Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Und ich fand den mal gut, …

… den Herrn von Dohnanyi, und nehme somit alles zurück. Das wird immer unglaublicher alles.

„Sarrazins Behauptung, dass es besondere, kulturelle Eigenschaften von Volksgruppen gibt, kann heute niemand mehr mit Sachkenntnis bestreiten. Die amerikanische Enzyklopädie der Sozialwissenschaften nennt das social race: “soziale Rasse”. Sarrazin sieht nun bei Teilen islamischer Gruppen eine Ablehnung der Integration und darin Gefahren für unsere Bildungs- und Leistungsgesellschaft. Integration sei auch eine “Bringschuld”. Falsch?“

Wie früh gesagt – Sarrazin selbst ist schnurz, der Mann ist ein Symptom. Nicht schnurz ist, in wessen Namen er spricht. Und wer sich „Sachkenntnis“ zuspricht, die „unbestreitbar“ ist. Sorry, der KRITISCHE WEG allein ist offen.

PS: Und noch so einer, den ich noch nie Mittags auf der Schanze beim Griechen sich habe „integrieren“ sehen, wo ich mich prima mit Spaniern, Portugiesen und „Arabern“ verstehe, den ich aber sehr wohl dabei beobachten durfte, wie er mit Herrenmenschenmine durch’s Foyer des Spiegel stolzierte:

„Aber seine Befunde“ – also Sarrazins – „zur missglückten Integration der türkischen und arabischen Immigranten sind über jeden Zweifel erhaben.“

Ach so. Das wird jetzt Glaubensbekenntnis, unbefragt wiederholt, als Mantra der genetisch Minderbemittelten wie als Zeugnis der so harten und mühevollen Aufklärungsarbeit, die insbesondere bei Herrn Matussek so eindrucksvoll Früchte trägt:

„Was all die Ausgrenzungstechniker nicht begreifen, ist, dass sich das, was Sarrazin verkörpert, nicht ausgrenzen lässt. Es ist die Wut von Leuten, die es satt haben, als rückständig empfundene Praktiken in ihre Gesellschaft, die einen langen und mühevollen Prozess der Aufklärung hinter sich hat, zurückkehren zu sehen. Die es satt haben, für ihre Angebote an Eingliederungshilfen beschimpft und ausgelacht zu werden. Die es satt haben, über terrornahe islamistische Vereine zu lesen, über Ehrenmorde, über Morddrohungen gegen Karikaturisten und Filmemacher oder zu hören, dass auf Hauptschulhöfen „du Christ!“ als Schimpfwort benutzt wird.“

Wer schreibt denn ständig über die „Terrorzellen“, überglücklich, daß es die überhaupt gibt, aber nicht die Evangelikalen, die für Schwulenmorde in halb Afrika verantwortlich sind? Was für eine absurde Sauce, die er da willkürlich zusammen cut-upped, und daß die völkische Mehrheitsgesellschaft sich schon logisch nicht aus sich selbst ausgrenzen kann, sollte klar sein.

Mich wundert es nicht, daß nach 10 Jahren Hetze gegen Muslime mit „Du Christ“ geschimpft wird, schon gar nicht, wenn so eine mutmaßlich verlotterte mutmaßliche Hete wie der Matussek sich hier als Gipfel der Lernerfahrungen der Menschheitsentwicklung abfeiert und in Deutschland geborenen Kindern auf Schulhöfen zuruft, ihre „Integration“ sei gescheitert, weil im Iran Frauen gesteinigt werden. So also geht Aufklärung? Ein Scherz.

So ein Exemplar wie Matussek sollte mal schleunigst integriert werden, indem er auf Autobahnen Unkraut jätet und in eine Wilhelmsburger 1-Zimmer-Hochhaus-Wohnung zieht mit Blick auf Stillhorn, vielleicht kommt er dann ja abends noch dazu, Voltaire zu lesen. Und würde lernen, was „Ausgrenzungstechniken“ tatsächlich sind.

