so fortwährend Attackierten das Problem wieder rüber zu schieben, was gesellschaftliche Zurichtungen ihnen antrainiert haben, Mehr von diesem Beitrag lesen

Wie eine neue Sprache lernen … FSV Frankfurt – FC St. Pauli 3:3

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Nein, keine Fremdsprache. Eine neue.

Ich glaube ja nicht nur fest an Dennis Daube, sondern auch daran, dass zu viele Worte zu vorgeprägt und formatiert, Mehr von diesem Beitrag lesen

„Wir sind gegen die Seilbahn und die Polizei ist doof!“

Ich habe nicht mit abgestimmt, obgleich ich als Bewohner des Bezirks „Mitte“ ja gekonnt hätte. Über die Seilbahn. Weil ich mir schlicht unsicher war. Weil, wenn ich richtig informiert war, der Startpunkt des Bauunterfangens am unteren Ende der Wallanlagen gewesen wäre und es mir schon bei Hafengeburtstagen auf die Nerven fällt, wenn die Leute in meinen Vorgarten eindringen – was ja schon auch viel über meine eigene Jägerzaun-Mentalität aussagt.

Trotzdem merkte ich heute morgen Zorn in mir aufsteigen. Über dieses ewige „Dagegen“ derer, die nun mit Sicherheit so gar nicht dafür zu sorgen, dass sich mal was in die richtige Richtung bewegt. Die unverdrossen glauben, ob im Zeckensalon oder bei  Celtic-Spiel-Rahmenprogrammen, ihre öden, weißen Indie-Kapellen, die sie in ihrer öden, weißen, heterosexuellen Macker-Welt nostalgisch pflegen, hätten nun irgendwas mit Zukunft zu tun.

Neulich im Golem: Die Haus-Jazz-Band Mehr von diesem Beitrag lesen

Momo on the radio: Tales of St. Pauli – Neues aus dem Metalustversum, August-Ausgabe. Mo, 11.8., 14 h, FSK Hamburg

Morgen um 14 h ist es wieder so weit – meine Stimme dringt, von viel besserer Musik umgarnt, aus den Boxen der Radios und Computer derer, die sie hören wollen. Wie immer beim Freien Sender-Kombinat!

Eine weitere Ausgabe voller Versprecher, Wort- und Silben-Verschlucker und -Doppler bis Verdreifachungen, Flüchtigkeitsfehler (das „Gefahrengebiet“ verlagere ich vom Winter in den Herbst, zum Beispiel)  rund um Themen, die auch in der Fanszene des FC St. Pauli diskutiert werden. Ich mühe mich, diese akustisch zu verschwulen und musikalisch White Supremacy auszutreiben mit Hilfe von House- und Black-Music und deren Verwandten.

Morgen wende ich mich unter anderem noch einmal kritisch der Ausstellung „Fuck you, Freudenhaus“ von 1910 e.V. zu und behandele zudem das Dauerthema Appropriation und die Gegenwehr von Joshua Redman und José James. Ich diskutiere wie immer und unaufhörlich, so lange, bis sich etwas ändert, wer spricht und wer nicht im Widerstand – zudem führe ich aus, wieso das Wirken von Roland Vrabec, (Noch-)Trainer des FC St. Pauli, so ganz und gar nichts mit den Tipps und Regeln zu tun hat, die Ratgeber für Krimi- und Thriller-Autoren formulieren. Um final George Lee Moore, den Philosophie-Professor mit der Gitarre aus Brooklyn, dem Massenpublikum vorzuspielen.

Wie üblich hier die Tracklist, da ich nur teilweise die Titel ansage – es geht auf jeden Fall sehr liebevoll zu dieses Mal:

 

Georgette Dee – Fürstin der Nacht (Auszug) – aus dem Musical „Beiß mich, ich will das Leben spüren“, Schmidt’s Tivoli 1992/1993

Donna Summer – On The Radio (Erkennungsmelodie)

Artenvielfalt & The Project – I’m Done (Marlon Hoffstedt & HRRSN Remix)
Hildegard Knef – Und wenn ich wage, Dich zu lieben (Markus Guentner-Remix)
Feed me & Crystal Fighters – Love Is all I Got (Larse Remix)
Bebel Gilberto – August Day Song
Boy George – Love’s Gonna Let You Down (Popcorn Mix)
CeCe Peniston – Finally
Patrick Wolf – The Sun Is Often Out
Ella Fitzgerald & Miguel Migs – Slap That Bass (Miguel Migs Petaplusher Remix)
Y’akoto – Forget
Joshua Redman – The Ocean
José James – Angel
José James – While You Were Sleeping
Gene Ammons – Jungle Strut
Nuclear Family – Rise
George Lee Moore – Niobe
Georgette Dee –  Fürstin der Nacht (Auszug 2)
Viel Spaß beim Hören, wer auch immer das mag und will!

