Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Versteckte Architekturen des Innenlebens …

Der Glockenklang des Soprans erleuchtete die filigranen Säulengänge der gut geschützten Kathedrale ungetrübten Liebens tief in mir. In der inneren Kathedrale wird jede neue Erfahrung besungen, getauft und gesegnet, Chöre preisen die Wunder des Erlebens, Staunens und Wollens.
Sich die Musik in inneren Kathedralen vorstellen, die Lichtverhältnisse, die Fenstermosaike, das formt die eigene Legende.

Ja, ja, ich höre ja schon auf, pöbel jetzt auch wieder von kotzenden Wolken und verschissenen Politiken und Pickeln und Eiter und Scham …

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26 Antworten zu “Versteckte Architekturen des Innenlebens …

  1. Katzenblogger September 5, 2010 um 9:52 pm

    Die Augenpartie! *staun* Wie hast du die denn so wunderbar hinbekommen?!

  2. momorulez September 5, 2010 um 9:59 pm

    Ganz simpel – ich jage ja Fotos zum Teil durch ein App, das sie verfremdet und daraus so was Ähnliches wie eine Schwarz/Weiß-Zeichnung macht, und das hier ist nur ein schlichtes Colorieren, um ein Vexieren aus Fläche und Linie und vorne und hinten und schrillen Farben zu erzeugen. Die Augen sind einfach noch sehr nah an der Fotografie, weil ich verhältnismäßig wenig nachbearbeitet habe. Ich bestehe aber darauf, daß die Verfremdung des Originals so gewichtig ist, daß ein eigenes Werk entsteht.

  3. Katzenblogger September 5, 2010 um 10:13 pm

    Ja. Genau dieses Verfremden – hier der Augen – ist es ja, was mich so fasziniert!

  4. momorulez September 5, 2010 um 10:29 pm

    Das ist – man belehre mich, wenn ich Unsinn schreibe – zum einen der Komplementärkontrast rot und grün. Ich glaube, das haben die Impressionisten eingeführt, daß der Schattenbereich die Komplentärfarbe enthält. Ich liebe das, diese Komplentärspielereien. Dann sollte der Witz des Bildes ein wenig sein, daß die kalten Farben den Vordergrund definieren, die warmen den Hintergrund, was ein klein wenig ein Negativ-Effekt ist, weil an sich das Warme nach vorne drängt. Die ganzen Bilder von Cèzanne aus der Provence spielen ja damit, daß Perspektivik nicht mehr geometrisch und durch Unschärfen erzeugt wird, sondern durch kalt/warm Kontraste. Und wenn man da dann mitten rein das Grün setzt und das Gelb in diesem ganz klassisch wie Lichter einsetzt, die nicht dem realen Augen-Weiß entsprechen, dann wirkt das sehr stark, gerade, weil auf dem rechten Auge, von uns aus gesehen, dieser klassische Reflex, den man bei Augen, aber auch bei Äpfeln setzt und betont, ganz und gar klassisch betont ist, was völlig aus der Bild-Logik springt.

    T. Albert erschlägt mich jetzt bestimmt, der weiß das alles viel besser als ich.

  5. T.Albert September 5, 2010 um 10:40 pm

    Schon, aber diesen Kringel links oben, den liesse ich ich den Kunstschülern nicht durchgehen. Was machste denn da? Das is doch ungelöst, ein Farbfüllsel zwischen Bildrand und violetter Fläche und rechts machts irgendwie noch Hintergrund, dies Lineare, aber links wirds zu geometrischer Eigenform, die vor dem Hintergrund steht, aber mit nix was zu tun hat. Das Ding arbeitet ja gegen Deine Farben als Flächen, weils in den Zinnober und das Orange rreingemalt ist. Was anderes wär es, wenn es vom Bildrand angeschnitten wäre, aber es bleibt eben weg davon,
    So, das musstich aber loswerden. Sonst bin ich ja nicht so, aber wenn sich da so ein Dreieck bildet, dass den Zusammenhang verhackt, und ich da immer hingucken muss, muss ich das sagen. -:D

  6. T.Albert September 5, 2010 um 10:48 pm

    Zuschlag! Bummkrach!

