Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Weiß und privilegiert – ja, ich auch.

„So, if we live in a world of white privilege – unearned white privilege – how does that affect your notion of a level playing field? I asked. He paused for a moment and said, „That really doesn’t matter.“ That statement, I suggested to him, reveals the ultimate white privilege: The privilege to acknowledge that you have unearned privilege but to ignore what it means. That exchange led me to rethink the way I talk about race and racism with students. It drove home the importance of confronting the dirty secret that we white people carry around with us every day: in a world of white privilege, some of what we have is unearned. I think much of both the fear and anger that comes up around discussions of affirmative action has its roots in that secret. So these days, my goal is to talk open and honestly about white supremacy and white privilege.

White privilege, like any social phenomenon, is complex. In a white supremacist culture, all white people have privilege, whether or not they are overtly racist themselves. There are general patterns, but such privilege plays out differently depending on context and other aspects of one’s identity (in my case, being male gives me other kinds of privilege). Rather than try to tell others how white privilege has played out in their lives, I talk about how it has affected me.“

 

Mögen auch Differenzen zur Situation in den USA bestehen – die prinzipiellen Mechanismen greifen selbstverständlich auch hier. (via Der braune Mob/Twitter)

 

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11 Antworten zu “Weiß und privilegiert – ja, ich auch.

  1. Loellie November 8, 2010 um 3:51 pm

    Weil es wahrscheinlich im Wannsee untergegangen ist, als ich es letzthin verlinkte, hier nochmal als Playlist

    Mirrors of Privilege: Making Whiteness Visible

    ca 45min

    Das ist eher ein Mix aus Interviews und persönlichen Erlebnissen und weniger eine tiefergehende Ausseinandersetzung mit dem Thema Whitness, sollte dennoch einen guten Ueberblick bieten für „Neueinsteiger“.
    Wers detaillierter will, kann auf Youtube nach Tim Wise suchen, da hats einige Voträge in denen es mehr ums Eingemachte geht.

  2. Loellie November 8, 2010 um 4:04 pm

    Na, „weniger eine tiefergehende Ausseinandersetzung“ liest sich jetzt doch wertend, ich meine einfach weniger theoretisch oder analytisch, mehr in die Richtung Menschen erzählen aus ihrem Leben.

  3. momorulez November 8, 2010 um 4:11 pm

    Ich pack das ja immer nicht, mir 45 Minuten am Computer anzugucken 😦 – wenn ich nicht gerade muss. Aber Danke für den Tipp selbstverständlich trotzdem!!!!

  4. Loellie November 8, 2010 um 10:49 pm

    Ich versuche ja nur meinem Bildungsauftrag nach zu kommen, aber warum schaffst du das nicht? Das Bild kann man ja auch grösser machen und für den Ton Kopfhörer nehmen. Ich hab schon seit Jahren nur noch ein MacBook im Schlafzimmer als TV-Ersatz für DVDs und Fernsehen gibts ja auch online. Wann läuft denn sowas wie diese Doku im TV?
    Du bist aber auch, glaub ich, ziemlich lesefixiert. Mein Mann haut in zwei Tagen auch 300 Seiten Krimi weg, da brauch ich erheblich länger, erst recht wenns komplexer als Krimi wird. OK, mich hat mein schwindendes Augenlicht dem lesen erheblich entfremdet, weil ich zwar gemerkt habe, dass ich immer länger brauche und das es immer anstrengender wird, ohne zu checken, dass ich schlechter sehe. Bin halt weitsichtig, da kann sowas passieren.

    Und ich verlink sowas ja auch nicht nur für dich ;D

  5. momorulez November 8, 2010 um 11:06 pm

    In letzter Zeit bin ich eher iPad-fixiert und lese auch viel zu wenig – diese Attacken, denen man sich hier ausgesetzt sah, sind auch nicht spurlos an mir vorbei gegangen. Die häufen sich ja auch im Real Life. Das ist schon erstaunlich, wer sich da so alles abarbeitet an jemandem, der noch klassisch links argumentiert, eine intellektuelle Seite hat und mit Mitte 40 kinderlos ist und schlicht und ergreifend Freiräume für sich in Anspruch nimmt. Man kann kaum noch was sagen, ohne daß irgendwer sich befugt fühlt, einen zurecht zu weisen. Die sitzen dann grimmig und übel wollend vor einem rum und geifern. Und was fühlen sie sich immer alle furchtbar unfair behandelt, wenn man an Fassaden kratzt. Grauenhaft.

