Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Querfront gegen „Queerfront“: Die nach rechts kippenden Linkskritiker

Einmal mehr bestätigt sich, dass das, was Rhizom als „neokonservativ“ labelt, bereits mitten in den Diskursen wildert, die sich links geben, zu allerlei Erhellendem beitragen, um kurz darauf ins Reaktionäre umzukippen und Kristina Schröder nachzueifern. Das ist eine gemeingefährliche Suppe, die da gekocht wird und in Nebensätzen ihrer Homophobie und ihrem Hass auf abweichende Lebensstile in „Gentrifizierungskritik“ verpackt freien Lauf lässt, als hätte sie alte Rechnungen zu begleichen. So liest man innerlich jubilierend einen Text in der taz zum Bürgerschaftswahlkampf der unsäglichen GAL hier in Hamburg, und doch plötzlich tritt als besondere Würze die Perspektive biedersten Kleinbürgertums hinzu, die kaum noch verhohlen ihrem Hass freien Lauf lässt und wohl bald schon ganz wie die Evangelikalen so called „Homosexualität“ selbst als terrroristische Praktik behandeln wird:

Über all die profanen Niederungen des Alltags scheinen die GAL-Anhänger erhaben zu sein: Armut, Erwerbslosigkeit, Gentrifizierung, steigende Gebühren. Denn das sind die Sorgen der Unterschicht. In den Stadtrandghettos kommt die GAL ohnehin nur knapp über die Fünf-Prozent-Marke. Die ehemals linken Lehrer in den hochglanzsanierten Altbauvierteln denken über ihre Verantwortung für die Zukunft nach, weil in der Gegenwart die Welt für sie längst in Ordnung ist, wie sie ist.

Prima Klima, grüne Wirtschaft, Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie, etwas mehr Bürgerbeteiligung und buntes Multikulti-Feeling. Das politische Wellnessprogramm für eine heile Mittelschichtswelt. Damit geht die GAL jetzt auf Stimmenfang. Je schwammiger, desto erfolgreicher. Was zählt, ist einzig die Symbolik. Die Farbe Grün, der postkonventionelle Habitus, das akademisch-urbane Flair der karrierebewussten Führungsfiguren auf den Plakaten.

Die Farbe Grün bedeutet nichts weiter als das Lebensgefühl eines gewissen Milieus. Es sind jene „feinen Unterschiede“, auf die schon Pierre Bourdieu hingewiesen hat, mit deren Hilfe sich die städtischen Subkulturen voneinander abgrenzen. Im Zentrum steht der symbolisch demonstrative Gebrauch von Dingen. Sie kommunizieren Zugehörigkeit und Distinktion.

Das Hamburger GAL-Milieu verdient überdurchschnittlich viel Geld und protzt nicht mit dem Porsche (das würde als primitiv gelten), sondern mit der sündhaft teuren Wohnlage, mit den klimatauglichen Jack-Wolfskin-Jacken und abgasfreien Manufakturrädern. Das arrivierte Milieu, das sich in den ehemaligen Arbeiterstadtteilen wie Schanze und Ottensen breitgemacht hat, trägt seinen postmodernen Lebensstil als verzweifelter Dauersingle oder aufgeklärter Homoehepartner arrogant zur Schau. Das ist das gewisse Etwas-anders-Sein, das den Lebensstil jenes neu-urbanen Milieus kennzeichnet. Genau darauf zielt die Wahlkampfstrategie der GAL ab.

Das ist einerseits präzise – und doch dringt genau jene Tonalität da durch, die Schwuppen wahlweise zum „Nebenwiderspruch“ erklärt oder gleich ganz pauschal der „Happy Few“ zuschlägt, als habe das Thema mit emanzipatorischen Zielen und Herrschaftskritik nichts weiter zu tun. Da fräst sich das Bild des „schwulen Besserverdieners“ ebenso so ein wie die Fantasie, man würde „denen“ „den Lifestyle finanzieren“, und natürlich wird das gekoppelt an Sottisen gegen die postmoderne Philosophie. Das sind die Hansel, die glauben, und sei es auch nur insgeheim, der Papst würde Kapitalismuskritik betreiben, solche, die die Bourdieusche Kritik des Distinktionsgewinns gegen alles, was anders sich gibt, richten, um zu nivellieren. So was bereiten Leute wie dieser Hartmann in ihren Büchern vor.