    Wieso seh ich jetzt so komisch aus? Womit hab ich das verdient?

  7. momorulez September 5, 2010 um 10:55 pm

    @T. Albert:

    Ich freue mich über solche Kommentare!!!!!!!!!

    Einerseits hast Du ja völlig recht. Das ist so Branchenlogik bei uns, daß man da, wo noch Platz ist, irgendeinen Effekt platziert.

    Aber auf der anderen Seite neigen Linien ja dazu, etwas zu werden, oft Geometrisches, und in der Diagonalen korrespondiert es schon mit den Dreiecken, die die Gurgel bilden. Und daß das, was Außerhalb ist, zum Runden neigt, das Immanente hingegen die Geometrie der Form betont, das ist ja nicht nur doof. Linien werden auch Anderes als Flächen oft, weil eine Aue ja kein Kanal ist.

    Trotzdem haste recht: Ist Schnickschnack, ganz der Job-Logik folgend.

  8. Katzenblogger September 5, 2010 um 10:55 pm

    Stimmt, mit dem Kringel ist das so eine Sache. Beim Betrachten fiel mir der auch auf, sogar noch vor den Augen – allerdings habe ich mir den im Kopf großzügig „weggedacht“ und durch etwas (eingebildetes!) Diffuseres bzw. durch einen Lichtreflex ersetzt, auch weil ich dachte, das kann ja in der Gestalt so nicht gewollt gewesen sein.

    (pardon – aber sowas in der Art habe ich beim ersten Betrachten wirklich gedacht)

    Und im Vergleich zu den Augen fand ich es dann auch völlig unwichtig, die haben so etwas herrlich Sehnsuchtsvolles, eine Mischung aus Stärke und Verletzlichkeit, und kombinieren Charisma (was vielleicht auch vom Farbeindruck herrührt) mit Verlorenheit, Frustriertheit mit einer weichen, unbeirrten Zielstrebigkeit, ein intensives Geliebtwerdenwollen mit Distanziertheit – Gegensätze, die sich in diesen Augen wunderbar – und sogar harmonisch vereinigen …

    (ähem: Wahrnehmung ist vermutlich auch ziemlich „subjektiv“, um das Wort des Abends hier mit einzubauen – was man selbst sieht, und was der andere sieht, das sind mitunter mehrere, sehr unterschiedliche Bilder)

  9. T.Albert September 5, 2010 um 10:57 pm

    Das is j aauch immer tricky, dies Vorne-Hinten-Spiel mit den vertauschten Farbtemperaturen. Jetzt fragen meine Augen die ganze Zeit, ob das Blau einen realen Rotanteil hat oder so warm überstrahlt wird vom Hintergrund, der Gegenlicht macht. Aber das ist ja meine Rede schon lang, dass ein kaltes Blau im Zusammenhang eben warm erscheinen kann. Das glaubt mir bloss nie einer, obwohl ich auch Augen habe und Farbentheorien ablehne.

  10. momorulez September 5, 2010 um 11:03 pm

    @Katzenblogger:

    Nun bieder Dich mal nicht so an T. Albert an 😉 – und für mich ist das ja so ein Madonnen-Blick, wie auf alten Heiligenbildern. Herrlich.

    @T. Albert:

    Ich bewege mich ja bei der Farbwahl auf so einem Grafiker-Farbkreis, und das müsste eigentlich ein sehr reines, ungebrochenes, zudem ja nicht durch Pigmente, sondern den Computer erzeugtes Blau sein. Aber ich finde auch, daß das was Warmes hat.

    Und Du scheinst heute von einem anderen Comouter zu kommentiefen, ich mußte Dich auch erst frei schalten. Wenn Du zu dem anderen zurück kehrst, dann biste wieder ganz der Alte 😉 …

  11. T.Albert September 5, 2010 um 11:08 pm

    Ja, man kann ruhig zuerst auf den Kringel in seinem flammenden Dreieck starren, stundenlang, dann auf die Augen im Kopf, aber das Ding ist eben nicht blickführend ins optische Zentrum, sondern irgendeine Information, die den Kontext stört; das dürfte sie ja, aber nicht dort. Sie lenkt nur von der eigentlichen Störung, den Äuglein eben, ab.

