Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Folternde Marktler, Erpresserbanden und die Bohlenisierung der Wirtschaftspolitik: Ausnahmsweise mal Getwittertes bloggen …

… das ergibt heute ’nen Eintrag.

Na, da haben unsere Progandisten gegen nutzlose Esser ja mal wieder ganze Arbeit geleistet: http://bit.ly/c5mHLD. Jetzt „strafen“ schon Rating-Agenturen Staaten „ab“. Ab in den Karzer, und fünfzehn mit dem Rohrstock: Erziehungssystem „Weltmarkt“. „Fitch“ heißt die Erpresserbande. „To Fitch“ ist doch bestimmt auch irgendwas aus Abu Ghraib. Die „Märkte bleiben skeptisch“. Und so ein Dreck ist aus Sokrates und Descartes geworden … . Rating-Agentur und „Deutschland sucht den Superstar“ zusammen denken und dann wissen, wieso Opern subventioniert gehören. „Seit 2008 hat sich das Staatsdefizit in der EU verdreifacht“ (DIE WELT). Weil ALLE sprunghaft über ihre Verhältnisse lebten. Jajaja … . Die Bohlenisierung der Wirtschaftspolitik. „Die Aktienmärkte reagierten nervös.“ Die Armen! Wie die Spanier reagieren, scheint schnurz zu sein. Abwarten, das könnte sich ändern.

Advertisements

5 Antworten zu “Folternde Marktler, Erpresserbanden und die Bohlenisierung der Wirtschaftspolitik: Ausnahmsweise mal Getwittertes bloggen …

  1. monologe Mai 29, 2010 um 9:20 am

    Na, das ist doch mal klare Sprache. „Die Erde…hat…Menschen“, stotterte in einem Stück von Jura Soyfer einer, der Gott Bericht erstatten sollte.

  2. che2001 Mai 29, 2010 um 7:58 pm

    Die ärgsten Geißeln: Ebola, Yersinia Pestis, Vibria Cholerae, Homo sapiens.

  3. Katzenblogger Mai 30, 2010 um 8:50 am

    Die Dinge sind nicht so einfach.

    Nehmen wir einmal den Fall Yersinia Pestis. Man lese dazu den folgenden Link:
    http://www.yersiniapestis.info/bakterium.html

    Ist es nicht äußerst faszinierend, wie sich die Schadmechanismen entfalten und auf welche Weise sie in der Lage sind, mächtige Abwehrmechanismen zu überwinden? Mit der gleichen Bewunderung sollten die Akteure und Handlungsweisen der Finanzmärkte betrachtet werden.

    Vermutlich ist es so:

    Wenn ein festangestellter Dummschwätzer dahingehend schwadroniert, dass „die Finanzmärkte Spanien abstrafen„, dann hat das mit dem wirklichen Geschehen rein garnichts zu tun. Es ist einfach Ausdruck der immergleichen Dramatisierungstechniken, die Teil der Unternehmenskultur des Hauses an der Brandstwiete sind.

    Das folgende Chartbild belegt meine Aussage:

    http://anleihen.onvista.de/snapshot.html?ID_INSTRUMENT=20434629&PERIOD=2&ID_NOTATION=31062905#chart

    Was sieht man dort? Man sieht dort eindeutig, dass ein „Abstrafen“ (d.h. ein Kursverfall spanischer Staatsanleihen) zu dem Zeitpunkt, den der Herr Wirtschaftsjournalist beschreibt, schlicht nicht stattfindet!

    Der Großteil der „Marktverunsicherung“ in Bezug auf Spanien, auch das lässt sich in diesem Chartbild erkennen, ereignete sich zugleich mit dem Höhepunkt der Griechenlandkrise (Ende April bis Anfang Mai). Seitdem gibt es nur sogenannte „seitliche Kursausschläge“. Quasi: Im Westen nichts Neues.

    Aber gut, man kann jetzt einwenden, dass Märkte schlagen, und sei es mittels von Kursausschlägen. Ja, das stimmt – meine ich. Märkte – Versammlungen von Kaufleuten – sind brutale und meist ausgesprochen unsentimentale Einrichtungen. Das bedeutet aber längst noch nicht, dass man jedem hirnrissigen Text, der an der Brandstwiete zusammenklambüstert wird, Aufmerksamkeit zubilligen sollte.

  4. momorulez Mai 30, 2010 um 9:03 am

    @Che:

    Wäre der Homo Sapiens Geißel, dann wäre der Markt als eine Art Unkrautvernichtungsmittel gegen Menschlichkeit ja im Recht …

    @Katzenblogger:

    Die Wirtschaftsliberalen und jene, die ihnen hinterher schreiben, brauchen halt aus Angst vor der eigenen Mündigkeit ihren Großen Erziehungsberechtigten Markt – das hat Kant ja damals schon richtig gesehen, das mit dem „selbst verschuldet“.

  5. Katzenblogger Mai 30, 2010 um 10:28 am

    Das Lied dazu lautet:

    Ja, der Markt-
    Ja, der Markt –
    der hat immer Recht!
    und es bleibet auch ste-ets dabei.

    So singen sie, die Neoliberalen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s