Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Von Politics, Politik und Potenzial: FC S. Pauli – Ernergie Cottbus 3:0

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Verwirrungen.

Im Taxi auf dem Weg zum Flug nach Köln dringt aus dem Radio: „Frontzeck entlassen!“

Sitze ganztägig in Katakomben unweit des Dom und simuliere Arbeit und kann noch nicht mal ins Netz – Kunden rollen Augen angesichts des Habitus eines von mir Engagierten. Verbünde ich mich offen mit ihm, habe ich hinterher definitiv höhere Kosten. Weil alles länger dauert, Machtfragen gestellt werden, Gezerre beginnt. In den Rücken fallen will ich ihm aber auch nicht. Dabei bin ich von ihm genau so genervt. Politics.

Hat Stefan Orth mal wieder an der falschen Stelle losgemackert? Sitze abends im „Spitz“ unweit des Rudolphplatz, esse Schnitzel (kleine Portion) und diskutiere per Handy mit @ring2 bzw. stpauli.nu die Lage.

Es kristallisiert sich heraus, dass Frontzeck wohl wissen wollte, wer im sportlichen Bereich die prägende Persönlichkeit, der „starke Mann“ ist – und dass er seine Antwort prompt bekam. Soll mir recht sein, mir ist auch lieber, Azzouzi ist es. Verstehe viele einfach nicht, die sich ereiferten, wie schlimm und peinlich dieser Vorgang sei. Freue mich, dass auf Roland Vrabec, ein noch recht unbeschriebenes Blatt, gesetzt wird und die Stani-Rückkehr-Fantasien so im Keime ersticken. Bitte nicht, bei aller Verehrung. Wittere NEULAND. Frische. Das Unbekannte. Schön!

Verwirrung auch bei Cottbus‘ Mannschaft gestern Abend. Ebenso bei mir als Zuschauer des Spiels. Was spielen wir da eigentlich? Irgendwer schrub irgendwo „4 – 1 – 4 – 1“. Für mich sah das eher nach 4 – 2 – 4″ aus in der ersten Halbzeit mit vorstoßendem Kalla und vier höchst Variablen vorne. Auf jeden Fall wirkte es viel flexibler, inspirierter und undurchschaubarer als unter Frontzeck. Mehr Überraschungspotenzial. Als sei das Korsett des „Ordnung Haltens“ zugunsten des Tänzerischen, das diese Mannschaft auszeichnet, aufgehoben. Spannend.

Und all das Gelästere über Nöthe – hey, so ein Ensemble braucht auch dessen Eleganz. Die Verunsicherung tanzen kann vorübergehend auch mal expressiv-schön aussehen. Prima, dass der Rest der Mannschaft ihn sucht und stützt. Weil die ja auch alle wissen, dass, wenn der erst platzt, das Nußknacker-Ballett dagegen Laientheater sein wird. Wobei sich ja auch der Nussknacker zum Prinzen wandelt.

Metamorphose! Transformation! Prozesse, die ich liebe …

Noch will er zu oft die Bälle verteilen und antizipiert wohl im Geiste dumpfes Stöhnen auf Rängen, falls ein Ball daneben geht, was dann auch wirklich passiert – der wird schon noch Nurejevmäßig den Solo-Tänzer geben.

Bartels Pirouhetten: Ein Traum gestern. Toll. Thorandts Kopfball: Formvollendet. Buchtmann: Quirlig. Ein Hauch von Breakdance. Und dass Schachten wieder da ist: Sooooo unendlich wichtig.

Die Mannschaft nähert sich ja vielleicht nun wirklich der Ausschöpfung ihres Potenzials an.

Verwirrung. Die Süd stimmt „Nazischweine“-Chöre gen Cottbusser Fans an, und mir erschließt sich der Anlass nicht. Klar ist das eine der rechtsoffenen Fanszenen und darüber hinaus, berüchtigt wegen antiziganistischer und antisemitischer Ausfälle und vielem anderen mehr. Das ist mir schon klar. Das Transparent aus dem letzten Heimspiel hatte ich allerdings nicht mehr auf dem Zettel.

Es ist trotzdem so simpel, da im Pulk auf der Süd den Chor „Nazischweine!“ als politischen Akt abzufeiern. Angesichts dieses Häufchens Erbärmlichkeit in deren Fanblock am anderen Ende des Stadions. Da weiß ich dann auch immer nicht so recht, ob das nun Politik ist oder nicht eher Antifa-Folkore.

Im Gegensatz zur Spielweise der Mannschaft ist das auch so wenig überraschend. Fast jeder Ossi, der in den letzten 20 Jahren ans Millerntor kam, geht doch eh davon aus, als potenzieller Nazi beschimpft zu werden. Da fühlen sich manche glatt noch von aufgewertet.

