Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

New Pop wieder wagen!

„Reynolds kritisiert, dass in Legs McNeils und Gillian McCains Interview-Collage über die frühe Siebziger-Jahre-Punk-Gesellschaft im Bannkreis des New Yorker Clubs „CBGB’s“ bestimmte Haltungen kaum Gehör finden. Er wirft den Verfassern von „Please Kill Me – Die unzensierte Geschichte des Punk“ Ressentiments gegen schwarze, weibliche, homosexuelle und kunststudentische Einflüsse vor. Dass der Autor nicht bloß die Subkategorien der ausdifferenzierten Postpunk-Epoche erklärt – No Wave, New Pop oder Industrial -, sondern sich als Softie auch die Perspektive der schreibenden Macho-Konkurrenz anschaut, ist logisch.“

CBGBs war jener Club, in dem Patti Smiths und ihr Umfeld den Punk erfanden. Und da ich mich über diesen therapeutokratischen Quark da drüben immer noch ärgere, wo man dort in der eh schon anmaßenden Pathologisierung und Stigmatisierung von allem und jedem außerhalb eigenen, höheren Bewußtseinstufe sich selbst feiert, auch ’ne Form von mentalem Faschismus, nicht umsonst hat Marcuse eine Erziehungsdikatatur gefordert, na, dass man da, ganz als Zensursula im Geiste, sich auch noch erfrecht, kritische Kommentare nicht freizuschalten, um stattdessen eine Horde hochnotpeinlicher Groupies um sich zu scharen, das macht mich dann doch kiebig.

Natürlich erklärt sich meine Allergie zum einen aus biographischen Erfahrungen mit ganz realen Therapeutokraten und Sozialarbeiter-Gesocks, das stumpf Herrschaft mittels psychischer Manipulation ausüben will – geht aber auch um eine für mich wichtige Sache, mein aktuelles Lieblingsthema, eben jene popkulturellen, philosophischen und ästhetischen Positionen der späten 70er und frühen 80er, die Attacken von jenen unterliegen, die dort drüben in der Kommentarsektion selbstgefällig den geistigen Bierbauch schüttelnd ganz wie am Ballermann dann lospoltern wie ihre Väter oder Börner, der das Problem mit der Dachlatte lösen wollte:

Ja, diesen ganzen Schwuchteln sollte man halt lieber wie einst auf dem Bau das Maul stopfen oder  einer Therapie unterziehen, um ihnen den Neoliberalismus auszutreiben.
Mein Opa hat dann immer gesagt, dass es seit der Operette keine richtige Musik gegeben hätte, Honecker – oder war’s Ulbricht? – geißelte die „Monotonie des Yeah, Yeah“, und Manul reiht sich nahtlos ein. Selbst musikalisch zumeist Minderbemittelte wie Duran Duran haben es auf immerhin zwei gute Songs gebracht („Girls on Film“ und „Wild Boys“), und ansonsten ist unter anderem diese Perspektive schuld, dass sich sowas wie der Neoliberalismus auch hierzulande Gehör verschaffen konnten, weil die verblödeten Linken der späten 70er und frühen 80er in Wollsocken und mit Vokuhila zu Wolf Maahn, Grönemeyer und Heinz-Rudolf Kunze, als der zum Rocker mutiert war, überliefen und gar nicht verstanden haben, wie der Beat von Michael Jacksons „Billie Jean“ Dance und Hip Hop gleichermaßen beeinflussen konnt. Sollten sich mal mit ehemaligen DDR-Bürgern unterhalten, was Waver-Looks da bedeuteten, die Leute gierten nach diesen Stilen, und das zu recht.
Aus solchen Statements spricht ein tiefer Rassismus und bildungsbürgerlicher Klassendünkel, weil eben die ganze Black Music mal eben unter „Vernegerung“ der Talking Heads (so schrieb man einst wirklich) verbucht wird – nach Sid Vicious kam ja nix mehr, Kurtis Blow oder Grandmaster Flash wurden hierzulande gar nicht zur Kenntnis genommen, wenn, dann allenfalls Reggae, bei gleichzeitiger Ignoranz dessen, was der aus P.I.L. oder The Clash für formidable Musiker machte, die dann ihrerseits wieder Rapper beeinflussten.
Weil zudem einfach nicht zur Kenntnis genommen wird, dass es sich bei Scritti Politti um Hausbesetzer handelte, das Heaven 17 neue Formen linker Musik suchten, und das vor dem dem Hintergrund des Niedergangs der englischen Industriestädte und in einem Selbstverständnis als Sozialisten – selbst Style Council und die Blow Monkeys verbuchte man einst noch unter Champagner-Sozialisten“, das ist sowas wie Salon-Marxologe in musikalisch, auch wenn die lieber Whiskey trinken.
Sheffield, Coventry, Leeds waren die Zentren jener Bewegung, die hierzulande jenseits der Spex hochnäsig als „Kommerz“ verunglimpft wurde, während jene Protagonisten, die in England neue ästhetische Wege des „Sich neu Erfindens“ suchten, gegen Margeret Thatcher und Rassismus kämpfend. Von der „Zulu Nation“ Africa Bambaatas haben solche reaktionären Pappnasen wie Monoma und Manul wahrscheinlich nie etwas gehört, weil ihre ästethischen Vorstellungen dem Oktoberclub – „Sag mir, wo Du stehst!“ – halt näher kommen als Paul Oakenfold. Madonnas „Into the Groove“ und „Like A Virgin“ sind Befreiuungsschläge gegen Heinis wie Monoma gewesen, nicht umsonst gehörten Sonic Youth da zu den ersten Fans.
„“Einer, der das Motto “Sich neu erfinden” wohl am radikalsten mißverstanden hat.“

