Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Tagesarchive: August 7, 2016

Leerer Formalismus, das falsche Allgemeine und strukturelle Dominanz: Die Debatte um die „Hate Speech“-Broschüre der Antonio Amadeu-Stiftung

Jetzt habe ich sie auch mal gelesen – die Broschüre „Geht sterben! – Umgang mit Hate Speech und Kommentaren im Internet“ der Antonio-Amadeu-Stiftung.

In Blogs überregionaler Tageszeitungen verbreiten angesichts derer mutmassliche Möchtegern-Noltes wiederholt vermeintlich begründete Ängste vor dem „Internet-Gulag“ und allgegenwärtiger Zensur, im Jahr 2016 heroisch den Weltkommunismus und allerortens präsenten Stalinismus‘ bekämpfend.

In meinen Augen nähren sie so Vorstellungen eines „freien, gesunden Volksempfindens“, das sich, angeblich in den Widerstand gedrängt, den Attacken aggressiver Minderheiten ausgesetzt sieht und so in legitimer Gegenwehr zu allen rhetorischen Waffen greift. Um mit diesen wildwütig um sich zu schießen.

Am allerliebsten auf Frauen dreschen sie auf ein (Anetta Kahane, Julia Schramm). Fast, als hätten sie zu viel Nietzsche gefrühstückt und müssten nun mit Peitschen bewehrt tradiert verinnerlichte Erziehungsansprüche des Mannes als solchem ausleben.

Andere wiederum gröhlen reflexartig „aber die Linksexremen“, erklären Polizisten zur marginalisierten, von „Hate Speech“ („ACAB“) tief traumatisierten Minderheit – um im Gegensatz zu dem „Zensur“-Geschrei wenigstens Mehr von diesem Beitrag lesen

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