20 Antworten zu “Und ich fand den mal gut, …

  1. Katzenblogger September 6, 2010 um 7:17 pm

    Der Umstand, dass Matt von Ussek in Zusammenhang mit Sarrazin von „Gegenwut“ spricht, und Wort nebst Inhalt aus einem der übelsten Kloaken des Internet aufgefischt hat (z.B. das Blog von St.Ein-Hoefel) erschüttert mich noch stärker als der dreiste Blödsinn, Sarrazin verkörpere „die Wut von Leuten, die es satt haben, für ihre Integrationsangebote beschimpft zu werden.

    Integrationsangebote.

    Was für ein Wort – schon an und für sich ist es in sich verdreht. Matt von Ussek meint damit aber ausgerechnet den im Augenblick tobenden, rassistische Mob.

    (oh, Herr, schütte er bitte nachträglich einen Riesenhaufen Intelligenzgene über die deutschen Publizisten – wäre das machbar?)

  2. Nörgler September 6, 2010 um 10:51 pm

    Sarrazin wird ausgegrenzt, ist Opfer einer „Hexenjagd“ (so sagt es uns Henryk mit dem Herrentäschchen), und wird für seine Integrationsangebote noch beschimpft. Wer sich an die Gegenwut der Volksgemeinschaft erinnert fühlt, die es satt hatte, von reichen lüsternen und ritualmordenden Juden lesen zu müssen, der ist ein Hetzer. Wer da die Gegenaufklärung am Werke sieht, ist in Wahrheit gegen die Aufklärung.

    Und wie sie alle leiden, diese kritischen und Schöngeister, die man eben noch aufgrund ihrer eigenen Äußerungen für die hinterletzten Dumpfprolls gehalten hatte; wie sie aber nun plötzlich umgeben sind von der Literatur der Aufklärung, die sie mit der Muttermilch schon einsogen; wie schmerzhaft ihnen, diesen durchgeistigten ätherischen Wesen es ist, den langen mühevollen Prozeß der Aufklärung durch die Fick- und Terrormusels bedroht zu sehen; und während M. wallet und schwallet, da sagt er doch noch etwas Richtiges, als er von der Gesellschaft spricht, die den Prozeß der Aufklärung hinter sich hat.

  3. momorulez September 7, 2010 um 11:59 am

    Eigentlich hätte ich auch „Der nationale Widerstand marschiert – mit Matussek, Dohnanyi, Clement, Broder und Sarrazin an der Spitze!“ titeln und dieses Video verlinken müssen:

  4. entdinglichung September 7, 2010 um 2:26 pm

    zu Klaus von Dohnanyi & Co. hatte schon 1998 anlässlich der Walser-Bubisdebatte Karl-Heinz Hansen alles wesentliche gesagt: „Wenigstens solange noch ein einziges Opfer des deutschen Verbrecherstaates unter uns lebt, sollten Leute wie Walser und
    Dohnanyi diese nicht beleidigen dürfen und uns nicht mehr mit ihren persönlichen
    Wehwehchen belästigen. Sie sollten schlicht und einfach die Klappe halten.

  5. che2001 September 7, 2010 um 2:52 pm

    Hansen. Das war wirklich mal ein aufrechter alter Sozi.

  6. Loellie September 7, 2010 um 5:28 pm

    Ist zwar mal wieder OT, aber ich hätte da noch eine gute Nachricht.
    Phelps kann sich endlich zur Ruhe setzen. Bei solchen „Queer-Theoretikern“ brauchts den alten Schwulenfresser nämlich nicht mehr.

    http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/eine-art-bazillen-bruderschaft/

    Wens interessiert, für den gäbe es hier das passende Gegengift zum Bazillus

    http://schwulleben.wordpress.com/2010/04/29/einfach-mal-die-schnauze-halten/

  7. momorulez September 7, 2010 um 8:09 pm

    Ach, diese ganzen offenen und unterschwelligen Instrumentalisierungen von diesem Thema – bei dem Urteil gegen dieses arme No Angels-Mädel habe ich auch ziemlich gezuckt. Und die „Barebacker“ als Diskreditierungsmasche ist mir im Beruflsleben schon häufiger über Weg gelaufen.

