Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Die Karawane zieht weiter und schmeißt mit ollen Kamellen …

Die wahren Freunde der „Unterschicht“ schmeißen eine Party! 5 Euro! Sag Dankeschön!

Das Karnevaleske (John Fiske) als Eigenschaft der aktuellen Politik wird ja unterschätzt. Persifliert wird lustvoll das, was als „Freiheitlich-Demokratische Grundordnung“ schon nur noch mit dem unverhülltem Hohn des Herrenwitzes proklamiert wird.

Feixend feilen sie an Pointen wie „Anreiz“ und „Lohnabstandsgebot“, wohl wissend, daß diese Gags in Hinterzimmern wohl goutiert werden. Der menschenverachtende Witz eines Mario Barthes ist politische Leitwährung geworden, johlend flankieren die Pappnasen in den Großverlagen die Büttenreden der Juristen, Verwaltungskomödianten und, ja, von „Wirtschaftswurmfortsätzen im Parlament“ wollte ich fast schon schreiben, den Lachsäcken auf edle Leinen kriechend.

Als wären Wirtschaft nicht auch die Hatz IVler, die Prekarisierten, die Tagelöhner und 1-Euro-Jobber, und es ist Teil des Frohsinns der Othmarscher „ein Kind eines Aufsichtsratsvorsitzenden kann doch nicht mit dem Sohn eines Hafenarbeiters spielen“-Scherzbolde, für „Wirtschaft“ nur die Kasperköppe in den Großorganisationen zu halten, diese Fips Asmussens der politischen Theorie.

Wenn jetzt schon publizistische Pointenvergeiger wie Ulf Porschardt mit ihren lauen Witzen die kichernden Karrikaturen demokratischer Prinzipien flankieren müssen, weil die Anderen gerade damit beschäftigt sind, Alice Schwarzers Fantasie rein arischer Sittlichkeit -„Die Stirn muss frei sein!“ – mitsamt brüllendem Gelächter zu belobhudeln oder Sarrazin recht zu geben, so richtig Spaß macht dem Deutschen ja nur der Judenwitz und die Karrikatur im Stürmer, so was prämiert Merkel grinsend, dann ist das nur Beleg dessen, daß die, die es hinein in die Gagschreiberfabriken geschafft haben, jene wirklich nicht mehr ernst nehmen, die sich an den Scheiben der Fernsehstudios der blühenden, politischen Comedy-Landschaften die Nasen platt drücken.

Es könnte nur, Achtung, Schluß mit lustig, immer flächendeckender wahr werden, was im Kommunistischen Manifest steht – daß immer mehr Prekarisierte nichts zu verlieren haben als ihre Ketten. Sie ersäufen bereits zu Tausenden an EU-Außengrenzen, ziehen nachts verstrahlt über den Kiez, die, denen längst alles egal ist, treten gestürzte Mitfans platt in den Kurven der Stadien und wissen, wie man jenseits von Legalität trotzdem Spaß haben kann. Kontern mit exzessivem Komasaufen den politischen Karneval und fordern „Malle für alle“ – ob Uschi beim Kamellenwerfen diese johlenden Horden überstehen wird?

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29 Antworten zu “Die Karawane zieht weiter und schmeißt mit ollen Kamellen …

  1. momorulez September 26, 2010 um 6:07 pm

    “ Vorschlag, dass HarztIV-Empfänger eine Markierung an der Kleidung tragen müssen, um Tabak- und Alkoholkauf zu verhindern, wurde abgelehnt“

    Hat gerade jemand getwittert, keine Ahnung, ob das Satire ist oder tatsächlich. Würde aber passen.

  2. che2001 September 26, 2010 um 6:27 pm

    Ich denke, das dauert nicht mehr lange, bis der Staat wie schon seit 1995 bei AsylbewerberInnen ALG2 in Gutscheinen oder Fresspaketen auszahlt.