  12. T.Albert September 5, 2010 um 11:14 pm

    Ja, ich bin an meinem KLein-Comouter, der grosse hat beschlossen die Existenz seiner immateriellen Anteile einzustellen. Jetzt steht hier ein desintegriertes DIng rum, kein Computer mehr, und ich rechne.

  13. momorulez September 5, 2010 um 11:22 pm

    Ich will meinen Kringel wirklich nicht verteidigen 😀 – aber mal aus einer anderen Perspektive mich anzunähern, weil ich das gerade spannend finde: „Blickführung“, das ist ja eher ein Begriff aus meiner Arbeitswelt. Ist es nicht gerade richtig, diese zu boykottieren, gerade deshalb, weil das in meiner Jobwelt wichtig ist?

  14. momorulez September 5, 2010 um 11:29 pm

    Beileid freilich für den großen Computer!

  15. Katzenblogger September 5, 2010 um 11:30 pm

    – Nebenbemerkung –
    Was könnte es Verloreneres geben, als eine Madonna, die ihr Leben auf ein fernes Jenseits gerichtet hat?

  16. momorulez September 5, 2010 um 11:36 pm

    Das ist angesichts des beigefügten Textes keine Nebenbemerkung 😉 …

  17. T.Albert September 5, 2010 um 11:44 pm

    Bevor ich schlafen geh: Jetzt muss ich an Katzenbloggers „ähem – Wahrnehmung ist subjektiv“ denken. Wieso denn dann „ähem“, wenn das stimmt. Stimmt das? Oder nehmen Subjekte Objekte wahr? Was heisst denn „subjektiv“? Ich sehe ja kein anderes Rot als ein anderes Subjekt, unsere Rezeptoren arbeiten im wesentlichen doch gleich, oder? Wir können doch unsere Sinneseindrücke immerhin beschreiben und einander mitteilen. EIne Farbmischung ist schwierig sprachlich mitzuteilen, aber analytisch beschreibbar ist sie schon. Eine andere Frage ist die nach meinem Gefühl, das die Farbe in mir auslöst, und das ist subjektiv, bestimmt von meinen ERinnerungen und körperlichen Erinnerungen an zurückliegende gefühle.
    Danke, das ist immer so ein unfassbarer Punkt für mich, aber wichtig. Beim Abzeichnen sagen die Schüler immer, das und das sehe ich nicht, obwohl sie sagen können, was sie nicht sehen, irgendeinen Schatten oder so, Also , sie sagen: diesen Schatten da sehe ich nciht, darum kann ich ihn nicht zeichnen und das ist subjektiv. Du siehst ihn, weil du der Lehrer mit Übung bist, das ist auch subjektiv. Sie verweisen aber auf den Schatten und sprechen über ihn.
    Ich nenne das eine Hemmung Etwas zu tun aufgrund von Wahrnehmungs- und sprachlicher Konditionierung.

  18. T.Albert September 5, 2010 um 11:52 pm

    Blickführung. Ja, boykottieren, wenn sie auf ein Objekt ausserhalb des Bildes verweisend funktionieren soll, also das Bild funktionalisieren soll.

    Aber eine rein immanente Blickführung, die die Bildteile verschlingernd verbindet – die meine ich. Muss man nicht so böse auffassen, die Blickführung gibts auch im Undefinierten oder im Pollock-Dschungel-Bild, dort nur polyfokal demokratisch. Deswegen kann das Betrachter-Subjekt ja auch das Bild immer anders ansehen, Blickführungen finden.

