Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Der Grundsatz der Kantischen Rechtslehre und die Frage struktureller Dominanz

Das Schöne und Schreckliche an Diskussionen in meinem Lieblingsverein zugleich ist ja, dass in diesem Mikrokosmos FC St. Pauli so viele große Fragen in teilweise ganz schon eingeschränkter Binnenperspektive wieder auftauchen.

So hat die „Polizist raus aus der Süd“-Frage durchaus ihren intellektuellen Charme – auch, weil wie so oft alles durcheinander gebracht wird und am empörtesten jene sind, die es ansonsten offenkundig aufgrund diverser Privilegien gar nicht kennen, auch mal Einschränkung zu erfahren.

Zum Beispiel Beamte: Hey, so ein sicherer Job, Altersversorgung sicher, besondere Rechte in der Krankenversicherung, sicheren Urlaub und viel Zeit am Nachmittag! Mehr Privileg geht doch gar nicht! Mag letzteres auf Polizisten nun gerade NICHT zutreffen, die auch noch schlecht bezahlt werden und im Zuge allgemeiner Armutsverwaltung ganz schon viel Mist aushalten müssen – die Frage danach, was es mit diesem Beamtentum eigentlich auf sich hat und was das mit allen Bundeshaushalten macht, dass es sie gibt, wäre sowieso mal zu diskutieren. Man muss nur mal in öffentlich-rechtliche Fernsehsender gucken und sich das Verhältnis zwischen Festangestellten und Fest-Freien betrachten, um zu sehen, was für Verwerfungen sich auftun.

Das ist jetzt aber gar nicht die interessante Frage. Ergänzend hat Kleiner Tod noch einmal vortrefflich diagnostiziert:

„Polizisten sind nicht wie andere Bürger, sie haben besondere Pflichten gegenüber dem Staat – so unterliegen sie dem Legalitätsprinzip, haben also Straftaten, von denen sie Kenntnis erlangen, zu verfolgen – ganz unabhängig davon, in welchem Ressort der Polizei sie tätig sind. Sie haben einzuschreiten bzw. ihr Wissen an die Polizei/Staatsanwalt weiterzugeben. Dies gilt auch in ihrer Freizeit, wenngleich mit gewissen Einschränkungen in strafrechtlicher Hinsicht was sie selbst betrifft – dienstrechtlich würden sie aber einen Verstoß begehen. Es wäre zudem immer eine Einzelfallabwägung, ob das öffentliche Interesse höher steht als das Interesse des Polizisten an ihrer Privatsphäre. Beachtet man aber, wie hoch der Staat das Vorgehen gegen Fußballfans, besonders aus der Ultraszene, gewichtet, und auch wie intensiv die Medien immer darauf reagieren, dann wird man kaum jemals von einem geringeren öffentlichen Interesse an der Strafverfolgung gegenüber Fußballfans und einem höher zu bewertenden Interesse an einer Privatsphäre des Polizeibeamten ausgehen können: mit anderen Worten, er wäre gezwungen, bei Delikten einzuschreiten und zu ermitteln, ja diese bereits im Vorfeld zu verhindern und dabei mitzuwirken.“

Zwei andere, zusammen hängende Fragen sind nicht minder von Relevanz: Eine ist eher rechtsphilosophisch, eine empirisch und eng mit den Diskussionen um „Critical Whiteness“ verknüpft.

Da ich nun auch gerade im Umfeld des FC St. Pauli in anderen Zusammenhängen erfahre, dass so was wie „Critical Hetism“ so gar nicht up to date ist noch da, wo eine derartige Praxis suggeriert wird (EDITH: Was dann aber sehr schnell geklärt wurde, bei uns geht das 😉 ), will ich versuchen, mal diese ewige Frage der Relation Kantischer Prinzipien in der Argumentation und ihr Verhältnis zu den Dominanzverhältnissen in dieser Gesellschaft zu diskutieren.

Dass mit Kant in eigentlich allen Diskussionen, da auch normative Fragen gestellt werden, argumentiert wird auch von jenen, die seine Werke gar nicht kennen, sei am Grundsatz seiner Rechtslehre erhellt:

„Das Recht ist also der Inbegriff der Bedingungen, unter denen die Willkür des einen mit der Willkür des anderen nach einem allgemeinen Gesetze der Freiheit zusammen vereinigt werden kann.“

Man kann nun von anderen Bereichen seines Werkes halten, was man will, aber das ist schon ganz tiefsinnig, und es würden die meisten wohl zustimmen, wenn da nicht „Recht“ stünde. Willkür meint bei Kant einiges, hier kann man das schlicht dahingehend „übersetzen“, dass man die populäre Formulierung „Meine Freiheit endet da, wo die des Anderen anfängt“ wählt – das ist dann so eine Art allgemeines Gesetz der Freiheit.

