Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Vielleicht irre ich … mal was zum Thema „Verschwörungstheorie“ und „die Linken“: Erster Versuch einer Annäherung an das Thema

„Dass die NPD in Deutschland nicht verboten werden konnte, weil ihr Vorstand mehrheitlich von Vertretern des Verfassungsschutzes besetzt war, ist wahrscheinlich noch in guter Erinnerung. Die gestern schon geposteten Äußerungen von Richard Clarke über das Handling der späteren “Hijacker”, die jetzt in der US-Presse Wellen schlagen – hier, hier und hier – deuten an, dass es sich bei 9/11 um einen ähnlichen  Fall handeln könnte: die Vorbereitungen für 9/11 konnten vom FBI nicht gestoppt werden, weil “Al Qaida” weitgehend mit inoffiziellen Mitarbeitern der CIA besetzt war.“

 

Puh. Gestern Abend habe ich, ausgerechnet, nachdem ich die „Tosca“ in der Oper sah, Stefan Austs ambivalente Doku zu den Folgen des 11. September geguckt. „Tosca“, das am Rande, behandelt das Hineinrutschen einer Schauspielerin/Sängerin und eines Malers in eine tödliche politische Intrige und thematisiert u.a. die Praxis „Folter“ im Kontext des Musiktheaters in ziemlich düsterer Art und Weise.

Wenn Aust noch einmal die entfesselte Waterboarding-Orgie als aus Sicht der Bush-Regierung als effizientes Mittel zur Landesverteidigung zeigt, Aust kritisiert das und gibt doch „ausgewogen“ den Argumenten Raum, wird einem arg schwummerig. Das alles ist breit diskutiert und trotzdem noch erschütternd – irritierend war, dass eben jener Richard Clarke, den Bröckers zitiert, äußerte, dass es sein könne, dass die Attentäter gerade als Objekte der CIA-Anwerbung durch die USA spazierten und deshalb, obgleich schon lange von Geheimdiensten observiert, VISA erhielten und auch ansonsten keinerlei Mühe sich gaben, auch nur irgendwie versteckt zu agieren. Aust lässt Clarke dies sagen, mal so nebenbei, vertieft es aber nicht, ein wenig so, als hätte er sich gedacht: „Jetzt habe ich den schon im Interview, dann muss ich den immer mal rein schneiden, aber was er sagt, who cares?“. Der Rest des Filmes bleibt von dieser Aussage weitestgehend unbehelligt.

In dem mich zumindest sehr beeindruckenden Buch von Broeckers zu „1o Jahre danach“ geht dieser in seinen FRAGEN noch ein wenig weiter und formuliert begründete Zweifel, ob es nun überhaupt diese 19 waren, die die Attentate verübten, alleine schon, weil einige derer sich später quicklebendig zu Worte gemeldet haben sollen. Das Interessante an den Ausführungen ist, dass zwar „Theorien“, wie es wirklich gewesen sein könnte, angedeutet, nicht jedoch ausformuliert werden. Das Buch bleibt kritisch hinterfragend. Und stellt sehr deutlich heraus, dass die „Offizielle Version“, eben jene, dass Bin Laden und Scheich Muhammed in einer afghanischen Höhle das Ganze planten und die 19 mit Teppichmessern bewehrten Jihadisten Flugzeuge entführten, viel eher einer Verschwörungstheorie gleich käme als das, was die Autoren in ihrem Buch beschreiben, nämlich einfach eine regierungsamtlich verkündete Version Punkt für Punkt zu hinterfragen, um Skepsis als Kriterium für journalistisches Handeln mal wieder Geltung zu verschaffen.

Natürlich bekam ein derart zersetzender Geist prompt in alle Körperöffnungen den Antiamerikanismus und Antisemitismus-Vorwurf gestopft, gegen den er sich erfolgreich juristisch zur Wehr setzte, wohl gegen die Redaktion von Panorama. Dabei stellt er einfach – sehr polemisch und erschütternd witzig geschrieben – Fragen an Ermittlungsbehörden und Aufklärungskomissionen, die oft aktiv daran gehindert wurden, ihren Job zu machen.

Und es ist ja richtig, unter Berücksichtigung der schlimmstmöglichen Wirkung der „Protokolle der Weisen von Zion“, auf die enorme Gefahr, die von Verschwörungstheorien ausgehen kann, zu verweisen. Macht Bröckers auch, darauf verweisen. Trotzdem ist insbesondere massenmedial, auch das konnte man gestern wieder bei Aust gut sehen, die Bereitschaft sehr groß, die Verschwörungstheorie mit Osama Bin Laden und der islamistischen Weltverschwörung zu glauben, alternative Versionen aber nur heimlich, ängstlich und im Netz zu debattieren (was ja seit 10 Jahren alle tun, aber oft mit Schwerpunkt auf der Frage, ob Flugzeuge Hochhäuser zum Einsturz bringen können, weniger nach jener der Hintermänner).

Was nun alles weniger das Thema 11. September hier zur Diskussion stellen soll, dazu gibt es ja nun allerlei Foren, Seiten, Bücher. Viel merkwürdiger finde ich, nicht zufällig als Habermasianer viel zu spät an Robert A. Wilson geraten, dass in meiner vielleicht falschen Wahrnehmung auf der gemäßigt Linken geradezu paranoide Vorbehalte herrschen, solche Fragen öffentlich zu diskutieren. Man geht in Abwehrhaltung, weil man das alles gar nicht wissen WILL. Vielleicht ist das auch nur mein persönliches Problem, und ich schreibe hier gerade einen Projektionsartikel.

Und da sich das nun durch allerlei Lebensbereiche zieht, dass man lieber „Whistleblower“, Nestbeschmutzer, Fragensteller, ob nun im Falle homophober Strukturen am Millerntor oder wenn irgendwo Eishallen einstürzen, ob in Fragen des Alltagsrassismus oder der Möglichkeit einer gerechten Justiz im Falle von Vergewaltigungen, attackiert: Das Bedürfnis, jenen zuzuhören, die „lieb gewonnene Vorstellungen“ in Frage stellen, ist doch sehr gering. Viel stärker das Anliegen, sich die Fantasie einer irgendwie doch gerechten Welt zu wahren – was ja auch jene tun, die die Attentate am 11. September als legitimen Antiimperialismus insgeheim verstehen, so z.B. mutmaßlich Uli Honess, der unmittelbar nach 9/11 die Frage stellte, warum die „uns“ so hassen und wie groß die Verzweiflung sein muss, so etwas zu tun. Aus der Erinnerung zitiert. Das reproduziert immer diese komische Denkfigur, es seien Anschläge auf „unseren“ Lebensstil gewesen, aber wer ist denn da „wir“?

Umgekehrt, surft man mal quer rum durch all die verschwörungstheoretischen Seiten bis hin zu Infokrieg und Alex Jones, den ich ziemlich weit rechts im US-Sinne verorten würde, entsteht ein ganz seltsames Bild: Das, was noch zu Zeiten Wilsons in den frühen 70ern als „links“ galt und z.B. im Falle Watergates, Gladios und der Iran-Contra-Affäre sich grausam bestätigte, scheint komplett ins rechte Lager abgedriftet zu sein, mir auf der Linken aber kaum noch präsent. Um auf der Rechten wirklich schnell in Antisemitismus umzuschlagen oder sich doch so was wie die „Illuminaten“ vorzustellen, nicht etwa halbwegs eigenmächtig agierende Geheimdienste und Interessenverbände, von denen allenfalls Einzelne in Regierungen etwas wissen.

All das, womit ich noch aufgewachsen bin, die Angst vor dem Überwachungsstaat, vor dem „totalen Verblendungszusammenhang“ (Adorno/Horkheimer/Marcuse), „Aufklärung als Massenbetrug“, was im Falle der Diskussion der Berufsverbote oder der Volkszählung noch zentral war, scheint mir in seiner radikalen Form in rechter Agitation aufgelöst. Klar, man plädiert für die Kennzeichnungspflicht von Polizisten, gegen Vorratsdatenspeicherung, gegen die Drangsalierung von Sozialhilfeempfängern, aber das ja nur noch teilweise als Kritik an systemischen Vorgängen oder perfiden Akteuren, sondern als mangelnde Realisierung rechts- und sozialstaatlicher Prinzipien. Während die Tea-Party schon bei Obamas Gesundheitsreform „Faschismus“ oder „Sowjetisierung“ kreischt.

Als diese klassischen Themen von Gegenkulturen vor der Maueröffnung, Massenmanipulation, Mind Control, Unterwanderung von Institutionen durch NATO und Geheimdienste findet sich obskuren rechten Kontexten zumeist, und vertritt es jemand von links, bekommt er irgendwelche Keulen übergebraten bei gleichzeitiger Ignoranz des Gesagten. Stattdessen fühlen sich auf einmal linke Platzhirsche von Schwulen und Feministinnen unterjocht, und ausgerechnet die Bissigen Liberalen spielen auf den Film MATRIX an, was nun einer gewissen Komik nicht entbehrt.

