Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Make Love not war statt Fahneneid!

Bräsig wird Fussball, wenn er Nationalismen schlecht kopiert.  Ganz besonders bräsig ja deshalb der Party-Nationalismus rund um die Truppe vom Jogi Löw. Dieses weggeballermannte Schwarzrotgelb allerorten, gräßlich.

Nun haben wir vom FC St. Pauli mit dem Totenkopf wenigstens ein heiß geliebtes Symbol, das für etwas stand, nämlich den Widerstand rund um die Hafenstraße (sehr grob skizziert). Daß von diesem Geist nur noch Restbestände derzeit durch’s Stadion wehen, geschenkt – trotzdem, wer rund um das Stadion lebt, der spürt diesen Atem ganztägig, liebt ihn und will deshalb nirgends anders sein. So was wie „mein Stecher ist aber geiler als Deiner“ braucht man ja nicht, wenn man wirklich liebt. Dann liebt man den eigenen, und die anderen sind einem schnurz.

Man spürt das nach den Spielen, wenn man mit Duisburgern, Hoffenheimern und anderen vor der Domschänke steht, noch plaudert, gemeinsam ein Bier trinkt und dann zufrieden nach Hause geht. Dieser ganze pubertäre Kladderaradatsch mit Schals klauen und dergleichen riecht immer nach „Burg Schreckenstein“ und „Hanni und Nanni“.

Ein wenig anders verhält es sich, wenn es politisch wird. Und da ist typisch deutsch, chronische Identitätskrisen dadurch zu lösen, daß man völlig hysterisch das Nationale, sei es nun heldenhaft  oder neuerdings „total locker“, beschwört und wie ein Bekloppter mit nationalen Symbolen herum schwenkt, die völlig entkoppelt vom Alltagsleben einen geheiligten Eigenwert zugesprochen bekommen.  Da mischt sich religiöses Erbe – „Hostien schänden“ – mit aufgeblasenem Getue um Symbole, das zumeist dazu dient, von den eigenen Komplexen abzulenken.

Der Gernegroß-Verein, na, manche, die da sind, aus der Vorstadt mag dafür ein gutes Beispiel sein – da bricht man schon in hysterische Pfeiffkonzerte aus, wenn Platz 7 droht, und einige beschimpfen wüst die eigenen Spieler, auf daß die in Gegenwehr mit Flaschen werfen. Worüber sich dann von „zahlenden Gästen“ erst recht aufgeregt wird; daß vermutlich „Schwuchtel“ gerufen wurden, empört da wohl nicht. Gelegentlich bricht sogar in V.I.P.-Bereichen offener Rassismus aus, wie mir glaubwürdig berichtet wurde, auch das ja in der Regel (unter anderem) eine Ersatzhandlung von sich minderbemittelt Fühlenden, die sich auf Kosten Anderer aufwerten wollen, und gerade deshalb, gerade in Deutschland so gemeingefährlich sind  (bei Homophobie gilt das gleiche). Plötzlich formieren sich Denkweisen wie im 19. Jahrhundert, als Bismarck, um eine ernstzunehmende bürgerliche Revolution zu verhindern, ganz auf nationalen Pomp setzte und mit Reichsgründungskriegen den Idealen „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ das Wasser abgrub –  also mittels Aggression nach außen. Weil es so was wie eine „deutsche Identität“ gar nicht gab; zwei große Konfessionen, viele Kleinstaaten, und ganz viel wagnersche Mythologie. Flankierend ist allerlei Pomp vonnöten, damit man sich den Quatsch auch glaubt, den erfundene Identitäten mit sich bringen, damit die Lüge geglaubt wird. In der freien Hansestadt Hamburg doppelt peinlich.

Wie eine Spur historischer Farce wiederholt sich genau dieses Muster bei manchen Fussballfans. Das liest sich dann so:

„Oder wie ist es zu erklären, dass Du die Fahnen des HSV wie auch des Clubs vom Bunker entehrst? Du hast getan, was sonst Hardliner beider Vereine vollziehen, um ihr Gegenüber zu provozieren: nämlich das Wappen des jeweils gegnerischen Vereins zu schänden. Du hast es sogar geschafft, beide gleichzeitig zu schänden.“

Danke für den morgendlichen Lachanfall, liebe Raute. Gemeint ist das Abendblatt, das einen Totenkopf in eine Raute montierte. Sollen sie doch. Wer glaubt, ausgerechnet der Springer-Verlag könne in auch nur irgendeiner Form berühren, was den eigenen Verein im Innersten zusammen hält, muss schon arge Selbstzweifel in dieser Hinsicht hegen.