  3. momorulez September 26, 2010 um 6:42 pm

    Nur daß sie damit nun gerade nicht das gelöst kriegen, was ihnen am meisten Angst macht – eben das, was Schäuble veranlasste, Bundeswehreinsätze im Innern zu fordern. Ich glaube auch, daß das Aussetzen der Wehrpflicht in das Szenario mit rein gehört. Das ist ein weiterer Schritt zu einer privatisierungsanalogen Abkopplung der gesellschaftlichen Funktionssysteme von der eigentlichen demokratischen Basis. Luhmann hatte ja recht, dass Personen diesen äußerlich sind, die kritische Pointe wurde nur nie begriffen. Nur, daß eben einige in ihnen operieren, und der Rest bleibt draußen. Und das sind alles Schritte zur Abschottung.

    Die Eventisierung von Innenstädten bei gleichzeitigem Veröden bestimmter Randbezirke ist auch so ein Schrit – daß sich gesicherte Trutzburgen inmitten favellaähnlicher Umfelder bilden, ähnlich wie in anderen globalen Metropolen ja auch.

  4. hf99 September 26, 2010 um 7:04 pm

    nun, natürlich Satire (weißt Du ja auch), aber die Kennzeichnungspflicht für das Hartz-gesindel soll ja durch die Bildungsgutscheine sowieso eingeführt werden.

    Erste Kennzeichnungen sind ja bereits eingeführt: Wer einfach nur Pech hatte, weil die Software die Überweisung wieder nicht rechtzeitig ausgeführt hatte, oder wer sanktioniert wurde , der bekommt ja Einkaufs-Checks. (Bei sanktionen ist das noch etwas anders: man kann dann zwar um Lebensmittelgutscheine betteln, aber nur, wenn man minderjährige Kinder hat, soll das Ausgeben von Gutscheinen im Sanktionsfall Pflicht sein, ansonsten ists Ermessenssache.)

    Habe das mit den Gutscheinen bei uns im Penny vor einigen Jahren das erste Mal erlebt. Der Kassierer war noch neu. Wie in der Kondomwerbung: „Christin, was n das hier?“ – „Ach, das sind diese Hartz-Gutscheine!“…und der Betroffene versank im Boden vor Scham, denn alle hörten mit.

    Konkreter, politischer Vorschlag: Wir kaufen „den Hartzern“ die Gutscheine 1 zu 1 ab und gehen davon selber einkaufen. ich weiß jetzt aber nicht, ob diese Gutscheine personenbezogen sind. Ansonsten organisieren wir Einkaufstage. oder irgend sowas.

  5. hf99 September 26, 2010 um 7:06 pm

    ergänzung: meines Wissens ist mein Vorschlag nicht neu, ich meine, ich habe das bei che schonmal gelesen, als man den Migranten ihre Gutscheine 1 zu 1 abkaufte oder so ähnlich…

  6. che2001 September 26, 2010 um 9:05 pm

    hf99, ganz Recht, und damit hatten wir die Stadt Göttingen dazu gebracht, wieder in bar auszuzahlen. Einerseits Umtausch, andererseits Einkauf in Supermärkten, bei denen wir alle Ladenkassen gleichzeitig blockierten und dann Storno machten, und das mit Pressebegleitung. Die Märkte weigerten sich dann , die Gutscheine noch einzulösen.

  7. Nörgler September 27, 2010 um 1:08 pm

    Solange nicht jeden Tag in min. 10 ARGEn Akten und PCs aus dem Fenster fliegen, betrachte ich die H4-Bezieher als mitschuld an ihrem Elend.

  8. Nörgler September 27, 2010 um 1:11 pm

    Nehme ich in meine Momorulez-„Best of“-Sammlung auf!

  9. David September 27, 2010 um 1:56 pm

    Gutscheine abkaufen wird nix; die werden nur in Kombination mit dem Perso oder ähnlichem angenommen werden, und darin wird’s bei den Hartzern eine Kennzeichnung geben. Man ist doch gründlich, hierzulande.

  10. che2001 September 27, 2010 um 1:59 pm

    Na, bisher war das immer ohne Perso, bei Flüchtlings. Oder meinst Du, die Hartzer kriegen demnächst ein gelbes H an die Kleidung gehängt?

