Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Die deutsche Volksseele …

Da verknall ich mich doch glatt in den Sänger aus Israel, der war ja hinreißend – jene, die Juden Auschwitz nie verzeihen werden, drehen derweil Social Networks auf rechts. Jörg Marx protokolliert. (via René Martens/Twitter)

41 Antworten zu “Die deutsche Volksseele …

  1. mondoprinte Mai 30, 2010 um 9:47 am

    Das nächste Einstellungsgespräch kommt für diese Zeitleser und Facebook-Nutzer bestimmt, und ihre Bilder und Namen sind vorher gegooglet worden.

  2. momorulez Mai 30, 2010 um 9:49 am

    Unterschätz da mal nicht die heimliche Solidarität mancher Arbeitgeber … diese „endlich sagt’s mal jemand“ und „Kavaliersdelikt“-Nummer.

  3. Pingback: Jörg Marx: „Liebe Antisemiten, möge das Internet euere Einträge niemals vergessen.“ « MondoPrinte

  4. hartmut Mai 30, 2010 um 11:46 am

    puuuh, ist das finster. dank an Marx-bliog für die Recherche

  5. mondoprinte Mai 30, 2010 um 12:17 pm

    „Unterschätz da mal nicht die heimliche Solidarität mancher Arbeitgeber … diese „endlich sagt’s mal jemand“ und „Kavaliersdelikt“-Nummer.“
    Aber doch nicht in der „globalisierten Welt“… da ist sowas doch echt Gift, oder?

  6. momorulez Mai 30, 2010 um 12:35 pm

    Glaube ich nicht mehr dran, dass das Gift ist. Die ganzen kleinen Antisemitismen haben in letzter Zeit deutlich zugenommen, dann ist auch wieder für die großen Raum. Eher gibt man Juden Schuld an der Globalisierung.

    Schön aber Deine Antwort drüben bei Herrn Marx: „Ethnische Gruppen? Meinst Du Deutsche?“ 😀 … war mir noch gar nicht aufgefallen, dass das da ist wie bei all dem anderen Dreck auch – „Ethnie“ sind immer die anderen. Die Abweichung halt.

  7. Katzenblogger Mai 30, 2010 um 12:36 pm

    Ich finds schon ziemlich schwach, dem Votingverhalten beim ESC einen politischen Gehalt zuordnen zu wollen. Okay, es gibt Bruderbande zwischen Ukraine und Russland, zwischen Portugal und Spanien, und selbstverständlich auch bei diversen Ländern des ehemaligen Ostblocks usw.

    Aber sorry, was interessieren mich die paar wenigen Schwachmaten?? Deutschland hat eine Antisemitenquote von (geschätzt) 2 Prozent. So lange das so bleibt, stören mich die paar Spinner bei Twitter auch nicht sonderlich.

    Ein paar Spinner sind immer.

    Warum nicht auch in Twitter? Ätzend finde ich aber die äußerst erbärmlichen Versuche, diese Äußerungen als Offenbarungen der „deutschen Volksseele“ zu betrachten. Ist das schon die Bohlenisierung der politischen Auseinandersetzung?

    Ganz im Ernst: Wie blöd ist das denn?

    Die ganze Angelegenheit ist allerdings ein schönes Beispiel dafür aufzuzeigen, dass das Format den Inhalt (bzw. das Niveau der politischen Auseinandersetzung) stark beeinflussen kann. Die „Diskussion“ (genauer gesagt: die Empörungsmeldungen) die bei Twitter <a href="http://twitter.com/#search?q=Juden&quot; gerade stattfinden, ist einfach:

    Schrott.

  8. momorulez Mai 30, 2010 um 12:48 pm

    Na, mit Deiner Antisemitenquote irrst Du Dich aber gewaltig. Und „deutsche Volksseele“ passt da schon bestens angesichts der Kommentare – dieses „Wir“, das „denen“ Mahnmale baut. Als gäbe es keine deutschen Juden und als hätte es keine gegeben. Das sind schon Muster aktivierbar, und das hat mit Bohlenisierung nix zu tun, dass man die so benennt, weil das eben die Sprachwelt der „Schicksalsgemeinschaft“ ist, „Volksseele“. Das ist ja nun gerade keine Behauptung über Eigenschaften aller, die zufällig einen deutschen Pass besitzen.

