Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Der Aufschrei einer gequälten Seele (meine meine ich auch, aber noch mehr die andere)

Gehört sich ja, wenigstens auf das, was dort drüben intersubjektiv noch irgendwie nachvollziehbar bleibt, ein paar Worte zu verlieren; wenn ich die chronische Verwirrung da lese, tut mir das leid und Emphatie setzt ein.

Das liegt daran, dass ich inmitten dieser Psycho-Diskurse aufgewachsen bin, wie bereits häufiger betont; wenn ich sowas wie eine „postraumatische Belastungssyndrom“ habe, dann deshalb, weil ich meine Kindheit und Jugend inmitten von Psychoanalytikern verschiedenster „Schulen“ verbracht habe, von Sozialpädagogen und „Psychagogen“. Und manchmal fühlt man sich dann wieder wie das Kind einst, das sich einer Mauer von Manipulationen, Zuschreibungen und Verdrehungen gegenüber sah – und überschätzt den „Gegner“, macht ihn größer, als er ist und versucht, sich ähnlich aufzublähen. Um dann manches, nicht jedes Mal zu heftig zu reagieren. Das hat auch meinem Liebesleben nicht gut getan. Und ich will nicht bestreiten, da einiges gelernt zu haben, wie man manipuliert und verdreht 😉 … nur bei Boche, da habe ich das nie gemacht!

Mußte erst 40 werden, bevor sich dieses tatsächliche Trauma lichtete – Motti wie „sich neu erfinden“, Postmoderne und Postpunk waren da unerläßlich, sonst würde ich immer noch objektiviert in Ecken hängen.   Kenne viele Therapeutenkinder, die ähnlich traumatisiert durch die Gegend wandeln. Das Unangenehme ist, dass, wenn man sowas schreibt, man dem gegenüber die Gelegenheit gibt, auf die Patholisierungsschiene auszuweichen und dann alles, was man sagt, von irgendwas „Krankem“ abzuleiten, was als Praxis selbst zutiefst pathologisch ist, Mo, mag als Beispiel hierfür dienen; und da hilft dann nur Emphatie, ich gebe mir gerade Mühe. Da kann man dann in Foucaults „Wahnsinn und Gesellschaft“ hinabsteigen und noch mal von der Pieke auf  lernen ..

Wie tief diese Pathologisierungsschemata auch weiterhin die Gesellschaft duchdringen, das wird gemeinhin unterschätzt in Zeiten flächendeckender „Externalisierungen“. Nannte man früher Projektion, Mo nennt es „abspalten“, das jedoch setzt mir zu individualpsychologisch an; es sind Zuschreibungen, die man im Bezug auf Gruppen tätigt, um die je eigene Gruppe „rein“ zu halten.  So fördert man einerseits regierungsamtlich  die Familie, wo massenhaft Väter ihre Töchter befingern, um dann im Netz und bei Schwulen Pädophilie zu wittern, z.B.. Meiner Ansicht nach sind große Teile der Psycho-Szenen genau von diesem Prinzip durchdrungen.

Ich greife jetzt selektiv aus dem verwirrten Konglomerat aus Ursprungsphilosophie, Ressentiments und einem Kurzschluss nach dem anderen zwischen zu trennenden Ebenen ein paar Punkte heraus, weil sie der Sache, die hinter den Diskussionen steht, vielleicht ein wenig Klärung verschaffen. Jene Passagen, die eher Dampf ablassen, lasse ich mal unkommentiert, das ist ja jedem zuzugestehen.

– 1.) Körper:

„der menschliche körper, seine möglichen zustände, grenzen und (funktions-)störungen sind das agens aller gesellschaftlichen bewegungen – sozial, politisch, ökonomisch, kulturell, technisch…“

Bei Foucault ist das umgekehrt: Das greifen die von Monoma genannten Dimensionen in Körperlichkeit ein, um zu disziplinieren und so nutzbar zu machen und Verhalten zu formen. Das ist interessant hinsichtlich der gescholtenen Pop-Diskurse: Wer eine Tanzschule in den 50er Jahre besucht hat, wird dem expressiven Auseinandertanzen der 60er Jahre sehr dankbar gewesen sein. Da hat sich schon eine – letztlich kompensatorische – Revolution ereignet bei jenen, die mitzogen: Von der Dressur hin zu einem breiterem Körperspektrum. Das kann man dann wieder geißeln als Amüsement, das doch nur dazu dient, am nächsten Tag im Job zu funktionieren. Aber warum soll man noch abends in der Disco traurig sein und sich im eigenen Körper schlecht fühlen? Die Maximierung von Leid zu fordern, um die Revolution zu ermöglichen, meine Programmatik ist das nicht …

Der Umgang mit Bedürfnissen ist natürlich zentral für Kultur und Gesellschaft. Wüßte jetzt auch nicht, wer das abgestritten hätte. Problem ist, wenn die Humanwissenschaften anfangen, den Leuten erzählen zu wollen, was denn ihr WAHREN Bedürfnisse seien. Das kann immer noch jeder selbst am besten beurteilen und aussprechen, sonst macht man das, was diese Forscher machten,die den Hartz IV-Satz auf 213 Euro runter rechneten.

Da setzt die Postmoderne kritisch an. Und in der Regel thematisiert sie  nicht Hunger, Durst und Atmen. Das hat dann Martha Nussbaum zurecht nachgereicht. Aber selbst Atmung wird beim Joggen und in der Meditation je unterschiedlich kultiviert. Auch die antike „Diätik der Lüste“ ist was anderes als die „Befreiuung der Sexualität“.

2.) Wahrnehmung:

Hier fängt der Dissens an, aber auch das nicht so totalisiert, wie manche das gerne hätten. Ich denke, man muss die Postmoderne im Rahmen des „linguistic Turn“ in seiner de Saussureschen Variante verstehen; und die Einsicht, dass Sprache sinnliche Wahrnehmungen beeinflusst, die ist unhintergehbar. Und Sprache ist Subjektivität vorgängig. Mich ALS Subjekt kann ich nur begreifen, wenn ich auf das Bedeutungsrepertoire der Alltagssprache zurück greife, sonst vegetiere ich nur.

Das ist gerade KEIN Sprachidealismus, weil die These nicht besagt, dass es nur Sprache gäbe oder die Welt sprachlich verfasst sei. Man kommt nur nicht umhin, sie mit zu analysieren, wenn man Weltbezüge untersucht. Und a gibt es dann verschiedene, methodische Postulate.

3.) Zum Begriff der Krankheit:

Es ist klar, dass ein Aphasiker nicht sprechen und ein Spastiker nicht laufen kann. Aphasie war immer ein großes Thema für die postmodernen Denker. Aber macht es Snn, bei Blinden und Gelähmten nun die Krankheit in den Mittelpunkt zu stellen?  Da entstehen oft gerade Fähigkeiten, die toppen können, was ich so kann. Wiederum übersehe man nicht das PRODUKTIVE, also den KREATIVEN UMGANG MIT, aber selbstverständlich auch nicht die Möglichkeit von Leid. Natürlich leide ich darunter, wenn ich keine Beine habe. Ich habe vor nix mehr Angst als vor Parkinson oder Multipler Sklerose, deshalb rauche ich so viel, ich hoffe darauf, dass mich der Herzinfarkt vorher erwischt.

