Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Der Momo-Umerziehungsthread

Da ich drüben gerade nicht mehr frei geschaltet, weil der Herr Blogbetreiber wohl wegen Abwesenheit nicht zum Freischalten kommt, ich in deratigen Blogs aber auch gar nicht mehr kommentieren will, hier nun also der Thread für die, die immer schon mal loswerden wollten, was sie so alles über mich denken:

Ich sag jetzt auch mal was :-)

„in einem Blog, in dem intellektuell redlich jemand als armes Opfer einer Hetzmeute (!!!) inszeniert wird, der in verletzendster Weise die Erfahrungswelten anderer Leute für reine Projektion und Fantasie erklärt, die 30 Jahre Leben prägten“

Wo habe ich das denn deiner Meinung nach getan, Momo? Ich kann mich nicht erinnern. Bitte klär mich auf. Es ist doch eher umgekehrt. Wenn ich von meiner Erfahrung rede, dass Schwule in manchen Kreisen als chic gelten, wird mir diese Erfahrung abgesprochen, und zwar aus ideologischen Gründen, sonst nix.

Hetzmeute ist ein zu harter Ausdruck, das würde ich nicht sagen. Aber inszeniert wurde hier im Blog nichts, es war einfach nur Hartmuts Meinung. Und Tendenzen des Mobbing hatte das Verhalten gegen mich seinerzeit auf alle Fälle, hat es ja immer noch, wenn ich an den immer wieder auftauchenden Kronstadt-Bezug denke (und hier sinnigerweise von Bildungsrassismus die Rede ist).

Und nochmal zum Vernichtungswillen. Den konstatiere ich bei dir, ohne jedes Wenn und Aber. Zum mitschreiben: Du hast mir, absichtlich und ohne jede Grundlage, Stalinismus, Stasi-Fan, Neuer Rechter, Evangelikaler und anders vorgeworfen, garniert mit einer Unmenge an Schimpfwörtern. Es ging immer schlicht um den Vorwurf, der eine maximale Diskreditierung verheißt. Schon legendär dein Vorwurf, ich sei Stasi-Fan, weil ich auf die nur vermeintliche Anonymität des Internets hingewiesen habe. Der Überbringer der schlechten Nachricht… man kennt das ja. Man kann zu solch einem Blödsinn eigentlich nichts mehr sagen, außer die psychologische Ebene zu bemühen. Es geht um das Mundtotmachen und mehr ist in einer Online-Diskussion nicht möglich. Dass du nicht mit einem Messer in meinem Hausflur stehst, vielen Dank. Mir geht es bei diesem konstatierten Vernichtungswillen natürlich nur um einen online ausgeführten. Ansonsten hätte ich mich hier schon längst verabschiedet. Immerhin bist du in deinen Angriffseigenschaften zivilisatorisch nicht so weit abgerutscht wie Nörgler, dem man nur noch zugute halten kann, dass sich seine Ausfälle vielleicht unter massiver Zuhilfenahme von Drogen ereignen.

Ich denke, jedem Verständigungswilligen ist klar, was ich meine. Und bitte die Ausflüchte sein lassen. Was das Online-Verhalten hier mit Berliner Buchläden und Polizisten zu tun hat, weiß ich nicht.

Zentral ist meiner Meinung nach die Bemerkung von Hartmut, dass ein wohlwollendes Interpretieren von Aussagen nicht erwünscht ist, man sich vielmehr (mit Genuss?) die negativste Interpretation, die gerade noch möglich ist, rauszieht und dann vereint draufkloppt. Das hat schon was extrem Dogmatisches. Und das von Leuten, die doch so gerne undogmatisch wären.“

Genova, Exportabel-Blog

Advertisements

293 Antworten zu “Der Momo-Umerziehungsthread

  1. hf99 Oktober 21, 2010 um 1:04 pm

    Der Herr Blogbetreiber muss auch mal arbeiten, Witzbold. Umerziehen will Dich niemand. Es sind Deine Ängste, Deine projektionen – die ich gerne verstehen würde. Aber mit Deiner Aggressivität machste es einem nicht leicht. Fokussier Deine Aggressivität auf die Leyens und Guttenbergs. Die wollen Dich nämlich wirklich umerziehen (ihre evnagelikalen Fusstruppen jedenfalls wollen das. Da die beiden sich das derzeit politisch noch nicht leisten können, kommen sie selber noch nicht aus der Deckung.)

  2. hf99 Oktober 21, 2010 um 1:05 pm

    PS Du bist nicht auf spam, che ist es nicht, weiß nicht, was mit wordpress los ist.

  3. Loellie Oktober 21, 2010 um 2:40 pm

    „für die, die immer schon mal loswerden wollten, was sie so alles über mich denken“

    Ich hab‘ dich auch lieb 😀

  4. momorulez Oktober 21, 2010 um 2:43 pm

    @Hartmut:

    Hatte doch geschrieben, daß Du wahrscheinlich gerade nicht zum Freischalten kommst – und es sind EURE Haltungen, die mich so aggressiv machen. Das werde ich nicht wegen irgendwelcher frei flottierenden Aggressions-Gene oder temporärer Kontrollverluste, sondern ganz bewußt.

    Weil ich die Tendenzen im linksliberalen Spektrum langsam fast finsterer als die bei Frau von der Leyen finde und meine POC-Freunde das bemerkenswerterweise genau so wahr nehmen. Herr Genova ist da einfach der Prototyp dieser Dummdreistigkeit, was der einzige Grund ist, sich auf diese Pfeiffe überhaupt zu beziehen. Die Schimpfworte sind somit Tatsachenbehauptungen, aber bestimmt kein „Vernichtungswille“, und in der DDR hätte der Typ seiner Netz-Persona zufolge tatsächlich Karriere gemacht.

    Nee, Hartmut, ich finde Großteile dessen, was Du in den letzten Tagen geschrieben hast, kaum besser als das derer, die Du als Gegner anführst. Du würdest mir zumindest ein Gefallen tun, wenn Du mal davon absehen würdest, diese Aussage nunmehr wieder als eine wie „Stalinist“ oder sonstwie auszulegen; es geht um das, was Du schreibst.

    Ich glaube bei Dir, daß Du eigentlich ein hoch sensibler und ziemlich empfindlicher Typ bist mit höchst anerkennenswerten analytischen Fähigkeiten, der zu Cholerik und etwas sehr viel lauter Großsprecherei neigt, was aber völlig in Ordnung ist. Diese ganzen „-ist“-Zuschreibungen, die Du rezipierst, hat kein Mensch Dir je unterstellt.

    Einen guten Teil dessen, was Du in den letzten Tagen geschrieben hast, finde ich nichstdestotrotz empörend und äußerst bedrohlich, gerade weil es aus dem „eigenen, politischen Lager“ kommt.

  5. momorulez Oktober 21, 2010 um 2:57 pm

    @Loellie:

    Dankeschön 😉 …

    Das hier ist jetzt der Thread, wo all die blödsinnigen Kommentare rein kommen, die mich maßlos nerven. Die kopiere ich jetzt alle hier hin.

  6. Nörgler Oktober 21, 2010 um 3:35 pm

    Das wäre dann analog der „Bad Bank“ der „Bad Thread“.

  7. momorulez Oktober 21, 2010 um 4:00 pm

    @Nörgler:

    Genau 😉 … wollen wir nicht zusammen Fritze verklaven? Das macht bestimmt Spaß!

    Ansonsten, weil ich drüben nur noch Fritze antworte, noch mal dieses Schmankerl, weil das so schön zu Genova „chicen Schwulen“, die ja seine Erfahrung sind, passt:

    „ich weiß das nicht, habe aber so meine Erfahrungen mit Anonymen, die im Internet ganz laut ICH GEHÖR ZU EINER OPFERGRUPPE! schreien und damit Diskussionen unter Rekurs auf Opferauthentizität unterbinden.“

    Das ist nun aber als Aussage mir tatsächlich aus PI-Kommentaren vertraut, es tut mir ja leid, es ist aber so, was jetzt niemand zum PIisten erklären soll. Wie kommt man auf so was? Da steckt ja offenkundig eine perönliche Geschichte dahinter, die ich gar nicht bezweifeln will und individuell Mega-Scheiße ist, die ich auch gar nicht bezweifeln will und mein Mitgefühl ist ihm sicher – aber als generelles Argument ist das ja grotesk, oder spinne ich?

  8. Loellie Oktober 21, 2010 um 4:19 pm

    Ja, da musste ich auch gerade herzhaft drüber lachen. Was soll denn dieser Plural schon wieder und warum schreibt er nicht gleich Risikogruppe, wenn er mich schon multipliziert?
    Und wer ist denn nun derjenige, der den Opferstatus instrumentalisiert?

  9. momorulez Oktober 21, 2010 um 4:29 pm

    Er hatte das bei Dir gemutmaßt, Du würdest Dich nur als Schwuppe deklarieren, um daraus einen „moralischen Vorteil“ zu ziehen 😀 – der Hintergrund der Mutmaßung war echt nicht witzig, den hatte er gepostet, irgendeine Anzeige wegen vermeindlichem Antisemitismus oder so und echt Scheiße. Das „zur Strecke birngen“ war dann wohl in den Hals gerutscht – den „zeigen wir auch noch an“. So habe ich das zumindest verstanden.

    Aber ich bekomme gerade wirklich einen Lachkrampf bei der Vorstellung, daß sich Leute als schwul oder schwarz ausgeben könnten, um dadurch die vermeintlichen „Priviliegien“ zu genießen, die das so mit sich bringt 😀 … vielleicht reden Frauen dann offener mit einem, weil sie keine Angst haben müssen, verniedlicht oder blöd betatscht zu werden, also überhaupt als Mensch wahr genommen zu werden, das kann tatsächlich sein. Manche aber nur. Was ich auch nicht allen Heten unterstellt haben wollte, daß sie so agieren würden.

  10. hf99 Oktober 21, 2010 um 5:05 pm

    Habe ich gestern abend kurz u kursorisch geschildert, dann aber doch wieder gelöscht, ist einige Jahre her, waren mehrere Fake-Juden (genauer: ein Fakejude, 2 deutsche Konvertitinnen, die im web die Geburtsjüdinnen mimten und von Opfervorfahren faselten: auch sie also in Auschwitz mitvergast!) – war ekelig.

    Bleibt bloß anonym, ich hätts man auch tun sollen. Meine ich kein bißchen ironisch.

  11. Loellie Oktober 21, 2010 um 5:09 pm

    Das mag ja alles so sein, ich stell das auch nicht in Frage, aber da hat doch mittlerweile über ein dutzend Leute Senf beigegeben, wieso soll ich da jetzt ausgerechnet der Fake sein. Die sind doch alle samt und sonders anonym unterwegs. Ich hatte das ja noch gelesen bevor es gelöscht wurde und der Beistand hat mich ganz ehrlich gefreut, aber irgendwie hat er das Bekenntnis, wer sich wie persönlich kennt, mMn nicht verdient, so wie der sich aufführt. Wenn der sich in Wahnvorstellungen über Uebles, das ihm niemand angedroht hat, flüchten will, um der Diskussion auszuweichen, hat er meinen Segen.
    __________

    Sooooo schade dass es die Nummer hier nur als 4 Sekundenschnipsel hat. Das ist noch aus Saturday Night-Life und mit das bescheuertste was ich je gesehen habe.

  12. hf99 Oktober 21, 2010 um 5:15 pm

    loellie, das Problem im web ist g e n e r e l l (nicht nur auf dich bezogen) dieses: wer im internet (jaja, burks, ich hab den Unterschied kapiert) anonym unterwegs ist – was ich ihm/ihr rate! -, aber mit seiner persönlichen Identität operiert, muss, selbst wenn er ehrlich ist, damit rechnen: auf fake-identitäten ist ja fast jeder schon reingefallen.

    Meine ich nicht böse (kann man mir jetzt glauben oder es bleiben lassen), ist einfach so. Ja, da bin ich nach dieser widerwärtigen Erfahrung (Ging bis zur Staatsanwaltschaft, ist natürlich abgemeiert worden) vorsichtig. Ist einfach mein net-Trauma. hat mit Dir persönlich nix zu tun.

  13. hf99 Oktober 21, 2010 um 5:16 pm

    und speziell du (und zt auch momo) operieren mit persönlicher Betroffenheit. Euer gutes Recht. Meine ich auch nicht böse.

  14. momorulez Oktober 21, 2010 um 5:45 pm

    @Hartmut:

    Aber nicht, um Privilegien zu ergattern, moralische Überlegenheit zu erringen oder sonstwas in die Richtung. Das ist doch Humbug. Wenn irgendwelche Hanswürste hier rein marschieren und die üblichen Sprüche über die ach so gehypteten Schwulen inmitten von Homophobie-Diskussionen platzieren und noch behaupten, das sei „ihre Erfahrung“, dann ist das schlicht eine Entwertung, was hier über Homophobie geschrieben wird und was die mit einem macht, gesagt wird. Dieser Quatsch mit den „Privilegien“, die irgendwer habe, weil er einer stigmatisierten Minderheit angehört, findet sich mittlerweile sogar in Artikeln von DIE ZEIT – ich wüßte keine einzige Situation, wo daraus was für ein Vorteil auch immer erwachsen wäre, und schon gar nicht der moralische. Es gab ein zumeist schnell verrauchendes Interesse „Wie ist denn das?“, das war’s.

    Deshalb ist das kein erpresserisches Operieren mit moralischer Überlegenheit über das Mittel des „Betroffenseins“ sondern schlicht Selbstverteidigung,sonst nix, was von irgendwelchen Leuten dann als „Vernichtungswille“ interpretiert wird. Und das ja nicht nur von dem Deppen da oben, das läuft gesamtgesellschaftlich so ab, weil ich ja kraft meiner schlichten Existenz sogar die unglaubliche Fähigkeit habe, Familien zu zerstören. Nein, das mit der Familie hat der Idiot nicht gesagt, selbst dazu ist der ja zu dämlich, das adäquat einzuordnen.

    Die Tolerierenden werden sehr zickig, wenn man sich wehrt. Ja, Du an vorderster Front, Hartmut.

  15. momorulez Oktober 21, 2010 um 6:00 pm

    @Loellie:

    Dieser 4-Sekunden-Clip ist aber echt schräg …

  16. Loellie Oktober 21, 2010 um 6:23 pm

    Ja, da war ich gerade etwas zu enthusiastisch. Wenn man das nicht kennt, kann da kein Mensch was mit anfangen. Was schade ist, weil das wirklich herrvoragen zur Diskussion gepasst hätte. Wenns dich nervt, kannstes auch gerne rausschmeissen.

    So, nu muss ich mich um was anderes hier im echten Leben kümmern.

  17. hf99 Oktober 21, 2010 um 6:59 pm

    Dann tuts mir leid, Momo. Selbstverteidigung ist trivialerweise immer legitim.

    War halt meine – widerwärtige – Erfahrung in einem ganz anderen Zusammenhang, war halt n deja vu.

    Ganz unabhängig (und bittebitte: wirklich unabhängig) von Euch beiden ist es natürlich immer so eine Sache mit web-Identitäten. Das gilt letztlich aber auch für mich. (Oder fährt jemand täglich nach Barmbek und überprüft die – realiv wenigen – persönlichen Sachen, die ich so Preisgebe von mir?)

  18. hf99 Oktober 21, 2010 um 7:01 pm

    Quatsch: Dann tuts mir leid, Loellie.

  19. Nörgler Oktober 21, 2010 um 8:03 pm

    Das ist doch der Grund, warum ich hier andauernd die Hete schauspielere, weil ich so über die Verfolgung durch Schwule mächtig Victim Credibility generiere.

  20. momorulez Oktober 21, 2010 um 8:11 pm

    @Nörgler:

    😀

    @Hartmut, Entschuldigungen werden von meiner Seite selbstverständlich immer angenommen, ganz im Ernst! Falls die überhaupt auch mir galt und nicht Loellie, für den ich ja gar nix annehmen könnte. Ich bin mittlerweile etwas verwirrt.

    Und als kleine Fussnote zum Ursprungsposting vielleicht noch: Am gelungendsten fand ich die Unterhaltungen mit Genova eigentlich immer, wenn der einfach nur gepöbelt hat. Ich glaube, deshalb setzt der bei mir immer diese Tourette-Lust frei, weil so ein „Hampelmann“ zwischendrin ja eigentlich ganz erfrischend ist, weit erquicklicher, als das, was da sonst so kommt ….

  21. hf99 Oktober 21, 2010 um 8:35 pm

    Loellie war ja der primär angesprochene, das „Quatsch“ war aber auch wieder quatsch.

    ich sehe (die fiktive person) „genova“ etwas anders als du, jedenfalls nicht als Hampelmann.

  22. momorulez Oktober 21, 2010 um 8:42 pm

    Das war ja auch seine Aussage über mich 😉 …

  23. Urfaust Oktober 21, 2010 um 8:52 pm

    Momorulez ist ein Dummkopf.

  24. Urfaust Oktober 21, 2010 um 8:55 pm

    Momo rulez, das ist ungehemmte Machtausübung auf dem Weg zur Herrschaft.

  25. Das automatische Objekt Oktober 21, 2010 um 8:55 pm

    Immer, wenn ich an Momorulez denke, denke ich auch an Goebbels. Und andersrum ist es genauso.

  26. Thomas Bernhard Oktober 21, 2010 um 8:56 pm

    Momo ist eine immer trächtige Philosophier-Kuh, die auf der postmodernen Philosophie weidet und darauf ihre koketten Fladen fallen lässt.

  27. Urfaust Oktober 21, 2010 um 9:00 pm

    So ein Thread ist nur halb so gut, wenn man immer auf Freischaltung warten muss. Ich hatte gehofft, dass man seinen ganzen kleinen Hass hier ungefiltert rauslassen kann.

  28. Nörgler Oktober 21, 2010 um 9:02 pm

    “ …wollen wir nicht zusammen Fritze verklaven? Das macht bestimmt Spaß!“
    Ja, unbedingt, nur muß zum Versklavungsteam zwingend noch ein Muslim gehören, sonst fühlt Fritze sich nicht wirklich schlecht. Ich meine natürlich nicht so einen hergelaufenen Assimilationsmusel mit auf dem Arsch tätowierten Leitkultur-Logo, sondern was Authentisches: Wenigstens 1 Ehrenmord muß der nachweisen können; eine Expertise als gefürchteter Zwangsverheirater wäre hilfreich.
    Da Integration für uns kein leeres Wort ist, ist die Versklavungsmaßnahme in Netbitchs Umerziehungslager integriert.

  29. momorulez Oktober 21, 2010 um 9:03 pm

    @Urfaust:

    Das passiert nur, wenn ein und derselbe unter verschiedenen Namen postet 😉 – ich geb mir ja schon Mühe. Ich möchte aber bitte auch noch als gedopete DDR-Sportlerin, an deren Schicksal die Linke hängt, beschimpft werden, damit ich „Faschist!“ antworten kann!

  30. momorulez Oktober 21, 2010 um 9:08 pm

    @Nörgler:

    Diese Ehrenmord-Musel gibt’s doch wie Sand am Meer, wie die Kriminalitätsstatitik belegt. Da finden wir schon einen, der mitmacht! Und als edler Wilder in arabischen Gewändern gehe ich ja eh immer in die schwule Sub!

  31. che2001 Oktober 21, 2010 um 9:12 pm

    @noergler: Ich sage nur Hasan!

  32. Nörgler Oktober 21, 2010 um 9:13 pm

    Danach stecken wir Fritze in ein islamisches Frauenbordell, wo er Kopftuchmädchen und Burkaweibern zu willen sein muß. Wenn er keinen mehr hochkriegt, steinigen sie ihn.

  33. momorulez Oktober 21, 2010 um 9:24 pm

    Das ist jetzt freilich kaum noch zu toppen 😀 … selbst der Eunuch, der völkermordenden Nubiern abends noch willig zur Verfügung steht, ist dagegen ein Witz.

  34. che2001 Oktober 21, 2010 um 9:34 pm

    Früher hieß es „Ab nach Kassel!“, heute „Ro-ha li Kasslabad!“

  35. Urfaust Oktober 21, 2010 um 9:37 pm

    Jemand, der sich Fritz nennt, scheint mir allerdings doch unterqualifiziert zu sein. Für diesen Thread, der ja ein Momorulez-Diss-Forum sein soll, als auch für die Tätigkeit im Frauenbordell.

  36. che2001 Oktober 21, 2010 um 9:50 pm

    Übernimmst Du seine Weiterqualifizierung? „Wir“ können ja nicht alles machen…

  37. momorulez Oktober 21, 2010 um 9:54 pm

    WIR KOMMEN AUS DEM NORDEN, WIR RAUBEN UND WIR MORDEN, WIR WASCHEN UNS NIE: ST. PAULI!

    Wir mobben und kastrieren,
    wir hetzen, denunzieren
    beschimpfen als Faschisten
    obwohl wir’s besser wüssten!

  38. netbitch Oktober 21, 2010 um 10:02 pm

    @che: chenau, künftig heißt es nicht mehr „Reden wir mal Klartext“, sondern „Jetzt reden wir mal arabisch miteinander“.
    @urfaust: Was macht Grete, die alte Hete?
    @Momo: 123, macht Euer Bewusstsein frei,
    456, sonst kommt die böse Hex (Fußnote: Meineine)
    78, das gibt ne heiße Nacht,
    910, wir werden uns im Lager wiedersehn.

  39. momorulez Oktober 21, 2010 um 10:09 pm

    Und der Mob rottet sich wieder zusammen, die Meute formiert sich, stets auf der Suche nach dem nächsten Opfer und immer auf dem Weg zur Weltherrschaft …

    Wer reitet so spät durch Nacht und Sturm?
    Die linke Meute, sie erklärt Dich zum Wurm …
    bezichtigt Dich finster und liest Dich böswillig
    sie weiß nicht, was recht ist, argumentiert billig
    kann keine Logik, ist redlich gar nie
    und ruft Dir noch zu: „Fick Dich ins Knie!“

  40. che2001 Oktober 21, 2010 um 10:19 pm

    Die KNIEFICKER sind eine sexuelle Minderheit, die noch nie prominent diskriminiert wurde. Das muss nachgeholt werden! Was bilden die sich ein? Weder Homo- noch heterosexuell, die interessieren sich für Kniekehlen, weder für Mösen, noch für Hintern, Mann-Weib ist ihnen togal,ihre Verhaltensmuster sind weder androgyn noch machistisch, weder weibisch noch metrosexuell, WAS WOLLEN DIE?

    Fick Doch ins Knie,
    Du weißt ja nie,
    ist das ein Kerl,
    oder ein Mädel,
    fick das Knie
    und nicht den Schädel,
    es sagte schon Brecht:
    Der Knieficker hat immer Recht.
    So wie die Partei,
    denn der fehlt zwar immer ein Ei,
    aber schon Rayson weiß:
    Wir reden immer nur Scheiß.

  41. momorulez Oktober 21, 2010 um 10:25 pm

    Vor allem sind das Lochverweigerer. Und asoziale Autoerotomanen. Es ist ja wohl das eigene Knie. Die integrationsmuffeln fickend bis zur totalen Zersetzung. Und all die Kreuzbandrisse kosten das Volk Millionen.

  42. che2001 Oktober 21, 2010 um 10:34 pm

    Die verweigern alle drei Standardlöcher.(geht beim Golf ja gar nicht) Und außerdem sind sie elitär. Unter 30 Zentimetern geht bei normal Proportionierten gar nichts, um das eigene Knie zu erreichen. Die sind Herrenrasse! Das ist der Feind!

  43. momorulez Oktober 21, 2010 um 10:37 pm

    Eigentlich geht das ja auch nicht. Jetzt richte ich schon einen Thread ein, um mich zu beschimpfen, und wir sind natürlich schon wieder bei der Feindbildpflege 😀 …

  44. momorulez Oktober 21, 2010 um 10:42 pm

    „Ich denke, jedem Verständigungswilligen ist klar, was ich meine. Und bitte Ausflüchte sein lassen.“

  45. momorulez Oktober 21, 2010 um 10:47 pm

    Ich könnte mich wirklich wegschmeißen bei dem gerade zitierten Satz 😀 …

  46. Außenbetrachter Oktober 21, 2010 um 11:25 pm

    Jedem Vernichtungswilligen dürfte klar sein, dass es heute gegen die Herrschaft weißer heterosexueller Männer geht. Und bitte Ausflüchte sein lassen.

  47. Nörgler Oktober 21, 2010 um 11:40 pm

    Und jetzt ein Lied:
    „Wenn’s Genova-Blut vom Messer spritzt …“

  48. momorulez Oktober 21, 2010 um 11:52 pm

    In meinem ungezügelten Vernichtungswillen hätte ich ja beinahe was mit „aufgeschlitzt“ geschrieben, aber vielleicht ist „verschwitzt“ dann doch die bessere Variante, damit das nicht jahrzehntelang zitiert wird? Oder vielleicht:“Antwortet er ganz gewitzt“? Nur was? Was könnte der gewitzt antworten? Das ist so schwierig, etwas zu imaginieren, was so wenig mit dem, worüber man schreibt, zu tun hat … das ist so, wie eine schmalztriefende Johannes B. Kerner-Biographie zu verfassen und dessen Lebenswerk zu würdigen … meinst Du, Genova ist eigentlich Johannes B. Kerner? Hat der Zeit, sich in Bukarest Stromkabel in die Augen fallen zu lassen?

  49. Nörgler Oktober 22, 2010 um 12:44 am

    “ … meinst Du, Genova ist eigentlich Johannes B. Kerner?“
    Also wirklich Momorulez, jetzt bin ich aber auch empört über Dich! Mit diesem Vergleich den Johannes B. Kerner derart zu mobben, da werden jetzt echt Grenzen überschritten.

