Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Rausch Lust Liebe: FC St. Pauli – VFL Bochum 5:1

Ja, auch wenn die ach so gerühmte „aktive Fanszene“ des FC St. Pauli ein in Teilen auf Exklusion ausgelegter Haufen ist, in dem einige Platzhirsche dafür sorgen, dass alle Regeln der Dominanzkultur strikt sich durchsetzen: Die Spieler haben es ja nun wirklich nicht verdient, mit Nicht-Beachtung gestraft zu werden. Obgleich ich selbstverständlich keineswegs glaube, dass für die von Relevanz ist, was ich hier schreibe: Der Restrausch will raus. 

Die Hochachtung dafür, dass eine zutiefst verunsicherte Gruppe von Individuen einen solchen Turnaround schaffte mit Hilfe Ewald Lienens, drängt als tief  empfundenes Gefühl zum Ausdruck. Respekt! Nach einem solchen Gegentor ungemein eindrucksvoll und zum wiederholten Mal eine derartige Durchschlagskraft zu entwickeln – das imponiert mir ungemein. Und so macht es ja trotz der Organisierten auf den Rängen Spass, dabei sein zu können. Danke, Mannschaft des FC St. Pauli!
  
Weiß gar nicht, wo ich mit dem Schwärmen anfangen soll. Damit, dass Buchtmanns Rückkehr trotz Anfangspatzer der Mannschaft offenkundig verdammt gut tut? Was ein souveränes Tor! Ist auch ganz spannend, steht mensch nach dem Spiel noch in der Crowd vorm Stadion, dass selbst nominell Heterosexuelle ins Hingerissensein durch Buchtis Aura einstimmen, aufs Nominelle wollen die dann auch gar nicht immer fest gelegt bleiben … zudem übrigens mir nach Einwechslung von Ziereis entfuhr, dass wir nun 5:1 gewinnen würden. Wirklich! So geschah es. Thys plötzliche Blüte explodierte auch im entfesselten Mit- und Fürihnfreuen, und Halstenbergs Treffer habe ich mir in der Zusammenfassung schon mehrfach jubelnd wieder angeguckt.

Tat auf jeden Fall sehr gut, dass jene Mannschaft, die uns die Regenbogenflagge auf der Geschäftstelle schenkte und mit „Wie kann man nur hassen, dass Menschen sich lieben!“-Transparenten auflief, nun auch im Spiel wieder volle Sexyness bewies. Und das, wenn ich es richtig deute, ja auch aufgrund eines ganz interessanten Tricks Ewald Lienens: Einfach keinen „echten Stürmer“ mehr vorne hinein zu stellen, auf den sich dann alle scheiternd konzentrieren, sondern mit Thy eher einen Typ, der zusammen mit anderen im offensiven Mittelfeld rotiert. Verlagert die Verantwortung auf mehr Schultern, stärkt Team-Spirit, und prompt wird auch Halstenberg Goal-Getter. Sehr schön. 

Steht zwar alles noch auf Messers Schneide, die Frage nach dem Klassenerhalt, aber angesichts der Transformation des Teams ist mir gar nicht bange. Auf dass ich hoffentlich auch in der nächsten Saison in Liga 2 weiter „die aktive Fanszene“ ignorieren und trotzdem für die Mannschaft schwärmen kann, während ich in meiner FSK-Sendung den utopischen Nicht-Ort St. Pauli beschwöre und an meinem ersten St. Pauli-Roman arbeite … ein toller Verleger ist jetzt ja gefunden. Danke, Mrs. Mop! 

2 Antworten zu “Rausch Lust Liebe: FC St. Pauli – VFL Bochum 5:1

  1. Pingback: Alles gegeben. #FCSP mit dem 5 – 1 gegen Bochum. Ob es reicht, wird sich zeigen im letzten Spiel. | KleinerTods FC St. Pauli Blog

  2. Pingback: Matchday 33: FC Sankt Pauli – VfL Bochum 5-1!!!!!! | FCSP Athens South End Scum

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