Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Wenn man in Hamburg wieder einfährt …

… und dieses aufgeblasene Gesabbel Berliner Kulturwichtigtuer an einem abperlt, das tut so gut. Trotz aller berechtigten Internetpamphlete bezüglich Hamburg, die es bis auf MoPo-Titel schafften, trotz Ahlhaus, trotz Abwanderung und Verbiederung – durchlebt man das Herrenmenschen-Gesabbel derer, die glauben, sie seien kulturell gewichtig, weil sie dort durch diese braungrauen Straßen schlittern und auf trist dümpelnde Flüsse, umgeben von grausamer Architektur, starren, wo alle eh nur hin gehen, um berichten zu können, dass sie da sind, dann begreift man die aus Leipzig importierte Neo Raucherei und den Merkelschen Griechen – und Irenmeuchel-Nationalismus gleich besser. Der sich erheben muss über das Andere, im Kompensatorischen sich sucht. Man gut, dass die Stadt dort tief im Osten auch das Gegengift zu ihren Lügen, von den Sarrazinen wird genau dies Gegengift bekämpft, so zahlreich in sich trägt, sonst würde es bald zappendüster. Dank an all die Widerständigen, Nicht-Integrierten dieser Erde. Jeden „Araber-Clan“, jede alleinerziehende Hartz IV-Mutter, an die LesMigras – ihr alle seid unsere Zukunft und werdet uns beschützen.

Trotz alledem zeichnen sich bei der Rückkehr die Türme meiner Stadt gegen das queerrosa Licht des winterlichen Hafenhimmels so unvergleichlich ab, und Ruhe kehrt zurück nach dem Posen und Balgen um Status. So klaut man bei Ring2 Bilder, jagt sie durch eine neue App und kann wieder tief durchatmen, einfach nur die Nordsee spüren und froh sein … und sich aufs Spiel am Samstag freuen. Rotzend, pöbelnd, singend, saufend – im kalten Wind vom Meer. Ein Erleben, das nicht gewichtig ist, um sich über Berliner oder Münchener Wichtigtuer zu erheben. Sondern, weil es von denen befreit – und sich dann selbst genügt.

40 Antworten zu “Wenn man in Hamburg wieder einfährt …

  1. Foxxi Dezember 15, 2010 um 10:42 am

    Aha, Berlinbashing…da werd‘ ich am Samstag nach dem Heimsieg mal über einer Knolle mit Dir ein ernstes Gespräch führen müssen – to my hoday …!

  2. momorulez Dezember 15, 2010 um 11:13 am

    Na ja, es ist eine Reaktion auf das Alle-Anderen-Bashen-aber-selbst-nur-faseln konkreter Berliner 😉 – und ich glaube schon, dass sich da in Berlin Mentalitäten etabliert haben, die finster sind und noch viel doofer als die Attitude der Pariser, zum Beispiel. Das Erstaunliche ist, dass die über Berlin auch gar nicht reden, wie das Licht ist, der Himmel, das Glückgefühl angesichts der Stalinallee oderwasweißich – die ergehen sich im wesentlichen darin, erst mal über alle anderen herzufallen und sich ungemein wichtig zu finden.

    Das „andere Berlin“ habe ich ja ausgiebig gewürdigt … habe aber nicht den Eindruck hinsichtlich der Protagonisten, dass nun gerade unter dem Banner der „Kultur“, wie immer behauptet, da irgendwas passieren würde, was anknüpfungsfähg wäre, freilich aus der Distanz betrachtet.

    Von daher ist das auch gar nicht „Bashing“, sondern Beunruhigung.

    Auf die Domschänkenknolle nach dem Heimsieg freue ich mich aber!!!

  3. che2001 Dezember 15, 2010 um 12:19 pm

    Vielleicht kannst Du ja jetzt nachvollziehen, was Don in 9 Monaten Berlin gelitten hat. Rebellmarkt ist nicht zuallerletzt als Bayer-basht-Berlin-Blog großgeworden.

    BtW: Seewind macht frei, und zwischen Fleeten und Blockland wuchsen Arbeiterklassehelden, Netzwerkschlampen und ähnlich sympathische Leute auf.

  4. Loellie Dezember 15, 2010 um 12:47 pm

    Das Problem von Berlin sind nicht die Berliner, sondern der ganze Münchner Dreck der Ende der 90er zusammen mit hundertausen Beamten und Schwäbischen Studenten über die Stadt hergefallen sind. Mir hier jetzt fast schon offen vorzuwerfen, dass ich die Verschwabingerisierung Berlins nicht mittels Autobomben verhindert habe, ist einfach nicht fair. Der Subkultur blieb doch garnichts anderes übrig, als nahezu geschlossen ins Exil zu gehen. Dass sich nun ausgerechnet Bayern darüber echauffieren, dass es typisch münchner Klientel aus unerfindlichen Gründen nach Berlin verschlagen hat, ist blanke Schizzophrenie. Nichts als Hohn und Spott statt Dankbarkeit … pfff

  5. mark793 Dezember 15, 2010 um 1:18 pm

    „Münchener Dreck“ – na das nenne ich doch mal eine minderheitensensible und gepflegt undiskriminatorische Wortwahl.