Im Gegensatz zum Autor jenes Textes souveräne Rauten erkennt man so auch daran, daß ihnen dergleichen schlicht am Arsch vorbei geht. Ist ja so, daß im Freundes- und Kollegenkreis einige herum laufen, mit denen man sich prima verstehen kann. Die leben seit den großen Zeiten damals, ist ja nun auch schon um die 30 Jahre her, ihren Verein und leiden jedes Jahr auf’s Neue, wieder keinen Titel geholt zu haben, so what, alte Liebe rostet nicht. Daß es uns auch noch gibt, erfüllt gar nicht so wenige durchaus mit Sympathie.

Mit solchen geht man in St. Pauli-Kneipen eine Kleinigkeit essen, witzelt, spottet und hat Spaß dabei, weil das Geunke des jeweils Anderen gar nicht treffen kann. Dazu ist die Liebe zum eigenen Verein viel zu tief verankert, ganz wie im Astra-Logo – insofern gebe ich als Motto für das Derby aus „Make love not war statt Fahneneid“ und freue mich auf den Sieg.

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29 Antworten zu “Make Love not war statt Fahneneid!

  1. sparschaeler September 9, 2010 um 11:57 am

    ich war schon etwas beschämt nach der diskussion da drüben das mich fahnenschändungen so wenig emotional berühren.

    jetzt bin ich mir wieder sicher, das man tägliche fahnenappelle nicht braucht um seine tief verankerte liebe zu dokumentieren.

  2. momorulez September 9, 2010 um 12:00 pm

    Nee, Fahnenappell ist eine Ersatzhandlung für zweifelnde Liebe 😉 …

  3. Jekylla September 9, 2010 um 12:16 pm

    Ich bin gerade sehr froh. Mir war momentan, als hielten die Schlandfahnenverächter von gestern heute die Fahne hoch, aber die Hirne fest geschlossen.

    Aber dass wir Modefans da ähnliche Gedanken bezüglich der Vereinsliebe und deren „expressionistischer“ Möglichkeiten teilen, ist ja nun doch nicht überraschend.

    Schönes Motto, aber basteln Sie besser kein Banner dazu, man könnte das missverstehen. 😉

  4. momorulez September 9, 2010 um 12:17 pm

    Glauben Sie? Ich hatte echt daran gedacht, ausnahmsweise mal ein Banner zu basteln 😉 …

  5. pantoffelpunk September 9, 2010 um 12:18 pm

    Wenn ich groß bin, will ich meine Gedanken in Deine Worte fassen können.

  6. momorulez September 9, 2010 um 12:19 pm

    Ach komm, so dolle sind meine nun auch nicht, und Deine haben in der Regel viel mehr Humor!

    PS: Danke natürlich trotzdem!!!

  7. Jekylla September 9, 2010 um 12:28 pm

    Ihre sind aber wirklich sehr toll. Ich bin schon groß, aber geholfen hat es leider nicht 😦

    Wir sind ja beileibe nicht immer einer Meinung, aber wenn, dann richtig.

  8. sparschaeler September 9, 2010 um 12:30 pm

    freut mich das die überschrift sofort in die tat umgesetzt wird 😉

  9. Jekylla September 9, 2010 um 12:57 pm

    Keine Ahnung, ob das hier gerade von Interesse ist, aber rücksichtslos wie immer…

    Kürzlich hatte jemand die „make love, not war“-like Idee, einen Button zu kreieren, der beide Vereinslogos und in der Mitte das Stadtwappen enthielt mit der implizierten Aussage „eine Stadt, zwei Vereine, alles gut“, so als Goodwill-Aktion.
    Die Stadt Hamburg fand die Idee gut und erlaubte die Verwendung der Abbildung, der Vorstadtverein nicht und beim FCSP müsste das der Fanladen entscheiden. Es ist gar nicht so einfach, Situationen zu entkrampfen, selbst wenn man mit besten Absichten handelt.

  10. Curi0us September 9, 2010 um 1:07 pm

    Ich hab die ganze Diskussion ja erfolgreich verpasst, aber…Wahre Worte!