ganz im gegenteil glaube ich, dass die zeitliche parallelität zwischen dem beginn von jacksons weltkarriere anfang der 1980er sowie der besonders durch ronald reagan in den usa und margaret thatcher in großbritannien begonnenen rücksichtslosen umsetzung derjenigen kapitalistischen strömung, unter deren bezeichnung „neoliberalismus“ wir u.a. heute in eine zweite große ökonomische depression schlittern, keinesfalls zufällig ist, sondern michael jackson durch seine künstlerischen ausdrucksformen mit dem schwerpunkt der inszenierung und verwandlungen von realität in fiktionale geschichten die erwähnte umsetzung erst mit möglich gemacht hat. und in diesem sinne als mitkonstrukteur der heute verschärft erbärmlichen zustände gelten muss. perfekte bühneninszenierungen, umwälzende videoclips (mit der gewöhnung an eine erheblich beschleunigte bildersprache als sinnbild der allgemeinen – allseits propagierten -beschleunigung überhaupt) und der jedem starkult implizite mythos des „du-kannst-es-schaffen-wenn-du-nur-willst-und-dich-anstrengst“ dürften seitens jackson bezgl. massenwirksamkeit jede reagan- und thatcher-rede weit in den schatten gestellt haben“

schreibt man da drüben, weil Schwarze natürlich als Unterdrückt ins Ghetto gehören, damit man sie befreien kann. Und wenn sie zeigen, wie sich’s da lebt, sind sie wahlweise Kommerz-Symptome oder eben sexistisch und gewaltverherrlichend. Dieses Sich-Erheben über die Aufstiegsträume von Afromerikanern ist ja auch so eine kulturimperialistische Stilblüte vermeindlich linker Theoreme, die sich auch gerne an Fity Cent und solche festbeißt, den ich auch nicht mag, aber diese Überheblichkeit der herrschenden Klasse dem Amüsement der Massen und jenen gegenüber, die dem Ghetto entfleuchen wollen, die ist schon frappierend.
Da Monoma irgendwann 1995 offenkundig mental stehen geblieben ist, ist ihm auch noch nicht aufgefallen, dass Videoclips keine allzu große Rolle mehr spielen, selbst MTV zeigt die kaum noch, und die Mega-Events gibt es auch deshalb, weil das die einzige Art ist, unter aktuellen Bedingungen mit Musik noch Geld zu verdienen. Alles eine Frage der Produktivkraftentwicklung, das läßt hoffen. Trotzdem es  ja eh schon mit Verachtung zu strafen ist, wenn auch Künstler für ihre Arbeit bezahlt werden wollen. Da gilt wie für die Schwarzen: Bleib gefälligst arm und unterdrückt, sonst bist Du ein Arschloch. Was für groteske Verrenkungen muss man eigentlich antellen, um bei solche Positionen zu landen wie Monoma und seine Jubelperser?
„seine künstlerischen ausdrucksformen mit dem schwerpunkt der inszenierung und verwandlungen von realität in fiktionale geschichten“
Was soll denn das heißen? Von Sophokles über Shakespeare bis hin zu Tenessee Williams alles Schrott und nix als die Vorbereitung des Neoliberalismus, von langer Hand geplant? Die Alternative ist dann wohl der sozialistische Realismus. Selbst Degenhardt hat bei den „Schmuddelkindern“ inszeniert und verwandelt, mich zum Beispiel, und ist da jetzt die Alternative „Ich will so bleiben wie ich bin – Du darfst!“? Ist Fiktion jetzt das Böse?
Natürlich ist bei Michael Jackson das offenkundige Drama, dass er Bühnenfigur und Privateben verwechselte und seinen „schwarzen Körper“ los werden wollte, aber so lange es Hohepriester wie Monoma gibt, wird das wohl auch so bleiben. Das ist ja der Missbrauch des Missbrauchs, den er da betreibt, auch da trifft sich die Litanei mit Ursula von der Leyen, weil ein individuell grauenhaftes Schicksal instrumentalisiert wird, im Vorbeigehen dann auch noch mal Foucault, der zu Leuten wie Monoma alles Relevante gesagt hat, auf die Glocke zu geben mit einer Abfolge von Unsinn.
Weil man natürlich die Aufstiegsträume des Vaters von Michael Jackson und dessen Terror gegen seine Kinder harsch geißeln kann, auch vor einem gesellschaftlichen Background. Aber doch nicht so.
Man kann aus dieser Perspektive weder Musik kritisieren, noch ist es möglich, ungebrochen einen Künstler als Radikalisierung politischer Programme begreifen. Noch nicht mal bei Arnold Breker oder wie der heißt geht das, und Michelangelos unübertroffenes Verdienst ist es, auf Kosten des Vatikan solche Bilder in deren Kirchen gemalt zu haben.
Popmusik fungiert vielleicht noch als Katalysator und Symptom, kann Fantasien des Publikums aufladen, aber sie ist nie Ursache. Und wie all das funktioniert, das bekommt man mit diesen völlig undifferenzierten „Neoliberalismus“-Kritiken bestimmt nicht hin, das zu begreifen.
Wirkliche bewegende Figuren wie Africa Bambaata, den all die Sid Vicous-Fans wahrscheinlich noch nicht mal kennen, reden nicht umsonst von „so called white people“ und „so called black people“. Das machen sie, weil sie wissen, dass die Zuschreibungen aus der dritten Person durchgängig und immer das Problem sind. Da kann man dann anfangen mit einem kreativen Umgang mit sich selbst.
Aber bestimmt nicht, wenn man Sätze wie“ im sinne einer realitätsgerechten wahrnehmung seiner authentischen existenz“ formuliert. Diese Authentizitätsdiskurse sind der gleiche normative Murks wie das „sei flexibel!“ der polititökonomischen Propaganda. Die Post-Punk-Szene, die Simon Reynolds beschreibt, hat das gewußt und versucht, es in Politik zu überführen – Kritik an Homophobie, an Rassismus, an Thatcherismus. Leider haben Leute wie Monoma das boykottiert.