    Wenn man sich das dann freilich wieder als Eigenschaft zueigen machen will, indem man sich diese Zuschreibung auch ja nicht gefallen lassen will, dann ist man im Schema schon drin und ein kleines bißchen Redford 😉 …

  9. Katzenblogger Mai 30, 2010 um 1:13 pm

    Mist, ich sollte die verwendeten HTML-Tags schließen und mir das jeweilige Posting vorm posten nochmal gut ankieken. Sorry!

    Na, und was die deutsche Antisemitenquote angeht, da bin ich mir ziemlich sicher. Mir ist klar, dass man mit getürkten (doofes Wort, okay) Fragestellungen und Analysemethoden („sekundärer Antisemitismus“) zu weitaus höheren Quoten gelangt, aber wenn man sich diese „Studien“ genau anschaut, dann sind die in ihrer Methodik zumeist erbärmlich, das finde ich durchaus, pardon. Da werden dann – mal als Beispiel – vier ziemlich merkwürdige Fragen genommen (die keinesfalls eindeutige Schlüsse auf Judenfeindlichkeit zulassen), wenn man so will sind das Fangfragen (wie: „Möchten Sie einen Juden zum Nachbarn haben – eher ja – eher nein?„), und regt sich dann hinterher über die bekloppte Interpretation der Daten auf, die man selber vorgenommen hat. In der ganzen bekloppten (ja!) Interpretiererei der Rohdaten fällt dann garnicht auf, dass die gleich Fragestellung (z.B. „Möchten Sie einen Rechtsanwalt zum Nachbar haben?„) zu ebenso auffälligen „Ergebnissen“ führen würde.

    Nee, und das ist so grottig, tatsächlich bei allen deutschen Studien zum Thema sekundärer Antisemitismus, da habe ich kein Bock drauf, jedenfalls nicht darauf, diesen Kram ernst zu nehmen. Vom theoretischen Ansatz her halte ich die Sache mit dem „sekundären Antisemitismus“ ja noch für sinnvoll diskutierbar, mehr noch, für wertvoll. Aber die sogenannten „Studien“, die es zu diesem Thema in Deutschland gibt, die sind ausnahmslos zum Kotzen.

    Sorry, das musste mal raus.

    Und natürlich ist es eine – sogar leicht perfide – Bohlenisierung der politischen Diskussion, wenn man aus den paar wenigen Twittermeldungen unwichtiger Trottel sich sogleich eine „Volksseele“ baut. Was ist denn das bitte für ein Ansatz?

    Ich finde im Moment auf Twitter zum Thema Juden (Suchworte: Jude/Juden) zu fast 100 Prozent Mitteilungen, die antisemitischen Dreck einfach ganz unerhört finden (wie ich auch).

    Nehme ich also das Verhältnis der jetzt bei Twitter tätigen „Judenbeschützer“ (so nenne ich sie mal) zu den echten Antisemiten, dann nähere ich mich vermutlich schon eher der „deutschen Volksseele„.

    Aber das will hier offenbar niemand hören.

  10. mondoprinte Mai 30, 2010 um 1:24 pm

    Immer mal wieder die Kommentarleiste bei Jörg Marx abrufen. Es wird immer schlimmer. Verleumdungsklage inklusive.

  11. Katzenblogger Mai 30, 2010 um 2:50 pm

    Mondoprinte, du gehöst doch sicherlich auch zu denen, die in den paar dümmlichen Twitterposts den definitiven Ausdruck „der deutschen Volksseele“ erkennen, oder?

  12. momorulez Mai 30, 2010 um 3:35 pm

    @Katzenblogger:

    Deine Empörung in Ehren, aber woher die Verve? Fühlt Du Dich in Deinem Verständnis dessen, was Du so unter „deutsch“ verstehst, beschmutzt? Ich verstehe das gerade tatsächlich nicht so ganz. Auch das Aufregen über die „deutsche Volkssele“ nicht; Pointe ist doch, dass es so was eh nicht geben können kann. Weder philo- noch antisemitisch noch pluralistisch noch jüdisch noch christlich noch Lena. Was soll denn das sein? Was damit karrikiert wird, wird doch bei diesem Hansel, der drüben von „Nazis gegen das eigene Volk“ faselt oder von Redford, der mir den „Nestbeschutzer“ rüber schob, deutlich.

