Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Oh, Cassie langt hin!

Keine Ahnung, wer das ist:

http://cassie.blogger.de/stories/1885573/

die mir durch Interpretationsorgien da „völkischen Müll“ unterschieben möchte und mit irgendwelchen Namen herum fuchtelt, Höfer?, nie gehört, um in klassisch-linker Homophobie die „Männerbündlerei“ vermeintlich zu entlarven? Ist das jene, die sich einst begeisterte für zum Schwulenmord aufrufende Evangelikale, die in manchen afrikanischen Regionen so wirkungsmächtig agitieren? Und arme, unterdrückte Christen, die in ihren „religiösen Gefühlen“ verletzt würden, als Opfer wortgewaltig in Kommentarsektionen anderer Blogs zur Geltung brachte, um so noch in den gefährlichsten Terrains aktueller Debatten der Reaktion beizupflichten?

Wenn nicht, auch schnurz, kann reine Namensgleichheit sein, weil ihre Rezeptionsweise der Bezugnahme auf schamanische Traditionen mich wenig ùberraschte, hatte fast auf so was gehofft, weil das Thema wichtig ist. Und weil eben das, was „völkisch“ sinnvoll meinen kann, unter einem Wust von verbalem Schmonz verdeckt wird, der das Thema der Bezugnahme auf z.B. ein Synchronisieren mittels Musik wie auch der Frage, welche Grundbedürfnisse Menschen menschlich machen könnten oder auch nicht und welchen vielleicht übermäßigen Bedeutung zugewiesen wird, unter einer Agitation gegen das mögliche, auch schöne Zusammenleben mit Tieren, dann verschleiern möchte zugunsten dümmlicher Diffamierung.

Das Unangenehme daran ist ja wie üblich, dass realgeschichtlich widerwärtig wirkende Bewegungen wie jene der „Völkischen“ wie auch die Rolle romantischer oder auch nicht Ursprungsphilosophien dabei einfach unreflektiert bleiben in einer Sauce von Ressentiments. Ganz, als wolle Cassie die realgeschichtlichen Völkischen schützen, damit keiner merkt, wie sie funktionierten und wirkten. Darf ich schreiben, „völkisch“ heißt halt quasi Nazi, „Männerbündlerei“ plus „völkisch“ ist die durch Erich Fromm und andere vermittelte Variante der „Pink Swastika“, ein Werk, das auflagenstark weltweit Evangelikale gerade vertreiben, um von Mutterkreuzen und Rosa Winkeln abzulenken und den Malträtierten, Gefolterten und Ermordeten nun auch auch noch die Verantwortung für die selbst erlebten Qualen rüber zu schieben.

Suche noch mal das Parteiprogramm völkischer Parteien in den 20er Jahren heraus. Das Thema ist ja wichtig, auch wenn „Cassie“ das anders sieht.

PS: Noch zur Frage, welche schamanischen Traditionen das Christentum in Europa – ich bezog mich in meinem Text ebenso auf solche in Nordamerika, asiatischen und afrikansichen Regionen, wie Völkische das üblicherweise so tun, und die nächstenliebenden Christen warfen die Two-Spirits, die, so weit überliefert, die Rolle des Heilers oder Schamanen übernahmen, Wikipedia zufolge auch gerne mal den Hunden zum Fraße vor  -: Es gibt da verhältnismäßig wenig schriftliche Überlieferungen, was zu einer aktiven Aneignung im Sinne von Neuerfindungen bei links-orientierten Neo-Heiden führt, die gibt es ja auch, Martin kann da mehr zu berichten. Zumeist wird sich auf keltische Überlieferungen berufen.

Und dass die Nazis nun wirklich jedes Feld irgendwann okkupiert haben, insbesondere bei Inszenierungen der Katholischen Kirche lernten und statt dem Papst dann halt dem Führer huldigten, spricht nicht dagegen, Elemente wie Tanz, Rhythmus und Rausch zu behandeln. Auch wenn irgendwelche Schwule hassenden Cassandren noch nicht mal die Architektonik alter Bauernhäuser zur Kenntnis nehmen. Mich hat es damals sehr beeindruckt, wenn Bio-Rinder-Züchter Balou vom Zusammenleben mit seinen Tieren erzählte. Gefiel mir besser als Massentierhaltung.

Advertisements

132 Antworten zu “Oh, Cassie langt hin!

  1. Loellie September 14, 2011 um 11:34 am

    Na sowas, alte Bekannte, Ich erkenne es deutlich am links autonomen Einschlag ihrer profunden Argumentation.

  2. momorulez September 14, 2011 um 11:40 am

    Ja, da spricht die alte Antifa 😀 … wenn Benny Lauth mit dem Arsch wackelt, denkt sie an Männerbünde. Völlig hirngewaschen, diese Katholiken. Die sollten sich lieber mal mit Jesus Christus beschäftigen, anstatt ihre Hass-Historie schön zu reden und dann den gewaltsam Missionierten eine eigene Geschichte abzusprechen.

    PS: Wie war doch noch mit dem „Hexen-Hammer“? Vermutlich eine frühe Form der Entnazifizierung. Und wie kommen noch die Zauberer in ihren Märchen zu diesen Hüten?

    Zum „Hexenhammer“ ein eher mittelmäßiger Wikipedia-Artikel:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hexenhammer

    Da waren die Protestanten aber auch schwer aktiv. Interessant auch die Bezüge zum Antijudaismus, den auch Luther einer neuen Blüte zuführte und der von den „Völkischen“ dann säkularisiert und verpseudowissenschaftlicht wurde. Diese Aneignungen germanischer Mythologie, u.a. von Wagner vorbereitet, dessen Schwiegersohn Chamberlain dann die Völkischen zu inspirieren wusste, setzte auch eher an den Heldensagen an und war durchaus auch inspiriert durch Nietzsches Kritik des Christentums und eher ein „Kunstmythos“. Inwiefern das was über diese selbst, die Kritik Nietzsches, aussagt, DAS ist dann eine wirklich spannende Frage, hat aber mit Schamamismus allenfalls hinsichtlich dessen früher Aneignung des „Dionysischen“ zu tun, wenn ich richtig informiert bin, was eben auch eine griechisch-heidnische Wurzel ist.

  3. kleinertod September 14, 2011 um 12:13 pm

    Wie die Autorin „mit dem Arsch wackelt“ und „Männerbünde“ in Einklang zu bringen versucht, das ist schon arg konstruiert – und nicht nur dies bei dem Blogeintrag. Mit Logik kann man jedenfalls nicht nachvollziehen, um was es der Autorin geht. Ich vermute einfach einmal einen emotionalen Abgrund, aus dem diffuse Phobien hervorgeholt werden, um dann mit Worten in einer sicherlich so empfundenen Entrüstung (worüber eigentlich?) sich Luft zu verschaffen – herausgekommen ist aber nur eine inhaltsleere Seifenblase, die platzt, bevor man sie sich überhaupt näher ansehen kann. Und das ist sicherlich auch besser so.

  4. momorulez September 14, 2011 um 12:22 pm

    Es gab da in der Vergangenheit mal eine Konflikt in Ches Blog, und das ist wohl ein spätes Echo davon … sie dachte wohl: „Ha, Germanen, rechstradikale Esoterik, jetzt habe ich ihn!“

    Das Schlimme ist ja nur, dass auch das Thema, das Dir aus Deinen Szene-Bezügen vermutlich geläufig ist, so nun gerade auch nicht verständlich wird, das ganze Neonazi-Neuheidentum von Gothic- bis Mittelalterrock, wenn es nun auch noch in Andeutungen mit dieser Reich-Fromm-Psychonalyse-Diffamierungspraxis von Schwulen verrührt wird, gerade NICHT zugänglich wird.

    Was jetzt nicht meinerseits ein Appell für irgendwelche Diffamierungspraktiken der „schwarzen Szene“ führen soll, sondern ganz im Gegenteil dafür plädieren, sich solcher Themen bitte gründlich anzunehmen. Was ich unter Bezugnahme auf Frau Roy und die ekstatischen Praktiken, die so genannten „Naturvölkern“ von Christen auszutreiben versucht wurden, doch irgendwie gemacht hatte, glaube ich.

  5. kleinertod September 14, 2011 um 12:29 pm

    Da stecken so viele Themen in diesen wenigen Worten, über die man breit diskutieren könnte. Gern mal bei Gelegenheit und einem passenden Getränk, aber nicht hier. Ein viel zu weites Feld.

    Was nicht geht, das ist eine derart abstruse Verkürzung mit all dem persönlich eingebrachtem Ballast wie in jenem Blogeintrag.

  6. momorulez September 14, 2011 um 12:34 pm

    Eben … und ja, es ist ein wahnsinnig breites Feld.

    Für Interessierte am eher links orientierten Neuheidentum:

    http://www.nornirsaett.de/

    Da kann sich ja jeder selbst ein Bild machen.

    Im St. Pauli-Beitrag waren für mich der „Ghost-Dance“ oder afrikanische Kulturen eh maßgeblicher.

    Obwohl ich schon glaube, dass durch die Christianisierung auch in Mitteleuropa Bezüge verloren gingen, mit denen man als spirituell orientierter Mensch was anfangen kann, aber ja nicht muss.

  7. Loellie September 14, 2011 um 12:47 pm

    Da sitzt die Kränkung tief. Dabei sollte sie mir dafür dankbar sein, dass ich es ihr ermöglicht habe, sich von der Knechtschaft des PC-Terrors zu emanzipieren und sie nun in der Lage ist, ihren Schwulenhass offen auszuleben.

  8. vuvuzela//riotqueer September 14, 2011 um 1:44 pm

    Aber Ihr wisst schon, dass Ihr eine Kunst -ohne- moralischen Rückrad betreibt, der im weiteren Sinn nun mal ins völkische Boxhorn bläst.

  9. momorulez September 14, 2011 um 2:09 pm

    Nein, das wissen wir nicht, weil das Schwachsinn ist und es hier auch gerade nicht um Kunst geht. Kannst aber ja mal wieder unzusammenhängend Theorienamen einwerfen und Names droppen. An irgendeinem Punkt geht mir das dann auch auf die Nerven, bei allem Verständnis für Deine Lebenssituation.

    @Loellie:

    Ja, liest sich wirklich so.

  10. MartinM September 14, 2011 um 2:30 pm

    Danke für den Link, Momo! Ob die Nornirs Ætt „eher links“ ist? Wenn konsequentes Eintreten für Demokratie und Menschenrechte nebst einem erklärten Antifaschismus schon „links“ ist, dann wohl schon.
    Dass es innerhalb der „Antifa“ Aktivisten mit bedingten Reflexen (frei nach Pawlow) gibt, die bei bestimmten Schlagworten („germanisch“ ist eines) sofort zuschnappen, bekommen wir öfters mit. Ich sehe darin auch das Streben nach einer übersichtlichen, einfachen Welterklärung: ich fürchte, dass es einigen dieser Leuten ganz recht wäre, wenn z. B. schon eine „Wikinger-Symbolik“ zuverlässiges Kennzeichen für „braune Gesinnung“ wäre. Dass das der „rechtsextremen“ Taktik, Symbole zu besetzen, sehr entgegen kommt, kommt ihnen nicht in den Schädel (da denken zumindest die „neuen Rechten“ dialektischer als manche ihrer Gegner, die sich für Marxisten halten). Dabei meinen solche Aktivisten es gar nicht mal böse. Ich hatte eine sehr nette Diskussion mit jemanden, der, ob einiger oberflächlicher Ähnlichkeiten (die er für „Germanentümelei“ hielt), meinte, auf der Nornirs Ætts Seite befünden sich Aussagen, die ein Jürgen Rieger und seine „Artgemeinschaft“ auch vertreten könnte. „Nett“ ohne Ironie, denn seine politischen Ansichten waren gar nicht weit von meinen entfernt.
    Exakt diesen Mechanismus – zuschnappen, wenn bestimmte Stichworte fallen – erkenne ich in dem von Dir verlinkten Beitrag von Cassie.
    Otto Höfler ist mir leider bekannt, er gehört nämlich zu den Leib- und Magenlektüre „völkisch“ gesonnener Neuheiden. Er betonte die „staatsbildenden Kraft“ germanischer Männerbünde (von der andere Historiker und Altgermanisten wenig bemerkten) und machte damit in Nazi-Deutschland Karriere. Allerdings glaubte Höfler, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, indem er auf hochmittelalterlichen, also schon christlich geprägten, Überlieferungsstufe überlieferte Sagen zurückgriff, die er für authentische Zeugnisse des vorchristlichen Germanentums hielt, dass die „alten Germanen“ eigentlich eine deutlich homophobe Gesellschaft gewesen wären, die „weibische“ Männer kurzerhand im nächsten Moor versenkt hätte.
    Abgesehen davon ist der Analogieschluss auffällig, der noch nicht einmal hinhaut, denn Höfler fand die von ihm behauptete „Erotisierung“ der Männerbünde keineswegs gut.

    Das „höflersche Kontinuitätsdenken“, das Cassie erwähnt, ist zwar wirklich wissenschaftlich diskreditiert – aber: das besagt eben nicht, dass es in Europa keinen Schamanismus gegeben hätte. „Wenn nur die bösen Christen die Trommeln nicht weggeschlossen hätten …“ soll wohl ein sarkastischer Seitenhieb sein, aber z. B. die Sami (die bis in die Neuzeit eine eindeutig schamanische Kultur hatten – und die eindeutig in Europa, wenn auch im äußersten Norden, leben) sind heute gar nicht gut auf die Missionare zu sprechen, die ihnen die Trommeln wegnahmen. Was meistens nicht anti-christlich, sondern anti-kulturimperialistische gemeint ist.

    Aber Cassie hat auch recht: „Wer Räusche sucht ist im Frühchristentum gut bedient, da wurde nämlich an den Gräbern der Märtyrer getrunken und getanzt bis die Frauen Visionen hatten.“ Das stimmt – und zwar, weil das frühe Christentum stark von den zeitgenössischen Mysterienkulten beeinflusst war, wo die Exstase zum Programm gehört. Dass sich die rausch- und lustfeindliche Richtung in den christlichen Kirchen so gründlich durchsetzen würde, damit hätten diese frühen Christen sicher nicht gerechnet ….

  11. momorulez September 14, 2011 um 2:55 pm

    Danke für all das Auseinanderdröseln!!! Über das, was Herr Höfler war, wurde mir auch gerade was gemailt; das ist freilich angesichts des von Cassie verlinkten Textes über das St. Pauli-Spiel wirklich nicht mehr als ein rachsüchtiges Draufdreschen bei vollem Homophobie-Einsatz als irgendeine nachvollziehbare Aussage z.B. zum Frühchristentum, zudem das nun auch kein Grund wäre, sich nun unbedingt an diesem zu orientieren, weil da auch gesoffen und getanzt wurde, bis Frauen Visionen hatten. Was für ein kruder Gedanke, sich nun unbedingt aus diesem Kanon so bedienen zu können wie im Supermarkt, und wer’s dann gerne versoffen hat, geht an Märtyrergräber, da kann der Heilige Sebastian als Homo-SM-Ikone noch so nachhaltig gewirkt haben.

    Weil es das nun in allen Zeiten und allen möglichen Glaubensvorstellungen vor dem kanonisierten und institutionalisierten Christentum auch gegeben hat. Für mich ist auch die Figur und Message von Jesus Christus wie auch die Vorstellung der frühen Gemeinden sehr sympathisch, wenn da nicht dieser blöde Paulus so viel Schindluder getrieben hätte. Und man kann Jesus und seine Jünger nun auch als „Männerbund“ verunglimpfen, hat aber recht, wenn man sich die Führungsebenen der Katholischen Kirche anguckt und diese als solchen bezeichnet. Da wird es dann wirklich lächerlich, sich ausgerechnet als Katholik darüber erheben zu wollen.

    Für mich halt bei „eurer Schiene“, was ich in vollem Umfang respektierend meine, cool ist, dass es die Natur zurück in das Spirituelle bringt. Und das eben nicht im Sinne einer abstrakten Ordnung, wie sie der Papst postuliert, sondern des konkreten, sinnlichen Erlebens. Und da spielt dann das Wegnehmen der Trommel schon eine große Rolle. Die Mssionsgeschichte mag ja mit Alphabetisierung und ein paar auch coolen Jesuiten in Paraguay auch ihre lichten Seiten haben; insgesamt gibt es da aber einfach sehr gute Gründe, auch antichristliche Haltungen einzunehmen. Was ich gar nicht in Relation zu dem Glauben an Jesus Christus meine, sondern hinsichtlich eines grausamen, historischen Debakels, das sich nun gerade nicht auf einen Gekreuzigten, religiös und politisch Verfolgten berufen kann, der mit einer Horde Jungs durch die Gegend zog. Der hat doch mehr mit verfolgten Lesben und Schwulen als mit irgendwelchen evangelikalen Hetzern oder dem Papst zu tun.

    Ich esoterische Kuh habe mich irgendwann mal mit Runen als Naturbildern beschäftigt und habe dabei wirklich so was wie einen Verlust empfunden, dass diese Drecksnazi und Herr Höfler mir das genommen haben, weil sie es besetzten. Und dazu zähle ich auch das, was Du als Schamanismus beschreibst.

    Zudem man ja nun auch als das Fortwirken des Heidnischen in christlichen Riten nicht vergessen darf, was das Thema noch weiter macht. Also auch über das hinaus, was Du zu den Mysterienkulten geschrieben hast.

  12. ziggev September 14, 2011 um 3:28 pm

    hab da mal ebenerdig mit Fenster zu so einer Bio-Rinder-Koppel gewohnt. War natürlich toll, dahinter gleich der Wald. Aber mit der Schlachtung schien es so eine Sache zu sein. Eines Tages schauten die alle in Richtung „Hof“ und muhten die ganze Zeit, sonst waren die ja immer eher recht leise. Am nächsten Tag waren sie alle weg. Mein Verdacht: irgend ist das was mit der Schlachtung nicht ganz sauber gewesen; könnte ja sein, dass da Leute vor lauter „Natürlichkeit“ die Rolle des Menschen dabei etwas vergessen hatten, dass er nämlich dann tötet.

    Ansonsten in der Tat ein weites Feld; ich erinnere mich an die Versuche von rechts die Technoszene zu unterwandern, so mitte-ende 90er.

