Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

iMIN1

Viel Rauch um Nichts. Halt den Rand. Halt ihn fest. Du könntest Räume sehen. Wenn der Rauch sich lichtet, er sich legt, könntest Du Räume sehen und denken „Hey, wo einmal nichts war, da könnte ja …“.

Aber dazu muss erst der Rauch sich legen. Irgendwo hin, Hauptsache weit weg.

Wie nach dem Duschen, wenn der Spiegel sich klärt. Du schaust hinein. Blickst hinter Dich, wo Chet Baker steht. Damit hättest Du ja im Leben nicht gerechnet – willst Dich betrachten, unter Falten leiden und Dich zu putterrot finden nach der zu heißen Dusche, und dann steht da plötzlich Chet Baker.

Damals, als er noch keine Zahnprobleme hatte und ans Flügelhorn noch nicht mal dachte. Steht da, lächelt verstohlen und zündet sich eine Lucky Strike an.

Erschrocken hälst Du Dich am Rand Deines Waschbeckens fest. Da fällt er Dir wieder ein, dieser Satz von Neo Rauch im aktuellen Rolling Stone, das Album Scott Walkers von 2006 oder so würde sich wie Magma durch sein Atelier wälzen. Das brauche er für manche seiner Bilder. Stahlgwitter.

Da muss auch Chet lachen. Chet lacht ja cool. Klar. Er brauchte sich nicht prügeln. Er liess abprallen. Ja, die Attitüde war geklaut. Vom Hipster, den der Mailer beschrieben hat. Und deshalb melancholisch. Seine Musik brauchte kein Magma sein.

Er ascht in mein Waschbecken. Wir werden noch viel Spass haben. Wir kennen das Nichts, und der Rauch liegt ja zum Glück woanders rum …

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