Nicht dass man mich falsch versteht: Die Kritik des Gedusels der Grünen trifft ins Schwarze. Befragt werden muss die Perspektive, aus der das geschieht.

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19 Antworten zu “Querfront gegen „Queerfront“: Die nach rechts kippenden Linkskritiker

  1. che2001 Januar 21, 2011 um 4:04 pm

    Na, da sitzen wir mal im selben Boot – Dauersingles sind also genauso Uppermiddlclasschicies wie Schwuppen;-)

    Nur bestehe ich mal wieder darauf, dass der Hartmann da überhaupt nicht reingehört. Der ganze Streit um den ist ein Streit um angemessene Formulierungen. Was der in seinen Büchern vorbereitet ist allenfalls ein Aufstand, ein Generalstreik oder ein generell in dieser Gesellschaft nicht mehr mitmachen.Die Klientel, die der in seiner Kanzlei so berät und vor Gericht vertritt sind Hartzer, Asylsuchende und Illegalisierte.

  2. momorulez Januar 21, 2011 um 4:17 pm

    Vorsicht, ich zücke das Hartmann-Zitat gerne noch mal 😀 – und ja, die egoistischen, super verdienenden Vermehrungsverweigerer nehmen aufrechten Familien nur den Wohnraum weg, deshalb die Gentrifizierung, ist doch klar. Und das Problem in dem aktuellen Diskurs ist, dass gerade die Parteinahme für Hartzer, Asylsuchende und Illegalisierte wohl auch wegen des Westerwelle-Effekts neue Formen der Homophobie hervor bringt (und in diesem Fall gegen Singles gleich mit) – das ist doch gerade in Städten wie New York, wo Black Community-Vertreter gegen die vermeintlich allesamt schicken und reichen, konsumorientierten Schwulen wettern, die apolitisch schwarzen Familien in sich gentrifzierenden Vierteln schwarzen Familien den Wohnraum weg modernisieren. Das ist nun ausnahmsweise mal wirklich strukturell antisemitisch, wo alle Banker dann vermeintlich jüdisch sind, und verweist natürlich auf ganz außerordentlich reale Probleme, die in behämmerten Ressentiments aufgelöst werden.

  3. che2001 Januar 21, 2011 um 4:25 pm

    Ich verlinke mal einen älteren Beitrag von mir zum Ostertorviertel in meinem heißgeliebten Bremen. Scheint mir ganz gut dazu zu passen.

    http://che2001.blogger.de/stories/1514410/

  4. momorulez Januar 21, 2011 um 4:33 pm

    So weit stimme ich ja auch dem Autor zu – das IST in Hamburg eine Riesenproblem. Die Ottenser Linksspießer sind eines meines Lieblingsfeindbilder, und als ich gestern abend auf Frau Hadjuk und Frau Goetsch traf, habe ich fluchartig die Party verlassen. Was zudem ein reales Problem ist ist, dass der Mainstream-Schwule nun tatsächlich nicht gerade vor „Critical Whiteness“, Reflektion auf die Klassenfrage oder sonstwie Politik glänzt. Das ist aber echt nicht das zentrale Problem des Hamburger GRÜNEN-Wahlkampfes und hat in ganz anderen Kontexten diskutiert zu werden, hat Frau Butler ja prima gemacht.

  5. rhizom Januar 22, 2011 um 4:52 am

    Wobei es sich einmal lohnen würde, diesen vulgärlinken Ressentiments eine marxistische Reflexion über das Verhältnis von Homosexualität und Klassenzugehörigkeit entgegenzuhalten…

  6. momorulez Januar 22, 2011 um 9:53 am

    Jau! Danke für den Link!

