Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Das jähe Einbrechen des „Rapper-Zitates“ in die heile, weiße Welt der Kunsthochschule

Damit das nicht in der Kommentarsektion untergeht, hole ich es noch mal hoch:

(Achtung, Triggerwarnung bei dem Link)

Sehr geehrter Herr K. Bei den im Blog diskutieren Schmierereien handelt es sich um einen Teil von Grafittis welche vor zwei Wochen in einem Flur der HFBK “auftauchten”. Als die Lehrenden der dort verorteten Klassen die Sprühereien in ihren Klassen thematisierten, meldeten sich gleich einige der Studenten und zeigten sich dafür verantwortlich. Am 4.12, zu dem Zeitpunkt als Sie die (unter http://casualgermanracism.tumblr.com/post/68998412573/this-art-academy-is-called-hfbk-hamburg-they sichtbaren) Fotos veröffentlichten war der Großteil der Schmierereien von den Verursachern bereits selbst beseitigt worden und seit letztem Freitag sind auch die dokumentierten Reste des Graffitis unter weisser Farbe “verschwunden”. Selbstverständlich wurden mit (allen) Studierenden der Grundklassen am Montag nochmals ausführliche Gespräche über den problematischen Inhalt des Schriftzuges geführt so dass wir davon ausgehen, dass die Studenten spätestens jetzt verstanden haben, dass es einen großen Unterschied macht, ob ein Rapper afro-amerikanischer Herkunft in seinem Lied “snitch N*” singt oder ob ein deutscher Student Fragmente dieses Liedes an die Wand der HFBK sprüht. Beste Grüße, Heike Mutter / Ingrid Jäger Gleichstellungsbeauftragte der HFBK ————————————————-„

Das ist die Antwort auf das Schreiben eines Kommentators hier, der ausdrücklich darauf verwies, dass er die Kommunikation auch öffentlich führen würde.

Zunächst dachte ich ja noch verblendet, dass es verglichen mit anderen Antwortschreiben in solchen Fällen sogar noch irgendwie ginge. Zudem immerhin das, was auch DeeDee Brigdewater in Interviews fortwährend betont, dass allenfalls potenziell von Herabwürdigungen Betroffene das Recht hätten, das N-Wort zu verwenden, Berücksichtigung findet.

Dann lasse ich sacken, und denke: Irgendwas stimmt doch da nicht. Monodromie bringt es weiter unten auf den Punkt:

Es ist ein wenig so, als wuerde man den Hitlergruss als Phaenomen der israelischen Nachkriegs-’Stalag fiction’ interpretieren und angeben, von dort zu ‘zitieren’.“

Und dann natürlich weisse Farbe drüber und alles ist in Ordnung? Was bringen denn da Studenten zum Ausdruck, was spricht durch sie?

Zudem das in Zusammenhängen einer Kunsthochschule ungleich vielsagendere „Exponat“, die rassistische Karrikatur sowie deren aber so was von deutsche Geschichte – man denke nur an das Plakat zur „Entarteten Kunst“ mit dem schwarzen Saxophonisten vom Anfang der 30er Jahre – nicht zufällig keine weitere Erwähnung findet, Dabei hat selbst Guido Schröter auf diese Problematik reagiert und sogar Boris Hoppek (Vorsicht, den zu googeln, sehr krass rassistische Darstellungen) in zumindest einem Fall. Der durch einen Hamburger Galeristen vertreten wird.

Es muss bröckeln der Glaube, man könne mit rassistischen Mitteln „entlarven“; eine Ansicht, dje der Karrikatur mutmaßlich nicht einmal zugrunde lag.

Das weist einfach alles mitten ins Herz der Kunstgeschichte, und da bedarf es eigentlich eines Lehrplanes und Lehrender, die fähig und willens sind, dergleichen so einzuordnen, dass gar kein Student mehr auf die Idee käme, so etwas irgendwo hin zu schmieren.

Was dann wieder auf dieses „Zitat“ zurück verweist, das frech rassistische Strukturen und Aussagen an „Rapper afroamerikanischer Herkunft“ delegiert, denen überlegen im innerweißen Reinwaschungsprozess die hehre Kunst sich dann erweist. Mittels weißer Farbe.

Wie immer schon im wilhelminischen Gebäude …

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27 Antworten zu “Das jähe Einbrechen des „Rapper-Zitates“ in die heile, weiße Welt der Kunsthochschule

  1. monodromie Dezember 16, 2013 um 5:06 am

    ..ich sollte vielleicht noch hinzufuegen, das wird aus meiner ‚entschaerften‘ Version nicht ersichtlich, dass das N-Wort natuerlich ausgeschrieben war in der Originalversion, nicht dass am Ende jemand auf die Idee kommt, die Leute dort haetten soviel ‚Feingefuehl‘ besessen, zumindest das zu unterlassen.