  50. Nörgler Oktober 22, 2010 um 9:29 am

    Es ist zwar etwas billig, weil ich die von Dir gelieferten Reimworte benutze, aber so könnte es gehen:

    Wenns Genova-Blut vom Messer spritzt,
    sind die Schlitzer ganz verschwitzt.
    Der Momorulez grinst bös-verschmitzt
    und sagt: „Die Sache wär‘ geritzt!“

    Falls Beschwerden kommen, müssen wir erläutern, dass wir lediglich die Vernichtungswillen-Hypothese mit empirischen Verifikaten hilfreich unterlegen möchten.

  51. momorulez Oktober 22, 2010 um 9:39 am

    Warte auch die ganze Zeit auf die schwerst Empörten, die es allerdings nicht sonderlich empörend finden, wenn mir tatsächlich Mordabsichten untergeschoben werden. Das kann man ja mal ausformulieren, was Herr Genova mir da unterstellt. Wo ich ja schon meine Lüste und Begierden ins Feld führe, um einen moralischen Vorteil zu erzielen und andere mundtot zu machen. Und sie waschen ihre Hände in Unschuld …

  52. Außenbetrachter Oktober 22, 2010 um 9:44 am

    Har.Har. Die rund 300 Millionen vereinigten Schwulisten weltweit sind eine unterschätzte Gefahr. Durch Fortpflanzungsverweigerung töten sie im Laufe ihres Lebens hunderte Millionen von Kindern, die dadurch nicht zur Welt kommen. Viel schlimmer als die Shoah. Die geheime Umschwulung der Heteros durch schwule Modemacher verschwult das Schönheitsideal junger Frauen, sodaß sie nicht mehr mit heterosexuellen Männern kopulieren. Genderdiskurse und andere geistige Kampfmittel schwulistischer Philosophen verwirren die Heten. Ja, das Endziel der schwulistischen Internationalen ist die Vernichtung der Menschheit. Und die Umerziehung von Hartmut und Genova.

  53. momorulez Oktober 22, 2010 um 10:16 am

    Das passte jetzt in diesenThread 😉 …

  54. hf99 Oktober 22, 2010 um 10:43 am

    „Und die Umerziehung von Hartmut und Genova.“

    Hiiilfäää!

    Mein Arsch gehört mir!!!

  55. momorulez Oktober 22, 2010 um 10:45 am

    Bring doch mal den mit „mit dem Arsch zur Wand duschen“ oder „Keine 2-Euo-Münzen fallen lassen“, Hartmut. Manmanman …

  56. hf99 Oktober 22, 2010 um 10:53 am

    Momo, ich wollte einfach mal Euren Erwartungen entsprechen. Das muss mir doch erlaubt sein, wie? das wird man ja wohl nochmal sagen dürfen. Jawolllll!

  57. momorulez Oktober 22, 2010 um 10:53 am

    @Nörgler:

    „Angesichts deines Verhaltens bist du mit „Idiot“ und „Depp“ gut bedient, finde ich.“

    Da hast Du’s. So ist er, unser Mordabsichtsuntersteller: Er hat so interne Rankings, wer was verdient hätte, und ist stets bereit, dieses zu verteilen. Er ist so was wie der Markt, wo dann eine Äquivalenz zwischen Verhalten und Sanktion sozusagen automatisch erzeugt wird, und behält sich vor, die Maßstäbe zu bestimmen, anhand derer Härte und Gerechtigkeit den Sündern widerfährt.

  58. genova68 Oktober 22, 2010 um 10:55 am

    „Umerziehen will Dich niemand. Es sind Deine Ängste, Deine projektionen – die ich gerne verstehen würde. Aber mit Deiner Aggressivität machste es einem nicht leicht.“

    Diesen Kommentar Hartmuts unterschreibe ich. Ich mache mir allerdings wenig Hoffnungen, wenn dann sowas kommt:

    „Die Schimpfworte sind somit Tatsachenbehauptungen“

    Das ist argumentativ das bislang Beste, soweit ich mich erinnere. Wobei es kurz darauf von den momoschen Ausformulierungsfähigkeiten getoppt wird, sehe ich gerade.

    Aber irgendwie freue ich mich, dass ich im Mittelpunkt stehe.

  59. genova68 Oktober 22, 2010 um 10:56 am

    ich setze nur noch flott ein häkchen, damit ich über neue kommentare informiert werde.

  60. momorulez Oktober 22, 2010 um 10:57 am

    @Hartmut:

    Ja, Heten sind so, daß sie sich im Wesentlichen an meinen Erwartungen orientieren. Eigentlich WILL der Schwule an sich insgeheim, daß sie ihn über den Arschfick definieren, damit er in Ruhe seine Projektionen pflegen kann wie einen Neurosengarten! Und ansonsten will ich sie ja auch gleich allesamt umbringen.

  61. momorulez Oktober 22, 2010 um 11:00 am

    @Genova:

    Vielleicht kannst Du Dich ja noch mal dazu äußern, was Dich dazu treibt, mir Mordabsichten zu unterstellen. Das ist ja nicht trivial.

    Und woher Dein pathologisches Verhalten gegenüber Aggressionen kommt, deren Ursache Du bist.

  62. hf99 Oktober 22, 2010 um 11:04 am

    „Ja, Heten sind so, daß sie sich im Wesentlichen an meinen Erwartungen orientieren.“

    Na siehste! I made your day!

  63. momorulez Oktober 22, 2010 um 11:05 am

    Ich würd Dir mal’n Buttplug empfehlen!

  64. genova68 Oktober 22, 2010 um 11:32 am

    Momo,

    ich habe dir keine Mordabsichten unterstellt, sondern einen virtuellen Vernichtungswillen, verbal. Das habe ich doch alles schon x-mal geschrieben. Du musst halt mal lesen. Genau wie meine Frage bei Hartmut.

    Dass ich die Ursache für deine Aggressionen bin, bezweifle ich. Ob ich des Weges komme oder wer anders, ist egal. Das musst du schon mit dir selbst klären.

    Ich habe ja auch x-mal geschrieben, wie die von mir nicht initiierte Stalinismus-Debatte gemeint war. Offenbar habe ich mich seinerzeit nicht immer klar ausgedrückt. Es wird ebenfalls ignoriert. Denn dann müsste man ja mal vom Feindbild des bösen Genova runter, was unbequem wäre. Stattdessen eröffnest du lieber diesen Thread mit meinem Zitat, um ein weiteres Mal ein Feld zu schaffen, wo man über mich herziehen kann. Ich verstehe nicht, dass dir das nicht selbst peinlich ist.

    Wenn jetzt aber schon reale Mordabsichten ins Spiel gebracht werden, ziehe ich mich lieber zurück. Ich habe eh zu tun.

  65. hf99 Oktober 22, 2010 um 11:35 am

    Hab schon einen, Momo! Sonst noch Anregungen?

  66. momorulez Oktober 22, 2010 um 11:47 am

    „ich habe dir keine Mordabsichten unterstellt, sondern einen virtuellen Vernichtungswillen, verbal.“

    Na, dann pass doch vielleicht einfach mal selber auf, was Du so schreibst. Es ist ja einigermaßen billig, sich nun seitenlang zu ereifern, man sei angeblich als Stalinist, Stasi-Sympathisant und werweißnoch bezeichnet worden, um selbst mal wieder die härtesten Geschütze aufzufahren.

    Denkst Du eigentlich nach, bevor Du anderen so was unterstellst? Ich verstehe immer noch nicht, was „virtueller, verbaler“ Vernichtungswille heißen soll. Das ist an sich schon dreist genug. Du bist hier einst in mein Blog spaziert, erzähltest mir fortwährend, wie ich zu schreiben, worüber ich zu schreiben, wie ich mich verhalten sollte und erzählst mir was von Vernichtungswille? Geht’s noch?

    Und nein, das ist nicht schon 1000 Mal gesagt. Wenn ich mir alleine schon die ganzen unverschämten Unterstellungen drüben bei Hartmut durchlese und nun schon wieder die Frechheit, ich würde mich nicht auf Dich, ja, Dich ganz konkret beziehen, was soll diese ganze Scheiße eigentlich? Ich empfinde schlicht Deine unglaubliche Ignoranz als eine derartigen Affront, daß ich mich über DICH aufrege.

    Was erdreistest Du Dich eigentlich, nunmehr auf irgendeine verborgene Intention Bezug zu nehmen statt auf das, was ich schreibe??? Ich habe diesen Thread eröffnet, weil Du das, was da oben steht, geschrieben hast und Du unter Umständen gar nicht merkst, was Du schreibst. Wenn nunmehr das Zitieren des von Dir Geschriebenen schon als „ein Feld zu schaffen, wo man über mich herziehen kann“, interpretiert wird, was hast Du denn in dem Zitat gemacht? Freundliche Aussagen getroffen? Mir Komplimente gemacht? Und wenn das Zitat Anlaß bietet, über Dich herzuziehen, wie kommt denn das? Ich habe das ja nicht erfunden.

    Es ist einigermaßen albern, daß nun ausgerechnet Du Dich permanent als armes Opfer aufspielst. Vernichtungswille. Ich glaube, es hackt.

  67. momorulez Oktober 22, 2010 um 11:49 am

    @Hartmut:

    Na, dann lass Dir vielleicht von irgendeiner hübschen Domina noch einen Katheter einführen, Dich ’ne Runde knebeln und genieße die Auszeit in einem hübschen Dungeon! Solche Sessions in ihrer Kontemplation können ja psychisch reinigen.

  68. hf99 Oktober 22, 2010 um 1:40 pm

    hm, lieber ne sklavia? kennste eine? bitte per pm.

  69. hf99 Oktober 22, 2010 um 1:43 pm

    um euch mal eure (fehlerhaft angewandten) dekonstruierenden Verfahren zu spiegeln: „psychisch reinigen“ – ha, Momo schreibt mir Schmutz zu! Momo verwendet Sauberkeitsmetaphern. Sauberkeitsmetaphern = autoritäre Persönlichkeit. Autoritäre Persönlichkeit = Faschismus… ha, wir haben Momo erwischt! Muss gleich mal ein Thread drüben errichten – der Hartmut-Reinigungsthread!

    Schluchz…

  70. momorulez Oktober 22, 2010 um 1:52 pm

    Man, da haste aber überführt! Waaaahnsinn, wie der Hartmut doch entlarven kann!!!! Diese inqusitorischen Praktiken der Linken, da hamwa sie wieder inquisotorisch denunziert.

    Kein Statement ohne Selbstwiderspruch, kein Statement, in dem Hartmut nicht genau das macht, was er anderen vorwirft. Kein Statement ohne performativen Widerspruch.

    Ja, schluchz. Geh mal mit Genova, dem armen Opfer, heulen. Und wende dann mal ausgerechnet Du „fehlerfrei“ Dekonstruktion an. Sei Dir sicher, daß ich es nicht lesen werde.

  71. momorulez Oktober 22, 2010 um 1:54 pm

    PS: BUUUHARHARHAR. Prust!

  72. momorulez Oktober 22, 2010 um 2:02 pm

    Noch’n PS: Du hast genau dazu bereits 2 Threads aufgemacht.

  73. hf99 Oktober 22, 2010 um 2:09 pm

    Und wie sicher ich mir bin, dass Du es lesen würdest, Momo! Und zwar ganz genau.

    Theoretisch gesprochen war mein obiges Posting in der Tat nicht nur ironisch gemeint: Dekonstruierende Verfahren können treffen – müssen aber nicht. Sie müssen immer wieder als das ausgewiesen werden, was sie sind: Spekulationen. Mehr oder weniger begründet.

  74. hf99 Oktober 22, 2010 um 2:10 pm

    „performativen Widerspruch“ – vielleicht bei Austin und Hare nochmal nachlesen, was das ist?

  75. momorulez Oktober 22, 2010 um 2:19 pm

    Na ja, da Du und Genova, ihr wißt ja so viel mehr über mich und meine psychologische Konstitution, da will ich freilich gerne euch für mich sprechen lassen. Ich kenne mich da nicht so aus wie ihr, was mich betrifft.

    Dein obiges Posting war nix als das, was Du „den Linken“ fortwährend vorwirfst. Es hat ebenso wenig sachlichen Gehalt wie Dein Einwurf nunmehr, der ja im wesentlichen dazu dient, den ganzen Kram, den Du in den letzten Tagen geschrieben hast, noch irgendwie zu retten.

    Die Materialität von Sprache und Performance der Diskriminierung, Normalisierung und damit verbundenen Exklsuion und Devianzenerzeugung, die zu nix anderem dient, als hegemoniale Muster aufrecht zu erhalten, einer Materialität, die durchaus auch physisch wirkt, wird Dir wohl nicht zu vermitteln sein. Spekulativ ist da defiitiv nichts. Und da Du zu solchen Themen nix zu sagen hast, lasse ich das auch mit dem Lesen bleiben.

  76. momorulez Oktober 22, 2010 um 2:20 pm

    Dein pseudoüberhebliches Schlaugemeier widert mich an, zudem Du einmal mehr nur zeigst, daß Du nicht weißt, wovon Du redest.

  77. T. Albert Oktober 22, 2010 um 2:36 pm

    Das ia ja toll hier. Fritz muss noch kommen und „Sharia-Schriften“ dekonstruieren, damits noch lustiger wird.
    Sag mal, hf99, hat Dich hier irgendeine Aussage zu den rassistischen Diskussionen überhaupt mal interessiert oder nur Deine Erinnerungen an obskure Proseminare?

    „Dekonstruierende Verfahren können treffen – müssen aber nicht. Sie müssen immer wieder als das ausgewiesen werden, was sie sind: Spekulationen. Mehr oder weniger begründet.“

    Mich als Laien musste mal zwischendurch über Deine treffenden Verfahren informieren.
    Der Satz erinnert mich stark an die Fussnoten in Barthes` „Kritik und Wahrheit“.

  78. genova68 Oktober 22, 2010 um 2:48 pm

    „Na ja, da Du und Genova, ihr wißt ja so viel mehr über mich und meine psychologische Konstitution, da will ich freilich gerne euch für mich sprechen lassen. Ich kenne mich da nicht so aus wie ihr, was mich betrifft.“

    Sehr gut. Also halte dich bitte künftig raus, wenn es um dich geht. Wir regeln das schon. 🙂

    Auf dein anderes Posting antworte ich die Tage.

  79. genova68 Oktober 22, 2010 um 2:49 pm

    Deine Uhr geht falsch.

  80. hf99 Oktober 22, 2010 um 2:53 pm

    @ T. Albert – Suggestionen, ich würde Momo „heilen“ wollen, würde eine faschistische Gedankenperformance vorführen oder irgendwie reden „wie Homann“ haben mich tatsächlich kein bißchen interessiert, weil ich mir solche Vorwürfe, soviel Selbstbewusstsein möchte sein, denn doch nicht zueigen mache. Du oder Momo würden sich – zu Recht – auch nicht groß darum bekümmern, wenn ich Euch so gekommen wäre. Ich muss mir nicht jeden Unfug reinwürgen. Speziell den „Heiler“ finde ich ganz ausgesprochen köstlich, weil ich bis vor kurzem – man kann ja nicht alles wissen – nicht einmal wusste, dass noch ernsthaft Krachkopeiken durch die Lande ziehen und Schwule „heilen“ wollen. Nichtmal die Idee, darauf reagieren zu müssen, kam mir je in den Sinn, auch nicht „positiv“ (also in dem Sinne, man müsse sich gegen Schwulen-„Heiler“ wenden), einfach weil ich wirklich nicht wusste, dass es solche Eumels noch gibt. Weil so etwas völlig außerhalb meiner Kategorien statt hat. Ich will auch nicht etwa deswegen keine Schwulen heilen, weil ich gegenüber Schwulen so besonders dolle tolerant bin. Sondern aus präzise dem Grunde, aus dem ich auch nicht auf die Idee käme, Langhaarige, Menschen mit Vorlieben für karierte Hemden, schwarze Kurze, Schwedenurlaub, Schumann-Symphonien oder Volksmusik zu heilen. (Naja, das Letztere vielleicht doch 😉 ) Ist einfach nicht bei mir auf der Agenda. Warum sollte ich irgend wen heilen wollen? Wo sag ich das?

    So, ich lasse Euch mit Eurem Unsinn alleine.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sokal-Aff%C3%A4re

  81. Loellie Oktober 22, 2010 um 3:06 pm

    Die Schwulenheiler ziehen nicht durch die Lande. Die sitzen. Die sitzen sogar vor. In Gremien und Ausschüssen eurer Regierung.

    Den Sokal kannte ich als logisches Argument allerdings bisher nur von der Neuen Rechte.

  82. momorulez Oktober 22, 2010 um 3:09 pm

    „Dekonstruierende Verfahren“ gibt es ja nun auch einige. Im Grunde genommen spüren die die Zentren in den Sinn-Strukturen auf, die dieser den Zusammenhalt geben und diese erzeugen, das Nicht-Weg-Streichbare, auf dem das System beruht, und greifen es an, um das System aufzulösen, in Bewegung zu bringen und so Denken zu befreien (und Schreiben und Sprchen). Das hat schon auch was mit Barthes zu tun, der aber ja auch zwischen verschiedenen Arten, Sprache und Welt, Signifikant und Signifikat, in Beziehung zu setzen, unterscheidet – wobei für alle Dekonstruktion die Relation Zeichen – Bezeichnetes schon entscheidend ist und auch das ist, was „verflüssigt“ wird. Adorno macht das halt mittels Negativer Dialektik.

    Meine theoretische Position ist das aber nur zum Teil. Inwiefern Foucault z.B. dekonstruktiv vorgegangen ist, das ist viel komplexer, als dass Hartmuts Schlaugemeier über „Spekulation“ es erreichen könnte. Dann läuft, wenn ich vom Performativen spreche, immer auch Judith Butlers „Hass spricht“ mit, deshalb ist der Verweis auf Austin so albern, weil das noch mal ein erweitertes Verständnis ist als bei Austin, Apel und diesen, von dem ich hier ausgehe. „Ho to do things with words“ ist ja mehr, als nun ineins einen Wahrheitsanspruch zu erheben und die Möglichkeit von Wahrheitsgeltung zu bestreiten.

    Dann ist für mich auch immer die Theorie der Geltungsansprüche von Habermas wichtig, insbesondere die Differenz zwischen dem Normativen und dem Kognitiven, die wiederum anders auf Austin aufbaut. Und grundlegend für alles ist sowieso Sartres Intersubjektivitätstheorie in „Das Sein und das Nichts“.

    Für die konkrete Diskussion ist das alles schnurz. Um so ärgerlicher dieser ständige Verweis auf irgendwelche Logik-Grundkurse und „Du weißt ja gar nicht, wovon Du redest, lies doch noch mal nach, und ich renne ganztägig mit Schopenhauer und Hegel unter dem Arm herum“, weil ich in all diesen Diskussionen ja Erfahrungen spiegele, nicht irgendwas Theoretisches referiere und somit auch die Erfahrungsdimension konkret mit den Mitteln der Kriminalitätsstatistik Stigmatsierter, so genannter „Migranten“, entscheidend finde, nicht die Machtausübungsmethoden der Exekutive. Und da empört es mich einfach, wenn jemand dann mit „Wer hat hier eigentlich was gelesen?“ kommt. Das ist doch Pipifax, nicht etwa Logik ist Pipifax, sondern das.

    Und bevor hier jetzt jemand mit Kronstadt kommt: Da hat ja jemand behauptet, wiederholt, es gäbe einen direkten Weg von Marx zu Stalin. Nun lag aber Kronstadt dazwischen. Das ist ja nix, was nun eigene Erfahrungen thematisieren würde, sondern tatsächlich eine Frage historischen Wissens.

  83. momorulez Oktober 22, 2010 um 3:19 pm

    @Genova:

    Darauf erwarte ich auch tatsächlich eine Antwort.

    @Hartmut:

    Du machst es schon wieder – es hat Dir niemand unterstellt, Du würdest Homos heilen wollen. Ich weiß auch gar nicht, wieso Du das ständig behauptest. Das ist einfach Unfug, von dem ich nicht weiß, ob Du ihn nun brauchst, um Deine Erfahrungen in linken Sektiererzirkeln zu heilen oder was weiß ich. Den Hohmann hatte ich übrigens meiner Erinnerung nach angeführt, um auf jemanden zu verweisen, der permanent leugnet, etwas gesagt zu haben, was er gesagt hat, Homo-Heilung war das aber nicht, und habe mich mittlerweile sogar dafür entschuldigt. Aber irgendwie hängst Du an ihm. Wofür brauchst Du diese ständige Unterstellung, man wolle Dir den Faschisten andichten? Du hast Dich zwar beim Che verhalten wie eine völlig desensibilisierte Pottsau, die Fordrung nach Homo-Heilung hat Dir niemand untergeschoben.

    @Loellie:

    Das ist ja die eigentliche Höhe – daß über den Umgang mit Menschen diskutiert wird, als handele es sich um ein theoretisches Abstraktum, und der Verweis darauf dann damit gekontert wird, daß man sich „moralische Vorteile verschaffen“ wolle. Das ist schon doppelt deftig.

  84. momorulez Oktober 22, 2010 um 3:26 pm

    Der Sokal ist einfach Weltbildpflege von solchen, die einem völlig anachronistischen Wissenschaftsverständnis ausgehen, das von keinem Naturwissenschaftler so vertreten würde. Hartmut kennt die Postmodernen vermutlich nicht oder kaum, was ja nix macht, aber dann braucht man sich ja nicht ständig darauf zu beziehen. „Sokal“ wird von denen angeführt, die daran festhalten wollen, daß Homosexualität irgendeine anthropoligische Konstante sei, zum Beispiel. Oder daß die Bell-Curve schon unaufgeregt diskutiert werden müsse. Oder daß es sich bei den Wirtschaftswissenschaften um eine Analogie zu den Naturwissenschaften handeln würde. Eben solche, die einer Ontologie anhängen, die selbst in der Antike oder auch bei Heidegger so nie vertreten würde und in den Naturwissenschaften auch nicht.

  85. momorulez Oktober 22, 2010 um 3:30 pm

    Nachsatz: Womit ich nun so allgemein nicht Hartmut meinte – Gott, ist das anstrengend.

  86. ziggev Oktober 22, 2010 um 3:53 pm

    BTW @ Sokal, Zwischenruf:
    der Text von Bruno Latour, auf den bei Wicki verlinkt wird und der mir eigentlich sehr gut gefallen hat, ist ja genaugenommen das einzig interessant auf der Seite ….

  87. Außenbetrachter Oktober 22, 2010 um 4:09 pm

    Das ist der große Plan: Zunächst möchte der Schwule diskriminiert werden, um damit das Opferprivileg zu erhalten. Das ist doch klar, oder? Anschließend spielt er verfolgte Unschuld, wehrt sich gegen Diskriminierung und Homophobie (aka Vernichtungswillen) und schiebt schlußböserletzt Hetenmännern heimlich Buttplugs in den Hintern. Oder er nutzt die hohen Mittel der Philosophie, um Heten postmodern zu zerrütten, sodass diese selbst darauf kommen.

    Anders gesagt, Hetenvernichtung mittels virtuellen Vernichtungswillen erleichtert die Erlangung moralischer Vorteile.

  88. T. Albert Oktober 22, 2010 um 4:12 pm

    „Dann läuft, wenn ich vom Performativen spreche, immer auch Judith Butlers „Hass spricht“ mit, “

    Das macht Barthes in den Fussnoten, zu zeigen, wie der Hass mitläuft, er muss ihn immer nur zitieren, also Literaturwissenschaftler, Journalisten, Profkollegen. Die reden auch von ungesicherten, spekulativen Verfahren und es bildet sich ab, dass sie sehr genau wissen, wie mit Menschen zu verfahren ist.

    Ach, Sokal, ja, ich kannte Leute, die fanden das toll, hatten aber keine Zeile der „Postmodernen“ gelesen.

  89. ziggev Oktober 22, 2010 um 4:20 pm

    BTW II
    Es müsste einen Textgenerator geben, um bei Bedarf aus Threads ´ne Textkollage zu erstellen. Nichts dergleichen gefunden.

  90. momorulez Oktober 22, 2010 um 4:59 pm

    @Außenbetrachter:

    😀 – bist Du eigentlich neu hier, oder kennt man Dich schon unter anderem Namen? Falls ich das so direkt fragen darf? In jedem Fall herzlich willkommen!

    @T. Albert:

    Bei Barthes muss ich immer noch mal nachlesen; ich hatte eben vor allem die Passagen im Kopf, wo er faschistische Sprache usw. untersucht, die Du auch mal zitiert hast, bei Shifting Reality. Ich finde ja zugegebenermaßen oft die die Pointen nicht bei dem und lese da trotzdem gerne herum 😉 …

    @Ziggev:

    So ein Textgenerator wäre bei Threads wie diesem schon prima 😉 …

  91. ziggev Oktober 22, 2010 um 5:09 pm

    …. obwohl ich ganz ehrlich bewundere, was von den Beteiligten bisher schon geleistet wurde !! 🙂

  92. T. Albert Oktober 22, 2010 um 5:35 pm

    Ja, find ich auch. Herrlich!

  93. Außenbetrachter Oktober 22, 2010 um 8:30 pm

    Umerziehung

    Vernichtungswillig wenn auch gichtig.
    Sie verschwulen;
    Sie flüstern:
    Und flüstern den Ausweg.
    Welch vernichtungswillige Umerziehung!
    Und Auswege
    So gichtig und Momorulez ist schuld!

    Gedicht Nummer 3949716

    gefunden bei: http://www.poetron-zone.de/poetron/p5/posteu.php

  94. momorulez Oktober 22, 2010 um 8:56 pm

    Das ist ja ein prima Programm!

