Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Wie im Film: Masterplots am Millerntor

Irrlichternd durch den Samstag blitzen und funkeln … auf der Suche sein. Der Suche nach dem, was der FC St. Pauli in der nächsten Saison sein wird.

7. Die Suche

– Die Figur bekommt eine Aufgabe, etwas/jemanden zu finden

– Die Figur nimmt die Herausforderung an

– Die Figur sucht dieses etwas/diesen Jemand

Philip Parker, Die Kreative Matrix. Kunst und Handwerk des Drehbuchschreibens, Konstanz 2005, S. 130

UVK Verlagsgesellschaft mbH

„Masterplots“, das sind Grundstrukturen filmischer Erzählungen, auf denen man aufzubauen, die man zu befolgen hat, damit das Publikum zuguckt. „Plot“ ist die Ereignis- und Handlungsfolge, und Figur der Held oder der Antiheld, der die Geschichte erlebt. In diesem Falle zumeist ich. Aber abwarten.

Damit das mit der Heldenreise, so nennen das die an C.G. Jung orientierten, mit dem Mythos operierenden Theoretiker des Films, auch funzt, müsste ich mich zunächst dem Ruf verweigern. Damit alle da sitzen und sagen „Hey, nimm die Herausforderung an, sonst gibt es doch gar keinen Film!“

Doch kein Abkömmling ferner Welten, kein Ufo mit quietschenden, geringelten Aliens, kein anonymer Brief, keine Drohungen und Erpressungsmanöver mafiöser Kreise erreichten mich – nur ein paar Tauben und Meisen auf dem Balkon, letztere haben wirklich eine, die fliegen manchmal verwirrt in die Wohnung und finden nicht mehr heraus, erstere werden verscheucht, welchen Masterplots entspricht das wohl? – um mir die „Quest“ zukommen zu lassen.

Das mit der Narratologie im eigenen Leben,

nicht immer greift ES und ergreift ES mich.

Aber bevor man sich mit Freunden trifft, hat man sich dennoch häufig etwas zurecht gelegt, was man erzählen wird, weil die Wahrheit so langweilig ist –

MOMO RULEZ

Nee, eigentlich wollte ich gar nicht hin zum Testspiel gegen Aberdeen, aber dann war klar, dass der Verein zur Förderung des FC St. Pauli-Museums tagen würde, um sich einen vom Amtsgericht akzeptierten Namen zu geben. Und so dachte ich, okay, okay .., und ihr AHNT ja gar nicht, was dann passierte!!!

– so könnte man die Geschichte aufbauen. Wichtig wäre gewesen, in den ersten Satz so was zu schreiben wie „Am Tag, da sein Leben sich unwiderbringlich ändern würde, trank er wie jeden Morgen Filterkaffee aus einer St. Pauli-Tasse. An Island hätte er niemals gedacht …“ Völlig falsch, mein diffuser Irrlichter-Anfang. Wie sagte Billy Wilder? Beginne mit einer Explosion, und dann steigere Dich langsam! Oder eben so Vorausdeutungen einsetzen, die selbst in philosophischen Romanen wie „Nachtzug nach Lissabon“ gleich am Anfang stehen. Der Held in diesem Buch erhält seinen Ruf von einer schönen Portugiesin, ich später von einem sehr schönen Fussballer … damit ich das Island-Thema einlösen kann …

Das mit dem Ruf des Helden ist ein wenig wie bei StarWars, es geht nur, zugegeben, um weniger. Und ich bin auch kein Luke Skywalker, habe kein Laserschwert …

Kann ich aber auch ohne antagonistischer erzählen, bei Bedarf, das Ganze hier:

MOMO RULEZ

(deklamiert)

Hey, der FC St. Pauli BRAUCHT unbedingt ein Museum in der Gegengeraden. Das ist auch im Interesse der Stadt, das muss der Herr Neumann nur verstehen, dass die Polizeiwache deshalb dem Museum den Platz raubt. Aber der sperrt sich ja bisher gegen Überzeugungsversuche. Und auch wenn er nicht der Kultur-, sondern der Polizeisenator ist, muss er das doch begreifen, wie er mit seiner Blockade der Domwachenausbaupläne der Kultur innenstädtischer, gewachsener Lebenswelten eine Durchdringung mit polizeistaatlichen Mitteln entgegen setzt und so zerstörerisch und destruktiv agiert! Und dabei auch noch die Gewaltprävention berhindert!