  2. Mrs Next Match Dezember 16, 2013 um 8:35 am

    wtf.

    Ich hatte tatsächlich angenommen, dass N… in deren Antwort nicht ausgeschrieben wurde. Sie sind also offensichtlich zu borniert, sich über Fortschritte der absoluten Mindeststandards sozialer Interaktion der letzten 40 Jahre zu informieren. Wie leider so oft: keine Anstalten, aus Deutschlands grausamen Klischees mit eigener Energie herauszuwachsen. Damit wären alle Fragen eigentlich beantwortet.
    Ich finde Dein Anschreiben sehr auf den Punkt, monodromie, eine zugewandte kostenlose Revisionscheckliste, für die eine Organisation sich eigentlich bedanken sollte. Nun gehen sie auf keinen einzigen der Punkte ein. Das ist schon auch eine deutliche „Antwort“.
    Mir kommt das Antwortschreiben dünn vor, im Subtext tragisch, mehr beschäftigt damit, wie noch passiv-vorwurfsvoll angebracht werden kann, dass man weniger erfreut darüber ist, dass die Sache online gestellt wurde, als interessiert daran, wie schrecklich sie eigentlich ist. Wo sie schreiben „als die Lehrenden … die Sprühereien thematisierten“ , heisst das nicht, dass sie Rassismus thematisiert hätten, es können auch nur Gespräche über Graffiti als böse Praktik an sich gewesen sein. Eine Stellungnahme ist die Antwort nicht. Und natürlich sind die Afroamerikaner zitiert worden. Is klar. Nur, dass da an der Wand halt nicht „California Love“ steht.
    Es klingt, als hätten sie tatsächlich nur weiße Studierende dort (auf dem Schirm oder in Wirklichkeit, oder beides), kein Wort darüber, wie sie sich in der Sachen zu PoC oder intern verhalten wollen oder haben.
    Schwer zu sagen was schlimmer ist: so eine Suppe weiterhin unter sich, oder vereinzelte Schwarze junge Leute in einem grausamen Umfeld.

  3. monodromie Dezember 16, 2013 um 9:20 am

    Also ich hatte diesen im Grunde deutlichsten Übergriff der mail wohl auf eine Art verdraengt, man sucht ja doch (unbewusst-halbbewusst) immer irgendwie letzte Reste von zivilisatorischer Fassade zu affirmieren, ich hatte vor allem gehofft, dass sie den Anstand aufbringen, in der Antwort an dich zumindest *diesen* Abgrund zu unterlassen. Ich gehe davon aus (hoffe ‚fuer sie‘), dass sie mich gegooglet haben, meine email Adresse fuehrt auf meine Mathe-page und dass sie dann dachten, ach naja, dem K. koennen sie das ja ruhig so schicken. Uanabhaengig davon war meine zweite mail wie gesagt deutlich unfreundlicher, ich dokumentiere das unten mal.
    ——————–

    Sehr geehrte Frau Mutter,

    vielen Dank fuer Ihre Stellungnahme. Leider kann ich aufgrund Ihrer mail
    nicht feststellen, dass die rassistischen Vorfaelle an Ihrer Universitaet
    auch nur rudimentaer auf ihre strukturelle Grundierung in den
    (Diversizitaet ausblendenden) Institutionen Ihrer Universitaet untersucht
    wurden, abgesehen davon, dass Sie in Ihrer mail platte
    ‚Entschuldigungs’muster Ihrer Studenten, also der Urheber der
    rassistischen Schmaehungen, die Rassismen gingen auf Rapper
    ‚afro-amerikanischer Herkunft‘ zurueck, ziemlich unreflektiert (und
    natuerlich nicht ohne Benutzung des N-Wortes) als ‚validen
    Diskussionsgegenstand‘ wiedergeben und sich gar bemuessigt fuehlen, ihren
    ‚Aufklaerungserfolg‘, dass weisser Rassismus nicht dasselbe ist wie
    Schwarzer Rap, mir in ihrer mail als ‚Thematisierung‘ von Rassismus an
    ihrer Universitaet zu verkaufen.

    Desweiteren: wie Sie nicht einmal zu erwaehnen glauben brauchen, bestanden
    die Schmierereien MITNICHTEN nur aus solchen, die als ‚Zitate
    afro-amerikanischer Rapper‘ umgedeutet werden konnten. Vielmehr waren die
    Schmierereien von einer ‚Qualitaet‘, die nicht den geringsten Zweifel an
    der ‚politischen‘ (rassistischen) Haltung ihres Urhebers laesst. Meine
    Fragen sind also: welche Konsequenzen gibt es an der HFBK gegenueber den
    Urhebern der rassistischen Übergriffe? Wird offener Rassismus als
    Kavaliersdelikt und ‚diskursives Missverstaendnis‘ an der HFBK nach
    angeblich ‚klaerenden Gespraechen‘ mit seinen Urhebern ad acta gelegt?
    Welche Geisteshaltung verbirgt sich in Wirklichkeit hinter solchen
    brechenden Marginalisierungen der Positionen und elementaren Interessen
    nicht-weisser Studierender?