4.) „gerade bei den psychophysischen störungen gibt es nicht erst seit foucault die tendenz, hier von einer umfassenden gesellschaftlichen konstruktion auszugehen, mittels derer viele störungen überhaupt erst geschaffen werden.“

Das ist so nicht richtig. Es sind ja REALITÄTEN, die da geschaffen werden, nicht Konstruktionen. Und man muss schon hinlesen, was er konkret untersucht, die große These geht bei dem gar nicht. In „Sexualität und Wahrheit“ sind Angriffpunkte der Psychoterroristen die „hysterische Frau“, der „Homosexuelle“, das masturbierende Kind – zum Beispiel. Das wird behauptet als das Anormale, dass sich der Funktion entzieht, für Bevölkerungswachstum in Zeiten der frühen Industrialsierung zu sorgen. Und diese dysfunktionalen Lüste werden dann einer Therapie unterzogen. Was er analyisert, ist dann nicht die Praxis des Wichsens, sondern den Wissensdiskurs, die sich da herum ranken und Therapien ersinnen, ganze Theorien entwickeln, was denn das für ein Wesen sei, „der Homosexuelle“ – und das ist GESELLSCHAFTLICHE REALITÄT, das wirkt. Die Kellogschen Folterapparate, um Kinder von der Masturbation abzuhalten, die gehören da mit rein, und die machen was aus den Kindern.Nicht nur im Sinne der Repression, sondern sie produzieren ein bestimmtes Verhalten.

Und so entsteht ein „Bild“ von „Die Sexualität“ – über die Analyse der Abweichung vom reproduktiven Genitalsex zwischen so genannten „Heterosexuellen“. Diese „Bilder“ konstruieren, was dann einer „Eigentlichkeit“ und „Gesundheit“ entgegen stünde – das ist unsere geteilte Realität, keine Konstruktion.

Was dann später über Wowereit und Westerwelle beschrieben wird, bewegt sich in diesem Paradigma – dass also ERST die „sexuelle“ Praxis da ist, und von der leitet man dann generell Verhalten ab. Und nicht etwa davon, ob sie zum Frühstück lieber Rühreier oder Spiegelei essen. Da bewegt sich Monoma dann wieder klar in einem Stigamtsierungsparadigma; könnte ja sein, dass deren sonstiges Verhalten gar nix mit dem zu tun hat, wen sie poppen oder von wem sie gepoppt werden. Umgekehrt ist das „Bild“ des Homosexuellen gesellschaftliche Realität, nicht Konstruktion, da verhalten sich allesamt zu.

Zu „Borderline“, auch so’n Stichwort, das zum Repertorie meiner „Kernfamilie“ gehört, später noch mal ein eigener Eintrag.
5.) „Wahrheit“

Das ist der komplizierteste Passus, deshalb so kurz: Die These, dass Wahrheit produziert wird in gesellschaftlichen Instituionen, diese komplexe Wissenskonfigurationen bilden und Machtwirkung entfalten, die kann ja jeder selbst auf das beziehen, was Monoma über Borderline schreibt. Das ist aber gar kein Votum gegen den landläufigen Wahrheitsbegriff –  „es ist wahr, dass da vorne ein Baum steht“, die propositionale Struktur -, sondern immer schon  bezogen auf komplexe Theoreme.

Mit der Sprachanalyse teilen die Postmodernen den Gedanken, dass die Wahrheit in der Relation zwischen Sprache und Welt liegt und nur metasprachlich die Wahrheit eines Satzes festgestellt werden kann – der Satz „da vorne steht ein Baum“ ist genau dann wahr, wenn da vorne ein Baum steht. Und es besagt, DASS der DA STEHT, nicht, ob es ihn gibt oder nicht – wobei man schon viroaus setzen muss, dass es ihn gibt, sonst ist der Satz eine Fiktion.  Das verweist auf das Problem der Verifzierung, für die ich immer schon auf mir vorgängige Begriffe zurück greifen muß. Und da setzen dann Wittgensteinianer und Postmoderne gleichermaßen an; Derrida ergänzt noch die Rolle der Schrift, des Geschriebenen.

All das ist aber kein Votum gegen einen Begriff von Wahrheit; wir haben zu dieser nur keinen direkten, außersprachlichen Zugang. Deswegen schmecke, sehe und höre ich natürlich trotzdem, aber DASS ich höre, das ist bereits ein Satz. Der jedoch ohne Sinnlichkeit auch nicht formulierbar wäre. Es gibt da keine Verleugnung des Körpers.
Aber auch nicht „das Authentische“. In der Tat räumt die Postmoderne mit allen Entfremdungsfiguren auf. Wenn man Körper und mein Körpergefühl in den Disziplinen geformt wurde, dann IST das mein Körpergefühl, dem ich jedoch ein ANDERES Köprergefühl entgegen setz kann – das meine ich ja mit „Mich neu erfinden“: Durch die Praxis des zu Michael Jackson Tanzens kann ich wieder Souverän meiner Körperlichkeit werden, die in Sportunterricht,wo ich nicht so dolle war, in ANDERER HINSICHT GEPRÄGT WURDE. Das war dann aber nix, was einen Ursprung irgendwie überwölbt hätte, das war MEINE Tapsigkeit, und ich WAR diese Tapsigkeit.

Ansonsten formuliert Monoma in der Auseinandersetzung mit patriachalen „Bildern“  einen postmodernen Topos nach dem anderen. „Codierung“ ist ja eine Begriffswelt, die da her kommt.

6. „Pluralität“

Dieser Wikipedia-Artikel taugt nix.

Aber hierzu:

„jedoch ohne ihre ursprünge, die in psychophysischen prozessen liegen, zu begreifen. was die „postmodernen“ eben auch deshalb nicht begreifen können, weil sie sich ganz in der u.a. oben skizzierten form der philosophischen kopfgeburten bewegen.“

In der Ta tweisen die meisten Postmodernen solche Kopfgeburten wie den „Urspung des Sozialen zurück“ und gehen über die ganz reale MATERIALITÄT der Sprache, und Foucault auch über gesellschaftliche PRAKTIKEN.  Das ist wie bei Marx, nur anders. DER Mensch ist das Ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse. Diese Übertragung individualpsychologischer Prozesse auf das Große, Ganze findet nicht statt, der Einzelne ist Effekt von Machttechnologien, z.B..

Da man das aber ja nicht konsequent durchhalten kann, theoretisch, weil die Perspektive der 1. Person ja auch gesellschaftliche Realität ist, hat Foucault dann sein Spätwerk geschrieben.

Kritische Stoßkraft gewinnt dieses Denken ja gerade daraus, dass es den WERT von SUBJEKTIVITÄT und INDIVIDUALITÄT ins Feld führt und höher veranschlagt, indem es gesellschaftlich wirksame Vorstellungen derer angreift, das ist bei den meisten Formen des Antihumanismus so.