    Zumal.. 1. mir völlig egal ist, wie werauchimmer wasauchimmer visuell mit dem Logo oder dem Totenkopf oder sonstwas macht.
    2. Das doch nicht besser oder schlimmer ist, als jegliche Montagen der beiden Logos ’nebeneinander‘ im TV.
    3. Es irgendwie wirklich wichtigeres rund ums Derby gibt, als sowas..

  11. momorulez September 9, 2010 um 1:30 pm

    @Jeky:

    „Ihre sind aber wirklich sehr toll.“

    Danke! Ich genieße allerdings auch das Privileg einer gewissen Routine und bemühe mich hier im Blog immer eher, sie noch rough und ein wenig schräg zu halten 😉 …

    Diesen Button fände ich doch einen too much, verwässern braucht ja auch nicht. Schon gar nicht, wenn eine von einem Herrn Ahlhaus regierte Stadt sich da draufsatteln würde. Finde ja schon, daß es die jeweils eigenständigen Historien eben gibt, und gerade Ende der 80er, als wir wurden, was wird sind, gab es auch sehr gut Gründe, sich konfrontativ gegenüber dem HSV zu positionieren. Aktuell müssen ja eher wir selbst aufpassen, nicht eine Art Mini-HSV zu werden, also zur innerstädtischen Eventfläche der Gebildeten und Besserverdienenden zu werden, da ist ja manches Gezicke drüben nun auch nicht nur aus der Luft gegriffen. während das Proletariat sich in der Vorstadt tummelt. Genau das wäre ja im Interesse des Senat, und so ein eigenproduziertes Kuschel-Logo fände ich in diesem Sinne falsch. Mit der Statregierung kuscheln muss der Verein selbst; das fände ich für uns Fans äußerst unangebracht.

    Was nun alles keinen Grund liefert, sich über diese Springerkampagne aufzuregen. Da machen die gerade weit Schlimmeres, wogegen man schhießen sollte.

    @Curious:

    Ja.

  12. Katzenblogger September 9, 2010 um 1:41 pm

    Fahnenschändung???

    Vielleicht sollte man mal eine satirische HSV-Fahnenweihe veranstalten, zusammen mit übergroßen bunten Beust-Grafiken, grotesken Schwarzrotgold-Bemalungen, „sponsered by HSH-Nordbank, idealerweise mit einer aufspielenden, irre geleiteten Bundeswehr-Kapelle, und wortreichen Gaga-Schnösel-Dank an die vielen Bau-Investoren, die St. Pauli endlich lebenswert machen…

    Situationistischer Widerstand sozusagen.

  13. jekylla September 9, 2010 um 3:09 pm

    @momorulez Das war ja auch nur ein Beispiel dafür, wie auch die, die mit den „internen Befindlichkeiten“ besser vertraut sind, auf Ideen kommen, die nicht so gut ankommen. Also nicht viel anders als das Abendblatt. Deswegen sehe ich das ja auch als übertrieben an.

    Ich fand an der wegen „Arbeitsüberlastung“ des Blogbetreibers schnell steckengebliebenen Diskussion nur sehr interessant, wohin das relativ schnell führte, und das wegen eines solchen Firlefanzes.

  14. momorulez September 9, 2010 um 3:15 pm

    Ja, das fand ich allerdings auch interessant 😉 …

  15. Pingback: Liebe vergleicht nicht | St. Pauli News & Social Club

  16. momorulez September 9, 2010 um 3:58 pm

    Diesen Kommentar des Herrn Autoren drüben will ich den geneigten Lesern dieses Blog nicht vorenthalten, man beachte nämlich, daß der mal ab von der „hinlangen“-Pointe fast wörtlich so auch in den Kommentarsektionen liberaler Blogs auftauchen könnte:

    „Na endlich! ich hatte mich schon gefragt, wann denn endlich mal ein Vorwurf in Richtung Nationalismus/Faschismus kommt. Ansonsten wären wir ja fast ohne Klischees ausgekommen. Das ist übrigens einer der GründInnen, warum ihr so furchtbar nervig seid. Pseudointellektuelle Einlassungen, die früher oder später darin gipfeln, dass der nächste vermeintliche (mindestens aber angehauchte) Nazi geoutet wird. Extrem anstrengend. da möchte man fast schon Verständnis für diejenigen aufbringen, die dann irgendwann mal hinlangen. Schließlich kann nicht jeder so besonnen bleiben wie wir.“

  17. Katzenblogger September 9, 2010 um 6:25 pm

    Verständnis für körperliche Gewaltaggression als Ausdruck besonderer „Besonnenheit“.

