Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Was ich einmal mehr gelernt habe …

Für die Aufklärung über Homophobie sind Schwule zuständig, für jene über Rassismus PoC, und um Islamophobie zu beseitigen, bedarf es permanenter Aktivität von Muslimen. Bei feministischen Themen müssen Frauen ran. Das ist kein Thema für Männer.

Sie haben zudem die Aufgabe, Leute irgendwo „abzuholen“ und sanftmütig in therapeutischer Haltung, geduldig Andere darüber aufzuklären, wie diese selbst ticken. Weil Homophobie, Rassismus und dergleichen ja auch gar kein mehrheitsgesellschaftliches Problem sind, sondern das der Minderheiten.

Minderheitenvertreter sind auch dazu da, ggf. Trost zu spenden, wenn dann doch mal daneben gehauen wurde. Weil das ja alles nicht so gemeint war. Jede Redaktion braucht zu diesem Zweck einen Redaktionsschwulen und und einen Redaktionsschwarzen und eine Redaktionsfrau, die sind dann für schwule, schwarze und Frauen-Themen zuständig. Gnädig lauscht man ihnen. Manchmal. Und wendet sich dann dem Allgemeinen zu.

Insbesondere Minderheiten haben ein Recht darauf, dass man sie diskreditierende  Stereotype in Witze verpackt! Sie haben ein Recht darauf, wie alle anderen auch nicht gemocht und zurück gewiesen zu werden. Dass es wenig Hetenwitze, Weißenwitze oder Männerwitze in dieser Gesellschaft gibt, spielt dabei keine Rolle. Ähnlich ist das Vorhandensein alltäglich zu hörender Schimpfworte, in denen bestimmte Sexualpraktiken, Hautfarben, Herkunft oder weibliche Geschlechtsorgane eine Rolle spielen, kein Hinweis auf eventuell vorhandene gesellschaftliche Machtverhältnisse. Hauptsache, der Herrenwitz wird von Herren gemacht! „Du hast die Haaaaaare schön“ … gacker. Die Alte war beim Friseur.

Für die Definition dessen, was Rassismus, Homophobie usw. IST, wo Benachteiligungen vorliegen, wo Stereotype sich formulieren, ist hingegen die Mehrheitsgesellschaft zuständig, nicht die betroffene Gruppe. Jeglicher Verstoß gegen diese Regel wird mit Empörung geahndet. Und der Verweis auf solche Strukturen ist grundsätzlich stigmatisierend, weil wir doch alle gleich sind.

Das Gefühl, verletzt werden worden zu sein, ist grundsätzlich ein manipulativer Akt ständig beleidigter Minderheiten, die den ganzen Tag damit beschäftigt sind, irgendwo Diskrimierungen zu suchen und sich damit zu beschäftigen, um sich wichtig zu machen und weil sie jemandem schaden wollen.

Ein Recht auf Verletztsein haben ausschließlich jene, die von einer Minderheit der Diskriminierung gescholten werden. Denen hat Mitgefühl zu gelten. Das ist das Schlimmste, was einem in Deutschland passieren kann. Die Artikulation des Verletztseins und Kritik von Minderheiten ist a priori instrumentell, um sich moralische Überlegenheit zu verschaffen. Entsprechend hat jeder von Minderheiten Kritisierte zunächst einmal die Aufgabe, die eigenen Privillegien und die eigene Machtposition abzusichern und die Kritik als unzulässig auszuweisen.

Für Kritik ist zunächst einmal der Kritiker zu kritisieren. Vorsichtshalber versteht man sie zunächst als Satire. Als nächstes ist die Frage zu stellen, aus welcher Ecke die Kritik kommt und welcher Gruppierung sie gilt. Die kritisierte Gruppierung hat sich zunächst einmal zu immunisieren, weil der Kritiker ja gar nicht meint, was er sagt, sondern weil er irgendwem mit irgendwem zusammen etwas will. Hauptsache, man setzt sich mit deren Inhalt nicht auseinander.

Ergänzend ist alles, was man nicht auf Anhieb versteht, kein Grund zum Nachdenken, sondern als Geschwurbel zu stigmatisieren, das nichts anderem als dem intellektuellen Schwanzvergleich dient. Wissens- und Erfahrungsvorsprünge sind als solche verwerflich, weil sie ausschließlich genutzt werden, um Diskurshoheit zu erzielen. Mit Kompetenz oder dem Anliegen, etwas zu erläutern, was vielleicht anderen noch nicht klar ist, hat das grundsätzlich gar nichts zu tun, deshalb kann man da auch nix lernen

Und Lernbereite haben einen Anspruch darauf, dass der mit dem Erfahrungsvorsprung all seine Emotionen ausschaltet. Zwar sind die intimsten und persönlichsten Regungen und Erfahrungen Gegenstand der Diskussion, also jene der Minderheiten- oder Nicht-Dominanten-Position, aber um Aufklärung zu leisten, hat jegliche Emotionalität aus dem Spiel zu bleiben und der, der erläutert, sich selbst zu versachlichen.

In der Tat kollidiert das Schema der Frage nach der Zuständigkeit für ein bestimmtes Thema und jene nach der Markierung der Sprecherposition aller gleichermaßen scheinbar mit der Frage nach der Definitionsmacht darüber, was als diskriminierend gilt.

Scheinbar insofern, dass nur Minderheiten und Dominierte wissen, wie sich machtvolle Diskriminierung anfühlt, aber lediglich eine Selbstreflexion und Verhaltensänderung bei Teilen der Dominanzgesellschaft Abhilfe schaffen kann.

Homophobie, Transphobie, Rassismus etc. werden immer als Probleme von Minderheiten dargestellt. Das sind sie allenfalls sekundär. Das ist Teil des diskreditierenden  Schemas, das zu glauben.

Primär hat die Mehrheitsgesellschaft und die patriachale Dominanzkultur ein Problem, nicht die Marginalisierten. Das entsteht erst sekundär. Wenn diese Erkenntnis sich jemals durchsetzen sollte, wären wir einen Schritt weiter.

Aber, wer es sich einfach machen will, der stelle – natürlich aus Versehen – einfach Vertreter einer Minderheit in den Mittelpunkt einer Diskussion. Er kann sich sicher sein, dass obige Schemata ablaufen werden.

Zum Glück hat die Diskussion gestern bis ins St. Pauli-Forum hinein auch jede Menge deutlich anderer Züge gezeigt. Alle jenen, die dazu beitrugen, ein herzliches Dankeschön. Vielleicht kann man da ja anknüpfen.

Der Übersteiger selbst hat ebenfalls nicht das Anliegen der Kritik als solcher kritisiert. Das fand ich schon mal super. Der ist auch mit diesem Text nur in Randbereichen gemeint, das war jetzt einfach Anlass, mal Grundsätzliches zu schreiben.

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54 Antworten zu “Was ich einmal mehr gelernt habe …

  1. vuvuzela//riotqueer Juli 28, 2011 um 12:30 pm

    Ich finde die Strukturen in Sinne von ‚dekonstruieren‘ der /die ‚inkriminatorischen‘ _ismen & Züge beim Verein der Herzen (bei mir seit 1986 das Millerntor), sollte auch mal einen verstärkten Austausch im sicheren Rahmen – wie diesem Blog hier, geführt und in weitere Orga-Mechanismen ausgetauscht werden.