    Versonnen

    wechselsingt euch Versonnen
    ja ihr Versonnen
    wechselsingt und erwartet
    so wie Träumende Gestrige!
    doch erwartet nachtversunken – EUCH
    dämlich meinethalben auch falsch
    ihr Versonnen
    seid nachtversunken
    dämlich
    immerdar

    Gedicht Nummer 3950029

    kam da eben ganz unabhängig von diesem Thread nach ein wenig Gespiele bei raus!

  95. David Oktober 22, 2010 um 9:44 pm

    Winzige Huldigung für Momorulez

    Momorulez.
    Ach schwules Etwas du!
    Stalinist, meine einsame Weile.
    Im Lenz so unerreicht!
    Bekriegt – du mußt es heulen!
    Klagt!
    Wo ist der schmelzende Schmerz?!
    Momorulez du.
    Wenig forever.
    Momorulez zwischen Erfordern und Klagen.
    Momorulez meist ach so wahnsinnig.

    Gedicht Nummer 3950985

  96. Loellie Oktober 23, 2010 um 1:32 pm

    Momorulez ist ein proffessioneller Homosexueller!

    Auch die „Aktion Kinder in Gefahr“ thematisiert mutig das Problem der Religionsverfolgung durch berufsmässige Homosexuelle!

    Mein innerhäuslicher Loriot-Experte bezeichnete meine Vermutung, es handele sich bei diesen Clips um eine Satire aus der Feder des geschäzten deutschen Humoristen von Bülow, als blanken Unsinn, obwohl ich mir aufgrund unseres gemeinsamen, hysterischen Lachanfalls fast eine Zerrung in der Leistengegend zugezogen habe.

    Die unaufgeregte Frage, welches Logikseminar der verlinkte Alleinunterhalter wohl besucht haben mag, würde ich in dieser Form allerdings nicht stellen. Das könnte zu Missverständnissen führen. 😀

    Life beats fiction …

  97. momorulez Oktober 23, 2010 um 1:45 pm

    Ich gehe nicht in Schulen! Das ist übrigens alles nicht weit weg von Merkels Position und wird sinngemäß auch bei den Liberalen traditionell so gesehen, auch bei denen, die keinerlei homophobe Anwandlungen haben.

    Kurioserweise wird ja die faktische, rechtliche Ungleichbehandlung NICHT als gegen die „Freiheit“ gerichtet gesehen und „Christenverfolgung“ NICHT unter Meinungsfreiheit verbucht. Das ist ein bigotter Haufen, diese Pseudochristen. Mit Jesus haben die definitiv nix am Hut. Werden die von der Kriminalitätsstatistik eigentlich auch erfasst im Sinne verbaler Verbrechen gegen die Menschlichkeit“?

  98. T. Albert Oktober 23, 2010 um 2:21 pm

    „http://www.youtube.com/v/OvgI-Dl_BfU&hl=en_US&feature=player_embedded&version=3“

  99. Isi Oktober 23, 2010 um 2:21 pm

    Ich glaube, ich war die erste „Irre“, die hartmut aus seinem Blog schaben mußte. Bitte hinten anstellen.

    🙂

  100. T. Albert Oktober 23, 2010 um 2:22 pm

    Mist, falsch gdemacht. Guckt halt nach.

  101. che2001 Oktober 23, 2010 um 3:26 pm

    Wie gesagt, während meiner Kindheit und Jugend wurde es noch als anstößig betrachtet, wenn sich heterosexuelle Paare in der Öffentlichkeit küssten. Das ist so wie mit „als sie die Kommunisten, Bibelforscher, Juden etc. abholten“. Gemeint sind zwar die Schwulen, wohl aber auch die sexuelle Freiheit an sich und damit 4 alle.

  102. momorulez Oktober 23, 2010 um 3:49 pm

    @T.Albert:

    Nach was denn?

    @Isi:

    Na ja, rausgeschabt wurde ich ja gar nicht, wahrscheinlich, weil ich innnerpatriachal dann doch als Mann gelte (jetzt kommt gleich wer um die Ecke und schreit mich an, ich hätte ihm Frauenfeindlichkeit unterstellt, ich Mobber) – aber ihr hattet die Auseinandersetzungen, daß Du fandest, er würde immer alles so hin drehen wollen, daß arme Hetenmänner als die Opfer da stehen, oder? An diese Auseinandersetzungen musste ich die Tage schon auch denken …

    @Che:

    Ja. Und nein. Die Spezifika würde ich allerdings nicht ausgeklammert sehen wollen – daß die vermeintlichen Christen allerdings auch bis vor 13 Jahren, glaube ich, gegen die Anerkennung der Vergewaltigung in der Ehe als Straftat waren, massenhaft Selbstmorde von Frauen, die unehelich schwanger wurden, zu verantworten haben usw. wird bei dem Gebrabbel von den „christlichen Wurzeln unserer Kultur“ auch immer vergessen.

    Und einPunkt, den ich in Rage immer vergesse, ist ja, das Heteronormativität auf Heten nun auch Scheiße wirkt. Die flüchten dann in Logik-Kurse vor dieser Erkenntnis ..

  103. T. Albert Oktober 23, 2010 um 4:11 pm

    Hiernach:

  104. momorulez Oktober 23, 2010 um 4:19 pm

    Sehr eigentümlich Satire 😀

  105. T. Albert Oktober 23, 2010 um 4:26 pm

    @hf99

    Gegenhetze! Jau! Zahlen widerlegen!

    Stefan George vorlesen! Alles kleinschreiben!Sich Schwitters erlauben.

  106. T. Albert Oktober 23, 2010 um 4:40 pm

    find ich auch. aber wie soll man den quatsch satirieren?

  107. momorulez Oktober 23, 2010 um 4:45 pm

    Ich weiß das ja auch immer nicht mehr …

  108. che2001 Oktober 23, 2010 um 5:38 pm

    Liebe AsylbewerberInnen! Ehe Sie als Flüchtlinge zu uns kommen, erschießen wir Sie bei sich zuhause, z.B. in Afghanistan.

    Ihre Bundeswehr. Eine starke Truppe!

    Liebe Hartzer, wissen Sie eigentlich, wie lange Sie vom Erlös einer Niere leben könnten?

    Was Schwules in dem Stil fällt mir aber nicht ein(-:

  109. Loellie Oktober 23, 2010 um 6:10 pm

    Und wenns mit dem Logikseminar nicht klappt hätte ich hier noch einen kurzen Ausschnitt aus meiner damaligen Einführung in englische Literatur „from a male point of view“

  110. momorulez Oktober 23, 2010 um 6:46 pm

    @Che:

    Das Kuriose ist ja, daß Ausgangspunkt der Debatte ein Text über die vermeintlich rassistische „Deutschenfeindlichkeit“ war, die dann mit der unaufgeregt zu akzeptierenden, dann jedoch irrwitzig raffiniert zu widerlegenden Kriminalstatistik hinsichtlich der proportional höheren „Migrantenkriminalität“ gekontert wurde (?). Wer das nicht so macht, ist dumm, hieß es dann noch. Daß aufgrund eines kuriosen Echos vergangener Diskussionen das Ganze dann diskursiv verschwult wurde, lag daran, daß der Opponent mir ineins „fein ziseliertes“ und „postmodernes“ Argumentieren vorwarf. Er hätte es wohl wegen der Stammtische lieber grobschlächtig. Ich erwiderte, er solle doch gleich „tuntig“ oder „weibisch“ schreiben und erläuterte noch, daß das keine Anspielung auf Homophobie sei, sondern vielmehr, sinngemäß, Phallokratie. Weil es ja wirklich erstaunlich ist, daß die immer auch Patriachatskritik beinhaltende „Postmoderne“ in den Fällen, da sie kritisiert wird, diese Kritik mit einem hochaggressiven Intellektmachogehabe des “ Offenkundigen“ einhergeht.Hatte so eine Diskussion neulich auch bei Bremer Fussballfans, die fortwährend dafür plädieren, Palästinenser umzubringen – dann wird vorsichtshalber auch immer die Postmoderne kritisiert, um alle mundtot angesichts des „Offenkundigen“ zu machen. Na, und dann war die Kacke am Dampfen, ich erwartete schon, daß Mollis in mein Wohnzimmer fliegen würden (jetzt wird mir wieder abgrundtief boshafte Unterstellung und total verwerfliches Diskursgebahren vorgeworfen), und der ganze Quatsch, man habe ihm unterstellen wollen, er würde Homos heilen wollen, ging von vorne los. Das ist ja schon ganz interessant, an welchen Punkten das ausbricht – mal brauch man nur „Hete“ sagen, was übrigens gar kein Schimpfwort in meinem Sprachgebrauch ist, das ist so was wie „schwul“, mal „fein ziseliert“ zu „weibisch“ und „tuntig“ in Beziehung setzen, was vom Begriffsfeld her ja nun so fern nicht liegt, und die Hete knallt durch. Natürlich nur, um mir mein Durchknallen zu spiegeln. Jaja. Von der Diskussion rund um die Kriminalitatsstatistik blieb dann wenig übrig, aber jede Kritik an dieser, die sie zu faschistoiden Herrschaftspraktiken in Verbindung setzt, ist ja eh verboten und trägt nur zu Zerrüttung der Linken bei und ist außerdem Mobbing.

    Was nun bei alledem tatsächlich erstaunlich ist, daß so was wie Patriachatskritik bei all den total gewitzten Argumenten gegen Sarrazin – durchsetzt mit Begrifflichkeiten wie “ Neger“ und „Schwuppe“, natürlich um diese zu bannen, was bei „Hete“ umgekehrt schon deshalb nicht sein kann, weil man da seine Opferrolle instrumentalisiert -, wenn ich micht recht entsinne, tatsächlich nicht auftauchte. Daß Gewalt zumeist ein Männerproblem ist, daß Leuten auf die Schnauze haut, die allzu fein ziseliert wirken, oder nicht minder, teilweise, fein ziselierten Frauen, ist dabei irgendwie untergegangen. Was freilich nun wieder eine einfach nur ekelhafte Unterstellung wäre.

    @Loellie:

    Die beiden sind prima 😀 – jetzt dauert’s aber wieder nicht lange, und irgendwer kommt und behauptet, WIR seien es ja wohl, die umerziehen wollten!

  111. Nörgler Oktober 23, 2010 um 6:55 pm

    Dass Isquierda hier auftritt, halte ich für Beifall von der falschen Seite.

  112. momorulez Oktober 23, 2010 um 7:04 pm

    Ich habe die Diskussionen nur am Rande verfolgt; da war das aber nicht nur falsch, was sie einwandte. Kann es aber genauer nicht beurteilen.

  113. che2001 Oktober 23, 2010 um 10:15 pm

    Na ja, ich würde bei Hartmut nicht so weit gehen, diese Deinigen Wertungen oder Deutungen seiner Argumentationen anzuwenden. Ich denke eher, dass er nicht damit zurechtkommt, dass sein universalistischer, objektivierender Ansatz, der als Solcher aber in einem patriarchalen und Subjektivität ausblendenden Denkmuster befangen ist als unhaltbar, zumindest nicht verallgemeinerbar und von Angehörigen marginalisierter Gruppen aus existentiellen Gründen zurückzuweisen wahrgenommen wird. Der identifiziert wohl, wie viele Naturwissenschaftler (Molekulargenetiker und Quantenphysiker ausdrücklich ausgenommen) das tun Wahrheit immer noch mit einem allgemeingültigen Realitätsbegriff, und gesellschaftliche Entwicklung mit einer linearen Fortschrittsvorstellung. Da ist dann Freud besser als Krafft-Ebing oder gar religiöse „Sodomie“-Gegner, weil moderner. Das ist so die positivistische Betrachtungsweise, in der Schwule oder Angehörige fremder Ethnien als Betrachtungsgegenstand, nicht als gleichwertige Diskussionspartner wahrgenommen werden, gebrochen durch die „Mein Freund Ali ist mir nah, aber dessen Gesellschaftshintergrund nicht“-Perspektive. Nur scheint mir dieser sich selbst wenig hinterfragende Standpunkt (Uiuih, was muss ich mir dafür schon wieder für Arroganzvorwürfe anhören!) überhaupt nicht damit zurechtzukommen, dass er von verschiedenenen Seiten kritisiert wird, und daraus entsteht dann die „Meute“. Und da gibt es ein großes Problem bei vielen heterosexuellen Männern: Du hattest mal geschrieben, dass Hinweise Deiner POC-FreundInnen darauf, wann Du Dich mal rassistisch verhältst bzw. selber entlang ethnizistischen Stereotypen reagierst als interessante und Dich weiterbringende Information von Dir wahrgenommen würden. Nun sind meine POC-Bekannten wohl überwiegend völlig anders gestrickt (weniger hier aufgewachsene DeutschafrikanerInnen oder afrikanische Leute, die in Deutschland studiert haben, sondern eher ehemalige Guerrilleros und Bürgerkriegsflüchtlinge mit Foltererfahrungen und einem sehr stark ausgeprägten im wahrsten Sinne des Wortes Galgenhumor), aber die Erfahrungsbasis ist ähnlich: Man lernt voneinander durch die Unterschiedlichkeit einerseits und gemeinsame Werte und Ziele andererseits. Die weit überwiegende Mehrheit heterosexueller Männer nimmt solche Hinweise aber ganz anders wahr, nämlich identitär und essentialistisch: „Weil Du eine Argumentation vertrittst, die rassistisch oder homophob gedeutet werden könnte, bist Du als Person ein schlechter Mensch Rechtfertige Dich“ ! Ungefähr so würde ich auch beschreiben, was bei dem an sich netten Hartmut abgegangen ist.

  114. momorulez Oktober 23, 2010 um 10:47 pm

    Das kann schon alles sein; ich wüßte nur den Punkt gar nicht, wo nun die entscheidende Differenz zu meiner Wahrnehmung liegt – vielleicht darin, daß er schon noch darüber hinaus geht und so einen Opferdiskurs derer, die von Minderheiten, die sich über ihren „Opferstatus einen moralischen Vorteil verschaffen wollen“, ach so böse gedisst werden, inszeniert. Und dann landet er gefährlich nah an PI.

    Zudem ich nicht wüßte, wieso ich nun in tiefem Verständnis jemandem begegnen sollte, der nun schon zweiten Mal wüst aggressiv über mich her fiel, wo ich schlicht eine Grenze gesetzt habe: Ich lasse mir von einem Heterosexuellen nicht erzählen, daß die Heiler besser seien, weil man mit denen noch reden könne im Gegensatz zu den Henkern. Und: Lass Dein „fein ziseliert“ mal stecken, gekoppelt an „Du Postmoderner und Dein Nicht-Identisches“, das ist nur im selben Diskreditierungsschema verortet, eben irgendwas als zu „feminin“ zu behaupten. In beiden Fällen ist der dann abgegangen wie nix Gutes, nicht ich, und mir ist es tatsächlich langsam zu doof, mir dann noch zu rekonstruieren, wieso und warum.

    Ich könnte das alles jetzt noch weiter treiben, das ist ja ein Schema, was der abspult, das immer flächendeckender wird, weil ich zunehmend das Gefühl habe, daß die meisten Pseudolinken sowieso am liebsten Antirassismus, Kampf gegen Homophobie und Sexismus betreiben, ohne sich dabei noch mit den lästigen Befindlichkeiten von Migranten, Schwarzen, Schwuppen und Frauen beschäftigen zu müssen, und Hartmut setzt noch eins drauf – kurz und intendiert aggressiv und überpointiert formuliert: Von den Fotzen, Niggern, Juden und Schwuchteln lasse ICH mir doch nichts mehr bieten. Und dann kommt sehr viel Ambivalentes, weil er ja weiß, daß diese Reaktion Scheiße ist.

    Ich kann das aber nicht mehr als nett empfinden, weil mir diese ganzen Identitätsprobleme auf meine Kosten echt auf den Sack gehen. Kurz: Mit dem bin ich durch. Zudem der ja auch jegliche andere Wahrnehmung als seine eigene schon durch Rumgebrülle im Grund genommen zerstört. Und da die eh schon die gesamtgesellschaftlich dominante ist, was man von meiner nicht unbedingt behaupten kann, habe ich schon den Eindruck, daß er mich nieder brüllt im Sinne gesellschaftlicher Machtverhältnisse.

  115. netbitch Oktober 23, 2010 um 11:01 pm

    Diese Unterschiede kann nur verstehen, wer schon mal im Umerziehungslager war 😉

  116. momorulez Oktober 23, 2010 um 11:09 pm

    Ach ja, bitte, schick mich auch zu Hasan 😉 – so hieß er doch, oder?

    Das ist übrigens so eine Randkuriosität im Zuge der „Opfer des Momo“-Diskussionen: Es gab hier ja mal so eine unsägliche Lina, die irgendwann in einer Form durchdrehte, daß ich mit Löschen gar nicht mehr hinterher kam. Viel später schrub ich irgendwann was über Hasan, indirekt, „die geile Sau“, und sie spukte daraufhin im Spam-Keller hyperventilierend herum, weil sie dachte, ernsthaft, sie sei mit „die geile Sau“ gemeint gewesen 😀 …

  117. T. Albert Oktober 23, 2010 um 11:19 pm

    nicht solidarität, brötchen mit quark macht stark!

  118. netbitch Oktober 23, 2010 um 11:21 pm

    Ich bitte doch sehr darum, als geile Sau exklusiv gemeint zu sein. Verdrehte Männerköpfe säumen meinen Weg!

  119. momorulez Oktober 23, 2010 um 11:21 pm

    Hier lief aber gerade „Hannes Wader singt Arbeiterlieder“ in meiner iPod-Zufallsauswahl …

  120. momorulez Oktober 23, 2010 um 11:24 pm

    @Netbitch:

    Ach, wenn ich das mal von mir auch sagen könnte 😉 … ist zumindest eine Weile her. Aber gerne rede ich Dich jetzt mit „Netbitch, Du geile Sau“ an 🙂 …

  121. T. Albert Oktober 23, 2010 um 11:27 pm

    ich hab ja auch einen halswirbelbandscheibenvorfall und der knackt immer, wenn er arbeiterlieder hören muss, ganze lange wege lang.

  122. momorulez Oktober 23, 2010 um 11:28 pm

    Oha, akut? Das tut doch höllisch weh, oder?

  123. T. Albert Oktober 23, 2010 um 11:34 pm

    Naja, irgendwie immer akut, seit Jahren. Aber richtig schmerzhaft ist das nicht, solange sich die Muskulatur nicht so arg verspannt, dass sie eben weh tut. Aber dies Geknacke ist manchmal richtig ekelhaft, ich trau mich dann wirklich nicht mehr den Weg einer Frau verdrehten Kopfes zu säumen, tu es aber doch und werde stante pedes abgestraft.

  124. momorulez Oktober 23, 2010 um 11:39 pm

    O o … das ist ganz schwierig zu schreiben, O O, daß sich das transportiert … vielleicht Ô ô? Oder Ó ó? Gar Ō õ? Ø ø auf jeden Fall nicht, das hieße ja Ö ö …

  125. T. Albert Oktober 23, 2010 um 11:39 pm

    Haste das mit dem Bier jetzt geschafft?

  126. momorulez Oktober 23, 2010 um 11:40 pm

    Ja, ja, das puschelige Hundewunderwesen ist zur Strafe für mich vom Sofa gehüpft 😉 …

  127. T. Albert Oktober 23, 2010 um 11:46 pm

    Höhö? Ja, ja, schlussendlich wird gehöhnt.
    Der Orthopäde hat mich vor Jahren mal so getröstet: Es gibt Leute, ich kenne so eine Frau, die hören immer ihren Kiefer knacken.
    Therapeutisch: Ich kann sie operieren, das will ich nicht, und sie würden hinterher wissen, dass sie das nicht gewollt haben. Ich kann sie in die Psychiatrie schicken, das wollen sie nicht, ich auch nicht. Oft hilft Sprechen. Und sie müssen ihr Leben ändern.

  128. momorulez Oktober 23, 2010 um 11:52 pm

    Höhö hatte ich ja gar nicht geschrieben! Wie hieß noch das sprechende Pferd? Mr. Ed? Das hat immer so gemacht.

    Wirbelsäule operieren ist auch finster. „Menschen ohne Rückgrat gibt es schon zu viel“ hat Bettina Wegner schon zu recht gesungen. Und wurde dafür ausgelacht. Zu fein ziseliert, die kleinen Hände …

  129. T. Albert Oktober 23, 2010 um 11:54 pm

    Ja, alle lesen wieder mit, aber ich versuche sie abzulenken.

  130. momorulez Oktober 23, 2010 um 11:55 pm

    Mein iPad ist fast leer – schlaf gut!!!

  131. T. Albert Oktober 24, 2010 um 12:05 am

    Nee, höhö hattest Du nicht geschrieben. Ich hab solange ö ö vor mich hin geöht, dass es irgendwann was hauchiges bekam und das wurde leicht bösartig. So höhne ich, und denke das natürlich von anderen Menschen auch.

    Bettina Wegner, ja – aber das galt alles nur für den Osten. Im Westen hatten wir Rückgrate ohne Ende, oder wie soll ich sagen? Also, haben wir immer noch, immer härtere Rückgrate. Eben, sie wurde ausgelacht. Und unsere Kinderhände haben nichts fürchten, nie.

  132. T. Albert Oktober 24, 2010 um 12:06 am

    Tschau.

  133. hf99 Oktober 24, 2010 um 5:07 am

    Ich setze eines voraus: ich muss – sowenig wie irgendwer – mein je konkretes Leben nirgends rechtfertigen. Hier bin ich Nietzscheaner seit eh: Rechtfertigungsdruck ausüben ist nichts weiter als Machtausübung.

    Aber ich finde es interessant, was hier über mich abschwadroniert wird von leuten, die mich keine Sekunde persönlich kennen (in einem Fall einige Minuten telefonisch – der Telefonkontakt ist nicht von mir gesucht worden!), die nichts von mir wissen. Wer kennt schon wen? Aber wenn das hier eine stringente Anwendung postmoderner Theorien ist, dann haben wir einen klassischen Falsifikator vorliegen. Anbei bemerkt: Dass Isi jetzt hier auftacht, passt wie Arsch auf Eimer! Isi mobbt diverse linke Blogger als „Sexisten“ – andere noch viel schlimmer als mich – und zwar mit Lügen, die zT schlicht justiziabel sind. (Wenn zB behauptet wird, Gisela Friedrichsens Buch über den fall Pascal sei gerichtich verboten, so ist das in meinen Augen eine bereits justiziable Lüge über Gisela Friedrichsen: das Buch ist nicht verboten, im Gegenteil: Alle versuchten Klagen sind, zu Recht übrigens, abgeschmettert worden. Friedrichsen hat einmal einem Vergleich zugestimmt – was sie nicht zum Prozessverlierer macht. Gemessen an der Lobby-Arbeit, die gegen Freidrichsen aufgeboten wurde, ist das ein verdammt gutes Ergebnis! Wenn behauptet wird, ich verteidigte „verurteilte Kinderficker“, so ist das eine Lüge. Um Isi, die in meinen Augen einfach krass ist, vor sich selbst zu schützen, habe ich einige Kommentare für die Öffentlichkeit unsichtbar gemacht. Sollte man mir hier Verlogenheit oä vorwerfen, habe ich keine Probleme damit, sie wieder hochzuschalten. Allerdings müsste „Isi“ dann im Zweifelsfall mit Klagen rechnen, die ihr Budget sprengen dürften.) Nebenbei: nach meinen bisherigen Erfahrungen würden mir auch gewonnene Prozesse gegen „Isi“ nicht helfen – denn diese Prozesse belegten dann ja nur die patriarchalisch strukturierte Justiz. Und da haben wir sie: Die Logik der Inquisition: Wer leugnet, vom Teufel besessen zu sein, belegt durch seine Verstocktheit die Besessenheit. Wer zugibt, vom Teufel besessen zu sein, hats ja zugegeben. Man ist also immer vom Teufel besessen. Kurzum: Anklage und Urteil identisch, keine Chance für den Angeklagten!

    Soll ich jetzt auf che´s Fernanalyse meiner Person eingehen? Der Kasus macht mich lachen! Gerade weil ich aus der Schopenhauer/Nietzsche/Benn (sic!)-Ecke herkomme: Künstlerisch, offen für jede Perspektive, auch das Verquere in Blick nehmen…alles richtig. Bei mir gabs nur ne Abnweichung vom Schema: Ich unterschreibe Nietzsches „Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen…“ gerade deswegen, weil ich weiß (und Nietzsches Einsichten somit Ernst nehme!), dass dies nicht das letzte Wort ist, nicht das letzte Wort sein kann, denn es gibt kein letztes Wort. Hat, außer mir, jemand Foucaults ´unendliches Sprechen´ mal gelesen? Wenn ich mir hier meine – ätsch – identitär-festlegenden Ferndiagnosen meiner Person so lese, muss ich denken: nein, offenkundig nicht!

    Was ich D E R (ätsch!) Postmoderne vorwerfe sind zwei Dinge:

    In ihrem – bei Nietzsche stringent vorformulierten, aber schon bei Montaigne, bei Shakespaere, bei den Vorsokratikern nachweisbaren – Perspektivismus haben sie zwei Dinge vernachlässigt:

    1. Dass es einen rudimentären und unproblematischen Tatsachenbegriff gibt
    2. Dass bestimmte moralische Essentials (zB Folter fällt aus wegen iss nich, punkt) transperspektivisch gelten müssen.