    Fuer die Beantwortung obiger Fragen waere ich Ihnen dankbar. Beachten
    Sie, dass diese Kommunikation von mir oeffentlich gefuehrt wird, ich mir
    also die ganze oder auszugsweise Veroeffentlichung von Stellungnahmen im
    Rahmen dieser Kommunikation vorbehalte.

    Beste Gruesse,
    A.K.

  4. momorulez Dezember 16, 2013 um 9:41 am

    Danke; ich hätte auch Dein erstes Schreiben mit zitieren sollen, sorry. Und dass sie genüsslich das N-Wort ausschreiben, das hätte ich auch nicht gedacht, und das führt ja dann wirklich auch noch in einen klassischen, performativen Widerspruch.

    Ich weiß allerdings nicht, inwiefern „politisch“ da voll und ganz richtig ist.

    Es würde vermutlich auch keiner der Studierenden dafür plädieren, PoC pauschal das Wahlrecht vorzuenthalten (kein übertriebener Gedanke, guckt man sich die historischen Realitäten von der Segregation bis zur Apartheid an). Und diese ganzen Ignoranz-, Ausgrenzungs-, Abschottungs- und Diffamierungsmechanismen sind hochpolitisch. Sie setzen aber zumeist auf Ebenen an, die von liberaldemokratischen, vollends aufgeklärten Weißdeutschen in der Regel gar nicht als politisch wahr genommen werden.

    Da setze ich nun zwar kritisierbar irgendwie als Kriterium an, aus Gründen der Verständlichkeit deren mutmaßlich krude Vorstellung von Politik erst mal zu antizipieren, was Mrs. Next Match nicht zuzumuten wäre, mir aber schon.

    In dieser Spannung zwischen formal-politischen Prinzipien und tatsächlich historisch mit Bedeutungen angereicherten Lebenswelten ist die ganze Grausamkeit aber angesiedelt meines Erachtens, und das verstehen die meisten Weißdeutschen in ihrer postnazistisch-überheblichen, liberalen Westbindung nicht.

    Es gab ja mal das Heinz Rudolf Kunze, schlimmer Typ sonst, Bonmot „Was sind das denn für Menschen, die Beziehungen pflegen, betrachten die sich denn als Staaten“, und diese völlig entfremdete Selbstabstraktion prägt Verhältnisse zu Marginalisierten nachhaltig, gerade DAMIT all die Prägungen auch ja keiner merkt.

    Kunst wäre das Feld, damit aufzuräumen, weil sie das Besondere gestalten kann. Das passiert aber gar nicht, und DAS ist ja das Problem dieser Institution in ihrer Grausamkeit: Sie verspricht, betreibt aber das Gegenteil dessen.

    Da kannn ich Mrs. Next Match‘ Verzeiflung echt voll und ganz verstehen.

  5. Hannah Dezember 16, 2013 um 2:33 pm

    So Scheiße das alles ist, ich verstehe nicht, wieso der Zusammenhang nicht hergestellt wird, in dem das alles ganz offensichtlich steht, ist ja eigentlich arschklar: Da laden Hamburger Linksradikale, die klassische Häuserkampfszene bzw. was daraus hervorgegangen ist die Lampedusa-Flüchtlinge zu einem gemeinsamen Frühstück nach Art der Antifa-Ratschläge in die Kunsthochschule ein, was als Akt der Solidarisierung, des Empowerments und als erster Schritt zu einem miteinder zu beschreitenden Weg des Protestes, Widerstands und sozialen Kampfes gemeint ist. Dann werden genau die Räumlichkeiten mit rassistischen Parolen beschmiert. Das ist doch sehr offensichtlich ein Akt der Sabotage gegen die Solidarisierung der Autonomen mit den Flüchtlingen, und das ist sehr und sehr unmittelbar politisch. Und hier hat meines Erachtens eine Kritik des Geschehenen auch anzusetzen.

  6. Realitätbrennt Dezember 16, 2013 um 4:22 pm

    Was bringen denn da Studenten zum Ausdruck, was spricht durch sie?

