Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Hier wie dort …

… Marx hat eben doch recht:

„Präsident Obamas Labor Day Vorschlag, 50 Milliarden Dollar zu investieren, um Jobs zu schaffen und Straßen, Bahnlinien und Flughäfen auszubessern, klingt gut, aber es würde mich überraschen, wenn er wirklich in die Tat umgesetzt würde. Eine politische Klasse, deren Ehrgeiz momentan darin besteht, amerikanische Arbeiter um ihre Pensionen, Arbeitslosenversicherung und Sozialversicherungen zu bringen, während sie ihnen zugleich einredet, dass der sinnlose Krieg, für den sie bisher 3 Billionen Dollar ausgegeben haben, nichts mit unserer nationalen Ökonomie zu tun habe, wird diesen Arbeitern bestimmt nicht helfen.“

Da mögen die Ideologen noch so sehr schreien, die fortschreitende Privatisierungspolitik in Europa habe nix mit der Finanzkrise zu tun: Natürlich wurden dort auch Gelder verbrannt, die zuvor in staatlichen System gebunden waren. Und natürlich hängt der „Einsatz“ in Afghanistan auch mitten drin in der Gemengelage. Ohne das SYSTEMISCHE, nicht an Personengruppen gebundene Abschöpfen sowie ständige Kriegsführung – waren es 6 Millionen Tote in den kongolesischen Kriegen? – funktioniert der Kapitalismus halt nicht. Aller Propaganda zum Trotze.

5 Antworten zu “Hier wie dort …

  1. che2001 September 25, 2010 um 2:58 pm

    Der Link funzt aber nicht, ich lande im SPIEGEL-Feuilleton bei Buchrezensionen. Von Obama ist da nicht die Rede.

  2. momorulez September 25, 2010 um 7:53 pm

    Doch, im Rahmen der Perlentaucher-Darlegungen wird auf ein US-Blog verwiesen, und dies wird zitiert.

  3. che2001 September 26, 2010 um 11:16 am

    Das ist dann aber so versteckt, das ich es immer noch nicht gefunden habe. Ich las da nur was über Alice Schwarzer, Simic et al.

  4. momorulez September 26, 2010 um 11:20 am

    Vielleicht haben die es ja überschrieben? Das war irgendein Blog aus New York, das die Perlentaucher-Leute ins Deutsche übersetzt haben.

  5. che2001 September 26, 2010 um 11:42 am

    Da steht jetzt:

    „Unermüdlich durchpermutiert

    Alice Schwarzers Buch gegen das Kopftuch führt zu starken Intoleranzen in der „FAZ“. „Berliner Zeitung“ und „Tagesspiegel“ resümieren das Berliner Musikfest mit seinem Boulez-Schwerpunkt. Und Oskar Roehlers „Jud Süß“-Film kommt gar nicht gut an.

    Neue Zürcher Zeitung, 22.09.2010

    In einer Ausstellung zu Herta Müller im Berliner Literaturhaus hat Roman Bucheli zwar viel über die Freundschaft zwischen Müller und Oskar Pastior gelernt. Die inoffizielle Mitarbeit Pastiors bei der Securitate gehe jedoch nur untergründig aus den ausgestellten Dokumenten hervor: „Auch aus Pastiors Nachlass finden sich zahlreiche Dokumente, darunter erhält nun eines eine geradezu gespenstische Aktualität: Unter dem Titel ‚Versuchte Rekonstruktion‘ schreibt Pastior auf einem Notizblatt von 1992, das in einer Vitrine ausliegt: ‚In meinen Securitate-Akten könnte Aufschluss zu finden sein: – wann (1964? 65? 66?) ich in Bukarest [. . .] zum ersten Verhör verschleppt wurde [. . .]; – ob ich ein Protokoll oder eine Erklärung ‚Staatsfeindliches aus meinem Tätigkeitsbereich zu melden‘, unterschrieben habe; – wann und wie oft man mich nachher zu Verhör und Berichterstattung zitiert hat [. . .]‘ Damit war im Grunde bereits alles gesagt. Dem Ausstellungsbesucher erschließt sich die dramatische Bedeutung….“

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