    Ich habe mich – letztlich steht Thomas Manns Nietzsche-Rezeption hier Pate – in Bezug auf die Postmoderne immer auf Folgendes mit mir einigen können: Sie hat völlig Recht…ästhetisch! Sobald gesellschaftliche und moralische Variablen dazukommen, müssen wir neu verhandeln. Über die Sichtweise des klassischen Marxismus auf Nietzsche (Apologet der Konterrevolution) müssen wir nicht reden, aber soviel erwarte ich denn schon von Adormo-gestählten/erweichten (huch, welche schwulenfeindliche Metapher!) Diskutant/inn/en: Dass sie das Moment des Wahren in Lucacks Verdikt wahrnehmen. Natürlich war Nietzsche/sein Konzept ua a u c h faschistisch. Und wer mir jetzt antworten „Aber warum hast Du denn ein Problem damit, wenn Dir attetstiert wird, Dein Konzept sei a u c h ein Herrenmenschenkonzept!“, so antworte ich: Habe ich gar nicht. Kann man hier ja auch nachlesen. (Ich sagte mehrfach, und das ist auch so, dass Momos Ansatz der grundlegendere und letztlich wichtigere wäre). Dann aber sollten che und Momo, ohne dass es sie persönlich trifft, auch zu einer Diskussion bereit sein, ob ihr Argumentationsverfahren nicht auch Assonanzen aufweist zur Inquisition, zum „Schuldig bei Verdacht“. Und damit habe ich che und Momo nicht zu Inquisitoren erklärt.

    ich würde es für fruchtbar halten (O-Ton Adorno 😉 ), wenn wir hier einmal weiter diskutierten.

    Der radikale Perspektivismus kann es nicht sein. Ums mal knallehart zu sagen: Dann ist der Satz „xz wurde ermordet“ auch nur ne „Perspektive“ (unter vielen). Da ich kein Denunziant bin (schon gar kein verbeamteter Denunziant – wäre schön!), sage ich natürlich nicht: Wer Nietzsches Perspektivismus hochhält, ist Auschwitzleugner. Aber strengenommen läuft die Prerisgabe des tatsachenbegriffs in jeder Form genau darauf hinaus. Ungewollt von den Wohlmeinenden, aber darauf läuft es hinaus. Immer wieder haben sdich anintellektualisierte auf Derrida und Consorten berufen. Derrida selber hat sich das – zu Recht – verbeten. Aber dann muss man über postmoderne Verfahren kritisch reden.

    Völlig zu recht wird die klassische Moderne – Repräsentation, Abbildtheorie etcetc – kritisch dekonstruiert, wird gefragt, was könne das mit dem Faschismus zu tun haben. (Viel!, ich will es verraten!) Dann müssen metakritische Verfahren sich dieser Frage aber auch stellen. ich erinnere an Benn, der 1933 für den Reichsrundfunk seine Antwort an Klaus Mann formulierte. Benns Antwort war nicht repräsentationsfaschistisch. Sie war postmodern. Das widerlegt die Postmoderne sowenig, wie der ekelhafte „Neger“-Artikel in der Encyclopaedie die Repräsentationstheoretiker widerlegt. Aber es belegt: Niemand hat hier einen moralischen Surplus!

    Der Streit zwischen prima philosophia Komnzepten und metakritischen dauert nunmehr 2.500 Jahre an. Wäre Zeit, sich hier mal über Mindeststandards zu einigen.

  134. hf99 Oktober 24, 2010 um 5:12 am

    neben einigen Tippfehlern: „anintellektualisierte“ ließ: „anintellektualisierte Rechte“

  135. momorulez Oktober 24, 2010 um 8:40 am

    Ach, nur das:

    – Ich kann das, was Du über Isi schreibst, nicht beurteilen und müsste da ggf. jetzt selbst Sachen löschen, die ich jedoch als Meinungsäußerung, nicht Tatsachenbehauptungen lese, deshalb lasse ich sie stehen.

    – Ich habe keine Ahnung, wie Du im sonstigen Leben bist und kann mich nur auf das beziehen, was ich von Dir lese.

    – Das mit dem „inquisitorisch“ ist tatsächlich grober Unfug und selbst ein inquisitorischer Trick.

    – Es stimmt, daß ich nicht ausreichend betont, anerkannt und gewürdigt habe, daß Du an einem Punkt deutlicht betont hattest, daß Du den, den umfasserenden Rahmen betreffend, meine Ansicht teilst. Was ich jetzt nicht aus Rechthaberei schreibe. Hätte ich müssen. Was dann abging, war trotzdem unter aller Sau.

    – Was die moralische Komponente betrifft, bin ich so allgemein sogar bei Dir, was die Postmoderne-Kritik betrifft. Ansonsten ist mir das zu wirr, was Du da schreibst; vielleicht muss ich es einfach noch mal genauer lesen. Vielleicht reicht aber der Hinweis, daß Habermas für mich nicht minder wichtig ist als Foucault. Und daß es kein totalisierter Perspektivismus ist, zu kritisieren, wenn Du ausgiebig über allerlei von Dir Abweichendes und den Umgang mit diesem dozierst, komischerweise aber die mehrheitsgesellschaftliche Perspektive nicht in Frage gestellt oder auch nur thematisiert wird – wenn, dann nur als inquisitorischen Praktiken ausgesetzt oder moralisch untervorteilte.

    Stattdessen metzelst Du nieder, was die Objekte, die als Abweichendes konstituiert werden, zu sagen haben, ja, forderst gar die Löschung ganzer Threads (der beim Che), weil sie es wagten, ihre Sicht der Dinge zu äußern. Um mal beim Kernthema zu bleiben. Finde ich immer noch unglaublich.

    Daß Du zudem seitenweise referierst, „die Linken“ würden Denkverbote produzieren, Fakten einfach nicht zur Kenntnis nehmen, ständig inquisitorisch agieren usw. ist zudem politisch ziemlich klar zu verorten. Und das hat mit irgendwelchen Philosophenlektüren auch gar nix zu tun.

    Würde ich jetzt so agieren wie Du, könnte ich mich die nächsten drei Jahre darüber ereifern, Du habest mich einen Auschwitz-Leugner genannt.

  136. che2001 Oktober 24, 2010 um 11:21 am

    @Hartmut, abgesehen davon, dass wir mehr als einmal miteinander telefoniert haben und ich das mit dem „nicht gesucht“ anders in Erinnerung habe, stellte meine „Ferndiagnose“ eigentlich den Versuch dar, so etwas wie Verständnis für Deine Position zu wecken, obwohl ich sie nicht teile. Da überwiegt bei Dir wohl nur noch die Abwehrhaltung. Schade.

  137. che2001 Oktober 24, 2010 um 11:36 am

    @“daß die meisten Pseudolinken sowieso am liebsten Antirassismus, Kampf gegen Homophobie und Sexismus betreiben, ohne sich dabei noch mit den lästigen Befindlichkeiten von Migranten, Schwarzen, Schwuppen und Frauen beschäftigen zu müssen“ —– So ähnlich, nicht ganz so habe ich das auch erlebt, und das ist einer der Gründe, weswegen es überhaupt eine Antira gibt: Uns erschien die Art und Weise, wie Antifas bis Anfang der 90er mit Flüchtlings umgingen, nämlich als Objekten, als den zu schützenden Opfern, ebenso wie die wohlwollende Bevormundung durch Kirchens und einen bestimmten Typ SozialarbeiterInnen als völlig daneben und das genaue Gegenteil von sozialrevolutionär, woraus der Anspruch entstand, mit denen gemeinsame Praxis zu machen.

  138. momorulez Oktober 24, 2010 um 11:50 am

    @Che:

    Da wart ihr dann sehr voraus schauend – mal ab davon, daß ich schon glaube, guten Gewissens sowohl im Rahmen meiner studentischen Versuche als auch meiner beruflichen Praxis, so weit das da mögluch war, und oft war es das, ganz unabhängig von meinem Denken schlicht jenen, die sonst Objekt sind ihre Perspektive und ihrer Subjektivität Raum zu geben, zu versuchen, sie zur Entfaltung bringen zu können, erlebe ich das Problem in den letzten Jahren noch mal verschärft und immer schlimmer werdend, das Du auch schilderst. Gerade bei Diskussionen im St. Pauli-Rahmen kann ich manchmal einfach nur noch den Kopf schütteln. Ganz viel von der Wut, die sich hier Bahnen bricht, verdankt sich diesem Eindruck. Und auch wenn meine POC-Freunde ja tatsächlich andere Schichten sind als jene, die Du in der von mir sehr bewunderten Flüchtlingsarbeit triffst, glaube ich schon, da einigermaßen sensibilisiert zu sein. Und die Widerstände sind echt gewaltig, auf die man auch in meinem Feld trifft, denen auch nur ganz leicht und leise eine Stimme zu verschaffen. Da sind wir ständig am fighten und dringen nicht durch.

  139. hf99 Oktober 24, 2010 um 12:02 pm

    „Würde ich jetzt so agieren wie Du, könnte ich mich die nächsten drei Jahre darüber ereifern, Du habest mich einen Auschwitz-Leugner genannt.“ Ich hatte relativ deutlich gesagt, dies solle Euch Eure Methode spiegeln.

    Persönlich nehme ich, was Ihr mir hier andekonstruiert, sowieso nicht Ernst, dazu erinnert es zu stark an den Genossen Kulturfunktionär Dumm-Dumm in der Kreisleitung, wie er Schriftstellern sozialistischen Realismus erklärt und oppositionelle Haltung als Scheinwissenschaft „entlarvt“. „Abwehrhaltung“ trifft es nicht: ich muss einfach kichern. Ihr schmort im eigenen Saft und merkt nicht, was ihr hier eigentlich treibt. („Formale Logik ist bekanntlich eine bürgerliche Wissenschaft. In unserem Arbeiter-und-Bauern-Staat denken wir dialektisch!“)

    So, war mein letzter Versuch, auf Augenhöhe zu diskutieren; als Objekt irgend welcher Ferndiagnosen stehe ich persönlich nicht zur Verfügung. Ich kann Euch natürlich nicht daran hindern, einen Anti-Hartmut-Fred bis in alle säkulare Ewigkeit weiterzuschreiben – finds nur witzig, wie alle sich um mich Bemühen, darum, mein Wesen und Sein zu verstehen: Bin ich so wichtig? Bin ja ganz gerührt…

  140. Loellie Oktober 24, 2010 um 12:21 pm

    „Persönlich nehme ich, was Ihr mir hier andekonstruiert, sowieso nicht Ernst,“

    „So, war mein letzter Versuch, auf Augenhöhe zu diskutieren“

  141. momorulez Oktober 24, 2010 um 12:29 pm

    Er hat uns Stasi-Kreisleitung genannt! Oder so ähnlich.

    Wir Zwerge wir, angesichts der Größe dieses Geistes … hat er uns aber feinsnnig gespiegelt. Wie gelungen! Wie pointiert! Man, wie gewitzt… in Scham liegen wir da, geblendet, total überfordert, zerschmettert …

    Was für ein Fatzke. Philosophendarsteller.

  142. Loellie Oktober 24, 2010 um 2:12 pm

    Mal sehn was WordPress macht, wenn man eine Playlist verlinkt.

    Muss man eigentlich gesehen haben und speziell ab der Mitte des dritten Teils bekommt man den Eindruck, die hätten diese Diskussion hier mitgelesen.
    5 Teile, ca 45 Minuten. Glotzbefehl, das Wetter ist eh trübselig.

    Mirrors of Privilege: Making Whiteness Visible

    Das Leben von einigen gelynchten Schwulen, egal wieviel das nun konkret waren, gegen das Leid hundertausender in Gefängnissen, Klappsmühlen und Konzentrationslager verschleppter Homosexueller abzuwägen, aufzurechnen, um Fortschritt und Moderne zu bemessen, ist eine Diskussion, zu deren Herkunft Che erheblich kompetenter refferieren kann als ich. Müssig der Hinweis, wer davon profitierte, wer dadurch ein Privileg erlangt hat.

    Auch empfehlenswert

    Tim Wise-The Pathology of White Privilege

    da find ich keine Playlist. Könnt ihr ja selber suchen. Nach Tim Wise zu googeln ist grundsätzlich eine gute Idee.

    Natürlich muss man die Aspekte Klasse und Oekonomie berücksichtigen, aber syastematisch sehe ich, je mehr ich mich mit Whiteness beschäftige, je weinger Differenz zu Heteronormativität.

  143. T. Albert Oktober 24, 2010 um 2:17 pm

    „Formale Logik ist bekanntlich eine bürgerliche Wissenschaft. In unserem Arbeiter-und-Bauern-Staat denken wir dialektisch!“

    Hm. Das ist komisch.

    Benn und seine grossen Reden im Reichsrundfunk – weder postmodern noch komisch, dafür so bedrohlich, wie sie auch waren.
    Wenn ich so von unten hochsehe, auf unerreichbare Augenhöhe anderer zu hüpfen versuche, erscheint es mir so, dass die Repräsentationsfaschisten den in ihrem Sinn noch zu gemütlich fanden. Aber einen guten Job hat er schon gemacht, sie dankten ihm nur unverschämterweise nicht. Nietzsche, die ästhetische Quasselstrippe, hätten sie auch im Klo eingesperrt. Gut, dass der Mann von griechischer Skulptur und Malerei nix verstand, sonst könnte man auf deutsch auch darüber nicht mehr sprechen.

  144. che2001 Oktober 24, 2010 um 3:49 pm

    Uns mit SED-Kreisleitern zu vergleichen hat ja noch nichtmal die Kommentatorenkurve bei A-Team versucht. Das ist noch jenseits von dem, was die Offstimme erzählt, kommt aber von jemandem, der in Kreise hineingehört, die teilweise die Unseren sind. Bin gerade ziemlich fassungslos.

  145. che2001 Oktober 24, 2010 um 3:58 pm

    @“Und auch wenn meine POC-Freunde ja tatsächlich andere Schichten sind als jene, die Du in der von mir sehr bewunderten Flüchtlingsarbeit triffst, glaube ich schon, da einigermaßen sensibilisiert zu sein.“ —- Ich schätze, Deine POC-Freunde sind da sehr viel strikter als die Flüchtlinge, die ich so kennengelernt habe. Vielen von denen sind so traumatisiert, dass untereinander und auch mit solidarischen Deutschen sehr rauhbeinig-selbstverarschend umgegangen wird. „Zarathustra ist nicht zum Treffen gekommen. Na, typisch Iraner, immer am Flüchten!“ „Ich finde meinen Schlüssel nicht, hast Du Scheißzigeuner ihn mir geklaut? „Der liegt doch auf deinem Rücksitz, perverser Perser!“ und so weiter z.T. am laufenden Tag. Tatsächlich rassistische Sprüche finden die allerdings überhaupt nicht komisch und reagieren da sehr eindeutig. Diejenigen, die aus schwarzafrikanischen Ländern kommen, haben außerdem ein sehr ambivalentes bzw. distanziertes Verhältnis zu schwarzafrikanischen Studierenden in Deutschland: Das sind für die „Pflanzersprößlinge“, die Söhne und Töchter der gesellschaftlichen Eliten, gegen die sie in ihrer Heimat gekämpft haben.

  146. momorulez Oktober 24, 2010 um 4:02 pm

    Der überlegene Geist spiegelt selbstverständlich nur jene, die zu ihm aufschauen müssen … lasset uns huldigen Hartmut, in dessen Glorienschein das wahre, tiefe Verständnis der Gesetze formaler Logik schimmert, der uns unsere Winzigkeit noch pädagogisch sanftmütig vor die verblendeten Augen führt. Auf den Höhen dieses Denkens muss er einsam sitzen angesichts der niederen Meute, die untermenschelnd und profan ihm seine Weihen neidet …

  147. che2001 Oktober 24, 2010 um 5:44 pm

    Auf meinem Schreibtisch sitzt ein kleiner Buddha. Das ist wahrscheinlich das geistige Niveau, dem er angehörig ist…

    Wundert mich übrigens, wie ungeheuer allergisch Andere auf den Nörgler reagieren. Dabei haben sie den „bösen“ Nörgler aus Dotcomtod-Zeiten gar nicht mehr kennengelernt.

  148. momorulez Oktober 24, 2010 um 7:23 pm

    Wie kommst Du jetzt auf Nörgler? Der hat doch eine ganz andere Qualität als Hartmut. Da spürt man, wie tief der in das, was für ihn Wahrheit ist, eingetaucht ist, und daß es ihm da wirklich um das geht, was er vertritt, nicht um irgendeinen seltsamen Film, der gerade abläuft. Nörgler kann man ja nach jedem Konflikt noch respektieren, und er tut das umgekehrt auch und würde „was für ihn Wahrheit ist“ genau so im Falle des Gegenübers schreiben – und dabei natürlich an seinem Standpunkt fest halten. Ich muss das ja nicht teilen, was er denkt, und dann krachen wir auch tierisch aufeinander – was Nörgler schreibt, speist sich aber aus viel umfassenderen Denk-, Lektüre und auch Lebenserfahrungen als die quasi-theoretische Ablenkung genau davon, die Hartmut hier gerade betreibt.

    Im Grunde genommen tut es mir aber bei Hartmut auch leid, zu dieser kompletten Selbst-Demontage seiner selbst und ja auch Blamage Anlaß gewesen zu sein. Zum Glück passiert das hier bei Kommentar 120 oder so. Hätte ich das damals geahnt, daß der sich derartig selbst aus allen ernstzunehmenden Diskussionszusammenhängen katapultieren würde, hätte ich bei der Debatte bei Dir mit zusammen gebissenen Zähnen einfach die Schnauze gehalten und vorsichtshalber „Ja, Bravo, großartig, toll, Du!“ gerufen. So was kann man ja nicht ahnen bei jemandem, der ansonsten ganz vernünftig wirkt.

    Sorry, daß ich zu Deinem anderen Kommentar gar nix geschrieben hatte, aber der steht ja im Grunde genommen auch für sich, oder?

  149. momorulez Oktober 24, 2010 um 7:28 pm

    @Loellie:

    Sorry, heute war zu viel Leben ( und Fussball) – ich gucke mir die Tage die Videos an!

    Hinsichtlich des Zusammhangs zwischen Heteronormativität und „Whiteness“ bin ich mir mittlerweile 100ig sicher.

  150. Nörgler Oktober 24, 2010 um 8:12 pm

    „Dabei haben sie den „bösen“ Nörgler aus Dotcomtod-Zeiten gar nicht mehr kennengelernt.“
    In der DCT-Zeit habe ich doch all das Böse in mir verbraucht, sodass ich jetzt nur noch lieb sein kann.
    😉

  151. Isi Oktober 24, 2010 um 8:50 pm

    Und: Ich stalke niemanden! hartmut spinnt.

  152. che2001 Oktober 24, 2010 um 9:45 pm

    Wie ich auf Nörgler komme? Der wurde doch drüben bei Hartmut als noch viel schlimmer als Du gebasht und als völlig bösartig, aber wohl drogengesteuert bezeichnet. Man verglich „uns“ ja miteinander. Und ich nehme immer dazu Stellung, was über meine Freunde gesagt wird, besonders, wenn es nicht zutrift.

  153. che2001 Oktober 24, 2010 um 10:26 pm

    Was hat das Alles auf diesem Blog zu suchen? Die SED-Kreisleitung bittet Genosse Momo um Löschung.

  154. T. Albert Oktober 24, 2010 um 10:38 pm

    Ja, was soll das? Das ist der Statistik-Wahn.
    hf99 kann der aber auch egal sein, wie sein zustimmendes Welding-Rapper-form-Zitat bei sich beweist. Alles verifiziert und falsifiziert sich, hach.

  155. Urfaust Oktober 24, 2010 um 11:22 pm

    „Die SED-Kreisleitung bittet Genosse Momo um Löschung.“

    Solche Perlen der unfreiwilligen Komik darf man doch nicht löschen!
    Die Debatte von hf99 und Isi ist eine wirklich schöne Parodie auf die vorangegangene Diskussion, die ja auch schon nicht gerade unkomisch ist. Nur weiter so!

  156. Isi Oktober 25, 2010 um 5:39 am

    Ja, es ist nur typisch und die Veranschaulichung eines der vielen Probleme, die man bekommt, wenn man sich auf hartmut einläßt. Diskutieren mit hartmut ist wie Zähneziehen, allerdings ohne Betäubung. Man bittet hartmut zu atmen und er kriegt dicke Backen, läuft in ca. 4 Minuten blau an und prustet los, dass man ihn gerade umbringen wollte….

    Mehr wollte ich nicht gesagt haben und ich danke – ganz trivial – für ein kleines bisschen Wiedergutmachung. Ansonsten bin ich schon wieder ruhig.

  157. momorulez Oktober 25, 2010 um 7:15 am

    Na, dann wäre das ja auch diskutiert. Inhaltlich will ich mich da gar nicht einmischen, dazu bin ich in dem Thema zu wenig drin. Löschen möchte ich eigentlich nicht, siehe Urfaust.

    Che, das mit den Drogen im Bezug auf Nörgler hatte ich sogar noch gelesen 😀 – das fand ich, verzeih mir Nörgler, deshalb witzig, weil dies „Die nehmen Drogen!“ dieses ganze kleinbürgerlich-piefige Weltverständnis, für das Hartmut und Genova so symptomatisch sind, auf den Punkt bringt. Das sich halt nach Größe sehnt und dann doch immer abkackt.

  158. hf99 Oktober 25, 2010 um 10:01 am

    Aber meinst Du nicht auch, dass dies auch für groteske Unterstellungen gilt (egal, wie indirekt), ich wolle Momo umerziehen? Was ja insbesondere vor dem Hintergrund falsch sein muss, dass ich hier selber genau Bescheid weiß – zu genau, um es öffentlich zu machen, denn ich poste unter Klarnamen (wir reden nicht über Illegales, schon aber über „abweichendes Verhalten“).

    „Hartmut führe seine Täterverteidigung und Tätersolidarität im Modus eines abstraktiven Raffinements durch“

    Wiederum richtig!

    Bin ich jetzt böse, wenn mich diese blitzgescheite rhetorische Analyse aber auch an gewisse andere Threads erinnert?

    Ich habe halt eine andere Haltung zum Thema „Was ist, wenn einzelne Mitglieder unterdrückter Minderheiten sich selber fragwürdig verhalten?“ Ich finde die Gegenoffensive da die richtige Haltung: „you, stimmt, Werner Nachmann hat um Geld beschubst! Und nun, Du Nazi-Arsch?“ Man kann ja darüber diskutieren, ob mein Konzept Gegenoffensive stimmig ist. Aber die Zuschreibungen, die ich hier lesen muss, hinterlassen mich entweder entsetzt oder kichernd. „weil dies „Die nehmen Drogen!“ dieses ganze kleinbürgerlich-piefige Weltverständnis, für das Hartmut und Genova so symptomatisch sind“ – also, das ist mir bleibender Lachanlaß. Und wenn ichs dann auch mal zurückspiegel – mit Hilfe eines Zitats aus Kunzes wunderbaren Jahren – mimt alles den Empörten. Ich habe nichts gegen Polemik – aber wer polemisiert, sollte selber auch Einstecken können.

    so, schnell noch mein ceterum censeo: Ja, ich finde es richtig und aufklärerisch, Sarrazin seinen eigenen Mist per reductio ad absurdum um die Ohren zu ballern!

  159. Loellie Oktober 25, 2010 um 10:30 am

    Stimmt, hf99 wäre garnicht fähig sinnfreien Dreck zu schreiben und er ist auch noch nie in eine Diskussiun über Rassimus gepoltert um anwesende Ausländer mit rassistischen Schimpfwörtern zu bewerfen. Dabei hat er ja absolut recht, denn zu definieren, was Rassimus und Diskriminierung ist, steht einzig heterosexuellen weissen Männern zu. Wem sonst.

    Das ausgerechnet der Nörgler offenen Rechtsextremismus mit Aufklärung verwechselt, finde ich allerdings erschreckend, wenn auch nicht wirklich verwunderlich.

  160. Nörgler Oktober 25, 2010 um 11:15 am

    @ „Aber meinst Du nicht auch, dass dies auch …“
    Die Entscheidung, wann, wie und wozu ich mich äußere, sollte bei mir verbleiben.

    @ „Das ausgerechnet der Nörgler offenen Rechtsextremismus mit Aufklärung verwechselt, finde ich allerdings erschreckend, wenn auch nicht wirklich verwunderlich.“
    Da ist es aber höchste Zeit, dass Loellie mir mal wieder Prügel, den Staatsanwalt und den Verfassungsschutz androht.

  161. hf99 Oktober 25, 2010 um 11:22 am

    „Die Entscheidung, wann, wie und wozu ich mich äußere, sollte bei mir verbleiben.“ Und die Entscheidung, wann ich offenkundige Parallelen feststelle, mir.

  162. Nörgler Oktober 25, 2010 um 11:29 am

    Du darfst Parallelen feststellen wie immer Du magst. Doch die an mich gerichtete Frage, ob ich nicht ebenfalls meine, dass …, ist etwas ganz anderes.

  163. netbitch Oktober 25, 2010 um 12:00 pm

    Na, wenn das Vertreten einer bestimmten Art von Logik unter Nichtbeachtung von Subjektivitäten und Ausklammern von Machtverhältnissen bereits offen rechtsextrem ist, dann regiert uns wohl die NSDU, und der Rauch aus dem Heizkraftwerk, den ich gerade sehe, von wem kommt der wohl;-)

  164. momorulez Oktober 25, 2010 um 12:23 pm

    Dieses Isquerdia-Thema nervt mich jetzt doch – habe es ursprünglich nicht gelöscht, weil ich mich an eine Aussage Isquerdias erinnert, daß Hartmut immer alles dafür tuen würde, auch ja Männer als die Opfer intriganter Feministinnen da stehen zu lassen. Das teile ich zwar nicht, das gehört aber zum Thema. Diese Detaildiskussionen hingegen will ich hier eigentlich nicht stehen lassen. Hartmut, wenn Du gestattest, lösche ich die nun doch weg. Nicht wegen irgendwas gegen Isis, sondern wegen „hat hier nix zu suchen“.