Verstöße gegen dieses Prinzip werden in der Regel mit harscher Rhetorik geahndet – und das ja auch fast immer zu recht: Z.B. stellen sexistische Übergriffe in einer U-Bahn eine Freiheitseinschränkung der betroffenen Frau dar. Es wird ungefragt eingedrungen in deren Freiheitsradius und sie wird genötigt, sich abwehrend zu verhalten. Das ist Zwangsausübung: Jemanden dazu nötigen, sich so und nicht anders zu verhalten und das noch bei dem Risiko, bei Abwehr Gewalt ausgesetzt zu sein.

Bei der aktuell wieder aufkochenden Südkurvenblockade einst wurde die Freiheit derer, die sie betreten wollten, temporär eingeschränkt – was den Blockierenden den Vorwurf einbrachte, sie würden für die Freiheit der Kurven eintreten, selbst diese jedoch einschränken, insofern genau das tun, was sie doch bekämpfen würden. Das ist eine Kantische Argumentation. So könne doch die Willkür der einen und der anderen nicht friedlich koexistieren, sondern die einen würden den Anderen ihr Maß aufprägen. Die Gegenseite antwortet dann: Um STRUKTURELL etwas zu erreichen, müssen wir Aktionen starten, die auch für Aufmerksamkeit sorgen. Altes, politisches Dilemma.

Einen etwas anderen Blick wählt Biber in der Kommentarsektion beim Magischen FC:

„Ich bin grundsätzlich überhaupt nicht bereit, Menschen auszugrenzen. Dieser Grundsatz endet aber da, wo ich mich bedroht und/oder eingeschränkt fühle.“

Das ist schon deshalb interessant, weil es einen anderen Grundsatz wählt „Niemand darf ausgegrenzt werden“.

So etwas taucht bei Kant nämlich gar nicht auf, die Möglichkeit der Ausgrenzung. Er argumentiert (glaubt er zumindest) strikt im „A priori“, also nicht aus der Erfahrung heraus, sondern aus logischen Gesetzmäßigkeiten und müht sich, seine Moral- und Rechtsphilosophie aus diesen heraus zu begründen. So was wie das Soziale entsteht bei ihm erst im Nachhinein, indem die vernünftigen Sätze wahlweise befolgt werden oder auch nicht. Und sie gelten formal für „alle“, was immer das heißt. Ausgrenzung ist nicht vorgesehen.

Die findet aber statt. Manche haben einen Pass, andere haben keinen oder einen, der sie zur Ausweisung vorsieht. Manche dürfen in privillegierte Männerbündlerei rein, andere nicht.

Komischerweise wird Ausgrenzung mittlerweile als völlig selbstverständlich angesehen, wenn Geld eine Rolle spielt. Wenn Frank Otto keine Polizisten in Freizeit in sein Separé ließe, dann würde wohl kaum so diskutiert. Auch nicht, wenn jemand ’ne Suite im Vierjahreszeiten für sich beansprucht und abgewiesen würde. Mit Geld abgesicherte Macht stellt kaum noch wer in Frage.

Es geht hier auch um die immer faszinierende Mischung aus öffentlichem- und nicht-öffentlichem Raum im Millerntor-Stadion, aber ja auch in anderen Räumen: Jugendliche, die einfach ohne Geld für Konsum auszugeben in der Innenstadt in Gruppen einfach so sitzen, werden vertrieben – Touristen, die ordentlich Kohle raus hauen, dürfen bleiben.

Neben dem Gesetz des Geldes, das Ausgrenzung befördert, gibt es noch andere, faktische Dominanzstrukturen.

Generell wird diese Republik von weißen, heterosexuellen Männern dominiert, die manchmal im Gestus der „Toleranz“ auch Minderheiten ihren Platz zuweisen. Oft wird freilich genau dann, wenn es um Verteilungskämpfe und Aufmerksamkeitsökonomie geht, auch die geringere Relevanz und Massentauglichkeit von „Minderheitenthemen“ behauptet. Haben wir gerade bei der Homoehendiskussion gehört: Ach, die paar Leute und so eine Diskussion, die sind doch gar nicht wichtig. Und diese Sitcom mit der Regenbogenfamilie wollte ja auch keiner sehen. Das strukturiert Öffentlichkeiten, und Teile marginalisierter Perspektiven haben sich dann ständig mit solchen Ansichten herum zu schlagen – oder ziehen sich einfach zurück, womit der dominante Teil erreicht hat, Dominanz zu stabilisieren.

Solche dominanten Bevölkerungsteile steuern und setzen durch, was auf die Agenda kommt, was wie angeguckt und thematisiert wird und wer von denen, die nicht zu ihnen gehören, in welcher Form sich äußern darf und welche Relevanz dem zugesprochen wird und auch, welche Räume geöffnet werden und welche nicht.

