Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

„Das ganze Stadion“

„Insofern sind die „etwas anderen Fans“ des „etwas anderen Vereins“ so anders gar nicht, wenn auch die Sprüche hier meist einen Tick kreativer sind als anderswo. In letzter Zeit haben sich allerdings die Formen und die Zielscheiben der Attacken am Millerntor geändert.

Der offensichtlichen Kommerzialisierung und immer stärker empfundenen Gängelung treten die Fans mit neuen, radikalisierten Choreographien entgegen. Nicht selten trifft das die eigene Vereinsführung, die für einen Wandel steht, den vor zehn Jahren so wohl kein/e „Retter/in“ für möglich gehalten hätte.“

Durfte dieses Werk dank lieb gewonnener Haupttribünennachbarn und desorgansierter Fanclubmitglieder in einer sehr frühen Schnittfassung sogar schon mal sehen und habe mich wahrscheinlich wie üblich nachhaltig unbeliebt gemacht, weil ich mal wieder alles besser wusste und erst mal drauflos referierte 😀 – kann aber von ganzem Herzen empfehlen, ihn sich anzugucken, weil auch die mittlerweile wohl sehr weit von der von mir begutachteten entfernte Fassung definitiv mit extrem ungewöhnliche Perspektiven aufwartet und sehr viel spannende Einblicke in die Sichtweisen von Menschen auf den verschiedenen Tribünen des Millerntor-Stadions bietet.

Bin selbst wahnsinnig gespannt und hoffe natürlich nichtsdestotrotz, dass wieder noch ein bißchen mehr „anders“ als aktuell sich durchsetzen wird in unserem Verein. Vielleicht trägt der Film ja dazu bei: Er ist für einen, der rund um die Fans eines Fussballvereins gebaut ist, auf jeden Fall sehr ungewöhnlich gedreht und somit wirklich anders als andere und geht deshalb auch mit sehr viel Mut an sein Sujet heran, was prima ist. Formal innovativ tut uns ja gut. Ich freue mich somit auf den 4.10.

Hier der Trailer.

 

 

 

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20 Antworten zu “„Das ganze Stadion“

  1. Bersarin September 14, 2011 um 10:20 pm

    Tja. Vom Fußball verstehe ich nichts, von Bildern schon. Dieser Trailer wäre, wenn ich filmte sehr viel anders ausgefallen. Ich hoffe nicht, daß der ganze Film so ist.

    Ich möchte ein halbes bis ein viertel Jahr Zeit haben, und ich machte Euch eine Photoserie, eine Bild-Ausstellung zum FC St. Pauli.

    Aber ich will nicht meckern. Wenn der Film irgendwo mal zu sehen ist, auch außerhalb Hamburgs, gibst Du dann Bescheid?

    „… und habe mich wahrscheinlich wie üblich nachhaltig unbeliebt gemacht, weil ich mal wieder alles besser wusste und erst mal drauflos referierte …“

    Das kann ich mir gar nicht vorstellen 🙂

  2. momorulez September 14, 2011 um 11:21 pm

    Doch, war so 😉 … und ich sag Dir gerne, wann der wo läuft, der ist ja im Verleih von wem, den ich ein wenig kenne, will jetzt aber auch gar nix verraten, was ich in der frühen Schnittfassung sah, kann ja völlig anders geworden sein.

    Aber: Der Film thematisiert, so wie das verstanden haben, Perspektiven auf Perspektiven, spielt ganz originell mit Reaktionen auf etwas, was man nicht sieht, und das Selbstverständnis jener, die. reagieren. Das ist konzeptionell sehr spannend. Und die Fassung, die ich sah, gab sich explizit sehr rough, was eine Betonung des dokumentarischen Prinzips so ausgeprägt war, dass ich hoffe, dass es so belassen wurde.

    Als Kuriosum empfand ich, dass das, was Fotografie ist, eben die Betonung EINES Moments, nicht wirklich dem „Flow“ überantwortet wurde, dem Bewegtbild, weil sich die Idee der Perspektivik vor die Bewegung der Kamera schob. Was nun eigentlich jede Menge Stoff für einen Fotografen sein sollte, darauf zu antworten 😉 … und was sich in der finalen Fassung auch ganz anders darstellen kann.