Prompt hat sich der Plot von der „Suche“ zu jenem der „unbezwingbaren Figur“ verschoben, der Innensenator halt:

– Die Figur demonstriert ihre Fähigkeiten.

Ebd., S. 131

Ich als Hauptfigur meines Blog-Eintrages zeige, dass ich natürlich die Logik innerstädtischen Lebens viel besser begreife als abgehobene Senatoren.

– Die Figur sieht sich einer neuen Herausforderung mit noch stärkeren Gegnern gegenüber.

– Die Figur nimmt die Herausforderung an

– Die Figur sieht sich einer ganzen Reihe von antagonistischen Kräften gegenüber.

Ebd.

Die antagonistischen Kräfte, die der Innensenator entfaltet: Roma-Abschiebungen, Gefahrengebiete einrichten lassen, Platzverweise aussprechen lassen, notfalls und mutmaßlich die Polizei gegen politische Gegner ermitteln lassen, um denen 10 Jahre Stadionverbot aufbrummen zu können – die stete Demonstration willkürlicher Machtausübung im Senatoren-Blog, die sich mit dem Wissen brüstet, das Gewaltmonopol des Staates gegen alle Widerstände der Vernunft durchdrücken zu können.

Ach, will ich das? Gehe lieber über zu einem anderen Plot. Stehe vor der Südkurve, trinke ein Bier – Florian Bruns kommt anspaziert, posiert zauberhaft lächelnd mit Fans für ein Foto, Mann, was sieht der wieder unverschämt gut aus, habe gar keine mehr Lust auf Kämpfe mit unbezwingbaren Innensenatoren …

Die Liebesgeschichte.

– Es wird gezeigt, dass eine Figur jemanden/etwas emotional vermisst, dass ihr (dies) fehlt.

– Jemand/etwas wird von der Figur als eine mögliche Lösung dieses Problems angesehen – das Objekt der Begierde.

Ebd., S. 128

Interessant ist ja, wie Stephen King das in „Christine“ wandelt, dieses Schema, in der Verfilmung noch pointierter als in der Erzählung – das Objekt der Begierde, ein altes Auto, lädt zum Höllenritt und übernimmt die Regie, indem der Protagonist Objekt der Begierde des Autos wird. Auch in „Der alte Mann und das Meer“ von Hemingway wird dieses Motiv mit anderen Masterplots meisterhaft verwoben.

Hindernisse vereiteln, dass die Figur eine Lösung mit diesem Objekt der Begierde erreicht.

Ebd.

Ich stelle mir vor, ich folgte ihm in den Kabinentrakt, diesem wundervollen Mann mit dem wiegenden Gang und dem guten Friseur, einfach mal mit ihm quatschen … die Ordner denken irrtümlich an ein Attentat, überwältigen mich. Der Vorgang kommt in die Presse, wird Thema homophober Propaganda, „Jetzt machen sie vor gar nichts mehr halt: Schwulen-Attacke auf Kiezkicker-Kabine!“ Der unbezwingbare Innensenator tritt wider Erwarten noch mal auf und fordert schärfere Sicherheitsmaßnahmen, insbesondere gegen übergriffige und sexistische Tunten. Der arme Florian Bruns wird zum Gespött seiner Mitspieler, „Du hast ja Fans, kicher“. Die Community des FC St. Pauli distanziert sich vom Blog „Metalust & Subdiskurse“ – weil die Mopo mein Foto veröffentlichte: „Irrer Homo-Fan stürmt schwer bewaffnet die Umkleide des FC St. Pauli!“ Die winzige Gegendarstellung, dass ich nur mit nackten Gefühlen bewehrt war, drucken sie kleingedruckt Wochen später ab. Ich muss die Stadt verlassen, bekomme keine Aufträge mehr, flüchte nach Island, lebe in Höhlen – doch am Tiefpunkt, da finde ich eine männliche Björk, nur bitte größer und nicht ganz so filigran, am kalten Strand der Westfjorde … und wir fischen, jagen und räsonnieren abends gemeinsam und lieben uns. Abspann.

Nee, das lasse ich lieber, so ein Stalker bin ich auch gar nicht. Aber einfach nur rum stehen, Bier trinken und träumen ergibt halt keinen Plot.