Wiederum ist es interessant zu sehen, wie das Bundesverfassungsgericht dem konsequent kantianisch entgegnete: Mehrheitsverhältnisse spielen keine Rolle, wo es um den Gleichheitsgrundsatz geht. Das ist eine Art Grundwiderspruch der Demokratie: Es ist (idealerweise) nicht erlaubt, dass Mehrheiten Minderheiten entrechten. Weil der Gleichheitsgrundsatz, den man auch aus dem Grundsatz der Rechtslehre ableiten kann, selbst VORAUSSETZUNG von Demokratie ist.

Das hilft nur im Alltag da gar nicht, wo man selbst Teil nicht-dominanter Gruppen ist. Kantische Ansätze setzen nämlich auch Symmetrie voraus, die so in den seltensten Fällen gegeben ist, weil es eben auch Macht- und Dominanzverhältnisse gibt. Antje Schrupp hat das vortrefflich in einem ihrer Texte im Falle der Meinungsfreiheit auf den Punkt gebracht:

„Ich habe den Eindruck, dass es vor allem Männer mit gewissen Privilegien sind, die diese beiden Sachen verwechseln: Sie glauben, wenn sie ihre  Meinung nicht jederzeit und überall veröffentlichen dürfen, sei das dasselbe, als wenn sie sie gar nicht veröffentlichen dürfen. Also “Zensur”. Aber das sind Szenarien, von denen weniger privilegierte Menschen nicht mal träumen. Ihnen ist es nämlich vollkommen klar, dass sie ihre Meinung nicht jederzeit und überall laut sagen können.“

Soll heißen: Wäre ja schön, wenn all diese formalen Prinzipien, die Kant ausführt, faktisch überall gelten würden. Tun sie aber nicht. Bei uns am Millerntor muss man ergänzend zwar sagen, dass es auch Frauen sind, die sich zumindest im Internet lautstark Gehör verschaffen. Aber ansonsten ist das empirisch einfach richtig: Es sind immer die gleichen, die überall zu hören sind und die auch dafür sorgen, dass dann, wenn man dafür sorgen will, dass vielleicht auch mal Anderen Gehör geschenkt wird, mit Sicherheit irgendetwas Lautstarkes drum herum gebaut wird, dass die „Anderen“ auch  ja nicht zu laut werden.

Das gibt es in aggressiver Form – Homo-Hasser in Talk-Shows – oder der des ignoranten Übertönens, das auch als Derailing auftauchen kann – man wechselt einfach das Thema und redet über was anderes, am liebsten die eigenen Belange.

Ganz besonders absurd wird das immer dann, wenn die Dominanten und Privilegierten ausnahmsweise mal selbst in der Situation sind, das zu erfahren, was Marginalisierten sowieso ganz alltäglich passiert: Dass ihnen über den Mund gefahren wird, sie belehrt – und ausgeschlossen werden. Dass sie einfach mal eine halbe Stunde nicht dran sind. Boah, dann geht es rund – dann genau setzt nämlich dieses ganze Gequassel ein von „Zensur“, „Berufsverbot“, „Faschismus“ ein. Wobei mit atemberaubender Konsequenz völlig ausgeblendet wird, dass all das von Staaten (mit Berufsbeamtentum), nicht von irgendwelchen Personengruppen ausgeht. (Im verlinkten Antje Schrupp-Text kann man die Gegenposition zum von mir Geschriebenen lesen.)

Dazu ist dann wieder das Zitat von Biber heran zu ziehen:

„Ich bin grundsätzlich überhaupt nicht bereit, Menschen auszugrenzen. Dieser Grundsatz endet aber da, wo ich mich bedroht und/oder eingeschränkt fühle.“

Das kann man nun zum einen auf das Zitat von Antje Schrupp sehr gut beziehen. Deshalb gibt es Frauenkneipen, deshalb dürfen in manche schwule Kneipen keine Frauen rein, deshalb fordern PoC „Safe Places“, wo sie mal nicht mit White Supremacy und ähnlichem Dominanzgehabe behelligt werden.

Das Gruselige ist nur, dass auch z.B. Evangelikale in den USA diesen Grundsatz für sich zurecht gebogen haben: Sie fühlen sich ja durch LGBT gar fürchterlich bedroht in ihrer heteronormativen Biederseligkeit und schrecklich eingeschränkt, wenn sie nicht mehr hinaus posaunen dürfen, wie abartig und verkommen die „Sodomiten“ doch handelten. Behaupten teilweise gar, so called „Homosexualität“ sei als solche gegen die Glaubensfreiheit gerichtet und sehen sich in ihren „religiösen Gefühlen“ verletzt.