Was ändert das nun, wenn „Nazischweine“ skandiert wird? Dass die, die sich von dieser Sorte im Cottbus-Fanblock aufhielten, tief beeindruckt in die Lausitz reisen, in tiefer Scham in sich gehen und Besserung geloben?

Gegen Nazis sind irgendwie auch Herr Neumann und Frau Merkel. Mehr als irgendwie ist cooler.

Dann komme ich nach Hause, gucke ein wenig bei Facebook rum und verliere kurzzeitig die Fassung.

Lauter Leute, die ich kenne, schätze und mag, drehen völlig ab. Die Pfiffe angesichts dieses Skandierens seien nun der Untergang des FC St. Pauli. Fans, die ihre Mitfans auspfeiffen! NIE hätten sie daran geglaubt.

Als hätte nicht die Süd alle Nase lang Haupttribünensitzer, die vor Abpfiff ihre Plätze verlassen, völlig zu recht ausgepfiffen.

Die Pfiffe werden als Indikator des Willens zum Unpolitischen gedeutet. Das kann ja bei einigen zutreffen; dieser Quatsch mit „Linksfaschismus“ keimte im Forum tatsächlich wieder auf.

Es kann aber ja auch ganz andere Gründe gegeben haben. Statt darüber jedoch zu grübeln, bricht sich wieder nur die narzißtische Kränkung die Bahn in die Stagnation hinein, die dann ganze Tribünen nach Braunschweig verwünscht und mit einem Apparat von Unterstellungen operiert, dass mir ganz schwindelig wurde beim Lesen.

Was ich manchmal nicht minder gefährlich finde als diese vermeintlich „Unpolitischen“. Auch Punkrock-Folklore und ein stumpfes, nicht weiter gedachtes „Gegen Nazis!“ kann ins Unpolitische umkippen. Wenn dabei stehen geblieben wird in Formelhaftigkeit.

Das ist angesichts vieler so großartiger Entwicklungen so schade. Die Unterstützung der Refugees bis in die Geschäftsführung hinein. Die dollen Aktionen gegen Sexismus und Homophobie, unterstützt auch vom Präsidium. Die politisch eindeutige Bemalung der Gegengeraden. Klar kamen auch da blöde Sprüche (und plakativ ist es auch), aber es ist doch gewaltig, und es ist jetzt da zu sehen.

Das beste Mittel gegen Nazis ist immer noch die Stärkung derer, die sie vernichten oder unterjochen wollen: PoC, Schwule, Lesben, Transmenschen, Juden, Sinti, Roma, Linke und deren Politik. Selbstbewusste, eigenständige Frauen in Stadien.

All das verschwindet in „Nazischweine“ immer gleich mit. Das Anagitieren gegen die „Fortress Europe“ ist doch ein viel stärkeres Zeichen. Das war super!

Ich habe gestern dieses „Nazischweine“-Chöre eher als Rückfall in die Zeit davor gehört. Dieses Mackerhafte, das sich über das hinaus, wogegen es ist, nicht viel Gedanken macht.

Und ich habe zwar nicht gepfiffen, aber es hat mich genervt. Ich fand es überflüssig. Schenke dem Aufmerksamkeit, was Nazis nicht wollen. DAS ärgert die wirklich.

Ich war genervt, weil wir das doch viel besser können, wenn wir wollen.

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17 Antworten zu “Von Politics, Politik und Potenzial: FC S. Pauli – Ernergie Cottbus 3:0

  1. Pingback: Nazi Punks fuck off… » Magischer FC

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  3. ring2 November 13, 2013 um 10:59 am

    Das mit der Wahrnehmung ist ja so eine Sache. Ich habe den Cottbus-Block da am Montag auch eher wie einen Steppdecken-Bustour wahrgenommen so aus der (sicheren) Entfernung mindestens eines halben Fußballfeldes. Das Kommando Boys in Brown hat dann aber von der Nord (stehen immer in der Nähe des Gästeblocks) ganz anderes erzählt. Da passte der Ausdruck Nazischweine schon sehr gut als Reply. In diesem Sinne könnte man sagen, war das von der Süd aus Erfahrung wohl passend vorantizipiert. Wobei mir selbst-referenzielle Erwiderungen, wie „wir sind schwule Abtifa-Module“ ja auch besser gefallen. Aber das vermute ich hinter den Pfiffen gegen die Süd (die ja ungleich USP ist, btw) eben nicht, eben keine Kritik in Deinem Sinne hier, sondern eine strukturelle Ablehnung. Und das kann schon erschrecken.

  4. momorulez November 13, 2013 um 12:54 pm

    Hinter den Pfiffen gab es diverse Motivlagen, bestimmt auch die üblichen USP-Hasser und die „Unpolitischen“ und die Kirchentagsfraktion. Aber eben nicht nur und ausschließlich. Und die Art, wie das nun hoch gekocht wird, wo nun ében auch die eigenen Fans kurz vor den Suptras, der Karlsbande und dem Braunschweiger Mob verortet werden, das finde ich grotesk und auch nicht besser als „Linksfaschismus“-Vorwürfe.

