Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Zur Rede von Wulff

„Jenseits dieser lebensgeschichtlichen Erfahrungen hat Arendt seit Ende der zwanziger Jahre daran gearbeitet, die historische, gesellschaftliche und politische Situation der Juden in Preußen und Europa zu verstehen. Es schien ihr eine selbstverständliche Schlussfolgerung aus der Geschichte zu sein, dass die Assimilation der Juden in Preußen und Europa ihnen weder volle Anerkennung noch politisches Selbstbewusstsein gebracht hatte. Den analytischen Fokus zum Verständnis der Lage der Juden fand sie in den Schlüsselbegriffen Paria und Parvenu. Letzterer stand für den Typus des Assimilierten, der in der Gesellschaft der Nicht-Juden seinen Platz finden und in der Anerkennung aufsteigen will, jedoch von der Mehrheitsgesellschaft niemals vorbehaltlos anerkannt wird. Diesem Typus hatten die radikalen zionistischen Kritiker gegen Ende des 19. Jahrhunderts das Bekenntnis zum „Pariatum“ entgegengestellt. Der Begriff, der auf biblische Ursprünge zurückgeht, fußte auf der bewussten Anerkennung des Ausgestoßenseins.“

Von hier:

http://www.bpb.de/publikationen/1VYJ2R,1,0,Hannah_Arendts_J%FCdische_Schriften.html

„Die Urteilskraft des Paria“, diesen Titel gab ich einst einer Hausarbeit zu Leben und Werk Hannah Arendts. Finde ich bis heute neben „Formale Gleichheit und materiale Differenz“, zweiter Lieblingstitel, immer noch ganz gelungen.

Im Gegensatz zur Kenntnis dieses kulturellen Erbes hält der Bundespräsident eine Rede, in der er Religionszugehörigkeiten als Teil eines Wir proklamiert – was spielt denn die in der Demokratie für eine Rolle? Gelten die Grundrechtsartikel nicht eh, daß jeder unabhängig von der Religionszugehörigkeit vor dem Recht gleich ist und daß die Freiheit der Relgionsausübung zu gewährleisten ist? Wieso dann das Betonen, daß „jetzt auch“ neben Juden, nachdem es nicht gelang, sie auszurotten, und Christen Muslime dazu gehörten? Würde der Mann die Verfassung ernst nehmen, bedürfte das keiner Betonung, das ist A Priori so in einer Demokratie. Auch Hindus, Buddhisten und Voodoo-Priester und Atheisten haben da Wahlrecht zu haben und vor dem Gesetz gleich behandelt zu werden.

Diese christliche Präambel hingegen gehört langsam mal abgeschafft, die steht im klaren Widerspruch zur Grundrechtsbegründung, wie auch die institutionelle Privilegierung der christlichen Kirchen ein Skandal ist. DAS wäre ein Signal eines Demokraten gewesen, dergleichen zu fordern. So war es gar kein demokratisches Signal, aller Anbiederei an Personen wie Bärbel Bohley zum Trotze, die sich ja nicht mehr dagegen wehren kann.

Es ist einfach unangenehm, wie paternalistisch Herr Wulff sich als „Präsident aller“ aufsattelt und die „werteorientierte“ „Gegenwehr“ dieses „Wir“ gegen jene, die Probleme mit „deutscher Lebensart“ hätten, proklamiert. „Lebensart“ ist kein Demokraten gemäßes, politisches Sujet. Das geht Herrn Wulff einfach nix an. Gerüchten zum Trotze hat er jedoch NICHT emphatisch „Deutsche, wehrt euch, geht nicht zu St. Pauli!“ gerufen.

Ich bin sehr dankbar dafür, daß ich trotz solcher Vertreter der politischen Klasse zu Zeiten, da man an Universitäten noch studieren konnte und denken lernen durfte, Autoren wie Hannah Arendt begegnet bin, eben radikalen Nonkonfomisten, die „Integrationsdruck“ widerstanden. DAS sind für mich die Vordenker politischer Kultur, die sich Demokratie nennen darf.

Herr Wullf is not my President. Das verbitte ich mir.