Geht man dem auf den Leim, kommen da so seltsame Gesetze wie in Australien bei raus: Diskriminierungsverbote, aber nicht für die Kirchen. Schon ein starkes Stück und nur aufgrund tradierter Dominanzen auf dem Feld der Spiritualität überhaupt durchsetzbar. Da greift nun doch wieder die Kantische Symmetrie a priori, auch wenn sie empirisch nicht gegeben ist: Anderen Rechte aberkennen, die man für sich selbst in Anspruch nimmt, ist mit Kant zurückzuweisen.

Was hat das nun aber alles mit den Ultras und dem Polizisten zu tun?

Zum einen wird niemand als Ultra oder Polizist geboren. Das ist schon mal ein gewaltiger Unterschied zu den anderen Diskussionen.

Zum zweiten ist es so, dass USP zwar auf der Süd dominieren mag – gesamtgesellschaftlich aber so was von ganz und gar nicht, da braucht man ja nur in die Mopo zu gucken. Während die Polizei nun wirklich viel dafür tut, ihre Dominanz allerorten zu beweisen und das sogar MUSS, um das Gewaltmonopol des Staates aufrecht zu erhalten.

In einer derart asymmetrischen Konstellation, die zudem mit allen erdenklichen Gesetzen abgesichert ist – auch ein Grundparadox der Demokratie, übrigens, im wilhelminischen Deutschland besonders schlimm, einerseits Wahlrecht, andererseits Behörden unterworfen sein – halte ich es für Unsinn, noch mit Kant zu argumentieren. Da kann man Schutzrechte des Bürgers gegen den Staat einfordern, nichts anderes ist ja der Grundrechtekatalog, welcher auf kantischen Erwägungen basiert. Aber bestimmt keine Symmetrie.

Was nun aber gar nicht den einzelnen Polizisten, sondern erst mal die Institution im Allgemeinen meint. Wobei diese mittels Polizeigewerkschaft sich ja nun auch alle Mühe gibt, als diskriminiert zu gelten. Wenn Mächtige die Ohnmächtigen mit Zynismus strafen …

Die Anschlussfrage ist dann halt die: Kann man als Ultra sich frei ausleben, wenn man Angst hat, durch V-Männer, wie vom Senat bestätigt, unterwandert zu werden? Es gibt genug historische Beispiele, dass das tatsächlich NICHT geht.

Und mit „frei ausleben“ meine ich bestimmt nicht „Mollis auf Schweine“ oder ähnlichen Scheiß.

Lasst das doch einfach sein und probiert mal wirklichen Wild Style, da wäre nämlich weit mehr drin 😉 …

Advertisements

17 Antworten zu “Der Grundsatz der Kantischen Rechtslehre und die Frage struktureller Dominanz

  1. Pingback: Polizei-Penaire Pene:lys: up tha show phff…Schanzen-Brandt floorz 1991-3-’95 aus Kaarls-Bram-Ouzteen! « SDC – 憎しみ – FR°NT(h°m°nymie)

  2. Kleinersschreiherausling Juli 30, 2013 um 10:44 am

    Welche Konsequenzen ergeben sich aus assymetrischen Verhältnissen genau? Ist zwar nicht meine Baustelle, aber ich kann bestens verstehen, wenn exlizite Frauenräume nicht von Männern oder deren typischen Auffassungen dominiert werden möchten. Nur, ergibt sich daraus, dass ein wirklich kompletter Ausschluss männlicher Beiträge und Fragestellungen optimal ist? Sowohl die permissive Antwort („ein paar Männerstimmen stören nicht“), als auch die bestens legitimierte rigide Antwort, haben in der Praxis je Vorzüge und Nachteile. Wo allgemein männliche Beiträge ausgeschlossen werden, da werden auch schwule Männer ausgeschlossen.Ich weiß nicht, ob das immer eine gute Prägung ist. Mein Eindruck ist es, dass im rigiden Klima auch Frauen ausgeschlossen werden. Umgekehrt werden im permissiven Klima, so mein Eindruck, queere Frauen und deren Interessen ausgeschlossen. Also, egal wie die Antwort ausfällt, am Ende bleibt ein gewisses Dilemma.

    Ich tendiere darum inzwischen dazu, dass es beides geben muss. Also auch rigide durchgesetzte „Sonderöffentlichkeiten“. Für mich persönlich liegt eigentlich immer da die Grenze, wo ich anfange, mich unwohl zu fühlen. Aber ist das dann wirklich die richtige Grenze, wenn man selbst am Diskurs interessiert ist? Mit anderen Worten, auch ich selbst weiß nicht so ganz, wie und wo ich eine sinnvolle Grenze ziehe. Alles in allem fühle ich mich aber in ungezwungen gemischten Veranstaltungen wohler, solange ich da nicht den Eindruck gewinne, von Fremden dominiert zu werden, oder noch schlimmer, dass ich mich nicht mehr frei ausagieren und geben kann.

