Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

„Ökonomische Erfordernisse“ versus „Faninteressen“?

Der Tag heute fing anders an – gut an.

Das „Zeichnen“ mit dem Textilmalstift auf Viskose ist nämlich ziemlich anstrengend. Flächen kann man mit Kreuzschaffur zwar simulieren, aber das wirkt ein wenig wie „Spiderman“, wenn man schwarz auf rot Totenköpfe malt. Und nach dem Schal auch noch die kleine Kunststoffflagge mit diesem eddinggleichen Stift zu bemalen, nee, das muss doch auch anders gehen. Eine Schablobe zu verwenden, das bringt meine Kreativenseele auch nicht übers Herz.

Also heut morgen gleich auf zu Jerwitz, Malerbedarf. So einen Laden betreibt man wahrscheinlich auch nicht völlig frei von Idealismus. Er passt sich der Atelieratmosphäre an, wirkt improvisiert, so gar nicht geleckt, ganz auf Hobby- und richtige Künstler angelegt mit unprätentiösen Regalen im Hinterhof gelegen. Es gibt ihn schon ewig. Damals, als es trendy war, mit „Elefantenhaut“, so einer Farb- und Tapetenversiegelung, angerührte Pigmente zur Wandbemalung zu nutzen, da habe ich ihn erstmals betreten. Nun also eine Farbe besorgen, die auch auf Synthetik-Faser haftet.

Die Verkäuferin empfiehlt Acrylfrabe, die ich zur Grundierung von „Gemälden“ auch gerne nutze; die kann aber auch brechen und abblättern, wenn man Pech hat, auf sehr glatten Flächen.

Habe noch nie in meinem Leben eine Fahne, geschweige denn einen Schal bemalt. Die Ultras und andere im Stadion bewundere ich immer für die Action, den Aufwand, das Engagement, das sie betreiben, bin ihnen sehr dankbar dafür. Wahrscheinlich habe ich sie auch irgendwie „konsumiert“, aber ebenso laut mit gesungen, geflucht, gegröhlt, und beim „You’ll never walk alone“ und anderen Songs sehr nah am Wasser gebaut auch geschluchzt.

Doch diesmal, so scheint es allen, geht es um mehr. Man hat das Gefühl einer letzten Schlacht, die noch verhindern könnte, dass der FC St. Pauli zu innerstädtischen Langnese-Familienblock für den Mittelstand und den Ständen darüber mutiert. Queen Mary, Hafengeburtstag, Alstervergnügen, FC St. Pauli. Die dann sinnentleert „Toleranz“ pfurzen und damit meinen, dass eine Gesellschaft, in der noch Widerstand sich regt, ökonomisch ineffizient sei – insofern habe Toleranz sich vor allem der Gentrifzierung im eigenen Stadion gegenüber zu zeigen: Buisness-Seats und Logen. Wo bestimmt viele nette Leute sich tummeln, ich kenn da sogar welche, aber diese Form der „Toleranz“ gegenüber der Herrschaftsarchitektur führt schlicht dazu, dass die Tolerierenden Schritt für Schritt verdrängt werden. Und zu einem Umünzen von allem und jedem zur „Vermarktung“.

Und was sagt Helmut Schulte dazu?

„Schulte: Sportlichen Erfolg nicht durch interne Zerrissenheit gefährden

„Was uns am Millerntor seit Jahrzehnten eint ist die bedingungslose Unterstützung der Mannschaft durch alle Zuschauer – von den Hells Bells bis zum Schlusspfiff! Unsere Anhänger haben seit Mitte der 1980er-Jahre eine Atmosphäre geschaffen, die im deutschen Fußball einzigartig ist. Dabei richtet sich die Stimmung auf den Support der eigenen Elf und nicht – hasserfüllt – gegen den jeweiligen Gegner. Deshalb heben auch Verantwortliche anderer Klubs die Atmosphäre bei uns immer wieder positiv hervor.

(…)

Um ein neuerliches Millerntorwunder möglich zu machen, brauchen wir in der Rückrunde jeden einzelnen Fan mit seiner ganzen Leidenschaft für die Mannschaft. Eine Kluft zwischen verschiedenen Lagern wäre tödlich.