    Dazu müsste man sie vielleicht direkt fragen. Sprechen da Studenten für eine allgemeine Haltung? Das wäre schrecklich. Im Fall des Graffittis mit Snitch…-Gekrakel scheint sich allerdings um Begeisterung für Hiphop zu handeln. Darauf deutet auch die Machart des Graffittis. Jedenfalls lief in den letzten Monaten im örtlichen Jugendradio in der Hiphopsendung ein ziemlich angesagter Mix, wo eben genau diese Phrase im Zentrum steht. Bei der anderen Schmiererei ist mir ausgeprochen kotzübel, wenn ich mir vorzustellen versuche, was sich im Kopf des Schmierers oder der Schmiererin genau tut.

    Ich finde die Antwort insgesamt nicht übel und verstehe auch, dass bei der einen Schmiererei auf den Kontext hingewiesen wurde. Im Zusammenhang mit der anderen Schmierei wirkt das auf mich allerdings verharmlosend. Ich möchte da aber keine Vorverurteilung vornehmen, sondern sehe in der Antwort und Reaktion eher „ehrliches Bemühen“. Das ist mehr, als das auf das ich zu hoffen wagte.

  7. momorulez Dezember 16, 2013 um 4:28 pm

    @Hannah:

    Meinst Du, dass es das ist?

    Glaube ich, ehrlich gesagt, nicht – es gab Filme von Studenten und ziemlich krude Einladungen zum Frühstücken, die treffend mit „Educate me gratis“ kommentiert wurden – und so gerne weiße Autonome das ja haben, sich selbst als tatsächliches Opfer rassistischer Attacken zu sehen, das ist eine doch deutlich um- und ablenkende Methode und Sichtweise. Obwohl das in Fussballstadien und drumherum sogar schon vorgekommen ist. Im öffentlichen Diskurs bringt es trotzdem die Probleme von PoC schlicht zum Verschwinden und nährt weiße Selbstreferenz.

    Da finde ich die Prozesse in einer Kunsthochschule, die Sujets wie „White Supremacy“ und deren Wirkung in Kunstgeschichte- und -betrieb nicht reflektiert, doch deutlich zentraler.

    Bist Du die Hannah, die schon mal bei der Tsianos- Diskussion hier war? Dann welcome back!!!

  8. momorulez Dezember 16, 2013 um 4:42 pm

    @Realitätbrennt:

    Im anderen Thread wurde schon deutlich gemacht, dass das Nachforschen nach Motiven der Schmierenden in „entschuldigender“ Hinsicht rassistische Strukturen nur stützt.Es lenkt den Blick dann wieder weg von dem, was es mit Betroffenen macht, wenn sie sich Räumen aufhalten müssen, in denen N-Worte an Wänden stehen. Ich verändere mich auch prompt in meiner Haltung zur meiner direkten Umgebung, wenn „Schwuchtel“ oder von mir aus „Hip Hop zitierend“ „Faggot“ irgendwo hin gesprüht wird. Das mobilisiert das Empfinden, der Grundsicherheit beraubt zu sein, mit man nun eh schon täglich in Straßen unterwegs ist. N-Worte an Wände gesprüht von Weißen ist unabhängig von der Motivlage in jedem Fall ein rassistischer Akt, und diese merkwürdige Faszination Weißer, nun ausgerechnet den Passus an die Wand zu sprühen und nicht, wie Mrs. Next Match oben treffend bemerkt, „California Love“.

    Ich glaube, es mangelt auch ein wenig an Vorstellungsvormögen, sich vorzustellen, was es für Women of Colour bedeutet, EIN LEBEN LANG immer wieder diese verschissenen Debatten zu führen, was denn nun das Verhalten weißer Kunststudenten bewegt und ob es nicht ausgerechnet der Hip Hop ist. Wo sie gehen und stehen massenhaft N-Wort-Debatten, rund um die Uhr. Dabei sind doch Räume notwendig, in denen so etwas gar nicht erst steht und auch gar keine Debatte statt findet.Gerade da, wo auch kreativ gearbeitet wird. Das ist tödlich, da so drauf zu antworten.

  9. momorulez Dezember 16, 2013 um 4:52 pm

    @Hannah:

    Kleiner Nachtrag noch, einfach, weil es gerade passt:

    „Wieso wird die Kritik am Blackfacing bei Wetten Dass mit weißen Personen, Aktivist_innen, Feminist_innen in Verbindung gebracht und nicht mit Vereinen und Bündnissen wie der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland, Bühnenwatch oder Der braune Mob? Wieso kommen genau hier auch in der Berichterstattung wieder nur weiße Menschen zu Wort? Die Antworten werden in einer Gesellschaft, die sich für aufgeklärt und tolerant hält, immer schwieriger zu geben sein.“