    So jetzt wirds wild. Also gnostische, manichäistische ein Flüsse, bis hin zu den Katharern; denke dabei an die Rolle, die Pflanzen bei den Katharern spielten, die ja sich besonders gut mit Kräutern usf. auskannten – bis hin zu sich im Volk erhalten habende mytische Vorstellungen, eine Art Naturverbundenheit, wie sie sich bei einigen häretischen Traditionen erhalten zu haben scheinen, ich denke an die Pansophie des Comenius, der auch von einer Art Naturmystik motiviert war; so wurde es dargestellt, wie mir damals schien, als ich was über den las.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Manich%C3%A4ismus#Lehre

    Und beim Manichäismus kannst du dann freilich nochmal zurückgehen bis zu den Sufis. Naja richtig kenne ich mich ja nicht aus, Kirchengeschichte galt ja lange Jahre hindurch als Leitwissenschaft 😉

  13. momorulez September 14, 2011 um 3:47 pm

    Balou hat damals diesen irgendwie anrührenden Satz geschrieben, dass er die besten Steaks von seinen eigenen Tieren gegessen hätte – und berichtet, dass sie immer Weihnachten im Stall verbracht hätten, weil da die Kälber kamen. Und hat das Wort „Kuhl!“ geprägt. Das ist ja fernab meiner Erfahrungswelten, aber irgendwie hatte das was. Und ich merke schon, dass das Zusammenleben mit einem ja nicht zur Schlachtung bestimmten, seit Jahrtausenden domestizierten Haustier meine Perspektive auf Natur deutlich bereichert hat und mir enorm gut tut. Weiß auch gar nicht, wieso man da andernorts sich drüber erheben muss.

    Diese einzelnen Zweige kenne ich so detaillier immer gar nicht. Bin ja selbst evangelisch, irgendwie, aufgewachsen, und fand das oft schön in der Kirche. Aber je mehr man sich mit Fragen wie Kolonialismus und PoC auseinander setzt, desto unappetitlicher wird der Laden, trotz und wegen „Brot für die Welt“. Und dass sie als Institution, durch die Bibel lässt sich das meines Erachtens ja gar nicht belegen, weltweit für die Ächtung gleichgeschlechtlicher Liebe gesorgt haben, das ist einfach so.

  14. ziggev September 14, 2011 um 4:12 pm

    ja, das war natürlich mal wieder möglichst abseitig, auf sowas bin ich mal ne Zeit abgefahren, und es ging bei mit jetzt auch immer noch um kirchliche, wenn auch z.T. häretische Kontexte (welche letztere allerdings weniger mit dem Kolonialismus zu tun haben; diese Art der Mission hat in Tansania solchen Erfolg gehabt, dass wir jetzt von da aus zurückmissioniert werden könnten; selbst Nelson Mandela sprach seine Annerkennung aus; übel-evangelikalische Vereinnahmungsversuche hat es allerdings hier vor einiger Zeit allerdings gegeben, also hier, in Deutschland, klar ist nun ziemlich off-topic. Wie jedoch den Leuten z.B. dann eine fremde „Zivilisation“ aufgedrückt wurde, das stimmt mich schon einigermaßen demprimiert), hier gings ja mehr um Schmanismus. Mir ging es um Reste volktümlicher, überlieferter Mystischer Praktiken oder Vorstellungen.

    Vielleicht da mal zu den Lappen in Norway gehen; oder diese Sauna“kulte“ in Finnland, Russland ? (nicht die „nordische Mythologie!“)

  15. ziggev September 14, 2011 um 5:44 pm

    ah, so – das habe ich zu spät gelesen, ja, gut aufgedröselt, @MartinM & @Momorulez, und interessante Diskussion.

  16. MartinM September 14, 2011 um 6:09 pm

    Tun wir ja auch, ziggev, die Sami und die Finnen samt „Saunakult“ / Schwitzhütten (die nichts exklusiv „indianisches“ sind) liegen uns in der Nornirs Ætt nahe. (Gibt immerhin zwei „Halbfinnen“ – bzw. „Menschen mit finnischem Migrationshintergrund“ unter uns 😉 – aber das ist nicht weiter bemerkenswert.) Nicht weiter bemerkenswert wäre (gäbe es weniger (uneingestandenen) Rassismus und weniger Homophobie, und gäbe es nicht das ärgerliche Klischee, dass alle, die es irgendwie mit den „Germanen“ usw. hätten, „irgendwo doch“ Rassisten wären), dass es unter uns auch „Nicht-Heteros“ und „Nicht-Weiße“ gibt (man beachte die Anführungsstriche, so würde sich keiner der genannten Ættlinge selbst nennen).

  17. Loellie September 15, 2011 um 1:28 pm

    http://www.gmx.net/themen/schweiz/politik/9285f40-katholische-kirche-erfaehrt-2010-von-146-missbrauchsfaellen

    Falls jemand nicht versteht, warum die katholischen Kinderficker gerade den Krieg gegen eine Aufklärungskampagne an Berliner Schulen erklärt haben. Bei aufgeklärten Kindern muss man nämlich befürchten, dass die sich gegen die systematischen sexuellen Uebergriffe der Pfaffen wehren.
    Was aber, angesichts der brutalen Christenverfolgung hierzulande, natürlich verblasst. Gut das moderne Katholen noch in der Lage sind, Prioritäten zu setzen.

  18. momorulez September 15, 2011 um 2:18 pm

    Hier das gleiche Thema bei queer.de – auch wenn die Dich da immer löschen, der folgende Passus ist besonders informativ und hat auch sehr viel mit ihrer ursprünglichen Agitation beim Che zu tun:

    „Ende August meldete sich dann Martin Lohmann, der Sprecher des Arbeitskreises Engagierter Katholiken in der CDU zu Wort. „Ich halte es für ein Vergehen an kleinen unschuldigen Kindern, wenn verklemmte Erwachsene meinen, ihnen ihre eigenen Verirrungen aufzwängen zu müssen“, sagte Lohmann dem Online-Magazin „Freie Welt“. Aufklärung, wie sie Berlin mit dem Themenkoffer plane, sei ein „Missbrauch von Vertrauen, Zärtlichkeit und Respekt“ und „Indoktrination der perfidesten Art“. Der Publizist mit Lehrauftrag an der privaten Hochschule für Medien und Kommunikation in Köln findet es „sträflich, wenn dann staatlicherseits auch noch versucht wird, die Familie und das christliche Menschenbild zu diskriminieren. Aber genau das geschieht, wenn andere und der Familie nicht gleichwertige Lebensformen faktisch gleichgestellt werden sollen.““

    http://www.queer.de/detail.php?article_id=14972

    Man sollte auch aufhören, armen, unschuldigen Kindern Verirrungen wie die katholische aufzuzwängen und unverzüglich den Kölner Dom wahlweise erst 18jährigen sichtbar machen oder gleich abreißen und außerdem damit aufhören, den Nationalsozialismus permanent wegen Schwulenverfolgung und Antisemitismus zu diskriminieren.

    Die Anwesenheit einer nicht-gleichwertigen Religion wie der jüdischen, die den Heiland ans Kreuz nagelte mittels römischer Imperatoren (nein, nicht meine Perspektive, Wilson beschreibt so eindrucksvoll in Cosmic Trigger 2, wie seine katholische Erziehung durch und durch zugleich antisemitisch war und der mentalen Vergewaltigung eines Kindes gleich kam, auch da, wo die keine Kinder angrabbeln und befingern und denen dann noch Schweigegelübde darüber abverlangen, ist das ja eine Gehirnwäsche der brutaleren Form) , diskriminiert eindeutig heute lebende Nazis; ja, man könnte sogar meinen, die Existenz der SPD sei eine Diskriminierung der CDU und diese sollte deshalb verboten werden. Es ist schon völlig absurd, wie Hetzer und Hassprediger wie dieser Herr Lohmann Alternativen zu ihrem Lifestyle als „diskriminierend“ wahr nehmen und den Minderheitenschutz des Grundgesetzes verfassungswidrig mit Füßen treten und anpissen. Eine perfidere Indoktration als die Proklamation unwerten, äh, geringer wertigen Lebens gibt es ja gar nicht. Was für ein übler Faschist. Und so einer bildet Journalisten aus. Kein Wunder, dass die Journaille so tickt, wie sie tickt. Sofort in den Vatikanstaat ausweisen.

  19. momorulez September 15, 2011 um 3:27 pm

    Und der noch:

    „Wie kann Autor Nuzzi jedoch über ein derartiges Insiderwissen verfügen? Schließlich schreibt er in seinem Buch, dass riesige Milliardenbeträge in dem Wissen und mit Duldung von den obersten Entscheidungsgremien des Vatikans, somit Kardinälen und Päpsten, gewaschen worden seien – hauptsächlich von der italienischen Mafia. Die Kundenliste des Vatikans sei äußerst lang. Auch ranghohe Politiker würden sich auf ihr finden, darunter Ministerpräsidenten. Zurück zur Ausgangsfrage: worauf beruft und stützt sich Nuzzi? Er stützt sich bei seinen Recherchen auf tausende von Dokumenten, zu denen Belege und Briefe gehören, die ihm wiederum von Renato Dardozzi, einem der hochrangigsten Manager der Vatikanbank, nach dessen Ableben vererbt worden sind.“

    Von hier:

    http://www.wirtschaftsfacts.de/?p=3316

    Womit auch das Wort „Familie“ noch mal eine andere Bedeutung bekommt. Bei der Katholischen Kirche handelt es sich in manchen Bereichen derer mutmaßlich schlicht um organisierte Kriminalität. In der FR stand vor ein paar Wochen, Ratzinger habe dem Einhalt geboten. Wer’s glaubt …

    Das ist meines Wissens auch schon länger irgendwie bekannt, der spektakulärste Fall, um den herum sich allerlei Legenden winden, wohl der hier:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Roberto_Calvi

    Und als nächstes dann was zum Klerikalfaschismus in Spanien. Wo der Herr Ratzinger ja auch die Unverfrorenheit besaß, in Auschwitz daselbst zu verkünden, dort sei das Christentum vergast worden, wenn ich mich recht entsinne – ja, es gab Bonhöfer, und die Zeugen Jehovas, auch nicht gerade als Fans der Homoerotik bekannt, saßen auch ein, es gab auch resistente Katholiken, aber dieser von christlicher Seite geschichtsklitternd in letzter Zeit allseits verbreite Unsinn, der Nazis primärer Impuls sei nun eine Attacke auf das Christentum gewesen, eben jenes, das mit seinem Antijudaismus, Stoecker und anderen Stimmung machte, die die Shoah vorbereiten half, aaaaargh, kein Wunder, dass die Macromedia-Privatuniversität, in deren Kuratorium der Herr Lohmann lungert, mit Studenten PR-Kampagnen für die mutmaßlichen Geldwäscher aus Rom entwickelt.

    Ach, und, weil es gerade so schön ist, noch der Untersuchungsausschuss zu den Mafia-Kontakten Oettingers:

    „Italienische Ermittler bestätigen diesen Befund. „Im süddeutschen Raum ist die Region Stuttgart in fester Hand kalabrischer Gruppierungen von Cirò, insbesondere des Clans von Farao“, sagt Roberto Scarpinato, leitender Oberstaatsanwalt der Abteilung Mafia-Bekämpfung in Palermo. Im vertraulichen BKA-Bericht sind für ganz Deutschland mehr als 750 mutmaßliche Gewährsmänner aufgelistet, die im Verdacht stehen, für die ‘ndrangheta zu arbeiten. Auffällig viele von ihnen wohnen in der Region Stuttgart.

    Es mündete in einen für Oettinger pikanten Untersuchungsausschuss im Landtag

    Einer der im Bericht genannten Namen ist den Beamten zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität bestens bekannt. Es handelt sich um einen italienischen Promi-Wirt aus Stuttgart-Weilimdorf, der 1993 in die Schlagzeilen geriet, weil man ihn der Geldwäsche im großen Stil bezichtigte. Der Fall bekam dadurch besondere Brisanz, dass der Wirt häufiger einen Gast hatte, den er gern als „mein Minister“ bezeichnet hat. Gemeint ist der damalige CDU-Fraktionschef im Landtag und heutige EU-Kommissar Günther Oettinger, der gern und oft seinen Feierabend im Weilimdorfer Restaurant ausklingen ließ. Da Fahnder das Telefon des Lokals über Monate abhörten, wurde auf diese Weise so manches auf Tonbändern konserviert, was der italophile Christliche Demokrat zu vorgerückter Stunde über politische Freunde und Feinde zu erzählen wusste. Die Sache mündete in einen für Oettinger pikanten Untersuchungsausschuss im baden-württembergischen Landtag.“

    Von hier:

    http://www.faz.net/artikel/C30923/mafia-in-deutschland-im-schlaraffenland-30311192.html

    Die Partei mit dem C vorne …

  20. Loellie September 15, 2011 um 5:18 pm

    Was ja damals exakt meine Argumentation war. Unsere blosse Existenz diskriminiert Christen. Genau daher kam der Mordaufruf, denn um christliche Gefühle nicht weiter zu verletzen, müssen wir aufhören zu existieren.
    Prima ist auch das „Argument“, das ist so irre, das ich garnicht weiss, ob ich das zusammenbekomme, dass in Frankreich Queer- und Genderstudies nicht in Schulbüchern auftauchen dürfen, weil es die Kinder zerstört und das Genderzeug gelogen ist, weil es die Behauptete gessellschaftliche Beeinflussung nicht geben kann, weil das ja natürlich ist. Oder so. Deshalb müssen die Kinder vor der Beeinflussung durch Queerzeugs geschützt werden. Und wer mir widerspricht übt Zensur aus!

    Und genau den meinte ich, war aber immer noch zu zickig um Queer.de zu verlinken.

    „Was für ein übler Faschist. Und so einer bildet Journalisten aus.“ … „Macromedia-Privatuniversität“

    Mich wundert da ja nichts mehr. Ich bekomme immer mehr das Gefühl, dass uns dank IT-Branche noch etliches bevorsteht. Diese ganzen Anti-Kinderficker-Kampanen kommen ja auch von evangelikal inspirierten Software-Firmen, und bei den „Libertären“ zeigt sich ja auch immer deutlicher, wie durchgeknallt die sind.
    Und ich habe darüberhinaus auch immer stärker den Eindruck, dass diese ganzen Kinderschützer an der Unterdrückung der Geilheit auf den eigenen Nachwuchs psychisch zerbrechen. Wer rennt denn in permanenter Hysterie durch die Gegend und kann an nichts anderes denken als Kinderfickerei? Gute Christen bestimmt nicht.

    Und das fatale ist ja, dass die bis ins grab behaupten, da wollten Schwule mit Koffern voller Dildos, Vibratoren und Scat-Videos über Kindergärten herfallen. Nichtmal an Lehrer dürfen Informationsbroschüren verteilt werden.

    Stuttgart? Immobilien? Mafia? Was denn sonst. Da wurde der Fokus von Anfang an zu sehr auf den Bahnhof als solches gelegt. Das bereits verkaufte Gleisbett hinter dem Bahnhof ist es, wo sich die Geldkoffer finden, und nicht, ob der BhF ober- oder unterirdisch läuft.

  21. momorulez September 15, 2011 um 8:40 pm

    Der Herr sitzt zudem zusammen mit Vertretern des Bayerischen Rundfunks wie auch von ProSieben in diesem Kuratorium der „Privatuniversität“. Die Tochter von Schäuble ist meines Wissens neue Spielfilm-Chefin des SWR geworden und mit dem neuen, „starken Mann“ der BaWü-CDU verheiratet, die Tochter des langjährigen Bayernkurier-Chefs ist Kulturchefin des Bayerischen Rundfunks. Das sind immer so Beispiele, wo durch die Vernetzuungen auf der Personalebene sich alle Staat/Privat-Unterscheidungen eh aufheben.

    Ach, und dieses die Kinder „schützen“, das ist eh grober Unfug. Die schützt man ja auch nicht vor Ritalin, Zurichtung für Arbeitsmärkte und rumgrabbelnden Vätern oder krassen Folterbildern in Kirchen, kannibalistischen Riten, wo symbolisch das Fleisch Ermordeter, denen man Dornenkronen aufdrückte, verspeist und deren Blut getrunken wird. Die schlichte Existenz und Sichtbarkeit Anderer als diskriminierenden Faktor zu begreifen ist eh hochpathologisch, solche Typen sind psychisch schwer krank in ihrem eliminatorischen Denken, und in der Tat, da kommen dann völlig verstörte und verängstigte Kinder bei raus, die man halt gut brauchen kann für einen mafiösen Kapitalismus, die funktionieren besser.

  22. Loellie September 16, 2011 um 11:28 am

    Kinderschutz!

    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,786424,00.html

    Wenn mich dieses Faschistenpack mit ihren geschlossenen und schwerstgesicherten Umerziehungslagern als Kind in ihre Finger bekommen hätte, sässe ich jetzt wahrscheinlich vor mich hin sabbernd in irgendeiner Ecke.
    Und es gibt mittlerweile eine ganze Reihe derartiger Einrichtungen in denen „sexuell Auffällige Kinder“, was auch immer das sein soll, von guten Christen ihrer Freiheit beraubt und gefoltert werden.
    6 Jahre Hochsicherheitsverwahrung weil ein Zwölfjähriger sich und anderen in den Schritt gefasst hat. Vor so einem Monster muss die Gesellschaft natürlich geschützt werden.

  23. Nörgler September 16, 2011 um 11:42 am

    Zu C.s abstruser Attacke muß ich nichts schreiben, über ihr Befremden auslösendes, in großen zeitlichem Abstand erfolgendes Nachkarten auch nicht.
    Ich möchte aber der guten Ordnung halber darauf hinweisen, dass sie in dem damaligen Thread über Schwule überhaupt nichts gesagt hat.
    Sie meinte, es wäre pädagogisch ungeschickt, wenn ein Lehrer die kreationistischen Vorstellungen seines Schülers lächerlich macht, und es sei richtiger gewesen, den Schüler einen Aufsatz über Darwin schreiben zu lassen.
    Dann lieferte sie noch eine leicht grenzwertige Papst-Apologie. Das war’s.

  24. Loellie September 16, 2011 um 12:12 pm

    Das ist soweit von den Tatsachen entfernt, dass es eine glatte Lüge ist, was du hier gerade zusammenfaselst.

  25. momorulez September 16, 2011 um 2:58 pm

    Nein, das ist keine Lüge – der Eklat entbrannte darum, dass „Cassie“ Agumentationen wie „christliche Gefühle verletzen“ aufbrachte, über die armen, ach so unterdrückten Christen schwadronierte und und beides gegen schlichte Unterrichtsinhalte ins Feld führte. Um dann noch irgendwelche wahnsinnig, „afrikanischen“ Evangelikalen zu behaupten, unter denen ja niemand was gegen Schwule hätte und dann völlig durchdrehte, als man sie auf Entwicklungen wie in Uganda verwies und wiederum auf die nunmehr von Schwulen diskriminierten Christen, siehe oben, einstieg. Um in übler Demagogie den Mythos von den ach so guten Christen im Allgemeinen zu pflegen und alle Widerworte als fiese Diskriminierung auszulegen. So ungefähr, wobei das Drama in der totalen Ahnungslosigkeit und der Ignoranz gegenüber der Mord, Selbstmord und Totschlag provozierenden Agitation einiger ihrer Glaubensgenossen und der offiziellen Doktrin des Papstes.