    Was Du zu den Umfragen sagst, das wird identisch immer so von Islamophoben angeführt, und natürlich hat selbst Adornos F-Skala mit teils seltsamen Annahmen operiert. Aber wenn ein Kumpel von mir aus den USA wieder kommt und sich als erstes explizit über „jüdische Immobilienhaie“ ereifert, dann ist das das, was fort wirkt. Oder ein anderer Kumpel nicht mehr mit mir redet, zumindest ausweicht, weil ich nicht fand, dass man eine dem Antisemitismus analoge Iranophobie konstruieren könne. So was ist für mich der eigentlich sekundäre Antisemitismus: dieses nicht ertragen können, das nun mal Andere in einem Ausmass Opfer waren, das tatsächlich singulär ist.

    Das mit dem sekundären Antisemitismus halte ich ansonsten auch oft für strukturell überkandidelt; darum geht es drüben aber bemerkenswerterweise gar nicht. Und Du gehst hier gleich ab.

    @ mondoprinte:

    Ich gehe gleich mal gucken.

  13. momorulez Mai 30, 2010 um 3:59 pm

    So, habe jetzt drüben noch mal gelesen. Das ist ja Lehrbuch. Unglaublich. Am meisten freue ich mich ja immer, wenn dann ledlich Araber Antisemitismusträger sind, Deutsche keine Antisemitisträger sind, weil das ja alles gar nix nicht so gemeint ist, derweil all die Deutschen, die wie kein anderes „Volk“ unter der Shoah gelitten haben, gar nicht merken, dass sie in der Zurückweisung bestimmter Eigenschaften von Kollektiven durch das Raster „Kollektiv mit Eigenschaften“ das reproduzieren, was Antisemitismus erst möglich macht … und natürlich taucht auch auf, dass sowieso die intolerantesten Hetzer die sind, die sich über Antisemitismus, Rassismus, Homophobie, Sexismus und Islamophobie ereifern. Das sind dann die wahren Nazis.

    Was ein Brei. Können die sich nicht einfach mit Lena freuen, ohne gleich völkische Substanzen mit Eigenschaften anzurühren? Das hat das Mädel nicht verdient.

  14. che2001 Mai 30, 2010 um 4:07 pm

    Dazu fällt mir ein Mann ein, der statt eines Kopfes einen Revolver auf den Schultern trägt mit der Sprechblase „Hier spricht das gesunde Volksempfinden.“

  15. che2001 Mai 30, 2010 um 4:10 pm

    Und wieso lande ich auf der Webseite des Song contest, wenn ich auf meine Bloggeridentität klicke? Irgendwie ist hier der Wurm drin….

  16. momorulez Mai 30, 2010 um 4:13 pm

    Das gibt ja was her – toll der hier:

    „Deutschland hat eine Last zu tragen, ohne Zweifel, doch kann sich das heutige Volk davon auch nur befreien, wenn die Opfer des Naziregimes dies auch zu lassen.“

    Habe mich eben fast weg geschmissen vor Lachen angesichts dieser Unverfrorenhiet des ersten Teils. Nicht etwa die Nachkommen von Holocaustüberlebenden haben eine Last zu tragen, nein, zuallererst hat „Deutschland“ unter der Shoa gelitten, und jetzt sollen die Opfer, beliebtes Schimpfwort, sich doch erst mal um diese schwere Last kümmern.

    Dolle auch immer die Vorstellung, sich Auschwitz als schlichten Mord oder Körperverletzung vorzustellen:

    „Ich lache über keinen Mord, keine Körperverletzung. Egal ob sie vor 70 Jahren von deutschen, vor 38 Jahren von Arabern z.B. in München begangen oder daraufhin von jüdischen Staatsangehörigen im Namen und Auftrag ihrer Regierung verübt worden sind. „

    Puuuh. Alleseins. Das ist ja so, als würde G-Punkt den Stalinismus aufbereiten …

    Zum Glück gibt es da ja auch jede Menge anderer Kommentare.

  17. Katzenblogger Mai 30, 2010 um 4:13 pm

    Wenn ich hier „so abgehe“, dann gewiss nicht wegen beschädigtem Nationalstolz – sondern wegen der unsauberen Weise der Diskussion. Richtig, so etwas wie „Volksseele“ ist eine ziemlich unmögliche Begrifflichkeit. Ich kann da nur Unsinn erkennen.

