Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Wasndasschonwiederfürnsatz?????

Günter Amendt, der seine Homosexualität nie verschwiegen, aber die flamboyante Inszenierung stets abgelehnt hat (…)“

Bißchen unpassend, wenn ich mir die „flamboyanten Inszenierungen“ von Heterosexualität allein schon im Fernsehprogramm rund um die Uhr angucke – verschwiegen hat seine heterosexuellen Neigungen mir gegenüber auch noch keiner aus dem Heterosexuellen-Milieu.

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12 Antworten zu “Wasndasschonwiederfürnsatz?????

  1. Nörgler März 14, 2011 um 4:04 pm

    Die Präsentation von Heterosexualität ist die Präsentation des Normalen, und daher auch nicht „Präsentation“, sondern nur normal.

  2. momorulez März 14, 2011 um 4:13 pm

    ja, eben, ändernmüssen …

  3. somluswelt März 14, 2011 um 4:32 pm

    War der Autor sicher erleichtert, dass er einen Nachruf für einen normalen Schwulen schreiben durfte, kaum auszudenken, wenn Amendt in seiner Freizeit als Tunte in Frauenkleidern rumgelaufen wäre.

  4. momorulez März 14, 2011 um 4:44 pm

    Wie flamoyant!!! Tunten! Dieses Wort alleine … und dieses Wohlwollen, dass der Herr dem angepassten Homo entgegen bringt, dem gebührt Dankbarkeit, und er würde sich im Bewusstein seiner Güte im Sessel zurück lehnen, teilte man es ihm mit.

    DIE ZEIT ist echt ein homophobes Nest. Selbstgerechtigkeit bis zum Kotzen.

  5. Loellie März 14, 2011 um 5:16 pm

    Wieso? Woher will der dass denn wissen?

  6. momorulez März 14, 2011 um 5:24 pm

    Was jetzt? Dass Ament nicht im Fummel rum lief?

  7. Loellie März 14, 2011 um 5:33 pm

    Nö, dass er Flamboyanz abgelehnt hat. Ich renn ja auch nicht im Fummel rum und lehne das trotzdem nicht ab. Zumindest wenn man Herrenröcke nicht mitrechnet. Ich hatte mal einen todchicen, smokingartigen Anzug mit ’nem langen Rock, aber das war dann doch zu lästig beim tanzen. Der Schottenrock zählt aber bestimmt nicht :). Und weniger Travestie als diese ganzen Krawttenbankster mit ihren Billiganzügen ist das allemal.

  8. che2001 März 14, 2011 um 11:17 pm

    Ich trauere einfach um Amendt. Und finde es ziemlich krass, dass jemand, den ich als Sexualwissenschaftler kannte der sich mit Drogen auskannte und gute Sachen über Sex on Drugs schrieb von nem Zugekifften überfahren wurde.

  9. momorulez März 14, 2011 um 11:24 pm

    Das ist auch krass. Das war ein ganz furchtbarer Unfall. Und Grund zur Trauer ist bei dem auch echt gegeben. Die wurden ja, seitdem das Sigusch-Institut abgewickelt wurde, gezielt abgeschafft, und Ament hat man auch mit der Pädophilie-Nummer zu schlachten versucht.

  10. che2001 März 14, 2011 um 11:38 pm

    Obwohl ich den nie kennengelernt habe war der ein Teil von meinem Leben. Meine Einschätzungen zu eigenen Drogen- und Sexerfahrungen hatte ich mit seinen Texten abgeglichen und mich da sehr wiedergefunden gefühlt.

  11. bersarin März 15, 2011 um 6:48 pm

    Dieser Ton in der „Zeit“ ist in der Tat abstoßend. „Er verschwieg nie seine Heterosexualität, lehnte aber die flamboyant Inszenierung derselben ab“, schriebe man wohl kaum.

    Ich denke, daß ich solche Sätze früher gar nicht so wahrgenommen habe; dächte kurz vielleicht, „Hm merkwürdig, was sollen diese Betonungen?“ und ginge zur Tagesordnung über. Und deshalb möchte ich hier ein Lob anbringen: ohne Deinen Blog hätte ich eine etwas andere, vielleicht gleichgültigere Perspektive auf Rassismus und Homophobie.

    Ich kannte Amendt seinerzeit in den 80ern als Autor bei „konkret“. Doch wirklich gelesen habe ich nichts von ihm. Ja, eine tragische, schlimme Geschichte. Der Boden, auf dem wir uns im Leben bewegen, ist sehr, sehr dünn und wenig haltbar.

  12. momorulez März 15, 2011 um 7:07 pm

    Danke! Wo ich mich schon wieder an diversen Fronten aufreibe, ist das gerade Balsam für meine Seele!

    Ament kenne ich halt weniger wegen der Drogengeschichten als wegen der Sexualaufklärung, als es noch welche gab. Und auch eher aus Talkshows und Interviews. Und da war der einfach prima, ganz außerordentlich. Solche fehlen echt.

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