    „Ich habe halt eine andere Haltung zum Thema „Was ist, wenn einzelne Mitglieder unterdrückter Minderheiten sich selber fragwürdig verhalten?“

    Was ist an dieser Frage von Interesse? Das füllt ganze Bibliotheken, daß sich Mehrheitsggesellschaftler auf genau diese Fragestürzung geradezu stürzen, das Fehlverhalten der als deviant ganz real produzierten. Es geht gesamtgesellschaftlich primär um genau diese Fragestellung, seit Jahrhunderten, deshalb frage ich mich, wieso die hier nun ach so tricky und spitzfindig daher kommt. Das sind schlicht die Tricks derer, die gegen „Political Correctness“ zu agitieren vorgeben. „Zurück in die Herkunftsländer“ ist da zum Beispiel eine populäre Antwort. Und es ist schon einigermaßen nervig, daß, kaum thematisiert man das Verhalten der Minderheiten in Relation zu jenem der Mehrgesellschaft und deutet es als Anpassungsprozeß, Hartmut um die Ecke spaziert kommt und über Ausländerkriminalität diskutieren möchte.

    Ansonsten geht es nun definitiv nicht darum, ob Hartmut „böse“ ist. Das ist doch genau der grobe Unfug, daß Du kolossal damit nervst, das auf eine solche Frage zuzuspitzen.

    „Aber meinst Du nicht auch, dass dies auch für groteske Unterstellungen gilt (egal, wie indirekt), ich wolle Momo umerziehen?“

    Entschuldige bitte, den müsste ich mir gerne, weil ich eine Antwort parat hätte, von Genova anhören, aber bestimmt nicht von Dir. Du kannst nun natürlich noch sonstwas auf Dich beziehen, es gibt ja Leute, die sind so, aber dieser Thread heißt so aufgrund eines Kommentars von Genova, nicht von Dir.

    Ich muss mir schon seit Wochen diesen Quatsch anhören, ich hätte Dir den Willen zur Homo-Heilung angedichtet – nein, habe ich nie. Du erfindest permanent, wogegen Du anzurennen vorgibst.

    Um das eigentliche Thema offenkundig tatsächlich nicht zu verstehen und auch nicht verstehen zu wollen, sonst würdest Du ja nicht ständig die „Unauflöslichkeit eines Konfliktes“ behaupten, den ich mit T. Albert, Che und Bersarin gar nicht habe und mit Nörgler auch schon lange nicht mehr.

    Und könnte es nicht, daß ich das kleinbürgerlich einfach nur „gespiegelt“ habe? Das kam ja im DDR-Kontext von Dir. Das mit dem „spiegeln“ kann man ja immer behaupten. Und warum „spiegelst“ Du denn angeblich? Es sei noch einmal fest gehalten, daß Dir überhaupt niemand was wollte und Du ständig, geil, männlich, den wilden Stier gibst, um Dich dann als Opfer aufzuspielen. Das mag ja für Dich eine ganz unterhaltsame Tätogkeit sein, mir geht das nur noch auf den Geist.

  165. hf99 Oktober 25, 2010 um 1:01 pm

    „nein, habe ich nie. Du erfindest permanent, wogegen Du anzurennen vorgibst. “ – ich würde mir da mal Loellies abstruse Kommentare antun. Den Ball könnte ich jetzt elegant zurückgeben. Wer sagt Dir, dass ich Dich meinte? Übrigens hast Du explizit mir ein kleinbürgerlich-piefiges Weltverständnis angedichtet,

    „Was ist an dieser Frage von Interesse? Das füllt ganze Bibliotheken, daß sich Mehrheitsggesellschaftler auf genau diese Fragestürzung geradezu stürzen“

    wäre das wirklich bloß so, hättest Du unstreitig Recht. (Und ich bestreite natürlich nicht, dass BILD sich gar nicht mehr einkriegt vor lauter klammoffener Begeisterung, wenn es irgendwann einmal ausnahmsweise wirklich Migrantengewalt zu „bewundern“ gibt.) Aber es werden hier seit einigen Jahren eben auch makellose Helden produziert, will sagen: seit einigen Jahren (fatalste Entwicklung: eine Art sehr unguter Philosemitismus) gibt es eine hochproblematische polit-religiöse Opfer-Metaphysik. Stichwort: Das „authentische“ Opfer und sein „Anliegen“. In diesem Pathos von Makellosigkeit liegt eine abgrundtiefe Verlogenheit verborgen – das sollte Dir jetzt nicht fremd sein. Und das meine ich eben gerade nicht gegen die n i c h t makellosen (who cares!) realen Opfer selber, wie zB Dich. Die tun mir eher leid, weil sie sich für polit-religiöse Ersatzhandlungen instrumentalisieren lassen. Es geht mir ums Publikum, die, anstatt sich einmal mit dem schäbigen Schwulenhaß in der eigenen Familie zu befassen, lieber rosa-Winkel-Ausstellungen besuchen und janz bätroffn wiedakommn. Habe dazu vor Jahren schonmal was geschrieben – es ging auch um den Aspekt Fake-Bios. Zu jeder realen Opfergruppe gibt es inzwischen fake-Bios („Ich war Sklavin in Afrika“ etc), und das ist kein Zufall. Werds heute oder morgen schaffen, dazu noch etwas Neues zu bringen. Stichworte: Demission der Helden ist vonnöten. Türkische Einwanderer sind weder Kümmeltürkdreck noch makellose Multikultiprojektionsobjekte, sondern Menschen.

  166. Loellie Oktober 25, 2010 um 1:26 pm

    „Na, wenn das Vertreten einer bestimmten Art von Logik unter Nichtbeachtung von Subjektivitäten und Ausklammern von Machtverhältnissen bereits offen rechtsextrem ist“

    Das meine Existenz von Vetretern einer bestimmten Art von Logik zur Eliminierung, verzeihung, Ausklammerung vorgesehen ist weiss ich.
    Frank Pierson hat mal einen sehenswerten Film über unaufgeregte Logiker beim Kaffeekränzchen gemacht

    http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Wannseekonferenz_%282001%29

    Immer wieder erstaunlich wieviele Abwandlungen von „halts Maul Votze“ der bürgerliche Nachwuchs beim herumgammeln an Hochschulen so lernt.

  167. hf99 Oktober 25, 2010 um 2:20 pm

    Nur schnell für die, die es interessiert, zum Aspekt Fake-Bios: http://feuerherz.blog.de/ Es geht im Blog zunächst um meharis „ich war Kindersoldatin“ (woran es inwzischen deutliche Zweifel gibt), Peter Disch hat aber auch weitere Fake-Bios gesammelt. Gipfel der Skurrilität für mich: Defonseca – als Holocaustüberlebende von Wölfen ernährt (da wird dann auch die Mami-Erde-Fraktion gleich mit bedient). Es gibt da nichts, was es nicht gibt.

    Zum Modellfall gefaketer Bios überhaupt: http://www.ganzfried.ch/

    Daniel Ganzfried spricht zu Recht vom „Holocaust-Zirkus“.

    Die Reaktion der Entlarvten ist eigentlich immer gleich: Man wolle wohl (und jetzt bitte das Erwünschte ankreuzen oder selber eintragen: den Holocaust leugnen/die Problematik Kindersoldaten leugnen/____________________________)

  168. momorulez Oktober 25, 2010 um 2:35 pm

    „noch makellose Multikultiprojektionsobjekte“

    Da das in der Tat niemand jemals behauptet hätte, weiß ich auch nicht, wie Du darauf kommst. Daß dergleichen die linke Weltsicht prägen würde, behaupten Broder und Konsorten, Du und sonst niemand. Insofern kann ich Loellies Kommentare auch nicht nur abstrus finden, wenngleich ich so weit nicht gehen würde. Ich habe aber volles Verständnis für die dahinter stehende Wut.

    „gibt es eine hochproblematische polit-religiöse Opfer-Metaphysik. Stichwort: Das „authentische“ Opfer und sein „Anliegen“. In diesem Pathos von Makellosigkeit liegt eine abgrundtiefe Verlogenheit verborgen“

    Das Beispiel, das Du danach bringst, stützt die These nicht. Ich weiß nicht, was Du damit meinst. Was ich weiß, ist, daß es zum Beispiel zur Geschichte der Bundesrepublik dazu gehört, Schwule, die in KZs saßen, nicht zu entschädigen und die Opfer in Abschiebehaft gar nicht mehr wahr zu nehmen. Und diese seltsame Rhetorik, die Du anstimmst, trägt nun auch nicht gerade dazu bei, für beides Bewußtsein zu schaffen.

    Philosemitismus und Sklavinnen in Afrika ist noch mal ein Spezialthema, weil das quer liegt zu dem, was wir hier gerade diskutieren.

    „Übrigens hast Du explizit mir ein kleinbürgerlich-piefiges Weltverständnis angedichtet“

    Du mir doch auch.

  169. momorulez Oktober 25, 2010 um 2:37 pm

    @Isi + Hartmut:

    Darf ich euren Diskurs zu juristischen Spezialthemen denn jetzt löschen? Und Dich, Nörgler, dann partiell auch?

  170. T. Albert Oktober 25, 2010 um 2:42 pm

    @hf99
    Also, langsam interessiert es mich ja doch.
    Was haben jetzt gefakete biographische Erzählungen irgendwelcher Leute, dass Opfer sich polit-religiös instrumentalisieren lassen, sodass sie Dir leid tun, und angeblich irgendwo generierte Helden mit dem ganz normalen Alltagsrassismus, der ja auch Opfer von Sprechverboten, Neuköllner Türken, dem Islam und Herrn Nachmann und ungutem Philosemitismus ist, gell, zu tun?

    Ich weiss gar nicht, wie ich mich ausdrücken soll, Herrgottnochmal.

    Das hör ich doch den ganzen Tag sowas, um was gehts bei Dir? Was hat der Nachmann mit dieser Suppe zu tun? Um was gehts?
    ALle diese Politiker und Publizisten, die in Talkshows rumhängen, die ja nur noch dieses eine, superwichtige Thema traktieren, haben neuerdings immer türkische FReunde, die bestens integriert sind. Sie loben auch immer den einen oder die zwei türkischen Mit-Talker als beste Gegenbeispiele der Integrationsunwilligen. Schon mal beobachtet?

  171. momorulez Oktober 25, 2010 um 2:52 pm

    Das mit den „Fake-Biographien“ ist ja genau das, was mich auch zickig macht – das ist immer die Nummer, die Ausnahme zur Regel zu erklären, um Bevölkerungsgruppen zu stigmatsieren. Und so ganz am Rande taucht dann auch mal wie zuffällig das Verhalten der deutschen Mehrheitsgesellschaft auf. Ansonsten wird jegliche Diskussion auf gefaktete Identitäten und „Ausländerkriminalität“ gelenkt.

    Mir tut Hartmut übrigens auch leid.

  172. momorulez Oktober 25, 2010 um 2:56 pm

    PS: Um noch mal auf Loellies vermeindlich „abstruse“ Kommentare zu kommen – das ist schon eine der zentralen Thesen der „Dialektik der Aufklärung“, sein Verweis auf die Wannsee-Konferenz.

  173. Nörgler Oktober 25, 2010 um 3:19 pm

    Du kannst löschen, was Du magst, Momorulez.
    __________________

    Schön, Loellie, dass Du Deine alte Form wiedergefunden hast.
    Halt in schwankender Zeit geben – immerhin Dir – die klaren Sortierungen an Deiner geistigen Resterampe. Dahin zu folgen fällt mir schwer, und ich glaube, ich möchte das auch nicht.

  174. T. Albert Oktober 25, 2010 um 3:25 pm

    – „sein Verweis auf die Wannsee-Konferenz.“

    Eben. Aber unstatthaft.

  175. momorulez Oktober 25, 2010 um 3:35 pm

    Okay, Isi, Hartmut, nehmt es mir nicht übel, insbesondere Du nicht, Isi, weil es nicht gegen Dich geht, gegen Hartmut aber auch nicht, sondern allenfalls gegen das, was er schreibt – ich mache dann mal eine kleine Löschaktion.

  176. ziggev Oktober 25, 2010 um 3:41 pm

    ich vermute verpasste linke Sozialisation/Integration. Bei mir ja glücklicherweise in frühkindlichem Alter stattgefunden (drollig anmutende, ja bereits für mich als Kind so empfundene Indokttrinationsversuche väterlicherseits) und verstärkt u. freiwillig so zw. 12, 14 bis 16, aber nicht länger. (Ne Naturschutzgruppe mit Lagerfeuersingen „Sa – cco und Van – zetti frei …“, „eines Morgens, in aller Frühe – bella ciao, bellla ciao, bella ciao, ciao, ciao – eines Morgen, in aller Frühe, trafen wir auf unseren Feind …“)

    N Freund von mir hatte mit 14 mehrbändige Ausgaben über die russische Revolution, z.T. Quarband-Format neben Mickey Maus als Lektüre, sonst hauptsächlich Schulverweigerer, und berichtete mir von der „Solidarität“ hinter den Barrikaden bei Anti-Springer-Demos („willst n Schluck Bier?“).

    Am Gymnasium aber, so mit 14 zuerst, und zuletzt mit 16 hatte ich ein oder zwei Erlebnisse, die besagten: „hier haben andere Definitionshoheit, und es ist nicht gesagt, dass sich das irgendwann einmal ändern wird, auch wenn du noch so sehr dazugehören willst“.

    Das hatte zur Folge, dass mir die Erlebnisse mit „linken“, von denen hf99 berichtet, erspart geblieben sind, weil ich dem von Vorneherein aus dem Wege gegangen bin.

    Und auch deshalb, weil ein Restsolidaritätsgrundgefühl sich über all die Jahre gehalten hat, ich nicht nur aus Vernunftgründen – entgegen einer anders gearteten Prägung? – und u. A. durch das Lesen dieser vermaledeiten Politblogs, mich (re)politisiert habe, jedenfalls bis zu einem gewissen gerade, kann ich vielleicht eher mal etwas auf sich beruhen lassen und erstmal ganz unaufgeregt unter „Gefühlssache“ ablegen, um mich später damit zu befassen.

  177. Isi Oktober 25, 2010 um 3:44 pm

    Klar. Mein Anteil kann gelöscht werden. Schön, dass du fragst.

  178. momorulez Oktober 25, 2010 um 3:44 pm

    Ich habe mich ja selbst von linken Zirkeln fern gehalten und habe insofern eine Ahnung, was Hartmut eigentlich meinen könnte, aber er schreibt über ganz anderes. Mal ab von der Ausdehnung des Vergewaltigungsvorwurfes auf Fälle, wo es surreal wurde. Was nun aber auch keine pauschale Zurückweisung feministischer Positionen begründen kann, die ja oft recht haben.

  179. Isi Oktober 25, 2010 um 4:00 pm

    Ich halte jede Aversion, die mit eben jener Begründung „also da war ma…“ daherkommt, für komplett bescheuert. Allerdings ist eines klar: Linke sind profeministisch. Und Kritik am rechten, bürgerlichen und konservativ-neoliberalen Feminismus üben Frauen selbst. Sie können das, man muß sie nur zur Wort kommen lassen. Frauen einen linken Feminismus und Kritik am bürgerlichen Feminismus zuzutrauen, ist das Mindestmaß an Entgegenkommen, da selbst linken Männern abzuringen, höchste Zeit wird.

    Leider komme ich nicht dazu, hartmut irgendetwas – geschweige denn linken Feminismus – zu erklären, überhaupt eine eigene Position zu formulieren, weil mich seine Projektionen in die Ecke drängen, wo ich dann auch noch zum Spammer werde.

  180. ziggev Oktober 25, 2010 um 4:16 pm

    Das meinte ich auch ganz allgemein, eine Idee, warum sich Hartmut, manchmal etwas vergallopiert. Hartmutversteher, kontingente Hartmut-Prämissenakzeptierer. Jetzt nicht auf das Thema Feminismus bezogen.

    muss jetzt weg: Eine Begründung, die mit der Aversion daherkommt, „da war mal was …“ – ok. Irgendwann is dann mal gut. Ich mein, wer diskutieren will, … (oder dazulernen). Sollte tatsächlich eine Aversion im Vordergrund stehen, dann ist auch eine „Begründung“ vielleicht wirklich nicht das hilfreichste.

  181. momorulez Oktober 25, 2010 um 4:21 pm

    „Und Kritik am rechten, bürgerlichen und konservativ-neoliberalen Feminismus üben Frauen selbst. Frauen einen linken Feminismus und Kritik am bürgerlichen Feminismus zuzutrauen, ist das Mindestmaß an Entgegenkommen, da selbst linken Männern abzuringen, höchste Zeit wird.“

    Ja, und es ist erstaunlich, daß das als „Entgegenkommen“ deklariert wird, im Grunde genommen sollte das ja eine Selbstverständlichkeit sein. Komischerweise okkupieren trotzdem eben auch REALGESELLSCHAFTLICH weiße, heterosexuelle Männer Schlüsselpositionen und Diskurse. Da ist schon Kern dessen, was die ganze Debatte mit Hartmut mal entflammen ließ – das will irgendwie in den Kopf nicht rein, daß es eine Rolle spielt, WER spricht. Und keine Frage formaler Logik, wer in welchen gesellschaftlichen Positionen das Szepter in der Hand hält.

    Meine POC-Freunde, Analogie, witzeln auch immer rum, daß sie ständig von der nun doch weiblichen Gleichstellungsbeauftragten angefragt werden zu irgendwelchen Anlässen, weil die, so wörtlich, noch gerne „ein wenig Pigment auf dem Foto hätte“, ein paar Schwarze zur Dekoration ihrer heroischen Anstrengungen. Darauf dann zu kontern, die Postmoderne habe die Tatsache angegriffen, ist völlig absurd. Das sind Machtfragen, jene der Deutungsmacht, die von Ämtern, Banken und Verlagen durchgedrückt wird. Für Frauen, Schwule und Schwarze gibt es dann die Extra-Regale in der Buchhandlung, wenn überhaupt.

  182. Loellie Oktober 25, 2010 um 4:54 pm

    „Eben. Aber unstatthaft.“

    Das kommt von meiner schlechten Kinderstube. Da kann ich aber nix für, weil meine Eltern zu arm waren, um mich auf eine Benimmschule zu schicken. Dabei wär ich da so gerne hingegangen. So hats leider nur zum Fake-Kindersoldat gereicht. Aber was erzähl ich dir Schein-Asylant. Kennste ja alles.

    Frei nach dem alten Fakekindersoldatenmotto: „Lieber Dekonstruktion als Dekoration“ 😀

  183. Loellie Oktober 25, 2010 um 4:57 pm

    Ach Mensch, das ging doch „Dekonstruktion statt Dekoration“, sonst reimt sich das nämlich nicht.

  184. Isi Oktober 25, 2010 um 5:29 pm

    „…daß es eine Rolle spielt, WER spricht.“

    Dass es eine wichtige Rolle spielt, beweist hartmut ja selbst: Angeblich sperrt er niemanden und schaltet alles frei. Nur mich eben nicht, ich bin weniger als niemand, ich bin SPAM.

  185. genova68 Oktober 25, 2010 um 7:09 pm

    Jo, ein schöner Thread. Alles dabei, was der „Kuba-Klub“ (Zitat Hannes Wurst) so braucht. Jetzt sind ja endlich, wie von mir einmal prognostiziert, der Nazi und der Kinderschänder als Vernichtungsargumente mit im Boot. Wobei ich Hartmut gratulieren muss: In die Nähe des Holocaust-Anzettlers hab es bislang nicht mal ich geschafft, das will was heißen! Dazu braucht es wohl den Baumarkttheoretiker, da käme selbst Momorulez ins Grübeln. Immerhin betreibt Loellie mit dem Hinweis auf seine schlechte Kinderstube ja schon so etwas wie Vergangenheitsaufarbeitung. Ein wichtiger Schritt, weiter so, auch wenn es sich mal nicht reimt.

    Dass dann auch noch Isi auftaucht und sich über Nichtfreischaltungen ihrer Kommentare bei Hartmut beschwert, ist formvollendet. Wohlgemerkt die Isi, die den Spiegelfechter erst dazu drängte, einen Artikel von ihr zu veröffentlichen und dann, mit Androhung juristischer Konsequenzen, zur Löschung selbigen Beitrags aufforderte, samt der hunderte Kommentare.

    Und der Nörgler ist jetzt also auch Rechtsextremist, nur weiß er es noch nicht. Klasse.

    Momo,
    „Meine POC-Freunde, Analogie, witzeln auch immer rum, daß sie ständig von der nun doch weiblichen Gleichstellungsbeauftragten angefragt werden zu irgendwelchen Anlässen, weil die, so wörtlich, noch gerne „ein wenig Pigment auf dem Foto hätte“, ein paar Schwarze zur Dekoration ihrer heroischen Anstrengungen.“

    Genau das habe ich hier mal angebracht, von wegen Schwule und Schwarze gelten in manchen Kreisen als schick. Aber vielleicht darf so eine Aussage ja nur ein Schwuler oder ein Schwarzer machen.

    Auf dein Posting irgendwo da oben antworte ich noch, wenn gewünscht. (Falls ich die Frage darin finde.)

  186. hf99 Oktober 25, 2010 um 7:30 pm

    Isi, ich schalte das alles gerne wieder frei.

    Momo: ich schreibe gerade an einer sehr scharfen, allerdings logisch stringenten Polemik über das linke Ideologie-Reinheitsgebot. damit würde ichs von meiner Seite aus gerne beenden. ich denke, man muss alles, in aller Schärfe, mal ausdiskutieren – ich habe nix gegen Polemik. Aber wenn man, hinter „subjektlosen Strukturen“ verborgen, mir mit dem Faschismus kommt, muss man auch entsprechende Antworten akzeptieren. Ist nicht das erste Mal, dass ich in eine solche geschichtlich-argumentative Trümmerwüste gerate. Mit dem wissenden Lächeln des Spätgeborenen habe ich mich gerade wieder einmal mit der franz. Rev. beschäftigt. Ach, was waren sie damals noch naiv und gutgläubig. Und die, die glaubten, Marie Antoinette (nebenbei bemerkt: Mithilfe unwahrer sexueller Kindesmißbrauch-Vorwürfe! Huch!) auf das Guillotine-Brett legen heiße, der Revolution einen Dienst erweisen, die hams ja all´ so gut gemeint… Nebenbei: Wenn i c h polemisiere, verstecke ich mich nicht feige hinter subjektlosen Strukturen. Da nenne ich dann schon Roß und Reiter. Ist so meine faschistische Gedankenart. („Bürgerliche“ Literaten nennens fair. Aber gut, ist ne bürgerliche Kategorie. Und Ihr Bürgerskinder seid ja alle so forchtbaaa andibürgalich!)

    Ein paar Takte noch zu Isi und Loellie: Sie sagen wenigstens direkt adressiert, was andere hinter Struktur-Gelaber verbergen wollen. Das ist dann wenigstens ehrlich.

  187. momorulez Oktober 25, 2010 um 7:59 pm

    Genova, Schnuckel, das Schlimme bei Dir ist ja immer, daß Du so dermaßen fernab jeglichen Text- und Weltverständnisses bist, daß nunmehr sogar für Dich Emphatie in mir aufkeimt. Dieses eine Mal erkläre ich es Dir. Damit Du mit Deinen Ironieversuchen nicht immer so erbärmlich scheiterst. Außerdem sind das ganz interessante Punkte.

    Der vermeintliche „Holocaust-Anzettler“ – das bezieht sich auf Rationalitätskonzepte. Es ist, glaube ich, unter uns die These der Singularität der Shoah unbestritten. Was sie so „einzigartig“ im negativen Sinne macht, ist unter anderem ihre strikt und eiskalt kalkulierte Durchführung, die nur in einem hochindustrialisierten Land derart ausgefeilt und nach Kalkül geplant durchzuführen war in einer Form, die dem fortgeschrittenen, kapitalistischen Arbeitsprozess entsprach und zudem Menschen wie Objekte, eben der Zurichtung und der Vernichtung, behandelte. Das sahen Horkheimer und Adorno u.a. vorbereitet in einem szientistischen Positivismus, der nicht minder verdinglichend wirkt. Eine der wohl beeindruckendsten Passagen in der „Dialektik der Aufklärung“ ist, wie die Autoren darlegen, daß eben jene Vernunft, auf die der Europäer so stolz ist, es nicht nur war, die dieses größte Menschheitsverbrechen durchzuführen ermöglichte – sie sei ganz grundsätzlich außerstande, einen Grund gegen den Mord anzuführen.

    Nun operiert Hartmut hier seit Tagen insbesondere im Falle der Statistik mit einem solchen Vernunftbegriff, der Menschen zu Objekten macht – eben jenen der Exekutive, die ihrerseits diese Statistiken fertigen läßt. Er kräht im Rahmen einer weitesgehend entmenschlichten und völlig vom konkreten Personsein abstrahierenden Logik vor sich hin.

    Es ist schon legitim, darauf hinzuweisen, daß diese Rationalitäten auch auf der Wannsee-Konferenz wirkten. Damit wird jedoch niemand zum Holocaust-Anzettler, und dennoch sollte klar sein, daß Rationalitäten, die derartiges Unheil verursachen können und weltweit in Koltan-Minen und Fabriken in China, in denen das Ding gefertigt wurde, auf dem ich gerade schreibe, am Wirken ist, ihrerseits der Reflektion wie auch der Kritik bedürfen und nicht ungebrochen zum heiligen Gral erklärt werden können. Eine intelligentere Erwiederung könnte z.B. darauf hinweisen, daß es ja gar nicht die formale Logik als solche sei, sondern deren Anwendung im Rahmen zweckrationalen Handelns; das Problem, daß man sich auch so in Haltung begibt, die Subjekte zu Objekten macht, wird man dadurch nicht los.

