Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Michel Foucault: Quicklebendiges Denken, auch weiterhin!

Philosophenfeier und -gedenktage.

Gerade noch gratulierte ich Jürgen Habermas zum 85. Geburtstag, da jährt sich der dreißigste Todestag Michel Foucaults.

Es ist so viel schwieriger, ihn zu würdigen, vermutlich, weil die Fragen seines Werkes so viel tiefer gruben. Eine Gesamtschau ist nicht möglich in einem Blog-Eintrag, nur eine Skizze dessen, was ich ihm verdanke, was mein Leben, meine Sicht der Gesellschaft, mein Denken und Schreiben so ungeheuer nachhaltig wandelte wie sonst nur die Lektüren des frühen Sartre.

Nicht zufällig bezeichnete Michel Foucault sein fiebriges Wühlen, das in der europäischen Geistesgeschichte kaum einen Stein auf dem anderen ließ, in einer Werkphase als „Archäologie“: Das Freilegen der Tiefenschichten der Geschichte des europäischen Denkens war sein Vorhaben. Mal nannte er diese Möglichkeitsbedingungen der Wissensproduktion „historisches a priori“, mal „Dispositiv“: Strukturen, die das hervor bringen, was wir als Sinn im Sinne der Bedeutung verstehen (kleiner Frege-Witz), waren Zentrum seines Werkes. Historische Variablen entdeckte er, nicht Konstanten, deshalb: Post-Strukturalismus, suchte der Strukturalismus doch noch Überhistorisches wie „Das Rohe und das Gekochte“.

Sein Augenmerk galt dem fatalen Wirken der Humanwissenschaften –

das liest sich im Deutschen lockerer, als viele seiner Schüler es wahr haben wollen: Das seziert die Sozialwissenschaften gleich mit. Die sich begeistert auf populäre Stichworte wie „Bio-Macht“ stürzen, weil es dann so wirkt, als seien sie gar nicht gemeint. „Bio-Macht“, das besagt, sich Macht über das Wie des Lebens zuzugestehen, im Gegensatz zu älteren Regimen, die sich eher auf das Töten verlegten, nicht „Biologie“.  Und da mischen Sozialwissenschaften eifrig mit.

Foucaults Werk schildert, weist nach, führt aus, wie Human- und Sozialwissenschaften und das von ihnen erzeugte Wissen Teil einer komplexen, produktiven Vermachtung wurden, indem sie den Menschen dachten.

Gegenstände seiner Kritik waren die Psychoanalyse und die Sexualwissenschaften, die Statistiken der Soziologen, welche aus dem Wirken der Polizei geboren wurden. Er zerfetzte die „Große Erzählung“ (Lyotard) des exoterischen Marxismus, das Reden und schreiben über „die Geschichte“ im Singular als Richter würde den Progressiven und Reaktionären ihren Platz zuweisen und  den progressiven Klassenkämpfern so den Sieg. Was so noch der mittlere Sartre glaubte, der Foucault vorwarf, DIE GESCHICHTE zu leugnen und allenfalls zum Geologen des Wissens zu taugen.

Foucault vernichtete die Vorstellung, Macht würde immer etwas unterdrücken, was zuvor da war – nein, sie sei produktiv. Sie bringt hervor: Gefängnisse, Psychiatrie, „Homosexualität“ gar. Aber nicht in dem Sinne, wie Klerikalfaschisten und andere Hetzer das mittlerweile gerne wieder hätten – über die Vorstellung, dass die „Homo-Propaganda“ einer verborgen agierenden „Homo-Lobby“ nun arme Kinder in die Sünde lockte, wäre er vor Lachen vermutlich hinter Bücherbergen zusammen gebrochen.

„Der Mensch, von dem man uns spricht und zu dessen Befreiung man aufruft, ist Resultat einer Unterwerfung, die tiefer ist als er“, ich zitiere aus dem Gedächtnis: Dieser Satz aus „Überwachen und Strafen“ führt in das Zentrum eines so vielschichtigen Werkes, das in immer neuen Anläufen nicht nur überraschte, verstörte, überwältigte, verwirrte. Sondern das immer wieder dem Versuch der Interpreten unterliegt, es zurück zur „Repressionshypothese“ zu drehen und damit seinen Kern zu einem Strang der marxistischen Herrschafts- und Ideologiekritik umzudeuten.