    Erstmal ‚online‘ – dann sehen ‚wir‘ weiter….

    Danke herzlichst ‚momorulez‘..allez!

  2. momorulez Juli 28, 2011 um 12:36 pm

    Ja, da bin ich ganz bei Dir. Hatte mich an einige Strukturen schon ran gerobbt, die jetzt wegen dieses Textes vermutlich verärgert sind. Habe aber bei inhaltlichen Fragen keine Lust auf Strategien. Das ist eh ein Problem, dass die bei uns sehr dominant sind, die strategisch operierenden Subsysteme.

  3. vuvuzela//riotqueer Juli 28, 2011 um 1:05 pm

    Die Frage wäre doch, was gewollt ist, wofür sich rechtfertigen die einfachste Strategie noch immer ist,…und was einen ‚Missbrauch mit den Missbrauch‘ verhindern tut.
    Ich und meine ‚antifaschistische-sky-Runde‘ haben auch nur einen Minimal-Konsens, aber selbst der wird in Pathologien bzw. in einem Maßstab gesetzt, so dass der Sinn von all den St.Pauli-Supportern eher die Frage wäre, was denn eine Grenze sein könnte?

  4. momorulez Juli 28, 2011 um 1:26 pm

    Wenn es denn diskutiert würde, bin ich mit dabei! Das Verrückte ist ja, dass mir scheint, dass ein Konsens zwar allen vorhanden scheint, der aber doch wahnsinnig oberflächlich ist und viele eben doch mit den Augen rollen „Oh Gott, schon wieder eine Rassismus-Debatte, lass mich in Ruhe mit Scheiß!“ Das ist wie eine Aushöhlung, wo die „Fussball pur“-Debatte auch eine zweischneidige Sache ist, das hat Herr Stenger ja prompt ausgenutzt.

    Diese instrumentalisierenden Homophobie etc. Vorwürfe scheinen mir übrigens sehr selten vorzukommen. Viel häufiger ist, „es sich doch nicht verbieten zu lassen, auch einen Schwulen zu kritisieren!“, als hätte das je jemand getan, oder die bloße Behauptung irgendwelcher manipulativen Anwendungen, . Weiß auch nicht, wo diese merkwürdigen, autoritären Fantasien immer her kommen. Irgendwie müssen die PC-Debatten völlig falsch angekommen sein, im Sinne einer autoritären Moral, nicht einer zu internalisierenden, postkonventionellen Haltung. Vielleicht ist aber auch einfach die Priviligienstruktur so attraktiv, dass sie sich winden und alles dafür tun, sie zu bewahren, was beim „Wutbürgertum“ wie bei der Schulreform überdeutlich wurde. Das ist ja reiner Verteilungskampf.

    Und die Anti-PC-Rhetorik ist sowieso viel aggressiver.

  5. vuvuzela//riotqueer Juli 28, 2011 um 2:03 pm

    Hach je,,,wenn ich an den Kreis vom Fanladen damals denke, der sich gern in die Körperpolitiken der sog. emanziaptiven Irish Republic sonstwas herein interpretierten und bei dem dann doch zur Sprache gebrachten Kritiken zu ‚Vergewaltigungen um Heiter bis Wolkig‘ u.ä.,..sehe ich die Dominanzstruktur eher in der Etablierung von verkrusteten Strukturen im Verein und Umfeld des Stadtteils….die dann doch bald ein Ende haben wird, wenn die neue GG gebaut wird,…bzw. als das dieser Kreis jetzt gerne sich im Homo_national_ismus gerieren wenn es zur Liebe im und um das Millerntor geht.

    Ich halte dagegen eher die Koroner um die Britische Monarchie als geschichtliches Herzstück von einem Europa der patriarchalen Vereins_strukturen und Massen-Welle entgegen, die im starren Satzungsgefüge wohl niemals ein Platz haben wird.

    Der Umwelt zur Liebe!

  6. momorulez Juli 28, 2011 um 2:49 pm

    😉 – ich hatte ja über die Jahre tatsächlich wenig mit Gremien, Fanladen usw. zu tun, eher JHV, und habe von daher wahrscheinlich eh die Schnauze zu halten als fürchterlich fauler, inaktiver Fan.

    Seit einem Jahr ca., intensiviert durch Twitter, ist die ganze Blogger-„Szene“, die völlig desorganisiert und wo eh alle erdenklichen Gedanken gepflegt werden, irgendwie näher an die „Etablierten“ gekommen. Seitdem schnalle ich ein paar Bewegungen auch besser, habe aber ebenfalls das Gefühl, dass doch sehr viel sehr verknöchert ist und auch das zur Depotenzierung der Sozialromantikerproteste führte, die ja maßgeblich durch das Netz, die Sozialromantiker-Seite und das Forum, mit angetrieben und durch „uns“ verstärkt wurden.

    Seitdem gab es ja z.B. die Blogger-Aktion, die ich sehr gut fand. Da wurde auch sehr offen darauf reagiert, dass man doch die Antira-Antihomophobie-Antisexismus-Diskussion mal auf ein anderes Niveau heben müsse. Was bei kapitalismuskritischen Fragen viel schwerer ist, das wird man beim FC St. Pauli über ein sehr oberflächliches „Gegen Kommerz“ hinaus keinen Minimalkonsens erzielen.

    Aber dass das, mal ab von Norbert, irgendeine Auseinandersetzung dann nach sich gezogen hätte, wäre mir zumindest nicht aufgefallen.

    Ich habe die Übersteiger-Statements dann auch als von mir aus nicht-intendierten Gegenanschlag erlebt. Und das ist ja auch mal ein Lackmus-Test, wie ernst es den Leuten damit wirklich ist. So ein billiges „ich bin gegen Homophobie“ kann ja auch Frau Merkel.

  7. vuvuzela//riotqueer Juli 28, 2011 um 3:41 pm

    Wenn der gemeine – heterosexistische Mann meint parteiisch zu sein für ein Verein des Herzens, hat dieser gemeine Mann dann enorme Probleme Partei zu ergreifen, wenn das Feld der Diskriminierung sich Bahn bricht und alles unter dem ersten unreflekkktierten Habitus der Partei_nahme subsumiert.

    Geschehen im sog. ‚linksradikalen Viertel‘ von Hamburg zum Thema parteiische Jungenarbeit // Mädchenarbeit aus kontra-faktischen Sozialisationsmodellen.

  8. momorulez Juli 28, 2011 um 3:51 pm

    Ich habe ja auch weiterhin die Hoffnung, dass wir weniger gemeine, heterosexistische Männer im Verein haben, als es den Anschein hat 😉 … dass nur, wie soll ich es sagen, die Ansprache falsch war. Wobei Du da offenkundig mehr Erfahrungen gesammelt hast als ich. Es gibt schlicht Aufklärungsbedarf, und ist nicht wirklich durchgesackt, dass es nicht um „Tolerieren“, sondern um mehr geht. Nicht einfach „Ich da kein Problem mit“, sondern eben Selbstreflektion.

    Wenn ich den weiteren Verlauf der Diskussion im Forum lese, EdausKamen zum Beispiel, dann dringt man ja durch. Wie nachhaltig, weiß ich jetzt auch nicht.

  9. che2001 Juli 28, 2011 um 6:08 pm

    Muss ja sagen, dass ich als Außenstehender die St.Pauli-Fans als Schwarzen Block wahrnehme, von dem iich mir aggressive Homophobie nicht vorstellen könnte. Aber wie gesagt: Auißenbetrachtung in jeder Hinsicht.