  26. che2001 September 16, 2011 um 3:02 pm

    Wenn es gewünscht wird kann ich den originalen Thread noch einmal zum Nachlesen verlinken.

  27. Loellie September 16, 2011 um 3:29 pm

    Natürlich ist das gelogen, wenn man aus dem von dir, bei aller Kürze, korrekt wiedergegebenen Sachverhalt „sie hat ja nur … unglücklich … leicht … das war alles“ macht.
    Was ist das denn sonst?

  28. Loellie September 16, 2011 um 3:33 pm

    Abgesehen davon, dass das eigentliche Thema des Threads ein Propaganda-Hoax zweier militanter Schwulenhasser war.

  29. momorulez September 16, 2011 um 3:37 pm

    Stimmt, diese durch und dubiose, gelinde gesagt, Quelle, kam auch noch dazu. Das war so ein Text wie jener, dass die bösen Muslime den unterjochten Briten ( die a priori natürlich NIE muslimisch sind) die Sparschweine verbieten wollen. Aber Kinder muss man halt vor uns schützen und uns notfalls mal wieder wahlweise weg sperren oder gleich ganz vernichten. Oder wenigstens zum Verstecken zwingen.

  30. Loellie September 16, 2011 um 4:04 pm

    Das war schon konkreter als die Sparschweine, weil es den beiden Anwälten gelungen war, den Lehrer und den Schulleiter ins Hinterzimmer eines Verfassungsrichters zu schleppen. Es gab aber weder einen Prozess, noch ein Urteil und noch nichtmal etwas, das man als aussergerichtlichen Vergleich hätte bezeichnen können.
    Hoax deshalb, weil die Klagen präventiv vorbereiten, um dann durch Kirchen zu tingeln in der Hoffnung, klagewillige Eltern zu rekrutieren. Der arme diskriminierte Nachwuchs der gecasteten Kläger sass fast zwei Jahre protokollführend im Unterricht, um diesen Gotteslästerer zu überführen.
    Und es war der eizige Fall von denen, bei dem es nicht um „Gays“ ging.
    Wo die genau zu verorten gewesen wären konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Der einzige Link mit Hinweis auf Zusammenarbeit ging zu diesem Spinner, Katholische Liga nennt der sich glaub ich, der auch das Video in der Ausstellung Schwuler Künstler aus dem Smithonian entfernen lies.

    NOM, abdere baustelle, die National Organisation for Marriage, hat aktuell auch etliche Prozesse am Hals, weil die immer Millionenbudgets für Volksabstimmungen gegen Gays aufbringen, sich aber weigern ihre Finanzierung offen zu legen. Wenn, wie vermutet wird, die katholische Kirche hinter der Finanzierung steckt, kann das zur Anulierung bereits verabschiedeter, schwulenfeindlicher „Acts“, Verfassungszusätze auf Landesebene, führen, weil das Geld aus anderen Bundesstaaten stammt. Bei gewöhnlichen Wahlen geht das, bei Volksabstimmungen muss das Geld wohl aus dem Bundesstaat kommen, in dem abgestimmt werden soll. Zumindest habe ich das so verstanden.

  31. Nörgler September 16, 2011 um 7:08 pm

    Derjenige, der am umfänglichsten und schärfsten gegen das ‚“Ich verlange Respekt für meinen Glauben“-Geschlunze vorging, war übrigens ich.
    Momorulez war an dieser Diskussion überhaupt nicht beteiligt.

    Der Thread bzw das Thema war schon ellenlang und durch, als Loellie unversehens auftaucht und mal wieder einen auf durchgeknallt macht. Er erklärte, C. propagiere den Schwulenmord, er fühle sich persönlich von ihr mit dem Tode bedroht, und C. verbreite „Nazischeiße“.
    Die anderen Kommentatoren waren nur noch konsterniert.

  32. momorulez September 16, 2011 um 7:53 pm

    Na ja, da kannste vielleicht einfach draus schließen, was das mit einem macht, wenn man seit Jahrzehnten sowieso und seit ein paar Jahren verschärft dieser Hetze ausgesetzt ist. Das macht einem schlicht eine Scheißangst, übrigens durchaus Existentielle. Das sind ja in meinem Terrain keine ohnmächtigen Leute, mit denen Herr Lohmann da im Kuratorium kungelt. Es gibt ja eh wenige Berufe, wo man als Schwuppe sich frei bewegen kann, und die drängen in immer mehr Bereiche höchst aggressiv ein. Dass man dann in Panik gerät, wenn bei Che im Blog diese in der Tat Nazischeiße verlinkt wird, wo organisierte Hatz auf einen Lehrer statt findet, damit der danach auf der Straße sitzt. Du unterschätzt die Kanäle und Methoden dieser Leute sträflichst.

    Ich habe mich in die Diskussion übrigens irgendwann eingeschaltet.

  33. Loellie September 16, 2011 um 9:19 pm

    „C. propagiere den Schwulenmord, er fühle sich persönlich von ihr mit dem Tode bedroht, und C. verbreite „Nazischeiße“.“

    Und jetzt? Willste das nochmal schriftlich, oder reicht dir dein vom Alkohohl zerfressenes Resthirn als Eselsbrücke noch aus. Kannst auch Che nach dem Link fragen, falls du zum googeln schon wieder zu besoffen bist.
    Was die da zusammengelabert hat IST Nazischeisse. Das ihr Bürgerliches Pack euch immer ganz schnell darüber einig seid, dass Nazis immer nur die andern sind, ist ja wirklich nichts neues.

    Meine Güte, was reg ich mich hier über so einen kriegsgeschädigten Schützengrabenkasper überhaupt auf …

  34. momorulez September 16, 2011 um 9:39 pm

    Komm, Loellie, nun mal halbblang. Ich verstehe Nörglers Verständnislosigkeit zwar auch nicht, aber dieses „Die Nazis sind immer die anderen“-Schema passt bei ihm nun echt so gar nicht, weil er das im Gegensatz zu anderen ja eigentlich sehr gut versteht. Ich vermute mal eher, dass die „Cassies“ Manipulationsmaschen da auf irgendeiner anderen emotionalen Ebene auf den Leim gehen. „Die arme, hilflose Frau“ oder so was.

  35. Loellie September 16, 2011 um 9:59 pm

    Nö, der will mich nur mal wieder dumm von der Seite anpissen. Hatten wir ja auch schon ’ne ganze Weile nicht mehr.
    Als wär das, seit meinem allerersten Kommentar bei Che drüben anno 18fuffzig, jemals anders gewesen. Dem scheint sein Weltbild zugrunde zu gehen, weil ein Dummschüler wie ich auch gerade Sätze hinbekommt … wenn ich ’nen guten Tag erwisch, zumindest.
    Dumm anpissen ist natürlich auch viel einfacher, als irgendwas in meinem damaligen Rant zu finden, was er widerlegen könnte.
    Ganz abgesehen davon, dass diese OI-Braut seit 20 Kommentaren kaum noch als Statistin auftaucht.

  36. Nörgler September 16, 2011 um 10:31 pm

    Nochmal: Derjenige, der die arme hilflose Frau am gründlichsten durch den Fleischwolf drehte, war ich.

    ********************

    Ich muß Che nicht nach dem Link fragen. Ich habe mir vor meinem Posting heute den Thread nochmal angesehen. Hätte ja sein können, dass meine Erinnerung mir einen Streich spielt. Hat sie aber nicht.

    Was dem Henryk der Antisemitismus ist, den er stets dann erkennt, wenn ihm sonstwas nicht paßt, ist dem Loellie die eliminatorische Homophobie. Jeder Meßtechniker aber weiß, dass ein Gerät, das etwas anzeigt, das nicht da ist, erst einmal zu kalibrieren wäre.

    Über das subjektiv Bizarre hinaus ist der Dauergebrauch maximalistischer Invektive auch politisch fatal, weil er die kritischen Begriffe vernutzt. Die Folge: Wenn es darauf ankäme, hat man keine Sprache mehr.

    Da wird der bürgerliche Schützengrabenkasper mit Resthirn jedenfalls solange noch gebraucht, wie der authentische Kritiker Loellie übers Rülpsen nicht hinauskommt.

  37. Loellie September 16, 2011 um 10:35 pm

    Wo du dir deine Benimmregeln hinschieben kannst weisst du hoffentlich auch.

  38. Nörgler September 16, 2011 um 10:39 pm

    Wenn ich Benimmregeln geäußert hätte, wüßte ich es.

  39. momorulez September 16, 2011 um 10:48 pm

    „Was dem Henryk der Antisemitismus ist dem Loellie die Homophobie“ ist schlicht falsch und selber so eine homophobe Nummer.

  40. che2001 September 16, 2011 um 11:03 pm

    @“Hoax deshalb, weil die Klagen präventiv vorbereiten, um dann durch Kirchen zu tingeln in der Hoffnung, klagewillige Eltern zu rekrutieren. Der arme diskriminierte Nachwuchs der gecasteten Kläger sass fast zwei Jahre protokollführend im Unterricht, um diesen Gotteslästerer zu überführen.
    Und es war der eizige Fall von denen, bei dem es nicht um „Gays“ ging.“ –. Das wusste ich bisher nicht. Für mich war diese Quelle ein Telepolis-Artikel, der sich auf einen Heise-Forum-Artikel bezieht, der wiederum auf einen Beitrag im Guardian zurückging. Wenn Du, Loellie, da Informationen hast über den Hintergrund bitte ich Dich, sie auszubreiten, mir sind sie nicht bekannt, ganz ehrlich nicht.

    Wo habe ich Nazischeiße verlinkt? Ich habe einen Artikel verlinkt, wo sehr neutral darüber berichtet wurde, dass ein Schüler seinen Lehrer auf zivilrechtlichem Wege angegangen ist, weil er kreationistische Schöpfungsideen vertritt (M.E.: reaktionären Müll) und der Lehrer sich darüber lustig machte. Schon möglich, dass das ein Beispiel für die Wirkungsmacht der evangelikalen Rechten in Usa ist, ich hatte Vergleiche zu Inquisition und Scheiterhaufen gebracht. C. brachte dann eine M.E. deplatzierte Verteidigung ihrer eigenen Religiosität, die aber mit dem Thema an sich nichts zu tun hatte.

    Wollte mich ja zu dem ganzen Unfug nicht mehr äußern, jetzt hab ich es doch getan, lasse es weiterhin eher bleiben, aber finde die ganze Diskussion irreführend.

  41. momorulez September 16, 2011 um 11:12 pm

    Den Hintergrund hatte Loellie ausführlich erläutert, das kann aber sogar hier im Blog verlinkt gewesen sein.

  42. che2001 September 17, 2011 um 11:08 am

    Soweit mir erinnerlich hatte er etwas Allgemeines dazu geschrieben, das religiös-fundamentalistische Eltern in den USA ihre Kinder dazu anhalten würden Lehrer zu denunzieren und das mit der HJ verglichen, an einen konkreten Nachweis zu diesem speziellen Fall und zwei bestimmten Hintermännern kann ich mich aber nicht entsinnen.

  43. Loellie September 17, 2011 um 12:41 pm

    „Das wusste ich bisher nicht“

    Was exakt ein Kernproblem dieser Diskussion war und erschreckender Weise bis heute wohl noch ist. Ich erinnere mich auch noch gut, dass ich auf deine Anmerkung, bei dir wäre der Groschen dann doch noch gefallen, zickig reagiert habe, weil genau das, was jetzt wieder hier los ist, schon damals mir schwante.
    Ich habe dir auch nicht vorgeworfen, du hättest Nazischeisse verlinkt, sondern geschrieben, dass Ich diese Nazischeisse nicht verlinke, weshalb ich den Namen dieser Organisation mit „Advokaten für Freiheit und Glaube“ eingedeutscht hatte. Und das ich solche nicht verlinke liegt nicht an einer schlichten Aversion meinerseits, sondern beruht auf der Erfahrung, dass solche sehrwohl checken, wo sie verlinkt werden und wenn die sich erstmal festgebissen haben wird man die kaum noch los.
    Ich bin auch ehrlich gesagt überrascht, dass bei dem Namedropping der letzten Wochen, Metalust noch nicht von Truthern überrannt wurde. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass bei denen langsam die Luft raus ist.

    „Ich habe einen Artikel verlinkt, wo sehr neutral darüber berichtet wurde“

    Der TP-Autor hat nicht neutral berichtet, sondern oberflächlich betrachtet nachvollziehbare Mutmassungen angestellt. Seine beiden Quellen gaben allerdings überhaupt nichts her, auf dessen Grundlage man hätte mutmassen können. Die Mutmassung, dass der Balg den Unterricht so nachhaltig gestört hat, dass dem Lehrer nach 18 Monaten lautstark vorgetragener Bibelverse irgendwann der Kragen geplatzt ist, ist genauso valide. zB

    „aber finde die ganze Diskussion irreführend.“

    Ich finde es im höchsten Masse irreführend, wenn ausgerechnet unter meinem Kommentar hier,

    https://metalust.wordpress.com/2011/09/14/oh-cassie-langt-hin/#comment-14946

    der Grund meiner heftigen Reaktion damals, nämlich die nur noch als widerlich zu bezeichnende Täter Opfer Umkehr einer Handvoll weisser heterosexueller Christen, die sich unwidersprochen in einem linken Blog gegenseitig versicherten, wie hart das Leben bei dem von Schwulen und Ungläubigen ausgehenden Dauerterror doch für sie ist, besagte Täter Opfer Umkehr ungebrochen fortgesetzt wird.
    Nicht genug damit, lässt die hysterische Tunte, die auch in ihrer geschniegelten Form eine unverschämte homophobe Frechheit ist, nicht lange auf sich warten. Herabwürdigende Pathologisierungen, Konjunktiv, was soll denn diese Unverschämtheit bitteschön, und zur Krönung, wie am ersten Tag, nichts als kolonisierende Stilfragen.

    Von der Durchgeknalltheit meiner eliminatorischen Wahnvorstellungen kann man sich zB mühelos überzeugen, wenn man auf Youtube nach „ex-ex-gays“ oder „ex-gay survivor“ sucht, falls sechs Jahre Sicherheitsverwahrung für etwas, dass man, als ich 12 Jahre alt war noch als Pubertät bezeichnet hat nicht eliminatorisch genug sein sollte.
    Das Southern Poverty Law Center hällt ebenfalls umfangreiche Informationen zu meinen Wahnvorstellungen bereit, genau wie Right-Wing-Watch oder Holy Bullies and Headless Monsters. (Links schicke ich gleich hinterher.)

    Was ist denn mit euch beiden los?

  44. Loellie September 17, 2011 um 1:21 pm

    http://www.splcenter.org/get-informed/intelligence-report/browse-all-issues/2010/winter/the-hard-liners

    http://www.rightwingwatch.org/

    http://holybulliesandheadlessmonsters.blogspot.com/

    Auf SPLC und Rightwing-Watch kann man sich nicht nur den Tag, sondern, aufgrund der Fülle an Informationenen, gleich das ganze Leben versauen. Das alles verfolgen zu wollen wäre ein Vollzeitjob.
    Alwin McEwen ist mir immer wieder auch eine Ecke zu spiessig, dennoch eine wichtige, weil seltene Quelle von und für Queer-PoC.

    Und falls es sich noch nicht herumgesprochen haben sollte, hat sich das Center for American Progress meiner hysterischen Wahnvorstellung vom arisch-evangelikalen Komplex angenommen. Zumindest einem teil davon. Die Grenzen ideologischer, personeller, organisatorischer und finanzieller Natur sind in dieser Hass-Industrie fliessend.
    Den sich massiv ausbreitenden eliminatorischen „War on Women“, von dem man merkwürdigerweise auch in feministischen Blogs nichts liesst, habe ich nicht mal erwähnt, ebensowenig die fortschreitende kriminalisierung HIV-Positiver und den ungebremmsten Vormarsch der arisch-evangelikalen Kinderschützer gerademal touchiert.
    Von wegen Konjunktiv.

  45. Loellie September 17, 2011 um 1:26 pm

    Das sieht jetzt zwar nicht so aus, aber die zwei Kommentare, der eine muss noch freigeschaltet werden, haben sich doch tatsächlich mit Che überschnitten.
    Mich macht das ja manchmal fast fassungslos, wie mir beim schreiben immer die Zeit wegläuft …

  46. Nörgler September 17, 2011 um 2:19 pm

    „Das Southern Poverty Law Center hällt ebenfalls umfangreiche Informationen zu meinen Wahnvorstellungen bereit, genau wie Right-Wing-Watch oder Holy Bullies and Headless Monsters.
    Was ist denn mit euch beiden los?“

    Wenn B*od*r Antisemitismus sieht wo keiner ist, bedeutet das nicht, dass es keinen Antisemitismus gibt. Das kann doch nicht wahr sein, mir zu unterstellen, ich wüßte nicht, dass es in Wort und Tat mörderische Homophobiker gibt. Ich habe gesagt, dass ich C. nicht dazurechne.

  47. momorulez September 17, 2011 um 2:20 pm

    Dass die hier nicht einfallen, das liegt, glaube ich, schlicht daran, dass ihnen schwule Philosophen, die zudem auch noch über schmanistische Erfahrungsdimensionen bei Spielen des FC St. Paulischreiben, dann doch zu obskur sind 😀 – wohl selbst den Ufologen oder Reptoiliden, äh, denen, die gegen Reptoloide wettern, unter den Truthern. Die denken bestimmt, ich sei Effekt der niederen Astralebene 😀 .

    Und dass das wieder aufploppt, liegt an „Cassies“ Einführung in ihre Sicht der Kulturhistorie, wo es igendwie aberwitzig scheint, dass so grundgute Menschen wie Christen den Heiden die Trommeln weg genommen haben könnten. Das ist ja das Surreale an diesen ganzen Hetzern, die halten sich alle für Mutter Theresa oder Frnaz von Assisi. Die „Märtyerergräber“.