    Ich habe bei den „Law & Order“-Diskussionen durchaus verstanden, dass da Fans aus den eigenen Reihen rechtspopulistische Tendenzen diagnostiziert wurden, und auch Reaktionen bei dem „Bullen raus aus der Kurve“ im eigenen Stadion fand ich schlimm.

    Ich sehe das hier aber anders. Die vom Magischen FC verweisen ja auf die Außenwirkung – diese „alles Nazis, nur wir nicht“-Haltung, die uns bisher als Ruf voraus eilt, führt aber auch nur zum Verpuffen des eigenen Anliegens.

    Dass manche glauben, so auf Missstände in der Cottbusser Kurve hinzuweisen, das kann ja sein. Nur dass sie exakt das, was sie angeblich erreichen wollen, nämlich die, falls es die da gibt, Vernünftigen anzstacheln, was gegen die Rechten zu unternehmen, durch „Nazischweine“-Rufe gerade verhindern. Ich hatte ja eine längere Kommunikation vor geraumer Zeit mit Rostockern – nix hat den Unique Rebels mehr geschadet als solche Agitation von St. Pauli-Seite. Außer den Suptras, die schadeten noch nachhaltiger. Das löst gerade bei Ost-Vereinen einfach nur der Appell aus, die Reihen fest geschlossen zu halten. Das Zitat gerade war Absicht. Das wäre im Falle des BVB was ganz anderes.

    Ich finde das Ganze um so ärgerlicher, weil rund um die Refugees so was wie eine stadionübergreifende politische Einigkeit herrschte. Leuten, die da mit gezogen sind und die „Nazischweine“-Rufe trotzdem doof fanden, dann mittels Facebook über Zeckensalon, Jolly Roger, Magischer FC, Übersteiger und 1. Autohof und stpauli.nu nun Braunschweiger Verhältnisse anzudichten und sie aus dem Stadion heraus komplementieren zu wollen, das finde ich viel krasser als die Pfiffe. Das ist oberarschig.

    Ich blogge da auch noch was zu, bei Facebook mache ich mich ja auch gerade schon unbeliebt.

  5. Pingback: Beim Namen genannt beim Einstandsdreier für den neuen #FCSP Trainer gegen Cottbus | KleinerTods FC St. Pauli Blog

  6. tobybaier November 13, 2013 um 3:49 pm

    Hiermit kann ich mich gut identifizieren, danke!

  7. brtl November 13, 2013 um 5:24 pm

    Dieser differenzierte Blick war wirklich nötig, so aus meiner Sicht. Merci!

  8. momorulez November 13, 2013 um 5:34 pm

    Angesichts dessen, was gerade bei Facebook hoch ploppt, bin ich auch froh, es doch noch raus gejagdt zu haben. Das geht gar nicht mehr, was da von G.A.S. bis Jolly Roger abgeht. Dieses scheinheroische Gleichschritt-Männergeblöke finde ich ungemein bedrohlich. Da formiert sich was ganz und gar Gruseliges. Was letztlich die eigentlichen Absichten komplett konterkariert und wo ich auch einfach ein etwas umfassenderes Verständnis von Politik habe. Da begebe ich mich dann lieber in die Gefahr, auch von den Falschen Beifall zu bekommen (womit ich keinen der Anwesenden meine, sondern die Ultrahasser und tatsächlich „Unpolitischen“).

  9. ring2 November 13, 2013 um 5:40 pm

    Nur der Vollständigkeit halber, ich hab mit ‚fernbleiben‘ die Cottbusser Nazis und Dulderer unter den Gästen gemeint. Keine St. Paulianer, ob pfeifend oder nicht.

    Die Diskussionen, auf die Du hier ansprichst, hab ich verpasst. Muss ich mal nachlesen. Wo denn?, im Forum?

  10. momorulez November 13, 2013 um 5:59 pm

    Aktuell brauchst Du Dir nur das Statement der G.A.S. bei Facebook durchzulesen. Ich fand auch den beim 1. Autohof gruselig, obwohl ich die Leute dahinter eigentlich prima finde. Da wird nun ganz eindeutig behauptet, dass sämtliche Pfeiffende indirekt mitverantwortlich für Prozesse wie in Aachen oder Braunschweig seien, indem man sie dem „Unpolitischen“ zuschlägt.

    Was in diesem Fall einfach nicht stimmt.

    Im Forum findest Du auch ein Statement, dass angeblich auf der Sozialromantikerseite erscheinen sollte, das ich da aber nicht fand, wo recht rabiat das Fernbleiben am besten wohl gleich Zehntausender gefordert wird.

