Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Wie bitte?

„Mit den im Jahr 2006 vorhandenen technischen Möglichkeiten sei es kaum möglich gewesen, Plagiate zu erkennen, behaupten die Wissenschaftler einer gemeinsamen Erklärung.“

Was hat denn das mit technischen Möglichkeiten zu tun? Meines Wissens hat zu Guttenberg doch bei durchaus bekannten und renommierten Verfassungsrechtlern plagiiert, oder? Kennt man die nicht als Juristen-Doktorvater?

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10 Antworten zu “Wie bitte?

  1. momorulez März 7, 2011 um 3:11 pm

    Hier die ganze Erklärung:

    http://www.bieur.uni-bayreuth.de/de/news/Presseerkl__rung_vom_05__M__rz_2011/Gemeinsame_Presseerkl__rung_von_Prof__H__berle_und_Prof__Streinz.pdf

    Auf die Frage, wieso die Doktorväter die plagiierten Texte nicht kannten, wird nicht eingegangen.

  2. momorulez März 7, 2011 um 3:37 pm

    Da haben wir es mal wieder:

    „Die 68er haben zur Causa KT mit beigetragen“

    Habe mich gerade weg geschmissen beim Lesen 😀

  3. entdinglichung März 7, 2011 um 5:23 pm

    ob sich an der Uni Bayreuth ähnliches wie in Würzburg unter Lothar Bossle abgespielt hat?

  4. momorulez März 7, 2011 um 5:29 pm

    Es gibt ja exakt diese Gerüchte. Umgekehrt habe ich über zu Guttenbergs Doktorvater wahre Hommagen gelesen, was insbesondere dessen Beiträge zum europäischen Recht betrifft. Um so irritierender, dass er nurnmehr indirekt abstreitet, den in Literatur sich nieder schlagenden Forschungsstand zum Thema der Guttenberg-Arbeit mitbekomme zu haben und stattdessen auf „Plagiats-Aufspür-Software“ verweist.

  5. jem März 7, 2011 um 6:07 pm

    Wer von diesen Internetausdrucker-Professoren im Jahr 2006 noch zu blöd war um Google zu bedienen sollte vielleicht einfach auch nicht anderen Leuten Doktortitel vergeben. Wie lächerlich kann man sich eigentlich noch machen?

  6. momorulez März 7, 2011 um 6:10 pm

    Das habe ich mich echt auch gefragt …

  7. Loellie März 7, 2011 um 7:33 pm

    LOL, der Typ im Tagesspiegel ist ja geil!

    Und Buyreuth kann sich ja schlecht hinstellen und sagen „nee, gelesen hat das von uns keiner“ 😉

  8. T. Albert März 8, 2011 um 9:26 pm

    der Typ im Tagesspiegel ist ja geil!
    Joh! Die Jungs sind echt auf dem Gipfel ihrer Schamlosigkeit angelangt.
    Witzig ist ja auch diese Dauerbeschwörung des Anstands und der Ehrlichkeit als genuin bürgerliche, christlich-demokratische und konservative Tugenden, die Linken nicht wichtig seien, sogar von eher linken Diskutantinnen wie Tissy Bruhns. Drum hat der sich strafbar gemachte Plagiator auch nur einen Fehler gemacht und ist ein toller Politiker. Was das alles mit Fischers Vergangenheit zu tun haben soll, ist auch wurscht, aber man kann ja mal blockparteienmässig „den demokratischen Staat“ und sich selbst als Opfer linker Straftäter darstellen, die selbstredend nicht demokratisch sind. Der Fischer muss jetzt aufpassen, dass ihn seine liberalen, konservativen und rechten Mitkriegstreiber nicht bald als alleinigen Verantwortlichen für ihren Dreckskrieg hinstellen, wenn sie demnächst trotz undemokratischer „Söldnerarmee“ (Tichy/Wirtschaftswoche; Frühschoppen, Phoenix; haha!) nicht mehr klarkommen mit ihrer Scheisse, die der Guttenberg so feierlich zelebrierte. Dann wars ein linker Krieg und die Achtundsechziger tragen die Schuld.

  9. momorulez März 8, 2011 um 9:41 pm

    Mittlerweile wurden schon Bill Clinton und die Gazprom-Machenschaften des Mitkriegstreibers Schröder in Stellung gebracht, um Kritik an Gutti zu deligitimieren – dass die da ständig Beispiele wählen, mit denen sie sich selbst das Wasser abgraben, merken die gar nicht, Schröder hat doch auch nur Lambsdorff kopiert.

    Als ginge es bei Gutti um Moral, was ja auch selbst von links idealtypisch konservativ im Sinne der Tugendlehre ausgelegt wird und somit eine vormoderne Moral in Anspruch nimmt, also keine des Kantischen Typs, wie sie dem Grundgesetz zugrunde liegt. Es geht darum, dass er wissenschaftliche Standrads als solche beschädigt und in den Dreck getreten hat, was kein primär moralisches Problem ist, sondern schlicht ein zu sanktionierendes Verhalten im außermoralischen Sinne. Der hat all die geistigen Mühen von Wissenschaftlern an Universitäten verhöhnt, was schon funktional dem Institutionengefüge dieses Staates einen derartigen Schaden zugefügt hat, dass er nicht mehr Minister sein darf, systemimmanent gedacht.

    Während die 68er mit ihrer Forderung nach der Öffnung der Universitäten den demokratischen Geist des Grubdgesetz, ob willentlich oder nicht, zu entfalten gedachten und gerade diesen „Titel dank Herkunft“-Schmonz abschafften. Das hat alles mit Anstand oder auch nicht gar nix zu tun, sondern mit Rationalitätsstandards und Demokratie. Dieser ahistorische Quatsch, den die allesamt aufwärmen, ist grober Unfug.

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