    Man könnte das ganze ja auch bisschen entspannter sehen (gilt auch für den geschätzten Don). Ist doch – egal, ob bewusst oder unbewusst – ein Stück weit die eigene Entscheidung, ob ich mich nur auf die vollgekackten Gehwege und schlecht angezogene Leute konzentriere oder auch versuche, die schöneren Seiten zu genießen. Grundsätzlich glaube ich erst mal nicht, dass in HH die Arschlochquote signifikant niedriger ist als in Berlin. Ich mag beide Städte irgendwie und bin ab und zu gerne zu Besuch, aber auch froh, wenns wieder heimwärts geht (obwohl ich mich hier am Westpol nach vier Jahren auch immer noch zugezogen fühle).

    Aber ich denke, ich verstehe ganz gut was Momorulez meint. Wenn eine bestimmte Sorte Berliner meint, ihr Selbstwertgefühl unbedingt aus dem Herabsehen auf den Rest der Wert ziehen zu müssen, schadet es gar nichts, den Betreffenden die hochgetragene Nase mal wieder mehr in Richtung Hundekacke zu drehen. 😉

  6. Loellie Dezember 15, 2010 um 1:38 pm

    Aber genau darum geht es mir doch. Diese cabriofahrenden Schnösel mit Papas Kreditkarte in der Tasche sind die Ursache dafür, dass Berlin ausser Hundekacke nichts mehr zu bieten hat. Das Berlin die mit Abstand zugeschissenste Stadt der Welt ist, lässt sich nun wirklich nicht bestreiten. Es wird mir dennoch ein ewiges Rätsel bleiben, weshalb die alle, anstatt nach München, nach Berlin gezogen sind. Die wurden dann auch als „Wessis“ beschimpft, aber, um sein Ego an der Herabwürdigung der Provinzialität anderer Städte hätte hoch ziehen wollen oder können, fehlte es an Zeit und Energie. Subkultur kann ganz schön anstrengend sein.

  7. momorulez Dezember 15, 2010 um 2:17 pm

    Es gibt in Hamburg wahrscheinlich weit mehr rum schnöselnde Cabriotfahrer als in Berlin – was mich da ja nervt, ist, dass genau die, die dagegen anstinken müssten, sich in einen unterschwellig speerschen Kult und Mythos ergehen und eine rein formale Arroganz pflegen, die durch rein gar nix gedeckt ist, vom Billigflieger-Nachtleben mal abgesehen. Das ist dieses allseits auffindbare „Wir sind wieder wer!“ in Sachen Kultur, nur was denn eigentlich? Und das nehme ich hier bei denen, die geblieben sind, schon anders wahr, während die, die gingen, schwätzen.

  8. che2001 Dezember 15, 2010 um 4:07 pm

    Das Berlin-Problem gab es aber schon immer, und gerade auch seitens subkulturellen Leuten. 1986 wurde ein Kumpel von mir, durchaus in Punk-Outfit, vom Türsteher nicht ins „Trash“ reingelassen, weil er nicht black genug aussah. Und die Kreuzberger Häuserkampfszeneleute meinten auch immer, sie müssten uns Restdeutschlinken erzählen, wo der Hammer hängt. Das ging so weit, dass in Berliner Kreisen über die Göttingern abgelästert wurde, als der Neonazi Karl Polacek auf eine Frau aus unseren Kreisen mit der Axt losgegangen war und wir nicht zurückaxteten, sondern eine Demo vor Polacek Haus machten, bei der die Bullen uns dann mit CS einnebelten. Die Berliner schrieben dann ein bewusst als unsolidarisch verstandenes Positionspapier dazu, in dem sie über die feigen Göttinger ablästerten, die Fascho und Bullen nixcht einfach weggeprügelt haben, wie richtige Autonome aus Schrot und Korn das tun sollten. Waren aber auch damals schon mehrheitlich zugezogene Schwaben, Kölner und Frankfurter, die Berliner. Im Gegensatz zu den ultraharten Berliner Immererechthabern schickte uns die Hafenstraße rioterprobte Leute als Verstärkung und moserte nicht.

    Was den Don angeht, fährt der zwar Cabrio, aber nicht mit Papas Kreditkarte, sondern verdient sein Geld selbst-in der Berliner Zeit mit dem Wiederaufbau einer traditionsreichen linksliberalen jüdischen Zeitschrift. Und sein Berlin-Gebashe galt nur vordergründig dem Dreck und hauptsächlich so einer die Schönheit des Scheiterns feiernden selbsterklärten digitalen Boheme in Mitte, für die Sascha Lobo ein Guru ist.

  9. momorulez Dezember 15, 2010 um 4:52 pm

    @Che:

    Damals, als West-Berlin noch Insel war, war das halt nicht entscheidend. Natürlich war da die Hausbesetzerszene besonders stark gerade zu Beginn der 80er, es gab aber noch gleichgewichtige, andere Zentren, was widerständige Kulturen betraf, eben Hamburg, auch Düsseldorf, zum Teil Köln. Also gerade das Segment betreffend, um das es mir geht, diese Mischzone aus Kunst, Kultur, Mentalität, Musik, Medien, die immer auch darauf wirkt, wie Politisches sich konstituiert.

