Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Mehr Kreativität dank DFL!

„Man wird sich daher auch mit einer kommenden neuen AGB Fassung kritisch auseinandersetzen müssen. Bevor das nicht geklärt ist, werde ich aber garantiert kein Fotoupdate machen oder neue Fotos Online stellen. Denn wie ihr wisst, bin ich bei Heimspielen nicht akkreditiert. Und juristisch würde ich auch jedem davon abraten. Ich werde mir auch stark überlegen, ob ich wirklich weiter über Heimspiele schreibe, bevor ich die Neuregelung nicht gesehen habe. Zumindest mit der alten Regelung ist das schon sehr problematisch. Und ein Satz “Dies gilt nur für gewerbliche Angebote.” ist auch nicht der Allheilsbringer, wie ich eben geschrieben habe.

Auch hier gilt: Es ist egal, ob ich der Meinung bin, dass das jetzige Präsidium zu einem Verbot von Blogs fähig ist, wenn so etwas erstmal in der Welt ist, dann wird es irgendwann auch irgendwie benutzen.“

Nachdem sie die Parkausweise in der Hamburger Neustadt etablierten, begannen sie, Ausweise für verschiedende Formen des Aufenthaltstatus im Viertel einzuführen. Darüber wachen private Security-Unternehmen, ähnlich wie in „Planten und Blomen“. „Eine großes Geschenk an den Steuerzahler“, so Bezirksamt-Chef Mitte, Markus Schreiber. Selbstverständlich habe er dafür Extra-Gelder bewilligt.

Priviligiert: Jene mit der „Sondercard plus“, gekoppelt an die Mitgliedschaft im „Superious Supporters-Club Neustadt“ (SSCN), der sich in dieser ehemaligen Kirche am Zeughausmarkt angesiedelt hat. Für schlappe 50.000 im Jahr kann man Mitglied werden, dafür gibt es da Prostituierte

und Champagner umsonst. Der Club begreift sich als im Kern emanzipatorisch, deshalb hat das Mitglied gleichermaßen Zugriff auf Stricher, Transsexuelle und Frauen. Eine neue Klausel im Ausländerrecht sorgt dafür, dass man statt Abschiebung auch den Aufenthaltungsstatus wahlweise durch Dienstleistungen im „SSCN“ oder in Susis Showbar an der Stange erlangen kann. Diese Integrationshilfe hilft dem Aufstieg aus dem Status ZZ, der ergänzend zu den eingeschränkten, aber der Card N gegenüber privilegierten Rechten der Touri-Card die zweite Variante der Zuweisung für Nicht-Deutsche ist.

Inhaber der „Sondercard Plus“ hingegen dürfen problemlos sämtliche Straßen und Wege, auch Wohnungen jener mit der Card Z, jederzeit betreten. Ähnliche Privilegien, jedoch selbstverständlich ohne die Prostitutionsnutzenberechtigung des SSCN, haben Inhaber der ART-Card. Eine Inititiave der Bewohner des Gängeviertels machte dies möglich: Eine Stadt braucht ihre Künstler!

Eine flammende Rede von Hubert Burda in der Mensa des Gruner & Jahr-Verlages unterstützte dieses Anliegen; wichtig freilich, dass Inhaber der ART-Card auch wirklich nur KÜNSTLERISCH sich mit dem Viertel auseinandersetzen dürfen. Direkte Benennung sozialer Misstände oder gar journalistische Berichterstattung kann zum Entzug der Karte, in schweren Fällen gar mit lebenslangem Platzverweis für die Neustadt geahndet werden. Eine geringfügige Änderung des Hamburger Polizeigesetzes, dass mittlerweile ganz Hamburg als Gefahrengebiet ausgewiesen hat, machte diese Regelung möglich.

Olaf Scholz pries sie als Meilenstein einer lange schon notwendigen Änderung des Urheberrechtes durch Angleichung an die Rechtssprechung in Fragen des Persönlichkeitsrechtes – berichten darf nur, wer selbst das gemacht oder veranstaltet hat, worüber berichtet wird, so dass Politiker beispielsweise ausschließlich selbst Lizenzen vergeben dürfen, wer sie massenmedial thematisieren darf; das Recht am eigenen Bild (über das Card Z und Card ZZ-Inhaber selbstverständlich NICHT verfügen dürfen) wird so auch endlich konsequent umgesetzt; einige Mörder sollen durch die Lizenzvergabe schon reich geworden sein.