    http://blogs.stern.de/fraudingens/rassismus-ja-jeden-tag-ueberall/

    Da verbirgt sich freilich auch wieder die Ambivalenz, dass man das auch so lesen kann, dass der braune Mob oder der ISD nun zuständig seien für die Bekämpfung von Rassismus. Nö, das sind die, von denen er ausgeht. Nur dass die sich Möglichkeit an den Quellen und Sichtweisen von PoC in solchen Fragen orientieren sollten. Weil die sich da besser auskennen und es eine mittlerweile unglaublich reichhaltige, internationale Diskussion auf verdammt hohen Niveau zu diesen Fragen gibt, der sich die HfbK in ihrem Veranstaltungsprogramm einfach nicht gewachsen zeigt. Deutschland hat sich da vollkommen abgekoppelt, präsentiert sich als provinzielles, tatsächlich im buchstäblichen Sinne Entwicklungsland, und mir scheint, dass die Autonomen da eher Symptom als Lösung sind.

  10. Hannah Dezember 16, 2013 um 5:23 pm

    @so gerne weiße Autonome das ja haben, sich selbst als tatsächliches Opfer rassistischer Attacken zu sehen, das ist eine doch deutlich um- und ablenkende Methode und Sichtweise. — Wie meinen? Autonome laden Flüchtlinge zu einem gemeinsamen Plenum ein, und dann werden die Räumlichkeiten, in denen das stattfinden soll, rassistisch beschmiert. Das ist ein ziemlich eindeutiger Angriff auf die eingeladenen Flüchtlinge und nebenbei auch auf die einladenden Autonomen.

    Ja, ich bin jene Hannah.

  11. momorulez Dezember 16, 2013 um 5:29 pm

    @Hannah:

    Schön, dass Du wieder rum schaust. Habe Dich tatsächlich schon häufiger zitiert in Diskussionen, also das, was Du damals kommentiertest!

    Und ich sehe den Zusammenhang trotzdem nicht. Solche Sprüche findest Du doch alle Nase lang in Institutionen wie der HfbK, ohne dass da auch Refugees geladen waren.

    Und wenn er bestehen sollte, wird dadurch die Reaktion der Gleichstellungsbeauftragten nun auch nicht besser. Und ich würde dann schon Wert darauf legen, dass nicht die Autonomen gemeint waren. Was die gerade mit ihrer Verknüpfung von Flora, ESSO-Häusern und Lampedusa treiben ist ja nun auch übelst.

  12. Hannah Dezember 16, 2013 um 7:13 pm

    Was soll daran übel sein? Soziale Kämpfe der unterschiedlichsten Gruppen und unterschiedlichsten Eskalationsgrade miteinander zu verknüpfen und aufeinander zu beziehen ist gute linke Tradition. Das ist doch, was Intersektionalität (wegen mir lieber Teilbereichsüberwindung) eigentlich meint. Es wird ja auch auf vielen Antifademos auch auf Gewalt gegen Frauen hingewiesen, obwohl das eigentlich gerade nicht Thema ist, auf Friedensdemos auch Rassismus und neue Armut thematisiert usw. Bei uns in Israel ist auf den großen Occupy-Aktionen gegen Teuerung und Niedriglöhne auch die Palästinafrage angesprochen worden. Halt internationale Solidarität, mit allen Unterdrückten. In der Gleichzeitigkeit und Verbundenheit der Kämpfe liegt die einzige Perspektive der Linken.

  13. momorulez Dezember 16, 2013 um 7:24 pm

    Intersektionalität meint aber nicht Ignoranz der Differenzen, Überschreiben von Erfahrungen und Lebenssituationen und die Selbstheroisierung Weißer auf Kosten derer, die Opfer rassistischer Außen- und Flüchtlingspolitik sind. Es heißt zunächst mal, systematische Zusammenhänge zwischen Diskriminierungs- und Deklassierungserfahrungen aufzuzeigen, aber doch nicht, um da, wo nichts zusammen hängt, nun Ideologie zu betreiben. Ich kann das, was Du zu Israel schreibst, nicht beurteilen, das meine ich somit nicht. Was ich sehr gut kenne, ist, dass Autonomen und ihren Umfeldern tatsächliche Schwule und Lesben, PoC, die nicht a priori aufgrund rechtlicher Schweinereien eh am Boden liegen und somit notfalls paternalisierbar sind, in der Regel schwer auf die Nerven fallen. Und Trans*menschen kennen sie in der Regel eh nur aus dem Fernsehen oder von der Schmuckstraße. Ihre Sichtweise beziehen sie provinziell deutsch aus „Antifa“, aber bestimmt nicht aus der Auseinandersetzung mit Bel Hooks und Co. Und was sie aktuell in Hamburg geschafft haben, ist, die Refugees durch die nächste Sau, die durchs Dorf getrieben wird, wieder zu marginalisieren, indem sie die Aufmerksamkeit auf sich selbst ziehen. So erweisen sie sich einmal mehr als schlicht nützlich für den Senat. Die feixen gerade in der Innenbehörde, weil spätestens Samstag die Perspektive der Refugees keiner mehr kennen wird.