  10. momorulez Juli 28, 2011 um 7:40 pm

    Das sind ja die Klischeewelten, von denen jeder bei uns immer profitieren kann, wenn er will, um sich mit dem Thema auch ja nicht auseinander setzen zu müssen. „Kann ich mir nicht vorstellen, wir sind ja die Guten“. Als wäre das einer Frage der Vorstellungskraft von Menschen aus anderen Städten.

    Ist eher die Frage, was gegen Lilo Wanders und Olivia Jones gerichtete Ressentiments mit einem Politikverständnis der Nachfolger des Schwarzen Blocks, da sind ja nach Dir mindestens 6-Pop-Generationen, zu tun haben könnten. Das hatten wir ja nun auch schon häufiger. Da ist man dann auf einer heißen Spur.

    Das oben im Eintrag Skizzierte erlebst Du doch, abgesehen davon, bei Rechten eher nicht. Das sind Mitte-Links-Reflexe. Die tatsächlich in der aktuellen Diskussion nur ganz am Anfang kamen.

    Das mit dem schwarzen Block bei uns, das ist eh die Frage, weil der meiner Wahrnehmung nach in der Stadionrealität keine wirklich so große Rolle mehr spielt. Kann mich aber irren.

  11. vuvuzela//riotqueer Juli 28, 2011 um 8:01 pm

    Ist beim Punk noch stärker ausgeprägt! Die Masse vom Millerntor hört Punkrock,…die Vergewaltigter vom Onkel Otto (laut St.Pauli-Forum) Kruste!

    Ich muss erst mal in mich gehen!

    Das hat auch viel mit Verletzungen im Sinne von ‚über den Mund fahren‘ zu tun….

    Never forget the ‚trans-identity barrio‘ in der Talstraße!

  12. momorulez Juli 28, 2011 um 8:10 pm

    Die These von der impliziten Homophobie und des impliziten Rassismus bestimmter Ausprägungen der Punk-Ästhetik und -Musik hat in diesem Blog eine gewisse Tradition 😉 – das ist für mich schon fast das zentrale Thema der letzten 10 Jahre.

    Che versteht die These immer nicht 😀 …

  13. vuvuzela//riotqueer Juli 28, 2011 um 8:35 pm

    Ich bin morgen Abend im Landgang und zisch mir eine Mate auf eine Lunte voll Trans-Marihuana….

    Wenn das ‚gebaggere‘ dann zu aggressiv wird, fahre ich wieder heim und denke,…was für’ne verarsche!

    FAUST!

  14. momorulez Juli 28, 2011 um 9:11 pm

    Siehste mal, ich bin schon so lange raus aus der Szene und dem Nachtleben, dass ich das Landgang noch nicht mal mehr kenne. Aber das ist ein anderes Thema 😉 … oder auch nicht.

  15. vuvuzela//riotqueer Juli 28, 2011 um 9:39 pm

    Aber Trans-Marihuana kennste doch?

    Im Grunde kann ich mir ’ne Mate für 3,50 € auch nicht leisten und Jungs von meiner Crew schleppen mich dorthin, am Grünen Jäger neben ‚Kairos‘,…um dort ein Freund sein Bi-Day zu feiern. Naja, dann haben ‚wir‘ zumindest die Gewissheit, das Tattoo-Monstren auch sich im körper-politischen Kanon des Nationalismus sich bewegen und ‚Stil-Ikonen‘ deswegen ‚bashen‘, weil es halt in der Jurisprudenz auch um ‚Alter & Portemonnaie‘ geht.

    Dieses wenn ‚Freud (oder Bier) hier in der positiven Wendung das St.Pauli-Management kritisiere, dass die St.Pauli-Männer wahrscheinlich einigen Verschleierungen ‚Freuds (Biers) aufsitzen, so will ich trotzdem dazu ermuntern, bestimmte wertvolle Erkenntnisse aus deinem Blog als Anregung für weiter Spieltage zu nehmen. —Trans-Marihuana—-

    Immerhin hat mich dein Blog gelehrt, dass es vor jeglicher Zurichtung ein herrschaftsfreies Konglomerat von stinkenden Säften am Millerntor gibt, ein Chaos von Lüsten:)
    Das finde ich ganz angenehm zu wissen und denke, dass ab und zunoch etwas davon spürbar sein könnte, ein angenehmes Grunzen im Arsch, ein Zittern an den Lippen, ein kollossal komischer Traum, ein unsinniger sinnlicher Gedankensprung oder was weiß ich was. LUST auu und aus CHAOS, Lust auf permanent Revolution der Geschmäcker….Lust auf Kiez in der Champions League….

    So long…..

  16. momorulez Juli 28, 2011 um 10:19 pm

    Ich muss mich in Deine Sprache ja erst rein lesen, aber allmählich erahne ich immer mehr 😉 … übrigens diese Lüste vor der Zurichtung, da weiss ich genau, was Du meinst, und das ist ja die Metapher zu der aktuellen Diskussion.

    Als ich da hinein geraten bin, also drumherum war ich seit ’87, im Stadion dann 2000, da HATTE das noch eine ekstatischere, sexuellere Qualität, einen Hauch von Libertinage, nicht, weil ich da noch jünger war 😀 , und die Leute auf der Gegeraden ebenso, nein, auch darüber hinaus, in der Atmosphäre lag das. Und das ist – wie überall – einer zunehmenden Verbürgerlichung, Dogmatisierung und Disziplinierung gewichen, die sich in der Architektur wieder spiegelt. Und auch deshalb gehe ich so ab, der Pantoffelpunk, selbst Familienvater, ja nicht minder, wenn gegen das „Freudenhaus“ polemisiert wird. Das muss man ja nur mal buchstäblich lesen.

    Und diese Verbissenheit, dieses Verbiestersein, was PC immer unterstellt wird, ist eher die Qualität der Freudenaustreiber, nicht von PC. PC will ungestörte Erfahrungsräume für alle gleichermaßen. Freudenaustreiber hingegen, die zum Beispiel nicht begreifen, dass es bei Kommerzialisierungskritik um das Wiedergewinnen von Sinnlichkeit, Spaßräumen, Erlebnisfähigkeit geht, statt Regeln zu formulieren, wollen diese eindämmen. Hat das Lichterkarussel so wundervoll als Funktionsjackenträger metaphorisiert 😀 …

    Das lebe ich ja alles nicht mehr poppend und ausgehend, sondern schreibend und malend, aber da sind mir zumindest schon Riesenschritte gelungen 😉 … versteht auch wieder keiner, dass das geht, weil sie nur Metakommunikation können. Und diese dann in Formfragen einfordern, deshalb fahren die Dir über den Mund.

    Und wenn dann mitten in mögliche Erlebniswelten rein diese Polemiken des Übersteigers platzen, bricht einfach auch Reglementierung ein und was ganz Bitteres, Fieses, das der Kommerzialisierung analog ist, ein. Das einen Schutzraum zerdeppert.

    Bemerkenswerterweise in einer Form, die oft an jene PC erinnert, die manche zu geißeln glauben, weil sie sie missverstehen, und so rezipieren manche dann auch Interventionen gegen Homophobie etc. Weil sie so an Selbstreglementierung gewöhnt sind, dass sie auch nur Reglementieren wahr nehmen. Dass sie da dann auf die Palme gehen, ist irgendwie fehl geleiteter Aufstand, der aus seiner Form nicht ausbrechen kann …

    Freut mich aber, wenn Dich das hier inspiriert!