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31 Antworten zu “Zur Rede von Wulff

  1. MartinM Oktober 3, 2010 um 9:13 pm

    Wulff steht für mich für einen engen „Konformitätskorridor“. (Oder, „Toleranzbereich“ – in bewusster Analogie zum technischem Begriff der Toleranz: „Durchmesser 120 mm. +/- 0,01 mm Toleranz“, was drüber geht, wir nicht toleriert, fällt raus.)
    Vielleicht nimmt er sich selbst als „tolerant“ wahr, weil er ja nicht auf einen „christlichen Abendland“ und einer „christlichen deutschen Leitkultur“ beharrt, was ja bei CDU-Politikern durchaus vorkommen kann. Immerhin bezieht er die drei monotheistischen Religionen mit ein – wohl in der Annahme, dass sie ja den selben Gott verehren würden, und es mit dem Alten Testament sogar eine gemeinsame Grundmythologie gäbe.
    Auf die Idee, ein Staat, eine Verfassung, eine Kultur, eine Ethik könne auf einer nicht-religiösen Grundlage bestehen, kommt er offensichtlich gar nicht.
    Der „religiöse Toleranzbereich“ umfasst also die „großen monotheistischen Religionen“, wer sich außerhalb davon bewegt, wird allenfalls geduldet, jedenfalls solange er oder sie die Klappe hält. Die Aufregung über die bösen, bösen „neuen“ Atheisten spricht Bände.
    Der politische Toleranzbereich entspricht der „Extremismustheorie“ von der gute, demokratischen „Mitte“ und den bösen Extremisten am Rande – wobei gern vergessen wird, dass es zwischen extremen Rechten und extremen Linken auch extreme Gegensätze gibt – und dass „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“, z. B. Rassismus auch – und gerade – in der „Mitte der Gesellschaft“ anzutreffen ist.
    Es gibt diesen Toleranzbereich auch bei den Lebensformen: „Ordentliche“ Schwule, die sich analog zu Heteros verhalten, befinden sich für die meisten Deutschen inzwischen im Toleranzbereich, weshalb sich diese Leute auch für „tolerant“ halten.

    Was bleibt, ist eine Gesellschaft, die sich nach wie vor durch Ausgrenzung definiert, die „das Böse“ grundsätzlich erst mal „da draußen“ und „in randständigen Gruppen“ sieht. Wulff steht für mich für die Gesinnung der sich tolerant wähnenden und ganz unrassistischen Ausgrenzer – und Abschieber!
    Der französische Präsi Sarkozy, der Zigeuner nach Rumänien abschieben lässt, würde meiner Ansicht nach unter deutschen Politikern nicht weiter auffallen – die Praxis der Abschiebung und Abschottung ist ja längst europäischer Konsens.

  2. momorulez Oktober 3, 2010 um 9:21 pm

    Ja. In allem vollste Zustimmung. Daß Wulff wahrscheinlich wirklich glaubt, er würde ausgleichen, zeigt eben auch das erbärmliche Refelxionsniveau der politischen Klasse. Ich kann diese Mitte-Fetischisten echt nicht mehr ertragen, wie die alles auf ihr lächerliches Sittsamkeitsniveau herab reduzieren wollen und dann noch „Anpassung“ schreien. Die größte Frechheit ist dann noch, sich selbst den Wunsch nach „Vielfalt“ zuzuschreiben. Die wissen gar nicht, was das ist.

  3. che2001 Oktober 3, 2010 um 9:50 pm

    Na ja, was Sarkozewic von deutschen PolitikerInnen wesentlich unterscheidet ist die Tatsache, dass hier eher heimlich abgeschoben wird, während er die Abschieberei auch noch großspurig massenmedial in Szene setzt. Der buhlt bereits um die Stimmen für Le Pen. Selbst ein Herr Sarrazin hat nicht gesagt, dass er durch Neukölln und Kreuzberg und Wilhelmsburg mit einem großen Kärcher gehen und die Viertel von MigrantInnen säubern wolle.

  4. hf99 Oktober 3, 2010 um 10:45 pm

    Ich habe heute morgen schon gekotzt, als die (ev.luth.) Kirche der DDR uns auf phoenix als Hort der Nicht-Angepasstheit angedient wurde. (Hierzu: http://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fenseer_Arbeitskreis ja, ich bin gegen Sippenhaft!)

    Mein LeibundMagenthema: Demission der Helden. Werde vielleicht, auch, wenns spät ist, noch was dazu schreiben.

    btw: ich habe soeben wieder auf Freischalten setzen müssen…

  5. momorulez Oktober 3, 2010 um 10:51 pm

    Ich bin ja sogar noch in der evangelischen Kirche und finde es trotzdem absurd, wie die christlichen Kirchen sich sogar in Rundfunkräten tummeln. Eine christliche Partei stellt die Kanzlerin!

  6. che2001 Oktober 3, 2010 um 11:01 pm

    Die ihre Karriere bei der FDJ begonnen und ihre Führungsqualitäten dort gelernt hat, was man eigentlich 96 mal am Tag wiederholen und im Bundestag laut vorlesen sollte.

