Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

„Das Eigenrecht gelebten Lebens“

Hätte ich fast verpasst:

„Das »Manifest der Vielen« ist Gegengift und Pflichtlektüre: Um sich nicht abzuschaffen, muss Deutschland sich neu erfinden. Dreißig profilierte Autorinnen und Autoren schreiben über ihr Leben in Deutschland, über Heimat und Identität, über ihr Muslim- oder Nicht Muslim-Sein anlässlich der Sarrazin-Debatte. Begriffe wie Migrant, Moslem, Deutscher, Fremder lösen sich dabei immer mehr auf, in den Vordergrund treten kritische Analysen und persönliche Geschichten. Ergebnis ist eine Vielfalt der Stimmen für »das Eigenrecht gelebten Lebens« (Hilal Sezgin).“

DIE ZEIT kommentiert, was auch ich gut aus anderen Zuschreibungsgründen kenne:

Sie sind in Wahrheit eine Negativmenge, nämlich die heterogene Vielfalt derer, die sich immerzu angesprochen fühlen muss, wenn vom Islam in Deutschland die Rede ist, und die zunehmend entgeistert und wütend realisieren muss, in welche Kategorien sie dabei gestopft wird. Sie teilen alle eine Erfahrung. Wann immer sie sagen: »Schaut mich an«, bekommen sie zu hören: »Ja, du bist die Ausnahme.«

Von einer Veranstaltung im Gorki-Theater weiß die Süddeutsche zu berichten:

„Eine von den Vielen ist Kübra Gümüsay, eine junge Bloggerin mit iPhone, die Kopftuch trägt und im Gorki-Theater ruft: „Muslime haben kein Exklusivrecht auf die Opferrolle!“ Weshalb sie dann auch über die Diskriminierung von Juden und Schwulen redet. Viel ist an diesem Abend die Rede davon, dass die Deutschen die Migranten zu Opfern degradierten, ausschlössen, zu Nicht-Deutschen umfunktionierten.“

Es tut sich was auf dem Feld der Diversity. Mitmachen!

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4 Antworten zu “„Das Eigenrecht gelebten Lebens“

  1. che2001 März 20, 2011 um 4:30 pm

    Sehr gut, weiter so!

  2. XXX März 20, 2011 um 10:31 pm

    Diversity? Sind eigentlich auch Nichtmuslime unter den Autoren?

  3. momorulez März 20, 2011 um 10:34 pm

    Nein, aufgrund des Islamofaschismus selbstverständlich nicht. Und Dich kriegen wir auch noch, wenn ich erstmal konvertiert bin.

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