Auch diese verbroderten Psychokriege rund um vermeintlich linke Hegemonien, Tabubrüche, lieb gewonnene „Wahrheiten“, also die Ideologiekritik, ist ursprünglich mal linke Rhetorik gewesen. Man kann das nun im Zuge der Anti-PC-Agitation als Strategie wahr nehmen, der Linken ihre Begriffe so zu klauen, dass sie nicht mehr verwendbar sind. Umgekehrt scheint mir bei rechten Verschwörungstheoretikern manchmal etwas ins Negative mutiert zu sein, was ich mal zunächst gar nicht paranoid, sondern zumindest in manchen Fällen gesundes Misstrauen nennen würde (wenn sie sich nicht gerade von Frauen-, Schwulen und „Migranten“verbänden unterjocht fühlen) und was irgendwie zwar heimlich an Mittagstischen – „natürlich sind die in Afghanistan, weil sie den Drogenhandel brauchen“ – erzählt wird, sich aber in etablierten Medien tatsächlich nicht findet. Um dann auf der Rechten eben doch in Antisemitismus und Linkenhatz umzuschlagen. Ich meine hier übrigens nicht die völkische Agitation, sondern die libertäre US-Variante von „rechts“, die dann z.B. davon ausgeht, School-Shootings würden inszeniert, um mittels schärferer Waffengesetze die Bevölkerung zu entwaffnen, um künftig diktatorisch ohne Widerstand vorgehen zu können. Lediglich letzteres, den immer weiter geschraubten Abbau von Bürgerrechten, halte ich dabei für plausibel und offenkundig.

Ich glaube, das hat 3 Gründe, falls das überhaupt richtig ist: Zum einen sind im Zuge der strukturalen Analyse gesellschaftlicher Verhältnisse Begriffe abhanden gekommen, gesellschaftliche Akteure adäquat beschreiben zu können. Klar, bei der INSM oder der Bertelsmann-Stiftung oder Lobby-Systemen kriegt man das noch irgendwie hin, wiederum im Sinne einer Kritik mangelnder Verwirklichung demokratischer Prinzipien. Aber für so etwas wie Geheimdiensthandeln, organsierte Kriminalität etc. und wie es funktionieren könnte, also Institutionen, die eher außerhalb der angelernten Grundbegrifflichkeiten agieren, fehlt irgendwie die Vorstellungskraft.

Zum zweiten sind allesamt ständig mit dem Prinzipiellen und der Abweichung von diesem beschäftigt, aber selten nur mit dem Konkreten. Man kümmert sich um Begründungs-, vielleicht noch Verfahrensfragen, aber selten mal um die fiese Ebene der Empirie. Ja, da ist insbesondere Jürgen Habermas mitverantwortlich. Irgendwie ist in Vergessenheit geraten, dass das zentrales Thema der „Postmoderne“, sehr allgemein gesprochen, war. Ob nun Lyotards Attacken auf die „Großen Erzählungen“ oder das Gesamtwerk Foucaults, wo immer irgendein gemeiner Gutachter die hehren Reden vom humanen Fortschritt unterläuft, oder die Dezentrierungs- und Dekonstruktionspraktiken Derridas – das war deren Thema. Und Habermas hat ab ca. Mitte der 80er mit Begründungsfragen im Quasi-A Priori geantwortet.

Ich finde es immer wieder spooky, wie diese philosophischen Debatten, die ja kaum ein Normalsterblicher mit bekommen hat, in Alltagsgesprächen wieder auftauchen. Alle Welt kommt einem, sei es nun im Falle der Transphobie beim Übersteiger oder bei Diskussionen zum Rassismus-Thema, ständig mit Habermas um die Ecke, ohne vermutlich den Namen auch nur einmal gehört zu haben.

Und dann vertieft man sich in genaue Analysen von Netzbewohnern im Falle des School-Shootings in Winnenden, wo wirklich jede Patronenhülse, jeden Zeugenaussage, jede Polizeimarkierung drei mal hinterfragt wird, und hat das Gefühl, eine ganz andere, im Zuge des falschen Allgemeinen völlig ignorierte Realitätsebene tut sich auf. Ich verlinke die Seiten nicht, weil anderes mir auf denen zu dubios erscheint; aber dieses Dubiose dort entsteht ja nur, weil manchmal eben doch gilt „Wo Rauch ist, ist auch Feuer“.

Das hat mich auch beim Bröckers-Buch beeindruckt; selbst wenn alles falsch wäre, was da steht, hat sich jemand der Mühe unterzogen, wirklich akribisch zu HINTERFRAGEN. Und Kant hat eben nicht gesagt „Alles wird gut“, sondern: Der Kritische Weg allein ist offen, und DAS ist Aufklärung, der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit, nicht die Realhistorie.

Was zum nächsten Punkt überleitet: Nach dem Mauerfall ist der „Klassenfeind“ dazu übergegangen, einen derartigen Druck aus Rechtsstaat, Sozialstaat und Demokratie auszuüben, dass man im Zuge der Verteidigung gar nicht mehr dazu kam, mal zu bedenken, was jenseits des Prinzipiellen INNERHALB dieser gesellschaftlichen REALITÄTEN, nicht Prinzipien, so alles vor sich geht. Und so hat man den Rechten ein ganzes Feld überlassen. Dass keiner mehr so richtig auf dem Zettel hatte gestern bei der Meck-Pomm.-Wahl, woran das Verbot gescheitert war, siehe oben, ist doch nur ein Symptom: Sie starren auf die „Extremisten“ und ignorieren dabei die Schweinereien der immer weiter nach rechts rückenden Mitte.

Auf seltsame Art scheint sich das alles auch in der Popkultur wieder zu spiegeln: Während Filme wie „Total Recall“ oder die oben bereits erwähnte „Matrix“ und vieles drumherum noch in den 90ern Mainstream war, also eine massive Infragestellung des Offenkundigen, sind in den Nuller-Jahren, so scheint es mir, eher Gewissheiten, das „Echte“, das „Authentische“ wieder in den Mittelpunkt gerückt, Formen, die auch da, wo es kritisch zuging, äußerst positivistisch zur Sache gingen. „Das Leben der Anderen“, auch, dass gerade im Folk-Kontext so viele wichtige Acts sich etablierten und erst jetzt wieder so richtig Technoides nachwächst, scheint mir Symptom zu sein, vielleicht irre ich.

Aus all dem muss Mensch doch raus. Es ist doch überall die gleiche linksliberale „Mitte“, die taz-Leser und Grünen-Wähler, die Süddeutsche-Abbonenten und DIE ZEIT- und SPIEGEL-Leser, diese in die Jahre gekommenen Lichterketten-Betreiber, teilzynisiert, die vor lauter Gewißheiten und Restauration der Rechten die Felder überlässt und sich sogar noch über Sarrazin aller öffentlichen Empörung zum Trotze insgeheim freut, weil wieder eine Lüge, die schon in den Prämissen steckt, scheinbar positiv untermauert wird. So dass auf einmal Schirrmacher am profundesten opponiert, ja, mir die FAZ manchmal als einziges Organ der Rest-Skepsis erscheint. Wenn auch nicht im Falle von 9/11.

Da finde ich es gut, das Autoren wie Mathias Bröckers so insistieren und wortgewaltig dagegen anstinken. Man kann diese Themen nicht den Arschlöchern überlassen.

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46 Antworten zu “Vielleicht irre ich … mal was zum Thema „Verschwörungstheorie“ und „die Linken“: Erster Versuch einer Annäherung an das Thema

  1. Thegurkenkaiser September 5, 2011 um 12:38 pm

    unglaublich richtiger text. wollte fast bei jedem satz zustimmend aufkreischen.
    danke.

  2. vuvuzela//riotqueer September 5, 2011 um 12:40 pm

    Die Bias von ‚Verschwörungstheorien und Wahrheit‘ birgt immer die Gefahr, der klandestinen Notwendigkeit für etwas und gegen den Mainstream zu sein, somit leicht esoterisch angehaucht diese Bias stets subjektiv bleiben wird und nach objektiven Empfinden dies nicht zu neuen führen kann.

    Im Grunde dreht sich die Erde auf der Suche nach dem Loch,…

  3. workingclasshero September 5, 2011 um 1:12 pm

    Da hatte ja auch Michael Moore einen spannenden Film drüber gedreht. Übrigens ist in den linken Kreisen, denen ich angehöre äußerst ausführlich über solche Möglichkeiten diskutiert worden.

    Ergänzend hierzu:

    http://www.i-p-o.org/von_buelow-tagesspiegel-online.htm

  4. momorulez September 5, 2011 um 2:06 pm

    @Thegurkenkaiser:

    Ich näher mich ja eher noch dem an, was ich meine 😉 – und irgendwie musste einfach raus. Danke!

    @vuvuzela/riotqueer:

    Da glaube ich gar nicht. Ich glaube, dass auf zu allgemeinen Ebenen objektiviert wird.

    @workingcalsshero:

    Deshalb ja der sehr ernst gemeinte Vorbehalt – in vielem kann man sich ja eher auf die veröffentlichte Meinung beziehen, und ich weiß da auch wirklich nicht, wo ich projiziere – und da erlebe ich doch am häufigsten Nicht-Auseinandersetzungen der Sujets, mit denen sich Rechte auf die eklige Tour auseinandersetzen, und sehr viel Weltbildbewahrenwollen.