Analog dürfen nur Inhaber von Gebäuden diese beispielsweise filmen oder fotografieren.Was ein kreatives Potenzial dadurch frei gesetzt wird!

Launig berichtete Scholz jenen, denen er zuvor die Lizenz zur Weitervermittlung erteilt hatte, wie ihn zwei anekdotisch nur zu erwähnende Gegebenheiten zur Unterstützung dieser, ja, im Grunde genommen natürwüchsigen Evolution der Rechtsgestaltung inspiriert hätten: Das Rauchverbot im New Yorker Central Park wie auch die von der DFL inspirierten AGB des FC St. Pauli.

Auf was für irrwitzige Ideen die Raucher in New York gekommen waren! Nach den braunen Tüten für Bierflaschen hatten sie Glashelme wie im Science Fiction entwickelt, manche schoben mobile Transfusionsspender mit Rauchbehältnissen an grünen Wiesen vorbei, eine Performance, wie sie sich die Situationisten nicht besser hätten ausdenken können! Lächelnd schilderte der Bürgermeister seine Faszination für die Kommune 1 und Rainer Kunzelmann, damals, in seiner Jugend, und plappernd leitete er zu seiner Vorliebe für Handke über. „Publikumsbeschimpfung“, ja, das häte er ja früher auch gerne gemacht, nötig sei das angesichts der neuen Rechtssprechung ja nicht mehr. Und seine Vorliebe für Literatur habe er endlich stillen können, nachdem die Blogger-Szene des FC St. Pauli aufgrund mangelnder Akkreditierung, die selbstverständlich nur noch auserwählte Journalisten erhielten, nicht mehr über die Spiele und das Drumherum berichten durften und so völlig neue Möglichkeiten des Sprachgebrauchs entdeckt hätten. Was ein Metaphernreigen, um die Fehlpassorgien mancher Spieler, die ja namentlich gar nicht mehr genannt werden durften, in Worte zu fassen! Was eine Vielfalt! Allegorien, Lyrik, Erzählungen, Theaterstücke, Drehbücher, alle tradierten Weisen des Darstellens wussten lustvoll und ironisch zu befruchten, in expressionistischer und abstrakter Manier des Malens wurde das Spielgeschehen in Kunst überführt, ja, hybride Formen wie die Aneignung von Stilmitteln der Oppposition im Iran wurde auf einmal möglich!

„Was Restriktion für einen Schub in der kreativen Entwicklung einer Nation zu bewirken vermag!“ so Scholz. „Denken Sie nur an die DDR-Literatur! So sind wir dabei, wieder in die literarische Weltspitze vorzustoßen, wieder zum Volk der Dichter und Denker zu werden!“

Auch in der Neustadt versuchen immer mehr Menschen, dem Status N, also Normalo, zu entkommen durch eine entfesselte Produktion verschiedenster Künste! Videokunst, Auquarell, Öl, Acryl , auch die Popmusikproduktion erreicht ungeahnte Höhen und nie zuvor gehörte Vielfältigkeit!

Eine Einstufungskommission unter Vorsitz Giovanni diLorenzos, Hanno Rauterberg und Ulrich Greiners bewertet die Ergebnisse, so dass an eine fünftstufige ART-Card gedacht wird, je nach Qualität der Erzeugnisse, mit jeweils korrespondierenden Privilegien. Die Lesungen potenzieller A-Card-Inhaber im SSCN sind stets bestens besucht, die ganze Hafencity spricht bereits von nichts anderem mehr!

Der Status N hingegen berechtigt lediglich zur Straßennutzung des je eigenen Wohnhaus-Standortes bis zu wahlweise dem zugewiesenen Parkplatz oder dem nächstliegenden öffentlichen Verkehrsmittel. Ergänzend können Gastronomieberechtigungskarten erworben oder gleich im Zuge der Steuererklärung beantragt werden. Dank Handy-Ortung ist das Einhalten geltenden Rechts problemlos sanktionierbar, ein paar administrative Veränderungen an „Foursquare“ wie auch eine verbindliche Handy-Pflicht waren marginale Stufen, die auf dem Weg in ein Penner-, Punker- und Asozialenfreies Deutschland zu erklimmen waren.