    Diese Hsyterisierung des Loellie ist mir heute wieder ein Rätsel und war es damals schon. Dann wieder diese von Publikationen wie dem Übersteiger auch bekannte Figur zu bemühen, man würde ja ständig Homophobie nur ganztägig suchen, wo gar keine ist, am besten noch, um sie zu instrumentalisieren, zeigt einfach nur, wie hirngewaschen die gemeine, weiße Hete ist, noch die Vernünftigsten derer. Dass man dann irgendwann laut und agressiv wird, liegt ja einfach nur daran, dass bestimmte Topoi sonst gar nicht zur Kenntnis genommen werden, weil alle ihren Dornröschenschlaf pflegen und sie im Grunde genommen gelernt haben , die Devianten ja dulden müssen; sobald diese aber wagen, aus der geringerwertigen Rolle auszubrechen und auch noch Ansprüche zu stellen, geht’s ab – wo doch die Dominanzkultur sich so viel darauf einbildet, so was auch zu tolerieren. Dass sich Spuren dieses Schemas noch beim Nörgler zeigen, der das sonst gar nicht hat, zeigt doch nur, wie tief diese Programmierung sitzt.

    Warte ja nur drauf, dass hier ein nunmehr unter „Mondfinsternis“ Kommentierender gleich auch wieder abgeht.

    Che, erklãr doch mal die Fnords.

  48. momorulez September 17, 2011 um 2:36 pm

    @Nörgler:

    Na, nur ein Kind von Traurigkeit scheint die Gute aber in ihrem persönlichen Aktionsradius nicht zu sein. Und die Grenzen von der Entwertung zur Vernichtung sind doch in diesen Kreisen fließend, es ist doch kein Zufall, dass sie jetzt mit den „schwulen Nazis“ um die Ecke kommt. gibt ja keine von deren Opfergruppen, die nicht in derenDemagogie zu Nazis wurden, um ihr Familienidyll als Keimzelle von Faschismus, Päderastie, Machtmissbrauch, autoritären Strukturen, Unhintergehbarkeit, „natürlicher Ordnung“, dem „Entartetes und Widernatürliches“ gegenüber steht aufzuwerten. Da isses dann auch schnurz, ob sie selbst Mord proklamiert, diese Opferisierung der armen Christenkinder, die ja tatsächlich Opfer sind, wenn sie christlich-fundamentalistischen Eltern ausgesetzt sind, deshalb fressen die ja in den USA Ritalin wie anderswo Schokoriegel, IST ein Diskurs, der Morde hervor bringt. Es wurddn Anschläge und Hetzkampagnen gegen Abtreibungen durch führende Ärzte durch geführt, es WERDEN Schwule gemordet oder in den Selbstmord getrieben, es WERDEN wissenschaftliche Karrieren, die nicht dem Kreationismus huldigen, hintertrieben, Mobbing-Kampagnen betrieben und Existenzen bedroht. Che kann da mehr zu erzählen, wie die das machen.

    Ich finde dieses Gerede von „Islamisierung“ in unseren Breiten schon deshalb so lächerlich, weil von Russland bis Britannien eine höchst aggressive Re-Christianiserung betrieben wird. Es spricht ja nicht Ayatollah X im Bundestag, sondern der Papst. Und DIE ZEIT schreibt, er würde das Verfassungsgericht empfangen, nicht etwa umgekehrt.

  49. Loellie September 17, 2011 um 2:46 pm

    Genau wie jemand, der bis heute wider besseren Wissens behauptet, dass Islamisten britischen Banken unter Mordrohung das Verteilen von Sparschweinen verbieten, unmöglich dem Propagandanetzwerk der Counter-Jihadies zuzurechnen ist, oder was?

    Wer mit einem solchen Fanatismus die Lüge der verfolgten Christen verbreitet ist Teil des Problems. Genauso wie es nicht, aller berechtigter Kritik an Phänomem Fussball zum Trotze, nicht die Fankurve des FC StPauli ist, die völkische Ideologie verbreitet, sondern, ganz tagesaktuell die Führung einer Organisation, der C nicht nur angehört, sondern die sie bis heute mit Zähnen und Klauen verteitigt und noch immer nachhaltig zum Opfer stilisiert.
    Wer einer derartigen Organisation angehört und mit Wort, Tat und Geld unterstützt, macht sich bis zum Ende seiner Mitgliedschaft mit den Möchtegernmördern gemein. Das trifft auch auf die EKD zu, die den Evangelikalen nicht nur nach Kräften Legitimation erteilt, sondern in der ohne den geringsten Widerstand Ex-Gays und andere Extremisten mittlerweile höchste Aemter einnehmen. Zuletzt der CVJM, dessen Vorsitz deutschlands populärster Schwulenheiler übernommen hat.
    Nach des Nörglers Logik, war demzufolge der Prozess gegen Eichmann ein Skandal. Der hat ja schliesslich auch nur.

  50. momorulez September 17, 2011 um 2:51 pm

    Ich muss auch endlich aus der evangelischen Kirche austreten, ich vergesse das immer 😀 …

  51. Loellie September 17, 2011 um 2:59 pm

    @momo

    Komm wir fliegen nach Goa 😀

    … was lange Zeit ein Geflügeltes Wort war, das der abendlichen Medikation voranging.

  52. Loellie September 17, 2011 um 3:05 pm

    Ja, musst du!
    Wir haben übernächstes Wochende sogar einen Kirchenfürsten zu Gast in unserem gottlosen Haus. Da ist aber die komplette Gemeinde geschlossen ausgetreten um sich neu zu erfinden. Und nicht wie bei uns, wo ein schwuler Pfaffe irgendeines Kuhdorfs dann das Feigenblättchen spielen darf.

    Beten und Jesus finden kann man auch ohne das einende Element des Hasses. „God is the absence of Hate“ ist auf irgend einem Pappschild mal an mir vorbeigeflickrt.

  53. momorulez September 17, 2011 um 3:10 pm

    Nur noch mal so:

    http://www.nadir.org/nadir/periodika/aib/archiv/85/evangelikale.php

    Ja, Goa … vielleicht wäre es das. Der ersteTyp, der mir auf einmal inmitten einer sich um Kerzen und Weinflaschen gruppierenden Hetenhorde auf einem Campingplatz an der Sandalgarve plötzlich seine Zunge in den Mund schob, war ein bildhübscher Deutsch-Inder. Innerlich war ich da schon ge-comingoutet, äußerlich kaum. Ich war aber 3 Tage völlig verstört und hatte furchtbare Angst, dass das jemand gesehen haben könnte. Das zum Thema Programmierung, mit der man belegt wird. Anstatt einfach los zu lassen und zu genießen knutscht man noch nicht mal zurück …

    Zudem Indien übrigens auch ein gutes Beispiel ist, wie durch die Briten der Export Homophobie per Rechtssprechung statt fand.

  54. momorulez September 17, 2011 um 3:15 pm

    Ach, die ganzen Leute, die von „Cassie“ hier gerade rüber kommen, werden doch uns wieder Hass und Intoleranz rüber schieben bei der Lektüre dieses Threads. Die sind es ja gewöhnt, noch beim Waterboarding so zu gucken, als wären sie vom „Ave Maria“ erfüllt, und jede durch den Lappen dringende Beschimpfung als satanisch zu deuten, das kenne man doch vom Exorzismus.

  55. che2001 September 17, 2011 um 3:32 pm

    @“Ich habe dir auch nicht vorgeworfen, du hättest Nazischeisse verlinkt, sondern geschrieben, dass Ich diese Nazischeisse nicht verlinke, weshalb ich den Namen dieser Organisation mit „Advokaten für Freiheit und Glaube“ eingedeutscht hatte. „——- Uuups, dieser Teil des Groschens fällt jetzt in der Tat erst zwei Jahre später. Danke für die Links und Erläuterungen!

  56. Loellie September 17, 2011 um 3:39 pm

    Ahja … Punkte für Jesus. Da wollten zwei Bibelschülerinnen mal den Jackpot knacken. Haben sie dann ja auch geschafft und befinden sich mittlerweile näher bei Gott. Der Fall glänzt ja auch durch Abwesenheit einer juristischen Aufarbeiten. Das ist natürlich aber auch was anderes, wenn man zwei abhängige junge Frauen zu Straftaten anstifften, die im zu missionierenden Land unter Todesstrafe stehen, die dann ja auch prompt vollstreckt wurde.

    Ich müsste jetzt lügen, ob es der Welt-Dachverband, oder die britische Sektion war, die vor garnicht langer Zeit die Todesstrafe für Homosexuelle gefordert hat.

    Und ich hab auf Malle mal mit einem sich heterosexuell wähnenden Halb-Inder am Lagerfeuer rumgeknutscht. 😀
    Dem war das trotz gefummel dann doch zuviel, als ich ihm in den Schritt gefasst habe, aufhören zu knutschen wollte er aber trotzdem nicht. Dann hat mich irgendwann meine Mitfahrgelegenheit zurückgepfiffen 😦

  57. che2001 September 17, 2011 um 3:44 pm

    Zum Thema Cassandra und in was für Kreise sie gehört kann ich nur sagen, dass Du sie anders einsortierst als da wo sie hingehört, aber ich mache in dieser Debatte nicht mehr mit. Macht für mich keinen Sinn.

  58. momorulez September 17, 2011 um 3:58 pm

    Na, das ist ja eine tief gehende Einsicht, wenn die Debatte nach fallenden Groschen dann doch keinen Sinn macht … ist doch um so schlimmer, wenn selbst Leute mit „Cassies“ mutmaßlichem Umfeld schon evangelikal-katholizistischen daher quatschen. Das zeigt doch einfach, wie tief diese eliminatorische Propaganda schon eingedrungen ist in das Denken. Und Dir haben sie auch das Maul gestopft. Prima!

  59. Loellie September 17, 2011 um 4:11 pm

    Ich kann mich nur nach dem richten, was sie schreibt. Und da fischt sie mittlerweile immer offener in Pink-Swastika Gewässern, was damals nur anklang. Das ist so extremistisch, dass es schon fast auf der rechten Seite des politischen Atlas runter plumpst.
    Und das ist nur die Spitze des argumentatorischen Eisbergs. Bei Home-Schooling oder Justizvollzug sieht es auch nicht besser aus. Oder Christianisierung und Islamisierung als einziger Weg aus dem indischen Kasten System. Oder, oder, oder …
    Nörglers verhaltene Einwürfe wurden vor dem Eklat monatelang auch als „Kommunikationsproblem“ inhaltlich ignoriert. Genau wie meine damals weit ausführlichere Darlegung der Hintergründe lapidar mit einem einsilbigen „Tja, dann haben wir eben ein Problem“ von dir ignoriert wurden.
    Ich weiss ja auch nicht, wie ich dir beim durchbrechen deiner heteronormativen Denkblockade helfen soll. Und ich weiss aus eigener Erfahrung wie schmerzhaft dieser Prozess sein kann.

  60. momorulez September 17, 2011 um 4:25 pm

    Ich befürchte ja, dass die Herren Heten, die ich beide sehr gerne mag, wie diese ja wissen, insgeheim der Ansicht sind, dass nur Aggro-Loellie schuld ist an der homophoben Wende der Cassie, und ich im Gefolge gleich mit, weil wir so gemein zu dem armen Mädchen waren.

    Frei nach Motto: Die Juden sind schuld am Antisemitismus, was tragen die auch so komische Hüte und erkennen das Christentum nicht an. Und wären diese Schwuppen nicht so hysterisch-aggressiv, sondern würden sich mal benehmen wie im Gottesdienst oder vor Gericht – den Richterstuhl haben selbstverständlich immer die Heten inne – und bloß nicht so, wie sie sind, empfinden, fühlen, begehren, dann gäbe es gar keine Homophobie, darüber ist Deutschland doch längst hinweg.

    Musste ich mir beim FC St. Pauli ja auch gerade aus allen möglichen Ecken so anhören. Jedes Sich-Wehren ist Herrschaft, jede Wut unangemessen, alles Eigene dient nur dazu, „sich als was Besonderes zu fühlen“, und die pure Existenz diskriminiert schon.

    Jesus würde da eine Bergpredigt gegen halten.

  61. Loellie September 17, 2011 um 5:21 pm

    Ich finde das erschreckenderweise die Ansicht eben nicht insgeheim, dass ich blutrünstig mit deiner Unterstüzung über das arme Ding hergefallen bin, sondern, wenn man die von mir ja durchaus provozierten Abwehrreaktionen auslässt, sogar offensichtlich, weil die zwei in keinem Kommentar über „Das stimmt nicht. Sie hat ja nur“ hinauskommen. Dabei ist das, was nicht stimmt, überall schwarz auf weiss nachzulesen.
    Ich hab zwar nur den einen gern, der andere ist von Haus aus ja aber auch nicht vor die Wand gelaufen, weshalb mich das ja so kirre macht, wenn wir uns hier den Mund fusselig argumentieren, nur um mit einem „nö“ abgewatscht zu werden.
    Soll ich da jetzt zwei Wochen lang Sequenzanalyse betreiben, damit die das nicht zu übersehende geschlossene Weltbild, dass da verkündet wird, zur Kenntnis nehmen? Che tut ja gerade schon wieder so, als hätte ich behauptet, die hätte auf Anweisung und Bezahlung gehandelt. Dabei hat die das ehrenamtlich aus Eigenantrieb gemacht, bar der Hintergründe, was am Ergebnis nicht das geringste ändert.

    Ich bin gerade zu faul zur Erbaung der einfallenden christlichen Horden dem Kinski sein Jesus rauszusuchen. Der würde aber auch ganz prima passen.
    Von harten Schwänzen zertrümmerte Rosetten darzureichen ist ja leider rechtlich nicht möglich. 😀

  62. vuvuzela//riotqueer September 17, 2011 um 11:01 pm

    Lese gerade in meiner Armut ein paar Essays von Thoreau und seinem Niedergang in den linksradikalen Szenen der USA und Kanada im Buch von AK Press: Black Bloc, white riots‘ und der Sinn entleerten Annahmen, das die Erklärungscharmanz vom spirituellen Er_leben eigentlich immer auf den eigenem Körperbild zurück geführt werden kann….und so mit war das mein letzter Eintrag auf diesen Blog von Momo, der keine Tuntentinte kennt,….tschöööööö

    http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Pflicht_zum_Ungehorsam_gegen_den_Staat

  63. mark793 September 19, 2011 um 4:12 pm

    @loellie: Wenns nicht zuviel Mühe macht, dann such doch bitte nochmal raus, wo genau Cassandra Dich vergasen lasen wollte. Habe den fraglichen Thread eben auch nochmal im Schnelldurchlauf runtergescannt, aber womöglich sind mir da Feinheiten entgangen. Was ich auf die Schnelle mitgenommen habe ist, dass Du sie mit ihrem Bekenntnis zu einem wie auch immer gearteten Christsein versuchst darauf festzunageln, dass sie alles gutheißt und unterstützt, was da je an Schwulenfeindlichkeit, Inquisition und was nicht alles gelaufen ist. Und das geht nach meinem unmaßgeblichen Empfinden schon deutlich in die Richtung, die Momo der Gegenseite mit „und die pure Existenz diskriminiert schon“ attestiert.

    Überhaupt muss ich gestehen, dass mich diese ganze Diskussion zunehmend ratlos macht. So sehr mir einleuchtet, dass es zuvörderst Sache der Diskriminierten sein sollte, darüber zu befinden, ob und wodurch sie sich diskriminiert sehen, frage ich mich dann aber auch, ob man dabei nicht irgendwann vor lauter Hammer die ganze Welt nur noch als Nagel sieht. Leiden viele Christen dem Vernehmen nach nicht auch daran, auf Schritt und Tritt von einer weitgehend atheistisch geprägten Umwelt diskriminiert und marginalisiert zu werden? Die sind dann automatisch auf dem falschen Dampfer, die mit dem Homoticket in der Handtasche aber immer und grundsätzlich auf dem richtigen. Oder was? Wie kann man sich denn halbwegs intersubjektiv und nachvollziehbar noch auf Schnittmengen verständigen ohne sich gegenseitig nur noch Nazi und Massenmörder zu schimpfen?

  64. momorulez September 19, 2011 um 4:41 pm

    Eigentlich recht unproblematisch: Indem man sich von Agitationspraktiken der US-Evangelikalen und der Katholischen Kirche gleich mit distanziert und die nicht auch noch selbst zur Anwendung bringt. Diese implizit postulierte Symmetrie möglicher Diskriminierungen besteht nicht: Die Aggression geht von den Christen aus, nicht den Schwulen, aber exakt das Gegenteil wird permanent behauptet: Dass homosexuelle Praktiken als solche Christen diskriminieren würden.

    Von mir aus können die beten wann und wie sie wollen; sie sollten es aber unterlassen, weltweit millionenschwere Kampagnen gegen Schwule aufzulegen. Und wenn „Cassie“ dieses alles nicht zur Kenntnis nimmt, sondern strunzdumm weg diskutieren will, ist das alleine schon ein Eklat. Der Rest lässt sich oben ohne Weiteres noch mal nachlesen, insbesondere die Strategie, mit der die von „Cassie“ Verlinkten operieren.

  65. Loellie September 19, 2011 um 4:51 pm

    Wie der Becker Heinz so schön gesagt hat:

    „Isch bin jo nett tollerant, awwer irgendwo herts uff“

  66. Loellie September 19, 2011 um 5:13 pm

    Christen werden in der BRD mit 500 Millionen € jährlich diskriminiert. Kirchensteuer exklusive. Und das Christen im Iran terrorisiert werden, steht in keinem Zusammenhang mit der Gleichstellung Queerer Menschen. Ich habe zu keinem Zeitpunkt ein Gottesdienstverbot gefordert, das energische Vorgehen gegen Hassrede fordere ich allerdings schon.
    Wie sieht denn diese juristische und gesellschaftliche Diskriminierung von Christen im „Westen“ denn nun konkret aus und wo findet die statt?
    Wer diskriminiert Christen in welcher Form?
    Wieviele Mörder von Christen wurden in den letzten Jahren freigesprochen, weil sie auf Notwehr wegen Religionspanik plädierten?
    Wieviele terroristische Attentate wurden von Schwulen auf Christen verübt und wo?
    Wieviele christliche Jugendliche wurden von Schwulen systematisch in den Selbstmord getrieben?
    Wievielen Christen wurde der Besuch ihrer im sterben liegenden Gatten untersagt?

    Ich harre deiner Ausführungen.

  67. mark793 September 19, 2011 um 6:04 pm

    Diese Symmetrie habe ich auch nicht behaupten oder konstruieren wollen, wenngleich man mit einem Postulat à la „Diskriminierung liegt immer im Auge des Diskriminierten“ den halben Weg dahin womöglich schon gegangen ist. Wie die andere Hälfte aus christlicher Sicht leicht zu überbrücken wäre, mag ich nicht darlegen, schließlich habe ich neulich eine Zeugenvorladung zum Amtsgericht genutzt, um bei der Gelegenheit auch den schon lange überfälligen Austritt aus dem Lattengustl-Fanclub zu vollziehen. 😉

    Vielleicht bin ich da zu gutwillig-verblendet, aber ich habe aus Cassies Versuch des „strunzdummem weg disktutierens“ schon Distanzierungen rausgelesen (die sicher ausbaufähig waren), beim nörgler kam das anscheinend ansatzweise auch so rüber. Andere schrieen stattdessen sinngemäß „Massenmörderin“. Tja. Ich weiß auch nicht. Ich versuche ja, mit der Bürde meiner Privilegien auf dem Buckel hier mitzugehen, so gut ich kann. Aber Loellie schaffts immer wieder mal, mich mit whiskey, tango, foxtrott im Sinn zurückzulassen.