    Vielleicht ergänzend zu unserer letzten Debatte: Zu 9/11 lief auf dem ZDF eine ganz seltsame Montage aus Amateuraufnahmen. Und ich musste dabei fortwährend an Filme wie Blair-Witch-Project und „Quarantäne“ denken, die diese Ästhetik adaptieren, und die Montagetechniken der ZDF-Variante von solchen fiktionalen Doku-Imitationen kopiert war. Was ja einen ziemlichen Denkschwurbel ergibt; auch das ein Kommentar, der erwähnenswert ist schon deshalb, weil „Das ganze Stadion“ zumindest auch im Kontext des Kunststudiums entstand. Das sagt über den Film, wenn man ihn einfach so guckt, nix aus; aber schon darüber, wie Fotografie, also Bild ohne Montage, einerseits, und Bewegung mit all den neuen Visualisierungsgechniken im Falle dieses Films in einem gesellschaftlichen und diskursiven Raum, der „dokumentarisch“ genannt wird, sich unterscheiden. Das ist schon spannend. Ich finde, dass der Film so, wie er gedreht ist, dazu was zu sagen versucht, und das ist schon im Falle des Trailers prima, auch wenn all das, was ich hier gerade schreibe, kaum einen St. Paulianer sonderlich interessieren wird. Dich aber vermutlich schon.

  3. Bersarin September 15, 2011 um 4:38 pm

    Ja, es interessiert mich diese Fußball-Geschichte primär über das Verfahren und die Art der Darstellung dieses Sports samt seinem Umfeld. Wie gesagt: der Fußball selbst ist für mich nicht so wichtig, aber das Drumherum, die Stimmung, die Menschen, natürlich auch die Interaktionen auf dem Spielfeld. Dieses ganze Gemenge, was sich in einem Station zeigt. (Und was beim FC St. Pauli sicherlich gut ist: man bewegt sich im Fanblock nicht zwischen Faschisten. Da wäre ich mir bei anderen Vereinen nicht so sicher, wenn ich das photographierte. Ich würde das zwar auch tun, müßte mich dann aber tarnen und verstellen.)

    Ich selber würde es bei einer Photoreportage genau umgekehrt machen. Mit den Mitteln der Photographie eine Dynamik und eine Bewegung zu erzeugen. Und insofern betreibt der St-Pauli-Film das in Deiner Beschreibung dann ja doch ganz gut, indem er nämlich die Gegenbewegung fährt.

    Man muß eine Situation, die an sich Bewegung ist, in der Photographie dynamisieren. Die Verfahren können dabei ganz unterschiedlich sein. Manchmal reicht ein einziges Bild aus, weil die Bewegung eines Spielers sich durch die Unschärfe bei einer langen Zeitwahl zeigt. Ein anderes Mal müssen mehrere Bilder gekoppelt werden. Dies müßte ich sowieso noch öfters versuchen: Bei Ereignissen oder Veranstaltungen eine photographische Reportage zu machen. Beim 1. FC Union will ich ja immer noch photographieren, und laut Stadionordnung darf man das wohl auch, solange die Bilder nicht kommerziell genutzt werden. Aber bei meiner Photoausrüstung glaubt mir das Nichtkommerzielle kein Mensch.

    Der Moment, den die Photographie einfängt und ins Bild bannt, muß zugleich aufgelöst werden, durch Kontextualisierungen, Bildserien. Aber natürlich sind Film und Photographie am Ende zweierlei, sie bearbeiten mit den unterschielichen Möglichkeiten der Visualisierung die Wirklichkeit und formen sie zugleich, wenn das Bild stark genug wird. Bei der Flut von Photos freilich, denen wir ausgesetzt sind, bleibt kaum eines hängen.

    Dieser Blair-Witch-Film und dann die Filme um Dogma herum haben die Reportage, die Dokumentaion wohl doch sehr verändert. Die Fernsehdokus bei ARD oder ZDF sind meist grottig. Diese habe ich gar nicht gesehen. Sehe auch kaum fern. Bei 3sat sieht das wieder anders aus, die zeigen teils kunstvolle Dokumentarfilme.