Die Dekonstruktion will ja gerade, dass man SELBST- statt FREMDBESTIMMT agiert, aber wie das geht, das sagen sie nicht, und das deshalb, weil sie wie Adorno davon ausgehen, dass man so nur den nächsten Machtdiskurs startet. Das ist ein Problem, das in der Tat der Antwort harrt.

„die erwähnte „hinwendung zu aspekten der menschlichen affektivität“ führt ebenfalls in die irre, zumal es hier um aspekte derjenigen art geht, wie sie tag für tag in den nachmittagstalkshows der privatsender zu besichtigen sind – zur allgemeinen ausbeutung (und auch die belustigung fällt darunter) freigebene emotionalität, bei der sich dazu die frage stellt, wieweit das dargestellte nicht schon pseudo, mithin also blanke inszenierung ist.“

Das ist nun so ein Paradebeispiel für diesen kulturkritischen Quark, den Horkdorno verursacht haben. Wie man von dem Umgang mit der je eigenen AffektivitätDIREKT  in der Talkshow landet, das erkläre man mir mal. Natürlich ist Affektivität nicht alles, es bedarf der Reflexion und des Umgangs mit ihr, mir wäre außer Lyotards Intensitätsdiskurs jetzt auch gar kein Denker bekannt, der das proklamierte; nun ist es höhere Menschenverachtung, eben eine in der Tat totalitäre Komplettentwertung, jedem, der sagt „Ich bin sauer auf Dich!“ nun gleich zu unterstellen, er würde gerade eine Talkshow nachspielen oder nur etwas inszenieren.

Das ist ja das Drama der Entfremdungsdenkerei: Da kommt immer irgendwer daher und behauptet, er wisse, was man EIGENTLICH fühlt. Frechheit. Das ist unmoralisch, sogar zutiefst, weil es dem Anderen sein Selbstverständnis raubt. Das ist wie eine zwangweise vorgenommene Amputation.

„die „radikale pluralität“ gipfelt nicht selten in autoaufklebern alá „eure armut kotzt mich an““

Wie man den Übergang hinbekommt, das versteh ich tatsächlich nicht. Da liegt der Umkehrhschluss „Schaltet alle gleich, damit es keine Armut gibt“ einfach zu nahe, das ist dann Stalinismus.

Man kommt da einen Schritt weiter, wenn man nicht fortwährend das Praktische, das Konstatierende und das Ästhetische durcheinander wirft; dann hat eine Pluralitätsforderung durch eine Moral ergänzt zu werden eines Kantischen Typs, aber nicht, wenn man wie Monoma ins konservative Horn stößt. Da landet man nämlich allzu schnell beim päpstlichen „sozialen Kitt“ und  will so asoziale Elemente wie Schwule, Arbeitslose, Intellektuelle etc. rauswerfen, weil die angeblich zersetzen. Diesen Unterton spielt ja monoma die ganze Zeit auf seiner Diskurs-Klaviatur.

„(…)“für simulative persönlichkeiten ist eine formale moral womöglich eine möglichkeit, offene antisozialität zu vermeiden. aber auch das deutet darauf hin, dass sich moral eher als indiz für grundsätzlich vorhandene pathologische sozialstrukturen ansehen lässt.“

Das erläutere man mir mal. Behaupten kann das ja jeder; es ist sowieso erstaunlich, mit was für einer Dummdreistigkeit und herrenmenschlichen Überheblichkeit da drüben rumpathologisiert wird. Was ist es denn für ein Standpunkt, von dem aus man Andere als „simulativ“ behauptet?  Das ist eine der BILD gemäße Diffamierungsstrategie, hinter der tatsächlich nichts anderes als der Wille zur Macht stehen kann. Da geht es um Unterwerfung und Verfügbarmachung. Das sind „Legitimation zur Umerziehung“-Diskurse, und die sind totalitär.

Es gibt die feministische Kritik, die gegen den formale Moraltypen den „konkreten Anderen“ setzt, dem man mit Fürsorge, Emphatie usw. begegnet. Finde ich richtig, völlig richtig sogar,  geht aber nur bis zu einer bestimmten Reichweite. Man kann sie auch als Abstraktion von sich selbst betrachten, diese Kantische Prinzipien, das verfehlt dann aber deren genuin intersubjektiven Charakter – und der Standpunkt der Unparteilichkeit bedarf der Abstraktion. Aber nur er ermöglichte, im 19. Jahrundert z.B. Juden rechtlich gleicher zu stellen. Und das Zitat behauptet zudem, dass das Prinzip, den Anderen nicht umzubringen, weil er das gleiche Recht zu leben hat wie ich, irgendwie krank ist. Das ist ein Freibrief für Lobotomie, Elektroschocks und Euthanasie.
Was Monoma meinen könnte, das wird in der Philosophie z.B. in der Unterscheidung zwischen Motivation zur Moral und moralischer Motivation diskutiert. Vertragsmoral thematisiert nur die Motivation ZUR Moral – ich habe was davon. Moralische Motivation findet es FALSCH, x zu tuen (Überzeugung), z.B. aus Emphatie (Emotion). Solche Differenzen haben die Postmoderne – abgesehen von Baudrillard und seinen von Levinas inspirierten Ausführungen zum Anderen – tatsächlich nicht interessiert, das war aber auch nicht derenThema – ist aber tatsächlich auch ein Ansatz für Kritik.
„Mein Schwulsein“ spielt da tatsächlich nur insofern eine Rolle, dass ich ja unter Heten zu leiden habe, die Angst vor der Erweiterung ihres Möglichkeitsspielraums haben. Wie sagte dieser Heini gestern im „Miller“ nach dem Spiel? „Da war einer in der generischen Fussballmannschaft, der hatte längere blonde Haare, den bezeichneten wir dann als schwul, so war der Freiwild“, und der Tisch lachte ich weg – qed.

Das ist Heteronormativismus pur, was monoma da betreibt, und es sei insofern auf die  „Externalisierungen“ weiter oben verwiesen. Rassismus ist genuin ein weißes, kein schwarzes Problem, auch wenn letztere hinterher darunter leiden. Das Plädoyer gegen die rechtliche Gleichstellung von Schwarzen und Frauen ignoriere ich mal, da ich nicht davon ausgehe, dass monoma weder für die Wiedereinführung der Sklaverei plädiert und noch für das Aberkennen des Wahlrechts für Frauen und die Wieder-Legitimierung der Vegewaltigung in der Ehe auch nicht möchte.  Dieser Seitenhieb auf Westerwelle und Wowereit ist Homophobie pur, das kann man bei PI ähnlich lesen.

Die Diskussion, ob denn nun monoma der Psychoptah ist oder ich, die erspare ich der Welt mal; meiner Ansicht nach kann er den Standpunkt gar nicht angeben, von dem aus er argumentiert. Na, und diese Plädoyers für Selbstdisziplin und Demut, die haut man ja auch Hartz IV-Empfängern um die Ohren, und da gehören die auch hin – thematisch, und müssen kritisert werden.