Was falsch ist, in jeder Phase seines Werkes. Die Faszination, mit der so viele sich lieber den Vorlesungen aus dem Nachlass und den Studien der „Gouvernementalität“ widmen, verdankt sich wohl der Sehnsucht, wieder ein Außerhalb der Macht und nur und ausschließlich Herrschende und Unterworfene zu denken.

Die Pointe der „Subjektivierung“, die im französichen (und englischen) Original deutlicher wird, verfehlen diese Interpreten: Dass das, was als reales, nicht philosophisches, Subjekt erscheint, eben Unterworfensein IST. Das So-oder-so-Sein ist Effekt von Machttechologien. Individualisierung macht identifizierbar und führt der Zurichtung zu.

Die Studien zur „Gouvernementalität“ stellen im Gegensatz zu den Untersuchungen der anonym wirkenden, alles durchdringenden Macht die Frage, wie regiert wird und warum sich manche noch z.B. im Zeichen der Pastoralmacht regieren LASSEN. Das mag der Leser, er braucht sich dann nicht mehr die Frage zu stellen, wo in einer Macht ohne Außen er selbst Teil dieser ist. Auch Gegenmacht kann im Rahmen der Gouvernementalitätsstudien als reine Befreiung gedacht werden; wie falsch das ist und dass man Mut braucht, widerständig mächtig sein zu wollen, auch das lehrte Michel Foucault.

Jürgen Habermas steht noch ganz im Geiste des Denkens der Aufklärung. Er wollte die Moderne als unvollendetes Projekt weiter treiben.

Foucault arbeitete, in Archiven wühlend, am theoretischen Antihumanismus im Sinne menschlicher Freiheit und sah die Modernisierung als zunehmende Vermachtung. Keine Definition dessen, was das „Eigentliche“ am Menschen sei, sei frei von normativer Wirkung, und von der wollte er frei sein.

„Aufklärung“ missverstand er nicht als Epoche, sondern als kritische Struktur: Die Aktualität befragen.

Statt all die Mega-Stories von dem Fortschritt der Menschheit in Demokratie und Rechtsstaat zu feiern, für die notfalls Krieg zu führen seien, schilderte er die Realhistorie der tiefer liegenden Disziplinen: Jene, die noch die Architektur durchdringen wie im „Panopticum“, einem architektonischen Entwurf Jeremy Benthams, da in dem Überwachungsturm in der Mitte des Gebäudes gar keiner mehr beobachten muss, alleine, dass es jemand KÖNNTE, um normierend zu sanktionieren, formt das Verhalten der Indivduen. Sie wirken auf die Körper, zerlegen in Schulen, Fabriken, Krankenhäusern und Gefängnissen den Leib in Gesten und Handlungsabläufe und verdoppeln ihn durch eine „Seele“ bzw. „Psyche“, die nach funktionalen Erfordernissen geformt wird.

Die Aktenberge von Stasi bis zu den Datensammlungen der NSA sind von dieser kleinlich-voyeuristischen Macht durchdrungen, individulalisierte Sitzplatztickets in Fussballstadien ebenso, all die fiesen, kleinen Erforschungen der Devianten, Abweichenden in der Sozialforschung zudem.

Die Individuen als Subjekt/Objekte bringt die Forschung und die Anwendung ihrer Ergebnisse allererst hervor – zusammen mit politsichen Maßnahmen wie der Drogengesetzgebung: Ohne deren positives Wirken kein Delikt, kein „kriminelles Milieu“. Die Macht braucht es, um Abgrenzungsfolien für Normalisierte zu schaffen.

Das Normalisierte selbst unterliegt keiner Untersuchung, aber der Arbeitslose, die Lesbe, der Schwule, Transgender, der Kriminelle, der „psychisch Kranke“, der Muslim, die Schwarze.