  19. momorulez September 5, 2010 um 11:53 pm

    Puuuh, das waren ja mal die ganz großen Fragen der Philosphie, und die sind nun wirklich völlig zu Unrecht dem Linguistic Turn zum Opfer gefallen. Ich finde die ja auch seit einigen Jahren nun schon ungeheuer wichtig, so sind wir sogar zueinader gekommen, weil mich dieses „Garantiert zeichnen lernen“, blöder Titel, so ungeheuer fasziniert hat, das die These transportiert, man müsse sehen lernen, um zu lernen, daß man zeichnet, was man sieht, nicht was man weiß. Die Hemmung läge dann im Wissen. Seitdem sind ja Sartre und Merleau-Ponty mir wieder so präsent, weil in der Frage eine auch politische Utopie liegt – man-selbst-sein-dürfen, indem man sich auf die Sinnlichkeit der Objektivität einläßt -und auf’s Du.

  20. momorulez September 5, 2010 um 11:57 pm

    Das mit der Blickführung überzeugt mich noch nicht ganz, daß der Kringel doof ist, aber schon – da kann man aber dran bleiben, zur Blickführung kommt morgen noch mal was, da habe ich jur noch keinen Text zu!

  21. T.Albert September 6, 2010 um 12:22 am

    Ich hirne da immer wieder dran rum, Zur Zeit lerne ich, dass meine Wortwahl noch ungenauer ist, als ich schon vermutet habe. Ich muss Worte benutzen, die im sonstigen Alltag nicht mochte, „Kriterium“ beispielsweise. Das kann ich gegen dieses „Wissen“ über Objekte anwenden. Das ist interessant. Ich sage, zeichne den Schrank, Kriterium ist sogenannte richtige Perspektive. Denk an deine Augenhöhe, auf der liegen die Fluchtpunkte. – Und da wirds kompliziert, weil es Fluchtpunkte nicht gibt, nur als Funktion einer Abbildung. Aber wen ich sage „die Perspektive ist ein Kriterium deiner Abbildung des Schrankes, klappts. Dann zeichnen sie, was sie sehen, und die „Fehler“ sind Ungeschicklichkeiten.
    Bitte ich sie, einfach nur den Schrank zu zeichnen, dann kommt das ganze Vermutungswissen über den Schrank, der vor ihnen steht. Das ist aber was anderes.
    Oder sie zeichnen ihr Wissen über die Perspektive und ihre Konstruktion, das ist auch was anderes, und nicht den Schrank, den sie sehen.
    Das mit der Perspektive ist ein furchtbares Problem, weil so viele meinen, die perspektivische sei die richtige Abbildung eines Objekts. Also, der perspektivische Blick iverschlingt das Ding, er sollte aber eine Funktion des Objekts und seiner Darstellung sein. Das sitzt tief, dieses Perspektive-Wissen, mit dem wir die Dinge und Menschen zu definieren lernen.
    Schwierig.
    Jetzt muss ich schlafen, sonst seh ich für morgen keine Gewinn-Perspektive .

  22. momorulez September 6, 2010 um 8:35 am

    Ich habe ja mittlerweile auch geschlafen 😉 -ich glaube, da steckt das Problem drin, daß eine naive Vorstellung von unmittelbar gegebener Objektivität und Abbild Wahrheit seien. Wenn Du denen „Kriterium“ sagst machst Du das reflexiv, indem Du die vorlaufenden Abstraktionen, die der Konstitution von Gegenständlichkeit vorlaufen, thematisierst. Und das ist dann ein kleines Stück wiederholter Philophiehistorie, und erstaunlich ist auch hier wieder, daß so Selbstverständlichkeiten wie jene, daß Perspektive zunächst mal die des Blickenden ist und nicht die objektive Gegebenheit der Dinge, mit denen ich tatsächlich schon zu Schulzeiten aufwuchs, zugunsten irgendwelcher geometrischen Fundamentalismen aufgelöst werden.

    Mich hat das damals sehr beeindruckt, als Hockney mir erläuterte, wie Cézanne die verschiedenen Perspektiven, die er beim Malen eines Stillebens einnahm, im Bild selbst thematisierte. Und daß genau diese “ Unsauberkeiten“ dreidimensionalen Guckens mit zwei Augen ihn über den Linsenblick der Salonmaler erhob.