    Das ist aber mein persönliches Ding. Eine allgemeine Regel weiß ich da nicht. Was zum Beispiel den Hip Hop als genuin „black culture“ betrifft, bin ich ebenfalls hin und her gerissen, immer noch. Gefühlsmäßig tendieren ich neuerdings zu „freiem Mischen“ und „alles geht“. In der Theorie beziehungsweise in der Begründung ist es dann eher anders herum. Bin ich jetzt verrückt? Tja, und dann bin jetzt gerade darüber gestolpert, dass der weiße Mark Rubin bei der Entwicklung und Popularisierung des Hip Hop sogar eine Riesenrolle gespielt hat. Was ist davon zu halten?

    Einerseits ist das ganz klassisch als ein Eindringen von weißen Heteromännern in die speziellen Räume von Marginalisierten zu interpretieren. In der Folge erntet ausgerechnet ein Weißer, hier Mark Rubin, Ruhm und Anerkennung im Bereich von black culture. Nur, ist das wirklich so schlimm? Vielleicht ist die Darstellung von Mark Rubin als invasiver Ausbeuter auch schlicht falsch. Mark Rubin mochte diese Musik einfach sehr und hat für sein Label die schwarzen Musiker akquiriert, die er besonders toll fand. Lange bevor Hip Hop kommerziell vielversprechend war. Reich und berühmt wurde dann nicht nur er selbst, sondern nicht zuletzt eben auch seine Musiker, die er für sein Label zusammengesucht hat. Wäre mit einer rigide durchgesetzten Trennung wirklich etwas besser gelaufen? Allgemeiner formuliert, ist Rigidität ab einem bestimmten Punkt vielleicht sogar kontraproduktiv, und die ganze wunderbare Begründung von rigiden Praktiken ändert für mich nichts an meinem Eindruck, dass die Praxis besonders konsequenter Rigidität tendenziell eben nicht empowernd ist.

    Das sind für mich im Moment spannende Fragen. Ich merke, mir fehlen Hintergrundkenntnisse, ein wirklich stimmiger, widerspruchsloser theoretischer Apparat und nicht zuletzt das gedankliche Analysevermögen, um mir diese Fragen zu beantworten. Früher habe ich mal gedacht, ich hätte das alles. Ich merke im Moment nur, dass ich mich beim Durchdenken verheddere. Sicher ist nur, dass die Geschichte des Hip Hop ohne den Weißen Mark Rubin anders ausgesehen hätte. Public Enemy hätte es dann zum Beispiel nie gegeben.

  3. momorulez Juli 30, 2013 um 1:35 pm

    Ich glaube, dass es in keinem Fall irgendeine generelle Regel gibt. Ganz grundsätzlich gibt es ja Analogien zum „Klassenkampf“-Konzept: Erst mal dafür sorgen, dass in möglichst Räumen auch an leitender Stelle möglichst viele nicht-WHM sitzen und auch die Richtung vorgeben. Ansonsten eben Schutzräume auch akzeptieren. Dann ändern sich die Perspektiven ja sozusagen automatisch. Und WHM müssen einfach auch lernen, sich der Führung der Anderen anzuvertrauen. Das liest sich völlig umemanzipatorisch, ist es aber gar nicht, weil WHM halt überall führen.

    Aus der Perspektive kann man dann auch all die Fragen z.B. im Kontext der Musik mit betrachten. Und da ist auch die Frage, wie reflektiert WHM ihre Rolle dabei sehen und wie das dann in den Arbeitsprozess einfließt.

    Dass Schwule nicht in Schutzräume für Frauen können, das finde ich übrigens völlig unproblematisch. Die bewegen sich ja nicht in sexismusfreien Räumen, ganz im Gegenteil.

  4. Kleinersschreiherausling August 1, 2013 um 12:55 pm

    Ich finde deine Ideen für Zwischendurch richtig gut. In gemischten Gruppen kann ich mir aber ganz super eine Regel vorstellen wie „Jedes vierte Treffen reden in der ersten Stunde nur die Frauen.“ Ich glaube, sowas in der Art kann richtig befreiend wirken.

    Aber als generelle Regel? Das funktioniert nicht, ich kann mir das nicht vorstellen. Wenn sich jemand mir gegenüber privat so benimmt, wie du das vorschlägst, und sich also komplett meiner Führung unterwirft, äh, anvertraut, und mir nur noch zustimmt? Mit so einem Löffel will ich ehrlich nichts zu tun haben! Für mein Ideal von Emanzipation ist Gleichrangigkeit von zentaler Wichtigkeit.