  11. David September 27, 2010 um 2:02 pm

    Oder halt in den Perso. Bei Flüchtlingen ja nicht möglich – die haben keinen.

  12. momorulez September 27, 2010 um 2:14 pm

    @Noergler:

    Dankeschön für die „Best Of“-Sammlung!

    @Che + David:

    Die Pappnasen würden ALLES dafür tun, daß Gutscheinhandel härter bestraft wird als Köperverletzung. Als „Derivathandel“ geht das einfach nicht durch.

  13. argolis September 28, 2010 um 2:35 pm

    „Solange nicht jeden Tag in min. 10 ARGEn Akten und PCs aus dem Fenster fliegen, betrachte ich die H4-Bezieher als mitschuld an ihrem Elend.“

    Und wann gehst du los zur nächsten ARGE und schmeisst ein paar PCs und Akten aus dem Fenster? Ach, dafür würdest du eingeknastet und deswegen machst du es nicht? Und warum sollten gerade diejenigen in einer Gesellschaft, die sowieso schon stigmatisiert sind und den geringsten Handlungsspielraum haben, die militante Drecksarbeit für den Rest machen?

    Penner.

  14. Nörgler September 28, 2010 um 6:29 pm

    Argolis, Schnuffel, Du kennst vielleicht dieses Lied, in dem es heißt:

    „Es rettet uns kein höh’res Wesen,
    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun.
    Uns aus dem Elend zu erlösen
    können wir nur selber tun!“

    „Selber“ ist das Stichwort.
    Die HVierer sollen für niemanden irgendetwas machen – nur selber für sich selbst.

  15. momorulez September 28, 2010 um 9:24 pm

    Eigenverantwortung? 😀

    (Sorry, war um der Pointe willen. Und daß ich das „Penner“ stehen ließ, geht hoffentlich auch in Ordnung.)

  16. che2001 September 28, 2010 um 9:59 pm

    Die „Eigenverantwortlichkeit“, zu der unsere Erziehungsberechtigten wie Uschi von der Andere Leidenlassen uns so erziehen wollen, ist ja, wie mein Freund G. (Ex-staatstreuer Bürger, der jetzt so richtig aufdreht, weil der Staat, dem er sich treu fühlte sich außerhalb seiner selbst befindet, er hielt nämlich den keynesianischen Sozialstaat für die einzige denkbare Legitimation des Kapitalismus) nichts Anderes, als die Wiederherbeiführung des Tagelöhnertums. Der Schuss „Eigenverantwortung“ kann nach hinten losgehen. Denn in der Eigenverantwortungsgesellschaft gibt es keinen Platz für Beamte und Berufspolitiker. Antibürokratie mal so richtig: Abschaffung der elitären Kasten, Räte statt Institutionen.

  17. hf99 September 28, 2010 um 10:53 pm

    Zitat:

    „„Solange nicht jeden Tag in min. 10 ARGEn Akten und PCs aus dem Fenster fliegen, betrachte ich die H4-Bezieher als mitschuld an ihrem Elend.“

    Und wann gehst du los zur nächsten ARGE und schmeisst ein paar PCs und Akten aus dem Fenster? Ach, dafür würdest du eingeknastet und deswegen machst du es nicht? Und warum sollten gerade diejenigen in einer Gesellschaft, die sowieso schon stigmatisiert sind und den geringsten Handlungsspielraum haben, die militante Drecksarbeit für den Rest machen?

    Penner.“

    Und das Schlimme hieran: beide haben Recht!

    ich kenne jemanden, und demnächst, wenn die Verjährung eingetreten ist, darf ich auch sagen, W e r das war, der/die mal Arbeitsvermittler/in im SGB2-Rechtskreis (ALG 1, also die etwas „besseren“ Erwerblosen) war. Damals wurden alle Arbeitsvermittler/innen behördenintern dazu aufgefordert, Sperrzeiten/Absenkungs-Anläße herbei zu provozieren (was nach 226 BGB http://dejure.org/gesetze/BGB/226.html schlicht rechtswidrig ist!). Die betreffende Person war über das, was sie da – rechtswidrig! – tun sollte, so empört, dass sie a) in ihren 18 Monaten (sie hatte natürlich einen Zeitvertrag) insgesamt lediglich 2 Sperrzeiten verhängt hat (was willste machen, wenn ein ersichtlicher Schwarzarbeiter zu laut rumpöbelt bei geöffneter Tür!), und b) darüber hinaus dafür sorgte, dass labournet.de und Harald Thome über Insider-Infos verfügten.