    Irrwitzigerweise wird dieser Unsinn bevorzugt von jenen gepflegt, welche meinen, aus dem Dritten Reich und seinem Zustandekommen die richtigen Lehren gezogen zu haben. Es ist die Kombination aus moralischer Überheblichkeit und geistloser Niedertracht, an der ich mich störe, pardon. Ich will fortan (sagen wir mal: für heute) nur noch gesittet diskutieren, versprochen! 😉

  18. momorulez Mai 30, 2010 um 4:20 pm

    Du kannst hier gerne noch so abgehen und noch so ungesittet diskutieren, damit habe ich keine Probleme, wirklich nicht. Bestimmte Inhalte und deren Vertreter lösche ich, aber Dich doch nicht. Bin ansonsten aber für jeden Ausbruch zu haben 😉 – mehr Emotion wäre ja eh mein Motto.

    Und Du kannst ja schlecht abstreiten, dass das, was Herr Marx da zitiert, unterste Kanone ist? Und dass die, die da zitiert wurden, nun auch nicht gerade angemessene Geschichtslektionen zum Frühstück aßen? „Die Juden sind immer noch pissig wegen damals“, weil sie Lena keine Punkte gaben? Hallo?

    „Irrwitzigerweise wird dieser Unsinn bevorzugt von jenen gepflegt, welche meinen, aus dem Dritten Reich und seinem Zustandekommen die richtigen Lehren gezogen zu haben.“

    Ja, das gibt es, diese Borniertheit. Aber das Jörg Marx rüber zu schieben, das finde ich nun auch nicht angemessen und sollte ja nun dazu verleiten, nunmehr auf Lehren gänzlich zu verzichten.

  19. momorulez Mai 30, 2010 um 4:22 pm

    PS: Ich bin übrigens auch immer noch pissig, weil die Nazis „unwertes Leben“, Homos, Sinti und Roma und Juden umbrachten und „Asoziale“ und „nutzlose Esser“ ebenso. Auch, dass der §175 bis 1969 unverändert Bestand hatte, regt mich bis heute auf.

  20. momorulez Mai 30, 2010 um 4:24 pm

    @Che:

    Keine Ahnung … weiß auch nicht, wieso Du gerade zwanghaft Identitäten wechselst 😉 …

  21. che2001 Mai 30, 2010 um 4:26 pm

    Ich hätte nicht übel Lust, nen Button zu basteln mit Text „Liebe Täter, verzeiht endlich den Opfern, aber das kapieren die Merkbefreiten dann wieder nicht. Oder Arbeit macht merkbefreit?

  22. momorulez Mai 30, 2010 um 4:31 pm

    Ich habe noch mal nachgeguckt – bei mir im „Dashboard“ ist bei Dir und Deinen Kommentaren Dein Blog angegeben. Keine Ahnung, wieso wordpress da irgendwas Komisches macht.

    Dieses Highlight sei aber nicht unzitiert:

    „In dem Moment, wo ihr ebenso diskriminierende Worte über diese User loslasst, seid ihr kein Stück besser! Der Post ist nichts weiter, als eine Demagogie von anderer Seite aufgezogen.“

    Super. Wer Antisemiten Antisemiten nennt, ist selber einer?

  23. che2001 Mai 30, 2010 um 5:08 pm

    Unbedingt. Wusstest Du das nicht?

  24. momorulez Mai 31, 2010 um 8:38 am

    Den Kommentar muss ich ja doch nach mal gesondert hervor heben:

    „“Jude” als Schimpfwort wird nicht deshalb von vielen, aufgeschlossenen jungen Menschen benutzt, weil ein Hass gegen Juden besteht. Der Vorwurf wäre lächerlich. Jemanden mit Jude zu beschimpfen ist vor allem eines: Provokant.“

    Ach, wie provokant! Wie „Schwuchtel“ und „Neger“und „Fotze“ ja auch nie so gemeint sind. Und trotzdem wirken. Und es leider immer noch keine angemessenen Schimpfworte für die Extremisten der Mitte gibt, weil das in der Umkehr nie funktioniert.

  25. che2001 Mai 31, 2010 um 10:34 am

    Ein kurdischer Freund pflegte mich eine Weile auf der Straße mich Sprüchen wie „Na Che, alter Herrenmensch, wen haste heute wieder alles ins Gas geschickt?“ zu begrüßen, und ich ihn mit „Alter Teppichhändler, heute wieder auf der Flucht?“. Das waren dann allerdings die speziellen Kommunikationsformen eines Milieus, das sich gnadenlos selbst verarscht. Also etwas gänzlich Anderes als die „witzigen“ Jungs da oben.

  26. Katzenblogger Mai 31, 2010 um 1:21 pm

    Die Variante kannte ich noch nicht: Die Nutzung von „Jude“ und „Schwuchtel“ als Merkmal besonderer Aufgeschlossenheit.