  5. MartinM September 5, 2011 um 2:56 pm

    Meine „ganz persönliche“ „Theorie“ (eher: Vermutung) ist, dass die Geheimdienste (einschließlich Verfassungsschutz) einen nicht unwesentlichen Teil ihrer Ressourcen darauf verwenden, ihre eigene Unfähigkeit zu verschleiern.
    Im Falle „9/11“ herrschte ein geradezu unglaubliches Gegeneinander und Nebeneinander der Dienste (vor allem CIA und FBI), geradezu ein Kleinkrieg, grobe Fehleinschätzungen, Vorurteile, Scheuklappendenken. Im Falle VS ist es im Grunde ein Armutszeugnis, dass ein Inlandsgeheimdienst nicht ohne bezahlte Informanten aus der NPD auszukommen glaubt – also Nazis, die Staatsknete dafür bekommen, dass sie ihre „Kameraden“ verpfeifen – nicht etwa eingeschleuste Agenten! Ich gehe davon aus, dass ein sehr großer Teil der so gewonnenen „Informationen“ schlicht erlogen ist. Warum der VS trotzdem daran festhält? Meine Vermutung: Um zu verschleiern, dass er eigentlich auch nicht mehr über die NPD weiß wie sich gut informierenden einfache Bürger. Aktenberge voller „Spielmaterial“ zwecks Kompetenzvortäuschung.
    John Le Carré schrieb irgendwo mal, dass in Geheimdiensten beinahe notwendigerweise Menschen Karriere machen, die in anderen Berufen wegen ihrer latenten Paranoia und ihrem Hang, die Welt steht durch den Filter ihrer jeweiligen Ideologie zu sehen, schwerlich über einfache Sachbearbeiterjobs hinaus gekommen wären. Rechnet man die in Le Carrés Romanen beschriebene (und offenbar realistische) wuchernde Bürokratie in den – naturgemäß nur magelhaft kontrollierbaren – Diensten dazu, dann ergibt sich ein Szenario, gegen das jenes von mächtigen Verschwörern im Hintergrund beinahe gemütlich anmutet. Einer Welt, die nach völlig anderen moralischen Grundsätzen und Werten funktioniert, als die „Normalwelt“, und in der die Aufrechterhaltung des „schönen Scheins“ fast so wichtig ist wie in der PR-Branche. (Überschneidungen sind im Bereich „Politikberater“ ja vorhanden.)

  6. momorulez September 5, 2011 um 3:08 pm

    Das kann auch gut sein. Wobei im Falle 9/11 zumindest doch noch mehr hinzu tritt, was die Sache dubioser erscheinen lässt; ein Bekannter, der ungefähr zum Zeitpunkt des Erscheinens der Kommissionsergebnisse einen Film dazu gemacht hat, hatte allerdings auch diesen Eindruck.

    Trotzdem sei noch mal der hier verlinkt:

    http://www.danieleganser.ch/

    und da werden auch die Let it happen/Make it happen-Varianten debattiert. Der hat auch das ja irgendwie von breiten Öffentlichkeiten weitestgehend ignorierte Buch zu Gladio geschrieben, und auch das ist so ein Bezug, der bei den ganzen Alex-Jones-inspirierten Rechten IMMER auftaucht, aber mir z.B. vor gerade mal 2 Monaten über den Weg lief. Irgendwie werde ich dieses Gefühl nicht los, dass das wie bei der Kolonialgeschichtsaufarbeitung ist: Viele reagieren mit einer narzißtischen Kränkung, wenn „der Westen“, an den man sich zunächst ja nicht freiwillig assimilierte, nicht mehr als heilsbringende, historisch treibende Kraft in Fragen von Aufklärung, Demokratie und Menschenrechten erscheint, sondern auch als hintertriebene Arschlochveranstaltung. Und das war in den 80ern noch völlig anders. Da ist eine seltsame Immunisierung aus irgendwelchen Nazismusaufbereitungen, vermutlich, entstanden, die sehr allergisch reagiert, wenn manche sich auf einmal nicht mehr auf der Seite der Guten der Geschichte wähnen. Als würde man auf irgendeiner Seite stehen, nur weil man wählen geht und hier aufgewachsen ist.

  7. cusscuss September 5, 2011 um 4:24 pm

    Ja, interessant, und mal so zu fragen, wie es zum Rechtsabdriften der „Mitte“ kommt! Welches Phänomen ich überhaupt nicht sexy finde. An einigen Stellen scheinst du mir zu weit zu gehen, ich finde es aber über alle Maßen richtig, so zu fragen, wie du es tust. Ich selbst habe mich einmal ein Zeit lang am Rande von rechts/biologistisch/faschistoiden Kontexten bewegt, das ist wohl etwas übertrieben, aber der Kontakt war da, mit „hurra, wir verblöden-Lust“ an Verschwörungstheorien plus Manipulationsphantasien.

    Jetzt versuche ich schon seit ein paar Jahren wieder links zu werden, es ist ja nun nicht so, dass ich meine linke „Grundgrundierung“, wenn ich so sagen darf, je aufgegeben hätte, entsprechende Kontexte finde ich jedoch ausschließlich im Netz, aber wenn die Schirrmachers dermaßen ohne Gegenwind das Maul dermaßen aufreißen können und „die FAZ manchmal als einziges Organ der Rest-Skepsis erscheint“, dann vermisse ich wirklich einen kritischen linken Mainstream, wie es ihn anno dazumal wohl mal gegeben haben muss.

    Also, nochmal, gut gebrüllt! Da könnte man sicherlich noch weiterfragen und dann auch sicherlich manche Antworten erwarten.

  8. che2001 September 5, 2011 um 4:39 pm

    Oben in dem von WCH verlinkten Artikel werden Huntington und Brzezinsky erwähnt. Die gehören beide zu dem Autorenpool, der die für das Pentagon verfasste geheime Denkschrift „Differenzierte Abschreckung“ verfasst hat (die ich gelesen habe), wo es um das Feindbild für die Zukunft ging. Ein paar Jahre später präsentierte Huntington dann „Clash of the Cultures“. Ein Schelm, wer…..

    @“Da ist eine seltsame Immunisierung aus irgendwelchen Nazismusaufbereitungen, vermutlich, entstanden, die sehr allergisch reagiert, wenn manche sich auf einmal nicht mehr auf der Seite der Guten der Geschichte wähnen.“ —– Das ist m.E. sehr ähnlich wie die linksalternativen Leute, die einer gemeinsamen schwarzen Bekannten nicht abnehmen wollten, dass sie von rassistischen Arschlöchern massivst bedroht wurde, ohne dass jemand der Umstehenden eingriff

  9. che2001 September 5, 2011 um 4:40 pm

    Frei nach dem Motto: „Nachdem wir so schöne Lichterketten gemacht haben passiert so etwas heute doch nicht mehr“, und wenn es doch passiert will man es nicht wahrhaben.

  10. cusscuss September 5, 2011 um 4:49 pm

    und stelle dir das wiehernde Gelächter angesichts der Lichterketten auf rechter Seite vor! Das war der Punkt, an dem ich rechtsabdriftete.

  11. che2001 September 5, 2011 um 5:18 pm

    Das war der Punkt, wo ich mir einen Schlagstock zulegte und anfing, damit zweimal die Woche zu trainieren, Bo-Karate und Escrima.

  12. momorulez September 5, 2011 um 5:21 pm

    @Cusscuss:

    Na, der Schirrmacher war schon als Provokation gemeint 😀 – wobei ich tatsächlich finde, dass die FAZ machmal wenigstens noch so wirkt, als würde da mal jemand nachdenken, während die ganzen Nasen anderswo ständig Grundsätze referieren.

    Und „rechts“, dass ist immer so kompliziert, das zu vermitteln, da meine ich das, was man von Rechtslibertären aus den USA nun mittlerweile auch hier geballt im Netz findet. Dieses „Ich habe ein Recht darauf, den Schwarzen in meinem Vorgarten abzuballern, und da hat keine Instanz, schon gar nicht der Staat, mir reinzuquatschen oder mir noch erzählen zu wollen, dass die Perversen irgendwas in der Schulbibliothek zu suchen haben.“ Was ja ein grundsätzlicher staatkritischer Impetus ist, der hier auf der Linken vor lauter Verteidigen dessen, was irgendwie erreicht wurde, verschwunden scheint, und das ist schon ein Problem. Dass ich diese Tea-Party-Nasen trotzdem furchtbar finde, muss ich ja hoffentlich nicht extra betonen. Und selbst das Angewetter gegen die „Systemparteien“ der hiesigen, völkischen Rechten, also, ich meine, ich könnte kotzen, was die NPD da für Schlüsse draus zieht, das ist aber ja nun nicht nur falsch, von „Systemparteien“ zu sprechen. Das mag sich jetzt gewagter lesen als es ist, und irgendein Idiot wird daraus dämliche „Querfrontthesen“ ableiten; mir geht es um Zurückerobern von Terrain, um diese rechten Arschlöcher da nicht in ihrer ekelhaften Art okkupieren zu lassen und das kritische Denken eben gerade GEGEN sie zu richten.

    @Che:

    „Das ist m.E. sehr ähnlich wie die linksalternativen Leute, die einer gemeinsamen schwarzen Bekannten nicht abnehmen wollten, dass sie von rassistischen Arschlöchern massivst bedroht wurde, ohne dass jemand der Umstehenden eingriff“

    Exakt das meine ich. Und dann noch zu Vorträgen anhoben, in Deutschland gäbe es doch gar keinen Rassismus, aber wer Diskriminierung sucht, findet schon welche.

    Dieser Huntington, das stimmt. Der hat die Folie bereit gestellt, und Bücher wie Sens „Identitätsfalle“ hatten dagegen keine Chance.

  13. vuvuzela//riotqueer September 5, 2011 um 5:36 pm

    Für die Heroin-Route seit dem 2001-Desaster für die westliche Welt: http://www.easybooksdifficulttopics.com/HOME.html

  14. cusscuss September 5, 2011 um 5:37 pm

    Ich saß da mit der superscharfen Schauspielerin, mit der ich kurz zusammen war, im hamburger Hauptbahnhof in diesem seltsamen Imbiss, während die Binnenalster mit Lichterketten umrandet war, und fütterte die Musik-Box, die unwahrscheinlich laut war, geil, mit einem D-Markstück nach dem anderen, bis ich wirklich bis zum Rest des Monats pleite war: „No Woman No Cry“. Kurz darauf nahm ich die genannten Kontakte auf.