  14. Mrs Next Match Dezember 16, 2013 um 7:40 pm

    1) Die Geflüchteten wurden von HfbK Studierenden zu einem lockeren Kaffeekränzchen mit „Diskussion“ eingeladen, es wurde auch gefragt wer das ganze filmen könne. Das ist kein Plenum und keine Soli sondern sehr, sehr frech, eklig und anmaßend. Da muss ich aber dann doch lachen, wenn das „Linksradikale“ sein sollen, denen als Interaktion mit Kriegsgeflüchteten nur so respektloser überheblicher Unsinn einfällt. Evtl Wunschdenken, bzw politische Hochstapelei (‚ich wäre so gern radikal, dann wär ich wer…‘ , gibt es ja genügend von).
    2) Die Schmierereien waren in einem Nebengebäude, in dem keine Veranstaltungen stattfinden und keine Geflüchteten zu Besuch sind oder waren.
    3) in der Antwortmail der HfbK steht, dass die rassistisch graffitierende Person bekannt ist, sich selbst gemeldet hat. Es ist kein rechtsgerichteter Akt gewesen.

    Und mir reicht es jetzt auch wirklich damit, eindeutig rassistische Akte als „rechtspolitisch…irgendwas“ fehlgedeutet -sprich nämlich: abgelenkt und aus linkem Rassismus hinausbefördert- zu bekommen, denn das ist genau das Rassismusproblem: einfach. keine. Empathie. zustande. kriegen. Einfach. zwanghaft. Weiße. in den Mittelpunkt. JEDER. heroischen Erzählung. zerren. Selbst der Antirassismuskampferzählung. Nein, die Empathie stellt sich einfach nicht ein. Sieht man ja. Wie momorulez schreibt (was wirklich nur mit kognitiver Dissonanz schwer zu verstehen ist): eine regelrecht reflexhafte Methode weißer Autonomer. Was ich hinzufüge: auch Anzeiger dafür, dass die BRD tatsächlich noch so schlimm ist, dass in ihr sogar die sich links Einbildenden keine 10 Sekunden von white supremacy herunterkommen, und ich meine das nicht bezogen auf Bekundungsgequassel oder wie-man-sich-selbst-gern-sähe, T-Shirts, „Aktionen“ und Musikgeschmack, sondern im Verhalten, gerade dem „unüberlegten“ (gähn) und der Bereitschaft die eigene Konditionierung(!) kritisch zu hinterfragen. Wie hier nun, erfolgt das derailing ja so stereotyp automatisch wie die Viererreihe im Linke-„Anti“rassisten-Buzzword-Bingo voll wird.
    Dabei hilft auch, sich nicht zu fragen, wo es gerade herkommt, das Wir-Gefühl, das sich so schnell ’solidarisch‘ (das ist übrigens ein Verdienst, der sich erarbeitet werden muss, und sich karikiert, wenn er selbstverliehen vor sich hergetragen wird) zeigen mag, in der Freizeit, wenns gerade passt, und nicht zu kompliziert ist.

  15. monodromie Dezember 16, 2013 um 9:56 pm

    also vielleicht das noch: mit ‚politisch‘ meinte ich oben nicht, dass die Leute irgendwie in den Pausen NPD-Wahlkampf machen, aber diese Symbolik, die Zeichen sind per se politisch, dieser Rassismus ist politisch, ob er mit linkem oder Aktivisten-Vorzeichen passiert; das hat niemand getan, weil er mal eben irgendeinen Liedtext im Hamburger HipHop-Radio aus einer Zwangsvorstellung heraus an die Wand bringen musste. Man unterschaetzt, dass auch Leute im ‚linken‘ pilitischen Spektrum BEWUSST Interesse haben koennen, Rassismus salonfaehig zu machen, beim Antisemitismus ist das bekannt, ich sehe das nicht als den ueblichen ‚Kollateralschaden-Sprechakt, da will jemand ’sein Revier‘ markieren, die Aggression ist ganz bewusst. In diesem Sinne ‚politisch‘.

  16. Mrs Next Match Dezember 16, 2013 um 10:15 pm

    @monodromie, das meine ich auch und habe es ebenso aufgefasst, wir sind da einer Meinung. Mein Hutschnur hochgehen bei ‚politisch‘ wurde ausgelöst von (oben) „offensichtlich ein Akt der Sabotage gegen die Solidarisierung der Autonomen mit den Flüchtlingen, und das ist sehr und sehr unmittelbar politisch…“ Man identifiziere die handelnden Subjekte in den Sätzen über Widerstand und die damit verbundene dreifach-Perspektivverschiebung. Spiegelt im Prinzip das, was die HfbK „Gleichstellungs“-Leute mit ihrem Antwortbrief versuchen, und d a s finde ich mal gruselig.