    Man lernt immerfort hinzu.

  27. mondoprinte Mai 31, 2010 um 8:30 pm

    @Katzenblogger
    Du hast mich angesprochen… Ich sag darauf: Womöglich…

  28. Katzenblogger Juni 1, 2010 um 6:58 am

    Sehr Geradeaus ist diese Antwort nicht gerade. Aber gut, lassen wir es dabei.

  29. mondoprinte Juni 1, 2010 um 11:52 am

    @ Katzenblogger
    Alter Charakterfehler von mir…

  30. Katzenblogger Juni 1, 2010 um 2:43 pm

    Besser ein alter Charakterfehler als ein junger.

    (aus: „Regeln zum Durchhalten – Alltagsphilosophie nach den Nullerjahren„)

  31. momorulez Juni 1, 2010 um 2:58 pm

    Besser ein Charakterfehler als ein fehlender Charakter!

  32. Katzenblogger Juni 1, 2010 um 4:39 pm

    Besser viele Charakterfehler als ein Fehlcharakter!

  33. che2001 Juni 1, 2010 um 5:06 pm

    Besser Fehlfaben als ein Zwangscharakter!

  34. momorulez Juni 1, 2010 um 6:04 pm

    Besser ein farbiger Charakter als fehlerhafter Zwang!

  35. Katzenblogger Juni 1, 2010 um 6:29 pm

    (oh, jetzt bin ich wieder dran)

    Lieber eine charaktervolle Fehlfarbe als einen charakteristischen Farbzwang!

  36. che2001 Juni 1, 2010 um 9:59 pm

    Schwarz bleiben, meinte ein Black-Power-Aktivist zu seinem weißen Freund.

  37. momorulez Juni 1, 2010 um 10:36 pm

    Immer noch besser Karmesinrot, Kobalt- und Coelinblau charakterisieren, als bei „farbig“ fehlerhaft an Schwarze zu denken.

  38. rethor Juni 5, 2010 um 2:09 pm

    momorulez,

    habe mit Interesse „jene, die Juden Auschwitz nie verzeihen werden“ gelesen. Da du ja sehr viele Themen hier zur Diskussion stellst, wäre mein Wunsch diese Aussage
    nochmal extra zu vertiefen.

    Bis denne

  39. momorulez Juni 5, 2010 um 3:30 pm

    Bin mir zwar gerade nicht ganz sicher, ob ich hier nicht jemandem antworte, der eigentlich gesperrt ist, aber bitteschön: das ist ein Zitat, das Henryk M. Broder häufig anführt, bei ihm findet sich mehr dazu. Es spielt darauf an, dass die schlichte Existenz von Juden die Erinnerung an das schlimmste aller Menschheitsverbrechen, der industrielle Völkermord mit rassistischer Begründung, durchgeführt von Deutschen unter Berufung auf ihr „Deutschtum“, immer wieder wach ruft – und somit auch Rationalisierungen hervor bringt wie jene z.B., dass diese ja nun mit den Palästinensern angeblich fas gleiche machen würden und deshalb „ja auch nicht besser seien“, was Unfug ist, Und diese Erinnerung als solche macht viele, die sich doch so gerne im positiven Sinne als „deutsch“ definieren wollen, übel nehmend und grantig – und an irgend ein Punkt bringt es sie in ein Verhältnis Juden gegenüber, das sich in dem Zitat treffend charakterisiert findet.

  40. rethor Juni 7, 2010 um 10:11 am

    upps, wußte nichts von meiner Sperre. Was hab ich verbrochen?

    Trotzdem danke für die Antwort. Ich bin eben der Meinung, dass da schon eine
    tiefe Einsicht zum Tragen kommt, die es verdient, thematisiert zu werden.

    In Kurzform:
    „Einem Menschen mehr Schaden zugefügt zu haben, als man wiedergutmachen kann …, veranlaßt den Täter, den Geschädigten zu hassen“, so schon Hobbes.

    Insofern könnte das, … aber halt, als Gesperrter weiß ich nun nicht, ob das noch
    gewünscht ist?????

    MfG

  41. momorulez Juni 7, 2010 um 10:29 am

    Nee, ich hatte Dich wohl verwechselt angesichts der Antwort, 1000 Mal sorrry!!!! Jederzeit willkommen! War eine phonetische Analogie, die mir das eingab – jemand, der mich angesichts des Zitates des „Nestbeschmutzertums“ bezichtigen würde.

    Ja, der Hobbes trifft es.

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