Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Tagesarchive: Februar 13, 2017

Über’s Gedeihen und Verderben: FC St. Pauli – Dynamo Dresden 2:0

Was schreiben, wenn schon alles gesagt und trotzdem auch von mir, ja!, so viel gefühlt wurde – Konträres, Aufwühlendes, Begeistertes, im Nachklapp Entsetztes?Ich versuch’s mal …

Gedeihen:

Ja, enorm. Wo ich am Freitag so über Geschäftsstelle und Präsidium meckerte, weil ihr Aufjaulen angesichts des Agitierens des „Heads of Under Armour“, dessen Rost des Denkens unter polierten Oberflächen sich ausweitet, so verhalten nur erklang – das Spiel gegen Dresden offenbarte eine andere Qualität derselben Akteure.

Das Gedeihen und in Ruhe formen lassen statt demonstrativer Hektik, diese Coolness nach außen statt mackerhaftem Aktionismus, dieses Festhalten an Lienen und behutsames Ausgleichen der Defizite des Kaders und des Funktionsteams – wow! Und, siehe da, zumindest in diesem Zwischenhoch funktioniert es und setzt Früchte an. Hut ab! Das ist nämlich wirklich Managementqualität, auf diese Weise ganz in Ruhe zu gestalten.

Den Raum des Spielfelds bespielen und sich zu eigen machen, so, wie die Mannschaft das tat, der Spirit, das Nachsetzen, das Wollen, ja, auch das Befolgen des Appells, nun nicht auf Teufel komm raus bis zum Konter, der rein geht, Rauschhaftigkeit zu zelebrieren, sondern nach der Einwechslung von (leider) Sören Gonther doch lieber nicht zu sehr zu öffnen und Dresden abprallen zu lassen: Mir gefiel’s. Im Gegensatz zu Anderen sah ich keinen stehenden KO zwischendurch, sondern pure Konzentration.

Kann mich ja irren.

Zumindest ist dieses bleierne Gefühl Mehr von diesem Beitrag lesen