  17. vuvuzela//riotqueer Juli 29, 2011 um 5:25 am

    Immer für ein guten ‚Code Civil‘ zu haben 🙂

  18. che2001 Juli 29, 2011 um 10:37 pm

    Gutes Stichwort: Die Französische Revolution hatte in das alte Europa der Feudalherren die neue Ordnung hineingeschossen. Freiheitsrechte müssen erkämpft werden, sie werden weder erbeten noch herbeidiskutiert. Da hat uns gerade Ägypten gelehrt, wie das gehen kann (Mohammed, Ashraf, Fatma, Aiman, Laila, Ihr habt es uns gezeigt!),

    Und @ „Für die Definition dessen, was Rassismus, Homophobie usw. IST, wo Benachteiligungen vorliegen, wo Stereotype sich formulieren, ist hingegen die Mehrheitsgesellschaft zuständig, nicht die betroffene Gruppe. Jeglicher Verstoß gegen diese Regel wird mit Empörung geahndet. Und der Verweis auf solche Strukturen ist grundsätzlich stigmatisierend, weil wir doch alle gleich sind.“
    —- Wäre ja noch schöner, wenn die Ausgegrenzten und Stigmatisierten bestimmen dürften, was Ausgrenzung und Stigmatisierung ist, das würde ja der Demokratie, ach was, der Massendemokratisierung der Gesellschaft Schloss und Riegel öffnen.

  19. Sonnenstrahl Juli 30, 2011 um 1:15 am

    Che2001, eine ähnliche Argumentation verwendet auch der Killer aus Oslo, nur eben aus einem sehr anderen Kontext heraus. Im Gegensatz zu dir schoss der dann wirklich, ganz im Namen der Freiheit, die er meint.

    Was die übrige Diskussion in diesen Diskussionsstrang betrifft, kann ich ihr kaum folgen. Ich merke erneut, was ich eigentlich immer merke in meinem jetzigen leben, daß ich nicht dazu gehöre. Das ist vielleicht auch so gewollt, ich vermute das jedenfalls. Einiges in dieser Diskussion hier finde ich interessant, vieles müsste ich mir erst einmal durchdenken. Beim Versuch dazu stürzte mir der Rechner ab, kurz bevor ich einen mehrseitigen Kommentar absenden wollte. Das war wohl ganz gut, denn ich finde immer mehr, daß ich immer wieder neu lernen muß. So wenig meine Gegenwart mit meiner Vergangenheit zu tun hat, und ihren vielfachen Identitäten als Mensch, so wenig, hoffe ich jedenfalls, wird meine Zukunft meiner Gegenwart gleichen und den vielfachen Minderheiten- und Mehrheitenpositionen, die ich durchlebe und teils durchleide. Aus meinen Erfahrungen heraus würde ich nicht wollen, daß meine Minderheitenperspektiven maßgeblich sein würden oder sogar herrschend, genauso wenig wie ich es wollen kann, von Beherrschungsversuchen betroffen zu sein, zum Beispiel, wie ich gestern von einem wohlhabenden Rentner beim Durchwühlen von Müll ausdauernd beschimpft wurde, mit sichtbarer sadistischer Freude. Er folgte mir bis ins Geschäft hinein, wo ich den Pfand umtauschte, um seine Beschimpfungen fortsetzen zu können. Ich wollte nicht viel Widerworte geben, schwieg zu seinen Unverschämtheiten, und hatte das bessere Ende doch für mich, als ich ihn vor dem Milchregal einfach fragte, ob er sich selbst zu den Menschen rechnen würde, die hartnäckig auf ihrer Meinung bestehen, oder ob er einen Irrtum einräumen kann. Seine Antwort darauf war so lächerlich, was er verdutzt dann gleich selber feststellen musste, daß sich seine ganze sadistische Freude ins Nichts auflöste und zugleich auch mein Ärger über den ganzen Vorfall. Er blieb derdattert stehen und verfolgte mich nicht weiter.

    Ich kann die Fragen, die hier gestellt werden und die ich mir selber stelle, nicht beantworten. Ich stelle nur fest, daß sich die Perspektiven meines Lebens mehrfach verändert haben und damit auch die Antworten auf viele Fragen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass eine Antwort bzw. Positionierung sehr stark davon abhängt, welche meiner vielfachen Identitäten gerade befragt wird. Ich bin in vielfacher Hinsicht in einer Minderheitenposition, oft auch diskriminiert und unfair behandelt, zugleich auch in vielfacher Hinsicht in einer Mehrheitenposition. All das beeinflusst meine Wahrnehmung, meine Erfahrungen und auch die Antworten, die ich bei den hier verhandelten Fragen suchen und finden würde.

    Sollte ich hier irgendwen mit meinem ratlosen Statement verärgert haben, kann es auch gerne gelöscht werden. So wichtig ist es ja auch nicht.

  20. Mrs. Mop Juli 30, 2011 um 4:56 am

    Darf ich hier einfach mal so reinplatzen? Danke.

    Lieber Sonnenstrahl,

    ich verfolge Deine Beiträge auf diesem Blog schon seit längerem, und auf mich wirken sie wie ein Sonnenstrahl, denn sie reflektieren vieles, was in meinem Leben geschieht, geschehen ist und sich verändert hat (in einem Wort: Absturz). Jetzt ist es halb sechs in der Frühe, und Dein letzter Beitrag (heute 01:15 Uhr) schien wie ein fast schmerzender Sonnenstrahl in meinen beginnenden Tag hinein; schmerzend, weil ich mich in seiner Helligkeit wiedererkenne:

    „Ich merke erneut, was ich eigentlich immer merke in meinem jetzigen leben, daß ich nicht dazu gehöre.“

    Ja.

    „So wenig meine Gegenwart mit meiner Vergangenheit zu tun hat, und ihren vielfachen Identitäten als Mensch, so wenig, hoffe ich jedenfalls, wird meine Zukunft meiner Gegenwart gleichen und den vielfachen Minderheiten- und Mehrheitenpositionen, die ich durchlebe und teils durchleide.“

    Ja.

    „Ich stelle nur fest, daß sich die Perspektiven meines Lebens mehrfach verändert haben und damit auch die Antworten auf viele Fragen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass eine Antwort bzw. Positionierung sehr stark davon abhängt, welche meiner vielfachen Identitäten gerade befragt wird.“

    Ja.

    Aus der Perspektive meines veränderten und sich stetig weiter verändernden Lebens kann ich die „Ratlosigkeit“ Deines Statements sehr gut nachvollziehen. Mir persönlich hat in und aus meiner nunmehr schon seit Jahren anhaltenden Ratlosigkeit das Bloggen herausgeholfen, und ich wünschte mir, Du würdest es endlich anfangen, das Bloggen. Neulich hattest Du ja schon erwähnt, dass Du Dich mit dem Gedanken trägst. Wann schreitest du zur Tat? Du hast das Zeug und die Lebenserfahrung dazu, Du kannst fesselnd schreiben und scherst Dich einen Teufel darum, was in der Mehrheitsgesellschaft als peinlich und tabuisiert gilt. Schreib! Aus meiner eigenen Erfahrung wage ich Dir zu prophezeien, dass Du mit Deinem eigenen Blog ein Zuhause für das finden wirst, was Du als Minderheitenposition bezeichnest, eine Art Heimat, in die Du immer wieder zurückkehren kannst, wenn Du Dich „draußen“ mal wieder als Fremdling empfindest.

