Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Der Schoß nach der publizistischen Fruchtbarkeitswiedererweckungsbewegung

„Seit drei Wochen erkenne er sein Deutschland nicht mehr wieder, klagte Ali Samadi Ahadi, er werde auf der Straße anders angesehen: „Ich fürchte um die Unversehrtheit meiner Familie!“ Empörtes Raunen aus dem Saal.

Matussek erinnerte den Regisseur und Flüchtling daran, dass man in Deutschland, anders als im Iran, immerhin ungestraft öffentlich debattieren dürfe. Erneut tobender Beifall.“

via blogsport/Twitter

Und verängstigt kroch ich neben meinen Hund unter das Bett.

8 Antworten zu “Der Schoß nach der publizistischen Fruchtbarkeitswiedererweckungsbewegung

  1. mondoprinte September 11, 2010 um 6:56 pm

    Leute wie Matussek „argumentieren“ wie Republikaner in den USA nach 9/11 – dass man froh und dankbar sein soll, dass einem diese wunderbare Regierung Freiheit schenke, völlig die Tatsache verkennend, dass es nicht die Regierung ist, die Menschen frei macht.

  2. momorulez September 11, 2010 um 7:04 pm

    Vor allem nimmt er für sich als „Kulturträger von Aufklärung, Freiheit usw.“ etwas in Anspruch, was er Anderen abspricht. Was für eine Frechheit, einen Exil-Iraner mittels der Zustände zurecht zu weisen, vor denen der geflohen, um ihm implizit zu unterstellen, als „Kulturträger Islam“ genau diese herstellen zu wollen. Der ist doch vom Affen geritten.

    Das alles dient nur der Herstellung von Assymetrie, der Abschaffung von Wechselseitigkeit und ist so inegalitär, das ich das mittlerweile sehr schwer ertrage. Der iranische Regisseur dürfte profundere Erfahrungen mit Unfreiheit haben als Herr Matussek – oder ist der Ossi?

  3. mondoprinte September 11, 2010 um 7:10 pm

    Auf der einen Seite werden Exil-Iraner gern hofiert als positives Beispiel – „Es gibt sie ja doch, die aufgelärten Muslime“, andererseits wird ihnen auch nur bei scheinbarer Undankbarkeit angedroht, ohne Nachtisch ins Bett zu müssen…
    Matussek ein Ossi? Also, das tät mich wundern. So wie der den lockeren Patriotismus praktiziert und alles und jeden verwurstet in seiner Propagandamaschine, der, die, das bei drei nicht integriert sein will, muss der einfach Westler sein – *Klischeemodus off*

  4. momorulez September 11, 2010 um 7:23 pm

    Vor allem, wenn man rein guckt in die Szene der Exiliraner, ist das -so zumindest meine Einblicke – ein derart agiler, kreativer und spannender Haufen, und wenn man in das Land selbst guckt, ebenso. Und „der Westen“ hat nix Besseres zu tun, als durch ständige Droh-Szenarien den irren Präsidenten zu stützen, indem man der Landbevölkerung und ihren „Bürgerwehren“ und Folterknechten Argumente liefert.

    Und genau das ist ja vermutlich der Hintergrund dieses bräsigen Matussek-Getues: Der weiß doch auch um das kulturelle Potenzial, das gerade in diesen Konfliktzonen sitzt und ihm irgendwann seinen Feuilletonisten-Sessel unter Arsch weg reißt. Daß so ein stilistisch biderer und gedanklich verkommener Hanswurst überhaupt so einen Job hat, spricht tatsächlich gegen „die Medien“, wenn auch ganz anders, als diese ihm zujubelnde Meute das gerne hätte.

  5. momorulez September 11, 2010 um 7:33 pm

    Aus Münster und Bad Godesberg kommt er und war mutmaßlich sogar zu doof, sein Studium abzuschließen. War dann allerdings zur Zeit von Mauerfall und „Wieder“vereinigung in Ost-Berlin zugange. Ansonsten typisches Gewächs dieser Hamburger Verlags-Inzuchts-Burschenschaften. Grauenhaftes Volk. Wird Zeit, daß Exil-Iraner die Print-Szene aufmischen. Den Matussek braucht nun wirklich keiner.

  6. che2001 September 11, 2010 um 8:13 pm

    Habe da gerade zwei Diskussionen erlebt dass einem Hören und Sehen vergeht. Später bei mir drüben mehr, gehe jetzt auf Party.

  7. C.K. September 12, 2010 um 11:15 am

    Strength Through Unity, Unity Through Faith!

    Das wird man ja wohl noch mal sagen dürfen.

    Gruselig.

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