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27 Antworten zu “New Pop wieder wagen!

  1. Michel Juli 6, 2009 um 10:49 pm

    Gratulation zu dieser inner-linken Kritik, ich habe stellenweise fast geglaubt, es sei eine liberale Kritik an Monoma und Co.

  2. momorulez Juli 6, 2009 um 11:23 pm

    Es gibt da ja auch zugegebenermaßen Parallelen, hat ja gute Gründe, dass ich mich seit Jahren hier mit Liberalen kabbel 😉 – manchmal liegt das an einer geistigen Nähe, manchmal an fiundamentalen Gegensätzen.

  3. Loellie Juli 7, 2009 um 5:57 pm

    Komisch, ich hab die ganze Zeit geglaubt, dass das eine typisch Linke Kritik ist 😉
    Bist du sicher dass du nicht in der Moderationsschleife hängst? Ich mag das gerade garnicht glauben dass er dich nicht freischaltet.

  4. momorulez Juli 7, 2009 um 7:12 pm

    Na, den einen oder anderen Topos würden wohl auch Liberale unterschreiben, z.B. das über die „Aufsteiger“ aus dem „Ghetto“, aber ja, ansonsten sehe ich das natürlich als dezidiert links 😉 – emanzipatorisch halt und gegen Kulturkonservatismus gerichtet.

    Ich habe unmittelbar nach den Erscheinens des Artikel da drüben in der Kommentarsektion recht scharf reagiert, da packt mich ja häufig blanker Hass, wenn ich da lese, deswege mache ich das auch nur selten. Die menschenverachtenden Ausführungen über SM z.B. werde ich nicht vergessen, auch diese seltsame Methode, durch das Konstatieren sehr realer und wirklich exitsierender Traumata sehr seltsame Kulturtheorien über andere Weltwinkel aufzustellen.

    Kann mir nicht vorstellen, dass das untergegangen ist. Solche Psycho-Heinis leben davon, Andere zu diagnostizieren, und wenn man’s mit ihnen macht, ist man halt krank, und sowas verstärkt man dann aus purer Nächstenliebe nicht auch noch, indem man darauf reagiert. Dialog heißt Preisgabe der Machtposition, auf der die Analytiker-Couch aufgebaut ist ist. Deshalb haben die doch alle so eine Panik vor Gestaltherapeutten, weil deren direkt emotional ansetzende Praktiken symetrischer sind und nicht manipulierbar, und behaupten dann, das könne ganz schlimme Dinge bei den Klienten auslösen ….