    Ich jedenfalls wäre extrem neugierig auf Deine Berichte aus dem „anderen“ Leben (das übrigens so minderheitenmäßig gar nicht ist, nur pflegen die meisten – nennen wir sie mal: prekär Lebenden – darüber nicht öffentlich zu schreiben).

    Und danke an den Blogherrn, dass ich mich hier in aller Herrgottsfrühe dermaßen ausbreiten durfte, hier, auf diesem Blog, das ich seit Jahren voller Spannung lese, mich dabei gut unterhalten fühle und jede Menge dazulerne. Ein sehr, sehr einzigartiges Blog.

    Mrs. Mop

  21. momorulez Juli 30, 2011 um 8:37 am

    Das war jetzt aber ganz, ja, Gott, für das meiste, was man mal an wirklich wichtigen Empfindungen hat, gibt es die richtigen Worte nicht, anrührend, im allerpositivsten Sinne. Ich freue mich sehr, Mrs. Mop, über das Lob und pflichte hinsichtlich dessen, was Du über Sonnenstrahl schreibst, vollkommen bei. Immer gerne hier herein platzen!

    Sonnenstrahl, Du hast echt die Fähigkeit, in einem Absatz etwas so zu beschreiben, dass eine ganze Welt aufgeht und noch dazu hast Du das Thema pointiert, um das es ja geht. Ich finde Deine Erfahrungswelt des Flaschensammlers als so ungeheuer erhellend, diese Miniaturen, das gibt mir wahnsinnig viel. Du beschreibst das wohl auch deshalb gelungener als ich normalerweise, weil Du so eine Beiläufigkeit ohne meine Wut, Empörung oder Verletzung hast in der Beschreibung,die das sehr eingängig und eindringlich macht, was Du beschreibst.

    Für mich geht es ja nicht darum, dass Minderheiten nun die Macht erlangen, sondern dass Mehrheiten aufhören, sie wahlweise zu drangsalieren, zu entwerten oder sich von ihnen belästigt zu fühlen – was eben nicht durch Verhaltensänderungen bei der Minderheit zu erreichen ist. Ich will am Millerntor nicht von diskreditierenden Aussagen über Transvestiten genervt werden. Die hat niemand zu äußern. Mich macht es wirklich irre, wenn ich lese, wie dieser Rentner mit Dir umgeht. Eine Kollegin erzählte gestern von einer Art „Zieh-Nichte“, die, um die 17, neulich ein Baby ausfuhr, und wie blöd von irgendeinem Herren angebrüllt wurde, was denn das für eine Gesellschaft sei, in der irgendwelche Mädchen schon so früh Kinder kriegen, und sich furchtbar echauffierte, bis das Baby schrie. Das war nun gar nicht ihres, was aber gar keine Rolle spielt, was soll der Scheiß?

    Ich habe ja auch diverse mehrheitsgesellschaftliche oder dominante Identitäten, weiß, männlich, bildungsbügerlich, Einkommen eher über dem Durchschnitt, je nachdem, wie man das rechnet :D, ist als Teilhaber einer Firma so einfach nicht zu sagen, was da jeweils Einkommen und was Kreditlinie ist. Ich bin seit 10 Jahren Chef usw. – aber ich käme da nicht auf die Idee, irgendwem einen Strick draus zu drehen. Ich finde aber, dass man die Strukturen benennen muss, die Marginalisierung ermœglichen, und dann muss man auch mal selbstgerechte Familienväter benennen dürfen, weil Familie zum einen eine jedem gegönnte Lebensform, aber eben AUCH ein Ausgrenzungsmodell ist, dass mir meinen Ort als in die Jahre gekommener schwuler Single zu weist. So ungefähr.

  22. Sonnenstrahl Juli 30, 2011 um 9:35 am

    Aus meinen persönlichen Erfahrungen heraus bin ich geneigt, die radikale Akzentuierung einer Minderheitenposition für gefährlich zu halten, auch deshalb, weil ich auf diese Weise der Diskursvorgabe vieler Mehrheitsgesellschafter folge, die mich allein als Minderheit betrachten und letztlich absondern möchten. Ach, und der Rentner. Nein, den habe ich sofort vergessen und nur heraus gekramt, weil das in meinen Augen zum Thema passt. Wie gesagt, ich hatte das bessere Ende für mich, ein deutlich besseres Ende. Er wird eine Nacht sehr unruhig schlafen und vielleicht sogar, das würde mich freuen, sich fragen, ob er etwas Falsches gesagt oder getan hat. Jedenfalls hatte ich keine Probleme, mich zur Wehr zu setzen. Deutlich schwieriger in meinem Leben ist es, wenn mich der Zahnarztbesuch zehn Euro kostet. Das ist dann ein wirkliches Ärgernis, zusammen mit einem seit Wochen schlechten Wetter für das Sammeln von Pfand. Ich kann diesen motzenden Mehrheitsgesellschaftler sogar irgendwie verstehen, er kämpft auf seine Weise für eine Idylle, die er gerne hätte. Ich möchte keinen Schutzraum, der mich vor solchen Rentnern verschont, viel lieber jedenfalls möchte ich, daß mich auch solche Leute eines Tages verstehen und zu schätzen wissen.

    Wenn ich mich frage, was getan werden müsste, dann ist es die Dekonstruktion der Imagination einer angeblich homogenen Mehrheitsgesellschaft. Genau das schafft ja auch, so sehe ich das, eine Voraussetzung dafür, Menschen wie mich auszugrenzen. Ich möchte diese Idee einer homogenen Mehrheitsgesellschaft dekonstruiert sehen, ich möchte nicht im gleichen üblen Fahrwasser schwimmen, indem ich meinen Gegensatz zur Mehrheitsgesellschaft zum Fundament meiner Identität erkläre. Ich möchte diese Mehrheitsgesellschaft dekonstruiert sehen, vollständig dekonstruiert sehen als eine Vielheit der Vielen, die miteinander leben können.

    Wie gesagt, ich muß und möchte noch viel über solche Dinge nachdenken, und bin eine Weltreise davon entfernt, meinen Standpunkt als den ultimativen Standpunkt eines Minderheitsgesellschaftlers zu verstehen. Aber wenn der Übersteiger dumme Witzchen über Flaschensammler gemacht hätte und jetzt sagen würde, er habe niemanden kränken wollen, er findet seine Witzchen auf meine Kosten jetzt auch sehr fad und unpassend. Dann würde mir das völlig genügen. Ich bin allerdings in einer anderen Position, ich lebe einen anderen Erfahrungshintergrund. Ich kann nicht beurteilen, ob die Dinge für mich wieder ganz anders liegen würden, wenn ich mich in einer anderen Minderheitenposition befinden würde. Vielleicht wäre das so, da müsste ich wohl genauer überlegen und zuhören. Grundsätzlich finde ich es natürlich immer gut, wenn die Positionen von Minderheitlern Berücksichtigung finden. Ich möchte selbstverständlich, daß meine Erfahrungsvorsprünge respektiert und rezipiert werden, aber mich schreckt die Idee einer Alleinstellung. Ich glaube ich kann jetzt mein Unbehagen besser formulieren:

    Ich möchte einfach nicht, daß andere Diskurshochheit über mich ausüben, indem sie mich vor allem als Minderheitler definieren.