Dass Foucault für die Queer-Theory, die Gender-Forschung, meines Wissens auch Zweige des Feminismus so inspirierend wurde, liegt daran, dass er die Struktur eines Blicks, der „othert“, analysierte, um all die so als besonders Erzeugten in Relation zu einem verschwiegenen, nicht weiter thematisierten allgemeinen Zentrum in Beziehung setzen zu können. Foucault diagnostizierte das in umkehrend-nietzscheanischer Methodik.

Wenn Gastronomieangestellte zwsichen 20 und 40 bei Banken keinen Kredit erhalten, dann zeigt sich im Ranking des Kreditinstituts Macht Foucaultschen Typs. Jedoch ebenso, wenn eine soziale (!!!!) Kategorie wie „Weißsein“ sich aggressiv jeder Befragung, Thematisierung verwehrt, während sie doch die Welt strukturiert wie kaum eine andere, machtvoll, brutal und gnadenlos. Auch „Frau“ wirkt als Spezialfall, der abweicht vom allgemeinen Menschen, dem „Manne“, mit diesen Foucaultschen Analysen in kritischer Absicht arbeitend.

Der Pointen sind unzählig in diesem Werke, erschüttert liest man immer neu zu, wie Foucault Gewissheiten, normative Maßstäbe, Irrglauben über historische Entwicklungen abräumte.

Mit französischer Eliteausbildung versehen hatte er den Status, wirklich ungemein mutig denken und forschen zu können und landete manchmal dort, wo es auch auf der Linken vielen so gar nicht mehr behagte.

„Die Macht kommt von unten“ könnte zwar auch im kommunistischen Manifest stehen, aber eben nicht in der Form, die jeder „Deviante“ ganz alltäglich auf’s Butterbrot und ins Gesicht von Ex-Autonomen, Nachbarn, Vorortspießern oder auch manchen St. Pauli-Fans geschmiert bekommt.

Foucault spie den weiterhin ungebrochenen exoterisch-marxistisch (Robert Kurz steht unter anderem der Verdienst zu, in einer „esoterischen“ Marx-Lektüre Anknüpfungspunkte zwischen beiden Denkern und der Systemtheorie heraus gearbeitet zu haben) Argumentierenden nach Solschenizyns Berichten aus dem Gulag ins Gesicht, es sei ja wohl ein Witz, nun zu behaupten, der Weg von Lenin zu Stalin zu Breschnew sei lediglich ein Marx-„Lektürefehler“.

Auch den Freudomarxisten, noch bis Anfang der 80er Jahre ungeheuer wirkungsmächtig auf der Linken, am prototypischten wohl Herbert Marcuse und Wilhelm Reich, schrieb er Düsteres ins Stammbuch: Diesen, die glaubten (was sie so platt gar nicht glaubten, aber sehr wohl jene, die ihnen politisch folgten), es müsse nur „die Sexualität befreit“ werden, dann bräche die Utopie an, lachte er höhnisch mitten ins Gesicht: Ihre psychoanlaytischen Praktiken seien nur ein Fortwentwicklung der christlichen Beichtpraxis. Und analysiert würde auch in dieser Tradition nur das, was sich dem „guten, heterosexuellen Fortpflanzungssex“ entzöge.

Foucault schrieb hier von der „Einpflanzung der Perversionen“, Einpflanzung in dem Sinne, dass Subjekte dazu gebracht würden, sich mit Diagnostiken und jenem Begriff aus der Psychopathologie, „homosexuell“, auch noch zu identifzieren.

Man müsse sich als schwul und lesbisch erst erfinden, nicht etwa glauben, so was wohne wie ein verborgenes Wesen in einer und einem und sei erst noch zu entdecken und frei zu legen.

Faszinierend ist, wie Focault diese Analysen der Produktion der Abweichung, der Fallstudien zum onanierenden Kind, zur „hysterischen“ (also sich Penetration entziehenden) Frau und zum pathologischen Homosexuellem  in „Sexualität und Wahrheit 1: Der Wille zum Wissen“ an das Denken einer Kategorie wie „Bevölkerung“ knüpft. Auch deshalb, weil bei all den Neo-Nationalisten von Putin bis hin zu Frau von Storch, die Super-Subjekte namens „Russland“ und „Deutschland“ als „Volk“ völkisch denken, das bei mangelnder Fortpflanzungsfreude sterben könnten, bis hin zu Sarrazins kruden Statistiken eben dieses Motiv in der Tat wieder zentral IST, das Demographische, obgleich Foucault es im Kontext der Menschenproduktion, die für die Industrialisierung gebraucht wurden, im 19. Jahrhundert verortet.