Apropos „Unbezwingbarer Gegner“: Auch Masterplots folgend, marschiert einer von USP mit dem „Familienduell“ folgendem Fragebogen anläßlich des 10jährigen Bestehens durch die wartenden Menschen. Bis heute fixiert auf den Übervater lautet eine Frage „Was würdest Du mit Corny Littmann am liebsten machen?“, und dahinter versteckt insgeheim sich der Masterplot „Die Schuld, die beglichen werden muss!“, Nr. 4 bei Philip Parker, die Schuld des Corny Littmann.

Nur dass so viele, die ihn, diesen Plot des übermächtigen Gegners, adaptieren, dabei dann in die Kiste der niederen Instinkte greifen, was ist denn das bitte für eine bescheuerte Frage, liebe USP? Was soll man da antworten? Ich weiß, ich habe natürlich seit der Mopo-Headline und meiner Flucht ins isische Exil dazu nichts mehr zu sagen, das gehört würde, aber ich finde schon, dass sich da homophobe Implikationen erkennen lassen …

Um nun sowohl Mopo-Headlines, Innensenatoren und USP-Fragebögen hinter mir zu lassen, wechsele ich einfach in den Plot „Die Riten des Übergangs“, Nr. 8 bei Parker.

– Der Figur wird bewusst, dass ihr eine neue Lebensphase bevorsteht.

– Die Figur versucht zu erfahren, was man wissen muss, um in dieser neuen Phase zu leben.

Ebd., S. 131

Betrete also das Stadion.

Oje, die neue Gegengerade, halb fertig, sieht ja imposant aus, sie macht mir aber auch Angst. Wird sie zum Monster, zur unbezwingbaren Figur? Kippt der Verein nun um, wird nur noch innerstädtische Eventfläche?

Betrachte mir die neuen Spieler – wissen die, was das Herz von St. Pauli ausmacht? Das Spiel beginnt, der Herr Thy gefällt mir gut, aber mir scheint, dass unser offensives Mittelfeld alleine auf Bruns und Bartels nicht setzen kann. Deshalb wird auch ständig unsere Abwehr überrannt. Wieder hat man das Gefühl, dass der Trainer – ja, ist nur ein Testspiel – einen Masterplan im Kopf hat, den nur leider keiner der Spieler versteht. Der vielleicht dem Masterplot Nr. 5 entspricht:

Spinne und Fliege

– Die Figur möchte, dass eine andere Figur tut, was sie von ihr will. Aber sie hat nicht die Macht, diese dazu zu zwingen.

– Die Figur entwickelt einen Plan, um der anderen Figur eine Falle zu stellen, damit diese tut, was sie von ihr will.

Ebd., S. 130

Nun weiß ich ja manchmal nicht genau, ob das nun das Verhalten des Trainers zur Mannschaft oder das des Trainers und der Mannschaft gemeinsam gegen den Gegner auf dem Platz betrifft.

Aber, machen wir doch das, was auch Hitchcocks „Psycho“ so faszinierend-unorthodox erfand: Der wechselt mitten im Film die Hauptfigur, nachdem die erste in der Dusche erdolcht wurde. Siehe oben, vor dem Kabinentrakt.

Also: Hauptfigur ist Schubert, wir wechseln zurück zu Plot 8, „Riten des Übergangs“:

„Die Figur versucht zu handeln, als habe sie erfahren, was man wissen muss, um in dieser neuen Phase zu leben. Sie scheitert.“

Ebd., S. 131

Das war jetzt die Rückblende zum Ende der letzten Saison, ein klassischer Plot-Point: Die Konfrontation. Allseits entsteht der Eindruck, André Schubert würde gefeuert. In einem dramatischen Gespräch mit dem Präsidium, mit letzter Kraft kämpfend, überzeugt er das Präsidium, an ihm fest zu halten. Stattdessen wird Helmut Schulte vor die Tür gesetzt.

Ja … doch dann, so ist das Film: Weiter geht der Masterplot nämlich wie folgt:

– Die Figur wird mit einer Herausforderung konfrontiert, die es erfordert, dass sie über das hinaus geht, was sie bisher erreicht hat.

– Die Figur meistert die Herausforderung.

– Die Figur tritt in eine neue Lebensphase ein.

Ebd., S. 131

Ich wünsche ihm das so, dem André Schubert!!! Weil die Story jedoch von den antagonistischen Kräften voran getrieben wird, wandelt sich ihr Schema in Halbzeit zwei jäh zu:

Der verhängnisvolle Fehler.