    Und jetzt schreit einen das, was man da gerade zwischen Hauptbahnhof und Ostbahnhof architektonisch durchfährt, aus jedem WELT-Artikel, aus jeder BILD-Headline, aus jedem Sarrazin-Stament an – und ich kann immer gar nicht anders, als das auch da zu spüren, wo es mir als berichtet in Kunst- und Popzeitungen begegnet und habe auch, wenn ich in Berlin unterwegs war, habe ich immer diesen Gestus gespürt und will nur ganz schnell aus dem Gebräu aus Hektik, Hype und Größenwahn . Nicht bei den Prolls oder den Türken, sondern bei dem aufgeblasenen Kulturpack. Die man regelmäßig mit zwei Sätzen geschlachtet hat, weil jedes Know-How fehlt. Als würden sie nur für den Smalltalk in irgendwelchen langweiligen In-Kneipen leben. Da geh ich doch lieber in die Domschänke.

    Da geht auch viel Förderalismus flöten zugunsten von etwas, was gerade das Negative überzeichnet, ja, fast karrikiert vor lauter Distinktionswille. Prenzlauer Berg IST noch schlimmer als Ottensen, z.B.. Und das kracht immer wieder in alles rein, was eigentlich gut sein könnte, dieser „Berlin-Sog“, der aus eigentlich netten Menschen blöde Angeber macht.

  10. che2001 Dezember 15, 2010 um 5:39 pm

    Deswegen heißt die Kastanienallee die Castingallee.

  11. Loellie Dezember 15, 2010 um 5:54 pm

    Selber Schwätzer

    „SKANDAL! Die St. Pauli-Karten für’s Derbygegen die Rauten sind tatsächlich allesamt zumindest vorbestellt laut Homepage“

    Hamse das Stadion einfach ausverkauft. Ja wat machste denn nu? Das gleiche was ich gemacht habe, als eine Stammkneipe nach der anderen von Busladungen an Kegelvereinen überrannt wurde. Da kannste dich, um des Lokalkolorit willens, in der Ecke begaffen lassen, als wärst du Exponat im Zoo, oder du gehst nach Hause. Renees weinerliches „bitte nehmt mich mit“ klingt mir heute noch im Ohr.

    Die Zuwanderer nach Berlin waren wohl schon immer schwäbischer Abstammung, wobei mein schwäbischer Student ja nun keine Person sondern eine Geisteshaltung meint. Wir hatten einfach das Glück, dass die aus dem Trash nach dem Mauerfall rüber gemacht haben. Wahrscheinlich ist das juristische vorgehen gegen Schwulenbars in Mitte et al auch sowas wie Traumabewältigung, weil die in der O-Strasse schon marginalisiert wurden, so wie wir Ende der 90er ebenfalls marginalisiert werrden sollten. Häuserkampf wie in den 80ern haben wir auch nicht mehr gemacht. Mussten wir auch nicht, weils mehr als genug Bausubstanz mit unklaren Besitzverhältnissen gab. Und billige Wohnungen dazu. Bei dem Divenüberschuss gab es auch keinen Anlass zu selbstkritischen Diskursen über den zu Tode formatierten Mozart auf irgendwelchen Bühnen des scheinetablierten Paralelluniversums. Dafür fehlten auch die Schnittstellen.
    „Arm aber Sexy“ hat das ja ganz prächtig auf den Punkt gebracht … als es schon Jahre vorbei war und das Sexy längst verklemmter Prüderie gewichen war.
    Wer in den 80ern nach Berlin ist wollte entweder nicht zum Bund, oder „aussteigen“. In den 90ern wollten erschreckend viele wenigstens während des Studiums anders leben und da sind auch noch etliche in Subkulturellen Zusammenhängen kleben geblieben und doch nicht ins bürgerliche Lager gewechselt. Was da aber Ende der 90er nachkam, sass dann in den Läden als würden sie sich in der Glotze Barbara Salesch reinziehn. Gaffer eben.

    Das Prenzlberg mittlerweile schlimmer ist als ein hamburger Spiesservorort glaub ich dir sofort, dass war schon vor 15 Jahren absehbar, was ich aber anders sehe ist dass der Berlin-Sog, der sicher Potential abzieht, aber eben nicht aus netten Menschen Angeber macht, sondern explizit Arschlöcher anzieht.
    Durchaus ernst gemeint aber war die Frage, was man tun will, wenn man von einer Fanmeile überrannt wird, was in den 0er Jahren ja geschah. Deine Domschänke wäre in Berlin genauso abgesoffen, wie alles andere auch. Insofern müsstest du doch froh sein, dass die Deppen alle nach Berlin rennen, anstatt nach Hamburg in die Domschänke.

