Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Tagesarchive: März 17, 2010

Wohl das gleiche Thema …

Unsere Philosophenkönige und deren Bedürfnislagen

„Von den sieben Millionen, die als mögliche Schadenssumme vom Rechnungshof genannt wurden, sind noch 150000 Euro übriggeblieben.“

Kann ja jeder selbst nachrechnen und überlegen, wie lange davon Hartz IV-Empfänger leben oder öffentliche Bibliotheken finanziert werden könnten. Oder Stipendien für wegweisende Romane, dass die Kids nicht immer Texte klauen müssen.

„In Washington sitzen Weltbank, Internationaler Währungsfonds und die besten Denkfabriken der Welt. Nicht vor Ort zu sein und Raum für wissenschaftlichen Austausch zu schaffen, wäre im Zeitalter globaler Ökonomie ein Fehler.“

Vielleicht sollten die mal allesamt lieber nach Jenfeld, Neukölln, St. Denis, nach Liberia, in den Kongo oder das chinesische Hinterland umziehen, um die Folgen der je eigenen Doktrinen auch erleben zu können und mal was über Realwirtschaft zu lernen. Na ja, China wird  ja erwähnt. Aber so was wie teilnehmende Beobachtung wie einst in der Ethnologie ist wohl nichts für Modellierungskünstler, deren Gegenstand die Mathematik selbst ist.

„Die Art der Diskussion enttäuscht und deprimiert mich. Uns soll öffentlich der Stempel der Verschwendung aufgedrückt werden.“

Ach Gottchen. Dass nun jene, die die Leitideologie liefern, die Herrn Heinsohn zu seinen Eugenik-Vorstellungen treiben und die permanente Hatz nicht nur Hartz IV-ler, sondern ergänzend die gesamteuropäisch, arbeitende Bevölkerung, ach so enttäuscht und deprimiert sind, das könnte ja zu Lerneffekten führen. Die Griechen waren wohl auch gerade deprimiert, vermute ich – die, die im Mittelmeer absüppeln, sind das irgendwann nicht mehr.

Obwohl beim DIW auch Gewerkschafter mit im Kuratorium sitzen sollen. Trotzdem ist bei den Forschungsschwerpunkten außer „Soziökonomisches Panel“ von Lebensbedingungen nicht die Rede, und als Partner werden Politik und Unternehmen genannt. Also weder Attac noch die Arbeiterwohlfahrt noch die Vereinigung der Strafvollzugsbeamten, weder Obdachlosenzeitungen noch Bürgerkriegsparteien. Von Wirtschaft können die nicht viel wissen.