    Danke aber, möchte ich nochmal betonen, Che, für die hilfreichen Tipps. In meinem Alter werde ich es vielleicht mal mit Thai-Chi versuchen. Die wirken jetzt durchaus motivierend.

  15. cusscuss September 5, 2011 um 6:02 pm

    Deshalb ja auch die Angst (nicht nur „german angst“) vor einem neuen Faschismus. Diese kulturelle Leere, die Manchen (eigene Erfahrung) schon mal auf Abwege geraten lässt. Hin und wieder wird mir schon etwas mulmig.

  16. MartinM September 5, 2011 um 7:12 pm

    Vor einigen Jahren bin ich mal in meinem Blog der Frage nachgegangen, ob an der Verschwörungstheorie, „Pearl Habour“ wäre eine Inszenierung gewesen, mit der die Regierung Rosevelt die kriegsunwilligen USA-Bevölkerung kriegsbereit machte, etwas dran sei. Ich kam zum Ergebnis: Inszenierung? – Nein! „Let it happen“-Szenario? Ich weiß zu wenig, um die Frage beantworten zu können.
    Genau so geht es mir mit 9/11. Wobei, wie im Falle Pearl Habour, schon „von allein“ so viel schief gegangen ist, dass eine eventuelle „absichtliche Nachlässigkeit“ nicht leicht zu entdecken sein dürfte – es sei denn, man sucht gezielt danach: Keine „große Verschwörung“, sondern eine miese, fiese, aber entscheidende Kleinigkeit. Den „Rest“ erledigen die zuverlässigen, aber nur begrenzt kompetenten, Staatsorgane quasi von selbst.
    Che, die Huntington-Sache gibt mir zu denken. Mir ist aufgefallen, wie genau Huntigton seinen „Clash of Civilsations“ plottete – ich hatte beim Lesen das Gefühl, da schriebe jemand ein Exposé für ein Polit-SF-Roman, so „gewollt“, so offenkundig an den Haaren herbeigezogen, aber dabei fein auf weit verbreitet Klischees, Vorurteile und Weltbilder (wie die vom „Christlichen Abendland“) abgestimmt. Aber vielleicht lese ich einfach zu viel SF und zu viele Polit-Thriller 😉

  17. momorulez September 5, 2011 um 7:35 pm

    Zu Pearl Harbour ist doch gerade etwas erschienen, dass das wirklich ein „Let it happen“ war? Dass also wichtige Informationen gezielt nicht weiter gegeben wurden, weil es manchen ganz gut in den Kram passte, dass man den Japanern ein „Angefangen, angefangen“ zurufen konnte?

    Wir streiten uns auch nur um Nuancen, glaube ich.

  18. che2001 September 5, 2011 um 9:37 pm

    Martin, das Pentagon-Papier gibt es nun einmal, und da gehört Huntington neben Brzezinsky, Claytor und Goodpaster zu den Autoren. Ich finde das sehr eindeutig.

  19. Loellie September 5, 2011 um 9:52 pm

    Die Bücher von Bröckers kenn ich nicht, „nur“ die 52teilige! Artikelserie, die er auf TP geschrieben hat. Das war schwer beeindruckend. Heute dürften die Kommentare zu den Artikeln spannender sein als die Artikel selbst, weil man daran super nachvollziehen kann, wie rechte Kräfte unter mithilfe der Admins systematisch ein Forum aushebelten, und eine Art „Bewegung“, während sie entstand unterwanderten.
    Meine Zensurfreude und Dauerfrage, was ist Meinung, oder warum dürfen „Liberale“ in Blogs kommentieren, ohne dafür wegen Schleichwerbung abgemahnt werden zu können, ist eine direkte Folge der damaligen Diskussionen.
    Es waren ja vor allem Admins und Moderatoren mit ihrem in IT-Kreisen weit verbreiteten libertären Unsinn, die dafür sorgten, dass Faschismus kein Verbrechen mehr ist, sondern wieder eine Meinung. Das wird man ja noch sagen dürfen.
    LOL, hat schonmal jemand ein Interview oder Keynote von Zuckerberg verfolgt? Ich finde es wirklich, in echt und nicht der Polemik wegen, unverantwortlich, das so einer frei rumlaufen darf.

    911 hat vor allem gezeigt, dass bis zur Jahrtausendwende die unsichtbare Hand des Marktes erfolgreich jedweden kritischen Geist aus sämtlichen Redaktion getilgt hatte, während man heute, zehn Jahre später weiss, dass da nach unten noch Luft war.

    „Systemparteien“ ist mir als Begriff extrem unsympathisch. Nicht mal weil er von rechts kommt, sondern missverstanden werden kann, als handelten Parteien heute noch nach irgendeinem System. Dabei zeigt die anhaltende Wirtschaftskrise deutlich, dass inkl der USA innerhalb des „Westens“ keine Regierung mehr Handlungsspielraum hat.
    Oder, Che, gab es historisch eine Situation, die mit heute vergleichbar gewesen wäre, ohne dass es massenhaft zu Kriegserklärungen gekommen wäre.

    @ Martin:
    Versteh ich dich richtig, dass dir Huntington zu billig oder blöd war um ihn ernst zu nehmen?

  20. Noergler September 5, 2011 um 10:17 pm

    Dass „keine Regierung mehr Handlungsspielraum hat“; dass dies und jenes „alternativlos“ sei, ist der regierungsamtlich verbreitete Humbug. Die Regierungen/Parlamente müßten nur die Gesetze machen, die sie nach Ausbruch der „Finanz“krise angekündigt haben.
    In D würde es schon reichen, Steinbrücks „Finanzmarktliberalisierungsgesetz“ rückgängig zu machen. Dazu Tobin-Steuer, Verbot der Leerverkäufe (sind bereits teilweise verboten, es geht also), Verbot der Kreditausfallversicherungen, Deckelung der „Hebel“, Rücknahme der Steuersenkungsorgien usw. usf. Alles kein Problem, so man denn nur wollte.

  21. Robert Michel September 5, 2011 um 10:34 pm

    Noergler, du glaubt doch nicht wirklich, dass dein Maßnahmenkatalog die Subprime- oder die Staatsfinanzenkrise verhindert hätte

  22. Loellie September 5, 2011 um 10:34 pm

    Ja Noergler, Prima. Geh Steuererhöhung machen und guck was die Moody’s, Srandard & Poors und Fitchs mit deiner Tobinsteuer machen. Du Held!
    Freuen wir uns auf die Titelseite des WSJ

    Germoney = Junk!

    Früher war das mal Propaganda. Heute heisst es self fullfilling prophecy.

  23. Loellie September 5, 2011 um 10:40 pm

    @Robert

    Nach der erfolgreichen Bombardierung von Washington DC schon.

  24. momorulez September 5, 2011 um 10:43 pm

    @Loellie:

    Diese Broeckers-Kolumne bei Telepolis gibt es ja auch als Buch – beim Rumstöbern im Kindle-Shop bin ich über die auf das aktuelle Buch gestoßen. Und die sind wirklich beeindruckend.

    Und „Systemparteien“ verstehe ich immer im Sinne von Habermas „Theorie des kommunikativen Handelns“, also solche, die an ökonomische und administrativ-machterhaltende „Imperative“ und Systemlogiken gekoppelt sind und denen er dann „Lebenswelt“ gegenüber stellt als Verständigungssphäre. Und wenn man sich nicht nur die 33% NPD-Wähler in Vorpommern anschaut, ist neben völkischer Scheiße, purer Dummheit usw. ja schon ein Problem, dass vermeintlich demokratische Prozesse im von Dir gemeinten Sinne an denen ziemlich vorbei gegangen sind, und die NPD ist ein Brachliegen jeglicher Infrastruktur eingedrungen und tat so, als würdesie sich rührend kümmern, eben lebensweltlich. „System“ meint im Gegensatz dazu Eigendymaik anhand machterhaltender und ökonomischer Paramter, nicht einem System im Sinne von Plan folgend (oben im Text meine ich den Habermas DANACH, weil exakt diese Theorieteile zugunsten einer Rechtfertigung des Rechtsstaates bar jeder Empirie aufgegeben wurden).

    Und da bleibt die NPD Scheiße, und trotzdem klafft eine Lücke zwischen dem, was Leute alltäglich leben, und der Bankenrettung, bei der es eben nicht um das kleine Sparbuch ging. Zudem nun gerade im Osten die Leute als allererstes erfuhren, was Versicherungen und Banken so alles mit Individuen anstellen, wenn sie erst mal Zugriff nehmen. Da liefert dann die NPD sloganhafte „Antworten“ auf ja manifeste Probleme, und meiner Ansicht nach hat die Linke da einmal mehr versagt, ihrerseits plausible Antworten zu geben.

    Wobei das schon verblüffend ist, wenn man sich auch nur den Lafontaine-Wikipedia-Artikel anguckt, nein, ich mag den auch nicht mehr, den Lafontaine, wie der an den hiesig entscheidenden Schnittstellen verblüffend richtig lag. Der hat als erster gesagt, man dürfe die Reste der DDR-Infrastruktur nicht durch eine zu frühe Währungsunion und einen Umtausch 1:1 vernichten – dann kam Onkel Kohl, verteilte Geschenke und liess seine Truppen marschieren und erobern. Wozu das von WCH verlinkte ja auch wichtig ist, eben das, was zum Schalck-Dingens-Untersuchungsausschuss und Noriega da steht.