    Und an bewegten Bildern ertrage ich eigentlich nur Fussball derzeit 😉 …

    Freue mich doch trotzdem über die Verlinkungen! In Zeiten dieser Debatten hier sind das auch deutlich mehr Hits als sonst, da freut sich bestimmt auch der eine oder andere, der hier mit liest.

  6. Loellie November 9, 2010 um 3:39 pm

    Na mit Fussball kann ich auch dienen 😀

    Aber ich bin heilfroh das sich im Real Life mir gegenüber kein Mensch sowas trauen würde. Die haben ja alle Angst vor mir 😀 und das, wenn ich das ganz unbescheiden anmerken darf, ja zu recht.

    Und freuen tut mich das natürlich auch, wenn hier ein paar mehr Leute auflaufen und sich dann auch noch zu Wort melden.

  7. Außenbetrachter November 9, 2010 um 3:51 pm

    Du bist stolz darauf, dass im Real Live alle Menschen zurecht vor dir Angst haben?

  8. momorulez November 9, 2010 um 3:53 pm

    @Loellie:

    Den kenne ich sogar, den Clip 😉 …

    Ist auch nicht so, daß in meinem engeren Umfeld Derartiges ablaufen würde. Aber dann sitzt man bei engen Freunden zu Abendessen, die haben auch ein befreundetes Hetero-Paar eingeladen, und man sieht sich mit deren ganzem impliziten Groll konfrontiert. Und so.

    Ich freu mich auch über Neuhinzukömmlige wie Kiturak, die ja noch an ganz anderen Fronten zu kämpfen hat.

    Diesen weißen Linksspießer-Mittelstand kann man zumindest offenkundig größtenteils knicken. Die sind so mit ihrer Mischung aus Güte-Autosuggestion, Groll und Angst beschäftigt, daß sie kaum noch was peilen.

    Ist ja auch kein Zufall, daß sich hier dann Ex-Autonome, Iraner, freischaffende Künstler, Schwule, Salonmarxologen, peitschenbegeisterte, lustvolle Frauen und irgendwie Dark-Wave geprägte Ästhetiker treffen, was mich ja immer freut. Ich glaube ja, daß das Pariah-Modell von Hannah Arendt, daß also der deutlicher sieht, der Pariah-Erfahrungen durchlebt hat, völlig richtig ist – hatte ich hier neulich mal was zu verlinkt.

  9. Loellie November 9, 2010 um 4:27 pm

    Ach, der Link ist bei mir wohl durchgerutscht und die Suche findet nix …
    Und das du den Gay Pimp kennst wusste ich, ist doch aber immer wieder hübsch anzusehn und ist Fussball wie ich es mag.

    @ „Du bist stolz darauf, dass im Real Live alle Menschen zurecht vor dir Angst haben?“

    Stolz darauf mich nicht dumm von der Seite anpissen zu lassen? Und wie. Da werden auch keine Gefangenen gemacht.
    Ich käm im Traum nicht darauf mich mit rassistisch/homophoben Dreck bewerfen zu lassen, wie das hier schon fast Tradition hat. Schon garnicht in einer Umgebung in der ich vor solchen Uebergriffen sicher sein sollte.
    Wobei ich durchaus in der Lage bin, einen Fettnapf von einem heraufziehenden Shitstorm unterscheiden zu können.

  10. momorulez November 9, 2010 um 4:46 pm

    https://metalust.wordpress.com/2010/10/03/zur-rede-von-wulff/

    Das fängt an mit dem „Paria und Parvenue“.

    „mich mit rassistisch/homophoben Dreck bewerfen zu lassen, wie das hier schon fast Tradition hat.“

    Ich bin da immer noch viel zu manipulierbar, deswegen haben die ja so eine Freude an mir 😦

  11. Außenbetrachter November 9, 2010 um 5:21 pm

    Die Sache mit den Gefangenen kenne ich. Ich werde immer ganz kratzbürstig im Straßenverkehr, wenn ich als Pedelecfahrer von testesterongesättigten Jungmännern blöd angemacht werde. Passiert zirka einmal im Monat. Mich wundert daß ich noch nichts auf die Fresse bekommen habe, aber wenn ich sauer bin sehe ich wohl reichlich gefährlich aus. Das schützt.

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