  12. che2001 Dezember 15, 2010 um 6:23 pm

    Das letzte, was ich an kämpferischer politischer Subkultur aus Berlin kennengelernt habe waren die blutigen Häuserkämpfe um die Mainzer Straße und die anschließenden Versuche, „national befreite Zonen“ der Faschos zu verhindern, so erste Hälfte 90er. Der ritualisierte 1. Mai „Riot“ ist doch nur ein hohles Ritual zugereister Knallköppe. Und die Gentrifierung zieht halt von Viertel zu Viertel. In den 80ern geschah das noch in Kreuzberg 61, dann kam SO 36, dann Prenzelberg, dann Mitte und Friedrichshain. Bin gespannt, ab wann Marzahn chic wird. Erhalten hat sich der Wedding.

  13. momorulez Dezember 15, 2010 um 6:25 pm

    @Loellie:

    Darüber bin ich ja heilfroh 😀 … als so was wie ein Grenzgänger zwischen tot formartiertem Mozart und Restbeständen semisozialistischen Post-Punk-Geistes muss ich mir nur immer mal mit denen rum schlagen, ob ich nun will oder nicht. Und die Gentrifizierung schlägt in Hamburg eher noch heftiger zu als in Berlin, weil die Viertel mit erhaltener Altbausubstanz weniger sind und die Baumafia hier eh den Bürgermeister bestimmt. Hamburg ist auch viel mehr Geldsackstadt als Berlin. Zürich und Hamburg haben ja durchaus was gemein.

    Trotzdem herrscht hier im Alltag eine Entspannheit, eine Selbstironie, ein trockener Humor, der wirklich was mit der Meeresnähe zu tun hat, und das isses ja eigentlich, was mich hält. Auch wenn die Scheurls dieser Stadt noch so rumprotzen, irgendeine Unterströmung hier verhindert dieses Berliner Geblubber. Als ich da mit den 6000 St. Paulianern, davon ja auch viele von sonstwo, gegen diese O2Arenahaftigkeit in München angesungen habe, da war ich auch versöhnt damit, dass 5000 nun dämlicherweise diesen Pfeiffen im Volkspark ihre überhöhten Preise zahlen. Weil da was spürbar war, was es wirklich nur hier gibt. Was in der Hamburger Schule-Musik, im hiesigen Hip Hop, der nicht zufällig keinen Sido oder Bushido hervor brachte, bei den Zitronen und so weiter auch spürbar ist. So eine Form von positiver Ernsthaftigkeit, die noch im Spötteln steckt, die mir in der Berliner Effekthascherei völlig fehlt.

    Die Domschänke ist ubrigens ein 70er-Jahre-Sport- und Prollkneipen-Relikt. Wundervoll. Total unszenig und deftig-herzlich 😉 …

    Und der arme Foxxi, der als erstes kommentierte, ist auch Schwabe 😀 – der ist aber prima. Und weiß ja, wieso er zu unseren Heimspielen immer nach Hamburg kommt 😉 …

  14. Bersarin Dezember 15, 2010 um 7:08 pm

    „Deine Domschänke wäre in Berlin genauso abgesoffen, wie alles andere auch. Insofern müsstest du doch froh sein, dass die Deppen alle nach Berlin rennen, anstatt nach Hamburg in die Domschänke.“ Genau so ist es. Insofern könnt Ihr in Augsburg, in München, Frankfurt und Saarbrücken, in Hamburg, Stuttgart und Kiel oder Göttingen und Bremen sehr froh sein, daß wir das Auffanglager für Spinner, Gescheite und Blöde von allüberallher bilden.

    Berlin hat jedoch das Glück, daß es groß ist, Szenen verlagern sich, mittlerweile geht es hin nach Oberschweineöde, früher noch ein Nazinest, ganz früher Arbeiterbezirk mit Fabriken und Fertigungshallen an der Spree.

    Andererseits: es kann im Sommer im Mauerpark zuweilen auch ganz nett und angenehm sein. Sogar auf der Castingallee. Schönes Frauenschnitting dort. Und auch für Männer ist allerlei dabei. Also: zum Gucken ganz lustig. Aus Berlin kommt da aber kaum einer her.

    Das „Berlin-Berlin-über-alles“ Geseiere ist mehr als dämlich. Ich habe schon in einigen Städten gelebt, mal länger, mal kürzer. Zum Lesen, Schreiben, Photographieren ist es sowieso egal, wo man wohnt. Einen Ort zu finden, wo man sich heimisch fühlt, ist hingegen sehr schwierig.

    Viel schlimmer als diese Geschmacks- und Abneigungsangelegenheit ist es jedoch, daß es in Städten kaum noch bezahlbarer Wohnraum gibt. Menschen werden in widerliche Randlagen ausgesiedelt. Zentral- bzw. gut gelegener urbaner Raum steht unter der dem Blick des Investors, wobei die jeweils Regierenden die willfährigen Büttel abgeben. Das eben ist schlimm: daß die Menschen, welche einst in ihrem Viertel lebten, dort nicht mehr leben können. Daran freilich ist die Kunst nicht ganz unschuldig, Ich habe dies in den 80ern in Paris im Bastille-Viertel und um den Canal Saint Martin gut beobachten können. Erst mittellose Kunst, dann Galerien, dann Arschlöcher, die ihr Arschlochsein unverhohlen zur Schau tragen: Heideggerische Unverborgenheit (als Aletheia). Sozusagen.

