Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

CDU-Mitglied Kai Hähner verleitet Jugendliche

Liebe CDU,

Leben Sie, wie Sie wollen, im Privaten und lassen Sie andere mit Ihrer Abnormalität in Ruhe.

Durch Ihre öffentlichen Auftritte und das Zuschaustellen Ihrer „christdemokratischen“ (kicher, demokratisch? Bei Mitgliedern wie Kai Hähner?) Lebensweise gilt die CDU zwar nicht als trendy. Denoch verleiten manche Ihrer Mitglieder wie z.B. Kai Hähner Jugendliche, die sich in einer politischen Findungsphase befinden, zu Ansichten, die sich meiner Ansicht nach in erstaunlicher Entfernung von der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und der sie definierenden Grundrechtsartikel bewegen. Zwar drohen wir Ihnen mit keinem Prozess, falls Sie es wagen sollten, ihre abstrusen Vorstellungen bereits Kindern im Vorschulalter zugänglich zu machen; dennoch würden wir Ihnen empfehlen, im Rahmen der freiwilligen Selbstkontrolle menschenverachtende Ansichten wie jene eines Kai Hähner mit einem „ab 18“-Stoppschild zu versehen.


Mit freundlichen Grüßen,

Momorulez

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8 Antworten zu “CDU-Mitglied Kai Hähner verleitet Jugendliche

  1. Karsten Juli 23, 2010 um 11:21 am

    Das braucht weitere Unterzeichner.

    *unterschreib*

  2. Katzenblogger Juli 23, 2010 um 11:52 am

    Hähner will zu den ersten gehören. Hat er gesagt. Also, anders gesagt, trotz widriger Umstände will er mutig sein. Ich glaube, ja fast bin ich sicher, dass er damit Probleme hat, ganz generell. Das ist sein erstes Problem. Und, das ist sein zweites Problem, der arme Mann ist „entsetzt“ über die Lebensweise anderer, vor allem, wenn diese in irgendeiner Weise öffentlich ist oder öffentlich bekannt ist, oder, und das findet er am schlimmsten, wenn es einen öffentlichen Aufruf zur Toleranz geben sollte.

    Also, lieber Karsten, lieber Momorulez: Könntet ihr bitte euren Aufruf zur Toleranz nicht-öffentlich gestalten, ginge das? Bedenkt, der Manin muss viel mitgemacht haben – ich wage garnicht daran zu denken, was das alles wohl gewesen sein mag.

    Also, lieber Karsten, lieber Momorulez, liebe Leser: Dieser CDU-Mann hat, ganz eindeutig – und jetzt benutze ich sein eigenes Vokabular – abnormale politische Vorstellungen.

    Da er sich (mangels Mut) nicht zu seinen eigenen Ansichten äußern mag, wäre es wohl eine gute Idee, die mit ihm verbundenen politischen Mitstreiter und Vorgesetzten, Kreistagsabgeordneten und Schriftführer zu befragen, ob die Ansichten dieses Mannes repräsentativ sind für die CDU in Sachsen.

    Irgendwer wird schon antworten.

    (falls er mehr Mut hat als Abnorm-Hähner)

  3. momorulez Juli 23, 2010 um 12:03 pm

    Wenn der Mitgefühl für Kids, die merken, dass sie schwul sind (bei mir war das um die 12 der Fall, mit 15 Gewissheit) entwickelt und wie auch für deren heterosexuellen Mitschüler, die unter Homophobie auch leiden, wie Schwule, weil ein bestimmtes Männerbild mit transportiert wird, und analoge Effekte seien im gleichen Maße auch bei Lesben bedacht – dann entwickel ich auch gerne Mitgefühl für ihn, der bestimmt ein schweres Leben und potenziell gravierende, psychische Probleme hat.