Die Card Z machte diese Entwicklung möglich. Sie korrespondiert mit dem Erhalt von Arbeitslosengeld II oder sonstiger staatlicher Leistungen. Handy-Entzug und Residenzpflicht in den je eigenen vier Wänden, die zugleich als öffentlicher Raum definiert werden, sind ein Meilenstein des Realwerdens des Gehalts des Sozialstaatsprinzips; die Agentur-Mitarbeiter machen nun Hausbesuche und kommen so mal an die frische Luft, und erste ART-Card-Besitzer haben den freien Zugang zu den Wohnungen der „Zetter“, wie sie der Volksmund nennt, zu einem ergreifenden Projekt des sozialen Films verarbeitet. Ganz Cannes war aus dem Häuschen über diese so intensive Darstellung der Isolation und Desozialisierung, der allmählichen, wie eine natürliche Dramaturgie wirkenden Entfaltung dissoziativer Störungen und autoaggressiven Verhaltens. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch das Horror-Kino so neue Impulse erhalten wird, und da, so Scholz, erreichen wir in Hamburg eine neue Form der Vewertbarkeit und sichern wir uns baldestmöglich den Platz als unbestrittene Nr. 1 in der filmischen Umsetzung dystopischer Stoffe weltweit! Die apocalyptischen Versionen aus dem Kongo, der Sahel-Zone oder Syrien sind zum Glück längst als Anachronismen entlarvt worden, so was passiert halt, Hamburg hingegen GESTALTET den Prozess!

Ausdrücklich dankte er der Inspiration durch die DFL, die all dieses möglich gemacht habe! Auf in ein neues Jahrtausend, der Grundstein ist gelegt – inmmiten der Hamburger Neustadt!

Advertisements

17 Antworten zu “Mehr Kreativität dank DFL!

  1. Sonnenstrahl Juni 12, 2011 um 5:31 pm

    Was für eine Dystopie! Und wie erschreckend nah an manchem tatsächlichen Geschehen der Gegenwart…

    Das werde ich mir sicher noch ein paar Mal durchlesen!! Finde es sehr originell und spannend. Aus dem Möchtgernhorrorromanautoren wird am Ende vielleicht noch ein Science Fiction Schreiber?

  2. momorulez Juni 12, 2011 um 6:02 pm

    😉 – eigentlich ist das ja eine übertreibende Übertragung von manchen Geschehen IM Stadion – VIP-Logen etc., und eben die neuen AGB – auf den öffentlichen Raum Stadtviertel. Plus ein paar realpolitischer Zugaben, mal weiter gedacht. Insofern tatsächlich irgendwie realistisch 😦 ….

  3. Sonnenstrahl Juni 12, 2011 um 6:58 pm

    Besonders bitter wie treffend fand ich das Hamburg hingegen GESTALTET den Prozess.

    Klingt wie ein O-Ton aus den höheren Etagen der Hamburger Bürgerschaft bzw. wie der Schlusspunkt einer Festtagsrede, bei der sich Spitzen der Hamburger Politik von den Immobilienbaronen der Stadt feiern lassen.

    Man könnte diese Art von Science Fiction vielleicht Superrealismus nennen. Örgs.

  4. Sonnenstrahl Juni 13, 2011 um 8:43 pm

    Zum „Smart Border Package“ gehört ein sogenanntes „Registrierungsprogramm für Reisende“ (RTP), mit dem sich Vielreisende aus Drittländern vorab in den konsularischen Vertretungen oder den geplanten gemeinsamen Visastellen überprüfen lassen können. Durch diese freiwillige Aufgabe von Privatheit können sich „Drittstaatsangehörige mit niedrigem Risikoprofil“ (sogenannte „Bona-fide-Reisende“) das Privileg erkaufen, an „automatischen Kontrollgates“ zukünftig schnell und diskret in die EU einzureisen. Dieser Status wäre dann für alle EU-Mitgliedstaaten gültig. Voraussetzungen sind unter anderem der Nachweis „ausreichender Existenzmittel“ und der Besitz eines biometrischen Passes. EES und RTP gehen auf eine Initiative der Kommission von 2008 zurück. Die Maßnahmen sollen zur Entwicklung eines „integrierten Grenzmanagements“ beitragen.