„mit der offenen androhung, das ganze subjekt als falsch zu zerstören, wirkt nicht etwa emanzipativ, sondern wird nur umso mehr die reste authentischer subjektivität ersticken (die die einzige basis fpr emanzipation darstellen)“

Was er mit „authentisch“ sinnvoll meinen könnte, das hat monoma ja wortreich umschifft; ansonsten ging es der Postmoderne geradedarum, zugleich KONKRETE (also in historischen schriften aufzufindende) und ABSTRAKTE Subjekte in Erkenntnistheorie und Realhistorie zu kritisieren, z.B. jenes vo Husserl und den Phänomenologen, weil diese Subjekte immer schon UNTERWORFENE sind (das liegt an einer Doppelbedeutung im Französischen, die es im Deutschen so nicht gibt) und es sich zudem um Kopfgeburten handelt.

Das ist nicht die „Zerstörung“ realer Personen, das ist eine derart drastische hermeneutische Naivität, das gleich zu setzen, dass mir die Fassung schwindet. Das ist eine Diskussion im fach Philosophie z.B. zur Erkenntnistheorie, kein politisches Programm.  Das Kantische Erkenntnissubjekt ist eben NICHT die empirische Person, und dieser, der empirischen Person, Freiheitsspielräume zu ermöglichen, darum geht es den Postmodernen. Das aber nicht im Sinne totalisierter Rücksichtslosgigkeit, das glaubt man doch nur, wenn man sich zu lange mit Psychopathologie beschäftigt und dann auch noch jene Moral, die man als Ergänzung braucht, als solche einstuft. Genau DANN gibt es keinen  Grund mehr gegen Sozialdarwinismus.

„die postmodernen/konstruktivistischen philosophen haben entweder ein völlig realitätwidriges menschenbild vor augen gehabt,“

Nein, sie haben KONKRTE Menschenbilder angegriffen, um der empirischen Person ein freies Leben im Miteinander zu ermöglichen. Es gibt kein postmodernes, allgemeines Menschenbild, das ist ja gerade die Pointe. Um solche Herrschaftsdiskurse zu unterminieren:

„und wer gleichzeitig loblieder auf die „postmoderne“ anstimmt und sich daneben über das „hartz-IV“-regime oder polizeieinsätze aufregt, zeigt zumindest ein ganz eigenes talent zur abspaltung – weiteres verkneife ich mir an dieser stelle.“

Also: Kritisieren darf nur, wer über die richtige Theorie verfügt. Verfügen Obdachlose und Marginalsierte allerorten aber auch nicht drüber. Und genau um die ging es Foucault. Denen wollte er eine Stimme verleihen, und ich weiß nicht, warum monoma das auf  Teufel komm raus verhindern will.

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17 Antworten zu “Der Aufschrei einer gequälten Seele (meine meine ich auch, aber noch mehr die andere)

  1. MartinM Juli 11, 2009 um 6:15 pm

    In die laufende „Blogschlacht“ mische ich mich besser nicht ein; ich fürchte, da komme ich mit meinem bescheidenen philosophischen Rüstzeug schnell unter die Räder.

    Es gibt aber einige Punkte, zu denen ich das Gefühl habe, etwas äußern zu können.
    Hinsichtlich der Frage, „was ist Krankheit, wer ist krank“ vertrete ich ja einen ziemlich fragwürdigen, teil naturalistischen, teils subjektivistischen Ansatz. Einerseits beinhaltet „Krank sein“ für mich eine Fehlfunktion / Defekt des Körpers – was arg mechanistisch klingt, für mich aber erst mal ganz pragmatisch, im Sinne der Medizin. „Körper“ deshalb, weil es sich ziemlich gut sagen lässt: „diese Herzklappe schließt nicht richtig“ oder „auf diesem Ohr hört der Patient nichts mehr“ – das sind Aussagen, die so klar sind, wie die „da vorne steht ein Baum“. Während psychische Erscheinungen sich so nur schwer fassen lassen. Das ist übrigens meiner Ansicht nach der Grund, warum selbst bescheidene und fragwürdigen Erkenntnisse der Neurobiologie über die Funktion des Gehirns so enthusiastisch begrüßt werden – dahinter steht die (trügerische) Hoffnung, sich in der Psychiatrie endlich auf so solidem Boden,wie z. B. in der Kardiologie zu bewegen.
    Aber das ist nur eine Seite des Begriffs „Krankheit“. Die andere, mindest ebenso wichtige, ist subjektiv: „Krank ist, wer leidet“. Wer wegen einer Querschnittslähmung im Rolli sitzt oder wer blind ist, kann trotzdem gesund sein. Das ist die Grenze des „Defektbegriffs“ der Krankheit. Außerdem verleitet die in der ärztlichen Praxis mehr oder weniger legitime Vorstellung, ein kranker Mensch sei ein defekter Mensch, auch dazu, die Medizin auf einen reinen Reparatur- und Defektvorbeugungs-Betrieb zu reduzieren. (Dieses Modell hat sich schon tief in unser Gesundheitssystem eingefressen.)
    Bei psychischen Zuständen versagt dieses Modell. Gut, man könnte z. B. Depression auf einen zu niedrigen Serotoninspiegel herunterbrechen, aber dieses grobe Modell würde wohl nur im statistischem Durchschnitt funktionieren – nicht jeder, der einen niedrigen Serotoninspiegel hat, ist depressiv, nicht jeder, der unter Depressionen leidet, hat einen zu niedrigen Serotoninspiegel. Wie übrigens interessantersweise Aussage etwa über das „männliche“ resp. „weibliche“ Gehirn für den *einzelnen* Mann oder die *einzelne* Frau keinen Aussagewert haben – nur für die statistische Gesamtheit „der Frauen“ bzw. „der Männer“.
    Es hat schon seine Gründe, warum man z. B. über einen Herzkranken nicht sagen würde: „Er hatte Herzrythmusstörungen, aber jetzt ist er wieder normal“, während es gängiger Sprachgebrauch ist, zu sagen: „Er war schizophren, aber jetzt ist er wieder normal“. (Interessant auch, dass man „schizophren“, „paranoid“, „depressiv“ usw. *IST*, während man einen Herzinfarkt, eine Appendizitis, ein gebrochenes Bein *HAT* – der Sprachgebrauch weist darauf hin, dass das Konstrukt, ein psychisches Leiden sei einen Abweichung von einer Normalität (Norm), schon relativ alt sein muss.
    (Klar, was ich hier schreibe, hat Foucault schon vor über 40 Jahren gewusst. Aber es ist für mich etwas anderes, einen Gedankengang eines Philosophen lesend *nachzuvollzieren*, als „mit Bordmitteln“ mehr oder weniger selbst darauf zu kommen. Die „Welt der großen Philosophen“ erscheint mir normalerweise vom täglichen Leben sehr abgehoben – wie übrigens auch die „Postmoderne“ (eine Bezeichnung, die ich für völlig daneben halte – wobei ich erstaunlich lange brauchte, um „postmodernes“ Denken nicht wegen einer unglücklich gewählten Bezeichnung zu beargwöhnen). Es ist für mich wichtig, die „große Philosophie“ sozusagen auf meinen Alltag herunterzubrechen – weshalb ich z. B. mit dem kritischen Realismus eines Karl Popper oder dem Pragmatismus eines William James nicht zu „kämpfen“ habe, im Gegensatz zur Kritischen Theorie, zum Existenzialismus oder auch zur der Post-Strukturalistische Philosophie – klingt ja alles unheimlich klug, aber was das mit meiner von mir erlebten Welt zu tun hat, darauf musste ich erst kommen.
    Ich wage mal die Behauptung, dass sich viele, die sich auf bestimmte Denker berufen, gar nicht selber denken, sozusagen denken lassen. Einige, die denken lassen, haben sogar ein abgeschlossenes Philosophie-Studium …