  7. hf99 Oktober 4, 2010 um 12:14 am

    a) @ momo: niiiiicht slagn, aber: ich bins auch noch!

    b) @ che: ich trommel das seit Jahren/jahrzehnten. FDJ-Sekretärin für Agitprop an der Humboldt-Uni O-Berlin. Das war k e i n Pille-palle-Posten. Und wer, wie ich, wenn auch aus der Froschperspektive, 1989/90 intern miterlebt hat: martin Kirchner (Gen.sekr. der Ost-CDU, vorher ev.luth. Kirche, IM „Küster“), Wolfgang Schnur (Demokratischer Aufbruch, Duz-Freund in der familie Kasner/Merkel, Anwalt, IM „Dr. ralf Schirmer“), Lothar de Maiziere (Ost-CDU, wenn Gysi IM „Notar“ war, war es de Maiziere als IM „Czerny“ auch) undundund. Es hat uns damals schon angekotzt, wir wussten das alles damals schon!

  8. hf99 Oktober 4, 2010 um 12:22 am

    ergänzend: Kotzt mich auch an Herrn gauck an. Stuidentenpfarrer Uni Rostock, also vom Staat abgesegnet. Okay, werfe ich ihm nicht vor. Seine beiden Söhne: Ausreiseantrag. Relativ schnell bewilligt worden. nach nur e i n e m Jahr durften seine Söhne wieder in die DDR einreisen. Werfe ich niemandem vor, wir alle sind keine Helden. Es liegt vor: Eine Stasiakte, worin Gauck von der Stasi gelobt wird wg einer Veranstaltung 1988, wg seiner Kooperationsbereitschaft. Werfe ich ihm nicht vor. ich hätts wohl genau so gemacht. Wir alle sind brechbar, er wollte halt seine Söhne wieder sehen. geschenkt.

    Aber dass er sich heute als Hans Scholl der DDR in Szene setzen läßt, dafür verachte ich ihn. Abgrundtief, Sorry. ich habe nun wirklich internen DDR-Einblick gehabt. Wenn ein Antragsteller nach einem jahr wieder in die DDR einreisen durfte, dann i s t da ein Deal gelaufen! Meine Liebste (Ausreise als Minderjährige, als Tochter der Eltern!) durfte erst nach 7 Jahren, und dann alleine, wieder einreisen, um Oma zu besuchen.

    Was Gauck mit all seinem halbdafürhalbdagegen vor 89 gemacht hat: geschenkt. Fast alle hätten sich genau so durchlaviert wie er (allerdings war er privilegiert). Aber für sein getue n a c h 89 verdient er einfach nur noch Verachtung.

  9. hf99 Oktober 4, 2010 um 12:41 am

    ergänzend (vielleicht magst du es einfriggeln, momo!): meine jetzige liebste, gebürtige Dresdenerin. Nicht zu verwechseln mit meiner damaligen (1988/91) Liebsten (Hallenserin), für die wir damals dilletantische Fluchtpläne schmiedeten…

  10. momorulez Oktober 4, 2010 um 10:29 am

    Einfriggeln ist doch doof – ich finde ja das tippfehlerbewehrte, unausgegoren formulierte, halbfertige Statements in Kommentarsektionen eigentlich viel schöner. So wie der Nörgler alles in Word vorformulieren nimmt dem doch Lebendigkeit 😉 – freilich nur formal. Inhaltlich kann man da ja nicht meckern, was Wucht und Emotion betrifft.

    Zu Deiner Kommentarsektion: Du kannst auch einzelne User sperren oder anwählen, daß nur der sofort frei geschaltet wird, den Du schon mal frei geschaltet hast.

  11. momorulez Oktober 4, 2010 um 3:04 pm

    Nachtrag noch:

    „Die Zugehörigkeit zu Deutschland dürfe nicht auf einen Pass, eine Familiengeschichte oder einen Glauben verengt werden. Zwar seien Christen- und Judentum „zweifelsfrei“ Bestandteil der deutschen Kultur, so der Bundespräsident. „Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland.““

    Was für eine elendige Begriffsverwirrung. Natürlich ist konstitutiv für „deutsch“ die Staatsangehörigkeit, so ist das nun mal in staatlich verfassten Nationen, die im Falle von Demokratien rechtlich abgesicherte Partizipationsgemeinschaften sind. Dieses „Kultur“-Geklingel ist einfach nur Bullshit und öffnet der im Artikel zitierten Pastorenriege nur genau die Tür, die Herr Wulff ihnen ja ganz bewußt aufstößt. Die säkularen Kulturen sind zudem die klar dominierenden auf diesem Staatsgebiet, Weihnachten hin oder her.