  7. Loellie Januar 22, 2011 um 3:51 pm

    „Die ÖVP rechtfertigt sich auf derstandard.at mit den Worten des emeritierten Jus-Professor Theodor Tomandl, der in der Ausweitung des Diskriminierungsschutzes Ausprägung eines “autoritären Staates” sieht.“

    „Ein anderer Artikel zum Antidiskriminierungsgesetz wird indes mit einem Bild des Eingangs zum Konzentrationslager Buchenwald illustriert. … “Jedem das Seine” … “

    “Jeder soll seiner Art gemäß behandelt werden. Schluß mit der Gleichmacherei!”

    “ … ein ausgeweiteter Diskriminierungsschutz sei ein gesellschaftspolitisches Vorhaben, das auf die Herstellung eines “Einheitsmenschen” abziele.“

    http://nonapartofthegame.eu/?p=2323

    „Gisela Wurm von den Sozialdemokraten hätte es “gerne drinnen gehabt”. Allerdings habe man der ÖVP wegen deren Zustimmung zur neuen Regelung der Einkommenstransparenz einen Schritt entgegen kommen müssen.“

    Wer hat uns verkauft? Muss man sich schon fragen, zu welchem Preis unsere „Lobby“ bereit wäre, den 175er wieder einzuführen. Für Perverse die ohne Gummi ficken gab es ja schon mal eine Initiative des LSVD.
    Und was Frau Wurm gerne wo drin gehabt hätte, will ich eigentlich garnicht wissen.

    „Wo das ohne Hinterfragen führen kann, sieht man an der C-Klasse und der ETA“ und Ernst Röhm war schwul.
    Das wörtliche Zitate als Lügen bezeichnet werden ist mal ganz was neues. Hat aber was.

  8. momorulez Januar 22, 2011 um 4:36 pm

    Ja, das ist tatsächlich erstaunlich, dass unsere
    „Kapitalismuskritiker“ aus der gesellschaftlichen Mitte nun schon
    wörtliches Zitieren ihrer selbst als Lüge behaupten. Weil es ja
    weder um Marx noch Postmoderne noch sonst was geht, sondern um die
    gute, alte Intellektuellenfeindlichkeit, das alte Ressentiment
    gegen links – dass sich das selbst als links behauptet, ist auch
    nicht neu, das ist halt der Geist der Noskeschen Freicorps, der
    Leute wie Landauer hasste und den dreckigen jüdisch-zersetzenden
    Bartträgern die Zähne ausschlagen will. Was hinzu tritt, ist, dass
    die evangelikalen und US-rechtsradikalen Muster geradezu
    gespenstisch bei Leuten auftauchen, die sich damit wahrscheinlich
    noch nicht mal beschäftigt haben. Die haben es sich auch so
    gemütlich in ihrem Antirassismus ohne Schwarze und ihrer
    „Akzeptanz“ für Schwule ohne Schwule eingerichtet, dass deren schlichte Existenz
    und die Anmaßung, sich auch noch zu Worte zu melden, an sich schon
    Vernichtungssehnsüchte weckt. Das ist ja im Feld des Antisemitismus
    gut erforscht, dieser Mechanismus. Insofern ist von denen auch
    keinerlei Gegenwehr zu erwarten, wenn die Rechten den 175 wieder
    haben wollen. Die finden uns erst irrelevant und dann ein bißchen
    eklig, weg damit. Mein Kompagnon meinte neulich, die Leute würden
    bei einer Wiedereinführung des 175 aber sofort auf die Straße gehen
    würden. Glaub ich nicht. Die würden sich wie auch bei den Juden
    einst sich irgendwie hin rationalisieren, wieso das ja richtig sei.
    Und als nächstes ist dann mein schwarzer Kompagnon seine
    Bürgerrechte los. Ungarn macht ja gerade vor, wie man das
    macht.

  9. momorulez Januar 22, 2011 um 5:33 pm

    Das passt da auch noch nahtlos hinein:

    http://www.queer.de/detail.php?article_id=13536

    The „Pink Swastika“.

    Hitler war hetero. Die weißen, heterosexuellen Nazis haben 6 Millionen Juden vernichtet.