  68. mark793 September 19, 2011 um 6:09 pm

    @loellie: Erst nach dem Abschicken gesehen, dass Du an Bord bist. Melde mich nachher noch dazu – wobei ich sicher nicht den aussichtslosen Versuch unternehmen werde, objektive Diskriminierung von Christen in unserem Kulturkreis zu beweisen (wie käm ich dazu).

  69. Loellie September 19, 2011 um 6:37 pm

    „Diese Symmetrie habe ich auch nicht behaupten oder konstruieren wollen“

    „Leiden viele Christen dem Vernehmen nach nicht auch daran, auf Schritt und Tritt von einer weitgehend atheistisch geprägten Umwelt diskriminiert und marginalisiert zu werden?“

    Was jetzt? 😉

    Ich muss jetzt aber auch erst Kochen.

  70. mark793 September 19, 2011 um 10:13 pm

    @Loellie: Momo schrob: Diese implizit postulierte Symmetrie möglicher Diskriminierungen besteht nicht: Die Aggression geht von den Christen aus, nicht den Schwulen…. Klaro. Ich bin und bleibe dabei, dass Schwule Christen hier nicht (oder allenfalls in sehr begrenztem Maß) diskriminieren können, schon aufgrund der Mehrheitsverhältnisse. Dem steht indes nicht entgegen, dass sich viele Christen (vor allem solche, die das ganze Gedöns sehr ernst nehmen sowie jene, die in kleineren und exotischeren Glaubensgemeinschaften unterwegs sind) sich in einer weitgehend als säkularisiert und gottlos empfundenen westlichen Welt ebenso in einer Minderheitenposition und marginalisiert fühlen (trotz „Wort zum Sonntag“ und staatlicher Kirchensteuer-Eintreiberei etc.).

    Das kann man natürlich für weit hergeholt oder voll daneben halten (was ich im Übrigen auch tue), aber was ich damit sagen will, ist, dass es je nach gewähltem Bezugsrahmen auch für Christen keine Riesenhürde darstellt, sich in irgendwelchen Belangen diskriminiert zu fühlen – ja, auch durch Schwule, da braucht man nur den Kunstgriff anzuwenden, Homosexualität (zumal solche, die offen gelebt wird) nur als ein Symptom einer allgemein und umfassend grassierenden Gottlosigkeit in der Gesellschaft zu betrachten, und schon ist man in der Minderheiten- und Opferposition. Wenn wir nun weiters an dem Dogma festhalten wollen, dass es ausschließlich Sache der Diskriminierten sei, Diskriminierung als solche zu benennen, respektive zu kritisieren, dann führt das mitten rein in den schönsten, bizarrsten Opferwettbewerb, man könnte auch sagen: Das ist dann Arschkarten-Canasta, bei dem es nur Gewinner gibt. 😉

  71. momorulez September 19, 2011 um 10:24 pm

    @mark:

    Sorry, mit dem „Diskriminierung liegt im Auge des Betrachters“ kannste nun aber schlecht auf „Wenn zwei Männer miteinander knutschen diskriminieren sie das Christentum“ schließen, weil diese sich auf jenes gar nicht beziehen. Wenn ich knutschen will hat das mit dem Christentum gar nix zu tun Das ist bei homophoben Mustern schon was deutlich anderes, wie man bei „Cassies“ schwulen Nazis ja gut nachvollziehen kann. Das Widerwärtige ist ja, dass Typen wie der Papst weltweit, akut z.B. inSpanien, dem Land des Klerikalfaschismus, Hunderttausende gegen die Homo-Ehe auf die Straße bringen, als hätte das irgendwas mit Ratzinger zu tun, wenn zwei Männer sich lieben und aus mir nicht wirklich nachvollziehbaren Gründen das institutionalisren möchten. Und es ist nun mal offizielle Doktrin des Papstes, dass Homos das zwar „sein“ „dürfen“, aber bloß nicht praktizieren. Wer sich dem unterwerfen mag, kann das als Katholik ja gerne tun, aber dass Massendemonstrationen organisiert werden, um auch Andere dazu zu nötigen, es bleiben zu lassen, das hat schon eine andere Qualität, und wenn man sich schon als Katholik behauptet, spielt das Wort des Papstes auch bei Distanznahmen eine Rolle. Allen „Laienbewegungen“ zumTrotze.Dann könnten die ja gleich Protestanten werden.

    Die ja, also insbesondere die in den USA, die Millarden nach Afrika pumpen, um Schwule zu hetzen und zu töten, nun auch keine Kinder von Traurigkeit sind. Auch da ist es schlicht eine Frechheit Schwulen gegenüber, so zu tun, als wären diese Todesstrafen fordernden Evangelikalen alles liebe Menschen, selbst wenn es davon auch welche geben sollte, die ganztägig klatschend „Go, tell it on the mountains“ singen – und zugleich irgendwelche Hetz-Propaganda-Werke zu verlinken.

  72. mark793 September 19, 2011 um 10:55 pm

    Wenn ich knutschen will hat das mit dem Christentum gar nix zu tun. Du weißt das und ich weiß das. Und wir wissen auch beide, dass weite Teile dieser ganzen bigotten und verklemmten Christenmoral auf dem Drang beruhen, sich an Stellen zu kratzen, wo es den Betreffenden eigentlich gar nicht jucken müsste.

  73. momorulez September 19, 2011 um 11:06 pm

    Ja, aber deshalb gilt das Arschkartenspiel, was Du zu skizzieren versuchst, ja nicht. „Wir“ reagieren ja nur, weil die uns was wollen. Dazu hätten „wir“ doch sonst gar keinen Grund. Kein Mensch würde gegen Abenmahl usw. wettern, wenn nicht irgendwelche Arschlöcher aus der „Szene“ einen ständig belästigen, quälen, ja nun in der Tat politisch entrechten wollen würden. Das ist schon reine Gegenwehr.

    Und bei so Fragen wie dem „Kreationismus“: Ich glaube auch an einen Schöpfergott, der wird aber durch Evolutionstheorien nicht in Frage gestellt. Auch da wollen DIE indoktrinieren.

  74. Loellie September 20, 2011 um 11:32 am

    „trotz „Wort zum Sonntag“ und staatlicher Kirchensteuer-Eintreiberei etc.“

    Nein, die halbe Milliarde €, die die Kirchen jedes Jahr in der BRD kassieren, haben eben nichts mit der Kirchensteuer zu tun, sondern sind Zusätzlich zur Kirchensteuer und der Einfluss der Pfaffen auf die Medien geht entschieden weiter als ein paar Minuten Sendezeit am Samstag Abend.

    Einen Opferwettbewerb, kann es bestenfalls unter Opfern geben, aber nicht zwischen Täter und Opfer. Es sei denn, man akzeptiert die Umkehrung von Tätern zu Opfern dadurch, dass man in einem Fall, bei dem es darum geht, dass Extremisten, die nach mehrjähriger Vorbereitung einen Lehrer einer öffentlichen Schule terrorisierten, als Opfer anerkennt.

    Ich kann, nach nunmehr rund sieben Jahren Diskutiererei nur noch feststellen, dass eine Handvoll weisser heterosexueller Männer nachhaltig und dauerhaft jedwede inhaltliche Diskussion verweigert, das angebliche Akademiker das Konzept der Täter Opfer Umkehr nicht kennen wollen, und lautstark, mit erschreckender Militanz, dafür plädieren, dass Unterdrückte und Diskriminierte sich verdammt nochmal von ihren Unterdrückern und Diskriminierern vorschreiben zu lassen haben, wie sie ihre Kritik und ihren Protest zu äussern hätten.
    Es ist dies ja nun wahrlich kein Ausrutscher, sondern seit vielen Jahren in exakt diesem Umfeld gute Tradition. Solange die bürgerliche Form gewahrt bleibt, können Herrenmenschen ihre obszönsten Vernichtungsfantasien ausleben, Diskriminierung zu einem Menschenrecht der Diskriminierer behaupten, sich zu Wahrern und Beschützern der Literatur aufschwingen, wenn es darum geht, rassistische Schimpfwörter vor ihrer Obsoleszenz zu bewahren.
    Hauptsache Sitte und Anstand bleiben gewahrt. Hauptsache, die üppigen Bildungsprivilegien bleiben unangetastet, und, Gott bewahre, Hauptsache der Pöbel hält seine ungebildete Fresse, sonst wird sie ihm gestopft.

    Es bleibt mir nur das Eingestehen meiner Schuld und Bekenntnis abzulegen darüber, das schlimmstmögliche Gräuel unter Bildungsbürgern begangen zu haben, habe ich es schliesslich gewagt, wissentlich und mit Vorsatz gegen das eherne Gesetz, den gymnasialen Konversationsknigge zu verstossen und eine blöde Kuh als blöde Kuh, als Drecksau zu bezeichnen, anstatt ihre pathologischen Wahnvorstellungen als Argument anzuerkennen und als meine Realität anzunehmen.
    Und dennoch gelobe ich Starrsinn bis ins Grabe, denn der Tag, an dem ich mir von hohen Herren vorschreiben lasse, in welcher Form ich mich zu artikulieren habe wird nicht kommen.

    Riotqueers kryptische Einwürfe, die mir vom ersten bis zum letzten unverständlich blieben, und der in seinem letzten Gruss den falschestmöglichen Adressaten sich aussuchte, hat dennoch den Kern der Diskussion, den Stein des Anstosses erkannt.

    Ungehorsam.

  75. Loellie September 20, 2011 um 11:35 am

    argh

    „Extremisten, die nach mehrjähriger Vorbereitung einen Lehrer einer öffentlichen Schule terrorisierten, als Opfer anerkennt.“

    Extremisten, die nach mehrjähriger Vorbereitung einen Lehrer einer öffentlichen Schule terrorisierten, die Täter als Opfer anerkennt.

  76. momorulez September 20, 2011 um 12:25 pm

    Ja. Und, ergänzend: Irgendwie tun sie immer dafür, die Kritiker infrage zu stellen, anstatt das, was kritisiert wird, überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Insofern ist ja anzuerkennen, dass Mark irgendwie einen Ausgleich anpeilt, das ist nur so, als würde man Mitgliedern einer antisemitischen Organisation dann zugestehen, vielleicht in „ein bißchen Antisemitismus, aber nicht gleich Vernichtung fordernd“ unkritisiert zu formulieren. Was ja der Position des Papstes tatsächlich ungefähr entspricht, die in Uganda wütenden Evangelikalen gehen ein paar Schritte weiter. Und so operiert man ja tatsächlich, wenn man Erfolg haben will: Extrempositionen in den Raum stellen, von denen man sich abgrenzt, um trotzdem was Übles zu fordern, was dann nicht ganz so schlimm wirkt.

    Das mit Riotqueer tut mir auch leid, ich fand das ja teilweise ganz inspirierend, aber nun nach jedem Eintrag erst mal als völkisch oder homonationalistisch beschimpft werden oder aber zur Kenntnisnahme von Theoriemodellen, die nicht erläutert werden, sondern irgendwie gedroppt, das war mir bei aller Sympathie gerade für das Kryptische doch too much.

  77. Loellie September 20, 2011 um 1:55 pm

    Ich sehe den Papst, die Katholische Kirche, in Sachen Homophobie ja tatsächlich als Getriebene, angesichts des enormen Erfolges der Evangelikalen Missionare, die predigen, dass rasende Homophobie ausreicht um als guter Christ ins Paradies zu gelangen.
    Dennoch hat das bisschen päpstliches Kondomverbot in der 3. Welt Konsequenzen, die mit Völkermord korrekt bezeichnet werden.

    Ich mach das ja auch immer wieder mit, weshalb das mehr Selbstkritik denn Vorwurf gegen dich, momo, ist, aber wir reden schon wieder über Die, wo Tottenham zB der Diskussion hier näher läge.
    Als zwanzigtausend Menschen vor Scotland Yard gegen Racial Profiling demonstrierten, gab es darüber nichtmal Randnotizen in den Medien. Dafür liess die Entsolidarisierung angesichts der tumben Randalierer nicht lange auf sich warten.
    „Wir haben genau die gleichen Probleme hier, aber nicht gelernt darüber zu sprechen“ sagte der Bildungsferne Migrant als er sich in eine Ausstellung zum Thema Critical Whitness verirrte.
    Wenn sich selbst intelektuelle Linke angesichts solcher Verhältnisse auf Form und Stilfragen zurückziehen, ist das eine Bankrotterklärung und das Eingestehen des eigenen Versagens.
    Paramilitärische Truppen, Schnellgerichte mit Sonderbefugnissen. 4 Jahre Zuchthaus, weil ein Tölpel vor einem geplünderten Laden eine Flasche Wasser vom Boden aufhob und die rethorische Frage, wann die SWAT-Teams endlich die Banken stürmen, mit Tränengas und Schlagstock, um die terroristischen Elemente davon abzuhalten weiter Regierungen zu stürzen, Gesellschaften zu zerstören und die Verbrecher per Schnellgericht dorthin zu verfrachten, wo sie kein weiteres Unheil anrichten können. Solange der Anzug sitzt, das Hemd nicht knittert, Sitte und Anstand formal gewahrt bleiben werden wir darauf nicht hoffen dürfen.
    Sie haben ‚Arschloch‘ gesagt. Die Monster von Tottenham.

    BTW
    Vorletztes Wochende gab es in Bern, glaub ich wars, schwere Ausschreitungen. Rechts und Linksextreme hätten sich gegen die Polizei verbündet, hiess es zuerst. Party-Volk ist es gewesen.
    Letztes Wochende war Zürich dran. Event-Randalierer nennt man sie nun. Die Kids haben den Kanal einfach randvoll von diesen Scheiss Formfragen, von alten Knackern, die ihnen auf Schritt und Tritt vorscheiben, was sie zu tun und zu lassen haben, wann sie Sprechen dürfen und wann sie die Klappe halten sollen.
    Der kalte Krieg, dessen Methodologie Margaret Thatcher in jeden Winkel des Lebens trug, wird immer heisser.

  78. momorulez September 20, 2011 um 2:18 pm

    Ja, hast ja in allem recht, und ich kam tatsächlich auch gar nicht so richtig dazu, zu dem Thema rumzurecherchieren. Wobei z.B. meine Verweise auf den Broeckers auch dazu dienten, mediale Mechanismen zu beschreiben – es ist ja total lächerlich, dass ständig die Rechtsliberalen sich als Opfer dessen, was so alles unter den Tisch fällt, aufspielen und dann auch noch Sarrazin als Beispiel dafür nehmen, was angeblich „totgeschwiegen“ würde. Der wochenlang Bild S. 1 hatte, so ungefähr.

    „Wir haben genau die gleichen Probleme hier, aber nicht gelernt darüber zu sprechen“ sagte der Bildungsferne Migrant als er sich in eine Ausstellung zum Thema Critical Whitness verirrte.

    Da weiß ich ja auch immer nicht, wie ran da. Also, wie man als „Linkstintellektueller“ da zum Sprechen beitragen kann, ohne gleich zu annektieren.

  79. Loellie September 20, 2011 um 3:53 pm

    „Da weiß ich ja auch immer nicht, wie ran da. Also, wie man als „Linkstintellektueller“ da zum Sprechen beitragen kann, ohne gleich zu annektieren.“

    Ein erster Schritt ist ja schonmal, um in Tottenham zu bleiben, das Schicksal des ruinierten Kioskbetreibers nicht zu missbrauchen, um die Ursache der Krawalle als nichtexistent zu behaupten und die Krawalle selbst als sinnlose Gewalt zu delegitimieren und lautstark nach härterem Durchgreifen zu rufen.
    Wann hat denn das letzte mal ein tausendköpfiger schwarzer Block in Deutschland gezielt eine Firmenzentrale auseinandergenommen? Die rotieren doch auch bevorzugt in ihrem eigenen Millieu, und nicht dort, wo es angesagt wäre.

    Ich weiss garnicht, ob ich deine Frage anders als mit „dies nicht und jenes auch nicht“ beantworten könnte. Der Künstler, von dem das Zitat stammt, hat es vllt geschafft wenigstens ein paar Bildungsferne zu erreichen und zu inspirieren. Ich wollte jetzt schon selbst Bankrotterklären, man könne doch nicht jeden Einzelnen an die Hand nehmen, aber vllt ist es genau das was man tun sollte.
    Und zwischen den letzten Sätzen dachte ich, die Cockettes würden jetzt ’ne Runde Acid einwerfen und einen „Hug-A-Proll-Day“ ausrufen …
    Oder sowas

  80. che2001 September 20, 2011 um 5:24 pm

    Die Information, dass es sich bei dieser Geschichte um eine abgekartete, von langer Hand vorbereitete Intrige handelte, bei der der Schüler systematisch auf den Lehrer angesetzt wurde war mir tatsächlich neu und setzt das Ganze in der Tat in ein völlig anderes Licht, als das, in dem ich es damals sah. Abgesehen davon, dass ich meine Anti-Inquisitions-Argumentation hätte fortsetzen müssen. Nur meine Beurteilung der Person Cassandra ist halt eine Andere als Eure, da ich sie im real life kene und dort ganz anders kenne, als das, was sich aus ihren Online-Äußerungen schließen lässt.

    Btw: Dass es sich bei den Evangelikalen in der Tradition Billy Grahams in weiten Bereichen um eine faschistoide Mörderbande handelt, darin stimme ich Dir völlig zu.

  81. ziggev September 20, 2011 um 6:27 pm

    der wahre Bildungsbürger spricht nun aber gar nicht von Politik oder Religion oder Geld. das ist quasi unanständig. in Oxford wurde es unter Philosophen als unverzeihlicher Fauxpas geahndet, äußerte sich jemand zur Politik. in einem entsprechendem Tutorium (momo weiß, schon, Analytische Philosophie, katholisch) sahen die beteiligten fragend zum Leiter, „darf man den kennen?“, als ich den Heerrhausen-Mord erwähnte (es ging mir um die Frage, wie man irrationalem Verhalten rational begegnen könne); die Antwort: ja, ja den darf man schon kennen. aber ehrlich, deshalb mochte ich die da ja eigentlich sehr.

    du darft mich also als bakrott erklären. diese Haltung ermöglicht es mir jedoch an den wenigen Stellen, wo ich dazu in der Lage bin, mal jemanden bei der Hand zu nehmen.