Um so aberwitziger ist, dass die Neue Rechte gerade seine Schrift „Die Ordnung des Diskurses“ gegen Foucaults Absichten wendet, fortwährend und immerzu. Sarrazin-Interviews wirken manchmal wie zerrgespiegelte Anwendungen dieses Foucault-Aufsatzes – freilich mit der entgegen gesetzten Pointe, dass den Diskurverknappungen ein Wahres und Eigentliches entgegen zu stellen sei. So etwas gibt es bei Foucault nicht; ein Sarrazin wäre in seiner Sicht einfach Paradebeispiel des Polizeiwissenschaftlers, der die Mentalität des Massentierhaltungs-Hühnerzüchters mit Hygienewahn und Exklusionsdünkel kreuzt. Und dann Fragestellungen in Diskurse speist, deren Prämissen sich systemimmanent bei dessen Profiteuren ergeben. Während zugleich jammernd die Litanei von der Repression erklingt.

Obgleich doch ihresgleichen sowieso in allen Universitäten, Rathäusern, Behörden und sonst, wo Macht wohnt und Gesellschaftliches produziert, bestens und dominant vertreten ist, wenden sie die Theoreme von den „Denkverboten“, den Gesellschaften, in denen Sätze aufgrund der institutionellen Struktur als wahr oder faslch gelten, nicht etwa, weil sie es wären, wildwütig an, als seien sie nun Unterjochte, wenn sie nicht in aller Ruhe hassen, demütigen und diskreditieren „dürfen“.

Dass das möglich würde, liegt im Libertären: Foucault würde ich – wie, ganz anders, Robert Wilson, Autor der „Illuminati“-Trilogie und von den „Cosmic Trigger“-Bänden – als linkslibertär und gerade deshalb wegweisend lesen.

„Libertär“ meint: Frei von Staat, Institutionen und Gemeinderegeln.

Anarchist, aber eben doch mit starker Nähe zu US-Varianten.

Gerade im Werk nun wieder Robert Wilsons, in „Cosmic Trigger 3“, kann man ganz gut nachvollziehen, wie ein ursprünglich linksanarchisches Denken nach rechts kippt, indem es sich scheinrebellisch an Minderheiten abarbeitet.

Hier liegt die zentrale Differenz zu einem Denker wie Habermas, der sehr wohl in der Lage war, administrative und ökonomische Macht zu geißeln und eben doch zu glauben, dass Institutionen Begründungen folgen zumindest könnten, die Freiheit bedeuteten.

Foucault hat sich in seinen Vorlesungen, wohl wissend, dass da was nicht stimmt in seinem Werk, nicht umsonst entstammte auch André Glucksman seinem Dunstkreis, noch den Varianten des Neoliberalismus gewidmet, jener mit rechtslibertären Motiven arbeitenden Denkbewegung, der erfolgreichsten von den 60ern bis in die Nuller-Jahre. Ich denke bis heute, dass die Debatten in Deutschland oft daran kranken, dass die US-Rechtslibertären, bestens fusionierbar mit Neocons, hier niemand auf dem Zettel hat, obgleich sie ganz gewaltig wirken.

Foucault analysierte auch jene, die ursprünglich „neoliberal“ genannt wurden, Ludwig Erhardt zum Beispiel.

Ich habe diese Vorlesungen nie als wirklich treffend lesen können, weil ich da Habermas doch zustimmen würde: Der normative Maßstab der Kritik wurde von Foucault zu ungenügend ausgearbeitet, um sich zumindest vor falscher Vereinnahmung zu schützen und sich diesen Denkwelten wirklich gewachsen zu zeigen. Paradoxerweise zu sehr auf Moral als Zwang fixiert, unterschätzte er das, was als „eine Moral“ so alles produktiv-machtvoll wirken kann, der Neoliberalismus ist ja keine Wirtschaftsheorie, sondern eine archaische Moralkonzeption – zum Zeitpunkt dieser Vorlesungen. In seinem Spätwerk sowie den Vorlesungen zur „Hermeneutik des Subjekts“ hat er dies korrigiert.