    Sowieso war der Trailer des St Pauli-Films im Grunde auch viel zu kurz, um irgend ein Urteil fällen zu können. Ich hätte es mir nur eben anders vorgestellt, kann aber auch nicht konkret sagen, wie das nun auszusehen hat. Gespannt bin ich aber auf alle Fälle, wenn der Film kommt.

  4. Nörgler September 15, 2011 um 7:31 pm

    Emotionsszenen des Fußballs werden übertroffen von den klassischen Bildern des Börsenparketts. Das kommt vom börsianischen Obwalten des echtetsten aller echten Werte, während der Fußball nur Symbolistik abbildet.

  5. momorulez September 15, 2011 um 8:23 pm

    @Bersarin:

    Würde ich da jetzt detaillierter drauf antworten, würde ich u.U, tatsächlich was verraten, wie dieser Film gebaut ist (oder zumindest war in dieser frühen Schnittfassung). Das ist schon eine pfiffige Idee, die da durchgezogen wird und so ziemlich das Gegenteil von Sportfotografie 😀 – ich schreibe da nach dem 4.10. noch mal was zu, dann wird das vielleicht deutlicher, wieso ich hier so auf Perspektive rum reite. Und auch auf dem Prinzip von audiovisuellen Bewegtbild-Amateuraufnahmen. Und man kann trotz aller hier in letzter Zeit geführten Auseinandersetzungen schon sagen, dass die Struktur des Publikums sich von dem anderer Vereine noch unterscheidet; das thematisiert der Film auch.

    @Nörgler:

    Ja. Wobei gerade Wirtschaftsthemen, auch Börse, ja wahnsinnig schwer filmisch einzufangen sind. Vielleicht wirklich am besten in Filmen wie „American Psycho“, Epen über Gangster wie Dillinger, die seine Banküberfälle als anarchistische Tat gegen „das System“ begreifen, „Gefährliche Brandung“ ist auch so einer, oder auch „Der Pate“. Das kreist die Emotionen treffemder ein 😉 – womit ich auch die These aufstellen würde, dass Fiction oft dem, was „Dokumentieren“ vorgibt zu sein, viel näher kommt. Während der Authentizitätsaufwand bei manchen Dokus fiktionalisiert.

  6. Nörgler September 15, 2011 um 8:52 pm

    Anarchistische Tat gegen das System waren die emotionalen Amateure Bonny & Clyde.
    Der eisige Profi Dillinger war der klassische Bürger mit Geschäftsmodell.
    Er scheiterte, als sein hodendominierter empirischer Charakter den unternehmerisch-intelligiblen Charakter für einen Moment außer Kraft setzte. Siehe Brecht Dreigroschenoper.

  7. che2001 September 15, 2011 um 9:25 pm

    Laut Wilson gab es 5 Dillingers, und mindestens Einer davon war Diskordianer;-)

  8. momorulez September 15, 2011 um 9:27 pm

    Dillinger taucht halt gerade an der Stelle von „Illuminatus“ auf, an der ich gerade bin 😀 – und diese Sichtweise der „Outlaws“ und Gangster in der US-Pop Mythologie als Anarchisten sind mir Robin Hood-geprägtem, sozialdemokratischem Kleinbürger bisher nie aufgefallen. Außer bei Thelma & Louise, wobei da der Auslöser der Handlung ja mir auch besser verständlich war.

  9. momorulez September 15, 2011 um 9:47 pm

    Also, der erste Dillinger dann wohl … der zu dieser Kirche des Chaos gehörige, der durch Wände gehen kann, weil er das mit dem Dritten Auge geschnallt hat 😆 … ich finde das Buch ja echt anstrengend und quäle mich da ziemlich durch, aber es inspiriert zu vielem. Und macht irgendwas gegenwärtig in seiner zusammen gecutteten Form, seiner Lust an Pop-Mythen und dieser Fusion aus Schwachsinn und dreimal verschwurbelter Polit-Diagnostik, das hat schon was konsequent Anti-Dokumentarisches 😉 …