    Ich kann ja schon den Habitus dieser verbalen Schlägertruppen kaum ertragen. Was mich aber ergänzend bei dem Thema so nervös macht, ist, dass bei diesen reduzierten „Nazischweine“-Claims immer so eine typisch deutsche Selbstbezüglichkeit entsteht. Da geht es dann schnell nur noch um postnationalsozialistische Identitätsdiskurse, bei denen all die, die nun tatsächlich Opfer der Nazis waren – außer den Kommunisten – meist gleich noch mal symbolisch liquidiert werden, weil sie gar keine Rolle mehr spielen, sondern sich weißdeutschnichtjüdischeheterosexuelle Selbstverständnisse von Männern mit Hormonüberschuss in den Vordergrund drängen. Das hatten wir nun lang genug am Millermtor, und ich hatte in den letzten, na, 2 Jahren das Gefühl, das sich das allmählich auflöste. Das ist Gift für jede ernstzunehmende politische Arbeit. Da kannste als Schwuler nur die Flucht ergreifen. Da werden Stimmungen erzeugt, die eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Faschismen völlig verhindern.

    Das, was Du schreibst, ist ja unstrittig. Natürlich sollen Cottbusser Nazis weg bleiben von möglichst überall. Mit „Nazischweine“ stärkt man die nur.

  11. momorulez November 13, 2013 um 6:06 pm

    PS: Ich verlinke hier mal einen höchst zwiespältigen Text zu „Critical Whiteness“, der einiges an Licht, aber auch verdammt viel Schatten und Blödsinn enthält.

    Den habe ich Dienstag geelesen, und der im folgenden zitierte Satz brachte auf den Punkt, was ich bei den Facebook-Verlautbarungen dachte:

    „Die Erfahrungen von jüdischen Freund_innen haben mir gezeigt, dass sich deutsche Aktivist_innen, die sich gegen Antisemitismus engagieren, primär um die Beseitigung des Faschismus kümmern. Jedoch bauen sie in den meisten Fällen keine relevanten Beziehungen mit jüdischen Gemeinschaften und Individuen auf, Räume für Formen des jüdischen kulturellen Lebens und Ausdrucks begrüßen sie hingegen oft auf eine exotisierende Weise – oder gar nicht. (5) In sehr vielen Bildern, die die antifaschistische Zerstörung der Nazis inszenieren, wird der verhasste weiße Nazi dargestellt, aber selten die Vorstellung einer authentischen Gemeinschaft zwischen Menschen of color und weißen Menschen. Ich bin zynisch genug geworden zu verdächtigen, dass solche Antifa-Aktionen nicht von Solidarität, sondern vom eigenen Trauma, von Schmerz, Schuld und Hass gegenüber der deutschen Geschichte angetrieben werden.“

    http://anschlaege.at/feminismus/2013/11/das-problem-mit-critical-whiteness/

    That’s it.

  12. GG-Fußballfan November 13, 2013 um 7:01 pm

    Ahoi! Aus Pfiffen wird ein Sturm, der hohe Wellen schlägt. Wo soll dieser Text nur hinführen, wenn das Wortspiel am Anfang schon so scheiße ist? Ein hilfloser Versuch, mich zu strukturieren. Verdammtes Weed!

    Ich war überrascht, dass dieser Blogbeitrag der einzige ist, der die ganze Geschichte etwas differenzierter betrachtet. Da ich die Einschätzungen des Autors hier weitestgehend teile, möchte ich einige Gedanken ergänzen: Ja, ich fand die „Nazischweine“-Rufe doof, aber ich habe auch nicht gepfiffen. Warum, bzw. Warum nicht? Mich haben sowohl die Rufe, als auch die Pfiffe verwundert, weshalb ich eher damit beschäftigt war, die Situation für mich einzuordnen, und dass obwohl mir Inferno Cottbus durchaus ein Begriff ist. Für mich wirkte es im ersten Moment so, als herrschte bei vielen Unverständnis darüber, warum (scheinbar grundlos) eine ganze Gästekurve als Nazis beschimpft wird.

    Jetzt las ich u.a. beim „magischen FC“ die Aufforderung, sich zu informieren. An dieser Stelle glaube ich, dass die Stadiongänger-Klientel eines St. Pauli-Heimspiels überschätzt wird. Vermutlich wissen 30% der Zuschauer nicht, wer Okan Kurt ist. Will damit sagen, wenn Mensch nicht über persönliches Interesse an Verein und Fankultur verfügt oder nicht ab und an ein Fanzine zur Hand nimmt oder mal „Inferno Cottbus“ gesuchmaschint hat, tappt Mensch ziemlich im Dunkeln. Und auch wenn sich viele Kackgesichter in der Cottbusser Fanszene tummeln, glaube ich, dass es auch andere Cotbusser Fans gibt, die kein Bock haben auf die Nazi-Scheiße. (Weil ich u.a. glaube, dass es schon statistisch so sein müsste…) Ja, Mensch darf ruhig mal „Nazi-Schweine“ rufen, aber come on, St. Pauli, das könnt ihr besser. Mensch muss jemandem der Brötchen backt, nicht erzählen, er wäre ein Bäcker. Der weiß das! Die Fanszene hat doch all die Jahre ausgezeichnet, solche Botschaften subtiler, humorvoller, ironischer, nachdrücklicher oder stilvoller zu verpacken. So sollte der Anspruch sein. (Auch ich fand “ Destroy the Fortress Europe…“ war eine sehr viel stärkere Ansage, als „Nazischweine“).