  8. che2001 September 7, 2010 um 10:18 pm

    Das ist doch nahe an den jüdischen Brunnenvergiftern als Auslöser der Pest oder Aids als Schwulenseuche. Sich unvorsichtig verhaltende Opfer werden zu Tätern und Auslösern ernannt. Ich könnte mir unsafen Sex ja gar nicht mehr vorstellen, ja aber doch nicht aus Angst vor Leuten, sondern aus Angst vor einer Pandämie. Dabei ist die Frage, ob HIV nicht ein entsprungener Virus aus dem Biowaffenlabor Fort Detrick ist bis heute nicht zufriedenstellend beantwortet. Fand das, was 1986 dazu im Arbeiterkampf zu lesen war (Kurzform: Gallo seilt sich für Jahre aus der Scientific Community ab, arbeitet für die CIA in Fort Detrick und „entdeckt“ HIV unmittelbar gleichzeitig mit der Lokalisierung des Virus im Institut Pasteur, ohne eigene Forschungen dokumentieren zu können) ja eigentlich höchst plausibel. Und, mal ganz böse gedacht: DIE Ultrawaffe gegen die sexuelle Revolution, die bis dahin die Neue Linke ganz enorm vorangebracht hatte, von der lustvollen promiskuitiven Umkrempelung heterosexuellen Erlebens über den befreiten Ausbruch schwuler und lesbischer Subkulturen bis hin zur Vermischung derselben verbunden mit dem Sex-and-Drugs-and-Rock´n-Roll-Lebensgefühl als sozusagen Basismusik soziokultureller Revolte war plötzlich weg und machte einer großen Angst Platz mit realen Todesopfern. Passen täte das.

  9. momorulez September 7, 2010 um 11:36 pm

    Bei den „Barebackern“ tritt ja hinzu, daß das, glaubt man dem Artikel, gar nicht „unsafe“ sein muß. Ich kenne es ja auch nur „safe“, aber diese seltsame Pose, in die sich heterosexuelle Familienväter mit regelmäßigen Affären und Puffgängen werfen, wenn man zufällig an dieses Thema gerät (ich kann da nicht konkreter werden, das basiert gerade auf einer wahren Geschichte), aufgeladen mit einer Empörung über diese promiskuitiven, ständig und überall „unverantwortlich“ rum poppenden Homos bei gleichzeitiger Panik davor, daß gefickt werden sie ggf. auch anmachen könnte, das ist schon dolle. Habe deshalb schon immer sehr allergisch auf die „Bareback-Kritiker“ reagiert.

    Ich kenne immer nur die Theorie, daß bei Impfstoffexperimenten an lebendigen Menschen in Ostafrika (?) was schief gelaufen sein soll; was die Pharma-Industrie da so treibt, ist ja eh ein Thema für sich. Und später streute man dann halt, daß die Wilden es sogar mit Affen treiben würden, und so sei es passiert.

    Was das für die Gay Community bedeutet hat, das kann man ja gar nicht in Worte fassen. Das hat eine ganze Geration dahin gerafft. Im berühmten „Schwul, na und?“ bei rororo, das ich mir gaaaaaanz heimlich und verschämt kaufte, war noch von Syhillis und Tripper die Rede …

    Und was es für afrikanische Staaten bedeutet: Horror. Und ich bin mir sicher, daß das insgeheim gewünscht ist, so Afrika zu entvölkern. Dann kommt man besser an die Rohstoffe ran.

  10. che2001 September 8, 2010 um 9:12 am

    Jetzt machst Du mich aber bassererstaunt: Du kennst die Ft.Detrick-Theorie nicht, die Mitte bis Ende der Achtziger landauf landab in der Linken diskutiert wurde? Verbreitet wurde sie durch den KGB, der Witz ist trotz dieser Quelle aber, das so einige unabhängig zu gewinnende Fakten dafür sprechen, z.B., dass ein US-Professor regelmäßige Forschungsberichte vorweisen muss und Gallo das für die Zeit, in der er angeblich in Ft. Detrick arbeitete das nicht konnte, er also für einen Zeitraum von mehreren Jahren seines Lebens, für den ihm vorgeworfen wurde B-Waffen-Forschung zu machen keinen Einkommensnachweis hat, und der als Quelle für die Aids-DNA erwähnte Schaftsleukämie-Virus Visna vom britischen Militär neben Milzbrand tatsächlich als biologischer Kampfstoff getestet wurde.