    Und angesichts dessen, dass im Nachbarland Sachsens Opus Dei-Mitglieder, die zugleich Verfassungsrichter sind und Jura-Professoren, Bundesregierungs-Gutachter im „Kampf“ gegen den spezifischen Diskriminierungsschutz für Schwule und Lesben in ähnliche Richtungen argumentieren und sich der Ministerpräsident von Baden-Würtemberg weniger drastisch analog zum CSD in Stuttgart geäußert hat, weiß ich gar nicht, ob ich wissen will, was die CDU Sachsens zu dem Thema sonst so denkt.

  4. Katzenblogger Juli 23, 2010 um 12:10 pm

    Sachsen ist in solchen Dingen wirklich interessant. Da gab und gibt es am rechten Rand die schärfsten Kampagnen gegen HartzIV-Bezieher, so, als ob diese für gesellschaftlichen Niedergang verantwortlich seien. Ach, und dieser Hähner ist ja schon mehrfach auffällig geworden. Ich zitieren mal ein – inzwischen leider gelöschtes – Blogposting, das sich mit einem Wahlkampf-Flyer von Hähner befasst:

    Ein neuer Tag, ein neuer Flyer zur Stadtratswahl, der mich zweifeln lässt..

    Auf der Vorderseite geht es schon gut los mit dem Slogan „Ordnung und Sicherheit im Reitbahnviertel“. Auf der Rückseite wird es noch besser, mit Fotos der Reitbahnstraße 84 und sogar noch einem altem Bild aus der Karl-Immerman-Straße, umrahmt von geistreichen Sprüchen wie „Ist dies die Zukunft des Reitbahnviertels?-NEIN!“ und „Gegen alternative Experimente! Für ein modern und bürgerfreundlich gestaltetes Reitbahnviertel.“

    Ich kann es leider nicht anders sagen: Abnorm-Hähner hat nen Hau.

    Solidarische Grüße

  5. nepi Juli 23, 2010 um 12:12 pm

    Unglaublich, welche Entgleisungen sich CDU-Politiker leisten. So viel Fressen kann ich gar nicht, wie ich Kotzen könnte…
    http://nepidd.wordpress.com/2010/07/23/homophober-chemnitzer-cduler/

  6. Katzenblogger Juli 23, 2010 um 12:38 pm

    Ergänzung: Kai Hähner, dem die Anliegen von Vertriebenen sehr nahe gehen und der mit eher mäßigen Erfolg in der IT-Branche unterwegs ist, verbindet beruflich einiges mit Tchechien und mit Österreich. So erklärt sich vielleicht auch sein folgender Kommentar, den er 2008 in ein Blog geschmiert hat, um sich über die Existenz der Grünen in Österreich zu erregen:

    Es ist eine Ungeheuerlicherkeit, daß die Grünen sich gegen Dr. Graf stellen. Eine Partei, wie die Grünen, die ein politischer Wurmfortsatz der gescheiterten 68-Ideologie und deren Unwerte sind. Die Grünen sind weichgespülte Linksextremisten, die den mantel der Demokratie überziehen. Wie die Grünen in Wahrheit sind, hat man bei der Listenzusammenstellung zu den Nationalratswahlen gesehen. Da werden Extremisten gestützt. Für diese Partei sind 10 Prozent noch deutlich zu viel.

    Ich bleibe dabei: Abnorm-Hähner hat nen Hau.

  7. momorulez Juli 23, 2010 um 12:41 pm

    Nur dass dessen Jargon ja bis in DIE WELT weichgespült adaptiert wird …

  8. Marie hat´s nett Juli 23, 2010 um 6:42 pm

    Was soll man nur zu so viel Kleingeist und Intoleranz sagen.
    Toleranz gegenüber Intoleranz ist ebenso absurd wie das Gegenteil.
    Toleranz des Bösen ist etwas ganz anderes als die Billigung oder Legalisierung des Bösen. Joseph Ratzinger zur Ablehnung homosexueller Partnerschaften durch die katholische Kirche.
    Herr Ratzinger, Sie sind doch auch legal gewählt worden…

    Nicht die Homosexuellen sind krank, sondern unsere Gesellschaft die immer noch nicht in der Lage ist Andersartigkeit zu akzeptieren.

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