  5. momorulez August 1, 2013 um 4:39 pm

    Inwiefern das nun in gewachsenen Freundschaften zum Tragen kommt, hängt ja nun von ganz vielen individuellen Faktoren ab – meine schwarzen Freunde verbitten sich freilich, dass ich ihnen Rassismus z.B. erkläre und erwarten zu recht, dass ich ihnen die Expertise zugestehe. Das ist freilich noch nicht ganz die STRUKTURELLE Frage, um die es geht. Da sind gesellschaftliche Verhältnisse befragt, wo nun ständig Anderen die Expertise zugestanden wird (Ärzten, Klempnern, Psychologen, Richtern), PoC z.B. in solchen Rollen oft nicht akzeptiert werden. Ebenso haben die meisten Leute irgendwo Vorgesetzte und stellen das auch nicht permanent in Frage,p. Die stukturellen Dominanzen bestehen nun unter anderem darin, dass in genau diesen Positionen empirisch eine whm-Übermacht am Ruder ist. Die auch als solche reagiert und agiert.

    Es ist ziemlich erstaunlich, dass genau die Leute, die dann ihr egalitäres Selbstverständnis vor sich her tragen, das vor allem dann betonen, wenn sie aufgrund gesellschaftlicher Positionen in der dominanten Position sind, diese aber infrage gestellt wird. Und dann wird oft einfach ein Platz behauptet, den das Gegenüber gesellschaftlich nicht einnehmen kann. Ansonsten fügen sich exakt die gleichen Leute aber ständig in irgendwas ein, ohne es aber zu merken oder infragezustellen.

    Dass bei Polizisten sich dann die Frage der Expertise noch nicht mal stellt, weil sie zwingen dürfen und zudem z.B. vor Gericht grundsätzlich eine höhere Glaubwürdigkeit zugestanden bekommen, das ist dann sozusagen noch eins drauf.

    Kurz: Deine normativen Postulate haben empirisch keine Relevanz.

  6. Kleinersschreiherausling August 2, 2013 um 10:23 pm

    Gleichrangigkeit hat empirisch keine Relevanz? Dann ist das eben genau dort zu ändern, wo das der Fall ist. So pauschal würde ich deinen Befund von Empirie jedenfalls nicht unterschreiben. In meinem Bekanntenkreis gibt es nicht viele, die vor einem Chef buckeln. Unter Bullen gibt es auch nicht nur Ärsche. Wenn abgesprochene Bullenaussagen vor Gericht grundsätzlich als glaubwürdiger gelten, dann beißt sich das mit dem Rechtsstaatsgedanken. Ja, ist kacke, sowas. Meine Idee von Menschsein geht mit einseitigen Machtverhältnissen nicht auf einer Linie. Auch sind Kompetenzen selten so einseitig verteilt, dass einer alles weiß und der andere ein Volldepp ist, der nur zu nicken hat. Überhaupt, mir sind Menschen grundsätzlich suspekt, die sich bereitwillig unterordnen. Wenn du das kannst und unproblematisch findest, bist du mir bereits suspekt. Ich will das nicht können und ich will darüber hinaus nicht, dass das irgendein Mensch auf dieser Welt sowas können muss. Emanzipation ist eben auch das Freisein von Unterordnung.

  7. momorulez August 2, 2013 um 10:28 pm

    Schreibt der, der offenkundig privilegiert genug ist, dergleichen schreiben zu können und es nicht nötig hat, sich in andere, historisch sedimentierte Erfahrungen hinein zu versetzen. Das ist die reine Statusverteidigung empirischer Ungerechtigkeit und Ungleichheit, was Du betreibst. Das ist mir suspekt.

  8. Kleinersschreiherausling August 4, 2013 um 12:05 pm

    Statusverteidigung? Mag ja als Deutungsmuster politischer Aussagen oft hinhauen. Du vergisst in deiner einseitigen Ausdeutung von Meinungsdissenz dann aber, dass es neben dir auch viele andere Leute gibt, denen es um die Bekämpfung von Ungerechtigkeit und Ungleichheit geht. Und zwar genau wie dir. Dein Konzept progressiver Unterordnung ist nicht unspannend, zumal zum Aufbrechen von falscher Routine, aber als von dir gewünschte generelle Haltung nun einmal kritikabel. Ironischerweise aus exakt den gleichen Gründen, mit denen du es verteidigst.

    Kompetenzvorsprünge bestreite ich nicht. Wäre ja direkt doof. Deine Idee geht aber deutlich darüber hinaus und an dieser Stelle kommt es mir so vor, als ob du übers Ziel etwas hinaus schießt. Stell dir mal die Forderung vor, dass Sicherheitspolitik ausschließlich nur von Kriminalitätsopfern debattiert werden dürfe und alle Übrigen hätten sich gefälligst ihrer Führung anzuvertrauen. Uncool. Ich wundere mich über deine Bereitschaft zur vollständigen Unterordnung. Was machst du denn, wenn es dir so geht wie mir, und deine poc Freunde sind sich gründlich uneinig in der Rassismusdebatte? Wessen Führung würdest du dann vertrauen?