    Wow. Und Hitler war ein Pazifist – der Gute wurde aber leider überanstrengt. Die Erde ist eine Scheibe. Sarrazin wird öffentlich hingerichtet und kommt nirgends zu Wort. Die Diskussion über die Bell Curve ist längst überfällig – und muss selbstverständlich frei sein von allen Vorwürfen in Richtung Rassismus und Wissenschaftsfälschung. Gutmenschen haben meine Jugend ruiniert. Pazifisten sind am dritten Weltkrieg schuld. CDU und FDP sind sozialistische Parteien. Der schwarze Block besteht aus Stalinisten. Das Boot ist voll.

    Ja, schon klar. So funktioniert bei manchen Menschen „Besonnenheit“.

  18. che2001 September 9, 2010 um 10:04 pm

    Daher kommt ja auch anderer Leute Verständnis für hinlangende Antifas, die hinlänglich Gründe haben. Ich hatte ja keine ruinierte Jugend, aber das Eintreten für egalitäre Ziele hatte sie mir versüßt. Und habe dann eine pseudointellektuelle Doktorarbeit über Rassenhygiene geschrieben in der Absicht, politisch inkorrekte Biologen, die wissenschaftlich-objektiv die nunmal gegebene rassische Unterschiedlichkeit von Populationen, die Raumkoordinierungsprobleme von Juden, den Devianzfaktor von Schwulen, die angeborene Arbeitsamkeit von Ostasiaten, die Gewalttätigkeit von Männern mit zwei Y-Chromosomen und die geringe Lernbereitschaft von Palänegriden und Bimbiden dozierten, um die Staatsfähigkeit ethnisch reiner Regionen zu begründen als „rassistisch“, „faschistoid“ und „unwissenschaftlich“ zu diffamieren. Dafür haben mich stalinistisch beeinflusste Professoren, die in linksradikalen Organisationen wie SPD, Grünen und DGB ihr parasitäres Auskommen haben meine Arbeit, einen gegen die nordische Rasse gerichteten Schanddreck besonders gelobt. Und heute bin ich ein Dozent und Berater, der den Untergang des Abendlandes vorbereitet, folgend dem satanischen Plan.

  19. netbitch September 9, 2010 um 10:31 pm

    Wenn es schon um die Bekenntnisse geht, für alle evangelikalen Koranverbrenner zum Mitschreiben: Ich treibe meine oft genannten Sexorgien mit dem Gehörnten, Lucifer, und es ist das Horn, das ich mir einführe, weil sein Phallus eiskalt ist. Workingclasshero, der oft auf meinem Blog kommentiert, ist niemand Anderer als Asmodeus, der Sohn von Kain und der Schlange, dessen Körpergröße 6 Meter 66 ist und der Marx, Lenin, Stalin, Falin und Karin gezeugt hat.

  20. momorulez September 9, 2010 um 10:34 pm

    Vorsicht, ihr liegt hier allesamt als kleine Wachspüppchen bei mir rum … die B.LO.G.s habe ich schon zerschossen und warte nur mit glühenden Nadeln – glaubt ihr, das mit Mertesacker wäre einfach so passiert? HöHöHö … mein Vernichtungswille regt sich und will BRENNEN!

  21. netbitch September 9, 2010 um 10:46 pm

    Du kannst von mir gar kein Wachspüppchen machen, weil Du nicht weißt, wie ich aussehe – OK, 167, plond aber nicht plauäugig, schlank, pfirsich Jahre – aber wir brannten schon. Desterhalben hüllen vier uns in Mithril, und Sauron wacht über uns. Es wurde oft unterschlagen, aber: Es gibt auch noch eine Reiterin der Apokalypse, eine Amazone, die den Balg eines Zitterwolfs auf der Lanze trägt.

  22. momorulez September 9, 2010 um 11:24 pm

    Aber am Hafen … mußte gerade an Wolfgang Borchardt (?) denken, ganz unabhängig von Satan und Voodoo. Und was der über Fahneneide gedacht hat, als er „Sagt nein!“ geschrieben hat. Laut A-Team war der ja schuld am Faschismus, als Pazifist. Deswegen haben die Nazis den von Ossietzky schon zurecht ins KZ gesteckt, als der den Friedensnobelpreis erhielt.