    Puh, ganz schön abgedriftet. Noch etwas: „Autoaufklebern a lá “Eure armut kotzt mich an” – verraten nicht immer die Arroganz eines sich finanziell gesichert erlebenden Bürgers. Ich kenne jemanden, der hat sich diesen Aufkleber auf seine „Familienkutsche“ – einen alten, etwas ramponierten, Kombi – geklebt. Nicht allein aus Ironie gegenüber den 3er-BMW oder Mercedes-C-Klasse-Fahrern, die sich so was aufkleben (auf Autos, die *wirklich* Reichtum verraten könnten, sieht man ja nie Aufkleber, auch nicht solche). Er zielte auf Menschen ab, die sich seiner Meinung nach „lautstark arm geben“, während die, denen es „wirklich dreckig geht“, übersehen würden. Jene, die vor Selbstmitleid und Klagen über die Schlechtigkeit der Welt in Tränen zerfließen, obwohl es ihnen materiell noch besser geht, als jemandem, der wie er, mit nicht so toll bezahlter Arbeit (unter dem Damoklesschwert der jederzeit drohende Arbeitslosigkeit) eine fünfköpfige Familie durchbringen muss. Man mag das für selbstgerecht halten, und ich würde mir, wenn ich mir ein Auto leisten könnte, diesen Aufkleber garantiert nicht aufkleben, aber verstehen kann ich den guten Mann schon.
    Obwohl er ausdrücklich nicht die „Hartz-Vierer“ meint „denn das ist wirklich kein Spaß mehr“, könnte allerdings die „Faulenzer-Hetze“ bei manchen Menschen, ähnlich denken wie er, fruchten.

  2. noergler Juli 11, 2009 um 9:15 pm

    Wenn die Philosophie nichts mit dem Alltag zu tun hat, könnte das auch am Alltag liegen.
    Dass das „Abgehobene“ das vorweg Schlechte sei, ist ein abgehobenes Dogma.

  3. momorulez Juli 11, 2009 um 10:01 pm

    @Nörgler:

    😉 – wer sich nicht fortpflanzt, kann halt nur im Kopf gebären …. bist Du eigentlich wenigstens Vater?

    Haben manche Feministinnen ja auch behauptet, übrigens, und wollten so die ganze männliche Wissenschaft erklären. Wobei ich das jetzt fies finde, das Martin unterzujubeln, zum den monodimensionalen Kopfgeburten passt das viel besser.

    @martin:

    Ich kann Deinen Ausführungen zu Krankheit voll und ganz folgen. Und bei dem Serotoninspiegel weiß man ja einfach nicht, was da Henne und was Ei ist. Habe neulich sehr lange mit einem Pharma-Forscher telefoniert, der bestätigte, dass kein Mensch sagen kann, dass ein niedriger Serotini-Spiegel Depression VERURSACHT. Kann auch einfach der Effekt der Depression sein, so, wie der Butdruck steigt, wenn man sich aufregt. Schlaue Philosphen gehene ja eh von einer psychphysischen Einheit aus … Die Leute, die sich da den ganzen Tag mit beschäftigen, die sind sowieso grundsätzlich skeptischer.Der hat auch bestätigt, dass es bei dem berühmten ADSH keinerlei neurologische Indikation gibt und kein Schwein weiss, wie Ritalin wirkt, zum Beispiel.

    Dass monoma da ganz im Sinne der Pharmaindustrie, dieses neoliberalen Monstrums, argumentiert, das war mir gar nicht aufgefallen 😉 …

    „Ich wage mal die Behauptung, dass sich viele, die sich auf bestimmte Denker berufen, gar nicht selber denken, sozusagen denken lassen. Einige, die denken lassen, haben sogar ein abgeschlossenes Philosophie-Studium …“

    Ach, das kommt vor, aber das ist so simpel, so abzuwatschen. Auch, dass von der Philosophie ständig erwartet wird, total lebensnah zu sein. Bei der Quantenphysik erwartet das doch auch kein Schwein. Zudem zumindest der Existentialismus schon sehr lebensnah ansetzt, das war ja gerade sein Motto – auch über das berühmte Cocktailglas auf dem Kafeehaustisch philosophieren zu können.

    Für’s Lebensnahe gibt es doch tolle Ratgeberliteratur 😉 … „die philosophische Hausapotheke“ und sowas 😀 …

  4. noergler Juli 11, 2009 um 10:15 pm

    Nein, ich habe nicht gezeugt; konnte es immer geschickt vermeiden. „Die Schande, daß das Genie einer Familie entstammt, tilgt es dadurch, daß es keine hinterläßt“, sagt Karl Kraus.
    Als Gymnasiast habe ich Wut ausgelöst, indem ich sagte, schwul und lesbisch fänd‘ ich Spitze, weil, wenn’s auf der Stelle alle wären, wär‘ in 90 Jahren Schluß mit dem Zinnober.
    Das war mein Beitrag zur Biopolitik! Leider konnte ich damit nicht durchdringen.

  5. momorulez Juli 11, 2009 um 10:27 pm

    Und wo mittlerweile Mütter die Kinder ihrer Töchter austragen, hätte es noch nicht mal was gebracht … dass Du damit jedoch gegen objektive Naturzwecke verstößt, das ist Dir hoffentlich klar?

    Ich frage mich zudem die ganze Zeit, wie zu alledem der schwule Vater meines Schwagers passt und die 13 Kinder Marc Aurels, wo der doch so in seinen Lehrer Fronto verknallt war … aber da habe auch nur wenige lange überlebt von den 13 Kindern. Schlechte Homo-Gene wahrscheinlich, sowas zersetzt eh die Wehrkraft.

  6. noergler Juli 11, 2009 um 10:39 pm

    Den Verstoß gegen Naturzwecke würde man mir noch verzeihen. Aber Kinder sind bekanntlich das Unterpfand unserer Zukunft. Dadurch verstoße ich gegen Gesellschaftszwecke. Da könnten Sie ja gleich schwul sein, Herr Nörgler!

    Bzw: Der Schwule, jo mei, der kann halt nicht anders. Aber Hetero sein, und dann mit boshaftem Vorsatz kinderlos? Den Schwanz ins Richtige rein, und dann das Richtige doch nicht tun? Das ist doch, in gewisser Weise, noch schlimmer als schwul.

  7. momorulez Juli 11, 2009 um 11:10 pm

    Ob Du es glaubst oder nicht: Da fühle ich mit Dir! Stelle mir das tatsächlich sehr schwierig vor …

  8. Michel Juli 13, 2009 um 9:40 pm

    „Da geht es um Unterwerfung und Verfügbarmachung. Das sind “Legitimation zur Umerziehung”-Diskurse, und die sind totalitär.“

    Das Gleiche habe ich auch gedacht, als ich monoma Text gelesen habe. Dass es Leute wie den gibt und diese Macht erlangen können, ist ein gewichtiges Argument dafür den Staat abzuschaffen.