    Und, lieber Herr Politblogger: Frau Gleichstellungsbeauftragte möchte nicht, daß meine POC-Freunde da auf Fotos stehen, weil sie die so schick findet ;-D – da geht es ja nicht um Parties, Schätzchen. Da geht es um eine mediale Inszenierung, in der meine Freunde als Legitimationsstricher des üblen Handelns der Bundesregierung missbraucht werden sollen, die ansonsten Leute, die so aussehen, im Mittelmeer absaufen lassen und in Folterstaaten abschieben und für ein Klima sorgen, daß diese nachts durch deutsche Städte gehetzt werden. Ich vermute, daß Hartmut in einem Kommentar was ähnliches sagen wollte, da hat er sich nur wie üblich ungeschickt ausgedrückt. Die eigentliche Pointe der Ausführung war freilich, daß wir in keiner mir bekannten, wichtigen politischen Position Schwarze haben, noch nicht mal im Falle der Gleichstellungsbeauftragten.

    Und natürlich hast Du als vermutlich weiße Hete zu bestimmten Fragen nichts Sinnvolles beizutragen, das stellst Du doch gerade mal wieder unter Beweis. Wenn schon, dann geh mal lieber auf das ein, was weiter oben steht.

    Ich weiß nichts über Isi und lese nicht beim Spiegelfechter; bemerkenswert ist, daß ein Hartmut das Verhalten Dir gegenüber als das einer „Hetzmeute“ wertete, nunmehr aber schon der dritte heterosexuelle Mann auftaucht, um über die aktuell einzige, anwesende Frau herzufallen.

  188. momorulez Oktober 25, 2010 um 8:08 pm

    @Hartmut:

    Schon wieder – man schreibt sich die Tastatur fusselig, die Wahrheit dessen, was ich schreibe, drückt sich hingegen in Loellies im Kontext nicht sinnlosen Zuschreibungen aus, während alle anderen nur rumlügen. Das ist der Jakobinismus, den Du anderen ankreidest – DU machst das.

    Du bist so dermaßen versessen darauf, in allem Faschismus-Vorwürfe zu wittern, daß es Dir seit Wochen gelingt, wirklich JEDEM Argument auszuweichen und wirklich mit einer Konsequenz zu ignorieren, was Andere schreiben, das macht schon fassungslos. Ich empfinde das langsam als in der Tat beleidigend und glaube auch nicht, daß ich noch Interesse haben werde, irgendeinen Deiner Texte zu lesen. Du hast nicht viel zu sagen, wenn es nicht gerade um Rorty geht.

    Es ist ziemlich albern, daß nun ausgerechnet Du Dir intellektuelle Redlichkeit oder gar Fairness zubilligst.

    Das, was Du über Isi gerade geschrieben hast, werde ich zum Teil löschen.

  189. Isi Oktober 25, 2010 um 8:19 pm

    Gern, hartmut, schalt frei, alles, aber auf deinen Blog komme ich trotzdem nicht. Ich vertraue dir keinen Zentimeter.

  190. El_Mocho Oktober 25, 2010 um 8:25 pm

    Die von Adorno und Horkheimer unterstellte Verbidnung von Positivismus und Faschismus habe ich noch nie verstehen können. Mir ist keine postivie Äußerung von Nazis gegen Positivisten oder logischen Empirismus oder den Wiener Kreis bekannt, im Gegenteil. Zumindest haben Carnap und Neuratzh niemals versucht, in die Reichschrifftumskammer der Nazis aufgenommen zu werden wie Adorno.

  191. momorulez Oktober 25, 2010 um 8:54 pm

    Na, letzteres ist nun aber auch denunziatorisch und sagt über den Gehalt der Theoreme der Älteren, Kritischen Theorie nix aus. Natürlich wurden auch und gerade die Mitglieder des Wiener Kreises von den Nazis gejagt und Schlick ja, glaube ich, umgebracht?

    Das ist aber ja nicht die Ebene der DdA. Die sieht den Logischen Positivismus als Umschlagen von Aufklärung in Mythologie, weil Begriff und Welt wieder zusammen fallen würden, sehr, sehr grob gesagt. Und weil er im Rahmen einer totalisierten, instrumentellen Vernunft als Teil dieser zu betrachten sei, weil er eben auch verdinglichten würde.

    Nun kannten die Autoren sich im kritisierten Sujet auch nicht sonderlich aus, insofern ist fraglich, wie weit diese Kritik ihren Gegenstand wirklich trifft. Adorno hat ja sogar mal gesagt, das seien die Dinge, bei denen sich nicht auszukennen ihn mit Stolz erfülle.

    Im oben lediglich skizzierten Sinne ist das alles aber ja nachvollziehbar, insbesondere, wenn man sich die das Werk Adornos durchziehenden Sottisen gegen den Kantischen Schematismus anguckt, den er ja als tatsächlich realisiert im realkapitalistischen Prozess deutet. „Schematismus als erster Dienst am Kunden“ heißt es im Kulturindustrie-Kapitel, auch in den Metaphysik-Passagen der Negativen Dialektik gibt es solche Passagen. Dieses alles aufgliedern und zuordnen, um es der Instrumentalisierung zugänglich zu halten, verteidigt Hartmut ja auch vehement, wenn er sich auf Kriminalstatistiken bezieht, und da braucht man gar nicht Carnap diskutieren, um das kritisieren zu können.

  192. T. Albert Oktober 25, 2010 um 9:30 pm

    Ach, ich stelle nur fest, dass einfache Fragen nach wie vor nicht beantwortet werden. Ich habs ja weiter oben nochmal versucht. Dafür gibts einen schönen Wortbombast, um zu behaupten, dass hf99 als Faschist bezeichnet worden sei. Darum ging es nicht.
    Aber es ist ja noch lustiger geworden mittlerweile, jetzt gibts „Holocaust-Anzettler“ und Adorno, den Nazi.

    Ich ahne ja langsam, woher das kommt, und dass „Subjektivität“ keine Rolle spielen soll, ist dafür bezeichnend. Ist aber auch wurscht. Faschismus hat es ja auch nie gegeben, trotzdem kann man Linker sein oder sowas.

  193. momorulez Oktober 25, 2010 um 9:48 pm

    Stattdessen weichen wir dann auf das linksideologische Reinheitsgebot aus, oder so ähnlich, habe keine Lust, gerade hochzuscrollen … als hätte des in der bisherigen Diskussion irgendeine Rolle gespielt. Wieder ausweichen auf die nächste Spielweise, weil das mit dem Postmodernekram nun auch völlig daneben ging.

    Was hat denn nun bitte Marie-Antoinette damit zu tun, wenn man fordert, Schwarze, „Migranten“, Frauen, Schwule sollten im ganz realen Diskurs und ganz realen Instituionen gefälligst ihre Stimme erheben können, anstatt als Objekt der Statistik von der Mehrheitsgesellschaft objektiviert zu werden? Da auf Marie-Antoinette zu kommen, das ist völlig absurd.

  194. Isi Oktober 25, 2010 um 9:50 pm

    In einer Zeitung hat man das Recht auf eine Gegendarstellung und zwar dort, wo die unwahren Aussagen erhoben wurden, darum hier in aller Kürze:

    1) Ich habe den Spiegelfechter NICHT dazu gedrängt, meinen Artikel zu veröffentlichen.

    2) Ich habe erst im privaten Kontakt gebeten, meinen Artikel zu löschen. Darauf reagierte Berger zornig. Auf eine öffentliche Aufforderung in seinem Blog mit Bezug auf das Urheberrechte reagierte er umgehend.

    3) Ich habe NICHT die Löschung der hunderte Kommentare gefordert, sondern lediglich klargestellt, dass ich um LÖSCHUNG des Artikels bitte und der Verlust der Kommentare diesem Anliegen nicht entgegenstehen muss.

    4) Ich stalke niemanden und hartmut mußte nach seiner Ankündigung, mich nicht freizuschalten, auch nichts mehr löschen, weil ich dort nicht mehr kommentiert habe.

    Was die Mythenbildung angeht (und Genovas Seitenhieb), so ist dazu alles bereits gesagt, ausführlich nochmal hier: http://isis-welt.blog.de/2010/10/14/kleine-maenner-grosse-klappe-9617137/

  195. hf99 Oktober 25, 2010 um 9:56 pm

    @ El_mocho

    es mag jetzt wieder einmal (nicht das erste Mal in meinem Leben) als Überfairness ausgelegt werden, aber:

    a) von Frege (1925 gestorben) sind abscheuliche antisemitische Invektiven überliefert.

    b) Oskar Becker war vermutlich nazi

    c) Dingler war es wohl auch

    d) sicher. Wittgenstein war emigriert. Als „Jude/Halbjude“, was immer er im Blick des nazigesindels gewesen wäre, hätte er das 3te Reich nicht überlebt. Andererseits sind politische Bemerkungen von ihm überliefert, wo ich schon damals zusammengezuckt bin. Streikende Arbeiter zeigten einfach nur, dass sie nicht ordentlich erzogen worden sein… wenn ich mich da recht erinnere.

    Schlick ist 1936 ermordet worden von einem Schüler, der erst im Prozess die völkische Karte zückte. (Nein, ich sage damit nicht, Schl. sei selber Schukld, ich schildere einfach, was war!)

    Ja, der Halbjude (Nazibegriff!) Adorno hat 1933 kurz mal einen schlimmen Fehler begangen. Okay. Nicht schön. Und ob er 1960 Golo Manns Professur per Hinweis auf sein (G. Manns) schwul-sein verhindert hat, ist offen. Hat aber mit seinen Konzepten nichts zu tun. Ist mE wie bei Kant. Kant war Antisemit, Frauenhasser, Rassist…aber sein Konzept vom Menschen, der jeden anderen Menschen jederzeit respektieren müsse, bleibt mE wahr.

    Man muss Adornos Schwächeanfälle klar benennen, aber – wie bei jedem/jeder anderen – diese Schwächeanfälle vom Konzept trennen, und von der sonstigen Person trennen.

    Mein Lieblingsbeispiel: david Hume! Von diesem großartigen Philosophen – einer meiner darlings! – gibt es einen ganz schlimmen Essay, in welchem er die Sklaverei rechtfertigt. Widerlegt das einen der großen englischsprachigen Philosophen?

  196. momorulez Oktober 25, 2010 um 10:02 pm

    Ist alles richtig und doch bemerkenswert, daß Du das Referat dem Dialog ganz offenkundig vorziehst. Warum eigentlich? Glaubst Du, Du vergibst Dir irgendwas, wenn Du mal zwischendurch auf andere eingehst?

  197. netbitch Oktober 25, 2010 um 10:05 pm

    @Loellie Immer wieder erstaunlich wieviele Abwandlungen von „halts Maul Votze“ der bürgerliche Nachwuchs beim herumgammeln an Hochschulen so lernt.

    Also, abgesehen davon, dass ich meine Herkunft nicht als bürgerlich definieren würde (Mutter Ladenverkäuferin, Vater Postbote) würde ich zu dir höchstens „Halts Maul, Schwanzträger“ sagen, Du bist ja keine Schwester. So meinte ich es aber gar nicht, sondern im Sinne von Momos Statement von 7.59. Wenn die von mir selber ja kritisierte objektivistische „Vernunft“, die weiß, männlich und heterosexuell ist und sich selbst als das Allgemeine definiert an sich bereits rechtsextrem ist, könnten wir auch alles, was politisch rechts von den Revolutionären Zellen steht als rechtsextrem bezeichnen. Macht dann keinen Sinn mehr.

  198. Nörgler Oktober 25, 2010 um 10:13 pm

    „… nunmehr aber schon der dritte heterosexuelle Mann auftaucht, um über die aktuell einzige, anwesende Frau herzufallen.“
    Es stimmt nicht, dass ich über Netbitch hergefallen bin.

  199. momorulez Oktober 25, 2010 um 10:25 pm

    Da war sie ja auch noch nicht da 😉 …

  200. Nörgler Oktober 25, 2010 um 11:00 pm

    Klar, alles easy. 😉

  201. hf99 Oktober 25, 2010 um 11:52 pm

    „Glaubst Du, Du vergibst Dir irgendwas, wenn Du mal zwischendurch auf andere eingehst?“

    Auf wen? Auf die sog. „Linken“, die mich indirekt, aber klar wahrnehmbar als Fascho labeln? Auf anonymas, die – im Gegensatz zu mir – noch nie wirklich was riskiert haben? Die hier aus der Anonymität wohlfeil in Totalwiderständler machen, während ich denen den lifestyle finanziere? Ich habe nix dagegen, dass jemand unter Klarnamen schweigt. Ich kann Angst verstehen. Ich habe auch Angst. Und da ich bereits zu Hoochzeiten des Neoliberalismus unter Klarnamen gegen eben nämlichen schrieb, habe ich mehr als einmal berufliche Nachteile gehabt. Ist ja okay. Wollte ich ja so! Aber dann verbitte ich mir, dass irgendwelche dahergelaufenen Gernelinke per anonym mir polit-moralische Vorschriften machen. Das, mit Verlaub, wäre ja noch schöner. Ich habe den deutlichen Verdacht, dass das, was mir in den letzten Wochen an schier unglaublichem Haß reingekübelt wurde, in Wahrheit N E I D war! Der tut, was ich gerne täte! Der hat zwei Kinder, ist verheiratet, und hat dennoch die Traute, reaktionäres Lügnergesindel reaktionäres Lügnergesindel zu nennen! Da unter Klarnamen googlebar, hat mir das in der Tat berufliche Nachteile bedeutet. Eure Aggression deute ich zT schon auch als schlechtes Gewissen.

    Nebenbei: Sollte ich, wie durch Zufall, irgend jemandes Klarnamen kennen:

    Der schlimmste Mann im ganzen Land
    das ist und bleibt der Denunziant!

    Die Verweiblichung gilt entsprechend. Ich werde niemanden nie nirgends „melden“. Denn 2 und 2 sind 4.

  202. hf99 Oktober 26, 2010 um 12:03 am

    PS: Die letzte Passage war etwas selbstgefällig (obwohl wahr).

    Noch einmal: Bleibt anonym! Klingt jetzt irgendwie scheisse-dreckig-von oben herab, aber ich meins ernst. Und ich würde mich ja mit euch nicht so derart auseinander setzen, wenn ich euch (= virtuelle personen) nicht doch letztlich mögen würde (als virtuelle personen). Was hier derzeit abgeht, ist übel.

  203. T. Albert Oktober 26, 2010 um 12:06 am

    was ist los?

    ich bin verheiratet und habe ein kind, das ist getauft.

  204. hf99 Oktober 26, 2010 um 12:25 am

    und postest hier – gut so – anonym!

  205. hf99 Oktober 26, 2010 um 12:38 am

    okay thomas, dann muss ich mal einen (herrlichen) a n t i rasismuswitz der titanic loslassen:

    „Mensch Thomas, wie konnteste nur, dann biste ja noch blöder als wie de Bimbos!“

  206. T. Albert Oktober 26, 2010 um 12:46 am

    Und nun?
    Ich mein, is das n guter Witz? Lese ja Titanic nicht.

  207. hf99 Oktober 26, 2010 um 1:00 am

    yep, titanic/sondermann. so round about 1989/1990,

  208. Isi Oktober 26, 2010 um 5:54 am

    Ja, hartmut, und du siehst verdammt gut aus. Gerade dazu solltest du keine falsche Bescheidenheit illuminieren.

  209. T. Albert Oktober 26, 2010 um 7:46 am

    Also, es gibt den einen blöden weissen Thomas und viele blöde Bimbos?
    Las ja 89/90 Titanic nicht.

  210. momorulez Oktober 26, 2010 um 8:47 am

    Jetzt weiß ich schon wieder gar nicht mehr, ob ich lachen oder weinen soll … welchen „Lifestyle“ Du angeblich im Gegensatz zu den anderen hier Anwesenden finanzierst, das würde mich ja doch interessieren. Und von dem, was andere so im wahren Leben treiben und den dortigen Kämpfen kannst Du ja nix wissen. Was Du als Hass interpretierst, ist zumindest von meiner Seite keiner, dann würde ich wohl kaum seit Wochen diese Diskussion führen, und Neid hat mich tatsächlich auch noch keiner befallen. Bin mit vielem unzufrieden in meinem Leben; habe aber seltsamerweise seit Jahren keine Neidgefühle mehr auf irgendwen anders. Auf die Kleinfamilienmodelle hatte ich es eh nie, das liegt mir ganz individuell so was von fern; wenn, dann auf hübschere Jungs oder auch Frauen, die die tollen Typen abkriegten, ganz trivial 😀 Diese fixe Idee, jemand wolle Dir den „Fascho“ unterschieben, mal ab von Loellie, muss ich dazu nun schon wieder was schreiben?

    Da da aber ansonsten ja was durchschimmert mit ganz anderer Tonalität, okay – das mit der Angst verstehe ich voll und ganz, klar, habe ja Gründe, mich zu anonymisieren. Neidgefühle hat mir nichtsdestotrotz zuletzt mein ehemaliger Chef unterstellt, auch, weil er mich ja finanzieren würde, in einer sehr heftigen Auseinandersetzung, die ich da 15 Jahre sehr intensiv geführt habe, bis dann auch Schluß war. Habe halt Betriebsratsgründungen mit angeschoben, als die Firma an die Börse ging und mich heftigst mit den BWLern gefetzt – und musste mir gerade jüngst von meinem jetzigen Hauptkunden, von dem ich akut wirtschaftlich abhängig bin, bitter vorwerfen lassen, ich würde einfach nicht anerkennen wollen, daß es welche gäbe, die mächtiger sind als ich 😀 – hätte ich nicht einen wesentlich anpassungsfähigeren Kompagnon, wäre ich wohl schon hoch verschuldet auf Hartz IV.

    Verstehe insofern voll und ganz das Gefühl, das einen beschleicht, wenn man in der Netz-Realität als einzig nicht anonymer unterwegs ist. Aber es ist nicht so, daß die Anderen, die hier unterwegs sind, auf ihre Art im Real Life nicht auch am fighten wären. Beim Che weiß ich das auch. Das ist durchaus auch Kampf gegen den Neoliberalismus an der Wurzel; bei meinem ehemaligen Arbeitgeber hing ein riesiger Private Equity Fonds drin, und zusammen mit der Gewerkschaft haben wir die im Arbeitsrechtsprozess noch vernichtend geschlagen. Seitdem gehen die anders bei Kündigungen vor. Als Arbeitgeber nunmehr zahle ich meinen Angestellten akut erheblich mehr aus als mir, ich arbeite seit Monaten de facto umsonst und lebe von meiner Abfindung. Und das aus der Überzeugung heraus, nicht wie diese Arschlöcher sein zu wollen, die meine Chefs waren.

    Insofern vielleicht einfach etwas vorsichtiger hinsichtlich Deiner Vorstellungen, was die hier Diskutierenden im wahren Leben so treiben. Ich verstehe ja, was diesbezüglich in Dir vorgeht, aber so einfach isses nicht.

    Zudem, wenn ich mir mein bisheriges Lebenswerk so angucke, auf das ich sehr stolz bin, der Großteil aufreibender Kämpfe darin bestand, Themen, die auch hier eine Rolle spielen, in anderen Zusammenhängen Geltung zu verschaffen, durchaus breitenwirksam. Die Diskrepanz ist da gar nicht so gewaltig. Ich hätte nun tatsächlich die Möglichkeit gehabt, bei lauter Schweinereien mitzuspielen, mir die Taschen randvoll zu machen und in den V.I.P.-Logen rumzulungern und habe das konsequent gemieden. So einfach ist das alles nicht.

  211. momorulez Oktober 26, 2010 um 8:58 am

    PS: Witze, in denen „Bimbo“ vorkommt, sind nie antirassistisch.

  212. Urfaust Oktober 26, 2010 um 9:01 am

    Ja, wem kein cooler Nickname einfällt, der muss eben unter seinem sogenannten „Klarnamen“ posten, was ist dabei?

    Wenn man unter diesem Namen dann Dinge sagt, wie „ich finanziere den Linken ihren Lifestyle“ und „ich bin verheiratet und habe Kinder“, muss man allerdings natürlich gewisse berufliche Nachteile in Kauf nehmen, wie z.B. die Wahl zum Vize-Vorsitzenden des örtlichen Rotary-Clubs. Aber einen echten Rebellen kann sowas ja nicht schocken.

  213. momorulez Oktober 26, 2010 um 9:26 am

    Wie man auf der Basis des „ich finanziere euren Lifestyle“ logisch stringent Neoliberalismuskritik üben können will, das habe ich mich ja auch gefragt …

  214. Urfaust Oktober 26, 2010 um 9:47 am

    Das ist die Folge davon, wenn man sich zu sehr in seinen reductiones ad absurdum verstrickt. Wenn man irgendwann keinen inneren Widerspruch mehr findet (sei es, weil man nicht klug genug ist, ihn zu entdecken, sei es, weil er systemlogisch beseitigt wurde) und nicht mehr in die übergeordnete Perspektive zurückfindet, dann ruft man dann: „Teufel, die hatten ja doch recht!“
    Das nennt man dann linksliberal. 😀

  215. momorulez Oktober 26, 2010 um 10:24 am

    Ja – dabei kann er sich die Antwort doch denken. Also, daß ich natürlich irgendwie implizit, wie ich zu meiner Schande gestehen muss, „aber ich schaffe Arbeitsplätze und zahle viel mehr Steuern, damit Du Deine Kinder zur Schule schicken kannst“ antworte, womit bestens vorbereitet wäre, Hartz IV-Empfänger zu bashen und am besten auch gleich die „Einwanderung in die Sozialsysteme“ zu geißeln. Wat’n Unfug. Als ginge es darum.

  216. genova68 Oktober 26, 2010 um 10:41 am

    Isi,
    „und der Verlust der Kommentare diesem Anliegen nicht entgegenstehen muss“: das war wohl ein freudscher…

    Ob du jetzt gedrängt hast oder nur gefragt oder sonstwas: Wenn ich irgendwo einen Artikel veröffentliche und das ausdrücklich wollte, ziehe ich den nicht nach einer Weile zurück, das ist Ausdruck einer diktatorischen Gesinnung. Und wenn du mir juristische Konsequenzen für irgendwas internetmäßiges androhen würdest, fügte ich mich schnell, da mir für eine solche juristische Auseinandersetzung mit einer, sagen wir, sehr engagierten Frau, die Zeit und das Geld zu schade wären. Aber egal, lassen wir das.

    Momo,
    ich finde es generell dubios, wenn man „Empathie“ empfindet statt Mitgefühl oder Mitleid oder Trauer oder anderes. Das ist nur ein Verstecken hinter einem Fremdwort, das viel ungenauer ist als die vielen deutschen Entsprechungen.

    Danke für den Exkurs im zweiten Absatz. Das ist ja alles richtig, aber das hat mit eurem Verhalten in eurem Statistik-Konflikt wenig zu tun. Es wäre einfach gewesen. Ich rekapituliere kurz, nachdem ich in den vergangenen Tagen ein paar hundert Mails von hier bekommen habe (nie wieder Häkchen):

    Hartmut will über Statistiken sprechen, in denen Ausländer schlechter weggkommen als Deutsche. Ihr entgegnet, dass die Statisiken solche einer herrschenden Schicht sind und deshalb manipulativ und bestimmte, diskriminierende Ziele verfolgen. So weit so gut. Jetzt könnte man einzelne Statistiken zitieren, genauer nachfragen, sich Gedanken machen über kulturelle Aspekte, über die Mängel der Statistiken, über Möglichkeiten, die zu verbessern etc. Das wäre konstruktiv. (Adorno hat ziemlich viel mit Statistiken gearbeitet, der tendenzielle Vorwurf, er habe „objektiviert“, stünde da auch im Raum. Alleine seine musiksoziologischen Untersuchungen, Hörertypen etc., alles Objektivierungen individueller Kunst- oder Kunsthandwerkrezipienten) Stattdessen dauert es keine zehn Postings und der „Faschist“ ist da. Natürlich nimmt man den taktisch so halb wieder zurück. Das kennt man ja aus der Politik. Ordentlich vorlegen, aber bei Kritk dann wieder ein bisschen zurückrudern. Dann kommt irgendwann Wannsee.

    Natürlich geht es in beiden Fällen um Rationalitätskonzepte. Dennoch ist nicht jeder Vergleich zulässig, schon gar nicht, wenn man die Shoa als einzigartig bezeichnet. Genau das sollte eigentlich dazu führen, dass so ein Vergleich in diesem Blog sanktioniert wird. Statt dessen breite Zustimmung. Es ist doch völlig klar, dass man Hartmut verletzt, wenn man ihn mit diesen Begriffen in Verbindung bringt. Und genau das ist gewollt. Am meisten, so scheint mir, skurrilerweise von Leuten, die sich als Opfer der Mehrheitsgesellschaft betrachten, also Loellie und du. Aber das hatten wir schon, es fällt mir nur immer wieder auf.

    Ich halte diese von Hartmut angeführten Statistiken auch für problematisch und man sitzt dann vielleicht schnell in argumentativen Fallen, weil man die Zahlen nicht sinnvoll interpretieren kann. Der ganze rassistische öffentliche Diskurs derzeit zeigt das ja. Aber dem begegnet man nicht mit Faschist und Wannsee. Um mehr geht es eigentlich nicht. Eine inhaltliche Diskussion kommt bei euch ja gar nicht zustande, die eine über die Statistiken, ihren Gehalt, ihre Aussagekraft, ihren Manipulationsgehalt, ihre Perspektiven etc. wäre.

    Was dann noch so dazu kommt an persönlichen Geschichten, von wegen wer verheiratet ist und wer wen finanziert, das sind dann persönliche Animositäten, die sich vielleicht kaum vermeiden lassen bei der Härte des Gefechts. Geschenkt. Unangenehm fällt dann dieser Urfaust auf, der selbst in diesem Stadtium der Diskussion nur ein intelligenter Klugscheißer ist, sonst nichts. Wahrscheinlich der Zweitnick von Nörgler.

    Davon abgesehen finde ich die vielen „Neger“ und „Bimbos“ auch unangenehm. Warum muss man sich darauf immer wieder beziehen, wenn man die Begriffe doch ablehnt?