    Momorulez, die haben eindeutig bei dir abgeschrieben!

    Das Fußballstadium ist vielleicht doch irgendwie das Abbild der Welt. Ich erschrecke jedenfalls über die strukturelle Ähnlichkeit des geplanten EU-Grenzmanagements zu der von dir geschriebenen Dystopie.

  5. Mrsnextmatch Juni 16, 2011 um 1:12 pm

    Noch mehr krass territorialen nicht-Science Fiction gefällig?

    „Apparently Google Erased Native American Reservations From Google Maps… “
    http://theangryblackwoman.com/2011/06/14/apparently-google-erased-native-american-reservations-from/

  6. momorulez Juni 16, 2011 um 2:32 pm

    Oh je … kurios, dass Du das gerade gerade jetzt verlinkst, habe gerade tagelang recht viel zu dem Genozid an den Native Americans gelesen, wozu so eine Stephen King-Lektüre einen führt, erstaunlich. Und auch, wenn ich glaubte, dass ich da ja viel wüsste, ist das in den Details und genauen Verläufen echt noch mal so brutal, wenn man das liest, da wird einem ganz schwummerig. Diese verfickten Christen, kann man da einfach nur brüllen, diese ekelhaften „Pilgrim Fathers“ und ihr Treiben und das ihrer bigotten Nachfolger, man googel nur mal „Massaker am Mystic River“, der „Trail of Tears“, der nicht zufällig Mitte des 19. Jahrhunderts durchgeführt wurde, das ist schon alles ganz außerodentlich finster.

  7. Sonnenstrahl Juni 16, 2011 um 3:31 pm

    Wenn ich das richtig sehe, hielten sich die Puritaner Neuenglands für Auserwählte, deren Aufgabe auch darin bestand, den Sündern das Höllenfeuer zu bringen. Jeder Sieg galt als Bestätigung der eigenen Auserwählung, jedes Leid der Indianer als Beleg dafür, wie sehr diese von Gott verflucht seien. Das erinnert mich in seiner Struktur an den Stolz eines überbezahlten Abmahnanwalts mit Alstergrundstück, der jeden eigenen Raubzug als Bestätigung, als Überlegenheitsbeweis auffasst und zudem als zusätzlichen Anlass mit Verachtung auf jene zu herabzublicken, denen er in die Geldbörse greift. In ähnlicher Form findet man so etwas wohl bei Ackermann und seinen Investmentbankern, die sich immer neue Methoden ausdenken, um auf Kosten anderer zu reüssieren.

    Im eigenen Selbstverständnis sind das Übermenschen, und alle übrigen nichts als Untermenschen.

  8. David Juni 16, 2011 um 3:33 pm

    Interessante Beobachtung. Ich glaube, zu dem Thema gibt es was von Max Weber… 😉

  9. momorulez Juni 16, 2011 um 3:35 pm

    Ja, so ungefähr. Die Puritaner sahen es selbst als Bestätigung ihres Gottgesandseins an, wenn „Indianer“ massenhaft an Pocken verreckten, die die Kolonialherren eingeschleppt hatten, und jubelten, wenn sie Dörfer mit 500 und mehr Bewohnern abfackelten, wo dann alle elend umkamen.

  10. momorulez Juni 16, 2011 um 3:39 pm

    @David:

    Ja, in der Tat – und die Puritaner waren ja Calvinisten. Und Luther übler Antisemit. Diese Kirchen haben historisch so derart viel Dreck am Stecken, dass man sich echt fragt, wieso dieser alberne „Westen“ noch heute sich als Hort der Zivilisation gegen die Barbarei behauptet, als sei es nicht eben diese Struktur gewesen, die Mord, Totschlag, Folter und Massenvernichtung legitimierte.