  15. che2001 Dezember 15, 2010 um 7:25 pm

    München, Augsburg, Frankfurt Saarbrücken war jetzt Supaaaa!

  16. Loellie Dezember 15, 2010 um 7:44 pm

    Ich hatte ja tatsächlich mal die Schnappsidee, dass wenn die ganzen Schwaben jetzt in Berlin sind, geh ich halt zu den Badensenern 😀 , was nicht wirklich lange gut gegangen ist.

    Und natürlich gab es die Mainzerstrasse und anderes, aber es gab da dermassen viele Brachen, dass wir uns unsere Freiräume nicht im Sinne der 80er Jahre Besetzer erkämpfen mussten. Räumen lassen kann nur der Besitzer und wenn die vor Gericht stehn, weil Ansprüche kollidieren, ist das eine andere Situation.
    Der vllt grösste Vorteil Berlins, die relative Offenheit und die relativ wenig vorhandene Abgrenzung verschiedener Szenen und Millieus, wurde der Stadt am Ende der 90er zum Verhängniss, weil es eben kaum geschlossene Gesellschafften wie vorher im Trash gab und sich deshalb auch nicht der Widerstand formieren konnte, der nötig gewesen wäre. Dazu kommt, dass das mit Gentrifizierung ungenau beschriebene Phänomen ein schleichender Prozess war, der zusätzlich mit einem Generationenwechsel zusammen lief. Es gab auch keine Reservate in die man sich hätte zurückziehen und formieren können. Egal wo du hin bist, die haben dich gefunden.

    Was Momo hier beschreibt, ist doch eher Schickeria wie man sie früher in München hatte und da gehörn die eigentlich auch hin.

    Und nach Zürich brächten mich auch keine zehn Pferde bringen, wohingegen es uns allen beiden ja erstaunlicherweise die französische Schweiz angetan hat. Da fällt einem schon beim entsteigen des Zuges eine Last von den Schultern.

  17. bersarin Dezember 15, 2010 um 8:22 pm

    Danke che, ich hatte auch sehr gehofft, daß diese schöne Anspielung verstanden wird.

  18. momorulez Dezember 15, 2010 um 8:48 pm

    @bersarin + Loellie:

    Das mit den Brachflächen und all den zu erschließenden Feldern gerade im ehemaligen Osten ist ja die eigentliche Pointe, und da hat Berlin ja lange Zeit wirklich einen Riesenvorteil gehabt. Hier in Hamburg gibt es zwar auch den weiten Osten, da liegt allerdings das wirklich total zerbombte Gebiet rund um Hamm zwischen weit weg und Innenstadt, so dass es da kaum Gentrifizierungspotenzial gibt. Um Hamm haben sie nach den Feuersturm-Nächten eine Mauer gebaut und da die Leichen gestapelt. Jetzt haben sie ja nach Süden die scheußliche Hafencity, wo die FDP 95 % erhält, erschlossen, entern Wilhelmsburg und reißen den Altonaer Bahnhof ab, um mal wieder Raum für dann aber auch überteuerte Neubaugebiete zu haben. Das Gruselige ist aber, dass genau dafür Berlin im Grunde genommen Vorbild ist, und vielleicht nehme ich der Stadt auch einfach all die verpassten Chancen so übel. Da wäre so viel möglich gewesen, und es wurde so viel Scheiß draus gemacht. Der dann immer zu dem unbezahlbaren Wohnraum in Innenstädten führte. Und zu sonst nix. Mich schreit das immer an, wenn ich dieses furchtbare Regierungsviertel sehe und diesen albernen Postdamer-Platz, und rund um die Friedrichstraße, wo ich noch ’99 ganz gerne war, eben wirklich „Berliner Republik“ im Sarrazinschen Sinne gespielt wird. Vor die Hackeschen Höfe könnte ich auch nur kotzen, dabei war die Ecke da mal ganz schön. Im alten SO 36 fühle ich mich aus eher nostalgischen Gründen noch ganz wohl, weil alles, was wir hier schreiben, im Grunde genommen darauf hinaus läuft, dass die Ossis noch so sehr und zu recht das Abwickeln ihrer Historie beklagen können – der Abriss des Palast der Republik ist einfach derart skandalös, bis heute! -, die Art und Weise, wie genau das, was am alten Westen gut war, weg geschafft wurde zugunsten von Springer, Voscherau (ja, Hamburger, trotzdem) und wie all die Ärsche heißen, das ist in Berlin am spürbarsten, aber als Berlin-Effekt auch hier. Und die ist nicht „ewig-gestrig“ die Sicht, ganz im Gegenteil, das ist die einzig Zukunftsfähige.

  19. Bersarin Dezember 15, 2010 um 9:39 pm

    Volle Kanne Zustimmung.

