Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Offener Brief von Doktoranden und Doktorandinnen an die Bundeskanzlerin

„Herr zu Guttenberg hat am 23. Februar 2011 in der Aktuellen Stunde im Deutschen Bundestag darauf verwiesen, er wolle nur nach seiner Tätigkeit als Verteidigungsminister beurteilt werden. Er hat dabei auf eine Formulierung von Ihnen angespielt, wonach Sie ihn nicht als „wissenschaftlichen Assistenten“ eingestellt hätten.

Dies ist eine Verhöhnung aller wissenschaftlichen Hilfskräfte sowie aller Doktorandinnen und Doktoranden, die auf ehrliche Art und Weise versuchen, ihren Teil zum wissenschaftlichen Fortschritt beizutragen. Sie legt darüber hinaus nahe, dass es sich beim Erschleichen eines Doktortitels um ein Kavaliersdelikt handele und dass das „akademische Ehrenwort“ im wirklichen Leben belanglos sei.“

 

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16 Antworten zu “Offener Brief von Doktoranden und Doktorandinnen an die Bundeskanzlerin

  1. Nörgler Februar 25, 2011 um 2:31 pm

    Habs gerade gelesen, danke für den Hinweis!
    Die öffentliche Empörung aus Richtung Alma Mater nimmt Fahrt auf, sehr gut. Mehrere Jura-Dekane haben sich bereits geäußert, 70 Münchner Professoren, die Bayreuther Studenten, der Bayreuther Dekan der Kulturwissenschaften …
    Not in our name, Schweinebacke!

  2. momorulez Februar 25, 2011 um 2:41 pm

    Ja, in der Tat. Das kam wie so vieles über Twitter, aber mich hatte das bisher echt gewundert, dass die Universitäten und andere Geistesarbeiter sich in aller Öffentlichkeit dergestalt verhöhnen, verachten und entwerten lassen. Da kommt wohl wirklich was in Bewegung.

  3. T. Albert Februar 25, 2011 um 4:37 pm

    Mist, dass ich nicht dabei sein kann am Potsdamer Platz. Ich hoffe ja, dass sich da nicht nur Akademiker und Doktoren einfinden werden. (Es kann nicht Sinn der Debatte sein, sich von Bild die Frontlinie diktieren zu lassen, indem man auf diese komischen 87% eingeht. Das ist wie mit Sarrazin.)

  4. Nörgler Februar 25, 2011 um 6:58 pm

    Auf guttenberg.soup sind etliche echte Kracher – verheerend, vernichtend!
    Allerdings ist diese Illustration dort noch nicht vertreten – einer meiner persönlichen Spitzenreiter:

    http://www.spiegel.de/spam/0,1518,747411,00.html

  5. momorulez Februar 25, 2011 um 8:10 pm

    😀 – und auf den Potsdamer Platz würd ich auch glatt gehen, wenn hier nicht wichtiges Heimspiel wäre.

  6. Loellie März 1, 2011 um 12:20 pm

    Das wars dann. Ich hab ja wirklich damit gerechnet, dass er die Nummer überlebt. Nicht dass es mich mein Irrtum nun ärgerte.

  7. momorulez März 1, 2011 um 12:26 pm

    Dazu wurde der Gegenwind insbesondere der Wissenschaftler dann wohl doch zu stark. Habe ja nur Auszüge aus seiner Abgangsrede gelesen, aber das ist schon wieder so was von erbärmlich, was dieser Typ sich da geleistet hat …

    Bemerkenswert ist, dass er trotz BILD-Unterstützung gehen musste. Das schafft Hoffnung.

  8. Loellie März 1, 2011 um 12:47 pm

    Ja, das ist schön. 😀

    Ich denke das Astroturfing war einfach zu offensichtlich. Schlimm genug dass die über 50% Zustimmung wahrscheinlich sehr nahe an der Wirklichkeit waren, aber über 80% gabs das letzte mal in den 30ern. Plasberg, ich habs nur vorbeiflickern sehn irgendwo, will über 70% gemessen haben.
    Das die Akademiker so einen Druck gemacht haben wundert mich eher, aber wie sagte Bette Davis so schön „Man soll über tote nur gutes sagen. Good that he’s gone“

    Als nächste bitte Merkel.

  9. T. Albert März 1, 2011 um 2:05 pm

    Ist doch egal, ob der Repräsentant der Kriegspolitiker geht, die machen ohne den weiter mit ihren Verfassungsbrüchen. Das ist jetzt nur einfacher, nachdem der atmosphärische Zustimmung zum Krieg hergestellt hat, die ja tunlichst nicht per Umfragen bestätigt werden soll, anders als zur Person dieses Volkstribuns. Diese schaurige Abschlussrede erinnert mich an Mubaraks erste Rede, und wieder werden Soldaten instrumentalisiert. Ausserdem kommen die Canaillen immer wieder, wie Haider, Gadaffi, Putin undso.

  10. Loellie März 1, 2011 um 4:02 pm

    Natürlich machen die weiter wie gehabt. Was denn sonst. Aber wenn jetzt noch Einsatz in Libyen ansteht, wärs vllt doch etwas viel öffentliche Aufmerksamkeit gewesen.

    So kann man das auch sehen:

    http://www.tagesspiegel.de/meinung/viele-krumme-dinger/3887356.html

  11. T. Albert März 1, 2011 um 4:08 pm

    Ja. An den Streibl musste ich irgendwie und vage auch schon denken. Jetzt weiss ich, warum.

  12. Loellie März 1, 2011 um 7:32 pm

    Was macht Steffi denn jetzt mit dem ganzen Kinderpornogeld? Muss sie das wieder zurückgeben, oder können die spendenden Softwareunternehmen das jetzt doppelt absetzen? Einmal als Spende und einmal als Verlust? Think Tank ohne Führerin ist ja ineffektiv.

  13. momorulez März 1, 2011 um 8:42 pm

    Den Tagesspiegel-Artikel fand ich auch treffend … und Steffie moderiert stattdessen einfach „Wetten Daß?“.

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