    „Hug-A-Proll-Day“ – das ist ne wunder volle Idee, mach ich sowieso regelmäßig.

    BTW, die Herrhausen-Sache ist auch gerade jetzt, „Schuldnkriese“ , wieder interessant, der sah offenbar den 90er-Jahre-Japan-Chrash bereits voraus.

  82. Loellie September 21, 2011 um 12:04 pm

    Waiting for Armageddon arbeitet mit der gleichen Herangehensweise, also unkommentiert in die Kamera plappern lassen, was man ja machen kann.

    http://www.youtube.com/watch?v=tNcPX9KbwSY

    Die ganze Doku ist wohl schon wieder offline, deshalb nur der Trailer, aber es ist sicher nur eine Frage der Zeit, bis die wieder hochgeladen wird.

    Wolfgang Eggert refferiert auf Youtube über die jüdische Variante der Apokalyptiker, die ihren Ursprung auch in den USA haben und gleichzeitig mit den Evangelikalen Ende des 19. jhd aufgetaucht sind. Die vertreten zB die Auffasung, dass Hitler Gottes Vollstrecker war und zurecht einen „verfaulten“ Arm des Judentums abgeschnitten hat. Eggert bewegt sich leider viel in Verschwörologenkreisen (der Schweizer von neulich, wie hiess er noch gleich), macht auf mich aber bei Interviews den Eindruck, dass er oft nicht wirklich glücklich über die Art der Fragestellung ist. Vor allem dann, wenn man ihm die Protokolle unterschieben will.

    Das Problem dieser Gruppierungen besteht vermutlich noch nichtmal so sehr in ihrem stets wachsenden Einfluss auf die politischen Spitzen, vor allem in den USA, wo Pledges, also Schwüre, von republikanischen Kandidaten mittlerweile grasieren (Anti-Gay, Anti-Abortion, Anti-Steuererhöhung, Anti-Evolution, Anti-Klimawandel etc), und Israel, sondern der zunehmenden Militanz und dem Willen, der Phrophezeiung auf die Sprünge zu helfen.

  83. che2001 September 21, 2011 um 12:13 pm

    Die Kreuz-Variante von Al Kaida, die sind doch spiegelbildlich.

  84. momorulez September 21, 2011 um 12:18 pm

    http://www.queer.de/detail.php?article_id=15014

    Da wird sich der Herr Lohmann von der CDU wohl drüber freuen …

    Ich kann übrigens den „Illuminatus“ von Wilson wirklich nur empfehlen. Da Erschreckende ist da, wie vieles brandaktuell ist. Das ist ja ein wüstes Buch, dass sich über Verschwörungstheorien lustig macht, die gesellschaftlichen Mechanismen, die Brainwashing, Desinformation, staatlichen Machtmissbrauch usw. betreffen, aber trotzdem offen legt. Und eben auch die rechtsradikalen Antworten der evangelikal-libertären, die offenkundig in den späten 60ern schon genau so waren wie heute, „wenn mein Kind in der Schule was über Schwule erfährt, ist das Kommunismus“, auch alle aufbereitet, auch das ganze Set von existenten, rechtsradikalen Verschwörungstheorien incl. der Apocalyptischen. Ich bin diesem rechten „Antitotalitarismus“ in der US-Variante tatsächlich erstmals bei den Rechtsradikalliberalen begegnet, ich kannte diese ganze Schiene noch gar nicht. Und es ist erschreckend, wie das hier immer mehr Raum greift.

    Das geht da so weit, und solche Pläne gab es ja in den 60ern, Kennedy war empört und lebte nicht mehr lange, dass ständig das von Regierenden geplante Verüben von terroristischen Anschlägen, um Sicherheitsgesetze zu verschärfen, Thema ist. Obwohl z.B. GLADIO da noch gar nicht bekannt war, meines Wissens.

    Und irgendwie hängt das zusammen. Das ist aufeinander bezogen, das Nazi-Libertäre, das Apocalyptische und diese Zunahme von Überwachen und Strafen. Das verstärkt sich wechselseitig und nimmt dadurch allem anderen den Raum. Wie Du ja auch schreibst in der Reihung in der Klammer, worauf so geschworen wird. Das ist so derart geisteskrank …

  85. momorulez September 21, 2011 um 12:18 pm

    @che:

    Das sagt die Dicke ja sogar ganz ausdrücklich.

  86. Loellie September 21, 2011 um 1:40 pm

    Na da sind wir doch jetzt alle froh und glücklich, dass Cassies Froinde dafür sorgen, dass jeder Lehrer, der bei einem solchen Fall einschreitet, wegen der Verbreitung von Pro-Gay-Propaganda und der Diskriminierung von Christen vor Gericht gezerrt wird und seinen Job los ist. Gläubige Christen davon abhalten zu wollen, Schwule Kids zu terrorisieren, ist lange nicht so eine Lapalie wie der Versuch der Verbreitung des Unsinns Evoltionstheorie.
    Genau in diesem Bereich liegt auch das Kerngeshäft der Advokaten für Freiheit und Glaube. Sorge dafür zu tragen, das Christen in der freien Ausübung ihres Glaubens an Schulen nicht durch Anti-Christliche Anti-Bullyingkampagnen gehindert werden.

  87. momorulez September 21, 2011 um 2:46 pm

    Während umgekehrt von Thierse bis zur taz und Sueddeutscher die Mär von der „Intoleranz“ dem Papst gegenüber verbreitet wird und Unsinn zur „Pluralitätsfeindlichkeit“ der Kritiker, und dass Atheisten – als wären alle Papstkritiker automatisch Atheisten – ja eh durch Mao, Stalin und Hitler bewiesen hätten, wie sie sich Politik vorstellen. Während Solidarität, Moral und ausgerechnet das Egalitäre – „alle Menschen sind gleich vor Gott“ – nun per Katholizismus verbreitet worden wäre. Und das, bevor deren mutmaßlich mit Mafia-Geldern geschmierter Führer an der Spitze der Hierarchie im Bundestag irgendwas verbreitet, was er zu allem Überfluss zum Teil auch noch bei Adorno und Habermas zusammen geklaut hat.

    Das verweist aber auf was ganz Paradoxes, was ich nie verstanden habe: Dass der nun eigentlich GEGEN diese pompösen Hierarchien angetretene Protestantismus die noch schlimmeren Vertreter hervor gebracht hat. Ich verstehe nicht, wie ein auf Individualität setzendes Programm immer die grauenhaftesten Hetzer hervor bringen, das vor allem auf Normalisierung aus ist.

  88. Loellie September 21, 2011 um 5:51 pm

    „die sind doch spiegelbildlich“

    Der Counter-Jihad genauso wie die Schwulenhasser und der ganze Rest. Alles, was diese Gruppen über die Vorgehensweise ihrer „Gegner“ sagen, beschreibt sie selbst.
    Die Gay-Agenda ist das beste Beispiel. Kinder im Kindergarten zur Gehirnwäsche rekrutieren. Deshalb hatte ich ja auch Videos von Ex-Gay-Survivors empfohlen, weil die meisten sich tatsächlich freiwillig diesem Misbrauch unterwerfen, und selbst wenn du mit so einem Kontakt aufnehemen könntest, um ihn aufzuklären, die würden kein Wort glauben weil sie überzeugt sind, dich hat der Teufel geschickt um ihren Glauben einer Prüfung zu unterziehen.

    Thierses blödes Gesicht will ich sehen, wenn Olivia Jones im Bundestag eine Ansprache hält. Da hats sich aber ganz schnell gehabt mit der Toleranz. 😀

    Und wie eng diese „Liberalen“ mit Rechtsextremen Think-Tanks verzahnt sind, ist mir im vollen Umfang ja auch erst bewusst geworden, nachdem schon längst Funkstille herrschte und ich über ein paar ältere Interviews auf youtube von White-Supremacists gestolpert bin. Das war nicht einfach nur irgendwie „libertär“ inspiriert, sondern zum Teil Wort für Wort übersetzt mit identischen Denkfiguren und Argumentationsmustern.

    Ach … man müsste ganze Bücher über den arisch-evangelikalen Komplex schreiben …

  89. momorulez September 21, 2011 um 7:39 pm

    Und man stellt immer wieder fest, dass die meisten hier keine Peilung davon haben. Die kriegen das nicht mit, haben sich auf der Linken allenfalls mal mit „antideutsch“ und „Antiimp“ beschäftigt und merken noch nicht mal, wie sie sich re-christianisieren und rechtsradikale Diskursmuster adaptieren. Gibt aber auch Nachdenklichere, durfte gerade mit einem Youngster ein Bier trinken, wo eine ganz andere Denkoffenheit herrschte. Hoffe manchmal doch auf die 18-25jährigen, unsere Generation ist versaut.

    Oh ja, Thierses Verunsicherung würde ich da auch gerne sehen 😀 …

  90. Sonnenstrahl September 22, 2011 um 10:35 am

    …und dich würde ich gerne mal als einen lockeren, entspannten, toleranten und wirklich netten Menschen erleben.
    😉

    P.S.
    Was du sicherlich – hier und da – auch mal bist. Aber…

  91. momorulez September 22, 2011 um 10:43 am

    Ich will Dich aber nicht mehr erleben, deshalb bin ich Dir gegenüber halt garstig.

    Die Sonnenstrahl-Persona, wie sie am Anfang war, ob nun literarisch/fiktional oder auf realem Erleben basierend, das weiß ich ja nicht, war höchst willkommen.

    Wenn der pastorale Dean oder der homophobe Katzenblogger, der gegen SM moralisiert, durchbricht, wird er gelöscht.

  92. Loellie Oktober 1, 2011 um 12:18 pm

    Mal wieder ein Fall verfolgter und unterdückter Christen.

    „Franks’ friends also said that the teacher, a Fulbright scholar, has been the target of anti-gay harassment for at least the last two years, including having hateful messages left in his classroom and, in one case, having his car vandalized.“

    http://holybulliesandheadlessmonsters.blogspot.com/2011/09/students-story-of-suspension-for.html

    http://holybulliesandheadlessmonsters.blogspot.com/2011/09/teacher-in-middle-of-suspended-for.html#more

  93. Loellie Oktober 1, 2011 um 1:14 pm

    Wenn ich schon dabei bin, noch mehr verfolgte und diskriminierte Christen

    „… one right-wing group is using the codename „Belgrade in flames“ for their operation against Gay Pride.“

    http://madikazemi.blogspot.com/2011/09/belgrade-gay-pride-may-be-banned.html

    Wobei ich gestehen muss, dass sich …

    “ … a ’secret meeting‘ was held at the German Embassy in Belgrade where it was agreed that the march should go ahead „at all costs“ “

    … hinter Botschaftsmauern oder aufm kuscheligen Sofa 3000km entfernt immer schön einfach sagen lässt. Oder will die deutsche Botschaft die CSD-Besucher mit automatischen Sturmgewehren ausrüsten, damit die Helden von Belgrad soviele von diesen Schwulenhassern wie möglich mit ins sichere Grab nehmen können?

  94. Loellie Oktober 8, 2011 um 11:31 am

    Der verfolgte Christ hier muss noch sein

    ‘You’re better off dead, we’re glad you’re dead.’

    http://www.pinknews.co.uk/2011/10/04/new-york-student-suspended-for-saying-bullied-gay-teen-was-better-off-dead/

  95. Loellie Oktober 9, 2011 um 1:29 pm

    Christen wehren sich erfolgreich gegen die Zerstörung ihrer Familie und ihres Glauben:

    http://www.youtube.com/watch?v=UAhb4mQ6Pj0

    Das Video stammt von dem Projekt „I’m from Driftwood“. Ich weiss nicht ob ich das schonmal verlinkt hab. Grossartig ist mir als Beschreibung gerade zu unpassend, empfehlenswert ist es in jedem Fall.

    In welchem Zeitintervall soll ich die Serie ‚Verfolgte Christen‘ fortsetzen?
    Wöchentlich? Täglich? Stündlich?

    Sollen wir verfolgten Christen bevor sie online gehen mit ihren eigenen Argumenten begegnen? Weiterbildung mittels Hände festbinden um diese wahlweise mit Eiswürfeln, Stromschlägen oder heissen Drähten zu informieren?

  96. momorulez Oktober 9, 2011 um 3:46 pm

    Habe heute nur den Artikel bei SpOn über den Einfluss der Evangelikalen auf die republikanische Präsidentschaftskür gelesen, und man weiß das ja immer alles, und trotzdem reibt man sich die Augen. Zudem mir zudem unklarer wird, danach kam die Lektüre zum „Bundestrojaner“, wieso die, liberal gesprochen, anti-etatischen Kräfte, dazu gehören diese „christlichen“ Terror-Kampagnen ja auch, annähernd durchgängig so reaktionãr und rechtsradikal geworden sind. Ich verstehe das auch zunehmend weniger, wo die ansetzen.

  97. Sonnenstrahl Oktober 9, 2011 um 7:50 pm

    Loellig, ich finde du überziehst. Natürlich gibt es verfolgte Christen – dort, wo sie in einer Minderheit leben und einem feindseligem oder exkludierendem Klima ausgesetzt sind. Bei dir liest dich das immer so, als ob es so etwas garnicht gäbe. Wobei in unseren Breitengraden von Christenverfolgung natürlich kaum gesprochen werden kann.

    Widerlich wird es dort, und da bin ich wieder bei dir und da wird mir sogar deine überzogene Militanz sympathisch, wenn ausgerechnet die von schrägen US-Milliardären gesponserten und in die Medien gepushten Rechts-Evangelikalen sich als verfolgte Unschuld aufspielen, wo sie tatsächlich und real als Machtausüber, geschäftsgeile Geldelite, Kriegsförderer, Radikalkapitalismusverherrlicher, Minderheiten- und Schwulenverfolger und faschistoide Lebenschancen-Reduzierer auftreten, unangemessen neutraler formuliert, als hochaktive und einflussreiche reaktionäre Powergroup. Zu allen Überfluss „leisten“ sie auch viel bei der Verbreitung von Elend und Religionsradikalismus in Afrika. Im Vergleich zum rechten Flügel der US-Evangelikalen lassen sich sogar einem reaktionären Knochen wie Ratzinger zahlreiche sympathische Seiten abgewinnen.

    Aber auch dann, wenn man die weltliche Existenz des Teufels vermutlich schlüssig aus dem Treiben der US-Rechtsevangelikalen herleiten kann, so ist der individuelle US-Evangelikale, womöglich häufig sogar, trotz seines verpolten & teils rektionär-unterdrückerischen Weltbildes, ein eher harmloser Geselle, zumeist apolitisch (was einer der Faktoren sogar dafür ist, dass verlogene Heile-Familie- und Christeninszenierungen der US-Rechten bei ihm auf Zuspruch stoßen), der in seinem Familien- und Freundeskreis, seinen Ehrenämtern und als solidarischer Nachbar womöglich genau das Gegenteil eines intoleranten Reaktionärs darstellt. Mithin, die Erde ist rund. Verschiebt man den eigenen Betrachtungswinkel schon nur um wenige Grad, verändert sich damit das Bild der Landschaft, die man zu kennen dachte.

  98. momorulez Oktober 9, 2011 um 8:54 pm

    Letzteres traf auf den Wild-, Wald- und Wiesennazi und marodierende, orthodoxe Antisemiten in russischen Breiten wohl ebenso zu. Du belegt nur, dass Du nach 5 Jahren Mitlesen immer noch nicht begriffen hast, worum es geht. Loellie „übertreibt“ da auch nicht, das ist physisch spürbar, wie sich die Scheiße auch hierzulande ausbreitet. Wo sie auf ein fertiges Institutionennetz trifft, was sie eben von islamistischen Hasspredigern deutlich unterscheidet, die auf keine derartige, formidable Infrastruktur treffen. Vielleicht ist Dir auch nicht entgangen, wie analog manche der „Argumentationen“ zur Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichts in den 50er und 60er Jahren zum Paragraph 175 ist. Das ist so lang nun noch nicht her.

    Da ich mich auf diese Form der Belehrung von Schwulen hier im Blog aber gar nicht mehr einlassen will, wird beim nächsten Mal wieder einfach gelöscht. Macht man mit uns schließlich auch so rund um die Uhr auf fast allen Kanälen.

  99. Loellie Oktober 9, 2011 um 9:23 pm

    Na, dann hat mich jetzt endlich mal jemand aufgeklärt. Mein Betrachtungswinkel ist verschoben!
    Danke dafür.

    @momo

    Da gibt es glaub ich nichts zu verstehen, egal ob bei Evangelikalen oder Liberalen. Also einerseits den Zugriff des Staates auf den menschlichen Körper ausbauen, bei Abtreibung zB, andererseits bei jeder Gelegenheit Hitler aus dem Grab holen, wenn irgendwo 0.3% mehr Umsatz- oder Gewerbesteuer erhoben werden sollen … ich glaub langsam wirklich dass man sich diesen Themen über die Psychiatrie nähern muss. Und das ist nicht mein Resort.

    Ich hab auch nie verstanden, was man mit Konservativen über Umweltschutz oder Biofutter diskutieren soll, weil das, so sehr ich beides befürworte, doch keine explizit links / progressiven, sondern genuin konservative Felder sind.
    Auf Queer.de letztens sehr passend die Headline „Cameron: Homo-Ehe ist konservatives Anliegen“, oder so. Und keiner hats gemerkt.

    Und zu Spon, der Fischer ist erst seit ein paar Wochen drüben, weshalb er Aufgrund massiver Informationslücken noch zur Untertreibung neigt, was immer noch besser ist als der andere, der ganz offensiv Propaganda von Rechtsextremen Think-Tanks verbreitet hat. Da ich von dem länger nichts gelesen habe, hoffe ich das der Weg vom Fenster ist.

  100. momorulez Oktober 9, 2011 um 10:45 pm

    Was ich nicht verstehe, das ist ja weniger der Antietatismus des arisch-evangelikalen Aspektes, sondern eher das, was auf der Feld-, Wald- und Wiesenlinken diskutiert wird. Transkationssteuer, Schuld sind die Banker, Regulierung, Protektionismus … da ist ja relativ wenig mal etwas grundsätzlichere Kritik dabei, weil alle noch irgendwie glauben, innersystemisch sei genug Platz für sie. Wird aber immer weniger Platz. Dass dieser „Bundestrojaner“ irgendwen überrascht, überrascht ja.

    Ich hab ja noch vor 5 Jahren auch noch linksliberaler gedacht und argumentiert, aber aktuell fühle ich mich immer ortloser, weil kaum noch wer Gegenwart diagnostiziert. Am ehesten noch die FAZ. Das ist doch absurd. Wie man ja an zum Dean remutierten Sonnenstrahl auch lesen kann. Du machst das ja hier regelmäßig, und dann kommen die Beschwichtiger und Referierer und plädieren für Ideologie …

    Ich werde jetzt Schamane. Das hat irgendwie mehr kritisches Potenzial und wenigstens eine queere Historie.