(…)

Die Dramatik der Spiele unseres FC St. Pauli entsteht dadurch, dass eine Mannschaft, die zusammen nicht selten gerade so viel Lohn erhält, wie der teuerste Akteur des Gegners allein, versucht, den Gesetzen des Marktes und der daraus in der Regel erwachsenden Übermacht des Gegners zu trotzen. Deshalb wiegen hier auch Erscheinungen – wie unlängst bei uns am Millerntor geschehen und von Vielen als sehr schmerzhaft erlebt -unglaublich schwer.

Jeder St. Pauli Zuschauer gehört zum Spiel.“

Erscheinungen? Er meint Gesänge wie „Ihr seid Scheiße wie der HSV“ angesichts derer, die in der 85. Minute das Stadion aufgrund der Niederlage gegen Mainz das Stadion verließen. Der Selbstwiderspruch dürfte ihm selbst auffallen, wer da nicht mehr zum Spiel gehören wollte und wer nun nicht gerade 90 Minuten Leidenschaft an den Tag legte, das war ja offenkundig.

Das noch viel Obskurere und wirklich Unverschämte ist das Kalkül dieses Textes, die breite Masse der Springer- und Mopo-Leser dahingehend manipulieren zu wollen, dass sie nun glauben sollen, jeder „Jolly Rouge“ im Stadion würde der „Einigkeit der Fans“ wie auch dem „sportlichen Erfolg“ im Wege stehen. Das ist propagandistisch schon ziemlich dreist. Und das Präsidium schweigt.

Mindestens ebenso fragwürdig, von einem Sportdirektor vielleicht auch nicht anders zu erwarten, ist die Entkernung dessen, was mit dem FC St. Pauli immer noch viele verbindet und eben KEIN Markenkern oder Alleinstellungsmerkmal ist, was sich jedoch sogar in der Stadionordnung findet: Die politische Dimension des Vereins. René Martens hat in den Abschnitten seines St. Pauli-Buches „Wie wir wurden, was wir sind“ hervorragend ausgeführt, wie die Gemengelage aus politischem Widerstand gegen den „Sportdom“, Empörung über den „Hamburger Kessel“, Kampf um die Hafenstraße und die Alte Flora und eines Enterns des Viertels durch die „Szene“, Kneipengänger und Subito-Bewohner, das formte, was heute noch sich über „Susis Showbar“ empört.

Es ist grotesk, wie von der Vereinsführung und deren Angestellten das Votum gegen Homophobie, Sexismus und Rassismus in einem „Toleranz“-Geschwätz aufgelöst wird, das nunmehr der Gentrifzierung im und um das Stadion zu gelten habe. Ich setz noch eins drauf: Ich fühle mich annähernd persönlich beleidigt als Schwuler, dass dieser ursprünglich mal Ausgegrenzten geltende Begriff nunmehr den ökonomisch Herrschenden zugebilligt wird.

Was das in der Wirklichkeit bedeutet, ich habe es mehrfach berichtet, ist der gar nicht komische Dialog mit Security-Vertretern am Einlass zur Haupttribüne, die heraus posaunten, die V.I.P.s links würden ja das Stadion bezahlen und ich sei nur zum Spaß hier. Ein leicht verzerrter Wiederschein gesamtgesellschaftlicher Verhätnisse, den mein sozialdemokratischer Vater einst in Antwort auf Frau Thatcher als „Pferdeäpfel-Theorie“ bezeichnete: Wenn man das Viech vorne nur ordentlich füttert, fällt für den Pöbel hinten auch was ab.

Das ist ein Schlag ins Gesicht eines Jeden, der einen demokratischen verfassten Verein als letzten Rest nicht etwa von „Markenkernen“, sondern tatsächlich Menschenrechten im Kleinen sieht. Die gelten absolut und sind vor allem keine Interessen, sondern Grundsätze zwischenmenschlichen Handelns (wer das vertiefen möchte, dem empfehle ich die „Theorie des Kommunikativen Handelns“ von Jürgen Habermas 😉 ).