    „und rund um die Friedrichstraße, wo ich noch ’99 ganz gerne war,“ Ja, gerade dort ist es unendlich traurig geworden. Man mag nicht einmal mehr ins BE gehen. Ich mochte den trostlosen Charme insbesondere der nördlichen Friedrichstraße. Schlimm ist es, wie man von Jahr zu Jahr diese von Dir geschilderten Aspekte beobachten kann. Ich weiß nicht einmal ein Mittel dagegen. Es helfen da eigentlich nur geeignete Aktionsformen der Betroffenen. Den Profiteuren das Leben sauer machen. Aber frag‘ mich jetzt nicht wie.

    „wo die FDP 95 % erhält“ Ist das jetzt ernsthaft so oder nur überspitzt, sozusagen die Situation pointierend?

  20. momorulez Dezember 15, 2010 um 10:27 pm

    Ich weiß die genaue Prozentzahl gar nicht mehr, es war aber waaaahnsinnig viel. Und so schweineteuer das da auch es ist, es sieht einfach alles furchtbar aus. Toller Elbblick in der ersten Reihe, und dahinter wirkt das wie Hotelburgen an der Adria.

    Umgekehrt sind so Inseln wie das „Gängeviertel“ hier um die Ecke, wo es auch viel zu meckern gäbe, aber nicht nur, oder der Widerstand gegen die Investoren in das „Bernhard Nocht Quartier“ direkt neben den ehemaligen Hafenstraßenhäusern schon auffällig. Und man hat langsam den Eindruck, keine Ahnung, ob sich der bewahrheiten wird, dass die Stadt schnallt, was sie sich antut, wenn sie nur diese Hafencity-Quartiere, Luxusanierung und Bürobau forciert. Rund um das Gängeviertel war das bis in die CDU zu spüren, dass sie darüber nachzudenken begannen, was Hamburg zu Hamburg und die Stadt lebenswert macht. Auch die minimale Zustimmung zu Ahlhaus hat schon auch was mit den Kulturstreichungsplänen zu tun. Und da sind in so einer nur 2/3 mal so großen Stadt wie Berlin, die nicht ganz so wuselig und unübersichtlich ist, solche Themen auch besser focussierbar. Das ist ja auch das eigentliche Geheimnis hinter Stuttgart 21: So was mitten im Stadtkern in einer gewachsenen Stadt zu veranstalten erregt halt mehr Aufmerksamkeit als diese ganzen Verschiebungen und Brüche in Berlin. Von daher schöpfe ich hier langsam wieder Hoffnung, Dass die Elbphilharmonie, die irgendwie was berlinerisches hat 😉 , eine völlig idiotische Idee war, hat ja der letzte Trottel mittlerweile begriffen.

    Ich fand dieses ganze Terrain von dem S-Bahn-Ring, auch die Kneipen und Restaurants unter diesem, bis hoch zur Oranienburger Straße bei euch in Berlin, auch darüber den „Pfefferberg“ (?) und so, wirklich spannend. Da war ich ein halbes Jahr lang Ende der 90er ständig beruflich dort, häufiger in dem hübschen Popmusik-Institut am Kupfergraben und so. Da habe ich mich dort wohl gefühlt. Jetzt kann ich es nicht mehr aushalten da.

    Und merke jetzt, dass es mich eher in die Ecken zieht, in denen man auch schon war, als die Mauer noch stand – rund um den Savignyplatz, Schöneberg, die schwule Ecke, und die legendären Straßen rund ums SO36, wo man innerlich immer Ideal – „Cottbusser Tor, ich spring vom Zug … “ und Ton Steine Scherben – „der Mariannenplatz war blau, so viel Bullen waren da“ – vor sich hin singt. Mag auch das oberhalb dieses Parks da am Herrmannplatz, nördliches Neukölln, wo schon in den 80ern Freunde von mir wohnten.

    Und kann gar nicht glauben, dass das irgendeine individualpsychologisch-nostalgische Suche nach Vertrautem ist. Das ist irgendwas anderes, übergreifend Symptomatisches. Gerade WEIL diese Kultur- und Medienleute, mit denen ich da zu tun habe, diesen Teil der Historie ausblenden, als hätte es den nie gegeben. Beim FC St. Pauli verneigt sich jeder, und sei es nostalgisch-distanziert, vor der Hafenstraße. Solche Unterschiede meine ich.

    Gott, langer Text. Geht aber auch tief rein in für mich wichtige Themen.

  21. Ring2 Dezember 15, 2010 um 11:15 pm

    „Deine Domschänke wäre in Berlin genauso abgesoffen, wie alles andere auch.“ – uff, das sitzt. Weil es wohl so wäre, wäre St. Pauli in Ostberlin. Und genau das blüht uns auch, wenn wir uns nicht wehren. #domschaenkebleibt