    http://inge09.blog.de/2009/11/23/aids-kommt-usa-7447090/

    http://www.rocknord.net/nachrichten/gibt-es-eine-aids-verschwoerung

    http://de.wikipedia.org/wiki/Gruinard_Island

  11. momorulez September 8, 2010 um 9:25 am

    Doch, die Theorie kenne ich, kannst wieder entstaunen.

  12. Katzenblogger September 8, 2010 um 10:36 am

    Der Papst und US-Evangelikale als verlängerter Arm der Rohstoff-Industrie? Wenn es nicht so unsäglich traurig wäre, was diese „moralischen Institutionen“ in Afrika treiben, müsste man sich über derartige Vermutungen vielleicht sogar ein wenig aufregen. Aber wem ist es zu verdenken, dass er sich einen leicht wahnsinnigen Reim auf etwas machen möchte, das nichts anderes als Ausdruck des Wahnsinns ist? Ich bin sicher, dass sich Länder auch ohne diesen Erreger ausbeuten lassen – genauso gut. Wobei ich ja immer, das muss ich anmerken, ein echtes Problem habe, in solchen Sätzen das Wörtchen „gut“ schreiben.

    Nichts ist gut. Das träfe das Problem wohl besser, das ja nicht allein ein Problem eines verkalkten, reaktionären Papstes ist bzw. seiner afrikanischen Bischöfe sowie ein Problem der kriminellen Machenschaften von US-Evangelikalen, die sich ausgerechnet in den Mantel der „Helfer“ hüllen. Es gibt auch afrikanische Regierungen, Korruption und andere Probleme, die hier anzuführen sind – und ebenso kann man darauf verweisen, dass es sehr wohl auch progressive Katholiken und US-Evangelikale gibt – mitten in Afrika.

    Wenn man sich doch nur einen Reim darauf machen könnte.

    Aber auf ein kleines historisches Detail wollte ich da noch aufmerksam machen. Was in den letzten 20 Jahren Aids/HIV war, das war vor einigen Jahrhunderten die Syphillis. Ganz ähnlich quälend, ganz ähnlich die idiotischen Vorwürfe, die Kranken und Minderheitengruppen gemacht wurden. Und etwas über 20 Prozent der Bevölkerung in Preußen war vor 150/200 Jahren (genaue Daten müsste ich rauskramen) an Syphillis erkrankt! Ich bin da drauf gestoßen, als ich mich mit der Familiengeschichte von Hannah Ahrendt beschäftigt habe.

    @ Che

    Mit der Biowaffenabteilung von Fort Detrick habe ich mich eine zeitlang relativ intensiv beschäftigt. Erschreckend ist dort vieles, in meinen Augen nicht zuletzt auch der Umfang der Informationen, die man über ein (damals) frei herunterladbares Internet-Hausmagazin erhalten konnte. Schon erschreckend, wenn man z.B. die Gesichter der Personen betrachten kann, die hinter den Anthrax-Briefen standen, wie sie interne Preise erhielten für ihre am Menschenmord forschenden Arbeit.

    Aber ist es sinnvoll, alte und längst widerlegte Verschwörungstheorien aufzuwärmen?

  13. momorulez September 8, 2010 um 11:11 am

    „Der Papst und US-Evangelikale als verlängerter Arm der Rohstoff-Industrie? „

    Natürlich ist das so. Und das war in der Geschichte trotz der Abweichler unter den Missionaren auch schon immer so. Der Papst führt ein riesiges Unternehmen.