Die Passagen in der Sozialromantikerpetition, die sich z.B. gegen Susis Showbar-Stangentanz richten, indem sie sich gegen Sexismus, also die Fetischisierung und Reduktion das Objekt-Sein eines Frauenkörpers richten sind eben in diesem Sinne begründet und nicht als „Fan-Interesse“.

Bevor jemand höhnt: „Boaaah, dieser Idiot, Stangentanz als Menschenrechtsverletzung!“ – im Prinzipiellen verhält es sich so, dass natürlich Antisexismus in genau diesem Sinne zu verstehen ist. Und das ist deshalb so wichtig, weil auch der Slogan  „die Fans als Kapital des Vereins“ sich an falschen ökonomistischen Parametern misst.

Die Frage ist eine andere, nämlich jene, wie ökonomisches Nutzenkalkül und Fragen, die nun gerade nicht darin fußen, zusammen passen im Falle FC St. Pauli, obgleich beides ein Widerspruchverhältniss darstellt. Nicht umsonst ist in anderen Kontexten auch von Fan-Rechten die Rede. Die schlicht das Recht eines jedes Individuums auf Respekt und Subjektivität bedingen sollen.  Jede Gentrifzierungskritik fusst auf daraus abgleiteten Vorstellungen: Dass es nicht das natürliche Vorrecht der Besitzenden ist, über die Gestaltung öffentlicher Räume zu bestimmen und darauf, dass nicht Privileg ist, dass deren Interessen da befolgt werden und die von sonst niemandem – was Helmut Schulte offenkundig nicht interessiert, sonst würde er bei einer Überzahl von Business-Seats nicht von „zeitgemäß“ sprechen. Deren Rückbau eben geboten ist in dem Sinne, dass nicht eine Klassengesellschaft im Stadion überhand nimmt und sich die Vereinsführung als deren Interessenvertretung ausgibt, und der Rest darf dann ein wenig Politfolkore, aber viel Stimmung betreiben, weil sich das im Falle des Fernsehens so gut macht, von dem bezahlt die Spieler über den Platz laufen. Nee, is‘ nich‘.

Wenn man sich darauf verständigt hat, ist die Frage der ökonomischen Notwendigkeiten dem nachgeordnet. Selbst ein Müntefering hatte helle Momente und hat das auf die Formel „Wirtschaft wird für die Menschen gemacht, nicht die Menschen haben sich ihr unterzuordnen“ oder so ähnlich gebracht. Armatya Sen,Wirtschaftsnobelpreisträger, hat das verkürzt im Falle des Buchtitels „Ökonomie für die Menschen“.

Es sind nicht „Faninteressen“ und „ökonomische Interessen“ im Falle des FC St. Pauli auszugleichen, sondern Grundsätze und ökonomische Erfordernisse. Keine Werbung während des Spiels ist eine Frage des Respekts den Spielern wie den Zuschauern gegenüber, zum Beispiel. Das ist kein Votum gegen die Diskussion der ökonomischen Basis, ganz im Gegenteil – wichtig freilich ist das „Wozu“ dieses Vereins, und eine Reduktion auf „Top 25 im Profifussball“ ist eine Verschiebung, die unzulässig ist, auch wenn ich mir das auch wünsche, wenn nicht jene anderen Kriterien, die selbst weder Interessen noch primär ökonomische Gegebenheiten sind, immer wieder Berücksichtigung finden. Sonst stirbt der Verein und wird austauschbar. Kurz: Widerständigkeit als reines Marketing-Tool ist ein Widerspruch in sich.