  10. che2001 Januar 22, 2011 um 6:23 pm

    Wenn die den 175 wieder einführen, dann nur für unverheiratete Schwule. Besser kann Integration durch Unterwerfung gar nicht funktionieren. Und für uns Hetensingles finden die dann auch noch was, vielleicht eine „Potenzielle Vergewaltiger“-Kartei. Vor der frei flottierenden Sexualität haben die doch richtig Angst.

  11. momorulez Januar 22, 2011 um 6:52 pm

    Ich bin gerade versucht, nur noch in Copy & Paste-Zitaten zu antworten, das macht Spaß 😀 … abgesehen davon machst Du hier gerade eine ganz neue Front in der Opferkonkurrenz auf. Wir Opfermetaphysiker. Broder wettert heute übrigens auch über die denaturierten Schwulen, konkret Elton John und Mann, über deren dem Kindeswohl schädlichen Weg, ein solches bei sich aufwachsen zu lassen. Und, war es in der FAZ?, wurde neulich tatsächlich wieder gegen die vermehrungsunwilligen, heterosexuellen Männer in ihrer Bindungsunfähigkeit polemisiert. Insofern: Jein.

  12. che2001 Januar 22, 2011 um 7:12 pm

    Aber Erika Mann war Lesbe.

  13. Loellie Januar 22, 2011 um 7:20 pm

    Castell-Castell passt da doch besser.

    http://www.queer.de/detail.php?article_id=13542

    Früher nannten die sich noch „Widerstand“, heute sind sie Anti-Faschisten. Wir wissen ja, dass die wahren Faschisten in Wirklichkeit die Anti-Faschisten sind, während es den Faschisten darum geht, den Faschismus zu bekämpfen.

    Aber im ernst, das taucht aktuell wirklich immer öfter auf, das mit dem „die Homos sind die neuen Nazis“.
    Und so elgant wie dein Kompagnon in seiner bisherigen publizistischen Arbeit einen Bogen um schwule gemacht hat, wär ich mir nichtmal sicher, dass der auf die Strasse ginge *damüsstejetztsoeinteufelchensmileyhin*

    Und wie mir Che gerade ins schreiben dazwischen gequatscht hat, ja, genau das ist deren Problem: Wie können wir Schwule kriminalisieren, den gutbürgerlichen Nachwuchs da aber raushalten um die Besserheten von etwaigen Solidarisierungsgelüsten abzuhalten.
    @“Was hinzu tritt, ist, dass die evangelikalen und US-rechtsradikalen Muster geradezu gespenstisch bei Leuten auftauchen, die sich damit wahrscheinlich noch nicht mal beschäftigt haben.“
    Was ja der Grund für den von mir damals bei Che losgetretenen Shitstorm war, auch wenn das damals mehr Instinkt als sontwas gewesen ist. Mittlerweile könnte ich da noch ganz anders argumentieren, aber da waren sämtliche Talking-Points und Figuren vorhanden. Mein sicher befremdlich wirkender Diskussionsstil ergab sich ja auch daraus, dass ich einfach keinen Bock hatte, ewig „die Juden“ oder den gequälten Sklaven als Kronzeugen zu zitieren, Opfer!, und mir auch nicht vorschreiben lassen wollte, in welcher Form ich meinen Protest zu formulieren habe. Stonewall was a Riot, während sich Westerwelles Vorgänger in Greenwich unbehelligt an Tee und Schnittchen labten.
    Wenns nur die Heteros wären, wär das alles ja nicht so depremierend. Letztens gabs auf Queer.de eine Meldung über einen Spinner in den USA, der HIV-Positive, die sich über Sex oder Drogenkonsum infiziert haben, aus der Krankenversicherung schmeissen wollte. Was haben die sich daraufhin empört, bis, ja, bis einer Bare-Back schrieb und die haben den gleichen Mist gepostet, über den sie sich gerade empörten. Und haben es nichtmal gemerkt … „selbst schuld“, „was das kostet“ etc …

    Und wenn es wirklich um Opfernapping ginge, könnte man sich Frau Palin und ihre „Blood-Libel“ zur Brust nehmen. Da liegt die erste jüdische Senatorin der USA um ihr Leben kämpfend auf der Intensivstation und Mama Grizzley war das einzige „wahre“ Opfer dieses Attentats. Ausgerechnet diese durchgeknallte, die einer explizit antisemitischen, okkulten Sekte angehört. Mannmannmann

  14. momorulez Januar 22, 2011 um 7:31 pm

    @Che:

    Und der schwule W.H. Auden hat Erika Mann geheiratet, um sie vor den Nazis zu retten. Der in dem „Tempel“-Eintrag Erwähnte.

