Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Koalitionen fürs etwas bessere Leben im Falschen schließen – ein öffentliches Brainstorming!

So, wo jetzt die Sozialromantiker auch wieder Laut geben zu meiner großen Freude und mein hier gelegentlich geäußertes Misstrauen in diese Richtung sich hoffentlich in Wohlgefallen auflöst, ist mir ja viel lieber, wenn es das tut – wie geht man denn nun positiv mit dem Millerntor-Leben um nach all dem Aufgerege rund um  die Themen Transphobie, Homophobie, Sexismus, Rassismus, Klassismus im Rahmen des FC St. Pauli? Brauchen wir Institutionen, reichen Diskussionen?

Vor geraumer Zeit hatte ich ja z.B. die Gründung einer Vereinstiftung, die Wissen rund um diese Themenkomplexe recherchiert und bereit stellt, z.B. Schulungen durchführt oder Antirassismus-Training arrangiert, angeregt. Tolle, sich aufreibende Leute wie jene beim Aktionsbündnis gegen Homophobie oder USP Antirassista gibt es ja, aber angesichts der Diskussionen rund um die genannten Themen in den letzten Wochen scheinen sie soooo durchschlagend wie gewünscht ja nicht zu wirken, was nicht an dem Sich-Aufreiben dieser Initiativen liegt.

Brauchen wir eine Quote, zuerst wohl für Frauen, dann eventuell, falls auch andere Vertreter dieser Gruppen das wollen würden, auch für diese in den Vereinsgremien? Brauchen wir so was wie institutionalisierte Ratgeber-Gremien, die z.B. Fanzines zur Verfügung stehen, um sie bei Texten und auch Karrikaturen zu beraten?

Kurz: Wie kommen wir über reine „Symbolpolitik“ zur Beruhigung des eigenen, schlechten Gewissens hinaus? Reichen Informations- und Diskussionsveranstaltungen aus, oder muss man nicht weiter gehen?

Ja, ich stehe ja in Kommunikation mit Leuten, die die gewachsenen Strukturen viel besser kennen als ich, und viele derer denken bestimmt auch, was pupt der im Netz immer so rum, kann der nicht mal eine mail schreiben, wir sind doch seit Jahren aktiv!

Umgekehrt ist für mich immer gerade die Sozialromantiker-Aktion Vorbild hinsichtlich der enormen Wucht, die mit Social Media und dem Internet zumindest punktuell zu entfachen ist. Und alle, die ich so kenne rund um den FC St. Pauli, sind vor allem über Twitter, Blogs und Facebook miteinander vernetzt. Insofern sei diese Aufforderung hier nicht als Misstrauensvotum gegen all das Geleistete, sondern als ernst gemeinter Versuch verstanden, beide Welten, die der enorm engagierten aktiven Fans wie auch der eher netzwerkenden Fraktion mal im mir vertrauteren Medium aufeinander zu zu führen. Falls das wer will.

Diskussion eröffnet. Es gilt bald bei der JHV wie auch der AFM-Versammlung Anträge zu stellen.

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