    Der hat auch 98/99 die Regulierung von Finanzmärkten und Hedge-Fonds gefordert und galt auf S. 1 europäischer Zeitungen als „gefährlichster Mann Europas“. Dann haben Onkel Fischer und Schröder fröhlich dereguliert, und wie gefährlich u.a. die waren, durfte man 2008 erleben, als die Saat auf ging. Lafontaine hat auch unmittelbar vorm Kosovo-Krieg, der ja auch wegen Pipeline-Bau vonnöten war, all seine Ämter nieder gelegt, dazu wollte er sich nicht erpressen lassen. Das war nun nicht zufällig der Zeitpunkt, da dieser unsäglich verachtenswerte Fischer das Auschwitz-Argument zückte: Aus der historischen Verantwortung für die Shoah müsse man nun allerorten Bomben schmeißen. Bemerkenswerterweise hat Helmut Schmidt, den ich nun auch so gar nicht mag, ganz im Gegenteil, sich da neulich drüber aufgeregt – obwohl der ja unter Ford prima mit Rumsfeld und Cheny klar kam. Trotzdem, dass nun Wilders sich auf Hitler-Attentäter beruft, das ist die Büchse der Pandora, die auch Fischer damals geöffnet hat für gesellschaftliche Schichten, die Franz-Josef Strauss dafür noch massakriert hätten.

    Ach, und was das alles mit „Europa“ zu tun hat, das wären noch mal 3 Einträge.Natürlich ist die EU und die anvisierte Wirtschaftsregierung eine faschistische Gefahr, mehr als offenkundig, und Hape Friedrich koppelt das an den Überwachungsstaat, stellvertretend. Nur das wiederum Wilders mit seiner „Nationalstaat als Freiheit“-Scheiße und die völkischen Clowns von der NPD das zu ihrem Thema machen, solche, die im Alltag verwüsten massakrieren und normalisieren, dass Christina Schröder und der Papst von deren Wirkung begeistert wären, das Feld okkupieren und alles, was noch irgendwie links tickt, wahlweise gebannt auf Verfassungs- und Verfahrensfragen starrt und naiv den europäischen Sozialstaat ansteuert, der doch eh nie kommen wird. Oder aber ACAB brüllt und in irgendeinem „antideutsch“ verwirrten Delirium nur noch lokal oder diffus „globalisierungskritisch“ agierte, anstatt sich der Themen mal ernsthafter anzunehmen.

  25. momorulez September 5, 2011 um 10:54 pm

    @Robert, Loellie, Nörgler:

    Ich glaube schon, dass da mehr nötig wäre. Diese ganzen Finanzblasen sind so was von virtuell, dass man da doch im Grunde genommen nur die Kommunikationen umdefinieren müsste, was eben auch hieße, die „Eigentumsverhältnisse“, die ja angesichts teilweise lediglich immanenter Interdependenzen funktionieren, komplett umzugestalten.

    Globaler Schuldenschnitt für alle gleichermaßen, und dann alternative Anreizsysteme zu entwickeln.

    Dieser Quatsch, dass man sich z.B. wahlweise hoch verschulden, reicher Erbe sein muss oder in die Sklaverei Investoren gegenüber begeben muss, wenn man was auf die Beine stellen will, ist doch ebenso absurd, wie dass sich die USA an das frühkapitalitische China verscherbelt haben.

    Wir müssen einfach nur die qualitative Alternative zu Geld entwickeln 😀 … und dann in der Tat Peking, Moskau und Washington DC bombardieren, vermutlich.

    Mal kurz vor zwölf drauflos fantasiert …

  26. momorulez September 5, 2011 um 10:56 pm

    PS: Die Idee, im Internet weitere valide Währungen zu entwickeln, die gibt es ja tatsächlich.

  27. che2001 September 5, 2011 um 11:17 pm

    I’m guided by a signal in the heavens
    I’m guided by this birthmark on my skin
    I’m guided by the beauty of our weapons
    First we take Manhattan, then we take Berlin

    Whe will be no more Negros, Chicks and Gooks, we will
    be no more Proletarians, we will be Human Beings.
    In this Time, on this Earth, by any means necessary.
    We will be Human Beings, or the whole World will be smashed
    to the Ground!
    We want not one Cake, we want the whole fucking Bakery!

    (Leonard Cohen mixed with Eldridge Cleaver andv Strokeley Carmichael)

  28. Loellie September 5, 2011 um 11:42 pm

    Der FDP sei dennoch ein Ständchen gewidmet

    http://www.youtube.com/watch?v=8vXR5gjRMPk

  29. MartinM September 6, 2011 um 1:36 am

    @ Loellie: Mir waren die *Thesen* Huntingtons zu – sagen wir mal: konstruiert, um sie für bare Münze nehmen zu können. Diese sauber unterschiedenen Zivilisatonskreise, die schon bei zweiten Blick verraten, dass sie auch ganz anders hätten konstruiert werden können, und das die so in den Vordergrund geschobenen, angeblich die jeweiligen Zivilisationen tief prägenden Religionen allenfalls kulturellen Faktoren unter vielen sind, (Warum sind „Lateinamerika“ und „der Westen“ bei Huntington zivilisatorisch verschieden, obwohl sie beide zum „christlichen Abendland“ gehören? Doch wohl, wie er selbst einräumte, aus ökonomischen Gründen und aus der unterschiedlichen historischen Erfahrung.)
    Huntington kam mir so vor wie die „Stammtischstrategen“, damals, Anfang der 90er, die den Jugoslawischen Bürgerkrieg (wie er damals noch genannt wurde) allein durch den Unterschied zwischen römische-katholischer (Kroaten, Slowenen), orthodoxer (Serben) und islamischer (Albaner) Kultur erklären wollten. Ein arg unterkomplexes Weltbild, dass aber so schön „funktioniert“ und scheinbar vieles erklärt.
    Und das ist es auch, was mich an der offiziösen Darstellung der 9/11-Attentate stört: nicht, dass sie selbst schon „Verschwörungstheorien“ wären, sondern, weil sie unterkomplex ist. So simpel ist die Wirklichkeit nicht, die Idee einer von einer Höhle irgendwo in den Bergen Afghanistan kommandierte Geheimarmee riecht eher nach einem James-Bond-Szenario.
    Huntington lieferte wichtige Plotelemente zu diesem globalen „James Bond“, ohne den die „Story“ nicht funktionieren würde – das wichtigste wäre, dass wir in einer Art unerklärtem Religionskrieg „the West“ vs. „the Rest“ stehen würden. („The Rest“ und nicht „nur“ der Islam. Das ist ja das Praktische an Huntingtons Konstruktion: mit ihr können Feindbilder so „hergeleitet“ werden, wie es gerade passt. Ärger mit Russland? Klar, die orthodoxe Prägung, der Russe ist eben so! Probleme mit China? Der Chinese als Konfuzianer denkt eben völlig anders als wir Abendländer! Außerdem passt das prima zur Selbstwahrnehmung der einflussreichen „religiösen Rechten“ in den USA – und auch zu der konservativer Christen in Europa.)
    Eine spannende, plausibel wirkende, aber unterkomplexe Erzählung. Ein Politthriller in Form einer politwissenschaftlichen Theorie.

  30. che2001 September 6, 2011 um 9:52 am

    Dass die Stahlstrukturen der Twin Towers zerstört wurden, wozu man Sprengstoff oder 1500 Grad benötigt, die Brenntemperaturen von Kerosin dazu aber nicht ausreichen, man inmitten eines solchen Extrembrands aber Tagebuch und Ausweis von Mohammed Atta gefunden haben will mutet jedenfalls äußerst seltsam an.

  31. momorulez September 6, 2011 um 10:07 am

    Irgendjemand hat ja Nanothermit in dem Staub gefunden. Das ist zwar nun auch wieder umstritten, inwiefern das wirklich aufgrund solcher Proben nachweisbar ist; aber spätestens bei WTC 7 wird es dann endgültig kurios.

    Wobei mir halt mittlerweile scheint, dass die Frage nach der Stahlkonstruktion – bei der übrigens die Wucht eines Flugzeugeinschlages durchaus berechnet wurde, nicht jedoch, dass dieses mit Kerosin gefüllt ist – auch deshalb so intensiv diskutiert wird, weil man dadurch von den möglichen Hintermännern und all den anderen seltsamen Umständen ablenkt, die ja, wie Du anhand des Pentagon-Papieres auch schreibst, nun auch nicht wirklich was Neues waren. Meines Wissens gab es doch schon in den 60ern CIA-Pläne, im Lande selbst Anschläge zu verüben, die Kennedy zur Weißglut trieben – und der hat das auch nicht lange überlebt.

  32. che2001 September 6, 2011 um 10:18 am

    Nee nee, der wurde von einem Einzeltäter mit einem schlechten Gewehr erschossen;-)

    Da fand ich die Titanic-Kritik an der Berichterstattung zum Herrhausen-Attentat wirklich gut. Feiges Attentat? Eigentlich ist es sehr mutig, sich überhaupt auf so etwas einzulassen, auch wenn es moralisch verwerflich ist. Kaltblütig und professionell? Ja soll denn der Bänker aller Bänker von Hinterhof-Anarchisten per Zwiille und Molotow-Cocktail mit zitternden Händen umgebrungen werden?

  33. Sonnenstrahl September 6, 2011 um 11:37 am

    Che, es war auch kein Kerosinbrand, sondern ein Hochhausbrand, den man sich vom Brandablauf her wie einen gigantischen Kamin vorstellen kann. Um die Stahlstrukturen des WTH aufzuweichen, sodass diese dann unter schwersten Druck zusammenbrechen, benötigt es auch ganz sicherlich keine 1500 Grad Temperatur. Stell dir einfach vor, es handelt sich um problemlos erreichbare 600 Grad, bei denen stellenweise 1000 bis 1200 Grad Temperatur erreicht werden. Nach spätestens 15 Minuten unter dieser Behandlung sollte der Beton in den zentralen Stützstrukturen des WTH so weit verspröden, dass er für die Stahlträger keinen unterstützenden Halt mehr bietet. Nun bildete sich, im Nachhinein wenig überraschend aufgrund der Bauweise, ausgerechnet in der Nähe der Stützstrukturen ein heftiger, sich über Dutzende von Stockwerken erstreckender Brandkamin.