    Kurz nach den „Nazischweinen“-Rufen gab es noch eine bemerkenswerte Reaktion des GG-Publikums. Als Banovic nach einem Kopfballduell mit blutender Kopfplatzwunde zur Behandlung Richtung Trainerbänke kam, wurde er mit aufmunterndem Applaus bedacht. Mir gefällt so etwas. Ich mag es auch, gegnerische Aktionen zu beklatschen, wie z.B. die Korrektur einer Schiedsrichterentscheidung zu Ungunsten der eigenen Mannschaft, aber im Sinne des Fair Play. (…wie Nicky Adler im vorletzten Heimspiel gegen Sandhausen) Wobei der Applaus für Banovic fast schon etwas Entschuldigendes hatte, im Sinne von: Sorry, wir wissen schon, dass nicht alle Cottbusser Nazis sein können und FairPlay ist uns immer noch wichtig.

    Kennen-, schätzen- , und liebengelernt habe ich den FC St. Pauli Ende der 80-er, Anfang der 90er Jahre als Verein, in dessen Fanszene „Keine Toleranz für Nazis“ im Umkehrschluss bedeutete, eben jedem anderen Toleranz und Respekt entgegenzubringen, auch wenn das Gegenüber andere Farben trägt. Ein Bier zu trinken, ein nettes Gespräch mit einem Cotbusser Fan, der Nazis vielleicht auch doof findet, aber Energie total dufte, hinterlässt doch einen viel größeren Eindruck, als als „Nazischwein“ beschimpft zu werden. Haltet mich für altmodisch, naiv oder romantisch verklärt, aber ich möchte für Fußballfans, die sich als Gäste am Millerntor verstehen, auch ein guter Gatgeber sein. (Was in der Nord der Cottbusser Block nach außen kommunizierte, hab ich auch nur vom Hören-Sagen. Aber: Könnte Mensch bei verbal-rassistischen Ausfällen in der Gästekurve eigentlich nicht auch über den Ordnungsdienst bei Herrn Brux eine Entziehung des „Gast-Status“ für solche Subjekte einfordern? Und wenn ja, kann das Hausrecht durchgesetzt werden?)

    Mensch soll Inferno Cottbus und andere Nazi-Kacknasen in allen Kurven dieser Welt weiterhin scheiße finden. Unbedingt! Ich kann nicht begründen, warum eine Fanszene wie Cottbus sich soviele Jahre schon, so scheiße präsentieren kann/darf. Ich kann aus dem Stegreif keine gute Idee formulieren, was es braucht, um in der Cottbusser Fanszene Veränderungen herbeizuführen. Soll man einen Brief schreiben, adressiert an die Geschäftsführung des FC Energie und dort mal nachfragen, was mit deren Fans nicht stimmt? Ich habe keine Ahnung. Es ist mir sogar ein bißchen egal, dafür ist mir die Cottbusser Fanszene nicht wichtig genug.

    Wichtig aber ist mir der FC St. Pauli. Und weil mal wieder eine Welle durch die Fanszene rollt, (wo sich der Kreis schließt zum schlechtesten Vorwort der Welt) warum nicht alle Cottbus hassen, für das, was der größte(?) Teil der Fanszene repräsentiert, dem möchte ich sagen, die Aufregung lohnt sich nicht. Immerhin weiß Mensch doch was er bekommt. Wo Inferno Cottbus draufsteht, ist auch menschenverachtende Rassenideologie drin. Viel mehr geärgert habe ich mich über St. Pauli-Fans (?) in der Bahn: Gesprächsfetzten. …da hat die Fotze doch glatt gesagt….Bevor Mensch erwartet, dass alle im Stadion sofort Bescheid wissen, welche Fanszene über welche Strukturen verfügt, muss Mensch (leider) erst einmal in seiner eigenen Fanszene/ in seinem Stadionbereich/ Umfeld weiterhin sensibilisieren und aufklären, warum u.a. die Betitelung einer Frau als Fotze, sich nicht mit dem Tragen eines St.Pauli-Schals vereinbaren lässt.

    Vielleicht räumen wir erst unsere Wohnung auf, bevor wir über Nachbars verwilderten Garten schimpfen. Solche Ausfälle in der eigenen Familie sind viel schlimmer zu verkraften, als bei einem entfernten Bekannten in Cottbus.