  23. momorulez Juli 30, 2011 um 9:41 am

    Das Problem ist ja kein definitorisches oder nur Vorgestelltes Man kann ja diese Vorstellungen dekonstruieren, ohne dass sich an den ökonomischen und sozialen Strukturen irgendetwas ändert. Das mit der Minderheitenposition ist ja auch objektiv so, dass ich die Möglichkeit einer Ehe nur zweiter Klasse hätte, wodurch wieder eine Haltung Nicht-Verheirateten gegenüber entsteht usw. – dass für Dich 10 Euro Praxisgebühr ein Problem darstellt, für mich nicht, ist eine faktische Privilegierung. Ebenso hatte ich nicht die Wahl, mich als Schwuler formen zu lassen – das habe ich auch lange gedacht, man muss nur die Grauzonen, die vielen Lüste beschwören, das interessiert kein Schwein und hat auch den Umgang mit mir nicht verändert. Das wenden mittlerweile eher Liberale an, um von den faktischen Mustern abzulenken. Loellie kann auch Bände damit füllen, was es mit einem macht, als ökonomisch Deklassierter aufzuwachsen. Was für eine Demütigungserfahrung das darstellt.

    Bin utopisch ja bei Dir, weiß nicht, wie Du aufgewachsen bist, ob Du Flaschensammler sein willst oder musst, geht mich auch nix an – aber die objektiven Muster sind so, dass man z.B auch als Schwarzer, als Schwarze noch viel mehr,einfach ANDERE Erfahrungen macht und ständig Sachen ausdem Weg räumen muss, die andere da nicht liegen haben, und dann braucht man einfach öffentliche Räume, wo das auch mal NICHT so ist, zum psychischen Überleben.

  24. Sonnenstrahl Juli 30, 2011 um 10:11 am

    Es fühlt sich für mich etwas ungewohnt an, wenn sich andere in meinen Worten und Gedanken so sehr wiederfinden, und dann ausgerechnet bei Dingen, die sehr persönlich sind. Trotzdem, meine kleine Blogbude werde ich am Wochenende aufmachen, aber ich denke, das wird nicht so der große Brüller. Eher so eine Art Eckchen, ein kleiner Guerilla-Garten mit Bänken, auf die sich jeder hinsetzen kann, um mit mir zu plauschen. Mehr nicht. Vielleicht werde ich meine Blogbude mit Bildern von Guerillagärtchen und anderen Flaschensammlern schmücken. Mal sehen. Blühende Schlingpflanzen, unscheinbare Schönheiten direkt neben der Biotonne (bei Aldi fand ich gestern tatsächlich einheimische Orchideen, ganz kleine und hübsche), aber auch das Grau der Straßen, das Künstliche der Hafencity, und dann, wie sich mitten in dieser gelackten und verglasten Wüste doch die ungewollten Ruderalpflanzen durchsetzen und diesen Ort genau dadurch ein wenig wohnlicher machen.

    Ach, und ein Wort an Mrs. Mop: Es ist ja nicht nur ein Absturz. Es ist viel mehr als das. Es ist für mich vor allem eine Veränderung und eine Wegstrecke. Manches davon möchte ich sogar garnicht missen, so merkwürdig sich das vielleicht anhört. Weißt du, das nächste Mal, wenn ich diesen Rentner treffe, werde ich ihn anlächeln und ihm ein paar Freundlichkeiten sagen. Das Mal darauf wird er zurücklächeln. Eine Kleinigkeit, aber das hätte ich früher nicht gekonnt. Oft habe ich sogar eine gute Idee von einer besseren Zukunft, die auf mich zukommt. Ich kann es nicht begründen, aber umso deutlicher spüre ich das. Ich hoffe für dich, daß auch du Hoffnungen hast und mehr noch, Pläne zur Verwirklichung deiner Hoffnungen.

  25. che2001 Juli 30, 2011 um 10:53 am

    Stell Dein Licht nicht so dermaßen unter den Scheffel, ich bin sicher, dass das ein einmalig intereressantes Blog wird!

  26. vuvuzela//riotqueer Juli 30, 2011 um 11:39 am

    Hat jemand ein Job als Office Manager für mich – – – ich will auch dazu gehören!

  27. momorulez Juli 30, 2011 um 11:41 am

    @Sonnenstrahl:

    Ich bin sehr gespannt auf Dein Blog und freu mich auch drauf! Mir gibt das viel, was Du hier schreibst. Das ist eine ungemein beeindruckende und spannende Perspektive.

    Und dass Du da manches nicht missen möchtest: Ob Du Flaschensammler sein willst oder musst liest ja blöd, brauchst Du auch nicht beantworten, mich ärgert das nur immer, dass man das als frei gewählt verhindern will und deshalb die Kohle absenkt. Ich finde, dass das als Lebensform, als Möglichkeit, doch auch sein können dürfen muss mit möglichst mehr Grundsicherung. Ich habe diesen moralisch aufgeladenen Hass der Liberalen nie verstanden, die fanden, man müsse sich irgendwie in diese Lohnarbeitsscheiße einreihen und gefälligst leiden, sich defizitär fühlen, wenn dem nicht so ist. Dass man nicht raus kommt, wenn man will, ist freilich auch Scheiße.

    Habe hier neulich jemandem vom PikAs zu dem Wohnheim im – ausgerechnet – ehemaligen Polizeigefängnis begleitet, war auch Deportationsplatz und der „Schwulenknast“, weil hier im Viertel die Szene war und man da bei „Erregung öffentlichen Ärgernisses einsaß, DARÜBER sollte der Übersteiger mal schreiben, der fand den Weg nicht alleine und sagte in den 5 Minuten in allen Varianten nur immer wieder „Ich will mein Leben endlich wieder auf die Reihe kriegen, ich kann aber einfach nicht“, und so ein Autonomie- und Kontrollverlust, das muss die Hölle sein.

    Das hängt aber indirekt mit den Schutzräumen und der Diskriminierung zusammen: Das IST ein punktueller, situativer Autonomieverlust, wenn man denen begegnet, und ich habe im Grunde genommen erst hier beim Bloggen, mit über 40, die Fähigkeit erlangt, durch Gegenwehr dann prompt Autonomie wieder zu erlangen. Was ich zum Glück kann in finanziell noch einigermaßen sicheren Verhältnissen, abhängig von der Bank bin ich aber auch.

    Da gibt es bestimmt auch andere Wege, sich dem Zugriff zu entziehen und sich selbst wieder zu gewinnen, Du beschreibst ja welche.

    Und einer besseren Zukunft entgegen zu sehen, die auf mich zu kommt, da bin ich mir aktuell komischerweise sicher 😉 – und wünsche Dir auch eine solche!

  28. momorulez Juli 30, 2011 um 11:54 am

    @vuvuzela/riotqueer:

    Office Manager? Wo dazu gehören?