  17. momorulez Dezember 16, 2013 um 10:35 pm

    Ich sehe das ja auch gar nicht anders. Es gibt bei den ganzen Themen nur eine auffällige Differenz zwischen dem prinzipiell-formalen – „Ich bin gegen Rassismus, alle Menschen sind gleich“ blabla -, und das verstehen die Leute als politisch, weil sich daraus politische Forderungen, wie sie sie kennen, ableiten lassen.

    Und es gibt all die quälenden Stereotype, Emphatielosigkeit, die Weigerung, andere Perspektiven als gültig anzuerkennen und sie überhaupt wahrzunehmen, die Supremacy-Haltungen, diese verschwiegene Freude an der Herabwürdigung, diese kindliche „Ich breche jetzt ein Tabu!“ und „mit meinem schwarzen Kollegen kann ich aber auch rassistische Witze reißen, und der findet das total lustig!“, das ganze Aufmerksamkeit immer auf sich ziehen und andere weg drücken und überschreiben, die Ausschlüsse und das Verweigern von Partizipation da, wo es um Geld, Macht und Status geht usw. – und das haben die meisten überhaupt nicht geschnallt, dass das auch politisch IST. Das wollte ich lediglich ausgeführt haben.

  18. Hannah Dezember 17, 2013 um 4:53 pm

    Ich bin nicht in Hamburg, sondern in Marburg und sehe das alles von sehr weit außen. Mein Zugang zu dem Thema waren die bundesweiten Mobilisierungsflyer und emailaufrufe zu den Demos in Hamburg, und da kam das wie ein solidarisches Miteinander von Autonomen mit Flüchtlings vor, so, wie ich es aus meinem Alltag auch kenne. Dass die Leute, die die Flüchtlinge in die Kunsthochschule eingeladen haben nicht mit den Floral- und Hafenstraßenleuten identisch waren hatte ich gar nicht gewusst, das kommt hier in Hinterhessen nicht an.

  19. momorulez Dezember 17, 2013 um 5:16 pm

    Das ist auch gar nicht erstaunlich. Weil da gerade wahnsinnig viel Mythos geschrieben wird. Es ist einerseits tatsächlich so, dass ab dem Zeitpunkt, da die Lampedusa-Gruppe in der St. Pauli-Kirche aufschlug, wahnsinnig viel Solidarität auch praktisch gelebt wurde – Kochen, Nachtwachen, Fussballturniere usw., auch sehr viel Nachbarschaftshilfe. Und dass die Refugees selbst es unglaublich imposant geschafft haben, eine ganz und gar eigenständige Stimme im politischen Diskurs der Stadt zu werden und so europaweit einen Focus darauf zu erzeugen, wie sie die Welt sehen.

    Das hat allerdings auch deshalb einigermaßen funktioniert, weil die Solidarität sehr breit aufgestellt war – Gewerkschaften, Präsidium und Geschäftsführung des FC St. Pauli und auch viele Fans usw. – und allesamt sich daran gehalten haben, sich an den artikulierten Bedürfnissen der Refugees zu orientieren und auch deren eigene Sicht zu transportieren. Die Studenten haben sich da eher hilflos im von Mrs. Next Match skizzierten Sinne dran gehängt.

    Das ging ansonsten aber ganz gut bis zu der Großdemo und gerade auch, weil das Flora-Umfeld sich ausnahmsweise mal nicht vordrängelte.Dann fing zunächst die evangelische Kirche an, für die Flüchtlinge zu sprechen, wogegen diese vehement opponierten.

    Seit diesem Aufruf zur „Flora bleibt!“-Demo sind die Refugees kaum noch wahrnehmbar und die Üblichen übertönen alles.

    Parallel wird nun aber eifrig an einem Mythos gestrickt: Die Lampedusa-Gruppe wird zur Abwehr missbraucht. Das ging bis in die Facebook-Kommentarspalten bei der „Blackface“-Debatte. Wie immer, wenn weiße, nicht-jüdische Deutsche sich als „gute Deutsche“ fühlen, die sich ja so um die Lampedusa-Gruppe gekümmert haben, wird jegliche Kritik an auch nur irgendwas mit diesem Verweis erstickt und die Refugees selbst in die Unsichtbarkeit verbannt. Diese Mechanismen verfolge ich nun auch seit den Lichterketten der 90er, und die sind Gift. Was die Flora-Leute machen ist noch eins drauf aktuell – Mrs. Next Match brachte das neulich auf die treffende Formel „Unser Überlebenskampf ist eure Kirmes“. That’s it.