    Der Borchert, ist, glaube ich,richtig, hat hier gleich um die Ecke im „Bronzekeller“ gelesen hat. Und den kennt kein Schwein mehr. „Aber nachts schlafen die Ratten doch …“ Und dann schreiben sie über „Fahnenschändung“ und fänden Ida Ehre wahrscheinlich „pseudointellektuell“ …

  23. che2001 September 9, 2010 um 11:29 pm

    Zitterwölfe kann man übrigens lecker zubereiten. Der Vernichtungswillen der Schwulen wurde ja schonmal bezeugt, als die Horden aus der Inneren Schwuchtelei Europa überrannten und in der Folge das Frauenheer aus AM (vulgo:Amazonen) wüstestens rummetzelte und mit mindestens 17 Penissen pro Lanze zurückkkam. Von daher ist Sarrazin zu verstehen: In Asylistan sammeln sie sich schon wieder, die Muislimnegerfrauenschwulenbarbarebehindertenhorden. Rettet das Abenkleidland! Zu Hülf, Ritter des Christentums!

  24. Katzenblogger September 10, 2010 um 11:26 am

    Endlich. Das sind sie ja, die Stimmen der Besonnenheit!

    (es kann jetzt eigentlich nur noch wenige Stunden dauern, bis die hier alle Beteiligten die Aufforderung von SpOn, BILD usw. bekommen, gegen stattliche Geldzahlung, ebendort Vorabdrucke ihrer Bücher zu veröffentlichen – z.B. der für Gutmenschen unsägliche SPIEGEL-Chefred Mascolo von gestern Abend bei Illner kann da auch garnichts machen, denn wo soviel Besonnenheit zusammenkommt, da muss er sowas auch veröffentlichen)

  25. Katzenblogger September 10, 2010 um 11:35 am

    Ähm, manchmal ist die Wirklichkeit eine überdrehte Satire. Folgendes las ich gerade:

    (Selbstauskunft von Mascolo bei Linke-dln)

    Branche: Medienproduktion
    Zur Zeit: Chefred SPIEGEL
    interessiert an:

    * Anfragen zu Stellen
    * Expertenrat-Anfragen
    * Geschäften
    * Referenz-Anfragen

    mit anderen Worten also: „Führ mich zum Schotter!

  26. Ring2 September 10, 2010 um 7:37 pm

    Hagarmufflonski.
    Was für schöne Wendungen finde ich hier denn ;)))

    Das Banner könnte doch lauten: „Make Love No Derby“ oder „Make Love No Banner“

  27. kleinertod September 15, 2010 um 11:58 am

    Vielen Dank für diesen lesenswerten Artikel und insbesondere die Einbeziehung des unerträglichen Kommentars des Verfassers jenes Fahnenartikels. Nachdem ich beides einschließlich aller Anmerkungen studiert habe, vermag ich zwar nicht gerade eine Steigerung in Sachen Vorfreude auf das Derby wahrzunehmen, gleichwohl aber eine Vertiefung der Perspektiven im Umfeld. Gerade die Antwort auf Jekyllas Kommentar vom Fahnenschänder-Schreiberling mit dem erklärten Verständnis für die unsäglichen Gewalttaten hat doch gezeigt, wessen Geistes Kind der Autor ist. Ihre Einschätzung wurde dementsprechend bestätigt. So traurig wie wahr.

  28. Pingback: Derbyfieber – das St. Pauli Heimspiel gegen den HSV rückt näher… « KleinerTods FC St. Pauli Blog

  29. momorulez September 15, 2010 um 1:59 pm

    Dankeschön! Zudem es so gar nnicht mein Anliegen wäre, mich nun auf die Suche nach möglichst fiesen Stories über den Lokalrivalen zu suchen. Finde eher, daß die etwas sensibilsierter hinsichtlich der Vorgänge im eigenen Stadion sein könnten, da gibt es nun weiß Gott auch genug vernünftige Leute.

    Das Ende meines Textes war ja ganz ernst gemeint. Es gibt jede Menge Leute dort, die eben einfach nur Fussballfans sind und eben ihren Verein mögen. Und bei allem Bestehen darauf, daß Politik im Stadion sehr viel zu suchen hat, daß die jeweiligen Vereinsidentitäten nicht verwässert werden sollten und wir nun auch eine Menge vor eigenen Haustür zu kehren haben, ist so ein Schnickschnack wie „Fahnen schänden“ nun genau der falsche Brimborium.

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