  29. vuvuzela//riotqueer Juli 30, 2011 um 1:22 pm

    Zu der Grupo 1300,-€ netto
    Aber mal was zu dem ‚Autonomie-Verlust‘ den mein Stiefvater nicht mehr mächtig war und den gewollten Tod wählte, da die Immanenz der Sachzwänge ihm den Hals zuschnürten und keine Perspektive in ihm bildhaft wurde.
    Im Grunde hat das Sozialsystem enorme Fortschritte gemacht um den Maßstab der Unterstützung zu forcieren.
    Betreuungs-Verhältnisse, nach einem gesundheitlichen Gutachten, und andere Mechanismen der Integration in die zwar unterste Kategorie der Hamburger Mitte,..aber immerhin gibt es ein sozial-psychiatrisches Netz.

  30. momorulez Juli 30, 2011 um 1:45 pm

    Ja. Das war aber für den Wohnheim-Bewohner irgendwie auch nicht zuständig. Und für Diskriminierung auch nicht.

    Aber klar, in der Hinsicht ist das kein Vergleich mit den 60ern, wozu allerdings auch die Antipsychiatriebewegung und andere reformpsychologische Ansätze beigetragen haben. Und noch bis Anfang der 90er wurden wir von der Weltgesundheitsorganisation für krank erklärt 😉 … gibt auch Psychoanalytiker, die mit Schwulen nicht arbeiten.

    Ist das lange her mit dem Stiefvater? Oder gehört das nicht hierher?

    Aktuell haben wir auch keinen Office-Manager-Job, aber wenn wir wachsen sollten, denk ich an Dich!

  31. vuvuzela//riotqueer Juli 30, 2011 um 2:19 pm

    Danke!

    Zu den in der kritischen Psychologie in der Analyse und Therapeutik, hat sich der Differenzgedanke heraus gebildet. die die AG SPAK und andere ‚Mad Pride‘-Aktivisten praktisch immer noch eine Menge zu tun haben, nicht wegen sexueller nicht-Konformität und famiale Unterdrückung eingewiesen zu werden.
    Mein Zwilling hat damals die Einweisung beantragt,…Details spare ich mir….und mein Stiefvater hat – wie sein bester Schluckspecht-Freund – in der Nacht zum 11.Juli die obligatorische Pille genommen.
    Finde ich gar nicht schlimm, wenn der Wille alleine gewählt wurde und es besser aus den Sachzwängen heraus zu treten als dann im Männer-Wohnheim zu landen.

    Ansonsten gilt es auch in der alltäglich laufenden Kommunikation schon eine Sensibilität ohne Esoterik (‚Metaphysik der Dummen‘) und anderen Gedöns, den Körperpolitiken am laufen zu halten.

    Jetzt schaue ich nach Trier!

    PS. Was denkst Du eigentlich zu pathologischen Maßstäben ansichtlicher Genitalien?

  32. momorulez Juli 30, 2011 um 3:46 pm

    Ich verstehe die Frage, ehrlich gesagt, nicht – meinst Du zu große Schwänze?

  33. Mrs. Mop Juli 30, 2011 um 11:55 pm

    Mann Mann, Sonnenstrahl, das Stichwort Absturz hatte ich dir lediglich als ungefähre Standortbestimmung meiner Person gegeben, damit du in etwa einschätzen kannst, was da für ein wildfremder Mensch plötzlich daherkommt und ausgerechnet Dir das Bloggen empfiehlt. Selbstverständlich besteht mein Leben nicht nur aus Absturz. Wenn Du mal gar nix anderes zu tun hast, kannst du ja einen Blick in mein Blog werfen und feststellen, dass ich ein durch und durch lebensfroher Mensch bin, was – ja doch, in dieser scheinbaren Paradoxie bin ich ganz bei Dir – nicht zuletzt auch mit meinem Absturz zu tun hat. Und jetzt häng dich bitte nicht an diesem Wort Absturz auf. Nenn den Sachverhalt bzw. die damit verbundene Entwicklung an Leib, Geist und Seele wie Du willst, ich habe es halt heute früh Absturz genannt. Und ja, selbstverständlich habe ich einen fulminanten wirtschaftlichen und sozialen Absturz hingelegt, woran es aus meiner Sicht überhaupt nichts zu beschönigen oder schönzureden gibt, denn nur aus der Brutalität meines Absturzes habe ich gelernt, anders als früher mit meinem Leben umzugehen und dies als enorme Bereicherung zu empfinden. Was aber ein jahrelanger anstrengender Prozess war, voller Kampf und innerer und äußerer Konflikte, und so allmählich komme ich an den Punkt zu sagen: Es hat sich gelohnt.

    Das mit der Hoffnung, was du schreibst, ist nicht so mein Ding. In puncto Hoffnung bin ich eher schopenhauerisch gepolt. Und bitte, das jetzt nicht mit pessimistischer Schwarzseherei verwechseln. Ich gehöre einfach nicht zu den Menschen, die ihre Lebenszeit und ihre seelische Energie aufs Hoffen ver(sch)wenden. Ich lebe lieber.

  34. Mrs. Mop Juli 31, 2011 um 12:13 am

    Ach so, noch was, Sonnenstrahl. Vielleicht taugt Dir das hier als Anregung für Dein Blogprojekt:

    http://dierotenschuhe.blogspot.com/2011/05/der-mull-das-leben-und-die-not.html

    Ein Beitrag über eine amerikanische Bloggerin und professionelle Dumpster-Dive-Spezialistin. Ich liebe diese Frau. Schreibt übrigens extrem witzig, teils sarkastisch und scheint eine recht lebensfrohe Person zu sein.

  35. momorulez Juli 31, 2011 um 12:36 pm

    @Mrs. Mop:

    Hoffen und Leben schließt einander doch gar nicht aus.

  36. Mrs. Mop Juli 31, 2011 um 7:29 pm

    Hm. Wie geht Hoffen? Stehst Du am Herd und kochst Dir was und hoffst dabei? Oder trägst den Müll die Treppe runter und hoffst währenddessen? Liegst Du abends im Bett und legst vor dem Einschlafen noch eine runde Hoffen ein? Ist eine ehrliche Frage. Ich weiß nicht, wie Hoffen geht. Ich weiß, wie Wünschen geht, wie Träumen geht, wie Nachdenken geht. Aber Hoffen?

    Jemand Kluges (weiß nicht mehr wer) hat mal gesagt:
    Losing hope is a good first step. Next – if the cavalry isn’t already over the hill -, it’s a good idea to learn how to ride a horse.
    Gefällt mir gut.

  37. momorulez Juli 31, 2011 um 7:37 pm

    Hoffnung ist für mich eine Einstellung, die sich dafür öffnet, dass etwas für mich besser wird 😉 – Hoffnungslosigkeit hingegen ist Resignation.

    Meine Hoffnungspraxis sind aktuell die „Morgenseiten“ nach Julia Cameron. Das ist erstaunlich, was da mit einem passiert. Jeden Morgen als erstes einfach 3 Seiten schreiben, egal was, und vor allem nichts, was jemals jemand anders lesen sollte. Aber immer 3 Seiten.

    Das offenbart eine Hoffnungs-Struktur.

  38. Mrs. Mop August 1, 2011 um 5:16 am

    Da muss ich Deinem ersten Satz glatt widersprechen, aus meiner eigenen Erfahrung heraus: Hoffnungslosigkeit (bitte, fernab der gängigen Konnotation von ‚Verzweiflung‘!) ist für mich eine Einstellung, die sich dafür öffnet, dass etwas für mich besser wird. ‚Hoffnungslosigkeit‘ im Sinne des obigen englischen Zitates ist gemeint.

