Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Männer, denen gelehrt …

… wird, zu jedem Scheiß einen Vortrag zu halten. Zu allem eine pointierte Meinung parat zu haben. Denen Paternalisierung offenkundig als Coolness- und Statusfaktor antrainiert wurde. Die sich für den Hüter des Allgemeinen halten. Die ihre Rolle als gesellschaftliche Akteure durch blödes Pauschalgeschwafel tarnen. Die so gewöhnt sind, dem Anderen seinen Platz zuzuweisen, daß sie fast daran ersticken, wenn man Widerworte wagt.

Pack. Ja, ich auch.

7 Antworten zu “Männer, denen gelehrt …

  1. momorulez August 20, 2010 um 9:03 pm

    Grauenhaft, gelle? Theoretisch ist mir das ja seit den frühen 90ern und der Beschäftigung mit dem Feminismus sonnenklar; praktisch seit den Blogdiskussions-Schlachten mit den Wirtschaftsliberalen. Wie verseucht da gerade die vermeintlich „linken“ Szenen sind, ahne ich nun auch seit geraumer Zeit – aber nach den letzten 2 Wochen, wo’s hier ja ständig eskaliert, ich die Einübung dieser Haltung als Erlernen des Mannseins auch bei sehr viel Jüngeren beobachten durfte und gerade die vermeintlich Linken reihenweise ausrasten, wenn man sich selbst als partikularer Teilnehmer in gesellschaftlichen Machtgemengelagen heraus stellt und sie darauf hinweist, daß sie genau das auch sind, dann geht’s rund, die Fassaden bröckeln und in Sachen möglicher Gesprächspartner trennt sich die Spreu vom Weizen, und sie folgen exakt den PI-Grundstrukturen. Hammer.

    Habe da gerade viel von Noah gelernt. Und sie hat recht.

  2. T. Albert August 20, 2010 um 9:32 pm

    Wenn ich mich ausmische, isses auch nicht richtig. 😀

  3. momorulez August 20, 2010 um 9:36 pm

    Wobei Du wirklich Deine Teilnehmerperspektive, Deinen Standpunkt, die Machtverhältnisse, in deren Rahmen Du agierst, ständig reflektierst. Da empfinde ich Dich schon als rühmliche Ausnahme. Du machst aus Deiner Parteilichkeit so gar keinen Hehl, zum Glück.

  4. T. Albert August 20, 2010 um 9:57 pm

    Aber meine Parteilichkeit bezieht sich auf immer weniger Menschen sprachlich, körperlich auf immer mehr. Der voraussehbare Mord ist der Masstab, auch der Ästhetik.

  5. T. Albert August 20, 2010 um 10:25 pm

    Also, nein, ich weiss nicht mit der Neinung. Ist auch nur Meinung.
    Zur eigenen Meinung Nein sagen, dahin müsste man vielleicht kommen. Denk ich manchmal.

    Das stimmt schon, was Du hier oben sagst.

  6. momorulez August 20, 2010 um 10:34 pm

    Das mit der Neinung spielte ja an auf die „bestimmte Negation“, die radikale Kritik. Weil die eben, ja, auch Freiheit ermöglicht, weil sie statt mit Meinungen zuzukleistern eben, ja, Offenheit erzeugt.

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