  22. Loellie Dezember 16, 2010 um 11:09 am

    Ich könnte hier noch erheblich längere Texte abladen, was, wann, wie und warum passiert ist, so detailliert wie du es haben willst, wie man dieses „Auslöschen“ hätte verhindern wollen, sehe ich trotzdem nicht. Ich kenne die Domschänke natürlich nicht, aber ist das noch immer die Domschänke, wenn zwei Türsteher davor stehen und Selektion betreiben, oder ist das dann eine Gated-Community-Light. Ist die noch das gleiche, wenn man ein Zentralkommitee gründet und einen Aktionsplan erstellt, oder lebt die davon, das alles eben nicht zu haben?
    Kann man heute einfach so ins Tacheles reingehn und sagen „ich will hier mal was machen“? Konnte man das jemals? Was jetzt keine Volte gegen das Tacheles, schon garnicht das SO36 sein soll, institutionalisiert sind die aber und Institutionalisierung ist das Ende der Spontanität. Natürlich hätten zwei Dutzend solcher Läden reichlich Infrastruktur stellen können, der Wegfall der Infrastruktur war ja aber nur eines der Probleme. Gäste sind auch einfach weggeblieben, oder missmanagment, sonst hätten sich viele Läden doch einfach selbst retten können. Und wie ist das mit den sechzehnjährigen Kids aus Neukölln, zB., werden die des rigiden Dresscode wegen genauso „du kommst hier nett rein“ abgefertigt wie wir damals vorm „autonomen“ Jugend und Kulturzentrum?

    Was nutzt der Jubel im Stadion oder beim CSD, wenn die Verbeugung vor Stonewall sich in solchen Kommentaren mit roher Gewalt artikuliert.

    http://www.queer.de/detail.php?article_id=13332&antwort_zeigen=ja#c84

    “ …depperten Analysen … Beschäftigungstherapie … in die Tasche lügen … Realität … im Gegensatz zum ewigen linkradikalen (szeneinternen) Geseier … “

    „Und kann gar nicht glauben, dass das irgendeine individualpsychologisch-nostalgische Suche nach Vertrautem ist. Das ist irgendwas anderes, übergreifend Symptomatisches. “
    Ja, unbedingt.

    Und vor die Hackeschen Höfe hab ich wirklich mal gekotzt, nach einem Saufgelage im GoGo-Club 😀

  23. che2001 Dezember 16, 2010 um 11:21 am

    Da habe ich es immer noch am Liebsten mit dem Wienerhofcafé in Bremen und dem Theaterkeller in Göttingen, wo es weder Türsteher noch Dresscode gibt und es noirmal ist, dass ein Joint von Tisch zu Tisch wandert. Muss aber zu meiner Schande gestehen, da auch schon Jahre nicht mehr gewesen zu sein.

  24. momorulez Dezember 16, 2010 um 11:35 am

    Ach, die Kameliendame und ihr Küchentisch-Gewäsch, völliger Bullshit – kann ja für mich wenigstens in Anspruch nehmen, noch gegen anzustinken in stark institutionalisierten Strukturen, wenn auch bei durchaus hohem, wirtschaftlichen Risiko. Und so Sachen wie das „Tacheles“ sind ja immerhin Versuche gewesen, Institutionen mal anders zu denken, was zumindest prinzipiell in Berlin viel einfacher ist als in Hamburg, weil es eine ganz andere Subventionsstruktur gibt. In der Hinsicht ist in Hamburg nix auf die Beine zu stellen, die Stadt hat da bestimmte Möglichkeiten nicht, andere nutzt sie nicht.

    Vor der Domschänke werden nie Türsteher stehen 😀 … was dieses V.I.P.-Getue betrifft, war Hamburg freilich nichtsdestotrotz Vorrreiter, damals im Trinity und so. Und über dieses Buisness-Seat-Debakel bei uns im Stadion habe ich hier ja auch schon oft geschrieben.

    Was immer ein wenig darauf hinaus läuft, dass ich „Berlin“ auch übel nehme, die eigene, symbolische und mediale Macht und die Möglichkeiten nur sehr selbstbezüglich und äußerst desinteressiert an übergreifenden Strukturen zu nutzen. Was die Politik ja genau so macht. Und zumindest auf’s Fernsehen auch nur noch bedingt zutrifft, die sind da ja alle wieder weg gezogen. Da wurden aber förderale Gleichgewichte zugunsten eines großen Nichts im Osten und purer Arroganz der Macht in München geopfert. Und in das Vakuum preschen die Lautsprecher vopn Sarrazin bis Sloterdijk vor. So Leute wie Thea Dorn, die mittlerweile auch wie die Achse des Guten daher quatschen, sind dafür einfach Symptome. Auch, weil man nun mal, ist so, „den Führer“ in Berlin einfach mehr spürt als anderswo.

  25. Loellie Dezember 16, 2010 um 2:16 pm

    @ „… Theaterkeller in Göttingen, wo es weder Türsteher noch Dresscode gibt und es noirmal ist, dass ein Joint von Tisch zu Tisch wandert. Muss aber zu meiner Schande gestehen, da auch schon Jahre nicht mehr gewesen zu sein.“

    Genau das meine ich. ‚Nicht mehr dagewesen‘ hat im Gegensatz zu einer knüppelschwingenden Hundertschafft ein Mobilisierungspotential das gegen null tendiert und die Joints, bzw das wofür die stehen, kriegt man auch nicht mit Subventionen wieder zurück.