    Dein aktueller „Rundumschlag“ gefällt mir hingegen ziemlich gut.

  9. momorulez August 4, 2013 um 12:24 pm

    Das, was Du machst, ist nun diese unspezifische Übertragung von abstrahierten Logiken auf unsinnige Fälle. Was es freilich heißt, im Knast zu sitzen, wissen nun tatsächlich die Insassen am besten, und ein Foucault hat sich ja nicht zufällig für Gefangenen-Initiativen eingesetzt. So was wie „Kriminalität“ würde ich in vielen Fällen gar nicht unbefragt hin nehmen.

    Das Problem z.B. im Falle des Rassismus ist, dass White Supremacy so tief sitzt, dass nur eine temporäre Umkehr was ausrichten kann, um aus eingefleischten Welterklärern Zuhörer zu machen.

  10. Kleinersschreiherausling August 6, 2013 um 5:01 pm

    Wenn die Logik einer abstrakten Denkfigur und politischen Forderung so schnell unsinnig zu werden droht, dann könnte auch danach gefragt werden, woran genau das liegt. Das gilt natürlich nur, wenn solche Fragen für einen selbst irgendwie interessant sind. Du hast bislang auch keine Antwort darauf formuliert, was gilt, wenn sich die Binnenautoritäten untereinander widersprechen. Dieser Fall kommt bei dir nicht vor oder hat aus anderen Gründen keine Relevanz für dich. Ich bin überzeugt, dass Lernprozesse ohne radikale Unterordnung besser funktionieren.

    Diesen Glauben hast du offenkundig nicht mehr. Bist du dann aber noch emanzipativ in der Methode, oder nur noch im Ziel? Vielleicht sind es massive Enttäuschungen, die dich zu deiner temporäre geistige Unterwerfung fordernde Haltung gebracht haben. Ich halte so etwas trotzdem für einen Irrweg. Ich rede dabei noch nicht von praktischen Problemen. Das fängt schon damit an, dass du das Wort temporär nicht mit Inhalt füllen kannst. Bei der Haltung, die befürwortest, gibt es in Wahrheit kein Temporum. Oder sehe ich das falsch?

  11. momorulez August 6, 2013 um 5:07 pm

    Lernen und Zuhören und Anregungen folgen ist keine Unterwerfung, was z.B. Regeln am Arbeitsmarkt wie „mehr Frauen und PoC in Führungsetagen“ bewegen sich zumindest in gesellschaftlichen Üblichkeiten. Den leeren Formalismus kantischer Entwürfe kritisierten schon Hegel und Marx, und ich glaube nicht ein an widerspruchsfreie Welt, sondern an eine Vielfalt möglicher Perspektiven, von denen einige marginalisiert werden ohne sachlichen Grund, sondern aus reinem Paternalismus.

  12. Kleinersschreiherausling August 10, 2013 um 8:32 pm

    Du sagst also, wenn du von anderen verlangst, diese sollten bitteschön einseitig einer bestimmten Theorieperspektive folgen, und zwar ohne jegliches Aufmucken und jegliche eventuell abweichende eigenständige Urteilsfindung, dann habe das nicht mit Unterwerfung zu tun, sondern mit Lernen?

    Ich denke, du urteilst an diesem Punkt zu optimistisch. Wer das eigene Denken und Urteilen zugunsten einer speziellen Theorieperspektive vollständig zurückstellt, der lernt nicht, sondern er unterwirft sich. Dabei spielt es letztlich keine Rolle, ob er sich z.B. einer freudomarxistischen (meine Eltern! Stöhn!) Deutung der Realität unterwirft, der MLPD oder dem Papst. Wo verlangt wird, das eigene Denken und Urteilsvermögen auszublenden, dort endet die Freiheit. So sehe ich das. Trotz dieser Differenz zu dir bleibe ich der Meinung, dass es allerhand Bereiche in der Gesellschaft gibt, wo sich ein Dreiklang aus Kolonialismus, Verklemmtheit und Aggression findet. Ich würde es jetzt aber nicht mehr stringent an äußere Faktoren koppeln. Zuhören als einseitige Dauerveranstaltung oder als Dogma kommt mir reichlich sinnlos vor. Ich kenne keinen Bereich im Leben, wo ich mir das wünsche. Zwischendurch geht sowas aber okay. Klar.

    So prinzipiell, ich wünsche mir eher so etwas wie Austausch und Wechselseitigkeit. Gute Freundschaften basieren darauf. Mein erstes Musikstück mit dem Venom steht kurz davor, veröffentlicht werden zu können. Kennst du zufällig ein gutes Downloadportal, besser als Soundcloud oder Mixcloud?