Foucault hat sich an irgendeinem Punkt politisch in Liberalismen der negativen Freiheit verflüchtigt, wie auch Axel Honneth diagnostizierte, dass in den Nuller-Jahren in Diskussionen mit „Bissigen Liberalen“ und anderen auf einmal ständig mit Hayeks „Weg in die Knechtschaft“ verknüpfte Foucaultismen aufschienen, die ihn vermutlich derart erschreckt hätten, dass er eine jeden überraschende theoretische Wende vollzogen hätte. Auf dass all die, die von Freiheit nur schwätzten, entlarvt sich schämend in der Ecke gestellt hätten.

Sein Ausflug in die Ethik und Diätik der Antike im Spätwerk kann freilich als Versuch gelesen werden, das Erkunden des normativen Fundaments in einer Art selbstermächtigenden Individualismus, der denoch eingewoben ist in gesellschaftliche Regeln, auszuprobieren.

Begriffe wie „Problematisierungsweisen“, „Subjektivierungsweisen“ und ähnliche, nun stilistisch sehr schlicht aufbereitete, sind längst nicht ausreichend erforscht.

Stattdessen schrieben auf einmal „Lebenskunstexperten“ unaufhörlich Bücher, Foucaults Schlagwort von der  „Ästhetik der Existenz“ missbrauchend. Missbrauch war das deshalb, weil seine Analysen mehr als nur am Rande deutlich machten, dass das, was er bei alten Griechen und Römern fand, auf der Basis einer zutiefst sexistischen Sklavenhaltergesellschaft nur gedeihen konnte, die ihm „wenig verlockend“ erschien.

Vielleicht ist das ja doch schon seine Entlarvung neoliberaler, weißer Männer gewesen – und das, was er über die „Knabenliebe“ schrub, war nun gerade die dezidierte Zurückweisung der Vorstellung, im alten Griechenland sei „Homosexualität“ „normal“ gewesen.

Nein, die Beziehung zwischen einem jüngeren und einem älteren, freien Mann war ein PROBLEM, deshalb so viele Texte zu dem Thema. Weil sich die damaligen Denker nicht vorstellen konnten, wie ein freier Mann sich pentrieren lassen könne, und irgendwie versuchten sie doch, es zu rechtfertigen … im Rahmen völlig falscher Kategorien.

Die Foucaultschen Fäden liegen lose da.

Kaum einer hat eine derartige Wirkung wie Michel Foucault. Und kaum einer ist gerade deshalb weiterhin so beunruhigend, faszinierend – und inspirierend. Rest in Peace.

Wir brauchen Dein Denken mehr denn je, Michel Foucault.

 

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3 Antworten zu “Michel Foucault: Quicklebendiges Denken, auch weiterhin!

  1. lalberth Juni 26, 2014 um 10:20 am

    Mann, war Überwachen und Strafen ein wichtiges Buch. Die Vertracktheit von Unterwerfung und Befreiung – das alles konnte die Kritische Theorie damals so gar nicht denken. Davon zeugten auch die eher irritierenden Versuche, an Foucault anzuschließen. Vor allem, weil sie in ihrer Geschichtsschreibung nicht materialistisch genug waren. Umgekehrt würde ich sagen: Wenn Benjamin die Erinnerungen der Beiseitegefegten retten wollte, dann war es die französische Geschichtsschreibung mit und nach Foucualt, die das tatsächlich einlöste.

  2. momorulez Juni 26, 2014 um 10:54 am

    Ja, und wie! Die Lektüren waren für mich, nun allerdings auch in der Vorhölle der Psychoanalyse malträtiert mütterlicherseits, richtiggehend ein biographischer Bruch. Es gab ein Davor und ein Danach. Und das Studium war dann fast ein Versuch, ihn zugleich anzuwenden als auch mich vor ihm zu retten. Und der Stachel sitzt einfach immer noch allseits tief. Und er lacht darüber.

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