– Es wird gezeigt, dass die Figur eine Eigenschaft besitzt, die ihr Erfolg bringt.

– Dieser Erfolg eröffnet der Figur Möglichkeiten, die anderen Figuren verwehrt sind.

– Die Figur nutzt diese Möglichkeiten zu ihrem eigenen Vorteil, jedoch auf Kosten anderer Figuren.

Ebd., S. 129

Letzterer Punkt trifft auf Carlos Zambrano selbstverständlich NICHT zu. Aber es gibt halt Varianten der Geschichte vom „verhängnisvollen Fehler“, die zu Gegentoren führen. Wobei ich das heldenhafte Zusammenspiel von Bruns und Ebbers zum 1:0 nicht unterschlagen will.

Interessant ist übrigens, wie von Kafka bis Lynch die Meister des Antiplots auf die Masterplots bezogen bleiben, auch Robert McGee merkt das in „Story“ an. Sie ziehen ihre Faszination aus dem Regelbruch und bringen die bekannten Plots durcheinander.

Auch David Lynch hat im Falle von „Lost Highway“ vermutlich einfach eine lineare Geschichte geschrieben, das Drehbuch zerschnitten und neu zusammen geklebt – den Wechsel der Hauptfigur mitten im Film hat er bei Hitchcock abgeguckt, siehe oben.

Und viele der modernen Inszenierungen der Sinnlosigkeit und des Absurden haben eine letztlich konservative Pointe, weil sie ihre Botschaft erreichen, indem sie die klassischen Plots einfach nur zerdeppern oder als unwahr outen – darin hallt schlicht und ergreifend die Sehnsucht nach der heilen Welt nach.

Tschechow war schlau genug, exakt das Scheitern dieser Sehnsucht an der gesellschaftlichen Entwicklung zum zentralen Thema seiner Dramen zu machen und damit zu spielen, dass all seine Figuren die Regel Nr. 1, „die Hauptfigur muss AKTIV sein“, boykottieren und stattdessen sehnen, ohne zu handeln – das ist der berühmte Ausruf der 3 Schwestern: „Nach Moskau!“, und während sie nur träumen, bricht rings um sie ihre Welt zusammen.

Vielleicht hätte ich doch in den Kabinentrakt … ich will ja gar nicht übergriffig werden, sondern einfach nur kennen lernen, Mönsch …

Aber zurück zu Zambranos Rückpass auf Tschauner, „Der verhängnisvolle Fehler“, Masterplot 3:

– Die Figur stellt fest, was für einen Schaden sie anderen damit zugefügt hat, und setzt sich selbst einer neuen Herausforderung aus.

– Die Eigenschaft, die ihm bisher zum Erfolg verholfen hat, lässt die Figur an der neuen Herausforderung scheitern.

Ebd., S. 129

Das ist ja angesichts dessen, dass es sich hier um Megaplots für Blockbuster handelt, erstaunlich pessimistisch. Da wäre der Bezug zu Kafka und auch das Scheitern des Schreibprozesses selbst als Sujet zum Beispiel eines Romans mal vertiefend zu analysieren, mag es bei Parker auch um Filme, nicht Literatur gehen.

Und sooo schlimm isses nun auch nicht, dass der Carlos nicht noch ein Tor geschossen hat.

Deshalb muss es bei großen Geschichten auch um viel mehr gehen als um Testspieltore, viel mehr auf dem Spiel stehen – großartig in dramaturgischer Hinsicht war der Robben im „Finale dahoam.“ Auch der Platzsturm in Düsseldorf, der den Sieg hätte gefährden müssen, war aufregend. Im Falle von Filmen ist am besten gleich die Menschheit vom Untergang bedroht, weil ein findiger Wissenschaftler aus Versehen den Zombie-Virus erschuf – und die durchdrehenden Sicherheitsfanatiker bei DFB und in der Presse haben das Relegationsspiel tatsächlich in etwa so interpretiert.

Wir, ich und andere von DSP, hingegen standen nach dem Spiel, völlig plotlos, aber dafür entspannt und unter Freunden, vor der Domschänke. Und ich fand, was ich suchte – mit dem Masterplot „Die Suche“ begann schließlich dieser Text.

