Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Popstar kritisiert Kardinal Luis Aponte Martinez für Katholizismus

Als Kardinal Luis Aponte Martinez das „Ave Maria“ gesungen hat, betrachtete ihn die Popkultur noch als guten Sänger – der katholische Luis soll sich aber jetzt zurückhalten, fordert nun der Popstar Ricky Martin.

Ricky  warf dem Kardinal in einem Interview mit „Primera Hora“ vor, für Katholizismus zu „werben“. Er erklärte: „Persönlich bewundere ich Luis für sein künstlerisches Talent, das der Herr ihm gegeben hat. Aber ich flehe ihn an, dass er für die Kinder, für die er wahrscheinlich nur das Beste will, ein Vorbild sein und große Werte leben soll, aber nicht nur Bigotterie und Menschenverachtung. Auf diese Art kann er dem Herrn danken für die Talente, die er von ihm erhalten hat“, sagte Martin. Der Chartsstürmer erklärte weiter, dass Gott „nicht Katholizismus zurückweist, sondern Taten und Verhaltensweisen, die nicht moralisch sind“. So z.B. diese ewige Hatz auf Schwule.“

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7 Antworten zu “Popstar kritisiert Kardinal Luis Aponte Martinez für Katholizismus

  1. David April 15, 2011 um 12:57 pm

    Ein Kardinal ist doch schon seinem Begriff nach katholisch! Kritik daran ist also strukturell mindestens ebenso antisemitisch wie Kritik an Juden für ihr Geschick in Finanzdingen.

  2. momorulez April 15, 2011 um 1:04 pm

    😉 – das war die Pointe, ja. Also nicht die antisemitische Nummer mit der strukturell antisemitischen Kapitalismuskritik, sondern die, dass es ebenso viel Sinn macht, Ricky Martin wegen sexueller Praktiken zu kritisieren wie einen Kardinal wegen Ausübung des Katholizismus.

  3. David April 15, 2011 um 1:12 pm

    Manche Katholiken wähnen sich sicher schon am Vorabend der schwulen Weltherrschaft und fürchten ein Verbot, zu heiraten und Kinder zu adoptieren.

    Diese Ängste im Volk müssen ernstgenommen werden, wenn man die Menschen da abholen will, wo sie stehen (oder knien).

  4. momorulez April 15, 2011 um 1:15 pm

    Ja, und meine Ängste und wer mich weswegen abholt … „die Leute“ alleine schon …

  5. kleinertod April 15, 2011 um 4:05 pm

    Daraus: „Aber ich flehe ihn an, dass er für die Kinder, für die er wahrscheinlich nur das Beste will, ein Vorbild sein und große Werte leben soll, aber nicht nur Sex.“ Wieso ist Homosexualität mehr Sex als Heterosexualität? Oder gar nur? Am Meßdiener vergreifen ist weniger Sex? Ach, ich geb es auf, derartige Gedankengänge verstehen zu wollen.

  6. momorulez April 15, 2011 um 4:32 pm

    Heterosexualität ist zu Fortpflanzungszwecken innerhalb der Ehe okay, ansonsten gilt aber Enthaltsamkeit gemäß der Natur 😀 – schwul sein darf man laut katholischer Doktrin ja mittlerweile sogar, aber es nicht „praktizieren“. Und die befingerten Messdiener gibt es selbstverständlich nur, weil satanische Schwule die Kirche unterwandert haben, und die sie eh allesamt Kinderschänder und verführen kleine Jungs. So ungefähr das Weltbild dieser bigotten Bande, die mit der Bibel so viel zu tun haben wie das BGB mit den „Buddenbrooks“. Irgendwelche Zusammenhänge sind da … was für eine Anmaßung, sich einzubilden, man könne Gottes Wille verkünden. Selbst dann, wenn man gar nicht an den glaubt.

  7. kleinertod April 15, 2011 um 4:40 pm

    Laß es mich anders formulieren: ich WILL diese perversen Gedankengänge nicht verstehen. 😉

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