    „Die These, dass Wahrheit produziert wird in gesellschaftlichen Instituionen, diese komplexe Wissenskonfigurationen bilden und Machtwirkung entfalten, die kann ja jeder selbst auf das beziehen, was Monoma über Borderline schreibt.“

    Hier fangen meine Probleme mit dem Postmodernismus an. Soweit ich weiß, behaupten (viele?) Postmoderne, dass Wissenschaft nur im zitierten Modus funktioniert und leiten daher die Legitimität ab, die Wissenschaft zu politisieren. M.E. wird dabei verkannt, dass auch wenn wir keinen außersprachlichen Zugang zur Wahrheit haben, nichtsprachliche Erfahrungen trotzdem Erkenntnisse sind. Wenn man durch Sprachmanipulation es schafft, dass über ein Phänomen nicht mehr gesprochen werden kann, so bleibt diese Phänomen dennoch erfahrbar. Also auch wenn es schlechte Wissenschaft gibt, an der die Postmoderne sinnvolle Kritik üben kann, so schließt das nicht aus, dass es auch gute Wissenschaft gibt.

  9. Loellie Juli 13, 2009 um 10:14 pm

    Oje …

  10. momorulez Juli 13, 2009 um 10:19 pm

    Michel, ich mache mir langsam Sorgen um mich, dass Du mir so oft zustimmst 😉 – nix für ungut, ist ja gut so, weil man daran merkt, dass es auch um „die Sache“ geht und nicht nur um Lagerzuordnungen.

    Dass Monoma Macht erlangt, das bezweifel ich mal; ich glaube zudem, dass die Umerziehungsmechanismen nicht davon abhängig sind, ob das nun Staat oder Wirtschaft oder sonstwas ist, sondern dass sie eher was mit Institutionen zu tun haben und sozusagen „eigendynamischen“ Regelwerken, die sich etablieren.

    Wobei mir jetzt parallel die Puritaner in Neuengland einfallen, da ist das ja eher die Geschlossenheit eines sozialen Systems, das staatlich gar nicht allzu durchdrungen war und trotzdem Umerziehung jenseits dessen, was wir so als Organisation kennen, bis zum Exzess betrieben haben.

    Ist, glaube ich, das ist tatsächlich die Leugnung des normativen Gewichts der 1. Person bei gleichzeitiger Ignoranz des reziproken Verhätnisses von 1. und 2. Person, die sich in spezifischen Rationalitäten manifestieren kann, die „Umerziehung“. Foucault wirkt deswegen so schillernd, weil das im Grunde genommen so schwer faßbar ist, was er beschreibt, OBWOHl es jeder kennt. Wobei auch die Puritaner Selbsttechniken der Ich-Auslöschung drauf hatten, die gänzlich im Verhältnis 1. Person und Gott sich aufhielten. Das ist schwierig. Ich glaube, es sind tatsächlich einfach „Menschenbilder“, auf die man lieber in konstatierender Hinsicht generell verzichten sollte.

    „Soweit ich weiß, behaupten (viele?) Postmoderne, dass Wissenschaft nur im zitierten Modus funktioniert und leiten daher die Legitimität ab, die Wissenschaft zu politisieren.“

    Nein. Das ist ist kein Privileg der Postmodernen, das machen alle so 😉 … gesellschaftliche Interessen intervenieren da IMMER, und Politik artikuliert ja gesellschaftliche Interessen.

    Und ob die nun in quasi-parlamentarischen, administrativen Systemen wie bei uns sich manifestieren oder wie in den USA über Angebot und Nachfrage, das ist so oder so ein Abbild politischer Verhältnisse, was jeweils geforscht und gelehrt wird.

    Außer den Quantenphysikern vielleicht, also Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften. Aber die gäbe es auch nicht, wenn da nicht über ein paar Ecken ökonomische Interessen hinten dran hingen. Das war vor Bacon vielleicht anders.

    Und das ist auch nicht die Pointe der Postmoderne, die meisten haben versucht, diese manifesten, gesellschaftlichen Interessen zu atomisieren, damit sie nicht zu machtvoll werden. Das ist ein Liberalen ja nicht unvertrauter Gedanke, und genau das wurde der Postmoderne von links dann auch vorgeworfen, wahlweise Neokonservatismus oder einfach Liberalismus über Umwege zu sein.

    Allenfalls kann man mit Foucault eben sagen, dass Wissen und Macht einander nicht äußerlich sind und man insofern doch besser daran tut, den eigenen Willen zur Macht auch zu bejahen und lieber mitzumischen, als sich unterjochen zu lassen.

    Das interessante an – zumindest einigen . dieser Deutungen ist, dass sie den für Wissenschaften konstitutiven Warheitsbegriff eben gar nicht unterlaufen müssen und über den Umweg der Produktionsbedingungen von Wahrheit dann trotzdem ihre kritische Position einnehmen können.

    Derrida und so lösen Politik im Grunde genommen komplett auf, na, ganz zum Schluß hat er das nicht mehr gemacht, aber vorher. Und Butler und setzt ja durchaus bei Wahrheit an. Ich kann das nicht als reine Politik lesen, wenn Politik Gegenstand der wissenschaftlichen Analyse ist, die sich mit anderen gesellschaftlichen Feldern kreuzt.

    „nichtsprachliche Erfahrungen trotzdem Erkenntnisse sind.“

    Inwiefern denn? Ist Schmerz „Erkenntnis“, oder Signalsprache, wie das Schwanzwackeln bei einem Hund, ist das Erkenntnis? Vieleicht des Hundes, dass es das jemandem Netten begegnet, das kann sein …

    Kann man „WENN ein Hund mit dem Schwanz wackelt, DANN ist das eine freundliche Geste (zumeist)“ wirklich außer- oder vorsprachlich, also außergrammtisch bestimmen? Ich glaube das nicht. Wir arbeiten doch hier auch gerade mit Sprache, und der Stinkefinger hat ja seine Semantik.

    Vielleicht kann man beim Knutschen festellen, dass man jemanden liebt … Tugendhat sagt dann immer, nee, kann man nicht, Liebe ist kein Gefühl, sondern eine Praxis, und die ist durch Beobachtung jedem anderen so gut wie mir zugänglich, und DASS es Liebe ist, das ist dann wieder nur sprachlich möglich, das festzustellen.

    Es gibt jede Menge außersprachlicher Erfahrung, ja, klar. Alles andere wäre ja als Behauptung auch absurd. Aber ich glaube, dass selbst das WIE diese Erfahrung dann verarbeitet wird, in vielerlei, nicht jeder Hinsicht sprachlicher „Natur“ ist.

    Und wann ist Wissenschaft Deiner Ansicht nach gut, wann schlecht?

  11. noergler Juli 15, 2009 um 8:31 am

    Sorry, Momorulez, dass ich Dein Blog jetzt als Briefkasten mißbrauche, aber bei Hartmut finde ich keine Mail-Funktion.