    Das allein ist noch vergleichsweise harmlos. Aufgrund der brandbedingten Betonversprödung und der Bauweise der Zwischengeschosse wurden jedoch diese Zwischengeschosse höchst instabil und brachen ab einem bestimmten Zeitpunkt unter der eigenen Last, sowie bedingt durch die Strukturschädigung, herunter. Das ist für einen Großbrand alles andere als überraschend, und auch nicht überraschend ist der Umstand, dass herunterstürzende Geschosse bzw. Geschosszwischendecken weitere Geschossdecken zum Einsturz bringen.

    Bei einem herkömmlich konstruierten Hochhaus, mit einer gewöhnlichen Stützstruktur, führt das, wie sich vielfach an Beispielen zeigen lässt, zu einem Effekt, den man „Entkernung“ nennen könnte: Mittig, an der schwächsten Stelle, brechen die Geschosszwischendecken ein, bringen damit darunter liegende Zwischengeschosse, ebenfalls mittig, zum Einsturz, sodass der herkömmliche Hochbau anschließend zwar noch steht, zumeist jedenfalls, aber nur noch ruinös ist, mit lauter mittig platzierten großflächigen Löchern in den Geschossdecken. Eine ehemalige amerikanische Freundin von mir lebte im New York der 90er Jahre in entsprechend runierten Häusern bzw. „Flats“, zusammen mit Junkies, Obdachlosen usw. Gelebt wurde in solchen Häusern quasi an der Wand bzw rund herum um die Löcher in den Zwischendecken.

    Rein statisch betrachtet ist ein normaler Zwischengeschosseinbruch in einem Hochhaus aber, im Vergleich zum WTH, eine noch ziemlich harmlose Angelegenheit. Denn in der Nähe der stützenden Stahlträger (die meisten davon: außen) befinden sich ja noch Reste des Zwischengeschosses, welche – statisch gesehen – dann durchaus noch eine Funktion haben, Lastdruck ableiten bzw. verteilen helfen bzw. die eigentliche Stützstruktur unterstützen. Beim WTC hingegen brachen die Zwischendecken ebenfalls zunächst mittig ein, aber die eigentliche Stützstruktur befand sich ebenfalls im Inneren des WTC, und nach dem Zwischengeschosseinbruch veränderte dies die statischen Parameter für die stützenden Stahlträger dramatisch. Wenn jetzt im Bereich des Geschossdeckeneinbruchs auch nur ein Stahlträger der inneren Stützstruktur aufgrund der kombinierten (!) Wirkung von Druck und Hitze etwas „weich“ geworden ist, und sich nun um einige Dutzend Zentimeter nach Außen bewegt (auch: weil er bei dieser Bewegung durch den spröde gewordenen, teils auch herausgebrochenen Beton nicht mehr aufgehalten wird), aufgrund des nun schlagartig und deutlich gestiegenen (auch weil: nur noch von der zentralen Stützstruktur zu tragenden), zu verkraftenden Drucks der darüber liegenden Stockwerke, so führt dies als Deformationsprozess in Folge mit jedem Millimeter Stahlträgerbewegung zu einer exponentiellen (!) Verschlechterung der statischen Verhältnisse, die umgebenden Stahlträger werden dabei unweigerlich „mitgezogen“, der belastete und deformierte Stahlträger reißt bzw. zerspringt unter dem Druck und dieses Reißen des ersten Stahlträgers führt zur Kettenreaktion, weitere Stahlträger reißen und „wie bei einer Explosion“ und fast mit voller Fallgeschwindigkeit fallen nun die haltlos gewordenen oberen Geschosse auf die darunter gelegenen Geschosse und es kommt zu einem Einsturzgeschehen, das oberflächlich betrachtet einem Abriss durch Sprengung ähnelt.

    Du kannst dir diesen Effekt ein wenig veranschaulichen bei einer Baumfällung: Stell dir einen schweren Waldgiganten mit zwei Meter Baumumfang vor – und nun wird (zwecks Fällung bzw. als naturwissenschaftlicher Versuch) im unteren Bereich (der viel Baumlast zu tragen hat) Zentimeter für Zentimeter, von außen nach innen, der Baumstamm abgetragen, sagen wir auf einer Breite von 50 Zentimetern. Zunächst steht der Baum noch, aber je mehr man sich beim Abtrag dem Kern nähert, umso irrwitziger wird der Druck, der vom verbleibenden Baumstamm noch zu tragen ist. Lass nun (immerhin: stabiles Kernholz) ein Durchmesser von ca. 30 bis 40 Zentimeter unbeeinträchtigt. Ganz erstaunlich: Der Baum steht noch! So in etwa kannst du dir jetzt die Stützkonstruktion des WTC vorstellen. Das Reißen einer einzelnen (von insgesamt vier) zentralen Stahlstreben wie beim WTC kannst du dann in etwa simulieren, indem du nun mit einer Axt einen schweren schrägen Schlag in den verbleibenden Stamm ausführst. Plötzlich gerät die vormals überraschend stabile Struktur ins statische Ungleichgewicht, an einer Stelle (beim Axtschlag) sackt der Stamm zusammen, am entgegengesetzten Ende reißt er (dabei immens belastet durch das hohe Gewicht, das er zu tragen hat), und der Baum fällt. Okay, du simulierst damit keinen Geschossdeckeneinbruch (Phase 1), und auch nicht ineinander stürzende Geschosse (Phase 3), aber du kannst immerhin sehen, wie eine zentrale, hochbelastete Stützstruktur (der nach dem Abtrag verbleibende Kern-Baumstamm nämlich) ins Ungleichgewicht gerät und damit nicht mehr in der Lage ist, die von ihm zu tragende Last zu schultern. Tatsächlich lässt sich beim Zusammenbruch der beiden Türme des WTC finden, dass in Phase 1 des Zusammenbruchs dieser jeweils assymetrisch war (gewissermaßen ähnlich zu unserer Baumfällung), was aber durch die Schwerkrafteffekte in Phase 3 überdeckt wird.

    Unterhalte dich einfach einmal mit ein paar kompetenten Feuerwehrleuten. Du wärest überrascht, wenn du dir mal beschreiben lässt, was so alles bei einem Großbrand schmilzt und welche Temperaturen dabei entstehen können. Und wie gesagt, aufgrund des Konstruktionsweise des WTC wirkte der Großbrand ähnlich wie bei einem Kamin. Sollte tatsächlich (was ich aus statischen Gründen für völlig unnötig halte) der Einsturz des WTC künstlich beschleunigt worden sein, dann sicherlich nicht durch Sprengung (das wäre auch ziemlich dämlich, weil wegen dem vorhanden Rauch im brennenden WTC die Sprengung dann unmittelbar sichtbar geworden wäre, nämlich anhand von schlagartig nach außen „puffenden“ Rauchwolken), sondern allenfalls durch gezielte vorherige Anbringung von Thermit an der Stützkonstruktion. Der Effekt wäre also eine Entzündung von Thermit durch den kaminförmigen Brand, Durchschmelzen der Stahlträger aufgrund des brennenden Thermits und ein nachfolgender Einsturz der Gebäude. Wäre das aber in dieser Weise geplant und ausgeführt worden, dann müsste sich der Thermit (aufgrund des kaminförmigen Großbrandes) viel schneller entzünden, mithin, die Gebäude wären noch viel schneller zusammengestürzt. Eine andere Möglichkeit wäre eine sprengungsfreie Thermitfernzündung. Dann würden keine verräterischen Sprengwolken entstehen, aber die Stützstrukturen gezielt beschädigt, sodass ein Einsturz unvermeidlich wäre. Das halte ich allerdings schon aus dem Grund für höchst unwahrscheinlich, weil bei den Aufräumarbeiten dann nämlich (imho unweigerlich!) Thermitspuren gefunden worden wären sowie Stahlträgerteile, die Spuren der Thermitschmelze aufweisen.

    Eine ganz andere Frage ist allerdings, welche genaue Rolle der CIA im Vorfeld der Anschläge gespielt hat. Ich fürchte, ein „Geheimdienstjob“ bzw. ein wissentlich hingenommener Anschlag kann nicht sicher ausgeschlossen werden. Anders als es die Mainstreammedien verbreiten, könnte ein derartiges Geschehen durchaus ohne eine Vielhundertschaft von Mitwissern organisiert werden, und irgendwie bedenklich stimmt mich der Umstand, dass einige der interessantesten Zeugen rund um die Untersuchungskommission auf teils sehr merkwürdige Weise zu Tode gekommen sind, aber auch, dass sehr wesentliche Untersuchungsergebnisse aufgrund politischer Einflüsse in die Fußnoten verfrachtet wurden. Sicher ist jedenfalls, dass die Clique rund um Cheney/Rumsfeld/Bush gewissenlos und zynisch genug dafür war und ist, dass man ihr einen „inside job“ zutrauen könnte. Es passt nicht nur wunderbar zu ihren Planungen für den Nahen Osten, sondern auch zu ihrer Art von Politikverständnis. Und viel zu schnell waren sie mit ihren Schuldigen und Problemlösungen präsent, jedenfalls meiner Meinung nach. Nur wenige Stunden nach dem Anschlag wurde Bin Laden als sicherer (!) Anschlagsplaner präsentiert, ganz ohne jede weitere Untersuchung, ganz ohne Spekulation über andere relevante Möglichkeiten. Das angebliche Bekennerschreiben der Attentäter ist darüber hinaus mehr als nur dubios, im Grunde genommen ein schlechter Witz, den sich nur Menschen ausdenken können, die keine intime Kenntnis der Gedankenwelt eines islamistischen Attentäters (also auch: jede Menge Islam!) hatten.