    Aber auch die betreffende Person hat natürlich nie ne Bombe in die Agentur mitgebracht. Hätte sie – ihr Gehalt ernährte damals zu einem nicht unbeträchtlichen Teil das Gehalt einer Familie – das tun müssen? Gleichsam um Schuld abzudienen?

    Ich selber war bis vor einem Jahr zT auch Personalverantwortlicher. Natürlich wusste ich, was es bedeutet, wenn Vermittlungs“vorschläge“ von der Arge kamen. Die meisten „Vorschläge“ waren vollkommen sinnlos. Ich habe nicht eine Sperrzeit, nicht eine Absenkung veranlasst – überwiegend zu Recht, aber 2 Mal (@ selbstermächtigten Staatsanwalt: Es ist verjährt; Anzeige ist sinnlos) auch durch glatte Lügen.

    Kurzum: Man kann auch klamm/heimlich/offen Sand ins Getriebe schütten.

  18. argolis September 29, 2010 um 5:51 am

    @momorulez
    Und daß ich das „Penner“ stehen ließ, geht hoffentlich auch in Ordnung.

    Du lässt die „mitschuld“ ja auch stehen. 😉

    @hf99
    Aber auch die betreffende Person hat natürlich nie ne Bombe in die Agentur mitgebracht. Hätte sie – ihr Gehalt ernährte damals zu einem nicht unbeträchtlichen Teil das Gehalt einer Familie – das tun müssen? Gleichsam um Schuld abzudienen?

    Man könnte zB so einen Job gar nicht erst annehmen. Bei dieser Art von Job – sei es nun als Kaufhausdetektiv, als Fahrkartenkontrolleur oder eben als Mitarbeiter im Amt – gerät man doch zwangsläufig in die Situation, jemanden sanktionieren zu müssen. Und dann kommt das „was soll man denn machen“ … Dabei ist es ganz einfach: Sich gar nicht erst beteiligen.

    @che
    Der Schuss „Eigenverantwortung“ kann nach hinten losgehen. Denn in der Eigenverantwortungsgesellschaft gibt es keinen Platz für Beamte und Berufspolitiker.

    Der Begriff „Eigenverantwortung“ ist im derzeitiigen öffentlichen Diskurs ziemlich eindeutig besetzt und da ist sehr wohl Platz für Beamte und Politiker. Man kann im Moment nicht so naiv von „Eigenverantwortung“ reden ohne gleichzeitig gesellschaftliche Strukturen zu benennen, die die tatsächliche Eigenverantwortlichkeit verhindern. Jedenfalls nicht, wenn man dabei Emanzipation im Sinn hat.

    So. Jetzt muss ich zu meinem 1-Euro-Job. Aber da bin ich ja selber schuld dran.

  19. che2001 September 29, 2010 um 9:10 am

    @“Man kann im Moment nicht so naiv von „Eigenverantwortung“ reden ohne gleichzeitig gesellschaftliche Strukturen zu benennen, die die tatsächliche Eigenverantwortlichkeit verhindern. Jedenfalls nicht, wenn man dabei Emanzipation im Sinn hat.“ — Weil ich Emanzipation im Sinn habe, gebrauche ich die Begriffe in dem Sinne, in dem sie etymologisch etwas bedeuten und nicht in dem Sinne, wie sie in Herrschaftsdiskursen benutzt werden. Die gehören denen nämlich nicht.