    Frau Merkel setzt noch eins drauf in dem allgemeinen Begriffs-Wirrwarr der hehren Politik:

    Der Islam sei in Deutschland gemäß der Religionsfreiheit „natürlich willkommen“. Er müsse sich allerdings den im Grundgesetz festgeschriebenen Grundwerten verpflichtet fühlen, sagte die Kanzlerin.“

    Zunächst mal sind die Grundrechte für die drei Gewalten maßgeblich, und vor allem eben für diese. Es sind größtenteils Demokratie konstituierende Grundsätze und solche, die Abwehrrechte gegen den Staat artikulieren und indirekt, über konkrete Gesetze, auch für den Einzelnen einklagbar sind. Die konstituieren kein Gewissen, sondern regeln das gemeinschaftliche Leben, und sie haben Verpflichtungscharakter für staatliche Organe, und beim Verstoß gegen die mit ihnen korrespondierenden Gesetze kann sanktioniert werden. Alles systemimmanent gedacht.

    Darüber hinaus gibt es politisch-rechtlich im Rahmen des aktuellen Systems keinerlei Verpflichtung auf irgendwas. Es ist auch niemand wegen der „Religionsfreiiheit willkommen“, sondern es gilt, daß die freie Religionsausübung nicht behindert werden darf, und das sowieso. Die hat insofern auf politischen Bühnen in diesem Sinne gar keine Relevanz. Und wieso wer willkommen ist oder auch nicht, das ist eine Diskussion, die seit der de facto-Abschaffung des Asylrechts verfassungsimmanent meines Wissens gar nicht mehr diskutierbar ist.

    Friedmann trifft es halbwegs:

    Aber auch der Islam habe zu respektieren, dass „die weltlichen Gesetze über den religiösen stehen

    “.“

    Halbwegs deshalb, weil das für das Christentum ebenso gilt. Was insbesondere die katholische Kirche mit ihrer Agitation gegen die freie Entfaltung der Persönlichkeit wie auch dem Verbot für Frauen, Priester zu werden, wenig interessiert. Das würde systemimmanet eigentlich Sanktionen nach sich ziehen müssen.

    Viel interessanter ist ja eh die Frage, wie sich ökonomische „Gesetze“ zu den rechtlichen und deren Begründung verhalten. Deshalb findet diese Diskussion ja stat – um die Frage nicht stellen zu müssen.

  12. momorulez Oktober 4, 2010 um 4:59 pm

    Ich nicht loben Wulff!

  13. che2001 Oktober 4, 2010 um 5:08 pm

    Uff, er nicht haben gelobt!

  14. momorulez Oktober 4, 2010 um 5:16 pm

    Ja, deshalb ist das „alle“, auf das David anspielt, eben falsch. Schon ein schwarzer Schwan …

    Und ein noch viel schwärzer:

    „Doch sei das Land durch eine 2000 Jahre alte christlich-jüdische Vergangenheit geprägt. „Wir wollen, dass das christliche Abendland christlich weiterbesteht“, sagte Geis im Deutschlandfunk.“

    Daß die es partout nicht lassen können, sich der Tradition von Progromen, Ghettos, Vertreibungen, zur Taufe zwingen, rechtlichen Ungleichstellungen und final dem Begehen des Holocaust positiv wertend im Sinne der Fortsetzung, anders kann man das ja nicht verstehen, verpflichtet zu sehen, mal auf die Realgeschichte „jüdisch-christlicher“ Traditionen verweisend … das ist echt eine Verhöhnung all der Opfer, diese Erfindung der „christlich-jüdischen Vergangenheit“. Auch der heidnischen Opfer. Ich könnte da immer nur kotzen.

  15. momorulez Oktober 4, 2010 um 5:22 pm

    PS: Die Kommentare in DIE WELT sind ja prima. PI pur.

  16. David Oktober 4, 2010 um 5:29 pm

    Ja, deshalb ist das „alle“, auf das David anspielt, eben falsch. Schon ein schwarzer Schwan

    Übrigens ein gutes Beispiel dafür, daß man ganz ohne Unterscheidung von Wesentlichem und Unwesentlichem und mit reinem Bezug auf die Empirie nicht allzu weit kommen kann: Woher weiß ich, wenn ich einen schwarzen Schwan sehe, daß das ein schwarzer Schwan ist, obwohl ich vorher vielleicht dachte, alle Schwäne seien weiß? Weil ich einerseits Dinge an ihm ausmache, die ich als fürs Schwanendasein konstitutiv erachte und andererseits die Farbe nicht dazuzähle.
    Einen weißen Rappen werde ich hingegen niemals finden.