    Aber, was bringt mir die ganze Spekulation? Ich weiß auch so zur Genüge, dass die Bush-Administration wie ein Verbrecherregime gehandelt hat – auch ganz ohne „inside job“. Für mich gehören eine ganze Reihe von Exponenten dieser Administration nach Den Haag.

  34. Loellie September 6, 2011 um 1:07 pm

    Danke Martin, ja, so macht das Sinn. Es ist nur, wenn ich weiss, da schreibt einer für das Pentagon, dann lese ich das nicht wie eine Analyse, bzw Bestandsaufnahme, sondern im Sinne eines Positions- oder Strategiepapiers. Das Fundament Neokonservativer Politik besteht ja darin, Probleme zu erfinden um dann Lösungen für nichtexistente Probleme anzubieten.
    Huntington beschreibt, zumindest soweit ich ihn gelesen habe, demnach nicht, was Sache ist, sondern sucht nach Rechtfertigungen mit denen sich ganz konkrete Politiken durchsetzen lassen, am besten als alternativlos.
    Huntington ist quasi der Stratege und Pipes (einer) der Söldner der die Infrstruktur, also Netzwerke schafft, über die die passende Propaganda verbreitet und, wenn möglich, Grassroots organisiert werden.

    Der Punkt ist doch, wenn man sich die Innenpolitische Situation der USA anschaut, kann man doch heute zu keinem anderen Schluss mehr kommen, als das wir uns längst, und leider nicht nur, mitten in einem religiösen Krieg befinden.
    Der richtet sich ja nicht nur gegen den Islam, der Counter-Jihad ist zwar am medial am präsentesten, hat aber noch das geringste Budget, bei den Anti-Gays wirds dann schon üppiger mit der Finanzierung und am wenigsten hört man hier in Europa komischerweise vom Krieg gegen Frauen, obwohl dort das meiste Geld liegen dürfte, mit Abstand aber die meisten Aktivitäten.
    Freuen wir uns, dass sich Queers in NY verpartnern dürfen, während die hälfte der Bundesstaaten Abtreibungen derart erschwert werden, das in Einzelfällen schon von einem Totalverbot gesprochen werden muss, und alleine dieses Jahr bereits 300 Frauen wegen vorsätslichen Mordes angeklagt wurden, weil sie Fehlgeburten hatten und nachgewisen werden konnte, dass sie vor oder während der Schwangerschaft Alkohol oder Drogen genommen hatten.
    Das alles lässt sich tatsächlich auf einen „Patient Zero“ zurückführen, nämlich auf das Urteil Roe vs Wade.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Roe_v._Wade

    Die Grenzen, bzw Personal und Auftraggeber/Finanziers sind bei diesen Hassindustrien fliessend. Und von der Steuer kann man die Spenden auch absetzen.

    Es gibt zu viele reale Verschwörungen um seine Zeit mit Illuminaten und NWO-Gefasel zu verplempern, wobei die Funktion dieser Spinner ja gerade darin besteht, mich zB als Spinner dastehn zu lassen und das, was ich arisch-evangelikalen Komplex nenne, als Wahnvorstellung zu diskreditieren.
    Von daher finde ich es richtig und wichtig, dass momo über Bröckers hinaus keine Links gesetzt hat, und sehr Schade, dass auch jemand wie Gasner die Nähe zu diesen Kreisen sucht.

    Btw, gerade der Counter-Jihad und die Anti-Gays ist sind Paradebeispiele dafür, wie reine Projektion funktioniert. Die den Moslems und Schwulen unterstellten Strategien und Ziele entsprechen zu hundert Prozent deren Verhalten.

  35. che2001 September 6, 2011 um 1:33 pm

    Ergänzend dazu: Es ist ja auch kein Zufall, dass Illuminatus in den USa geschrieben wurde, einige der Figuren dort sind der politischen Realität entlehnt, Atlanta Hope z.B. ist Ayn Rand und ihr Werk „Telemachus nieste“ „Atlas zuckte die Schultern“. Die von ihr inspirierten God´s Lightning, die ihre Gegner mit Kruzifixen erschlagen beschreiben die ultrareligiöse Rechte in Amerikanien schon sehr gut. Eine Ahnung, wie viele Amis aktuell so ticken wurde mir vermittelt, als mich mal jemand beim Chef wg. empörendem Verhalten und unakzeptabler Umgangsformen denunzierte. Grund: Ich hatte „Jesus motherfucking Christ“ gesagt.

  36. momorulez September 6, 2011 um 1:49 pm

    @che:

    Das Dumme ist, dass ich das Gefühl habe, dass die aus „Illuminatus“ gelernt haben, indem sie das ja fast als Anleitungsbuch nutzen. Ich glaube aber, ehrlich gesagt, dass nun gerade die in Deutschland lebenden mit dem historischen Grauen im Nacken trotz diesem „Kein Blut für Öl“-Kram die mit Abstand naivsten und dümmsten sind, weil hier das Bedürfnis am größten ist, endlich auf der Seite der Guten zu stehen und somit die Bereitschaft, die postnazistischen Institutionen mal etwas grundsätzlicher zu hinterfragen, am geringsten ist. Zu GLADIO gab es selbst in Östereich und Belgien, in Italien sowieso, Untersuchungsausschüsse, hier waren die einfach nicht genehm, weil man ja praktischerweise von nun an alles auf Stasi-Aufarbeitung reduzieren konnte.

    @Loellie:

    Aus dem Kommentar müsste man fast einen eigenen Eintrag machen.

    „Es gibt zu viele reale Verschwörungen um seine Zeit mit Illuminaten und NWO-Gefasel zu verplempern, wobei die Funktion dieser Spinner ja gerade darin besteht, mich zB als Spinner dastehn zu lassen und das, was ich arisch-evangelikalen Komplex nenne, als Wahnvorstellung zu diskreditieren.“

    Das ist ja auch eine der Theorien rund um 9/11, dass einige der deppertsten Verschwörungstheorien von den Hintermännern selbst lanciert wurden, um die, die genauer hin gucken, mit deren Hilfe dann diskreditieren zu können.

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  38. Loellie September 6, 2011 um 4:30 pm

    Das Thema HIV/AIDS ist da auch ein prima Beispiel. Weils gerade mal wieder auf Queer.de läuft und mein Kommentar wie üblich nicht freigeschaltet wurde.
    Ich hatte etliche Leute im sozialen Umfeld die sich bis in die Spitze der Berliner Aidshilfe und zahlreiche Projekte, wie das Cafe Positiv, engagierten. Nach damaliger Definition waren die praktisch komplett den Dissidenten zuzurechnen, was sie offensichtlich nicht von ihrem Engagement abhielt.
    Da ging es ja eben nicht die ganze Zeit um die Frage ob AIDS überhaupt existiert. Im Vordergrund der Diskussionen stand, dass die von ihnen selbst angeleierten Safer-Sex Kampagnen ein ganz massiver Eingriff in die sexuelle Autonomie, damals noch in erster Linie Schwuler Männer bedeutet. Im Sinne von Hygienewahn und befürchteter, heute realer strafrechtlicher Konsequenzen bei Zuwiderhandlung.
    Weitere Themen waren die Tatsache! das der Griff zur damals einzig möglichen Therapie aufgrund der Nebenwirkungen das sichere Todesurteil bedeutete. Oder der grauenhafte, gegen jede journalistische Ethik verstossende hysterische sensationsgeile Umgang sämtlicher Medien mit dem Thema.
    Oder der Umgang mit dem weitverbreiteten Mythos, dass ein postives Testergebniss ein sicheres Todesurteil sei und was der Schuld und Sühnekomplex in diesem Zusammenhang für Verheerungen anrichtet.
    Zweimal hatte Kumpels ich in meiner Wohnung sitzen, die waren nur noch Rotz und Wasser, weil sie mit ihren Depressionen nicht mehr klargekommen sind und gerade vom Arzt kamen, der ihnen allen ernstes AZT andrehen wollte, damit sie das Gefühl haben, etwas gegen das Virus zu tun.
    Das alles vor dem Hintergrund, dass ein mehrfach wegen Wissenschaftsbetrugs verurteilter Krimineller als Entdecker von AIDS gefeiert wurde.

    Und während die Aidshilfen systematisch von der Pharmalobby aufgekauft wurden, hat man die schlimmsten Spinner medial als Gegengewicht aufgebaut, um heute alles, was nur näherungsweise mit Kritik zu tun haben könnte als AIDS-Leugner diffamieren zu können. Ich aufgehört zu zählen, wie oft mir schon aus versehen der Holocaustleugner bei Gesprächen rausgerutscht ist.

    Zu den Systemparteien nur kurz, was weiss ich denn schon von Habermass, ich hab das immer als dem System dienend oder stützend verstanden, die verschwörologische Variante wäre vllt die Figur Bush’s als Marionette. Zuerst dachte ich an die Analogie von Ross und Reiter, da ist mir System und Partei nicht eindeutig genug. Vllt Ross und Stallbursche, der striegelt aber nicht mehr vor sich hin, der Stallbursche, sondern hängt mit einem Fuss im Steigbügel, während das Pferd durchgeht. Und das durchgehende Pferd ist auch nicht gut, weil es Naturgewalt darstellt, und suggeriert, als hätten Einzelinteressen überhaupt keinen Einfluss mehr (obwohl ich das für diskussionwürdig halte).
    Die Pointe wäre allerdings, dass wir uns entweder das Bein abhacken, oder darauf warten, dass jemand den Gaul endlich abknallt, oder Gaul von selbst kollabiert, oder uns an der nächsten Baumwurzel die da kommt das Genick brechen.