  101. ziggev Oktober 10, 2011 um 3:21 am

    etwas kompliziert, sich hier durchzuklicken, und, wie es aussieht, nicht so ganz durchgängig mit Quellen ausgestattet, aber hier:

    http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/24/brasilien-wie-die-evangelikalen-sektenkirche-ticken-pastor-feuert-auf-teufel-mit-revolveranklicken-evangelikale-wunderheilersekten-in-krise-stagnation-immer-mehr-leere-tempel/

    http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/ihr-elenden-irregeleiteten-ehebrecher-masturbierer-auf-sex-versessenen-raucher-trinker-tv-glotzer/

    Vom Regen in die Traufe, von der Traufe in den Regen und zurück – in Brasilien schwächeln die Evagelikalen, Zulauf bei den Katholiken (Befreiungstheologie ?).

    Vor Jahren sah ich mal Salif Keita im Stadtpark, und fand das sehr beeindruckend. Was war das ? Sowas Messianisches, Schamanistisches, Zwischengeschlechtliches, Geschlechtsloses, war das, übriges, ein Albino ? – ich zählte dann mal den Rhyhthmus des einen Stückes aus, und als ich fertig war, 14-1/3-Takt, genau in dem Moment, wie einmal bei Defunkt live, auf dem Beat, endete das Stück – gewandet, wie ich mir einen indianischen Medizinmann vorstellte, dazu die Chorsängerinnen, die den endlosen Kommentar des Chors der griechische Tragödie heraufbeschwörten, sorry, unglaublich sexy, gerade im Unisono und in der Wiederholung, war es wirklich genau das ? Nein, über meinen Cousin, der da Kontakte gehabt hatte, erfuhr ich, es war ein ganz normaler Mensch mit nur allzumenschlichen Problemen.

  102. Sonnenstrahl Oktober 10, 2011 um 10:43 am

    Loelli, warum so empfindlich, warum so verschnupft, warum so gekränkt?

    Es ist doch völlig okay, wenn du einen eigenen Standpunkt hast – genauso okay müsste es dann eigentlich auch sein, für dich, dich mit anderen Sichtweisen und – sogar: Kritik auseinander zu setzen, zumal, wenn diese freundlich formluliert sind.

    Wenige Zeilen zuvor bestreitest du mir mein eigenes Leben, jedenfalls meine eigenen Erfahrungen und erklärst diese zum Fake. Je nach Laune bin ich für dich Vertreter eines arisch-weißen-evangelikalen homophob-heterosexistischen Komplexes (bzw. beinahe so schlimm), verkommener Linksliberaler, Vertreter des Bösen in der politischen Welt – und Unperson, ja eigentlich der personifizierte Heten-Unmensch.

    Stimmt doch, oder?

    Ein paar harmlos-krumme, missverständliche (imho auch falsche) und vor allem naive Blogpostings von Cassie werden von dir und auch Momorulez als Skandal hochgeblasen, als Ausdruck eines „evangelikalen Komplexes“ in völliger Verkennung erstens der vollendeten Unwichtigkeit und Nichtrepräsentanz der beanstandeten Postings (sowohl insgesamt, als auch zur Beurteilung des Meschen Cassie), zweitens auch in reichlicher Verkennung der inhaltlichen Dinge die darin enthalten sind, die du lediglich in Cassie hineinfantasiert hast. Pardon – aber so deutlich wie hier müsstest du das sogar gut finden, was ich schreibe. Cassie ist erstens völlig harmlos, zweitens kein Stück homophob, drittens kein Stück „evangelikal“ u.ä., drittens einsichtsfähig wo sie sich geirrt hat oder zu naiv war, viertens ein ziemlich netter Mensch, fünftens eben nicht die, für die du sie hältst – auch nicht politisch, sechstens: für dich und Momorulez ohnehin völlig unwichtig.

    Im Austeilen bist du nahezu Weltklasse, Loelli. Ich hoffe, in der realen Welt gelingt dir es ähnlich leicht (das stände dann im sehr deutlichen Gegensatz zu einigen anderen hier), deine Wünsche und deinen Willen zu formulieren! Das wäre doch prima. Da wirst du doch ein paar überaus harmlose Worte (hier gerade: zwar direkt, aber immer noch nicht abwertend dir gegenüber, deshalb übrigens, weil ich dich als Blogger/Kommentator ja durchaus mag) bequem ertragen können, sogar sehr bequem – erst recht, wenn kaum etwas an diesen Worten falsch ist – und nichts dir gegenüber beleidigend oder abwertend. Wie will man als Mensch kritisch sein können, wenn man schon freundliche und wohlwollende Kritik nicht ertragen kann?

    Oder?

    Übrigens fand ich den Dialog zwischen dir und Momorulez zum für mich reichlich skurril-subversivem Filmschaffen von Bruce delaBruce klasse. Das ist eine für mich fremde Welt und hat mir für einige Aspekte die Augen geöffnet, z.B. hinsichtlich der Entlastungsfunktion dieser Dinge und auch, warum eben eine solche Entlastungsfunktion sogar eine Notwendigkeit darstellen kann, bzw. eine nachvollziehbare Reaktion auf erlittene Herabsetzung in der realen (und auch: inneren) Welt.

    Kannst du das auch: Mit einem progressiven, gutmütigen „weißen heterosexistischen“ (d.h. völlig harmlose Hete…) Mann sich unterhalten, der kein Stück weniger multiple diskriminiert/unterpriveligiert ist als du bzw. Momorulez (nur eben: ganz anders), und dabei trotz unterschiedlicher Voraussetzungen und Ansichten freundlich, nichtbeleidigend und nichtabwertend sich verhalten – oder zusätzlich sogar interessiert und offen?

    So ganz sicher bin ich mir bei dir nicht. Überhaupt finde ich, du bist zu sehr „feindbild-bezogen“. Weder ich, noch Cassie sind adäquate Feindbilder. Und du bist es: Der hinlangt. Der Vorwurf, dass du mitunter reichlich übertreibst, der müsste dir imho sehr vertraut sein.

    Überaus vertraut.

  103. Sonnenstrahl Oktober 10, 2011 um 10:48 am

    Momorulez, es waren keine fünf Jahre. Bestimmt nicht.
    (eher zwei)

  104. Sonnenstrahl Oktober 10, 2011 um 11:12 am

    Zu „in klassisch-linker Homophobie die „Männerbündlerei“ (Blogposting):

    1. Das ist nicht klassisch linksliberale Homophobie, sondern der Begriff „Mannerbündlerei“ ist ein Abkömmling trivialfeministischer Stereotypen, bei dem es als schick und progressiv gilt, wo immer es auch nur entfernt herbei konstruiert werden kann, von „Männerbündlerei“ zu sprechen. Bei der Untersuchung von Karrierehemmnissen von Frauen scheint es so etwas allerdings tatsächlich zu geben, in dem von Cassie naiv behaupteten Zusammenhang nicht.

    Insgesamt ist dieser Begriff „Männerbündlerei“, zumal in trivialfeministischer Verwendung, ein unsachliches und imho diskursfeindliches Wort.

    2. Homophobie ist werder „klassisch links“, noch klassisch linksliberal. Die alternativ-linksliberalen-linken Millieus sind tatsächlich „klassisch“ nicht-homophob und wenden sich gegen die Abwertung von Queers, Homosexuellen usw.

    Wie man sich in diese Verschwörungstheorie, dass Linke/Linksliberale „klassisch homophob“ seien, hinein steigern kann, ist absolut nicht nachvollziehbar. Aber vielleicht war das ja auch ein einfacher Formulierungsfehler – und sollte so garnicht gesagt worden sein, Momorulez?

  105. momorulez Oktober 10, 2011 um 11:40 am

    Sorry, Dean, das ist durchgängig schon wieder so ahnungslos und am Thema vorbei, was Du hier aufführst, es versucht wieder blödsinnige Umkehroperationen und zerrt einen wieder in Diskursvorgaben hinein, denen ich nicht mehr bereit bin zu folgen. Allein diese zwei Punkte, die Du zum Schluss aufführst, sind sachlich und historisch nicht richtig. Du findest diese Sottisen von der Eulenburg-Affäre über die Kritik am George-Kreis, Du findest sie bei Erich Kästner („Ragout Fin du Siécle“), bei Sigmund Freud, da ergänzt mit Neurosenlehre und Narzißmustheorie, bei Wilhelm Reich, bei Adorno und bei Erich Fromm. Die gab es lange vor dem, was aktuell als Feminismus sich artikuliert. Aus de Beauvoir kannte nun gerade keine Homophobie ableiten, das ist eine dieser typisch christlich-bürgerlichen Externalisierungsstrategien, das nun genuin den Feministinnen rüber schieben zu wollen, um eine vermeintlich wirksame „linksliberale“ Tradition zu beschwören. Mal ganz unabhängig davon, welcher Religion Du zuneigst.

    Dann kommentier doch bei der „harmlosen“ Cassie und nicht hier. Genau diese gemeingefährlichen Dreckschleudern sind aktuell das Problem im Zuge allgemeiner Re-Christianisierung.

    Es gibt mittlerweile genug feministische und antirassistische Blogs, die solche Kommentare wie Deine im Sinne der „Safe Place“-Regel sofort löschen, letzte Warnung: Ich mache das in Deinem Fall dann auch wieder. Es ist mir wirklich zu blöd, mir von Leuten mit Vorort-Pfarrer-Mentalität nun etwas über Homophobie referieren zu lassen. Geh doch an den Bahnhof und erzähl schwarzen Taxifahrern, wie Rassismus funktioniert. Diese nervtötende Angewohnheit vollends aufgeklärter, weißer Männer, ihre Hegemoniegelüste auf Kosten von Minderheiten auszuleben, nervt einfach nur – und je „freundlicher“ sie sich gibt, desto unerträglicher und verlogener ist das.

    PS: Bei einer weltweit wirksamen, kapitalstarken Propagandaschlacht gegen Schwule ist es mehr als nur die Verhöhnung von Opfern, z.B, der Massenselbstmorde schwuler Teenies in den USA, von „Verschwörungstheorie“ daher zu faseln.

  106. Sonnenstrahl Oktober 10, 2011 um 11:59 am

    Wo ich ahnungslos bin (und sicher: das sind sehr viele Bereich, z.B. auch die Bereiche der Homophobie und wie überhaupt Diskriminierung sich für dich und Loelli anfühlt und auswirkt), kann ich das nur mit Neugier und Diskussionsbereitschaft zu kompensieren versuchen.

    Aber auch du bist ahnungslos – in vielen Dingen. Das soll jetzt nicht so uncharmant klingen, ich meine einfach, wir Menschen sind insgesamt in den Angelegenheiten anderer Menschen – zumeist – ziemlich ahnungslos.

    Anyway, wie kommst du auf die Idee, dass ich „über Homophobie“ referieren würde? Das stimmt doch garnicht. Und auch nicht, dass meine Freundlichkeit verlogen ist. Und sicher: Es *gibt* linke Homophobie, wie es diese sie eben – leider – eben in der Gesellschaft gibt. Den Hinweis auf Freud (von dessen Lehren ich ohnehin ziemlich wenig halte) hätte ich selbst so schreiben können.

    Nur: Vereinzelte (und natürlich: zu häufige) homophobe Erscheinungen bei Linken stellen imho die Ausnahme von der Regel dar. Linke und Linksliberale zielen darauf, Abwertung und Homophobie zu überwinden. Oder sehe ich das völlig verkehrt?? Homophobie überwinden: Das ist genuin links – und nicht wie du schreibst, gilt, dass Homophobie „klassisch links“ sei.

    (deutlich eher schon gilt, dass US-Evangelikalismus klassisch homophob ist, und die deutschen Ableger davon, z.B. sogenannte „freikirchliche Baptisten“ zunehmend auch)

    Vielleicht wolltest du auch nur schreiben, dass es leider „klassisch“ ist, das es auch bei Linken Homophobie gibt, wenngleich deutlich seltener als in anderen politischen Formatierungen und entgegen der eigentlichen Hauptstoßrichtung.

    Das könnte man dann aber imho anders formulieren als mit „klassisch linke Homophobie“ – wenn man korrekt sein möchte. Aber gut, ich sollte besser nachfragen und zuhören: Wo hast du bei aktuellen Linken (nicht harmlosen Plauderern wie Cassie, die imho auch nicht homophob ist) relevante Homophobie erlebt? Ich gebe gerne zu, dass mir dazu die Anschauung und die Erfahrungen fehlen, obwohl ich mich ziemlich viel in linken und sozialdemokratischen Kreisen bewegt habe. Wie gesagt: Ich frage.

    Noch eine Frage an dich, Momorulez: Warum ist die Narzissmustheorie von Freud (die ich persönlich für völligen Quatsch halte, von wegen Ödipus, Mutterkrimskrams und noch mehr wildes Zeugs) deiner Meinung nach homophob? Versteh mich nicht falsch, ich halte Freud und viele seiner Theorien für homophob, aber warum nun genau dessen Narzissmustheorie?

    Ist denn evtl. auch jede andere Narzissmustheorie strukturell homophob (ich denke aber nicht, dass du das meinst – weiß es aber nicht, sorry der Nachfrage)?

  107. Loellie Oktober 10, 2011 um 12:28 pm

    Wir können hier noch 800 Kommentare so weiter machen. Ich werde trotzdem Wahnvorstellungen und Lügen von Tätern, die sich zu Opfern machen wollen, weder als Argument noch als Standpunkt anerkennen.
    Und langsam solltest du dich mal entscheiden, ob momo und ich das alles nur einbilden, oder doch nur keine Ahnung haben, wovon wir reden.
    Das du bei der vielzahl an Online-Identitäten die du pflegst, irgendwann den Ueberblick verlierst, ist allerdings wenig verwunderlich.

  108. momorulez Oktober 10, 2011 um 12:45 pm

    Klassisch linke Homophobie ist zu einen die Nummer mit dem „Männerbund“, den man schon Wilhelm Zwo durchaus rüber schob, Eulenburg googlen macht da Sinn, die Agitaion von links war heftig, die These vom „Nebenwiderspruch“ wie auch der „Dekadenz“-Topos, der ja immer „Degeneration“ mit bedenkt. So war es z.B. in der DDR – Homosexualität als Zeichen „westlicher Dekadenz“, verweichlicht und weibisch wie die Adeligen. Bei Arbeitern gibt es so was gar nicht. Der ist varriiert aktuell sehr präsent – neulich schrub mir hier ja jemand ins Blog, sinngemäß, er als Familienvater würde mir (und Che, weil kinderlos) das Lotter- und Partieleben finanzieren: Schwuppen sind aufgelöst in schrillen Parties, irgendwie unecht, pflichtvergessen, theatralisch. Ist alle die Verbindung von „Unnatürlich“ und „Dekadenz“.

    Die Freudsche Narzissmusstheorie geht davon aus, sehr grob und lang nicht mehr gelesen, dass auch bei Schwuppen „eigentlich“ die Entwicklung hin zum „richtigen“ Heterosexuellen unterbrochen sei als eine Art der psychischen Stagnation. Man ist bindungsunfähig, weil man nur sich selbst im „Spiegelbild“ anderer Mann suche, somit krankhaft selbstbezogen. Wiederum taucht da das „Pflichtvergessene“, Asoziale, Verantwortungslose auf. Diese Stufenmodelle hin zur „richtigen“ Entwicklung werden noch regelmäßig in den „Phasenmodellen“ reproduziert, die sich auch bei „Homo-Heilern“ finden. Neben der Neurosenlehre, die auf eine krankhafte Mutterbindung schielt, hat das dazu geführt, dass Analytiker-Schulen Schwule nicht zur Analyse zulassen, und wiederum schwingt da eine Vorstellung des „Natürlichen“, dem eine „Künstlichkeit“, in diesem Fall eine psychische Pathologie, die etwas anderes verdecken würde, gegenüber steht. „Homosexualität“ ist da einfach nur noch Symptom von etwas ganz Anderem.

    Die liberale Homophobie besteht darin, Schwule zwar als formal gleich zu tolerieren, vielleicht auch zu akzeptieren, das Eigene schwulen Erlebens, Erfahrens, Liebens jedoch auf Teufel komm raus nicht zulassen zu wollen und stattdessen einzig die Assimilierung an bürgerliche Lebensformen mit all ihren Heimlichkeiten zu akzeptieren und möglichst deren Partscherschaftsdarstellungen zu kopieren. Dazu lohnt es sich, Sartres Überlegungen zur „Judenfrage“ zu lesen und das, was er dort über die „Demokraten“ als Feind von Juden beschreibt.

    Daran kritisieren dann wieder andere, das sei ein „identitäres“ Modell, was aber Quatsch ist. Und hier zu weit führen würde.

  109. momorulez Oktober 10, 2011 um 12:46 pm

    @Loellie:

    Das war jetzt aber immerhin ein Anlass, noch mal zu präzisieren 😉 …

  110. ziggev Oktober 10, 2011 um 5:56 pm

    dass sonnenstrahl – im prinzip ja ok. – sich diese Flaschensammlerexistenz nur ausgedacht hat, ist ja offensichtlich. wer den hunger kennt, weiß, dass es anders läuft. klare aussagen fehlen hier. es sind, hier in HH, meine besten freunde mal eben so wegkrepiert, normalfall. anstelle, wennschon selber flaschensammler, mal hier das maul aufzumachen. und ich würde mein maul selber nicht soweit aufreißen, wenn ich nicht von Leuten sprechen würde, die mir mir nicht rhetorisch, musikalisch – und dazu reicht meine Ausbildung aus, um´s zu beurteilen – haushoch überlegen wären.

  111. ziggev Oktober 10, 2011 um 5:58 pm

    …. g e w e s e n wären

  112. Sonnenstrahl Oktober 10, 2011 um 6:27 pm

    Toll: Komme gerade von meiner Tour zurück: Wie jeden Montag traf ich im Park einen Obdachlosen, versorgte den mit Batterien und Alk (den ich merkwürdiger Weise ziemlich häufig finde). Habe mich zwei Stunden mit ihm unterhalten, mein Laptop im Gepäck, um ihm zu zeigen, dass seine Idee „Solarenergie zum Batterieaufladen“ eine ziemlich teure ist, außerdem habe ich nach Rücksprache mit ihm für ihn ein kleinen Taschen-TV bestellt für 35 Euro (nagelneu!). Anschließend bin ich meine Tour entlang getigert, bin nass bis auf die Knochen, habe rund 5 Euro Pfand und ein paar Lebensmittel ergattert, u.a. bei meiner Hauptstation am Montag: Einem Hotel, dass damit einverstanden ist, dass ich kurz vor der Entleerung (Dienstags) deren Müll systematisch durcharbeite, was rund 1 1/ Stunden langes Rumgraben im Hotelmüll bedeutet. Neben Pfand fällt dabei u.a. Butter an (in 15-gr-Portionen), diesmal stolze 280 Gramm.