  17. che2001 Oktober 4, 2010 um 6:01 pm

    Andererseits gibt es keine großen Riesen, schwarzen Rappen oder Dreimastbarken.

  18. momorulez Oktober 4, 2010 um 8:03 pm

    http://www.fr-online.de/kultur/musterschueler–zauberlehrling/-/1472786/4708814/-/index.html

    Passt sowohl zur Islam-Debatte als auch zu Hegel als auch zu Plädoyers für die Vieldeutigkeit von Regeln …

  19. David Oktober 4, 2010 um 8:56 pm

    @Che

    Und wie unterscheidet man die großen Riesen von den kleineren?

  20. Nörgler Oktober 4, 2010 um 8:57 pm

    @ David
    Du hast „Wesen“ gesagt! Mit dem Gebrauch solcher Wörter wäre ich auf dieser Website inzwischen vorsichtig.

  21. David Oktober 4, 2010 um 9:24 pm

    Vielleicht; aber in Deiner Gegenwart muß man ja auch mit manchem vorsichtig sein. Damit komme ich klar. Gute Besserung im Übrigen!

  22. che2001 Oktober 4, 2010 um 9:25 pm

    Yehova, Yehova!

    @David, zumindest in der Astronomie spricht man von Über- und Unterriesen.

  23. che2001 Oktober 4, 2010 um 10:40 pm

    Soll das Sein sich selbsterkennend wesen,
    muss das Deutschsein erst verwesen.
    West das Eigentliche Sein,
    muss es sich von seinem Wesensgrund befrein.
    Dann küsst Majakowski Mühsam auf den Mund,
    wer Schlechtes dabei denkt soll sein genannt Herr Hundt.

  24. Nörgler Oktober 5, 2010 um 12:09 am

    Wagalaweia, walle du Woge,
    Ficke mich mich rein in die Schwanzleerungsdroge.
    Fest in den Mösen
    Will stöhnend ich stößen.
    Und auch in den Ärschen
    Kann kaum ich mich herrschen.

  25. hf99 Oktober 5, 2010 um 4:44 am

    Dreimastbarken.

    Irrtum vom Amte, lieber Che: Dreimastbarken gibt es („Rickmer Rickmers“), Viermastbarken („Pamir“) und sogar Fünfmastbarken („Potosi“, heute Krusenstern).

    mit Gruß vonne Küste

  26. che2001 Oktober 5, 2010 um 3:05 pm

    Eine Bark hat qua definition immer Drei Masten, sind es mehr, heißt sie Viermastbark. Mariners lachen sich kaputt, wenn im Fernsehen von der Dreimastbark „Gorch Fock“ Die Rede ist. Die „Postosi“ ist auch nicht die heutige „Krusenstern“, die schlug so um 1910 auf die Klippen, die „Krusenstern“ ist die alte „Padua“, Schwesterschiff von „Pamir“, „Passat“ und „Parma“.

  27. hf99 Oktober 5, 2010 um 4:05 pm

    a) kann man drüber streiten (einfach mal „Dreimastbark“ googlen, auch Fachleute sprechen inwzischen davon, eben um sie von 4- bzw 5-Mastbarken abzugrenzen)

    b) stimmt die Krusenstern ist die alte Padua, die aber kein Schwesterschiff der genannten war. Es gab 8 flying-p-Viermastbarken mit ähnlichen Spezifikationen, die nannte man die acht Schwestern, das waren streng genommen aber keine Schwesterschiffe

    c) Du verwechselst die Potosi (20er Jahre Totalverlust Südamerika) mit der Preussen (5-Mast-Vollschiff), letztere scheiterte 1910 im kanal.

  28. che2001 Oktober 5, 2010 um 4:38 pm

    Nein, ich weiß, dass die Preußen im Kanal von einer Fähre gerammt wurde. Kann es sein, dass die Potosi durch die Explosion einer Salpeterladung zerrissen wurde? Dann verwechselte ich sie mit einem Schiff, dessen Namen ich gar nicht weiß;-)

  29. hf99 Oktober 5, 2010 um 6:46 pm

    ja, ne kuriose Explosion in den 20ern.

    Das mit den Klippen war schon die Preussen: Ramming im Kanal, danach ab an die Klippen von Dover (Klüver zerfetzt, konnte sich nicht mehr freisegeln).

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