    @Lollie:

    Was weisst Du denn bitte von der bisherigen publizistischen Tätigkeit meines Kompagnons? Von einer Ignoranz schwuler Belange kann da aber so was von gar keine Rede sein.

    Den Shitsorm beim Che habe ich ja vollauf verstanden, Du, Che, glaube ich, bis heute noch nicht. Und diese widerliche Hatz auf Positive nimmt tatsächlich zu, und in der Tat ist die „Queer“-Community da wie üblich ziemlich verblödet. Die „Schlampen“ nimmt man da auch gerne auf’s Korn, wie ja auch im Falle der „Welfare-Queens“. Es ist immer der gleiche männliche, heterosexuelle Blick, der vernichten will.

  15. Loellie Januar 22, 2011 um 7:53 pm

    Was ihr zwei beide treibt weiss ich ja wirklich nicht und das was ich meine, macht er ja nicht alleine. Da wäre aber auf jedenfall Raum für Annäherung, die warum auch immer nicht passiert.
    Aber ich bekenne mich auch ohne Vorwurf für schuldig und lass den Ball fallen, bevor hier noch irgendwas rausrutscht, was nicht rutschen darf … oder so. Sorry.
    Der ist halt ein Schlauer und mit Schlauen unterhalte ich mich gerne. Aber da kommt nix. Im direkten Dialog mein ich jetzt.

    Und nee, ich glaub auch nicht wirklich, dass Che das verstanden hat, auch wenn es mir jetzt darum ging, dass ich diese ganzen Diskussionen eben gerade als, hmm, Emanzipation verstehe. Opfer sein wollen ist so ziemlich das allerletzte was mir in den Sinn käme. Ich würde auch niemand empfehlen, mich auf der Strasse mit „du Opfer“ zu begrüssen. Aber wie will man mit jemand diskutieren, dessen Welt nur in der Täter / Opfer Dualität existiert und der über Schuld und Sühne nicht hinaus kommt.

  16. momorulez Januar 22, 2011 um 8:05 pm

    Was wir zwei beide da treiben, ist schon der Versuch, das „schwarz und schwul“ so weit wie irgend möglich unter aktuellen Bedingungen, was echt existenzgefährdend schwierig ist, publizistisch zusammen zu denken. Der hat die üblichen Hetero- und Fortpflanzer-Maschen genau so drauf wie ich meine Alltagsrassismen auch, extrem fruchtbar ist, dass man das ständig, durchaus auch konfrontativ, austrägt.

    Und dieser „Opfer-Diskurs“ ist ja deshalb so grotesk, dass die exakt dann abgehen, wenn man sich NICHT wie eines verhält, sondern sich zum Subjekt aufschwingt. Genau da rasten die aus und unterstelkplen einem dann den Täter, weil sie schon die simpelsten Grenzsetzungen nicht aushalten.

  17. che2001 Januar 22, 2011 um 10:30 pm

    Oh, verstanden habe ich das schon, aber verstehen heißt ja nicht zwangsläufig, Euren Standpunkt zu teilen. Wollen wir das wirklich Alles noch einmal aufrollen? Wenn, würde ich das aus wirklich guten Gründen per email und nicht blogöffentlich machen wollen. Da gibt es nämlich Komponenten, die in Eurer Wahrnehmung nicht drin sind.

  18. Loellie Januar 22, 2011 um 11:07 pm

    Das ist einfach nur platt und hat mit poststrukturalistischer Theorie nichts zu tun. Man kann auch nicht „jemanden“ dekonstruieren, da die Dekonstruktion sich auf Theoriegebäude und Sprachmuster bezieht.
    😀

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