„Die Figur wird/wird nicht für die erfolgreiche Suche belohnt.“

Ebd., S. 130

Ich wurde. Traf meine Haupttribünennachbarn, den Kleinen Tod, andere DSP-Mitglieder und die Pauliane samt Gatten, was mich sehr freute, dass er auch da war! Fand mein Bier und vertraute Menschen, die zum Millerntor-Erlebnis einfach dazu gehören.

Das hat dann nichts mehr mit dramatischer Struktur zu tun, ist episch im Kleinen, aber das kleine Glück kann ja auch ganz wundervoll sein und sich ganz groß anfühlen, gerade WEIL es das Drama nicht hervorzubringen vermag!

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6 Antworten zu “Wie im Film: Masterplots am Millerntor

  1. momorulez Juli 29, 2012 um 2:41 pm

    Nein, ich nutze sie sinnvoll 😉 …

  2. Ring2 Juli 29, 2012 um 8:18 pm

    … Momo Rulez, Begründer des politisch-romantischen Hamburg-Krimis … freu mich schon auf die Lektüre … 🙂

  3. momorulez Juli 29, 2012 um 8:28 pm

    Der Thriller, an dem ich gerade sitze, spielt gar nicht in Hamburg 😦 – aber was denn jetzt eigentlich der wirklich große FC St. Pauli-Roman mit anschließender Verfilmung wäre, darüber grübele ich ja tatsächlich auch schon die ganze Zeit. Spielt er im Jetzt oder nicht doch besser 1990 oder 1992? Heterosexuelle Liebesgeschichten finde ich persönlich ja zu langweilig, „Schicksalsspiel“ fand ich z.B. plump, schwule Liebesgeschichten liest keiner, Krimis sind eigentlich zu klein und funzelig für unseren magischen FC – müsste eher Urban Fantasy sein und vielleicht das Mordor-Motiv vertiefen 😀 , aber ohne all diese Rassismen, wie sie sich im Herr der Ringe finden. So was wie „American Gods“ von Neil Gaimen … „Melting Pot“ Millerntor 🙂 … Ideen sind immer willkommen!

  4. Mrs. Mop Juli 30, 2012 um 6:49 am

    Muss mal wieder hier reinplatzen, einfach so ;). Tolle Plots, die Du da entwirfst! Apropos: „Sie ziehen ihre Faszination aus dem Regelbruch und bringen die bekannten Plots durcheinander.“ – hätte ich da noch einen uralten, ja, antiken regelbrechenden sportlichen (Olympics!) Plot für Dich, namens Diocleia:
    „One Ancient Greek tradition yet to be revived by the International Olympic Committee is the Diocleia, an annual contest held in the Dorian city of Megara. William Smith’s A Dictionary of Greek and Roman Antiquities (1882) gives a brief explanation:
    DIOCLEIA, a festival celebrated by the Megarians in honour of an ancient Athenian hero, Diocles, around whose grave young men assembled on the occasion, and amused themselves with gymnastic and other contests. We read that he who gave the sweetest kiss obtained the prize, consisting of a garland of flowers. (Theocrit. Idyll. xii. 27, &c.) The Scholiast on Theocritus (l. c.) relates the origin of this festival as follows – Diocles, an Athenian exile, fled to Megara, where he found a youth with whom he fell in love. In some battle, while protecting the object of his love with his shield, he was slain. The Megarians honoured the gallant lover with a tomb, raised him to the rank of a hero, and in commemoration of his faithful attachment, instituted the festival of the Diocleia.“
    Plot in Kurzform:
    „So the Diocleia was primarily a same-sex kissing contest.“

    Vertiefendes zur Tradition der Diocleia:
    http://www.johncoulthart.com/feuilleton/2012/07/28/greek-games/
    Have fun ;)!

  5. momorulez Juli 30, 2012 um 8:42 am

    Ich habe die ja gar nicht entworfen 🙂 – das war Herr Parker. Und der hat die auch nur gesammelt und typisiert. Das ist ja eine hochphilosophische Frage, die in den Postmoderne-Debatten wichtig war: Strukturieren diese Plots lediglich unsere Erfahrungen, sind sie gar objektiv Teil „des Lebens“, dann, wenn man handelt, Robert McGee vertritt diese Ansicht, oder sind sie Ideologie? Ich habe da noch keine Antwort gefunden.

    Danke für das Zitat!

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