  13. momorulez November 13, 2013 um 7:13 pm

    Wohl wahr. Und das:

    Für mich wirkte es im ersten Moment so, als herrschte bei vielen Unverständnis darüber, warum (scheinbar grundlos) eine ganze Gästekurve als Nazis beschimpft wird.“

    war ja auch mein Eindruck als Grund der Pfiffe, nicht etwa, dass da nun lauter Leute was dagegen haben, wenn man was gegen Nazis sagt, wenn da wirklich erkennbar welche sind. Das wird nun allerdings gerade allseits behauptet, letzteres, und da frag ich schon, in was sich da gerade rein gesteigert wird und warum.

  14. Frittenbuddhist November 13, 2013 um 7:59 pm

    Ich schrieb Dir ja schon auf Twitter, dass meine Gedanken in eine ähnliche Richtung gingen, hier nun noch einmal das Ganze etwas ausführlicher.

    Ich selber habe nicht gepfiffen und würde sowie nur in absoluten Ausnahmefällen die eigenen Mitfans auspfeifen. Und ich behaupte an dieser Stelle einfach mal, dass für meine direkten Nebensteher (Gegengrade, Höhe Mittellinie) gleiches gilt. Das einmal vorweg. Wir waren uns aber durchgehend einig, dass die „Nazischweine“ in diesem konkreten Fall nicht wirklich angebracht gewesen sind und konnten die Pfiffe, als spontane Missmutsäußerung (eine politische Interpretation habe ich überhaupt nicht in Betracht gezogen), nachvollziehen. Den ausschlaggebende Punkt hierfür hast Du ja schon sehr treffend genannt: „Angesichts dieses Häufchens Erbärmlichkeit in deren Fanblock am anderen Ende des Stadions.“ Es wirkte so, als ob nochmal mit voller Kraft, und quasi aus dem Nichts, auf einen schon lange am Boden liegenden Gegner eingetreten werden musste. Und nein, ich habe die „Sieg heil“-Choreo nicht vergessen und weiß, wie tief Teile der Cottbusser Fanszene im braunen Sumpf stecken. Trotzdem war mir das wie und wann einfach zu stumpf (und das gilt nochmal wesentlich stärker für jemanden, der sich nicht/wenig mit den jeweiligen Fanszenen beschäftige, sprich, für eine ganze Menge an Stadionbesuchern). Es gibt Situationen da sind solche stumpfen Parolen in Ordnung, aber hier hätte ich mir deutlich mehr Kreativität und Timing gewünscht… denn wie Du schon schriebst: „Das beste Mittel gegen Nazis ist immer noch die Stärkung derer, die sie vernichten oder unterjochen wollen“.

    Letztendlich habe ich die Geschichte aber als nicht allzu dramatisch eingeschätzt und schon abgehakt gehabt… bis ich dann in der heutigen/gestrigen Nachbetrachtung über diverse Meinungen stolperte, die, mal vorsichtig formuliert, ein gewaltiges Stirnrunzeln auslösten. In viel zu vielen Kommentaren, sei es in Blogs, Facebook oder vor allem dem Forum, schwang eine mir extrem unsympathische George-Bush-bist-du-nicht-für-uns-bist-du-gegen-uns-Basta-Mentalität mit, die mich betroffen machte. Ich habe da dann auch überhaupt keine Lust mehr, mich groß in (Online-)Diskussion einzumischen, weil jede auch nur minimal abweichende Meinung sofort mit Vorwürfen man sei unpolitisch, solle zum HSV/Braunschweig/etc gehen oder gar man sei direkt selber Faschist, niedergewalzt wird. Umso dankbarer war ich dann für Deine Worte, weil ich mir endlich wiedergefunden habe.

    Ich glaube übrigens schon, dass ein Teil der Pfiffe durchaus als USP-Bashing zu interpretieren ist und ein paar (eine ganze Menge?) die Chance ergriffen haben, der Süd mal eins auszuwischen. Dass das Scheiße ist, muss wohl nicht groß diskutiert werden… wie schon eingangs geschrieben, ist das Auspfeifen der eigenen Fans Mist. Punkt. Jetzt aber mal eben große Teile des Stadions als unpolitische Nazi-Dulder abzuschreiben, sorgt nicht unbedingt für eine Entspannung der Lage. Im Gegenteil, ich bemerke ja an mir selber, wie ich mich beim Lesen solcher Kommentare in eine mentale Wagenburg zurückziehe, nicht unähnlich wie Du es bei den Rostockern beobachtet hast. Und das ist sehr Schade, denn auch ich hatte den Eindruck, dass die Aktionen gegen Homophobie oder die Lampedusa-Geschichte das Millerntor ein klein wenig zusammenbrachte und zeigten, dass auch viele vermeintlich unpolitische Fans bei bestimmten Themen bereitwillig zum Mitmachen bereit sind.