Um so besser, dass nun neben den offiziellen Marketingsinstrumenten mit dem „Jolly Rouge“ genau das Zeichen erfunden wurde, das dieses Außerhalb der Ökonomie zu symbolisieren vermag. Und wenn Herr Schulte Interesse am Überleben des Vereins hat, wovon ich fest ausgehe!!!, überdenkt er seine Position, besinnt er sich und identifiziert dieses Symbol nicht in Andeutungen mit „Zwietracht“ und „Behinderung des sportlichen Erfolgs“. Zumindest in der Netz-Commuity habe ich selten so eine Einigkeit erlebt, ich freu mich über Fotos wie das hier:

Quelle: Sozialromantiker, leicht bearbeitet

 

und stimme final dem Quotenrocker zu:

 

Aber wenn ich mich verarscht fühle, haue ich auf die Tonne und da der Herr Schulte mir am Millerntor mehr Freude als Kummer bereitet hat, hoffe ich einfach mal, dass er sich künftig weiter und mehr auf seinen Aufgabenbereich konzentriert und sich nicht als „Verkäufer“ der „vereinspolitischen Entscheidungen des Präsidiums“ versteht, um die Kommerziellen Maßnahmen an den „Langzeitfan“ zu bringen.

Und der Herr Schulte hat ja noch einen schönen Versuch gestartet:
Das Klassenziel im Zusammenhang mit der „Bring Back Sankt Pauli“ Bewegung den Stempel der Kontraproduktivität leicht aufzudrücken.

Klappt vielleicht bei der Zielgruppe, denen Sie die Toleranz zugestehen, die dem Langzeitfan oder dem Ultra abverlangt wird, wenn der „Fan, der noch keine „so verfestigte Bindung zum FC hat“ der Leistung der Mannschaft weniger Respekt zollt, als dem Catering in der Halbzeitpause oder nach dem Spiel. Ich habe den Eindruck, das ich langsam zum Lemming mutieren darf, lieber FC!

Und Ring 2 natürlich auch:

„Und hier liegt der wesentliche Irrtum des Helmut Schulte: dass die Sponsoren nicht trotz des Anders-Seins, vor allem der Fans am Millerntor, ihre Logen und Separées buchen, sondern gerade ihretwegen.“

Ebenso Kleiner Tod, doch noch entdeckt:

Ganz ehrlich, ich bin sauer. Sauer darauf, daß auf die vielen Anschreiben und Aufrufe bis heute keine weitere Stellungnahme vom Verein als die Ankündigung von Gesprächen gekommen ist – und das zeitgleich mit dem erhobenen Zeigefinger, daß ein Protest nicht hilfreich für den Klassenerhalt sei. Was für einen Präsidenten haben wir eigentlich, wenn dieser nach drei Wochen – so lange ist die Petition der Sozialromantiker schon in der Welt – und nach über 3.750 Unterzeichnern nach heutigem Stand – bis zu diesem heutigen Tag, den 12.01.2011, noch keinerlei Stellungnahme abzugeben imstande ist? Es handelt sich um einen deutlichen Protest der Fanszene, der von vielen getragen wird. Und es gibt nicht ein Zeichen des Aufeinanderzugehens von der Vereinsführung, lediglich diese oben angesprochene Kombination von Ankündigung und Kritik? Das erinnert mich langsam an die Aussitze-Taktik eines ehemaligen nicht gerade schlanken Bundeskanzlers…

Und Magischer FC auch:

Hr. Schulte kann sicher sein, dass NOCH jeder im Stadion seine Stimme
für die Mannschaft und für einen ordentlichen Support erheben wird. Er kann
aber sich dann nicht mehr sicher sein, wenn er meint, dass dies sozusagen
die einzige Pflicht und das einzige Recht dieser ist
.“

Nicht zustimmen kann ich freilich hinsichtlich des ökonomistischen Vokabulars wie „Markenkern“ oder „Alleinstellungsmerkmal“, siehe oben. Man geht arbeiten, um seine Familie zu ernähren, nicht, um sie zum Markenkern der Arbeit zu erklären, mal ein völlig schiefes Bild nutzend. Ansonsten aber in allem. Das „United we stand“ gilt immer auch dem selbst primär ökonomisch gar nicht begründungsfähigen Kampf gegen Homophobie, Rassismus, Sexismus UND Klassismus mindestens ebenso wie der Leidenschaft und dem bedingungslosen Support der Mannschaft und dem Willen nach „Fussball pur“.