  10. che2001 September 15, 2011 um 9:50 pm

    Ganz toll die Stelle, wo George Dorn durch das Haus des Bostoner Bankiers und Mafia-Geschäftspartners Robert Putney Drake geht und dort ein Ölgemälde eines elisbethanischen Mannes sieht, das ihm seltsam bekannt vorkommt und Drake leichthin „Ein Vorfahre“ sagt. Als er von Leviathan oder Yog Sottoth, so genau weiß man das nicht verschlungen wird sagt Drake „Wir verdienen es, zu sterben“, womit er „Frankensteins Braut“ zitiert, was aber niemand weiß.

  11. che2001 September 15, 2011 um 9:52 pm

    Eigentlich sollte man Illuminatus bekifft lesen, das erleichtert es ungemein.

  12. momorulez September 15, 2011 um 10:00 pm

    Ja, aber verrat mir nun nicht irgendwas, was erst später kommt, Mönsch …und Kiffen war ja nie meine Droge. Man diagnostizierte mir aber schon oft einen „Naturstoned“-Zustand 😉 – ich kann das auch ohne.

    Und all die Menschen, die gerade von der „Das ganze Stadion“-Facebook-Seite rüber kommen, denken doch eh, wir wären dauerhaft auf Droge, wenn man das hier alles so unvermittelt liest 😀 .

  13. che2001 September 15, 2011 um 10:09 pm

    Äh, sind vier das nicht?
    Der Elefant ist ein Gedicht, geschrieben in Tonnen statt in Worte.
    Der Wal ist nur eine Metapher für Leviathan.
    Leviathan ist gar keine Metapher.
    Gedenket Omar Khayyam Ravenhurst, denn er sagte, was Malaclypse auch gesagt hat und Protagoras nicht und deswegen doch.

  14. Loellie September 18, 2011 um 2:11 pm

    Mich hat da eher der extrem hektische Schnitt gestört, was aber auch daran liegen kann, dass es ein Trailer ist. Die Perspektiven fand ich durchwachsen von nichtssagend langweilig bis richtig klasse, wobei das ganze auf mich den Eindruck macht, dass sich derartige Aussagen aufgrund der kurzen Zeit eigentlich verbieten.

    Weil es so schön passt, auch zu Mythen und Verschwörologien, ein echtes Schmankerl aus dem arte Archiv.
    Verbotene Aufnahmen – Unglaublichkeiten.

    http://www.youtube.com/watch?v=CLiZW0hag10

    Läuft ’ne Stunde findet sich aber auch in Einzelteile zerlegt.
    Nörgeln und besserwissen könnte jetzt ich natürlich auch, mach ich aber nicht wegen unvermeidlicher Spoilerei.
    Auf jeden Fall ist es genau das richtige für einen grau-faulen Sonntagnachmittag.

  15. momorulez September 19, 2011 um 7:33 am

    Hätte ich nicht ergoogelt, dass diese ARTE-Link-Geschichten ein Fake sind, hätte mich das ja Wochen beschäftigt 😀 …

  16. Loellie September 19, 2011 um 10:35 am

    Ach komm, der hat doch zum Teil die gleichen Schauspieler und dass da ein Profi die Kamera hällt, trotz aller Versuche das amateurhaft wirken zu lassen, sieht man doch auch.
    Und fädig wird es ab der Mitte, aber irgendwie find ich das alles trotzdem ganz bezaubernd.

  17. momorulez September 19, 2011 um 11:57 am

    Ich habe ja nur die ersten zwei Stories geguckt, und die mit dem Taucher finde ich schon sensationell, auch wegen dieses völlig absurden Off-Textes 😀 … so was macht mich fertig, so Rätselhaftigkeiten. Ist aber prima gemacht.