    Uff. Gibt eigentlich noch mehr zu schreiben, bzw habe das Gefühl, die Hälfte vergessen zu haben, aber ich muss aus Zeitgründen hier vorläufig abbrechen. Mehr folgt dann hoffentlich bei Gelegenheit.

  15. momorulez November 13, 2013 um 8:30 pm

    Ich kann jeden einzelnen Satz voll unterschreiben und nachvollziehen …

  16. diefeinedame November 13, 2013 um 9:32 pm

    „Es ist trotzdem so simpel, da im Pulk auf der Süd den Chor “Nazischweine!” als politischen Akt abzufeiern. Angesichts dieses Häufchens Erbärmlichkeit in deren Fanblock am anderen Ende des Stadions. Da weiß ich dann auch immer nicht so recht, ob das nun Politik ist oder nicht eher Antifa-Folkore“

    Niemand tat das. Niemand feiert solche Rufe als politischen Akt ab. Es sind Rufe, es ist eine Aussage. Nichts weiter. Mit einem politischen Akt hat das wenig zu tun.

    „Was ich manchmal nicht minder gefährlich finde als diese vermeintlich “Unpolitischen”. Auch Punkrock-Folklore und ein stumpfes, nicht weiter gedachtes “Gegen Nazis!” kann ins Unpolitische umkippen. Wenn dabei stehen geblieben wird in Formelhaftigkeit.“

    Bleibt es ja bei vielen nicht (Natürlich gibt es das, natürlich gibt es Menschen, die einen Anti-Nazi-Aufnäher tragen und sich trotzdem wie Rotze verhalten, aber über diese Menschen reden wir ja eben nicht) – Stellst du doch selbst fest:

    „Das ist angesichts vieler so großartiger Entwicklungen so schade. Die Unterstützung der Refugees bis in die Geschäftsführung hinein. Die dollen Aktionen gegen Sexismus und Homophobie, unterstützt auch vom Präsidium. Die politisch eindeutige Bemalung der Gegengeraden. Klar kamen auch da blöde Sprüche (und plakativ ist es auch), aber es ist doch gewaltig, und es ist jetzt da zu sehen.“

    Mal ganz davon abgesehen, dass du da ziemlich viele Sachen in einen Topf schmeißt. Bemalung der GG ist prima, hilft aber auch niemandem. Eine Bemalung hilft weder gegen Rassismus, noch gegen Nazis noch gegen Faschismus. Es ist ein netter Akt und ein Statement, wenn ich Nörgler bin, dann behaupte ich ausschließlich zur Selbstbeweihräucherung des eigenen „irgendwie gegen Nazis sein.“ – Aber ich bin ja kein Nörgler.

    „Das beste Mittel gegen Nazis ist immer noch die Stärkung derer, die sie vernichten oder unterjochen wollen: PoC, Schwule, Lesben, Transmenschen, Juden, Sinti, Roma, Linke und deren Politik. Selbstbewusste, eigenständige Frauen in Stadien.“

    Ja. Und eben das wird ja, zumindest von Teilen der FCSP Fanszene betrieben. Ist doch super! Schließt ja aber nicht aus, dass es auch andere Wege und Ausdruckmöglichkeiten gibt.

    „Ich habe gestern dieses “Nazischweine”-Chöre eher als Rückfall in die Zeit davor gehört. Dieses Mackerhafte, das sich über das hinaus, wogegen es ist, nicht viel Gedanken macht.“

    Na zum Glück bin ich kein Macker und durfte trotzdem mitrufen. 😉

    „Und ich habe zwar nicht gepfiffen, aber es hat mich genervt. Ich fand es überflüssig. Schenke dem Aufmerksamkeit, was Nazis nicht wollen. DAS ärgert die wirklich.“

    Bedeutet das im Umkehrschluss, dass man auch keine Naziveranstaltungen mehr stören sollte, weil es ihnen zu viel Aufmerksamkeit schenkt? Natürlich ärgert es sie mehr, eben das zu stärken, was so gar nicht in ihr Weltbild passt. Aber das heißt doch noch lange nicht, dass man sich nur darauf beschränken muss.

    Stumpfe „Nazischweine“-Rufe sind sicherlich nicht das stilvollste Mittel seinen Unmut auszudrücken. Manchmal aber eben die einzige Möglichkeit. Und es ist mir lieber, einer Fanszene wie Cottbus immer wieder, wenn auch auf stumpfe Weise, eine Ansage zu machen, als gar keine.