Und ob das alles wirklich so ist, dass diese Position geteilt wird, das wird sich Samstag zeigen, darum geht  es – Herr Schulte hat nun einmal mehr gezeigt, dass er das wahlweise wirklich nicht versteht oder gar dagegen etwas zu unternehmen bereit ist. Was schade wäre. Ich denke, er denkt noch um.

Ich mal derweil weiter und habe mich bei Jerwitz für Siebdruckfarbe entschieden. Die hält angeblich auch auf Synthetik-Faser.

PS: Man beachte auch den „Twitter-Dialog-Schwanz“ beim Magischen FC 😉 …

15 Antworten zu “„Ökonomische Erfordernisse“ versus „Faninteressen“?

  1. momorulez Januar 12, 2011 um 5:00 pm

    Danke! Diese Grundunterscheidung „an Prinzipien- und Rechten orientiert“ und „ökonomischem Nutzenklakül folgend“ ist ja immer etwas abstrakt, aber das ist wichtig, dass man das nicht vermengt. Sieht man z.B. am Einbrechen der Sozialdemokratie in ihrer klassischen Form. Kalt waren das auch Interessen der „kleinen Leute“, primär war aber, ihnen das Recht auf ein lebbbares Leben zuzugestehen, was mit Hartz IV dann obsolet wurde.

  2. sparschaeler Januar 12, 2011 um 5:23 pm

    nur kritische geister können eine sache nach vorn bringen. abnicker und jasager führen zu nichts.
    warum diese tatsache beim fcsp keiner begreifen will oder kann treibt mich zeitweise zur verzweiflung.
    ich bin sauer darüber das man aktiven fans die schuld für einen eventuellen sportlichen mißerfolg in die schuhe schieben will. wir werden zeigen wie man seinen protest lautstark präsentiert und gleichzeitig die mannschaft bedingungslos unterstützt.

    ich lege keinen wert auf auf öffentliche belehrungen und ermahnungen!

    herr schulte, kommen sie endlich zur besinnung und führen sie einen konstruktiven dialog mit den fans, sonst werden sie ihr rotes wunder erleben.

  3. René Martens Januar 12, 2011 um 5:56 pm

    Danke für die Erwähnung. „Wie wir wurden, was wir sind“ ist allerdings nicht der Buchtitel. So lautete lediglich die Kapitelüberschrift für die Jahre 1985 bis 1991 – in der ersten Auflage. Für die späteren Auflage habe ich sie geändert. Schade eigentlich. Werde das beim nächsten Mal rückgängig machen. Zur Causa Schulte: Es ist ja grundsätzlich ein Problem dieses Vereins, dass an den entscheidenden Hebeln in der Geschäftsstelle zu viele Leute sitzen, die „es“ nicht verstanden haben. Schulte hatte ich bisher nicht dazu gezählt, insofern ist die Situation noch schlimmer als ohnehin.

  4. momorulez Januar 12, 2011 um 6:05 pm

    Ja, das war missverständlich formuliert, das fiel mir beim nochmal lesen auch auf, ich meinte das Kapitel – wusste allerdings auch nicht, dass das bei späteren Auflagen dann anders hieß, das gefiel mir nämlich gut 😉 – auch, weil ich nun zwar kein Hafenstraßenaktivist war, eher an der weiteren Peripherie, aber sehr schön die Stimmung eingefangen war, als ich nach Hamburg zog. Danke für Korrektur!!!

    Zur Conclusio: Ja. Ich fand schon diese „Machtkampf“-Haltung in den Meeske-Interveis schlimm. Das mag zwar einer sein, aber der hat eben auch Inhalte, das mit „Ich will mich nicht unter Druck setzen lassen“ zu kontern ist so, ach, schlimm, Pseudo-Politiker.

    Schulte nun, völlig richtig – Sparschaeler hat ja recht, der schiebt sogar Verantwortung von sich. Ich frage mich auch, was in denen vorgeht, Pressekampagnen gegen die eigenen Fans und Mitglieder zu fahren.

  5. quoteni rud.us Januar 12, 2011 um 7:36 pm

    My momorulez, my brother in color & mind. Perfekt
    & dafür ein big THX!

