Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Gibt es den Amtseid eigentlich noch?

“Wir müssen die Familien stärken in unserer Gesellschaft: Ein Satz, den wir seit vielen Jahren sagen, der von vielen Familien eher als Sonntagsrede verstanden wird. Dazu gehört für mich auch das klare Bekenntnis zu Ehe und Familie, mit all den Folgerungen, die es hat. Ich bin ein toleranter Mensch. Ich glaube auch, wir sollten gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften Rechtssicherheit in einem bestimmten Umfang geben. Aber die Ehe für Homosexuelle in der Gleichrangigkeit mit der Ehe und Familie, wie sie im Grundgesetz verankert ist, halte ich nicht für richtig. Ich sage das, obwohl ich mit vielen Betroffenen diskutiert habe, und ich sage im Übrigen, vielleicht sollten wir uns solchen Diskussionen auch öfter aussetzen, weil sie sehr schwierig zu führen sind, weil sie einen schnell auch in die Situation bringen: Gönnt ihr uns das nicht, weil ihr anders seid? Was leitet euch?

Wir neigen dazu, bestimmte Fragen einfach abzuschneiden und zu sagen, schon der sie stellt, diskreditiert sich selber. Das ist immer ein schlechtes Zeichen. (…)  Viele Fragen wurden deshalb immer schon als respektlos qualifiziert, damit man sich mit ihnen gar nicht mehr befassen musste. So etwas führt immer dazu, dass Volksparteien schrumpfen und sich nicht ausweiten.”

Angela Merkel (der Link auf die Katholische Akademie im verlinkten Artikel funzt nicht mehr)

 

"Geht die Privilegierung der Ehe mit einer Benachteiligung anderer, in 
vergleichbarer Weise rechtlich verbindlich verfasster Lebensformen 
einher, obgleich diese nach dem geregelten Lebenssachverhalt und den mit 
der Normierung verfolgten Zwecken vergleichbar sind, rechtfertigt der 
bloße Verweis auf das Schutzgebot der Ehe eine solche Differenzierung 
indes nicht."

Das Bundesverfassungsgericht







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4 Antworten zu “Gibt es den Amtseid eigentlich noch?

  1. momorulez August 1, 2012 um 2:32 pm

    Wieso das jetzt die höchstgerichtliche Formatierung übernommen hat, das verstehe ich nicht …

  2. Muriel August 1, 2012 um 4:37 pm

    Und dann ist natürlich das Grundgesetz sowieso nicht der ultimative Maßstab für richtig und falsch.

  3. momorulez August 1, 2012 um 5:00 pm

    Nein, natürlich nicht. Ist im Moment etwas schwierig, weil ich manches gerade bei Facebook schreibe. Weil ich die Privilegierung von Zweierbeziehungen nun sowieso etwas seltsam finde und das Grundgesetz auch seltsame Einsprengsel wie „Sittlichkeit“ enthält. Ich finde die Grundrechte insgesamt aber eigentlich ganz gut und durchdacht und sehe eher das Problem, dass sie Nicht-Deutschen hierzulande vorenthalten werden. Und aktuell finde ich schon äußerst problematisch, wie egal Exekutive und Legislative diese sind, politisch.

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