    Haaaartmuuut! Seit einigen Wochen kann ich bei Dir nicht mehr kommentieren. Es kommt immer diese Meldung:

    „Dein Kommentar konnte aus folgenden Gründen nicht veröffentlicht werden:
    Es sind nur Buchstaben, Zahlen und Leerzeichen erlaubt. Ebenfalls erlaubt ist „-„, allerdings nicht am Anfang oder am Ende.“

    Ich verstoße gegen keine dieser Regeln. Fällt Dir dazu etwas ein?

  12. sansculotte Juli 19, 2009 um 10:51 am

    Momorulez schreibt:
    Ich denke, man muss die Postmoderne im Rahmen des “linguistic Turn” in seiner de Saussureschen Variante verstehen; und die Einsicht, dass Sprache sinnliche Wahrnehmungen beeinflusst, die ist unhintergehbar. Und Sprache ist Subjektivität vorgängig. Mich ALS Subjekt kann ich nur begreifen, wenn ich auf das Bedeutungsrepertoire der Alltagssprache zurück greife, sonst vegetiere ich nur.

    Falsch, falsch, alles falsch.

    Natürlich beeinflusst Sprache die sinnliche Wahrnehmung, aber die sinnliche Wahrnehmung ist vorgängig, sie ist das primäre Phänomen. Subjektivität ist unbedingt abhängig von der propriorezeptiven (körperlichen) Selbstwahrnehmung und die kommt auch ohne Sprache aus.

    Die Phobie vor einem „sprachlosen Vegetieren“ ist natürlich berechtigt. Wenn wir einen flüchtigen Blick auf die Psychotraumatologie werfen, dann ist es nicht schwer, zu erkennen, dass eine der wesentlichen Schwierigkeiten immer wieder darin besteht, das Trauma deklarativ zu erinnern. Das ist gerade das Konstitutive am Trauma: dass es sich eben nicht versprachlichen lässt. Und trotzdem ist es wirkmächtig wie kaum ein anderer Einflussfaktor in unserem Leben.

    Sprachliche „Narrative“ – wie sie die Postmoderne ständig in den Vordergrund rückt – spielen bei der Entstehung, Verarbeitung und Nachwirkung von traumatischen Erlebnissen keine Rolle. Jeglicher Sprachfetischismus ist hier fehl am Platz, das sogenannte „Narrativ“, das vom Trauma erzählt, drückt sich nämlich auf alle mögliche anderen Arten aus: auf der Ebene, wie wir unsere Beziehungen gestalten, auf unmittelbarer körperlicher Ebene, in Zwängen, Ängsten, Panikattacken oder einfach nur neurotischen „Ticks“.

    Und nein, es ist nicht heilsam, das traumatische Erlebnis bloß zu versprachlichen. Die körperlichen Automatismen, die durch das Trauma in Gang gesetzt wurden, werden dadurch nicht aufgelöst.

    Nicht die Einsicht, dass Sprache irgendetwas beeinflusst, sondern vielmehr die Tatsache, dass nichtsprachliche Traumata das ganze Leben beeinflussen, ist unhintergehbar.

  13. momorulez Juli 19, 2009 um 11:45 am

    Und wer kein Trauma hat, ist nicht?

    Weiß auch gar nicht, wieso von „Sprachfetischismus“ die Rede ist, da holt sich doch keiner einen drauf runter…

    „Natürlich beeinflusst Sprache die sinnliche Wahrnehmung, aber die sinnliche Wahrnehmung ist vorgängig, sie ist das primäre Phänomen.“

    Ich halte die Trennung in vielen, aber nicht in allen Fällen für möglich, alleine schon, weil Sprache ja nicht außersinnlich ist. Man hört, liest, spricht – Sprache ist ja nicht eine Idealität.

    In der Genese sind andere Formen von Sinnlichkeit dem Spracherwerb vorgängig, aber später sind Unterscheidungen da schwierig zu treffen – auch deshalb ja die abstrakte Kunst, die sich Bedeutungen verweigert, was hammerhart schwer zu rezipieren ist. Und natürlich ist „Zahnschmerz“ kein sprachliches Phänomen, behauptet doch auch keiner.

    Diese Form der Kritik lebt doch immer von der Unterstellung, man wolle Sprache totalisieren – da kann man noch so oft betonen „Nein, auch Lyotard weiß, dass es Querschnittgelähmte gibt“, es kommt immer ein Einwand gegen etwas, was man so gar nicht behaupten will.

    Zudem es ja immer noch um Formen der Erkenntnisgewinnung, der Moral und der Ästhetik geht, wenn man mit postmodernen Philosophen hantiert, auch sehr viel um Geschichte, und das ist eine andere Ebene als Alltagserfahrung.

    Und in der Tat halte ich daran fest, dass mich ALS Subjekt ich nur sprachlich erfassen kann. Reflexion ohne Sprache geht nicht.

    Was jetzt Traumata betrifft: Ja, natürlich beeinflussen nicht-srpachliche Traumata wie Gewalterfahrungen das ganze Leben, das ist aber doch keine Gegenthese dazu, dass Sprache „beeinflusst“ und Realitäten auch konstituiert, u.a. den Umgang mit Traumata.

    Du schreibst da doch auch gerade drüber und fügst mir keines zu, um nachvollziehbar zu machen, was das ist, ein Trauma.

    Und – ich mogel hier ständig Sprachanalyse und Postmoderne zusammen, zugegeben – die Ansätze, die ich ja nicht nur, aber auch vertreten würde, machen ja nix anderes, als das zu reflektieren, was wir hier gerade tun, da es auch üblich ist, über Tramata zu reden und zu schreiben, machst Du doch auch gerade.

    Das ist ja eine zunächst methodische, nicht ontologische Herangehensweise im Rahmen der Soziologie, Philosophie und der Kulturwissenschaften.

    Inwiefern das auf die Gegenstände der Psychologie zu übertragen ist, das ist noch mal eine Diskussion, die ich eher den Leuten vom Fach überalssen würde – diese hochmanipulativen Psychoanalytismen, die hinter allem Manifesten immer eine objektiv ausdeutbare, insbesondere und ganz privilegiert Leuten wie Monoma zugängliche Wahrheit behaupten, sind da ja nicht das letzte Wort.

    Was mich aber immer sehr beeindruckt hat, einfach, weil ich das von zu Huase kenne, sind die Untersuchungen Watzlawicks et al hinsichtlich paradoxer Kommunikationsformen wie z.B. Double-Bind und deren Wirkung in der Entstehung von Shizophrenie.

    „auf der Ebene, wie wir unsere Beziehungen gestalten, auf unmittelbarer körperlicher Ebene, in Zwängen, Ängsten, Panikattacken oder einfach nur neurotischen “Ticks”.“

    Glaub’s mir, ich kenne das gut ..

  14. sansculotte Juli 19, 2009 um 8:39 pm

    Und wer kein Trauma hat, ist nicht?