  26. Chinaski Dezember 16, 2010 um 4:47 pm

    Man ich liebe diese frechen Liebesbekundungen an Hamburg und St. Pauli die oft auch andere Themen anschneiden. Sie sind Genial, nostalgisch, stolz und rebellisch. Hervorragend.

  27. che2001 Dezember 16, 2010 um 5:15 pm

    Und dabei war ich früher dort so präsent, dass es Leute gab, die das Kürzel T-Keller Che-Keller aussprachen. *seufz*

  28. momorulez Dezember 16, 2010 um 5:35 pm

    @Chinaski:

    Dankeschön!

    @Loellie:

    Ich glaube eben nicht, dass es nur darum geht, wer in welche Kneipe geht. Ja, gemeine Antwort, trotzdem. Das ist doch ein popkultureller Brei, der einen Tenor anschlägt, der konkrete Locations erst hervor bringt. Die Akzeptanz für die Domschänke, wo es auch nur nur direkt nach Spielen richtig voll ist, dann aber so was von, liegt neben den für Hamburger verhältnisse unglaublich niedrigen Getränkepreisen ja daran, dass sich bestimmte, in diesem Fall tatsächlich prollig-authentische, Traditionen von ansonsten recht hippen Leuten angeeignet werden – und das im Zuge dessen auch eine Widerständigkeit gegen Medienschick und Hipness als solche vollzogen wird. Kann ja sein, dass es das in Berlin auch viel mehr gibt, und ich kenne es gar nicht – hier reicht das aber bis in Szenen hinein, in denen an es gar nicht vermuten würde. Und einige betreiben es als Enteignung und machen dann das gleiche wie die Berliner draus, aber andere gehen weiter.

    @Che:

    Beschimpf mich, aber ich hab mich im Theaterkeller total gelangweilt 😀 – ich mochte die Sonderbar oder wie die heiß damals. Und das Kairo nicht. Und das Pink nur ein bißchen.

  29. che2001 Dezember 16, 2010 um 10:05 pm

    In die S-Bar ging man, wenn der T-Keller dicht machte, das war fast eine Pflichtkombi. Zu Kairo und Pink (später Flash) haben wir Konsens.

  30. che2001 Dezember 17, 2010 um 11:50 am

    Cool! Schorsch Kamerun gibt es noch?

  31. Loellie Dezember 17, 2010 um 12:11 pm

    Jetzt wollt ich dir noch ’ne Freude machen, aber ich seh gerade, dass die aus HH und nicht aus B sind …

  32. momorulez Dezember 17, 2010 um 3:53 pm

    Der Linke wirkt wie der Repräsentant von allem, was hier in HH Scheiße ist 😀 – der geht bestimmt zum HSV.

    Schorsch Kamerun hat sich als Theatermacher richtig einen Namen gemacht. Und eben hatte ich schon wieder das kuriose Erlebnis, dass ein an sich sehr netter Berliner Kultur/Marketing-Mensch mit uns Mittag essen ging, um erstmal den Niedergang Hamburgs, vom SPIEGEL beschworen, uns zu referieren – als hätten die da sonst nix zu bereden. Dann aber zu antworten „Wir sind doch froh, dass die Idioten alle nach Berlin gehen, dann ist hier wieder Platz für was Gutes, die BILD sind wir schon mal los, warum geht denn der Spiegel nicht auch enldich?“ funktioniert prima 😉 …

  33. Loellie Dezember 17, 2010 um 5:25 pm

    LOL, bei dem fehlt wirklich nur noch das „von“ im Namen. Aber wenigstens haben die dann doch noch gemerkt, dass die Nummer und das Video breitseite in die Fresse von solchen Typen gehört. Als ich die das erste mal gesehen hab, kam ich vor lauter lachen nicht dazu mich aufzuregen.
    Kennst du das Ding überhaupt? An mir geht sowas ja mittlerweile Spurlos vorbei. Trotz meines Faibles für Rothaarige. 😀

  34. momorulez Dezember 17, 2010 um 5:31 pm

    Das MIA-Video? Nee, das kenne ich nicht …

  35. Loellie Dezember 17, 2010 um 5:41 pm

    Ganz grosses Kino. Sowas gefällt dem Loellie!

    http://www.vimeo.com/11219730

    und weil das schöne Liedgut vor lauter Overdubs fast untergeht, hier nochmal live bei Letterman

    http://www.youtube.com/watch?v=YeTkxy-sid8

  36. momorulez Dezember 17, 2010 um 9:34 pm

    Das Ding ist das! Da hatte ich ganz viel drüber gelesen! Kein Wunder, dass solche da drüber lästern – wahrscheinlich ist das links G-Punkt 😉 …

  37. Loellie Dezember 18, 2010 um 11:50 am

    So wie die Gute mit ihrem Opferstatus Kohle scheffelt, hätt ich jetzt an jemand anderes Gedacht, aber das nimmt sich im Kern nichts. 😀

    Lustig finde ich ja, dass ich, gestern Vormittag wars glaub ich, im Zusammenhang mit der Diskussion an die zwei von dieser Freakshow denken musste, war aber zu faul zu suchen und dann wurde es mir ein paar Stunden später von Youtube vorgeschlagen.

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