Jürgen Habermas zum 85. Geburtstag: Ein langes Dankeschön!

Das Jahr 2014 bewegt sich weiter in Richtung eines nächsten, und gestern feierte Jürgen Habermas seinen 85. Geburtstag.

 

Sitze in meiner winzigen Küche, sehe den Flur entlang ins Wohnzimmer: Direkter Blick auf die Balkontür. Die Wohnung ist lang und schmal. Viel Trödel, was eben so auf Fluren landet, verteilt sich elegant im Blick, und dahinter steht prachtvoll: James, mein Bariton-Saxophon. Eine fantastische Silhouette verspricht tollen Klang.

 

Habermas, ja, bei aller Würdigung vorab: Er ist halt doch der philosophisch Unmusische. Ein Mann der Aussage, nicht des Songs oder der Arie. Einer des wirklich etwas SAGENS und es MEINENS im Zwiegespräch, der weiß, dass man etwas tut, wenn man spricht. Paradebeispiel der Sprachpragmatiker, die „How to do things with words“ (Austin) erfragen, ist der Befehl: Gibt ihn einer, dem (administrative) Macht verliehen wurde, dann bewirkt das Handlungen, und jedes Zuwider initiiert Sanktionen. Searle, Austin, Apel waren seine seine Vorreiter; auch Judith Butler diskutierte intensiv mit ihm in „Hass spricht“, kritisiert ihn auch, da sie beschreibt, wie „Hate Speech“ körperlich wirkt, quält und zermürbt.

 

Es waren große Momente in meinem Leben, hier in dieser Küche einst zu sitzen zu Studentenzeiten mich durch die Texte Habermas’ zu, ja, was, graben?, nee – das Wort zu finden ist schwierig. Michel Foucault lesen, Mehr von diesem Beitrag lesen

Facebook meiden zu Zeiten der WM

Finger verkrampfen. Schweiß bricht aus.

Die „Black Satin“-Westerngitarre, ich nenne sie „Angel“: Zu eng liegen die Saiten beieinander auf dem Hals. Ist nichts für Tenorsaxophonistenanwärterfinger. Auch nicht für Baritonsaxophonanfänger. Obgleich dessen heiseres Röcheln, das zu dreckigem Röhren fernab jenes des Hirschen über dem Sofa sich steigern kann, auch seinen gebrochenen Charme verstöhnt. Selbst, wenn ich es spiele.

Meine Bari hat so einen hellgoldenen Look wie James Last-Orchester-Instrumente einst. Ich nenne es deshalb James, und er klingt manchmal ein wenig wie Raucherhusten. So ein „Es nicht lassen können“, weil es doch so schön ist. Lasterhaft. Schön.

Hilft mir auf Angel, der Westerngitarre, wenig.

Als ich einst bei einem Stadtmagazin Praktikum machte, fehlten noch Kontaktanzeigen, um die Seite füllen zu können. Die Terminredakteurin, mir gegenüber sitzend, ehemals Bassistin bei einer gar nicht so unbekannten Deutschpunkband, gab aus Spaß ein Inserat auf, dass ihr zum Bild des röhrenden Hirsches über dem Sofa noch das männlich-reale Äquivalent im Bett fehle. Das suche sie nun. Hunderte Zuschriften. Fast Wäschekörbe voll.

Ihr schlechtes Gewissen wuchs, als sie die teils erschütternd ehrlichen Zuschriften las. Ich lernte mehr über deutsche Hetero-Männer, als ich wollte.

Musste nun noch in einer Geschäftsauflösung

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Musik, die Bilder bricht … und „My own private Idaho“

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Es ist heiß draußen. Ich habe mir eine Gitarre gekauft.

Zu den verspäteten Hippie-Träumen meiner frühen Jugend gehörte das dazu, mir vorzustellen, wie den Sommer hindurch sich Menschen auf Wiesen fläzen, zu Bongos und Akustik-Gitarren greifen und beseelt gemeinsam vor sich hin singen. Zeit und Raum vergessend. Im Klang seiend. Sehe ich in den Wallanlagen nie.