  6. kleinertod Januar 13, 2011 um 10:09 am

    Gestern schon überflogen, jetzt endlich die Zeit gefunden, mich in aller Ruhe insgesamt mit diesem schönen und zustimmungswürdigen Text zu beschäftigen.

    Was Herrn Schultes Rolle anbelangt, so habe ich den Eindruck, daß dieser vom Präsidium zweckentfremdet wird – hat er doch im Gegensatz zu diesem ein Standing bei den Fans und kann so zum Thema wenigstens ansatzweise etwas sagen, während die Vereinsführung weiterhin in der Deckung zuschaut, was daraus wird und ob diese Einschüchterungstaktik Erfolg hat.

    Wie man es dreht und wendet, sicher bleibt in meinen Augen nur eines: der Protest ist dringend notwendig und jeder ist gefragt, hier mitzumachen. Ob nun mit künstlerischer Ader ausgestattet mit einem inidividuellen Meisterwerk oder schlicht in Rot bzw. mithilfe einer vorgefertigten Schablone – egal. Hauptsache, man kann allüberall den Protest sehen und hören. Laut und vielfältig wird es mit Sicherheit.

  7. momorulez Januar 13, 2011 um 10:17 am

    Jau! Und klar wird Schulte instrumentalisiert; er lässt sich aber auch instrumentalisieren.

    Man darf auch die Option der Führungsgremien nicht außer acht lassen, dass sie ggf. aktiv anstreben, diesen ganzen Polit-Quatsch endlich los zu werden, um in Ruhe Geld zu verdienen. Die vergessen dabei nur, dass wir ein Verein sind. Und ich kann mir aktuell wirklich nicht vorstellen, dass es da niemand gäbe, der es besser machen würde als diese Herren, Herrn Spies mal auagenommen.

  8. kleinertod Januar 13, 2011 um 12:40 pm

    Auch wenn ich es selber, wenn auch aus anderen Gründen, angeschnitten habe: Schulte ist für mich hier weder der passende Ansprechpartner (in dieser Sache) noch möchte ich die Diskussion um seine Person zu sehr ausführen. Das lenkt vom Thema ab. Es geht hier nicht um seine Entscheidungen, noch hat er dafür den Kopf hinzuhalten. Die Leute, die für die Etablierung der Ausverkaufsmechanismen verantwortlich sind, schweigen aktuell – und nur weil ein altbewährten St. Paulianer den aufgeregten Fans vorgehalten wird, müssen wir auf dieses Spiel nicht eingehen. Uns geht es ja um den FCSP wie wir ihn verstehen – zur Vermeidung eines seelenlosen Kommerzspaßvereins wie anderswo (wem schreib ich das… 😉 )

  9. goodsoul Januar 13, 2011 um 3:23 pm

    Super Text! Volle Zustimmung!!! Und dieses Mal habe ich eigentlich auch alles verstanden! Hehe!

    Love FCSP

  10. momorulez Januar 13, 2011 um 3:40 pm

    @Kleiner Tod:

    „Die Leute, die für die Etablierung der Ausverkaufsmechanismen verantwortlich sind, schweigen aktuell – und nur weil ein altbewährten St. Paulianer den aufgeregten Fans vorgehalten wird, müssen wir auf dieses Spiel nicht eingehen. „

    Wohl wahr!

    @goodsoul:

    Danke!

  11. Nörgler Januar 13, 2011 um 4:30 pm

    Habt Ihr die Spieler (oder wenigstens ein paar davon) auf Euerer Seite??

  12. momorulez Januar 13, 2011 um 5:04 pm

    Keine Ahnung, so nah dran bin ich nicht. Meistens gibt es einige, die näher dran am Geschehen sind von den Spielern, und anderen geht es halt schlicht am Arsch vorbei. Mal gucken.

  13. matzo Januar 14, 2011 um 12:56 am

    Word!! Wirklich sehr guter Text, vielen Dank. Auch der
    Kommentar-Dialog trägt positiv zur Meinungsbildung bei.

  14. momorulez Januar 14, 2011 um 10:36 am

    Danke für das Loben!

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