  13. momorulez August 10, 2013 um 8:37 pm

    Nein. Und dass Du die empirische Basis, Urteile überhaupt formulieren zu können und zudem praktische Fragen negierst und zu theoretischen umdeutest, fällt Dir das eigentlich auf? Dem von Dir Geschriebenen zufolge würde ich mich ja unterwerfen, stimmte ich Dir zu. Das sind Macho-Fantasien, die Du da formulierst.

  14. Kleinersschreiherausling August 16, 2013 um 10:30 pm

    Meine Einwände sind allesamt Macho-Fantasien? Na, dann! Dieses Verfahren mit Einwänden könnte man Argumentationseffizienz nennen. Schön, dass dich das überzeugt. Ich sehe es jedoch nicht als Macho-Fantasie an, an die Gleichwertigkeit von Menschen zu glauben und direkt davon abgeleitet auch das eigene Urteilsvermögen unter keinen Umständen irgendeiner „Führung anzuvertrauen“, sondern genau erst dann Dinge anzunehmen, wenn sie einen selbst wirklich überzeugen. Das gilt für mich besonders dort, wo es eben sehr unterschiedliche Perspektiven gibt. Das eigene Denken und Urteilen kann einen kein Mensch in der Welt abnehmen. Weder die eigenen, freudomarxistisch verstrahlten Addies, noch sonstwer. Seit dem ich das so richtig für mich verinnerlicht habe, fühle ich mich besser und richtig frei.

    Wenn du mit einem anderen Verfahren deutlich besser klar kommst, ist das bemerkenswert. So ganz nehme ich es dir auch nicht ab.

  15. momorulez August 16, 2013 um 10:38 pm

    Weil Du die Pointe noch nicht gepeilt hast, die auf der Ebene konkreter Intersubjektivität im Rahmen gesellschaftlicher Verhältnisse liegt und nicht auf der allgemeinen Theoriebildung. Für mich ist das wirklich erschütternd in all diesen Diskussionen, mit was für einem von sich und von Anderen abstrahierenden Duktus da immer diskutiert wird – und das ausgerechnet auf dem Terrain der „freien Urteilsbildung“. Als gäbe es immer nur Umwege, aber nie den Anderen. Der dann auch vorsichtshalber noch unter theoretischen Vorbehalt gestellt wird, um sich Zugriffsmöglichkeiten offen zu halten.

  16. Kleinersschreiherausling August 18, 2013 um 12:25 pm

    Ich peile sehr vieles nicht! Das finde ich wichtig wenn man das von sich weiß. Im Rahmen konkreter Intersubjektivität lege ich auf meine eigene Subjektivität viel wert. Weil: Die anderen haben auch nichts anderes. Andere sind fast immer ganz genauso vernagelt wie ich selbst. Oder machst du da andere Erfahrungen? Peilst du immer alles? Das Absolute hat niemand in der Hand. Ich höre darum anderen gerne zu, im Wissen um die eigene Beschränktheit. Auch im Wissen um partielle Kompetenzvorsprünge anderer. Am Ende entscheidet mangels anderer Alternativen dann wieder nur mein eigener Kopf darüber was mich überzeugt. Was genau erschüttert dich daran? Mir kommt es so vor als ob du eine Art Abkürzung gefunden hättest. Eine Abkürzung, die lästige, komplexe Überzeugungsprozesse in geringeren Maß nötig hat. Gleichzeitig schreibst du wie du wirklich erschüttert bist (ernsthaft?), wenn andere Leute diese Abkürzung nicht gehen.

    Für mich besteht die eine Pointe von Intersubjektivität in politisch ungleichen Verhätnissen in Rawls Befund, dass die Schwächeren mit ihren Anliegen nach vorne gerückt gehören. Das ist für mich aber ein relatives Vorgehen und kein absolutes, mit dem jegliches Abwägen erledigt ist. Dazu kommt, dass es nur in seltenen Fällen eine einheitliche Auffassung „der“ jeweils schwächeren Gruppe existiert, ganz egal, welche Gruppe man dabei betrachtet. Glückende Intersubjektivität bedeutet für mich auch wechselseitigen Respekt dafür, dass andere Menschen einen eigenen Kopf haben und demnach zu anderen Ergebnissen kommen können. Das mag viele Dinge schwierig machen. Manche Dinge sogar sehr schwierig. Ich sehe dazu aber keine aussichtsreiche Alternative.

  17. momorulez August 18, 2013 um 1:50 pm

    Wo schreibe ich denn vom Absoluten? Das ist mir jetzt irgendwie zu sehr am Popanz entlang argumentiert. Was Rawls schreibt, geht doch in die Richtung dessen, was ich schreibe, nur dass die Fälle, über die ich schreibe, derart gesättigt mit Historie sind, dass da noch ein paar Manöver mehr wichtig sind.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s