  18. ziggev September 19, 2011 um 5:46 pm

    ist jemandem aufgefallen, dass einige der Lügengeschichten im O-Ton russisch sind? Und irgendwie wirken die Filmaufnahmen authentisch wie 60er-Jahre-Material. Also entweder gut gemacht als aus dem Sovjetrussland stammend oder vielleicht eine echte zeitgenössische, ironische Trash-Variante der existierenden Phantastischen Literatur, wie sie im „Ostblock“ gepflegt wurde. Als Jugendlicher etwa las ich den Sammelband: „Der Fotograf des Unsichtbaren.“ Es gibt hier einen Berührungspunkt zur SF-Literatur, auch von Lem ist eine Geschichte enthalten, aber bei einige Geschichten schien es sich mir auch um solche, modernen, „Mystifikationen“ zu handeln. Charakteristisch sicherlich der Bezug zur außerliterarischen Welt. Einmal eine Kommentierung der gesellschaftlichen Zustände, verschlüsselte Botschaften, auf der anderen Seite zwar immer noch Fiktion, jedoch auch mit Bezug auf (inner)wissenschaftliche oder philosophische Gegenstände.

    Wenn ich an diese seltsame verautomatisierte Hand in der letzten Geschichten denke, fühle ich mich an diese Propagandamärchen von den russischen Forschern, die etwa eine 10 kg schwere Tomate oder Erdbeere züchten.

    Und natürlich an „Stalker“, die Verfilmung von „ein Picknick am Wegesrand“, Arkadi und Boris Strugazki, oder diese wundervoll trashige erste Verfilmung von „Solaris“.

    Phantastik, da tut sich natürliche ein weiter Kontext auf, meine Erinnerung Auffrischend mal etwas gegooglet; von Homer, Lucian, 1000 und 1 Nacht, und so weiter und so weiter, über die Dämonen, Teufel, Vapiere, wie sie dann auch in der Neueren Russischen Literatur (wieder) auftauchen, bis hin zu den klassischen Lügengeschichten, dem Münchhausen; in diesem Kontext könnte man sicherlich auch den Eulenspiegel sehen (und dessen außereuropäische Varianten).

    HT: http://www.jfsl.de/publikationen/2007/Jakisa.htm

  19. ziggev September 19, 2011 um 5:48 pm

    EDIT: „fühlte ich mich … erinnert.“

  20. Loellie September 19, 2011 um 10:05 pm

    „Und irgendwie wirken die Filmaufnahmen authentisch wie 60er-Jahre-Material.“

    Man nehme zB dieses Schmuckstück:
    http://picasaweb.google.com/105285422444221511623/KameramuseumEBittner#5505242129438814466
    das aktuell auf ebay zu 70€ angeboten wird (wegen sowas krieg ich bisweilen Depressionen) bestellt sich hier zb bei Wittner das Material der Wahl, zB Foma oder Orwo nach Originalrezept aus der CCCP und spart sich Softwarelizenzen, Rechenzeit und kostspielige Schnittplätze weil man den ganzen Rest, den es sonst noch bräuchte auf ebay gegen Versandkosten hinterher geworfen bekommt.
    Wobei ich jetzt glatt lügen müsste, und das darüberhinaus auch bei der Digitalisierung passiert sein kann, mich dünkt aber aufgrund der etwas schwachen Kontraste, dass es sich um einen dieser SW-Filme handelt, die man auch in Farbentwickler bearbeiten kann. Gut möglich das es Ende der 80er schwieriger war noch echten SW-Film für 8mm aufzutreiben als heute. Weiss Bersarin sowas? Analoges kenn ich ja nur ohne das -oges 😀

    Und ja, bei den Robotermenschen habe ich Tränen gelacht. Ich gehe davon aus, das der Filmemacher von UFO-Sichtungen und der Mutter aller verbotenen Aufnahmen, dem Zapruder-Film vom JFK-Attentat, inspiriert war. Und Sagen und Mythen urbaner Natur. Mit anderen Worten, wirklich weit weg ist das von Blair-Witch nicht. Aber eben doch eine völlig andere Annäherung an das Thema. Stark vereinfacht will „Verbotene Aufnahmen“ über Sein und Schein nachdenken, über Dokumentation und Inszenierung, während Blair & Witch darüberhinaus unterhalten will und Formfragen aufwirft.
    Und über diese hohlen und stocksteif vorgetragenen Monologe dann auch noch einen Simultandolmetscher zu synchronisieren ist wirklich klasse!

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