Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Neues aus dem Kundencenter: Die Sponsorenwelt des Herrn Ahlhaus

Man denke das:

„Warum fällt mir jetzt der Begriff Faschismus ein? Natürlich ist es kein Faschismus, was Beise will, aber es ist eine Art, die Gesellschaft in einen Zustand zu versetzen, der jede menschliche Regung und das Subjekt ausschaltet, alles dem Kapital unterwirft bis zur Selbstzerstörung.“

und das:

„3. Glaubt irgendwer, einschließlich der Boulevardpresse, hier gehe es um “linke” und “rechte” Chaoten, um “gewaltbereite Ultras”, gar um “Wessis” gegen “Ossis” oder um eine Gewalt neuen Ausmaßes?“

und dann noch, dass Herr Ahlhaus ausgerechnet heute dem Abendblatt folgendes erzählt, zusammen:

„Stadionverbote sind ein Mosaikstein in einem Gesamtkonzept gegen Gewalt im Fußball. Oftmals finden Auseinandersetzungen aber vor den Stadien oder in der An- und Abfahrtsphase statt. Da haben die Vereine wenig Einfluss. Erfahrungen der Fußball-WM 2006 in Deutschland zeigen aber, dass zusätzlich präventiv einiges möglich ist. Beispielsweise könnte das Ticketing verbessert werden. Auch wenn die Vereine Schlägereien außerhalb ihrer Arenen und Sportplätze nicht verhindern können, sollten sie doch zumindest ein Interesse daran haben, diejenigen zu kennen, die sie sich ins Stadion holen. Hausverbote könnten so auch besser durchgesetzt werden. (…) Von Fußballspielen unter Ausschluss der Öffentlichkeit halte ich nichts. Sportler brauchen die Zuschauer, um ihre Leistung zu bringen. Der Sport lebt von den Emotionen und der Leidenschaft – nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf den Rängen. Und welcher Sponsor will schon in Geisterspiele investieren?“

Ja, ja, der Sponsor. Ich finde, man sollte den Steuerzahler mal von Herrn Ahlhaus entlasten, und ansonsten enthebt sich eine Politik, die ständig jene Gewalt erzeugt, die sie anschließend zu bekämpfen vorgibt durch immer neue Exklusionsmechanismen, um immer totalitärer in alle Lebensbereiche vorzudringen bei gleichzeitiger Eliminierung eines öffentlichen  Sektors, schlicht ihrer eigenen Legitimation. Man wende eine Mischung aus Prävention und Repression auf den Hamburger Senat an, so als Wähler und Steuerzahler, der dem Staat eben nicht äußerlich ist und auch nicht dessen „Kunde“. Ja, wir sind das Volk, Herr Ahlecker-Honhaus.

PS: Zur Vertiefung auch das hier.

PSS: Zu nochmaligen Vertiefung die Forderung nach Geisterspielen – im anderen Thread zu den Analysen von Herrn Berger bei Heise kann man ja lesen, wie man das dem US-Vorbild folgend durch eine Intensivierung des Strafvollzuges auflösen kann. Die Gesellschaft als Bootcamp, passt ja zum Nachmittagsprogramm.

„Ich erwarte aber, dass der DFB und die DFL ihre sozialpädagogischen Programme auf ihre Wirksamkeit hin überprüfen. Da gibt es viel Aktionismus ohne Sinn, wenn Geld für die Bastelstuben der Ultras ausgegeben wird.“

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