Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Tagesarchive: August 3, 2016

Der FC St. Pauli bei der Hamburg Pride? Nö. Warum nicht? Hier die Antwort.

Der Abend der Trikot-Präsentation – jener von Under Amour. Es ist regnerisch. Wolken ziehen ins Irgendwo. Die einen saufen Bier, die anderen Gin. Der Grill duftet oder stinkt, je nach Nase. Alle blicken gen Altona in die Ferne.

Die fehlenden Regenbogenärmel der Profimannschaft bestimmen die Diskussionen auf der Dachterrasse des „Übel & Gefährlich“. Ein Bloggerkollege berichtet von einer türkischstämmigen Trans*person in seinem Umfeld – und auch davon, wie unendlich viel dieses Symbol am Ärmel der Shirts einer Profifussballmannschaft diesem Menschen bedeutet hätte. Obgleich da ansonsten gar keine Beziehung zum FC St. Pauli bestünde.

Mir ja auch.

Er schwenkt um auf Berichte von einem New York-Besuch: Wie er die dortige Pride-Parade erlebt habe, tief beeindruckt von deren Wucht und zudem auch noch umschwärmt von jenen, die ihn „cute“ fanden. Ja, das schmeichelt. Dort sei ihm ebenso wie beim Gucken der Netflix-Serie „Sense8“ klar geworden: In den USA sind Diskussionen bzgl. dessen, was NACH der Diskriminierung kommen KÖNNTE, 20 Jahre weiter fortgeschritten als hier.

Und nu? Wie können deutsche Diskussionen, Verlautbarungen und auch Änderungen der Strukturen, in denen Menschen agieren, an diese Entwicklung Anschluss finden?

Das ist nicht nur eine der großen Fragen dieses Blogs, sondern sollte es seinem Selbstverständnis nach auch für den FC St. Pauli sein. Wenn Roger Hasenbein aus dem Aufsichtsrat in der Mopo verkündet, Mehr von diesem Beitrag lesen

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