    @Sonnenstrahl

    Genau auf sowas bin ich mittlerweile allergisch. Wenn tausende Spezialisten, Statiker, Abbruchunternehmer, Architekten, Bauingenieure und weiss ich nicht was zu dem Ergebniss kommen, dass es kein mögliches Szenario gibt, welches den Freien Fall der drei Gebäude erklärt, und was noch lange nicht heisst, dass die Dinger gesprengt wurden. Deshalb nennt man sowas in der Wissenschaft These, dann vertraue ich natürlich voll und ganz dem Hörensagen irgendwelcher Feuerwehrmänner die genausoweing dabei waren.

    Dein Fazit vonwegen Bush/Cheney unterschreibe ich. Denen würde auch dann nichts passieren, wenn der Einsatzbefehl, von beiden Unterzeichnet, in der NYT veröffentlicht werden würde.
    Dass es tausende Mitwisser gebraucht hätte ist auch so ein Quatsch, wo Dienste an der Basis von „diniability“ leben und es Konzept ist, dass der eine nicht weiss, was der andere macht.

  39. momorulez September 6, 2011 um 5:02 pm

    Puh, zu dem AIDS-Thema, das hat mich selbst damals so derart zum Abdrehen gebracht, dass ich da immer gar nicht zu diskutieren kann, ohne hysterisch zu werden. Das kam ja mitten in meinem Coming Out auf, und ich war für Extremvarianten von Schuld- und Sühne-Gedankendrehern geradezu prädestiniert und musste mich nach einem AIDS-Test, der gut ausging, erst mal zwei Jahre in Therapie begeben, kein Witz. Bin völlig zusammen gebrochen und wollte mich schon selbst einweisen, die wollten mich aber nicht 😉 .

    Bin da deshalb immer ein ganz schlechter Gesprächspartner.

    Wobei die Praxen der Pharmaindustrie wie auch diese unsägliche Kriminalisierung, da bin ich ganz bei Dir. Bin nur Symptom dessen, was Du beschreibst.

  40. Loellie September 6, 2011 um 5:52 pm

    Och, mein erster Test, 93, da stand ich auch unmittelbar vor der Einweisung. Kein Witz. Drei Monate musste ich auf das Ergebniss warten, hatte dann aber, wie schon sooft in Situationen die einen buchstäblich um den Verstand bringen, auf dem Weg zur Praxis den rettenden Geistesblitz.
    Mein zweiter Test erfolgte dann erst ohne mein Einverständniss, als ich vor ein paar Jahren die Gürtelrose hatte. Ich wäre trotzdem nie im Leben auf die Idee gekommen, jemand seinen Test auszureden, im Gegenteil habe ich mir immer grösste Mühe gegeben, Erstlinge kritisch und vor allem unterstützend zu begleiten, wenn mal wieder einer Panik hatte.
    Dafür hatte ich mal riesen Stress mit einem Mitbewohner der richtig aggressiv war immer, weil mir mein Status schlicht „egal“ war, weil er mein Verhalten nicht beeinflusst und ich immer nach bestem Wissen und Gewissen Safer-Sex hatte, er aber mindestens einmal im Jahr sich testen liess, dabei ein riesen Theater machte wie die sündige Jungfrau vor der Beichte und mich ständig bekehren wollte. Ekelig.

  41. Loellie September 6, 2011 um 5:59 pm

    Vielleicht sollten wir das Thema auch einfach bleiben lassen. Sorry! Ich werd mich bemühen.

  42. MartinM September 6, 2011 um 6:11 pm

    Es gibt Fakten, die im Prinzip jeder nachprüfen kann. Ja, es gibt das AIDS-Virus. Ja, es ist möglich, dass ein Hochhaus durch den Aufprall eines Flugzeuges und den anschließenden Kerosinbrand zum Einsturz gebracht wird. Aber: das sind Nebensächlichkeiten bzw. „Nebenkriegsschauplätze“, auf denen sich die Verschwörungstheoretiker austoben, deren Behauptungen dann nahezu nach Belieben demontiert werden können. Das ist fast so wie die „Mondlandungsverschwörung“ – eine Parade-„Verschwörungstheorie“, die mit etwa physikalischem Wissen mühelos demontiert werden kann, und die so schön dazu taugt, nicht mainstream-konforme Vermutungen pauschal in die „Spinner-Ecke“ (in die die Mondlande-V-Theoretiker ja wirklich gehören) zu stecken.
    Im Pearl-Habour-Fall lassen sich fast alle Argumente der „Verschwörungstheoretiker“ widerlegen: nein, es lagen nicht nur alte Pötte auf Hawaii usw. usw.. Darüber übersieht man dann rasch, dass eben einig wenige Szenarien *nicht* widerlegt wurden, im Gegenteil, dass sogar Einiges dafür spricht, dass wirklich schon entzifferte und übersetzte japanische Befehle absichtlich einige Tage verzögert wurden. Die „Inszenierungs-Theorien“ lenken von diesem Knackpunkt ziemlich wirksam ab, so wie endlose Debatten, ob ein Hochhaus durch ein Flugzeug usw. von den wirklich interessanten Fragen ablenkt. (Bei einem „lassen wir es geschehen“-Szenario braucht man z. B. nur wenige Mitwisser, im Unterschied zu den von „V-Theoretikern“ so geliebten großen Inszenierungen.)

  43. momorulez September 6, 2011 um 7:13 pm

    @Loellie:

    Nee, kein Ding! Ich freue mich über jede Aufklärung zu dem Thema hier im Blog; wollte nur erläutern, warum ich da nicht mitziehen kann, obwohl ich es ja wollen würde. Da kam wahnsinnig viel zusammen, eine Beziehung, mit deren Ende ich nicht klar kam, eine gut Freundin, bei der kurz vorher die deftigsten Symptome ausgebrochen waren und klar war, dass die vielleicht noch 1 Jahr lebt, sonst ging es eigentlich in meinem Umfeld, der autodidaktische Versuch, ganz allein meine krude Familiengeschichte tiefenpsychologisch aufzuarbeiten, durchaus treffsicher, aber viel zu viel auf einmal – da habe ich den Test wohl irgendwie auch instrumentalisiert. Aber ich weiß noch sehr gut, wie dann dieser ganze Medienterror rund um das Thema gleich on top mit über mich herein brach, den man über 10 Jahre angesammelt hatte, und hatte derartige Angstzustände, das war der pure Horror. Schon sehr drastisch. Was ja alles auch wichtig ist, weil das nun alles andere als eine individuelle Erfahrung war, habe ich sogar von Vater werdenden Heten mittlerweile ganz ähnlich gehört. Ich bin da nur aufgrund dessen ziemlich unlocker, was dieses Thema betrifft, und auch viel schlechter informiert als Du. Und darf das auch immer gar nicht zu sehr sein 😉 …

  44. Loellie September 8, 2011 um 4:56 pm

    Zwischenzeitlich, auch wegen des Artikels den ich nicht verlinke, hab ich mir das betonen meiner persönlichen Kontakte damals, das die den Aids-Dissidenten zumindest in einigen Punkten nahestanden, anders überlegt. Bzw habe ich mich versucht zu erinnern, wer die Gegenspieler, die Nicht-Verschwörologen denn hätten sein sollen.
    Das waren hysterische Medien mit Horrorkampagnen, ein Gesundheitsministerium, dass sich einen Scheissdreck für uns interessiert hat, die Gauweilers und reihenweise schulmedizinernde Hausärzte die sich weigerten, Positive und Aids-Kranke zu behandeln. Mit anderen Worten, ohne die teuflischen „Dissidenten“ hätte es weder Aids-Hilfen noch Safer-Sex-Kampagnen gegeben. Zwischenzeitlich konnte ich mich nämlich wieder daran erinnern, das es einen mittleren Skandal auslöste, als die ersten öffentlichen Mittel für Safer-Sex Plakate bereitgestellt wurden, weil Sauerein mit Steuergelder finanzieren und so weiter.

    Der 5-teilige Pispers hier ist einfach zu schön und passt ganz prima hierher, falls jemand das noch nicht kennt. Leider mit englischen Untertiteln.

    http://www.youtube.com/watch?v=n4H_E8b-qmo

    Du hattest es zwar nur getwittert, aber ich fress einen Besen, wenn dieses ganze münchner Gesocks nicht komplett Geheimdient verseucht ist.
    BTW, wenn wir schon bei rechtsextremen Anti-Anti-Semiten sind, seit Die Linke sich ein riesen Naziproblem herangezüchtet hat, weiss ich garnicht, ob ich mir das Theater mit Auslandsbriefwahl bei der nächsten BT-Wahl überhaupt antun soll, was wohl auch der Zweck dieser Geheimdienstaktion ist. Mal sehn, vllt wähl ich auch ungültig.

  45. momorulez September 8, 2011 um 6:07 pm

    Welches Münchener Gesocks genau? 😉

    Und an diese ganze vergauweilerte Scheiße erinnere ich mich aucg bestens, wo dann Lager für „Menschen mit hamsterhaftem Sexualverhalten“ gefordert wurden. Der Mist ist, dass das wie so viele Propaganda von solchen Leuten wirkt, man sich also gar nicht von dieser Indoktrination lösen kann, innerlich.

  46. Loellie September 8, 2011 um 6:37 pm

    Monaco oder Monarcho oder sowas. Wegen des Maulhelden.
    Vllt sind das auch Monarchisten.

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