  23. ziggev September 6, 2010 um 1:57 pm

    Kannte mal einen Grafiker, der zu Zeiten, als Fotografie in der Werbung erst eingesetzt zu werden begann, viel gearbeitet hatte. Der hat mir erzählt, einmal hätte einer der Lehrer im Unterricht – oder war das sogar die Abschlussprüfung – eine Hand voll Vasen auf eine Kommode gestellt, und die Schüler aufgefordert, sich das anzusehen. Dann nahm der die Vasen, öffnete die Schubladen der Kommode, legte sie hinein und schloss die Schubladen wieder. Dann forderte die Schüler auf, die Vasen in der Lage, in der sie sich nun i n der Kommode befanden, zu zeichnen. Die Kommode sollten sie sich wie aus Glas vorstellen.

    PS. „Wie ein Seismograph die Farbnuancen erspüren und auf dem Blatt eintragen“ – und dabei z.B. auf Komplementärfarben in den Schatten, die nicht grau, sondern farbig sind, achten. So hat uns mal ein Lehrer in den Wald an den See geschickt, und zwar zweimal an dieselbe Stelle, einmal im Sommer, einmal im Herbst. Irre, in Aquarell, und die Wirkung war, wenn du dann wieder durch den Wald nach Hause gingst, geradezu psychedelisch! — Derselbe Lehrer konnte dann allerdings in der nächsten Stunde kommen und uns ein Fahrrad vor die Nase setzten – das er auf die zusammengeschobenen Tische stellte. „ihr habt ja alle angespitzte Bleistifte dabei.“

  24. momorulez September 6, 2010 um 2:06 pm

    Puh, die Übung mit der Vase in der Schublade finde ich aber schwierig, weil die ja vom Hinsehen ablenkt. Dachte früher auch immer, ich wäre zu blöd zum Zeichnen, weil ich dachte, man müsse das irgendwie regelhaft im Kopf haben, wie das geht. Wo dann eben das Buch von der Betty Edwards mit diesen ganzen „Vorlage auf den Kopf drehen“, „Zimmerecken zeichnen“, „Negativformen zeichnen“, „den eigenen Fuß zeichnen“ echt geholfen hat, davon wegzukommen. Und ich habe danach tatsächlich auch Farben gesehen, die mir vorher nie aufgefallen sind, weil ich ja dachte „Ich weiß doch, daß Rhodendren lila sind“. Irgendwie war das tatsächlich auch bewußtseinserweiternd, wenn man mit Husserl davon ausgeht, daß alles Bewußtsein Bewußtsein von etwas ist 😉 …

  25. ziggev September 6, 2010 um 3:07 pm

    Ja, Betty Edwards hat mich auch beeinflusst, vor allem, weil ich sah, dass auch ein gekritzelter Strich gut aussehen konnte, wenn man nur genau hinguckte. Das Ergebnis war bei mir allerdings, dass ich beim Aktzeichen zunehmend zur Karikatur und zur Feder tendierte, nicht immer zur größten Freude der Modelle … 🙂

    Das Schubladenbeispiel fand ich interessant, weil es sozusagen B. Edwards umgekehrt ist. Im Jazz heißt es ja, erst alles lernen, dann alles wieder vergessen. (Naja, in Wirklichkeit hat das vermutlich nie jemand so gemacht. Ist´ne Art Idealvorstellung – die mir aber mit Kunst nicht viel zu tun zu haben scheint.) Das Beispiel mit der Vase-in-der-Kommode-Übung schien mir dann die Lehre zu enthalten: Erst alles vergessen (B. E.), und dann anfangen zu lernen, das zu zeichnen, was du weißt – oder glaubst zu wissen, um dem Ganzen noch eine kleine philosophische Wendung zu geben ..

  26. momorulez September 6, 2010 um 3:14 pm

    Mit Modellen habe ich mir ja nie getraut 😦 – und wirklich originalgetreu werden wollen war tatsächlich auch nie mein Ding. Insofern verstehe ich Deinen Hang zur Karrikatur gut 😉 …

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