    Schick: Ich denke schon, dass wir beide das gleiche meinen. Die Schwarzen sind in dem Moment schick, oder sagen wir, angesagt, sie werden instrumentalisiert, klar.

    Und noch ein Wort zur Anonymität, weil ich es gerade lese: Wer von seinem Firmenaccount aus auf meinem Blog herumsurft, sollte nicht davon ausgehen, dass ich außer der Schuhgröße irgendwas nicht weiß. Dazu braucht man google und eine halbe Minute. Das nur als erneuter Hinweis auf das nur vermeintlich anonyme Internet. Aber da ich kein Stasi-Fan bin, muss das nicht beunruhigen. Das ist ein interessantes, aber wieder anderes Thema: Noch nie in der Menschheitsgeschichte war das Thema Anonymität so diskutiert wie heute.

    Zu den Fragen weiter oben sage ich demnächst noch was.

    genova, Prokrastinant

  217. Isi Oktober 26, 2010 um 10:57 am

    Also mich verletzt das schon, die erfolgreiche Durchsetzung eines Rechtsanspruchs als „diktatorische Gesinnung“ einzustufen. Wäre es vielleicht weniger diktatorisch, wenn ich weniger erfolgreich wäre? Gibt es da eine Verhandlungsbasis?

    😉

  218. che2001 Oktober 26, 2010 um 11:00 am

    Von wegen Google und eine halbe Minute: In meinem Fall hatte einmal ein richtiger Neuer Rechter und einmal ein Neoliberaler versucht, herauszufinden, wer ich bin und dann meine Identität veröffentlicht. Nur war ichs beide Male nicht, einer der Genannten war ein Geschichtsdozent, der noch nichtmal wusste, dass es eine Blogosphäre gibt. So einfach ist es also auch nicht.

  219. Nörgler Oktober 26, 2010 um 11:00 am

    Kommt, Leute, mal ein Lied, böse Menschen haben keine Lieder, heißt es doch.

    Pack die Badehose ein,
    nimm dein kleines Schwesterlein,
    und dann fahr’n wir raus zur Wannsee
    -Konferenz.

    Obzwar bei „Nimm dein kleines Schwesterlein“, da habe ich Bedenken. Das klingt schon arg taussig – erst recht unter Einbezug der ersten Zeile, denn die Badehose kann ich nur „einpacken“, wenn ich sie nicht angezogen habe.
    Damit ist die Sache klar:
    Pack die Badehose ein, pack den Schwanz aus, greif dir das kleine Schwesterlein, wenn du ein echter männlicher, weißer, heterosexueller Metropolensubjekt-Kerl sein willst!, lautet die widerwärtige Botschaft.

  220. T. Albert Oktober 26, 2010 um 11:07 am

    Kurzeinmischung

    @“Stattdessen dauert es keine zehn Postings und der „Faschist“ ist da. “

    Sorry, nein, es war kein „Faschist“ da. Es wurde eine Diskussion als „faschistisch“ charakterisiert. Eine gesellschaftliche Diskussion, an der wir gerade alle teilnehmen. Von Herrschenden war auch keine Rede.
    Das war auch schon alles. Man kann sich über Sprachgebrauch meinetwegen streiten, kann auch fragen, was mit „faschistischer Diskussion“ gemeint ist, was diese Charakterisierung ausmachen soll.
    über Statistiken wurde sehr wohl einiges gesagt, eben auch im Sinne hfs.

  221. Nörgler Oktober 26, 2010 um 11:07 am

    Wenn Du, Genova, mit dem Kommentator „Urfaust“ und seinem sprachlichen Fingerabdruck etwas vertrauter wärst, dh, wenn Du überhaupt in der Lage wärst, sprachliche Fingerabdrücke zu lesen, dann wüßtest Du, dass „Urfaust“ kein Zweitnick des Nörglers ist.

  222. che2001 Oktober 26, 2010 um 11:10 am

    Zumal es da hochkomische Auseinandersetzungen zwischen beiden gibt;-)

  223. momorulez Oktober 26, 2010 um 11:25 am

    „ich finde es generell dubios, wenn man „Empathie“ empfindet statt Mitgefühl oder Mitleid oder Trauer oder anderes. Das ist nur ein Verstecken hinter einem Fremdwort, das viel ungenauer ist als die vielen deutschen Entsprechungen.“

    „Jetzt könnte man einzelne Statistiken zitieren, genauer nachfragen, sich Gedanken machen über kulturelle Aspekte, über die Mängel der Statistiken, über Möglichkeiten, die zu verbessern etc. Das wäre konstruktiv.“

    „Dennoch ist nicht jeder Vergleich zulässig“

    „Aber dem begegnet man nicht mit Faschist und Wannsee“

    Deshalb heißt der Fred hier „Umerziehungsthread“. In der Tat ist der erste Schritt auf dem Weg zu Faschismus, jawohl, jener, Leuten vorzuschreiben, wie sie zu reden haben – so weit nicht konkret die Physis und Psyche eh schon durch Marginalisierung subjektivierter betroffen ist wie z.B. im Falle von „Bimbo“.

    Es gibt zudem den berühmten Kategorischen Imperativ Adornos – alles dafür zu tun, daß Auschwitz nicht wieder geschehe. Das war bis zum Historikerstreit auch eine halbwegs hegemoniale Sicht – , ein eindrucksvolles Dokument bietet dazu die Rede von Richard von Weiszäcker zum 8. Mai 1985. Daß er hingegen auch die Sinti, Roma und Schwulen erwähnte, war ein glatter Tabubruch, mal wirklich einer, ausnahmsweise.

    Spätestens seit Walsers „Moralkeulen“-Geschwafel nunmehr hat einerseits die Hitlerei massenmedial Ausmaße erreicht, daß es einen fassungslos macht, „Dresden“ wird mit Millionenetats ausgeschlachtet – worüber tatsächlich KEIN SCHWEIN MEHR redet, ist die Funktionsweise des Faschismus. Stattdessen wird flächendeckend „Politcal Correctness“ als faschistoid gegeißelt und der Sozialstaat und wasweißnichtwas.

    Diese Bezüge für „unzulässig“ zu erklären, DAS ist mittlerweile ein tatsächliches Denkverbot – natürlich, um fröhlich die Faschistoisierung der Republik voran zu treiben. DAS ist Gebot, der Faschismus als negative Bezugsgröße im Sinne des „Nie wieder!“, und nicht etwas allerlei reaktionären Scheiß zu verbreiten unter der Prämisse „Wer das kritisiert schwingt die Faschismuskeule“.

    Daß Du Selbstmorde in der Abschiebehaft und sogar das aktive Verhindern von Botschaften, schwarze Ehefrauen weißer Männer aus Ghana mit in die Bundesrepublik zu nehmen, indirekt unter „schick“ verbuchst, weil Du schon wieder nicht gelesen hast, was ich schreibe, ist dafür nur ein Symptom. Zu schreiben, „die Schwarzen seien schick“, ist eine derartiger Tritt in die Fresse derer, die alltäglich alle Nase lang in Polizeikontrollen landen, daß mir die Worte fehlen.

    „Ihr entgegnet, dass die Statisiken solche einer herrschenden Schicht sind und deshalb manipulativ und bestimmte, diskriminierende Ziele verfolgen.“

    Das war erst das sekundäre Argument. Das primäre ist, daß es sachlich blödsinnig ist, nunmehr „Migranten“ als eigene Art mit eigenen Eigenschaften aus mehrheitsgesellschaftlicher Perspektive überhaupt zum Untersuchungsgegenstand zu machen, und im Grunde genommen halte ich jegliche Statistik, die Eigenschaften von Personengruppen untersucht, für hochproblematisch, selbst die F-Skala Adornos et al. – und diese Hörertypologie finde ich eh blödsinnig. Das musste der aber auch machen, um das Institut zu legitmieren, Empirie vorgaukeln. Das ist auch gar keine originelle Position, Kritik der objektivierenden Statistik, die war noch in den 80ern Standard in der Soziologie. Foucault hat zu deren fataler Wirkung umfassende, historische Studien vorgelegt.

    Das war bemerkenswert, wie neulich die hervorragende Studie der Friedrich-Ebert-Studie rezipiert wurde: Alle referierten irgendwelche Zahlen, wie viele sich nun einen Führer wünschten, was echt schnurz ist, da die Anonymität des Zwangssystems aktuell das Problem ist – der hervorragende, theoretische Ansatz war viel interessanter und wurde ignoriert.

    „Es ist doch völlig klar, dass man Hartmut verletzt“

    Wir können ja mal eine Verletzungsstatistik anlegen – Du und Hartmut, ihr erhaltet da definitiv die Höchstpunktzahl. Der Typ führt sich auf wie eine Wildsau, was der sich damals in der Diskussion beim Che geleistet hat, hat mich tatasächlich sehr tief getroffen, alles schnurz. Dein „Schwarze sind schick“ verletzt sogar pauschal ganze Bevölkerungsgruppen.

    „Eine inhaltliche Diskussion kommt bei euch ja gar nicht zustande, die eine über die Statistiken, ihren Gehalt, ihre Aussagekraft, ihren Manipulationsgehalt, ihre Perspektiven etc. wäre.“

    Die hat Hartmut ab dem Punkt verhindert, da er meine abwehrende Reaktion auf „fein ziseliert“ nicht verknusen konnte und mit dem Linksfaschismus- und Jakobinismus-Vorwurf um sich warf wie ein Bekloppter.

    Urfaust hatte schlicht recht mit seiner Intervention. Und „Klugscheißer“ ist nicht verletzend?

  224. che2001 Oktober 26, 2010 um 12:18 pm

    Dabei haben Dinge wie Kritik an Political Correctness und der spezielle Humor der Titanic noch ihre eigene Begriffsgeschichte, die aber heute niemand mehr kennt. Es gab innerlinks ja mal wirklich eine moralisch repressive PC (Dworkin-Moral), und der sog. nichtaffirmative Witz der Neuen Frankfurter Schule sollte darauf hinauslaufen, dass einem das Lachen im Halse steckenblieb, und ein gewisses Maß an auf den ersten Blick frauenfeindlich, rassistisch oder antisemitisch anmutenden Elementen wurde deshalb benutzt, weil die eigene Klientel links, und das hieß dann feministisch, antirassistisch, nicht-antisemitisch orientiert war und diese Art Humor die eigenen moralischen Maßstäbe verletzte (Klassiker: Foto einer Dreizehnjährigen auf dem Babystrich mit Bildunterschrift „Kinder bringen Freude ins Leben“ und dem Subtext, dass es gut sei, dass dieses Kind nicht abgetrieben wurde, sonst hätte Opa Karsunke nichts zu ficken im Rahmen einer Kampagne für die Liberalisierung des §218). Dass sich das alles auf eine billige Masche mit in der Tat sexistischen und rassistischen Klischees für den Konsumenten reduzierte ist eine spätere Entwicklung. Und scheint mir sehr gut einherzugehen mit der Verbürgerlichung einer einstmals radikalemanzipativen, heute aber an den Trögen der Macht äsenden grünalternativen Bewegung.

  225. T. Albert Oktober 26, 2010 um 1:05 pm

    @hf99
    schade. alles umsonst. in deiner erklärung unserer zu pawlowschen denkreflexen schreibst du nicht nur, dass du uns nicht nur nicht gelesen hast, sondern auch, dass es dir so wurscht war wie dein brotaufstrich.
    mit den pawlowschen reflexen würde ich mich auch noch mal beschäftigen.

  226. Loellie Oktober 26, 2010 um 1:31 pm

    Na wenigstens hat ers mal wieder geschafft „Röhm – Nazi – Schwul“ zu skandieren. Ist doch auch was.

  227. momorulez Oktober 26, 2010 um 1:32 pm

    Na ja, so ganz umsonst ist das ja alles nicht, weil es im Grunde genommen eine Schicht des Denkens und Reagierens frei legt – gipfelnd in „ich finanziere den Lifestyle“ -, die zumindest bei sich formal noch irgendwie links Situierenden zunehmend dominanter wird. Und dann weiß man wenigstens, was da wirkt – wenngleich das allen Grund zum Pessimismus liefert.

  228. che2001 Oktober 26, 2010 um 1:49 pm

    Das ist doch aber nichts Anderes als das „geht lieber anständig arbeiten“, das dieSpießer uns in den 70ern und 80ern ins Gesicht brüllten, das jetzt auch im linksliberalen Lager angekommen ist. Für mich seinerzeit der Inbegriff rechter Gesinnung.

  229. che2001 Oktober 26, 2010 um 1:54 pm

    ….Und der Treppenwitz ist dann noch, dass Momo wie Loellie wie T.Albert, der Nörgler und ich ja alles Selbstständige bw. Unternehmer sind.

  230. momorulez Oktober 26, 2010 um 1:56 pm

    Na, es spielt ja ggf., also GEGEBENENFALLS DESHALB HABE ICH NOCH MAL NACHGEFRAGT auf das „Wir setzen Kinder in die Welt und sind gut für die Volkswirtschaft, und ihr labert nur rum und amüsiert euch“ an, und ist das auch schon länger Trend? Mir fällt das in den letzten Jahren im Homophobie-Kontext verstärkt auf, in den Kommtentarspalten vom A-Team usw., vielleicht war ich aber auch vorher einfach nicht mit Leuten konfrontiert, die so denken, und habe deshalb was nicht mit bekommen. Zudem das ja nun alle Kinderlosen gleichermaßen trifft.

  231. che2001 Oktober 26, 2010 um 2:04 pm

    Also das ist zumimdest seit etwa 10 Jahren so. Kannte da mal eine 30jährigeVolontärin, die es „verdächtig“ fand, dass ein Redakteur mit 37 unverheiratet und kinderlos war. In dem Milieu, zu dem ich gehöre sind Vermehrer aber an sich die Minderheit, insofern weiß ich nicht, ob das anderswo schon viel länger verbreitet ist. Bestehe übrigens darauf, in den letzten 10 Jahren äußerst wertschöpfend gewesen zu sein und mich leider zu wenig amüsiert zu haben. Mein Bedürfnis nach Amüsement ist aber auch unendlich.

  232. momorulez Oktober 26, 2010 um 2:19 pm

    Na, das Argument ist ja weniger, es verdächtig zu finden, wenn jemand sich nicht vermehrt, sondern der Rekurs auf volkswirtschaftliche Nützlichkeit.

    Genova und Hartmut wollen uns übrigens dehumanisieren und so das Bild eines makellosen Helden etablieren! (Mist, jetzt habe ich doch’s gelesen).

    Wie dem das immer wieder gelingt, genau das durchzuführen, was er kritisiert, das ist schon erstaunlich. Das kann man ja echt nicht mehr ernstnehmen.

    Rassismuskritik dehumansiert. So einen Blödsinn habe ich tatsächlich noch nicht gelesen. Und ansonsten werde ich alles dafür geben, permanent zu verschweigen, daß Ernst Röhm schwul war.

  233. T. Albert Oktober 26, 2010 um 2:22 pm

    @„Wir setzen Kinder in die Welt und sind gut für die Volkswirtschaft, und ihr labert nur rum und amüsiert euch“ an, und ist das auch schon länger Trend?

    Ja, das ist schon länger Trend. Das hat mit Liebe zu tun, oder wie soll ich sagen? Sondersteuern für Kinderlose sind ja seit Frau Adam-Schwätzer gerne mal im Gespräch. Ich finde das interessant. Auch dass einem ständig Statistiken um die Ohren gehauen werden, nach denen „wir“ aussterben oder uns gerade abschaffen. Man weiss das alles.
    Sobald die Frau schwanger ist, spätestens dann, steckt man in den irresten Zwangsdebatten, die hören dann nicht mehr auf; wusste ich so auch nicht. Mir war auch das wirkliche Ausmass der Verzweckung des weiblichen Körpers, und dann des Kindes, nicht so klar. Als Mann fand ich mich meistens daneben gestellt, weil die Fragestellungen sich nicht an mich richteten.

  234. Loellie Oktober 26, 2010 um 2:24 pm

    Ich fand diesen Shit-Storm komplett sinnlos, aber was umsonst ist, muss ja jeder für sich selbst wissen. Gut, nun weiss ich warum ich schon die ganze Zeit einen Bogen um den sein Blog mache und habe ein paar weitere Argumente für die Privatisierung des deutschen Bildungssystems, das hätte es aber nicht gebraucht.

    Und von wegen Unternehmer, ich bin hier erstmal Ausländer, mit beschränkter Existenzberechtigung, reduzierten Bürgerrechten, im Zweifel reduzierten Menschenrechten und wenns ganz dumm läuft steht auch das Völkerrecht zur Disposition. Was mich natürlich zur Teilnahme an Rassismusdiskussionen disqualifiziert, weil es mir offensichtlich nur darum geht, mich moralisch zu überhöhen. Das ist auch bei allen anderen Ausländern so.

  235. T. Albert Oktober 26, 2010 um 2:28 pm

    so isses.

  236. momorulez Oktober 26, 2010 um 2:31 pm

    @T. Albert 2.22:

    Das, was Du zuletzt schreibst, das mit der Verzweckung des Frauenkörpers, das wäre wirklich mal ein viel fruchtbareres – har,har, reiner Wortwitz – Diskussionsthema, als sich ständig mit diesen Jakobinern von halbmitterechts zu streiten. Da kann ich leider wenig zu beitragen, aber Du bist als Gastautor selbstverständlich jederzeit eingeladen.

    Das Kuriosum an der „Kinderlosensondersteuer“ ist ja nun, daß es die gibt, allerdings mit Abstufungen. Es gibt ja – wie ich finde, völlig zu recht – Kinderfreibeiträge und für Heten halt auch das „Ehegattensplitting“, weil, so Fleischauer, einer heterosexuellen Partnerschaft der Kinderwunsch a priori eingeschrieben sei. Aha. Ich wäre eher für die Abschaffung des Ehegattensplittungs, das ja auch nur funktioniert, wenn einer der Parter wenig oder gar nix, der andere erheblich mehr verdient, und dafür mehr Kindergeld für die, die es auch brauchen. Es ist unsinnig, staatlicherseits die Zweierbeziehung positiv zu sanktionieren, und der besondere Schutz der Ehe vor dem Staat kann das auch gar nicht begründen.

  237. momorulez Oktober 26, 2010 um 2:40 pm

    @Loellie:

    Vielleicht war es auch doch sinnlos, ich weiß es ja selbst nicht mehr. Die Macht haben eh die Typen, die wie Hartmut denken, das taucht auch in sämtlichen Feuilletons exakt so auf, und Dich prekär zu halten und zugleich Dir das Maul zu verbieten, ist halt Teil eben dieses Machtgeschehens, damit man permanent wen zum Draufhauen hat.

    Aber Ernst Röhm war schwul! Nicht, daß wir das beschweigen …

  238. Loellie Oktober 26, 2010 um 3:14 pm

    Mit sinnlos meinte ich ja ob da was für Dich bei rausgekommen ist. Das es aussichtslos ist gegen derart inflationäre Zuschreibungen anzuschreiben scheint mir offensichtlich.
    Rassismuskritik dehumanisiert! und die Tea-Party ist im Geiste Martin Luther Kings liberal-konsevativ.

    Und Ernst Röhm war schwul.

    Pessimistisch bin ich auch. Der vonundzu als Kanzler wäre fatal, aber wenn nicht, gehts wahrscheinlich erst richtig rund.

    Na wenigstens habe ich mich, angestachelt von dieser ganzen Seminarlogik, wieder an ‚Men on books‘ erinnert. Wir gackern immer noch unmotiviert vor uns hin.
    Natürlich nur weil das Schwarze sind. Weisse Heterosexuelle, die sowas machen, werden selbstverständlich mit Eliminationsfantasien überschüttet und im Wannsee versenkt. Mindestens

    Und Ernst Röhm war schwul. Nicht das ichs vergesse.

  239. ziggev Oktober 26, 2010 um 3:30 pm

    hf99 greift ein Argument auf, von dem ich in der Willensfreiheit gehört habe, und das ich eigentlich ganz charmant finde. Straftäter haben ein Recht auf Bestrafung, anstatt als psychiatrischer Fall behandelt zu werden.

    ich finde nämlich auch: es sollte nur der bestraft werden, wer auch bestraft werden will, denn wer nicht bestraft werden will, hat offenbar keinen freien Willen und ist infolgedessen nicht schuldfähig.

  240. Isi Oktober 26, 2010 um 3:43 pm

    Diese „Kinderlosigkeitsver(s)teuerungsdebatte“ ist übrigens nur dazu gedacht von der Transferausbeutung der Familien abzulenken. Denn wenn es gerecht zugehen soll, ist nur eine (!) Möglichkeit die schärfere Inanspruchnahme der Kinderlosen (und die blödeste, aber der kapitalistischen Logik von der Umverteilung natürlich gerecht werdend) wohingegen Ausgleich auch über eine Entlastung der Familien zu erreichen wäre (aber nicht gewünscht wird, weil der Nutzen aus Kinderaufzucht eben nicht vergesellschaftet werden soll, sondern ganz konkret in bestimmte Taschen fließen soll).

    (Das nur so nebenbei, um auch mal von Piefke aus Barmbek abzulenken, der mir schon langsam wieder leid tut. Ich würde ihm nur gern was erklären und könnte es auch, wenn der Preis nicht so hoch wäre und einfach weniger aggressiv.)

  241. Isi Oktober 26, 2010 um 3:52 pm

    Und wenn ich mich hier thematisch zurückhalte, bzw. mit Fokus auf hartmut reagiere, dann nur weil ich derzeit noch ganz schlimm harmuterisiert bin. Das heißt bei mir, dass ich erst tagelang einen Blog bestaune, bevor ich mich einmische und ganz vorsichtig, ein paar Sätze schreibe, aus Angst, mich springt ein Piefke von der Seite an, wedelt mit ´ner EMMA vor meiner Nase rum und schreit mir „Sach was, Fotze, Sach was!“ ins Ohr. Da muß ich mir erst Mut antrinken, die Lage checken und die Reaktionen testen, bevor ich mich aus der Deckung wage. Bislang fühle ich mich aber ganz wohl hier und ich finde einiges von dem, was mich auch sonst so umtreibt: Meine Skepsis gegen Linksliberale, Frust über Diskursabbrüche, eine entspannte Haltung zu Geschlechterrollen und ´ne Menge Humor.

  242. Nörgler Oktober 26, 2010 um 3:55 pm

    Die Familien werden schon immer ganz erheblich entlastet, sofern es sich nicht um Hartz-Familien handelt, die aber keine richtigen Familien sind, insofern gerecht.

  243. Isi Oktober 26, 2010 um 4:05 pm

    Ja, Nörgler, von staatlichen Zuwendungen werden Familien erheblich entlastet und natürlich von Sozialleistungen und in diesem Maßstab ist das auch total knorke, denn dann freuen die sich ganz doll auf die soziale Revolution. Und wenn es wenigstens die HartzIV-Familien schon schaffen, aus der heteronormativen Langeweile zu flüchten, sollten wir uns daran ein Beispiel nehmen: HartzIV ist für alle da! Schafft die Familie ab! Keine Macht den Patriarchen!

    Soll ich ihnen das vortanzen? Ich kann ein bisschen Eurythmie.

  244. Außenbetrachter Oktober 26, 2010 um 4:07 pm

    KA was hier das Resultat sein wird. Ernst Röhm war schwul. Isi ist harmuterisiert. Außerdem weiss ich jetzt, wer meinen Lifestyle finanziert. Danke.

  245. momorulez Oktober 26, 2010 um 4:14 pm

    @ziggev:

    Das ist ja ganz lustig gedacht, aber was hat das mit der Diskussion zu tun? Hier wurde ja nun noch nicht mal gefordert, homophobe und rassistische Ausfälle staatlich zu sanktionieren, deshalb isses um so alberner, sich mit Marie-Antoinette zu identifizieren.

    @Isi:

    „wohingegen Ausgleich auch über eine Entlastung der Familien zu erreichen wäre (aber nicht gewünscht wird, weil der Nutzen aus Kinderaufzucht eben nicht vergesellschaftet werden soll, sondern ganz konkret in bestimmte Taschen fließen soll). „

    Das habe ich nicht verstanden. Das mit der EMMA habe ich verstanden 😉 …

    @Loellie:

    „Mit sinnlos meinte ich ja ob da was für Dich bei rausgekommen ist.“

    Weiß ich auch immer gar nicht. Einerseits bestätigt es mich in dem, was mich in Diskussionen rund um den FC St. Pauli irre macht, diese Bigotterie des linksliberal-bildungsbürgerlichen Spektrums halt; eigentlich hätte man es aber ja lieber anders.

  246. che2001 Oktober 26, 2010 um 4:17 pm

    Was der sich jetzt da zusammenräubert über angebliche linke Mythen vom edlen Türken ist ja unglaublich. Und kommt wunderbarerweise ohne jede Empirie aus bei unserem Statistikfreund.

  247. momorulez Oktober 26, 2010 um 4:22 pm

    Aber Ernst Röhm war schwul!

  248. Nörgler Oktober 26, 2010 um 4:37 pm

    „Ja, Nörgler, von staatlichen Zuwendungen werden Familien erheblich entlastet …“

    Welche wären das, außer der gestrichenen Eigenheimzulage? Immerhin sind da noch Mutterschaftsgeld, Kindergeld, Elterngeld, Elternzeit, Kinderzuschlag, BAföG, Krankenversicherung, Kinderfreibetrag, Kinderbetreuungskosten, Kinderzulage im Riestervertrag …

    Die nachwuchsaffine Mittelschicht wird immer noch ordentlich gepampert. Ich gönn’s denen ja, nur scheinen mir Klagen von dieser Seite nicht ganz angebracht.