    Wer kein Trauma hat, ist – und zwar unter den Bedingungen seiner psychophysischen Funktionsgrenzen. Die aber durch ein Trauma verletzt und somit oft erst sichtbar werden. Und gerade die Offensichtlichkeit dieser psychophysischen Überlastungen im Trauma führt das Gerede und Geraune von der „Beliebigkeit der Erzählungen“ oder „Diskurse“, das die Postmoderne ständig vorträgt, komplett ad absurdum.

    Subjekte, die sich – und hier beginnt der sprachliche Totalitarismus, den Du zunächst noch zurückweist – selbst nur sprachlich erfassen, tun mir leid. Subjekte, deren Selbsterschließung nur über die Reflexion führt, ohnehin. Sie können keine Hilfe holen, wenn ihnen eine Wunde beigebracht wurde, weil sie sie nicht spüren. Sie können keine Entscheidung fällen, die auf dem Gefühl von dem, was ihnen gut tut, beruht, und sie können das nicht vermeiden, was ihnen offensichtlich Schmerzen bereitet. Sie wabern offenbar als Kopfgeburten durch einen körperlosen Raum. Ganz offensichtlich sind diese Subjekte eigentlich tot.

    Natürlich bediene ich mich auch der Sprache, um über Traumata zu erzählen. Aber diese Erzählung ist durch die Realität der Traumata determiniert und sie ist in diesem Sinn alles das nicht, was der Konstruktivismus über Welterfahrung behauptet: diese Erfahrung ist nicht konstruiert, sie ist nicht beliebig und sie ist kein prinzipiell fallibler Subjektivismus. Eben weil der Körper, als der ich herumlaufe und dem das alles passiert ist, nicht konstruiert, nicht beliebig und nicht widerlegbar ist. (Das war vielleicht das große Drama des Michael Jackson).

    Ach ja, Double-Bind, so wie Watzlawick sie in „Menschliche Kommunikation“ untersucht, ist zwar eine unangenehme Form der Kommunikation, den Beweis aber, dass sie die entscheidende Rolle in der Ätiologie der Schizophrenie spielt, bleibt Watzlawick schuldig. Und selbst wenn sie über ein kritisches Entwicklungsfenster auf das Opfer einwirkt, ist es aus verschiedenen Gründen verwegen, zu behaupten, ein Reframing würde zur Gesundung des Opfers beitragen.

  15. momorulez Juli 19, 2009 um 9:41 pm

    „zwar unter den Bedingungen seiner psychophysischen Funktionsgrenzen“

    … über die Du hier gerade SCHREIBST. Du würdest mir, was eine Funktion ist, auch ohne Sprache gar nicht plausibel machen können, wie denn auch?

    Und „Totalitarismus“, sorry,die Behauptung, dass nun die These, dass Denken im wesentlichen im Medium der Sprache (aber z.B. auch beim Zeichnen) agiert, bringt im Gegensatz zur Kritik der Beliebigkeit weder Hexenverfolgung noch den Gulag hervor.

    Mach Dich doch über Totalitarismus, Konstruktivismus und Postmoderne erst mal schlau, bevor Du hier wie der Papst argumentierst. Der attackiert ja auch fortwährend „Beliebigkeit“.

    Das sind einfach feuilletonistische Vorurteile, die Du hier vorträgst – der Popanz irgendwelcher Sittenwächter und heiligen Krieger halt. Die Taliban wettern auch gegen „Beliebigkeit“. Was hast Du denn von Foucault, Lyotard oder Derrida jemals gelesen?

    „Subjekte, deren Selbsterschließung nur über die Reflexion führt, ohnehin. Sie können keine Hilfe holen, wenn ihnen eine Wunde beigebracht wurde, weil sie sie nicht spüren.“

    Nur die können Hilfe holen, weil sie sich reflexiv über FÜR SIE richtige Wege des Handelns im Klaren sein können, selbst eine „Neurose“ als scheiternder Prolemlösungsversuch ist nun mal zunächst ein Problemlösungsversuch, der zum Zeitpunkt seines Entstehens auch plausibel war – was ja schwer Traumatisierte nun gerade NICHT mehr können, weil sie sich wie gelähmt fühlen und ihren vielfältigen Empfindungen ausgeliefert sind. Man reflektiert ja das, WAS MAN SPÜRT, was denn sonst im Falle der Subjektivität?

    Ich streite hier gar nicht die Ebene der Gefühle und Körperempfindungen ab (ob Derrida das mit seiner Kritik der „Présence a soi“ macht, sollen Kompetentere als ich beurteilen; für mich macht die ganze Postmoderne aber eh nur Sinn, wenn sie die Phänomenologie Sartres und Merleau-Pontys VORAUS SETZT, was ich hier formuliere, ist ja in etwa die Differenz zwischen Präreflexivem und Reflexivem bei denen, allerdings durch Tugenhat sprachanalytisch reformuliert), ich besreite auch nicht, dass ich diese Gefühle und Körperemfindungen BIN, aber ich behaupte sehr wohl, dass ich ein Verhältnis zu ihnen habe, in dem sich Subjektivität erst konstituiert. Ansonsten wäre ich ja einfach ein Reflexbündel ohne Erinnerung, zum Beispiel.
    Was man grausamerweise bei schweren Krebserkrankungen dann irgendwann auch wieder wird.

    „Aber diese Erzählung ist durch die Realität der Traumata determiniert“

    Wer bestreitet denn das? Und wer führt hier den Fallibilismus in die Theorie der Subjektivität ein?

    Das unterscheidet ja gerade meine Position von der Monomas und auch Deiner, dass ich nicht so tue, als sei die Ebene die Subjektivität im selben Sinne einem dem Gesetzen des Fallibilismus folgenden Realismus bzw. Objektivismus ausgeliefert, dazu ist Subjektivität auch viel zu poetisch; eine Perspektive, aus der dann z.B. jemand, der Pathologien diagnostiziert, im selben Sinne recht haben kann wie ich, der ich sage: „Mir geht’s jetzt aber gerade ganz gut!“, streite ich tatsächlich ab. Monoma weiß nicht mehr über Michael Jackson als der über sich, das Gegenteil ist der Fall.

    Ich halte die Perspektive der 1. und der 3. Person nun gerade nicht für ineinander aufhebbar und übrigens in Therapie auch die zweite Person, „Du!“, für ziemlich entscheidend.

    Der Konstruktivismus behauptet auch keine Beliebigkeit, sondern ähnlich wie Kant, dass es einen uns zugänglichen metaphysischen Realismus nicht geben kann, sondern dass wir auf die Medien der Welterzeugung, z.B., Sinnlichkeit, schon Bezug nehmen und diese auch thematsieren und reflektieren müssen, wenn wir Aussagen über Welt machen. Und Körper ist da eine in der Tat irreduzible Voraussetzung, ja. Da gibt es doch gar keine Kontroverse, weiß gar nicht, wieso die immer gesucht wird, obwohl es sie gar nicht gibt. Bei Foucault zum Beispiel ist der Körper der Angriffspunkt der Machttechnologien.Ansonsten untersucht der schlicht was ANDERES, nämlich zunächst mal die Geschichte der Wissenssysteme – sehr wohl in der Absicht, Evidentes und Vertrautes zu zerdeppern. Um Freiraum zu schaffen.Nix Anderes machen gute Therapeuten auch.

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