    Und wer korrumpiert denn die „korrupten Afrikaner“, und wieso wird alles dafür getan mittels IWF und Militär undundund die rohstoffreichen Regionen instabil zu halten? Zudem es angesichts der „Atomenergieeinigung“, wo u.a. auch der Uran-Abbau hinein spielt, einigermaßen lustig ist, von den „korrupten Afrikanern“ zu sprechen. Korrupter als unsere Regierung geht doch kaum noch, und daß Schröder zu Gazprom wechselte, ist auch kein Zufall. Und würden nicht 6 Millionen Menschen in den „kongolesischen Kriegen“ abgeschlachtet worden sein, hätten wir in Europa aus reinem Rohstoffmangel längst soziale Unruhen, die sich gewaschen haben.

  14. Katzenblogger September 8, 2010 um 11:21 am

    Och, korrupter als unsere Regierung: Das geht schon. Es ist ja nicht gerade so, dass ich ein Freund der schwarzgelben Hohlbirnen wäre, oder sie für „nicht korrupt“ halten würde. Aber schlimmer geht es allemal – deutlich schlimmer sogar.

    Leute wie Sarrazin und Heinsohn versuchen dafür doch gerade den Boden zu bestellen…

  15. momorulez September 8, 2010 um 11:27 am

    Wie gesagt: Es wäre hier deutlich schlimmer, wenn es nicht die Rohstoff- und Arbeitskraftsausbeutung anderswo gäbe.

  16. che2001 September 8, 2010 um 11:48 am

    Na ja, ohne Kongokrieg würden Handys soviel kosten wie I-Macs und Navis sowie Blackberries wären so teuer, dass sie für den Bedarf von Militär und Forschungsexpeditionen beschränkt blieben, außerdem gäbe es hierzulande riesige Gießereien zum Recycling von Gold, Zink, Kobalt, Wolfram und Tantal inklusive der damit verbundenen furchtbaren Umweltschäden. So sehr ich mir soziale Unruhen hier sogar wünsche, wenn sie denn der Klasse etwas nützen, aber dafür bräuchte es, glaube ich, noch etwas weniger Ausbeutung in anderen Teilen der Welt als dem Kongo, z.B. in all den Ländern, in denen die Weißen nähen lassen. Wenn die Leute sich ihre Klamotten flicken müssten, weil neue unbezahlbar sind und Südfrüchte auf Läden mit Apothekenpreisen beschränkt sind wo auch nicht jeder reinkommt, dann ginge es wohl wirklich ab.

    Btw. auf die Frage nach dem ausmaß der Korruption in Deutschland sagte Deutschlands Korruptenjäger Nr. 1, Oberstaatsanwalt Schaupensteiner mal: „Es gibt in Deutschland sicher nicht mehr Korruption als in einer lateinamerikanischen Diktatur.“ Pause. „Es gibt in Deutschland auch nicht weniger Korruption als in einer lateinamerikanischen Diktatur.“

  17. Rürup Rente Oktober 6, 2010 um 4:45 pm

    Es ist doch vollkommener Unsinn anzunehmen man koenne rechtlich nichts machen gegen Stuttgart-21, nur weil der Paul Kirchhoff das im Fernseher gesagt hat. Wo ein Wille ist ist auch ein Weg. Unter der ueberschrift „Gutachten gegen Gutachten“ stand gestern in der Stuttgarter Zeitung ein sehr interessanter Artikel. Der Rechtsprofessor Georg Hermes sieht die Rechtslage demnach ganz anders als Herr Paul Kirchhoff. Zitat Georg Hermes: „Es sei klar, dass das Eisenbahnrecht beim Bund liege, das Land trage aber erhebliche Kosten, damit sei es mit zustaendig.“ Professor Georg Hermes laesst auch nicht gelten, dass Vertraege ewig unkuendbar sein sollen. „Das verstoeßt gegen das Demokratieprinzip.“ Neue Parlamente haetten dann keine Moeglichkeiten, aus langfristigen Vertraegen herauszukommen, argumentierte Hermes. Auch den Einwand, gegen den Haushalt sei keine Volksabstimmung moeglich, laesst Hermes nicht gelten. „Dann waere eine Abstimmung ueber jedes Gesetz, das Geld kostet, ausgeschlossen.

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