    Danke für den Hinweis auf Julia Cameron. Eine beeindruckende Lebenspraxis. Ja, das frühmorgendliche Schreiben ist etwas sehr Fruchtbares, ich kenne und liebe das. Wobei, die „Morgenseiten“ stünden für mich jetzt weniger im Kontext von Hoffnung, sondern vielmehr von „learn how to ride a horse“ ;).

  39. Mrs. Mop August 1, 2011 um 5:55 am

    Hey, habe ich grade gefunden! Was passiert, wenn ein paar rüstige alte Damen ihre Hoffnung auf den Superhoffnungsträger Obama („hope, we can, we believe in!“ – pfft) fahren lassen? Das:

    Mir scheint, die Ladies satteln ihre Pferde :).

  40. Mrs. Mop August 1, 2011 um 5:56 am

    Tschuldigung, ich wollte das Video eigentlich nur verlinken, jetzt hat der das gleich eingebettet, wieso das denn?

  41. momorulez August 1, 2011 um 8:55 am

    Das bettet kurioserweise immer dann, wenn man http:// mit angibt. Macht aber ja nix. Bin heute morgen etwas in Eile, gucke später!

    Und ich glaube, im Fall der Hoffnung meinen wir das gleiche und drücken es nur unterschiedlich aus 😉 …

  42. Sonnenstrahl August 1, 2011 um 9:07 am

    Automatismus, Mrs. Mop.

    Hoffen ist vieles zugleich und auch du kannst das. Du träumst doch. Es gibt Dinge, auf die du dich freust. Sogar beim Heruntertragen von Müll könntest du über etwas nachdenken, was dir Freude bringt, zum Beispiel ein Besuch von Freunden. Oder ein Anruf bei einem lieben Menschen. Wenn du träumst und zugleich davon überzeugt bist, deine Träume können sich verwirklichen. Dann nennt man das Zuversicht. Wenn du träumst und die Möglichkeit siehst, deine Träume können sich verwirklichen. Dann nennt man das Hoffnung. Wenn du beim Heruntertragen des Mülls denkst, du könntest den lieben Menschen am Telefon erreichen, schon dann hoffst du. Je mehr Dinge, auf du dich dich freust, von dir erhofft werdehn, je relevanter dieses Dinge für dich sind, vielleicht sogar ganz große Träume, um so mehr lebst du in der Hoffnung. Nach einer Serie von Rückschlägen verlernt man als Mensch vielleicht, sich zu freuen. Das ist ziemlich verbreitet, ausgesprochen triest, am Anfang vielleicht sogar ein Mechanismus des Selbstschutzes, später dann eine innere Abwärtsspirale, welche die Rückschläge des Lebens begleitet, eine innere Lähmung des Freuvermögens, mit der man sich leider selbst in eine Art Schreckstarre fesselt und dann in einem Prozess voller Eigendynamik sogar völlig hilflos gemacht werden kann. Wenn du schreibt, du weißt nicht was Hoffnung ist, wäre es ein guter erster Schritt, jeden Tag eine Stunde lang Vorfreude einzuüben. Eine ganze Stunde lang! Noch wichtiger, sich jeden Tag, mehrfach am Tag gezielt mit Dingen und Menschen zu beschäftigen, die Freude bereiten. Bei mir ist das beispielsweise mein kleiner Guerillagarten.

    Ein Leben ohne Hoffnung wird grau. Ich mag es lieber bunt. Schöne gelb-violette Kontraste, mehrfarbige Blüten, Schönheiten, die aus dem Chaos gezielt zufällig heraus wachsen und gedeihen, Hummeln, die sich an einem Blütenmeer laben, Unkraut, das sich ganz wunderbar mit den Anpflanzungen verträgt. Das mag sich jetzt wie etwas überaus Konkretes lesen, aber ich meine es ausschließelich metaphorisch.

    Die Wechselfälle des Lebens werden auf diesem Weg zu Jahrezeiten, in denen man auf jeweils geeignete Weise gärtnert. Im Winter konzentriert man sich mehr auf die Zimmerpflanzen, hofft darauf, daß die Blumenzwiebeln nicht erfrieren, und schon einmal einige Plänzlein aus Samen, damit man im Frühjahr dann gleich Setzlinge hat. Rein metaphorisch. Wirklich, rein metaphorisch.

    Hoffnung geht aber auch konkret. Nicht nur im Garten, den man sich aus Straßenland geraubt hat. Hoffnung geht immer.

  43. momorulez August 1, 2011 um 9:45 am

    Das fand ich jetzt aber ein wenig pastoral, Sonnenstrahl.

  44. Sonnenstrahl August 1, 2011 um 12:23 pm

    Direkt nach der Zahnarztbehandlung (aua) hätte es bestimmt anders geklungen.

    Jetzt wo du es sagst, finde ich auch daß er sich fast wie eine Predigt anhört. Vielleicht hat mir der Text Glück gebracht. Mir hat er gefallen, weil er gleichnishaft einige meiner Erfahrungen auf den Punkt bringt. Das Leben ist eine Reise. Ich bin mir fast sicher, die Schicksalsgötting (Oh, Fortuna! Velut luna, semper permeabilis!) hat es mit Wohlgefallen registriert, was ich geschrieben habe. Kaum daß ich mich vom Zahnarzt und meinen kleinen Einkäufen (Kaffee, Milch, 1 Flasche Limonade zu 35 Cent, und als großer Luxus für 1 Euro eine große Honigmelone nach dem Motto scheiß drauf, dann ist das Geld eben komplett weg) etwas unzufrieden nach Hause radelte, von wegen Schmerz und Geldtasche leer, gabelte ich als erstes eine wunderbare Yucca-Art (meine Lieblingssorte, mit schönen gestreiften Blättern) aus einer Mülltonne, riesig, drei armdicke Stämme (davon einer weit über 1 Meter lang) zwar fast blattlos aber noch völlig lebendig, mindestens 10 große Ableger lassen sich daraus züchten. Aber es kam noch viel besser. Als ob das nicht schon klasse genug war.

    Wenn du denkst, die Tasch ist leer, kommt von irgendwo der Nachbar her. Und gibt mir 15 Euro.

    Partiieeee! 😀

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  49. TheGurkenkaiser Januar 13, 2012 um 1:19 pm

    hast du da einen Text henryk broder genommen und einfach deinen namen drübergesetzt?

  50. TheGurkenkaiser Januar 13, 2012 um 1:27 pm

    na gut. erklärung: border würde fast alles in dem text absegnen. nur dass du es eben uneigentlich meinst und er es wörtlich meint. deshalb….

  51. momorulez Januar 13, 2012 um 1:32 pm

    Ach so! 😀 – konkret war das die Zusammenfassung einer Diskussion im Rahmen des FC St. Pauli, die so auch in allen anderen whm-dominierten Kreisen ablaufen würde. Das ist derart stereotyp, das findest Du so einfach überall. Broder klaubt das dann lediglich zusammen und kann das so gut, weil er das im Falle des Aufzeigens antisemitischer Muster ja auch oft genug erlebt hat, glaube ich … (irgendwer liest jetzt diesen Kommentar und da heraus, ich hätte irgendwem Antisemitismus diagnostizieren wollen 😀 – NEIN WILL ICH NICHT! ES GEHT UM ABWEHRREAKTIONEN UND MACHTERHALTUNGSREFLEXE!)

    Die machen einen irre ….

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