    Ich sitzte gerade mit nassen Strümpfen und in Unterhosen vor meinem Laptop (Hose nass – hängt über der Heizungh) – und ich habe mir dies also ausgedacht??

    Oh, Mann. :(( – ich denke, ernsthaft, ihr habt wirklich keine Ahnung von mir. Null. Nix. Und ihr seid nicht einmal bereit, zuzuhören – und z.B. nachzufragen, wo ihr etwas nicht versteht. Ist das so schwer? Zumal ihr das in euren eigenen Angelegenheiten, an denen euch liegt, munter einfordert. Mann, mann, mann!

    Soll ich mal jemand von euch mit auf Tour nehmen?

  113. Sonnenstrahl Oktober 10, 2011 um 6:39 pm

    Zu „So war es z.B. in der DDR – Homosexualität als Zeichen „westlicher Dekadenz“

    Momorulez, ganz recht, so war das. Ich tue mich allerdings ziemlich schwer, die DDR als Verwirklichung linksalternativer oder linksliberaler Ideen zu begreifen. Überhaupt: Wie „links“ und wie prototypisch links war die DDR? Für mich war das ein reichlich autoritärer, antiemanzipativer und oft sogar ziemlich stalinistischer Laden, und ob man das dann wirklich „links“ im Sinne linker Emanzipationsideen verstehen kann, ob die DDR überhaupt sozialistisch war (bzw. an welchen Stellen sie das war – und wo nicht) oder nicht vielmehr eher brutales staatskapitalistisches System – und ob man eben die DDR gerade als Irrweg betrachtet, als bürokratisch-teiltotalitäres, vermachtetes Staatssystem mit oftmals reichlich reaktionären Tendenzen:

    Da sollten wir beide uns eigentlich sehr einig sein. Ich wüsste nicht, wo unsere Ansichten sich unterscheiden.

    Insofern halte ich dein DDR-Beispiel für: zwar interessant aber als Argument von dir zur Belegung „klassich linker Homophobie“ doch eher für misslungen. Kann man natürlich trotzdem mal gründlicher diskutieren, auch, warum und wie sich die Homophobie in der Staatsdoktrin der DDR eingenistet hat. Ich bin da zwar inkompetent, aber es könnte eine interessante Fragestellung sein.

  114. Sonnenstrahl Oktober 10, 2011 um 6:55 pm

    „Die Freudsche Narzissmusstheorie geht davon aus, sehr grob und lang nicht mehr gelesen, dass auch bei Schwuppen „eigentlich“ die Entwicklung hin zum „richtigen“ Heterosexuellen unterbrochen sei als eine Art der psychischen Stagnation. Man ist bindungsunfähig, weil man nur sich selbst im „Spiegelbild“ anderer Mann suche, somit krankhaft selbstbezogen. Wiederum taucht da das „Pflichtvergessene“, Asoziale, Verantwortungslose auf. Diese Stufenmodelle hin zur „richtigen“ Entwicklung werden noch regelmäßig in den „Phasenmodellen“ reproduziert, die sich auch bei „Homo-Heilern“ finden. Neben der Neurosenlehre, die auf eine krankhafte Mutterbindung schielt, hat das dazu geführt, dass Analytiker-Schulen Schwule nicht zur Analyse zulassen, und wiederum schwingt da eine Vorstellung des „Natürlichen“, dem eine „Künstlichkeit“, in diesem Fall eine psychische Pathologie, die etwas anderes verdecken würde, gegenüber steht. „Homosexualität“ ist da einfach nur noch Symptom von etwas ganz Anderem.“

    Ah, danke!

    Ich würde diese Sache bei Freud u.a. auch so lesen, dass Freud alles andere als frei vom homophoben Zeitgeist war. Möglicherweise spielt hier auch seine Herkunft herein – ese würde mich jedenfalls nicht wundern. Aber, ich denke wir sind uns in Sachen Freud ziemlich einig. Aktuelle, wissenschaftliche Psychologie rezipiert Homosexualität allerdings schon seit diversen Jahrzehnten nicht mehr als Entwicklungsstörung oder „Narzissmus“. Auch dürfte der Narzissmusbegriff (u.a. in DSM IV) inzwischen deutlich anders gelagert sein, wobei, das fällt mir gerade auf, teils ein ganz ähnliches Muster verfolgt wird (allerdings von sexuellen Orientierungsfragen getrennt), eigentlich ähnlich zum Freudschen Ansatz, den du beschreibst.

    Für mich ist Freud und weitgehend alle „analytische“ Psychologie: Käse. Ach, und zumeist überaus manipulativ und zumeist sogar anti-emanzipativ. Ziemlicher Mist halt.

    (ich mache es mir da allerdings ganz einfach – und um analytische Psychologie einen Riesenbogen)

    P.S.
    Kann hier eigentlich niemand verstehen, dass ich als „John Dean“ bzw. „Dr. Dean“ in meinen Kommentarschlachten mit den Rechtslibertären und Rechtsradikalen wirklich keine Lust darauf hatte, meine persönlichen Probleme und meine Flaschensammler und Mülltaucher-Existenz offen zu legen??

    Ist das wirklich so überraschend?

  115. ziggev Oktober 10, 2011 um 7:11 pm

    ich habe selber nahezu auf der Straße gelebt, und kannte fast ausschließlich solche. ich glaube dir kein wort. ich kenn´s.

    die höchst elaborierten leute, die ich kannte, hatten besseres zu tun, als sich derart zu rechtfertigen, wie du es jetzt tust. street light. ich habe mit mördern, totschlägern, exknackies gelebt. ich glaube dir kein wort.

    willst´e mich verarschen ? mit laptop, cool, aufm kiez so rummachen ?

    aber selbst wenn es stimmt, und wenn du es derart schaffst – du kennst dich offensichtlich nicht aus. wo bleibt die tradition ? wo die erinnerung ? wenn du schon die möglichkeiten dazu hast, was tust du dafür ? nachwuchspenner, mit laptop ? geh´ raus ! nimm ein Zelt mit ! in den wald ! davon kannte ich nicht nur einen (der sich der psychiartrischen behandlung verweigerte) – oder melde dich – solange die dich überhaupt noch „nehmen“ – in Ochsenzoll, als letzte überlebenschance. Aber danach zu urteilen, wie du schreibst – das kannst´e gleich vergessen.

    PS. ich sprach hier nur von denjenigen, die ohne narzistische Persönlichkeitsstörung=Managerkrankheit, dann, wenn man es nicht geschafft hat, sich als Oberarsch sich zu etablieren, trotz allem wahnsinnig wurden.

  116. momorulez Oktober 10, 2011 um 8:19 pm

    Sonnenstrahl, Dean, Katzenblogger, wie auch immer, verpiss Dich hier allmählich mal, wenn Du noch nicht mal lesen kannst, Ebenen durcheinander bringst und rum lamentierst zu Themen, wo ich mir noch nicht mal erklären kann, wieso Du Dich hier eigentlich permanent aufdrängst, obwohl ich Dir nun immer mittgeteilt habe, dass ich Deinen Salmon als Belästigung empfinde, die mich schlicht am Leben hindert, so wie Du Dir hier breit machst? Ich weiß auch nicht, worauf Du hinaus willst. Die Dekadenz- und Künstlichkeitsnummer ist ganz unabhängig davon, ob es sich bei der DDR um ein linkes Projekt handelt, allerorten und permanent etwas, was auf einen einprasselt, das hatten wir hier gerade bei der Transphobie-Diskussion, in den Diskussionen mit Hartmut, in Feuilleton-Sottisen gegen Westerwelle und in der annähernd allseits akzeptierten Rechtssprechung der BRD bis 1969. Was Freud so im Allgemeinen für einer war ist völlig irrelevant angesichts dessen, dass Analytiker-Vereinigungen Schwule nicht als Analysanten akzeptieren und mit ihren Vorstellungen psychischer Gesundheit einen maßlosen Terror nun gerade in linken Kreisen ausgeübt haben.

    Ansonsten stalk jetzt bitte woanders rum, meditier über das von Ziggev Geschriebene, Du wirst jetzt hier gelöscht. Auf irgendwelche weißen Asexuellen, die irgendwelche westlichen Ideologien in Blogs von Schwarzen, Schwulen und Frauen auskübeln, weil sie irgendwelche Motuve haben, Weltbildpflege zu betreiben unter aktiver Verhöhnung gesellschaftlichen Machtmechanismen Ausgesetzter gegenüber, kann ich gut verzichten. Hau ab.

  117. momorulez Oktober 10, 2011 um 8:23 pm

    @Ziggev:

    Danke! Ich lösch den jetzt trotzdem, auch wenn er Dir antwortet, dafür sorry. Aber diesen Irrsinn mache ich hier gerade zum Dritten Mal bei der dritten Identität mit, und es nervt einfach nur, weil man sowieso immer an den gleichen Punkt bei dem gerät. Ich weiß auch echt nicht, was der überhaupt von mir will.

  118. ziggev Oktober 11, 2011 um 8:03 am

    ok. – obwohl ich eben ja etwas verallgemeinert habe. es geht ja hier mitunter auch philosophisch zu. insofern möchte ich der Wahrheit verpflichtet bleiben, um ggf. an solchen Diskussionen mich zu beteiligen. ich habe also verallgmeinert, dort, wo es einzelfälle sind, „einzelfälle“, die jedoch, um sie abzuzählen, mehr als die Finger einer Hand erfordern. ja, ich kannte T., der sich in Ochsenzoll meldete, ein genialer Musiker, „ich bin verrückt, könnt ihr mich nicht aufnehmen?“, kurz vorm Winter, zwei Wochen später schmiss der sich v o r den Zug (ich schmeiß mich immer nur h i n t e r n Zug;-)) , ich kannte …. den mit dem Zelt, den, der … all das schmerzt. und dann lernst du auch leute kennen, die dir detailgenau schildern, warum sie 13 Jahre im Knast verbracht haben. aber auch liebenswerte, die einfach mal in den 70ern etwas zuviel LSD genommen haben, und die für die Abzählung mindestens fünf Hände brauchten. So viele, die „es“ einfach nicht geschafft haben. Da sind natürlich auch geschichten, die ich aus zweiter hand kenne, von Leuten, die einfach mal so eben wegkrepiert sind, und die ich ehrlich schätzte. all das tut einfach weh. gelegentliche Übertreibung ist das vielleicht verzeihlich.

  119. momorulez Oktober 11, 2011 um 8:42 am

    Ja, das tut weh. Finde da auch nix übertrieben oder unzulässig verallgemeinernd, weil es halt zu diesem bürgerlichen Dreckssystem gehört, dass solche Geschichten nicht erzählt oder unter „selbst schuld“ verbucht werden. Fand deshalb die Demos gegen den Schreiber-Zaun ja auch gut, weil wenigstens ein kleiner Raum für die Möglichkeit des Erzählens dieser Geschichten sich geöffnet hat.

  120. Loellie Oktober 11, 2011 um 11:54 am

    Ziggev, das mit dem abwerten gesellschaftlicher Randgruppen war jetzt quasi Kollateralschaden.
    Der hat sich laut Eigenaussage ernsthaft eingebildet er könnte beweisen, dass momo und ich seine reaktionären Ausfälle, derentwegen er hier schon zweimal rausgeflogen ist, mit Begeisterung aufnehmen, wenn er sich eine Minderheitenidentität bastelt.
    Wie er auf so eine Schnapsidee kommt, angesichts der Breitseiten unsererseits gegen bürgerliche schwule Institutionen zB, wird wohl sein Geheimniss bleiben.

  121. Loellie Oktober 11, 2011 um 1:41 pm

    Bundestrojaner?

    An internal U.S. Department of Homeland Security document indicates that a controversial program designed to predict whether a person will commit a crime is already being tested on some members of the public voluntarily

    http://news.cnet.com/8301-31921_3-20117058-281/homeland-security-moves-forward-with-pre-crime-detection/?tag=contentMain;contentBody;1n

    Deutsche Wissenschaftler glauben, auf der Grundlage von fMRI eine Treffersicherheit von 95 Prozent bei der Erkennung pädophiler Gehirne entwickelt zu haben

    http://www.heise.de/tp/blogs/3/150606

  122. momorulez Oktober 11, 2011 um 2:41 pm

    Aaaargh … während gleichzeitig die Hirnforschung längst weiß, dass sich die Vernetzungen im Gehirn ständig ändern, wenn nicht schwer wiegende Defekte vor liegen, und selbst dann können andere Gehirnregionen Aufgaben übernehmen. Das ist echt gruselig.

  123. ziggev Oktober 11, 2011 um 6:04 pm

    hier in der Vorstadt gibt es lediglich vor Wohlstand nur so strotzende verheiratete Frauen mit Porsche-Kinderwagen, Omas und Schulmädchen. Männer, deren sexuelle Präferenz sich weniger auf das andere Geschlecht richtet, sind, jedenfalls die, die ich kenne, hier weggezogen. Aber da fällt mir ein, es gab(?) hier nen Typen, einen Sänger von einer Rock-Band, Joe Cocker-like und dafür bekannt hier in der Gegend, der machte hier verschiedene Auftritte, aber den einen kündigte er auffallend an: eines Tages war die ganze Gegend vollgekleistert mit diesen Plakaten: „(XYZ) ..loves boys“ – der neue Bandname 🙂 obwohl es ja eh´ alle wussten. Schade, wie lange habe ich den nicht mehr gesehen?!

    Du spielst auf die berühmte Plastizität des Gehirns an. Es ist ja nicht nur so, dass ich deshalb aus der Stadt weggezogen bin, weil es mir dort einfach zu hart wurde – du wirst g e n a u taxiert, was deinen Wohlstadsstatus angeht, absurderweise ist man da viel freier hier im Speckgürtel mit dem Geltenlassen und es gibt weniger Abstufungen: entweder reich oder nicht reich, letztlich: who cares, ja, letztlich „Dorf“ – du kannst mir das halbe Gehirn, und wem sollte es da, und warum, anders gehen, wegschießen, ich glaube an der Verdrahtung wird sich bei mir, bei mir jedenfalls, nichts mehr ändern. Vor Wohlstand nur so strotzende verheiratete Frauen mit Porsche-Kinderwagen, Omas und … eigentlich will ich ja doch, Verdrahtung hin oder her, wieder weg hier …

  124. momorulez Oktober 11, 2011 um 7:55 pm

    Ich finde das mit dem Wohlstandsstatus-Check in den von mir belebten Regionen und Vierteln, also vor allem Neustadt, Schanze und St. Pauli-Nord, gar nicht so krass – wenn man nicht gerade in die „Bullerei“ oder so geht. Vielleicht erfülle ich aber auch bestimmte „Irgendwielinkskreativbildungsbürgerlich“-Kriterien noch irgendwie und merke es deshalb nicht. BeiWohungsbesichtigungen wird es prompt eine Rolle spielen.

    Ich hab ansonsten eher das Gefühl, dass solche Frauen, wie Du sie beschreibst, hier misstrauisch beäugt werden, trotz oder wegen Gentrifizierung.

    Und ich glaub ja, dass man sich immer wieder neu vernetzen kann. Arbeite gerade daran 😉 …

  125. ziggev Oktober 12, 2011 um 10:31 am

    Inzwischen hab ich mir ja auch einen Stil zugelegt, mit dem ich ganz gut durchkomme und mit dem ich zugleich unauffällig selbstbewusst eine gewisse Individualität zelebriere, auch wenn´s jetzt wieder ein wenig bröckelt, was mir allerdings mittlerweile – in Grenzen, auf die es ankommt – herzlich egal ist. Bin ja eh, wenn, dann eher nachts in deiner Gegend unterwegs. Aber schon hundert Meter weiter, in der Gegend um den Michel, unfern des Spiegelhauses, wo sie also mit Anzügen rumlaufen, sah die Sache für mich in den Neunzigern noch anders aus. Ich arbeitete da mal als Korrekturleser für ne Firma, die Zeitungsarchive digitalisierte. Jetzt also „Bürojob“. Mir alle Mühe gebend, irgendwie so auszusehen, mit den „besten“ Sachen, sogar mit Gürtel, sogar mal mit geputzten Schuhen usf. kommt mir eines Tages dieser Typ entgegen, in dessen Mine, als er mich sieht, etwas entgleitet: Dass mir auch noch d a s heute passieren muss, dass ich auch noch s o l c h e Gestalten zu Gesicht bekomme, die mir die Mittagspause vermiesen. Angekotzt von meiner Armut. Da gibt es unendlich viele kleine Abstufungen, die, so meine Erfahrung, höchstgenau registriert wurden. Ok., das war in den Neunzigern, als alles zur Oberfläche wurde und zugleich durchsichtig. Heute ist gewissermaßen alles Karstadt-Punk. Andererseits: Manchmal bewundere ich einfach nur das Understatemant und die Stilsicherheit von vielen Youngsters, meist weiblichen und viel Schwarz dabei, die selbst hier draußen ziemlich urban daherkommen, zugleich den Wohlstand demonstrierend, der aber keineswegs das Wesentlich wäre

    Ja, das hat was, das Urbane. Neulich stolperte ich, in Sachen Musik, in so studentische Kontexte hinein, und da war alles total entspannt und es wurde ein respektvoller Umgang gepflegt. Klar, es spielte da sicherlich auch eine gewisse materielle Sicherheit mit rein, aber eigentlich habe ich ein gutes Gefühl, was die junge Generation angeht ;- )

  126. momorulez Oktober 12, 2011 um 3:15 pm

    Richtung Ex-Spiegel-Hochhaus oder Hohe Bleichen ist das ja auch so. Rund um den Großneumarkt oder unten im „Portugiesenviertel“ aber eher nicht. Da unten gibt es ja sogar den „Deckel“ gegen die Umwandlung in Eigentumswohnungen usw., und bei mir da oben gibt es das PIK AS und sehr viel klassisch sozialen Wohnungsbau. Das ist da extrem durchmischt, sehr viel alter Hamburger Schnack, mittendrin die Euopaschule, auch alles andere als eine Eliteschule :D, das geht tatsächlich noch. Die Schanze ist da schon problematischer, weil hier immer mehr Schick eingedrungen ist. Und mir schwant auch, dass die heute um die 20jährigen einen ganz anderen Ansatz haben. Da wächst was nach!!!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s