  249. Isi Oktober 26, 2010 um 4:58 pm

    @ momo

    Ich meine, dass die These von der Transferausbeutung von Familien durchaus schon salonfähig ist, aber es dazu heißt, der Nutzen den Kinderaufzucht bringt, würde vergesellschaftet. So sehe ich das nicht, denn die vergesellschaftung wäre ja wenigstens sozial. Tatsächlich nutzen die Kinder aber wieder nur bestimmten Milieus unter bestimmten Bedingungen. Dieser Einwand ist aber für die Feststellung von Transferausbeutung erstmal nebensächlich. Mich stört an der Diskussion eben, dass es oft nur in eine Richtung geht und zwar dahin, die Kinderlosen stärker zu entlasten. Aber – wie gesagt- denkbar ist ja auch, die Familien zu entlasten und eben nicht um Vergünstigungen sondern im materiellen Aufwand.

    @ Nörgler

    Ein Kind erlangt nur einen durchsetzbaren Sozialleistungsanspruch gegen einen Sozialleistungsträger, wenn die Eltern aus ihrem Einkommen den Unterhalt des Kindes nicht oder nicht vollständig leisten können. Erwerbstätige Eltern entlasten also mit ihrem Einkommen den Staat um die Sozialleistungen die für das Kind fällig werden, wenn sie nicht arbeiten.

  250. Isi Oktober 26, 2010 um 5:01 pm

    Korrektur. Richtig muß es heißen:

    „Mich stört an der Diskussion eben, dass es oft nur in eine Richtung geht und zwar dahin, die Kinderlosen stärker zu belasten.“

  251. che2001 Oktober 26, 2010 um 6:32 pm

    Und Ernst Röhm war schwul, wurde aber nicht deswegen erschossen.

    In Brechts „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ heißt er Ernesto Roma. Mussolini war nicht schwul, hatte aber eine Glatze. Auf einer Hauswand im Ostertorviertel steht „Norbert ist ein Glatter.“ Der hat sich die Augenbrauen wegzupfen lassen, untenrum sowieso, und ist schwul.

  252. ziggev Oktober 26, 2010 um 6:52 pm

    naja, jeder hat das Recht eine Straftat begehen zu können (und dafür bestraft zu werden), auch freiheitliche Grundordnung, usf. Wär´s anders, käme Ungleichbehandlung dabei heraus. Da musste ich an folgende Diagnose in Gurkenkaisers wundervollem Blog denken.

    „Verschiedene bürgerrechtliche Anliegen werden verknüpft und gemeinsam als Ausländerkriminalitäts-Katalysatoren diffamiert, als da wären: Datenschutz, Gleichbehandlung von Personen mit und ohne Migrationshintergrund, bzw. mit/ohne deutscher Staatsangehörigkeit. Bemühungen um “Integration” ohne Peitsche. Es ergibt sich die Forderung nach fundamentaler Ungleichbehandlung.“

    Leute könnten nicht einmal psychiatrisiert werden. Ein Freund von mir hat jetzt übrigens einen Schwerstbehindertenausweis: Erst einmal etw. Ruhe von wegen nächstes
    Visum.

    Aber was soll diese Forderung nach Gleichbehandlung, zumal es Gurkenkönigs Diagnose nur allzugut trifft? Zur Stärkung des deutschen Rechtssystem, freiheitliche Grundordnung, usf., schlägt hf99, wie mir scheint, vor, alle straffälligen, die keine haben, sofort ersteinmal die dt. Staatsbürgerschaft zu verpassen. Als symblischen Akt jedenfalls kann ich mir das ganz gut vorstellen.

  253. momorulez Oktober 26, 2010 um 6:57 pm

    @Che:

    Das war jetzt versehentlich verräterisch, nix für ungut – daß Du nicht etwa „Mussolini war hetero“, sondern „nicht schwul“ schreibst 😉 …

    Goebbels war heterosexuell, und wurde der nicht sogar in den Selbstmord getrieben? War Himmler nicht auch heterosexuell? Ich finde nicht, daß man das beschweigen sollte. Mao, Stalin? Heterosexuell? Man sollte das jetzt immer dazu schreiben. Der heterosexuelle Adolf Eichmann … und ich will von nun an nicht mehr „schwul“ gescholten werden, sondern als „nicht heterosexuell“ bezeichnet werden.

  254. momorulez Oktober 26, 2010 um 7:08 pm

    @ziggev:

    Die Änderung des Staatsbürgerschaftsangehörigkeitsrechts ist ja eine uralte Forderung. Die wird nur an den völkischen Diskursen, Zuordnungen, Behördenhandeln etc. wenig ändern.

    Und mal ganz ab davon, daß das rechtsimmanente Auslegung ist und insofern problematisch, gibt es kein Recht, eine Straftat zu begehen und für sie bestraft zu werden. Der Staat als Hüter des Gewaltmonopols behält sich das Recht vor, zu sanktionieren, wenn gegen Recht verstoßen wird. Was ja mit einer Einschränkung bzw. Aberkennung der Bürgerrechte einhergeht. Es macht auch wenig Sinn, nun in Gedankenexperimenten sich vorzustellen, wir würden jetzt einen Rechtekatalog ausdiskutieren, da das Recht, eine Straftat zu begehen, zu begründen. Es macht keinen Sinn, sich wechselseitig das Recht zuzugestehen, einander umzubringen.

  255. ziggev Oktober 26, 2010 um 7:51 pm

    immer noch rechtsimmanent, wenn alle konform wären, gäbe es auch keine Straftaten mehr. ich lebe also in einer Situation, in der ich Straftaten zu begehen in der Lage wäre. Werde ich straffällig, hat es niemanden zu interessieren, welche Haarfarbe etc. oder Zugehörigkeit zu einem vermeintlichen Clan ich habe.

    Aber übrigens, kein Staat mehr, und nur noch Bürgerrechte?

  256. momorulez Oktober 26, 2010 um 7:54 pm

    So als Forderung? Ja, gerne 😉 …

  257. Nörgler Oktober 26, 2010 um 8:39 pm

    „Aber übrigens, kein Staat mehr, und nur noch Bürgerrechte?“

    Die Bürgerrechte sind Rechte der Bürger gegen den Staat. Bürgerrechte ohne Staat wäre sowas wie oben ohne unten.

    Bürgerrechte eingeschrumpft auf Eigentumsrechte plus Staat weg ist die Forderung der Radikal-Liberallas.
    Also: Achtet auf Eure Wünsche, sie könnten in Erfüllung gehen.

  258. che2001 Oktober 26, 2010 um 8:43 pm

    Ich glaube, Hitler und Himmler waren völlig asexuell. Jedenfalls hatte der Föhrerrr ja selber gesagt „Mir ist keiner gewachsen“;-)

  259. T. Albert Oktober 26, 2010 um 8:46 pm

    Familienpamperung

    Seh ich wie Nörgler. Das ist massive Mittelstandsselbstsubventionierung, während andere Leute als Sozialschmarotzer beschimpft werden. Als Mittlständler muss man sehen, soviel wie möglich zu verdienen, dann macht man mit diesen ganzen wunderbaren Transferleistungen als Zuverdienst einen guten Schnitt, besonders mit einkommensunabhängigen. Darauf achtet man ja auch tunlichst, Bildungschipkarten kriegen dann plötzlich alle Kinder, nicht nur die, denen es schlecht geht; lustig dabei ist das Argument der Diskriminierung, der dann arme Kinder ausgesetzt seien. Das ist doch symptomatisch. Hier in der Schweiz gibts vieles nicht wie bei Euch, aber die Beschaffungsmentalität ist dieselbe. Was ich auch interessant finde, sind die deutschen Eltern in meinem Umfeld, die immer genau wissen, wo was zu holen ist. Um Elterngeld in D zu kriegen kann man sich Arbeitszeit in der Schweiz anerkennen lassen. Ich habe früher mit sowas andere Erfahrungen gemacht.
    Besonders irre finde ich diese Anti-Hartzer und Anti-Arbeitslosen-Diskussionen, die von Mittelstandsseite geführt werden, echte Reiche machen das ja gar nicht, wenn ich mir vor Augen führe, dass es für etliche Leute, die ich kenne, völlig selbstverständlich ist, mal auf Kosten des Amtes eine Auszeit zu nehmen, während sie wirtschaftsliberal daherquasseln. und das ist ja auch klar: sie sind nicht gemeint mit „Missbrauch“, sondern sie nutzen als Mittelständler, was sie steuerlich und versicherungshalber schon in sich investiert haben.
    Wenn man hier in CH weiss, dass Lehrer ein EInstiegsgehalt von sechstausend Franken kriegen und darüber geredet wird, dass der Lehrermangel wegen zu geringen Verdienstes bestünde, dann finde ich das irgendwie komisch, um nur mal irgendeinen Zusammenhang zu bringen. Ich kenne so viele.

  260. momorulez Oktober 26, 2010 um 8:50 pm

    @Nörgler:

    Die Eigentumsrechte meinten wir ja nun gerade nicht, sondern das „Absterben des Staates“ im Sinne von Marx 😉 …

  261. momorulez Oktober 26, 2010 um 8:51 pm

    @Che:

    Ja, ja, immer raus reden …

  262. T. Albert Oktober 26, 2010 um 8:54 pm

    kriege gerade wegen magendarmfamilienepidemie noch weniger zusammenhang hin als sonst schon, seh ich.

  263. momorulez Oktober 26, 2010 um 8:55 pm

    Ich fand das eigentlich ganz nachvollziehbar …

  264. Nörgler Oktober 26, 2010 um 9:07 pm

    Ach so, ja, wenn’s „im Sinne von Marx“ ist, dann ich, klaro, nichts dagegen sagen. 😉

  265. Nörgler Oktober 26, 2010 um 9:09 pm

    „dann kann ich“ natürlich, jessas …

  266. che2001 Oktober 26, 2010 um 9:10 pm

    @“Wenn man hier in CH weiss, dass Lehrer ein EInstiegsgehalt von sechstausend Franken kriegen“— Echt? Das liegt hier so bei den Nichtverbeamteten bei 1700 Euro.

  267. che2001 Oktober 26, 2010 um 9:12 pm

    6000 Euro sind so das Gehalt von Abteilungsleitern kleinerer Konzerne oder von Spitzenprogrammierern, d.h. Programmentwicklern mit eigenem Team.

  268. momorulez Oktober 26, 2010 um 9:14 pm

    6000 Franken sind doch nicht 6000 Euro, oder?

  269. che2001 Oktober 26, 2010 um 9:20 pm

    Mir auch gerade aufgefallen, und bei den LehrerInnengehältern Brutto mit Netto velwechsert. Dann sind die Gehaltsgruppen doch annähernd gleich.

  270. T. Albert Oktober 26, 2010 um 9:23 pm

    ja, ich muss jetzt gleich mal reihern gehen, aber das noch: du musst natürlich das glück haben, eine hundertprozent-stelle besetzen zu dürfen. wenn nicht, kanns eng werden. hier machen nach einer eidgenöss. statistik 10% zwei jobs, nicht nur lehrer, bei steigender prozentzahl, kam letzte woche im radio.
    ich habe mal vor jahren, als ich mal angestellt war, von nicht ganz 10.000 fr. 6.500 ausbezahlt bekommen, monatl. für eine hundertprozentstelle. damit wäre ich noch berechtigt gewesen, subventionen, gestaffelt, für einen kinderkrippenplatz zu beanspruchen. dafür liegt die grenze in zürich bei 120.000 fr. p.a.
    das nochmal zur mittelstandsfamilienpflege.

  271. Isi Oktober 26, 2010 um 9:49 pm

    Familien werden exakt soviel ‚gepampert‘ wie jemand, der einen Flüchtling bei freier Kost und Logis bei sich unterbringt und versorgt.

  272. che2001 Oktober 26, 2010 um 10:03 pm

    Mittelstand und Mittelschicht sind übrigens in Teutschland zwei unterschiedliche Begriffe: Der Eine meint Unternehmen mit 50 bis 800 Beschäftigten, der Andere ein soziales Milljöh. Und ich mache so als selbstständiger Mittelschichtler 3-4 Jobs parallel, um auf ein gutes Facharbeiter-Einkommen zu kommen. Mit Doktortitel und diversen Spezialqualifikationen. Das macht mir sogar Spaß, auch wenn gelegentliche 15-Stunden-Arbeitsschichten an die Substanz gehen. Aber anderswo lese ich dann, dass „wir“ uns unseren Lifestyle von Anderen finanzieren lassen. Ich war nie in der Situation, eine Familie zu gründen, keine meiner zeitweiligen Partnerinnen wurde schwanger oder wollte das werden, aber wenn ich in die Situation käme ginge das auch nur über „Transferleistungen“. Habe einen guten Freund, der sich für die Inpflegenahme von Kindern bezahlen lässt. Als Akademiker. Kenne einen Anderen gut, der als Freier Handelsvertreter in die Situation versetzt wurde, dass sein Arbeitgeber den Tod seiner Frau ausnutzte, um ihn jeden Tag 200 Kilometer pendeln zu lassen zur Besetzung einer Geschäftststelle – die 14 jährige Tochter führte dann den Haushalt und kümmerte sich um ihre kleinen Geschwister. So siehts aus. Der ganze Mist, der von linksliberalen Familienvätern bis zu rechtsliberalen Antilinksbloggern über unsereins so abgelassen wird erscheint dann bestenfalls als Realsatire, schlimmstenfalls als üble Beleidigung. Und passierte mir das im echten Leben, könnte ich eventuell auch zuschlagen.

  273. che2001 Oktober 26, 2010 um 10:09 pm

    @Isi, danke genau dafür: Genau das hatten FreundInnen von mir ja gemacht – eine abschiebebedrohte Iranerin – „Schübling“ im Behördensprech – bei sich versteckt. Ist inzwischen Deutsche. Und diverse offiziell illegale Praktiken, die wir betrieben, retteten Menschen. Und „integrierten“ die. Das wird heute weniger anerkannt, als verspottet. Bin gerade in einer „If I had a rocket launcher“- Stimmung.

  274. Isi Oktober 26, 2010 um 10:14 pm

    Entspannt euch. hartmut meinte bestimmt mich, jedenfalls hat er mir so etwas schon mal vorgeworfen. An die exakte Formulierung erinnere ich mich nicht, aber er lästert nicht selten gegen Mittelstands-„Feminismus“ und Gleichstellungsbeauftragte im Staatsdienst, die sich aus seiner Hostentasche ein nettes Leben (und ihre Allüren=Feminismus) leisten. Da ich aber nicht einsehe, mich gegen solchen Unsinn zu rechtfertigen, fühlt er sich besätigt und haut dann ab und zu dermaßen um sich. hartmut nimmt also nicht wirklich an, dass Männer nicht hart für ihr Einkommen arbeiten, er weiß, dass es Männer heute schwer haben. Das mittelständische Nichtarbeitenmüssen und cool bezahlt werden, bezieht er nur auf Feministinnen (was automatisch alle Frauen sind, die schambefreit arbeiten). Das ist simpelster Wohlstandschauvinismus gegen den sich niemand rechtfertigen muß, weil es einfach nur ein Bärlauch-Pups im Freilichtkino ist.

  275. T. Albert Oktober 26, 2010 um 10:21 pm

    Du meinst, ich erzähl Mist?

  276. Isi Oktober 26, 2010 um 10:27 pm

    @ Che2001

    Ganz großartig! Ich könnte auch was erzählen, aber ich kann nicht. Und ich möchte hier nicht (weil für jeden lesbar) erklären, warum. Es ist jedenfalls nicht so, wie hartmut & Co es gern hätten, dass ich von der Uni in den Staatsdienst stolpere und im Internet femistische Parolen schwinge und mir aus Langeweile in den Sinn kommt, mal Feministin zu werden. Mein Feminismus ist ein intensiver und langwieriger, konsequenter Denkprozess, bei dem auch die Theorie zur Praxis stimmen muß und er ist Teil emanzipatorischer Politik. Und weil mich damit sowieso alle für eine Feministin halte, wehre ich mich gegen die Zuweisung nicht und führe sie aufrecht als Label. Was das konkret heißen soll, wollen die meisten überhaupt nicht wissen, denn es gibt ja Alice Schwarzer und die hat zum Feminismius ja schon alles Wichtige gesagt. Aber: Meine Kritik an Alice Schwarzers Politik ist auch radikaler, rationaler und fundierter als hartmuts Fühl-Klamauk, aber sie kommt weniger generalisiert daher. Im Grunde aber, so verstehe ich mich, bin ich nur ´ne Anarchistin, die eben auch noch ´ne Frau ist. Aber das zu unterscheiden, überfordert Antifeministen, die bereist einen Grund gefunden haben, mich auszugrenzen, weil ich eigentlich kochen und backen sollte, statt ´ne große Klappe zu haben.

    Hah! Das tat gut.

  277. che2001 Oktober 26, 2010 um 10:33 pm

    Mir geht es ja nicht um Hartmut an sich, den ich vor der aktuellen Auseinandersetzung sehr nett fand, sondern um ein Gesamtklima, das in der Bloggerei sich nochmal anders abzeichnet als im real life. Pars pro toto, oder auch im Endzusammenhang werden aber mir alle Dinge, für die ich 28 Jahre gekämpft habe lächerlich oder irrelevant gemacht. Mich nicht aufregen? Da werden Lebensinhalte negiert. Und ich habe die Erzählungen im Kopf, wo es darum ging, dass meine Freunde ihre Freunde als roten Brei in Felsspalten wiederfanden, weil deutsche Hubschrauber, die an den Irak geliefert wurden sie mit einem deutschen Qualitätsprodukt, der 30mm Mauser-Maschinenkanone zerhackt hatten. Und wir, die sich für deren Interessen eingesetzt hatten, sind dann ein lächerlicher Verein von linksintellektuellen Spinnern, sie selbst bestenfalls „anerkannte Asylbewerber“, schlimmstenfalls „kurdisch-arabische Straftäter“. Sorry, aber da geht nichts mehr außer: Wir haben Euch was mitgebracht, Hass, Hass, Hass!

  278. momorulez Oktober 26, 2010 um 10:35 pm

    Nehmt es mir nicht übel, sowohl die Feminismus- als auch die Familiendiskussion immer gerne, auch kontrovers. Aber an dem Punkt, wo über die „selbstmitleidigen Schwulen“ in anderen Blogs diskutiert wird, wo gerade Heten das ihre pflegen, und Begriffe wie „Spott und Ekel“ u.a. im Bezug auf Loellie und mich fallen, während man „Anstand“ für sich in Anspruch nimmt, ist mein reiner Selbsterhaltungstrieb doch zu animiert, als daß ich hier noch bereit wäre, mich mit jemandem wie Hartmut oder Genova zu beschäftigen. Zu denen wurde nun auch genug diskutiert. Wenn die US-Schulhof spielen wollen: Bitteschön.

    Wäre insofern klasse, wenn Hartmut hier keine Erwähnung mehr finden würde; ich habe volles Verständnis dafür, daß man andere Diskussionen mit dem noch aufarbeiten möchte, aber bitte nicht mehr hier. Ich bitte meinerseits um Verständnis.

  279. momorulez Oktober 26, 2010 um 10:38 pm

    PS: Die letzten beiden Kommentare meinte ich damit ausdrücklich nicht. Und fürs Ches Hass-Ausbruch habe ich aktuell ein sehr tiefes Verständnis.

  280. che2001 Oktober 26, 2010 um 10:50 pm

    Mein Verständnis haste auch. Menno, was wird da ein Irrfug geäußert.

  281. Isi Oktober 26, 2010 um 10:57 pm

    Kann ich nachvollziehen. Bestens sogar. Nur verpufft das im Internet eben alles. Oder es kommt kaum da an, wo es ankommen soll. Dabei bin ich mir ziemlich sicher, dass es auch nur im Internet zu solchen Ausnahmesituationen kommt. Die wirklich unangenehmsten Onlinedispute hatte ich mit Leuten, die ich außerhalb des Internet nie getroffen hätte. Daran kann man sich jederzeit erinnern: So verschiedene Lebenswelten und alltäglichen Differenzen sind nicht immer was Übles, denn zumindest außerhalb des Internets besorgen solche ganz realen räumlichen, sozialen und intellektuellen Abstände, dass man bestenfalls nie mit jemandem zusammentrifft, den man schon im Internet merkwürdig findet. Da sollte man das Internet nicht überbewerten und nicht auch noch jene suchen, die einen wütend machen. Es gibt da angenehmere Zusammenkünfte.

  282. momorulez Oktober 26, 2010 um 11:11 pm

    @Isi:

    Nein, das ist ja gegenteilig: Hier im Netz sprechen die Leute ja viel klarer aus, was sie denken. Ich verstehe die Welt deutlich besser, seitdem ich hier rum diskutiere. Typen wie die, über die hier nicht mehr geredet werden soll, sind doch die treibende Kraft dessen, was Scheiße läuft, ganz alltäglich. Die treffe ich ja nicht nur im Netz, und ansonsten äußern sie sich einfach vornehmer. Die schaffen mir seit 10 Jahren Situationen, nach denen man sich eigentlich nicht mehr im Spiegel angucken mag, weil man sich aus wirtschaftlichen Gründen wieder an deren sadistische Weltsicht anpassen musste, während sie hasserfüllt dafür sorgen, dass Themen wie Homophobie, Frauenfeindlickeit und Rassismus aus der Diskussion verschwinden, weil das ja alles unstatthafte Unterstellungen sind, weil ja sie, die verfickten, selbstgerechten, weißen Heten-Männer die reale, instituionelle Machtstruktur in dieser Gesellschaft notfalls mit Baseballschlägern, Polizei und dem, was Che beschreibt, also mit aller buchstäblichen Gewalt, ihre Privilegien verteidigen werden. Insofern stellt sich ja wirklich die Frage, welche politische Praxis da die Antwort darstellt. Die sind sich in ihrem Hohn und ihrer Dummheit so scheißsicher, da muss man was finden, was richtig rein haut.

  283. Isi Oktober 27, 2010 um 6:09 am

    Es ging mir dabei um Selbstschutz. Im Internet kann man sich wenigstens vor solchen Wesensarten konsequent zurückziehen. Dass solche Einstellungen ein politisches und soziales Problem ist, ist klar, aber ich weiß die Offlinewelt dafür zu schätzen, dass sie dort wenigstens vornehme Zurückhaltung üben. Trotzdem tut es mir leid, wenn sich irgendein Linker über eine solche Begegnung aufregt und heiß läuft. Auch Linke sind Menschen, meistens sehr nette. Und wenn Linke Probleme sehen, müssen die darum strategisch und nordwindkühl abgearbeitet werden. Ohne jeden Zorn: Problem erkannt, Gefahr gebannt.

    Ich glaube, wir sind uns hier alle einig, was die „die reale, instituionelle Machtstruktur“ und wie sie gesichert wird und warum. Das ist doch schon mal was. Damit kann man doch arbeiten.

  284. Nörgler Oktober 27, 2010 um 1:58 pm

    „Familien werden exakt soviel ‘gepampert’ wie jemand, der einen Flüchtling bei freier Kost und Logis bei sich unterbringt und versorgt.“

    Stimmt. Ich vergaß, dass, wer einen Flüchtling bei freier Kost und Logis bei sich aufnimmt, in eine günstigere Steuerklasse kommt; außerdem ist der Flüchtling kostenlos in der Krankenversicherung mit drin, der Staat zahlt Flüchtlingsgeld, und der Aufnehmende bekommt sein Engagement auch rentenrelevant angerechnet: das sog. „Flüchtlings-Riester“, funktioniert analog zum „Wohn-Riester“, nur, dass ich für Flüchtlings-Riester eben kein Eigenheim, sondern einen Flüchtling brauche. Aber wie ich jetzt in einzelnen riestere, ist selbstverständlich der freien Entscheidung des Bürgers überlassen.

  285. Nörgler Oktober 27, 2010 um 2:01 pm

    2. Zeile v. u.: „im einzelnen“

  286. che2001 Oktober 27, 2010 um 5:54 pm

    Stimmt,

    das kommt ja auch im Fernseh-Werbespot von Pro Asyl.

  287. Isi Oktober 27, 2010 um 6:21 pm

    Nörgler, nicht jeder muß seinen Schübling auch heiraten. Dann ist das Beherbergen ja auch nicht mehr illegal. Obwohl man eben auch als Elternteil nicht mehr „Vergünstigungen“ erhält, als würde man den Bund der Ehe mit eine/m deutschen Erwersblosen eingehen. Was aber die Eltern angeht, so ist es doch so, was allgemein in weit verbreiteter Unwissenheit als Vergünstigung verstanden wird, nichts weiter ist, als das Mindestmaß an sozialstaatlicher Verhohnepiepelng ist, die man auch in Anspruch nehmen kann, wenn man sich statt eines Kindes eine Schulabbrecherin aus Hintertupfingen ins Haus holt, die vor dem Fernseher platziert, ihr einen Ring aufsteckt und einen auf Ehegattensplitting macht. Kindergeld ist zum Beispiel auch kein Geschenk, sondern eine Steuerentlastung, die monatlich ausgezahlt wird, damit die Kinderchen was zu Beißen haben. Das Einkommen von Kindern ist nämlich steuerfrei. (Zumal arbeitende Eltern die Steuern als ihr Einkommen bereits bezahlt haben und eben nur den Anteil für die Kinder zurückbekommen) Und noch nicht mal bei HartzIV ist es ein Geschenk, sondern wird als Einkommen angerechnet. Zudem ist nicht einzusehen, warum Kindern weniger zustehen soll, als erwerbslosen Ehepartner mit Alleinverdienermodell, also: Familienversicherung bei der KK, steuerfreies Existenzminimum, Wohngeld etc.

    Ich habe mir schon oft überlegt, meine Kinder zu heiraten – steuerlich käme das günstiger. Aber irgendwie ist das wohl noch nicht so ganz statthaft. Außerdem können die sich nie einigen, wer denn nun die Mama heiraten darf und wer ums Putzen drumrumkommt.

    😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s