    Du bist ja damals bei der „No Border Camp“-Debatte hier aufgeschlagen, was mich trotz Dissens sehr freute. Was da versucht wurde, war, solche Mechanismen irgendwie aufzubrechen.

    Oben hat M. ja darauf verwiesen, dass es auch in linken Kreisen ein Interesse an Rassismus geben kann. Das ist so, und wieso das so ist, das weiter zu verfolgen weist in die richtige Richtung.

  20. monodromie Dezember 18, 2013 um 11:49 am

    weil es (leider) so ‚gut‘ passt, verlinke ich noch eine ‚Diskussion‘ (mit Triggerwarnung) auf der oeffentlichen facebook-timeline der Schwarzen Berliner Schauspielerin Cynthia Micas, innerhalb derer gut zu sehen ist, wie weisse Deutsche Schauspieler, Kuenstler etc. aggressiv gegen die Emanzipation(sversuche) von PoC im Kunst-Kontext zu Felde ziehen. Natuerlich immer solche, die sich ‚links‘ und ‚international‘ verstehen, aber überall ‚Gutmenschen‘ wittern die ihnen ihre Privilegien streitig machen wollen, wie sie natuerlich nicht offen aussprechen, stattdessen werden in stupidester Art und Weise Diskriminierungskonsequenzen in dem einen Berufsfelde angefuehrt, um die Ausgrenzung in dem anderen Berufsfeld zu rechtfertigen. Mir ist das auch nicht klar: merken diese Leute nicht, dass sie mit ihrem Rassismus ganz allein innerhalb eines homogenen Kosmos von weissen, gutgestellten Deutschen agieren, halten sie das fuer ein *zufaelliges* Korrelat oder ist es einfach so, dass man glaubt, seine ’natuerlichen Interessen‘ zu vertreten, so als achwie diskriminierter und an den Rand gedraengter blonder Hans in Not? Man fasst es kaum.

    https://www.facebook.com/cynthia.micas

  21. momorulez Dezember 18, 2013 um 12:04 pm

    Dieser Dominic Boerr ist echt eben krass wie proto- und stereotyp. Der spricht halt aus, was die anderen nur denken, was aber überall wirkt.

    Danke übrigens für den Hinweis auf die Schauspielerin, so was kann ich immer gut brauchen 🙂 …

  22. monodromie Dezember 18, 2013 um 12:14 pm

    bitte, andererseits muss man in diesem Falle bemerken: der blonde Hans suggeriert nicht einmal, links zu sein, hier kommt die Form mit dem Inhalt ganz ueberein.

  23. momorulez Dezember 18, 2013 um 12:30 pm

    Zu so was mutieren auch massenhaft „Linke“, sobald sie sich gefährdet sehen. Das Umkippen geht wahnsinnig schnell. Hatte hier ja früher mit einem ganzen Klüngel aus dem Umfeld eines Ex-Autonomen zu tun, der auch noch ständig hierher linkt, da klicke ich schon gar nicht mehr drauf. Sobald es nicht komplett nach deren Nase geht und sie sich in der Platzhirsch-Rolle bedroht fühlen, geht es sofort Richtung Fleischhauer. Flüchtlingsarbeit kriegen die gut hin; Schwule, Lesben, PoC auf Augenhöhe, also nicht völlig entrechtet und so gemeinerweise angewiesen, geht gar nicht, sobald eine eigenständige, kritische Perspektive eingenommen wird.

  24. Hannah Dezember 18, 2013 um 3:07 pm

    „Du bist ja damals bei der “No Border Camp”-Debatte hier aufgeschlagen, was mich trotz Dissens sehr freute. Was da versucht wurde, war, solche Mechanismen irgendwie aufzubrechen.“ Meinem Erleben nach definitiv nicht. Da versuchte eine sehr junge sehr eifrige Gruppe von Leuten altbewährten Antiras, die teils Jahrzehnte Kampagnenerfahrung hatten (auch Flüchtlinge darunter) mit dem Eifer der Jugend eine zur Ideologie und zum Distinktionsgewinn der eigenen Blase geronnene Vulgär-CW-Variante aufzuzwingen. Das war eine Lachnummer.

  25. momorulez Dezember 18, 2013 um 4:53 pm

    Womit Du nur dem ausweichst, was wir hier gerade diskutieren 🙂 … und dass nun ausgerechnet diese „No Border Camp „-Nummer genutzt wurde, geradezu kampagnenartig auf CW einzudreschen, stützte dann auch Strukturen wie in der HfbK. Worunter dann PoC, die sich da (und nicht nur da) aufhalten, krass zu leiden haben.

  26. momorulez Dezember 21, 2013 um 1:42 pm

    Trackbacks von Exportabel gelöscht wegen ausgeschriebenem N-Wort. Man che lernen es nie.

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