  20. che2001 September 29, 2010 um 9:40 am

    Ich erinnere mich daran, dass während des jugoslawischen Bürgerkriegs Flüchtlinge in Turnhallen einquartiert waren und kein frisches Obst bekamen. Wir machten mit ein paar Hundert Leuten ein Go-In ins Rathaus und fordertem frisches Obst und generell bessere Unterbringung, und man sagte uns, dass das nicht ginge. Unmittelbar danach wurde ein Supermarkt geplündert und das Obst besorgt und das anschließend öffentlich verkündet. Vom nächsten Tag an hatten die frisches Obst. Bei einer anderen Sauerei, ich weiß gar nicht mehr, worum es da ging, wurde das Sozialamt besucht und dort zwar nichts aus dem Fenster geschmissen, aber die Festplatten neu formatiert, und die Sauerei abgestellt. Es gibt nichts, was so sehr wirkt wie die Propaganda der Tat.

  21. che2001 September 29, 2010 um 9:54 am

    Übrigens, die Strafmaße, die es für so etwas gibt, sind bei „ErsttäterInnen“ so gering, dass man sie durchaus in Kauf nehmen kann. 30 Tagessätze oder auch nur Einmalzahlungen zumeist. Wir hatten uns damals den Spaß gemacht, die Verhandlungen zu Tribunalen gegen den Staat umzuwandeln, bis die Justiz aufhörte, überhaupt noch Verhandlungen einzuberufen. Gerichtskosten und Bußgelder zahlte niemand selber, dafür wurden Solikonzerte veranstaltet, oder das Geld kam von der Roten Hilfe.

  22. Nörgler September 29, 2010 um 3:59 pm

    Es ist so, daß ich zusammen mit 400 Komillitonen Akten aus dem Fenster geschmissen habe. Polizei kam nicht, da in step one das Fon deinstalliert ward. Dann flog die Scheiße raus. Der Universitätspräsident machte Prollkrakeel, hörte aber auf, als man ihm erlärte, er könne auch gerne seinen Akten folgen.

  23. David September 30, 2010 um 2:39 am

    400 Komilitonen? Hatteste bestimmt Muskelkater danach, oder?

  24. momorulez September 30, 2010 um 11:09 am

    Sorry, David, Du warst irgendwie im Spam-Ordner gelandet 😦 …

  25. David September 30, 2010 um 2:09 pm

    Man könnte auch fast meinen, da gehöre er hin. Bitte beachten, daß ich das Subjekt dekonstruiert habe.

  26. che2001 September 30, 2010 um 2:38 pm

    Damit bist du dann ganz bei Cäsar.

  27. David September 30, 2010 um 4:43 pm

    Höchstens zur Hälfte, Chetzchen.

  28. ziggev September 30, 2010 um 6:12 pm

    BTW

    „Die Hunde bellen, und die Karawane zieht weiter.“ Hat ja H. Kohl mal gesagt.

    Allerdings bereits schon Herr von Norpois in: „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“

    Das hatte ich Kohl gar nicht zugetraut, wie auch immer:

    „Die Redensart ist wohl die Übersetzung eines türkischen (kurdischen) Sprichworts: »it ürür, kervan yürür«“ – (Duden, Redensarten)

  29. hf99 September 30, 2010 um 9:26 pm

    „Man könnte zB so einen Job gar nicht erst annehmen. Bei dieser Art von Job – sei es nun als Kaufhausdetektiv, als Fahrkartenkontrolleur oder eben als Mitarbeiter im Amt – gerät man doch zwangsläufig in die Situation, jemanden sanktionieren zu müssen. Und dann kommt das „was soll man denn machen“ … Dabei ist es ganz einfach: Sich gar nicht erst beteiligen. “

    Kunststück, wenn Du ne familie ernähren musst, erwerblos geworden bist…und die von der Agentur Dich haben wollen 😉 (=Nein sagen ging also gar nicht!) Teile und herrsche funktioniert ja genau so: Immer schön alle mitverstricken. „Du vielleicht nicht?“ Ich finde, die betreffende Person hat das damals schon ziemlich ordentlich gemanaged. Mir ist nicht wichtig, w i e einer Sand ins getriebe streut, mir ist wichtig, d a s s damit überhaupt erst einmal angefangen wird. jeder so, wie sein persönlicher Mut das erlaubt.

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