    (In einem Kommentar bei Facebook schriebst du, dass du USP irgendwie das „politisch sein“ absprichst, dazu: Es war die Südkurve die gerufen hat und auch die Südkurve die ausgepfiffen wurde. Ob und wie die an den Pfiffen beteiligten Menschen sich politisch engagieren, ist weder mir noch dir ausgiebig genug bekannt, um über das politische Engagement dieser Menschen eine Statistik aufzustellen. Nur, weil unter politischen Aktionen/Geschehnissen wasauchimmer nicht immer ein Gruppenname steht, sind ja trotzdem Menschen daran beteiligt, die möglicherweise auch mal zum FCSP in die Südkurve gehen. Und über fehlenden politischen Bezug in der Südkurve (und im Rest des Stadions) kann man sich die letzten Heimspiele ja nun wirklich nicht beschweren.)

  17. momorulez November 13, 2013 um 11:09 pm

    Erst mal Danke für den ausführlichen Kommentar!

    Es wurde sehr wohl von vielen als politischer Akt abgefeiert, im Forum z.B., sich da im Pulk hinzustellen und „Nazischweine“ zu rufen.

    Und tatsächlich habe ich mich auch bei mancher Nazi-Aufmarsch-Blockade gefragt, nicht bei jeder, ob das denen nicht erst Aufmerksamkeit und auch Solidarität bei manchen beschert. Das kann jch aber gar nicht pauschal beantworten; in Schneeberg aktuell würde es Sinn machen.

    Ich habe oben ja auch zwischen BVB, die aktuell auch ein Naziproblem haben und Formen, auf dieses aufmerksam zu machen, und Ost-Vereinen unterschieden. Das war für mich auch ein Grund, diese Rufe doof zu finden.

    Ansonsten werde ich nervös, wenn ich den Eindruck bekomme, dass Aktionismus und Symbolpolitik einen vertiefenden Umgang mit Faschismen ersetzen und begreife genau das dann als unpolitisch.

    Und dieses Eindrucks kann ich mich bei USP/Süd, Du hast recht, dass ich da ungenügend differenziere, oft nicht erwehren.

    Alle starren auf die ESSO-Häuser, aber keiner guckt nach Mümmelmannsberg. Alle schwadronieren von „Unser Viertel verteidigen“, aber dass sich mal wer Gedanken darüber gemacht hat, was Alice Schwarzers Attacke auf Sexarbeiterinnen bedeuten könnten auch für das Viertel, das wäre mir nicht aufgefallen. Stattdessen unzählige Choreos mit reiner Heimattümelei, es sei denn, das Aktionsbündnis gegen Homophobie und Sexismus setzt mal ’nen Impuls. Jetzt mal eindeutig übertrieben gesagt. Und in letzter Zeit kann ich mir zumindest nicht mehr vorwerfen, nur rumzunörgeln, sondern hab mal versucht, das, was ich bloggend fordere, auch im St. Pauli-Rahmen umzusetzen.

    Bemalung der Gegengeraden: Das zeigt zumindest, dass auch viele, die nun als Förderer von Karlsbande und wiedererwachter Borussenfront im Social Media-Kontext verunglimpft werden, das mit tragen. Klar ist das auch Symbolpolitik, aber schon noch ein bißchen mehr als „Nazischweine“, wenn ich mir dieses „Nur die Liebe zählt“ angucke. Weil der Effekt sich knutschender Jungs auch auf manche, die formal gegen Homophobie sind, schon erstaunlich ausfallen kann.

    Da wird sich fürchterlich darüber aufgeregt, dass eigene Fans angegangen werden, pfeiffend, aber die Gegenattacke ist um einiges krasser. Weil auch noch übel unterstellt wird, dass sei nun ein genereller Appell, Antifaschisten hätten Nazis nicht mehr anzupissen. Das ist schon Springersche Verdrehungsqualität, das zu verallgemeinern, was nicht ausschließt, dass es auf Einzelne zutrufft.

    Refugees: Ich finde es sensationell, was da von allen zusammen auf die Beine gestellt wurde, auch von USP, wo das ja auch Tradition hat.

    Aber gibt es Kontakte zur jüdischen Gemeinde oder politischen Organisationen? Gibt es Kontakte zu Sinti und Roma, dem „Braunen Mob“, dem ISD, den Lesmigras usw.? Gibt es offen Schwule und Lesben und Transgender bei USP? Macht man sich Gedanken darüber, wie ein Stadionraum beschaffen sein kann, dass die sich da auch wohl fühlen? Verschafft man deren Perspektiven Raum und tritt dafür einen Schritt zurück? Wenn all das ja, dann lasse ich mich aber so was von gerne der Ignoranz bezichtigen.

    Weil mein Frust sich ja gar nicht aus USP-Hass speist, ganz im Gegenteil. Als alter Sack wünscht man sich ja, dass man angesichts des Nachwuchses sich beeindruckt zeigt, altbacken, verstaubt und gestrig angesichts der faszinierenden Impulse, die gesetzt werden. Das man lernt, wo man verknöchert, eingefahren und steif geworden ist.

    Und was kommt? „Nazischweine“.

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