Diese Flower-Power-Visionen traten mit dem aufkommenden Einfluss des Punk in den Hintergrund; Leben und Erleben verschob sich in die Nacht, und Madness brachten mich mit „One Step Beyond“ zum Saxophon. Welches auch in Soul, Funk und Jazzrock zu hören war, Stile, zu denen ich schulterlanges Haar in Kiffer-Discos auf dem Lande schüttelte und für einen mit dem Spitznamen „Pogo“ schwärmte, so mit 15, 16. Gesprochen habe ich mit ihm nie.

Die nächste Zäsur, eine Dekade später: House, Techno, Grunge. Ein wenig wiederholte sich bei vielen das, was bereits in der in den USA und in Deutschland so verbreiteten Entgegensetzung von Punk und Disco fatale Spuren hinterließ. In Großbritannien war das anders. New Pop, New Wave, New Romantic stießen nicht alles ästhetisch Schwarze und Schwule ab, sondern ließen sich darauf ein. Die Talking Heads ja auch, aber anders.

Trotzdem habe ich mir eine Gitarre gekauft.

Zunächst, um ein Akkord-Instrument ein wenig nur spielen zu lernen. Zum Improvisieren mit dem Saxophon muss man die Akkorde fühlen (und eigentlich auch die Skalen auswendig wissen, die dazu passen), haptisch, körperlich fühlen können. Dann braucht man nicht zu zählen oder abgelenkt zu lauschen, sondern ist „drin“. Das gelingt mir nicht mit den Keyboards, die an Computer anzuschließen sind, dieses Einfuhlen. Die haben nicht diese Körperlichkeit. Und ein Klavier passt nicht in meine Wohnung.

Aber auch, weil mir so eine seltsame Insel in der Popkulturgeschichte begegnet ist und mich gar nicht mehr los lässt.

Zu Beginn der 90er, als die Welt erst zu Snaps „I’ve got the power“, unerreicht, tanzte, um dann zu Nirvanas „Smells like teen spirit“ zu headbangen, drehte Gus van Sant den Film Mehr von diesem Beitrag lesen

Momo on the Radio: Tales of St. Pauli – Neues aus dem Metalustversum, die Dritte

Beinahe hätte ich es ja verpasst, die Sendung fristgemäß zu produzieren, weil ich nicht geschnallt hatte, dass ich JEDEN ZWEITEN MONTAG IM MONAT UM 14 h dran bin, sondern diffus „Montag Mitte des Monats“ dachte.

Nun habe ich es doch noch geschafft.

Heute um 14 h geht es musikalisch über 3 Kontinente, Thema ist das Wetter, Brasilien (incl. Reiseerinnerungen), die WM, die Reaktionen auf die Demonstration der Refugees vor dem Rathaus, Viva con Agua und die Millerntor-Gallery und kurz noch mal um Conchita Wurst. Da ich die meisten Titel nicht ansage, bin ja kein Ansager, hier die Playlist zur Sendung:

Donna Summer – On the Radio (die Erkennungsmelodie)

Gil Scott Heron & Jamie XX – Ur Soul is mine

Dr. John – Gris-Gris Gumbo Ya Ya
Gato Babieri – Niños
Lucas Santtana – Cira, Regina e Nana
Inti Illimani – A Luis Recabarren (ich glaube, ich sage aus Versehen „Inti IllimaTi“ 😀 – kein Wunder, wenn allseits Verschwörungstheorien kursieren. Aber keine Sorge, ich sehe die Fnords.)
Lidia Borda – Manzi, caminos de barro y pampa
Joan Baez – Gracias a la vida
Calexico – Victor Jara’s Hands
Michael Jackson – They don’t really care about us
Según Damisa & The Afro Beat Crusaders – Suffer Dey
Femi Kuti – What will tomorrow bring (dieses Mal sind die Söhne von Fela Kuti dran, mehr Afrobeat!)
Seun Kuti – Slave Masters
Dr. Lonnie Smith – Dancin‘ in an easy Groove
Thrid World – Now that we found Love (Found in the Closet-Remix)
Frankie Knuckles – Waiting on my Angel (der ist, wie gesagt, jetzt immer mit dabei)
Grace Jones – This is Dub
Shirley Bassey – The Performance of my Life
Pet Shop Boys – We all feel better in the Dark
Zu hören ist das Ganze beim FSK Hamburg!
PS: Liebe Mrs. Mop, 1000 Dank noch einmal für den Girogio Moroder-Tipp! Habe es wegen Verpeiltheit nicht geschafft, ihn einzubauen – beim nächsten Mal!!!!