  11. Sonnenstrahl Juni 16, 2011 um 5:06 pm

    und wie ein machtvolles Zentrum des Terrors weltweit verbreitete, um alles einzuebnen, was einfach nur anders war. Man könnte vielleicht aber auch sagen, daß die zu Gewaltherrschaft und Intoleranz neigenden Puritaner Cromwells aus Europa vertrieben wurden, auch wegen ihrer Grausamkeiten. In Gestalt des Siedlers erhöhten die Puritaner sogar noch die Frequenz des Schreckens, zu dem sie in der Lage waren. Sie brachten es sogar fertig, diejenigen Kolonien dahinzumetzeln, welche in friedlichen wechselseitigen Einvernehmen mit den Indianern lebten.

    Die Vereinigten Staaten und die Selbstermächtigung von Gewalt gegen Schwächere müssen wohl als geschichtliche Einheit verstanden werden.

  12. momorulez Juni 16, 2011 um 5:13 pm

    Wobei da eben Antisemitismus (auch vor 1933), das, was man mit den Wiedertäufern machte, die Käfige hängen heute ncoh am Dom in Münster usw. nun ebensowenig für „die Europäer“ sprechen; was die Spanier in Mittel- und Südamerika anrichteten, war ja auch nicht besser. Und in den USA gab es auch andere Traditionen, die nun aber auch nicht all das Grauen verhinderten – aus reinem Profitinteresse zumeist. Die Deportation der „First Nations“ aus dem Südosten nach Oklahoma, wo schon auf dem Wege wahnsinnig viele starben, fanden halt statt, weil man im Südosten die Landwirtschaft mit „Hilfe“ der afroamerikanischen Sklaven ausbauen wollte. Das ist analog zu afrikanischen und südamerikanischen Kolonien von der Motivlage her.

  13. che2001 Juni 17, 2011 um 11:10 pm

    Ich habe mich mal mit einem Sioux/Lakota/Oglalla über sein Verhältnis zu den USA unterhalten und eine Diskussion von VertreterInnen ethnischer Minderheiten von dort moderiert. Quintessenz: Für die ist das ein Apartheidsstaat, und ohne die Auflösumg der USA in ihrer bisherigen Form geht gar nichts,. Republic New Africa, Native Nation, Zapatistic Republic, das sind so deren Ziele. Separationen aus den USA mit sozialistischen Kernpositionen.

  14. Sonnenstrahl Juni 18, 2011 um 11:00 am

    Die Auflösung der USA in verschiedene Apartheitsstaaten streng entlang der ethnischen Linien bringt den endgültigen sozialistischen Durchbruch. Naja.

    Ich glaube, ich gebe mir heute die Heinzmann. Die dabei an- und herunter fallenden Pfanddosen werden mir sicherlich helfen, mein sozialistisches Tagesziel zu erreichen.

  15. che2001 Juni 19, 2011 um 1:47 pm

    So simpel ist das nicht, wenn man weiß, dass es in den USA seit Jahrzehnten einen Diskurs um Forderungen der Schwarzen um Entschädigungszahlungen für die Zeit der Sklaverei gibt, und Einige kamen dann auf die Idee, Land zu fordern. Dass die Natives das tun liegt auf der Hand, und wenn man weiß, dass New Mexiko, Arizona und Texas durch einen Angriffskrieg an die USA fielen erscheinen auch die diesbezüglichen Vorstellungen der Latinos nicht so absurd.

  16. Sonnenstrahl Juni 19, 2011 um 6:49 pm

    Wenn es nicht so simpel ist, warum unterstützt du dann solche Forderungen?

    Die Heinzmann war ein Schlag ins Wasser bzw. gerade einmal für 106 Cent gut, und das auch nur, weil ein netter Sicherheitsmann mir zwei PET-Flaschen über den Zaun reichte. War wohl doch keine gute Idee, extra spät zu kommen. Dafür rockte das Karoviertel und feierte sich selbst bzw. seinen Kampf gegen Gentrifizierung. Die Bands fand ich sehr beeindruckend, eine schlechter als die andere. Egal, am Ende konnte ich immerhin für knapp über 8 Euro Pfand eintauschen, wobei die Hälfte davon allerdings aus Hotelmülleimern stammte, die bei diesem Wetter die beste Möglichkeit sind. Glaspfand ist ja sowieso nicht so der Bringer.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s