  5. lars Juli 8, 2009 um 1:48 pm

    Merci! Gerade vor dem Hintergrund meines eigenen ambivalenten Verhältnisses zum HipHop trifft was Du schreibst, ja den Kern der sich als links verstehenden Anti-Mainstream-Haltung in der Popkultur. Aus gegebenen Anlaß müsste ich mal Kobena Mercer raussuchen, der das Thriller-Video hinsichtlich des schwarzen Körpers analysierte.

  6. momorulez Juli 8, 2009 um 2:38 pm

    @Lars:

    Weiß jetzt gar nicht, ob ich den Kern der sich als links verstehenden Anti-Mainstream-Haltung beschrieben habe … ich glaube, das Mainstream versus Underground gar nicht unbedingt das maßgebliche Kriterium ist, sondern was da jeweils wie vonstatten geht. Und dass „Authentizität“ versus „Inszenierung“ ebenfalls eine völlig unbrauchbare Oppostionspaarbildung ist. Und eigentlich würde ich ja dafür plädieren, mal Bruce Springsteen-, Franz Ferdinand- und Silbermond-Videos hinsichtlich des weißen Männerkörpers zu analysieren 😉 …

  7. Wednesday Juli 8, 2009 um 6:22 pm

    > Kurtis Blow oder Grandmaster Flash wurden hierzulande gar nicht zur Kenntnis
    > genommen

    Na na, das stimmt so nicht. Ich kenne etliche, die sich an beiden Beispielen gütlich taten und tun, in Sachen musikalischer Weiterbildung half übrigens der bayerische „Zündfunk“ gerne aus. Meine kleine Grandmaster Flash Sammlung habe ich neulich meinen kleinen Bruder (*74) feierlich übergeben. Er hat sich sehr gefreut. Kurtis Blow hat er ja bereits, neben allem von P.E., Gunshot, Silverbullet, MC 900 Ft Jesus, Ari Up und und und. Ausgang, CRASS, Heaven 17 und Alien Sex Fiend sind nicht so sein Ding, eben Geschmackssache. So wie ich wiederum Michael Jacksons Musik nicht mag – sie ist mir zu glatt und allzu perfekt.

    > weil die verblödeten Linken der späten 70er und frühen 80er

    Aber sag mal, wie finanzieren sich eigentlich diese Massen an Musikzeitschriften wie Orkus, Spex, Ox oder JUICE etc., wenn alle nur verblödete Opas sind? Wer sind denn die Käufer dieser Blättchen? Und überhaupt, was ist mit den Omas? Warum disst Du die nicht auch? Oder hasst Du nur eine Handvoll Linke, die Du ggf. gar nicht persönlich kennst, sondern nur mal so auf Vokuhila-Konzerten vermutest?

    War wohl nichts mit Deinem Rundumschlag; viell. bewegst Du Dich zu wenig unter Menschen! 😀

  8. momorulez Juli 8, 2009 um 7:43 pm

    Wir können ja gerne mal ’ne Umfrage starten, wer sich so alles von Grandmaster Flash und Kurtis Blow im selben Sinne wie von den Sex Pistols geprägt fühlt … dürfen alle mal mitmachen. Los geht’s!

    Spex steht doch seit Jahren am Rande des Ruins, weiß nicht, ob die die Kurve bekommen haben, seitdem der Max Dax da rumgurkt, ich finde die ja völlig unerträglich mittlerweile und glaube auch nicht, dass die von den Jahrgängen 1961-71 noch viel frequentiert wird – und die 90er-Jahre Kids, die mit Fettes Brot und alledem aufgewachsen sind, das ist ja noch mal eine ganz andere Generation, wo man auch noch mal ganz anders diskutieren muss.

    Was jetzt aber alles nix dran ändert, dass Ina Deter und Grönemeyer und Die Toten Hosen wirkungsgeschichtlich weit mehr reingehauen haben als Heaven17. Auch bei den Omas, nur dass die nicht zu den selben patriachalen Zerrbildern mutieren (oft aber anderen), die dann „TV on the radio“ fragen, warum sie denn weiße Musik machen würden (erwischt, das hatte ich jetzt aus der Spex) und es total bemerkenswert finden, dass der Sänger von Bloc Party schwarz ist, obwohl das doch ’ne Britpop-Band sei … da war man zu 2Tone-Zeiten einfach drei Schitte weiter.

    Aber natürlich sitze ich nur einsam rum, wie alle ehemaligen Philosophiestudenten, und habe auch sonst nix mit Leuten zu tun, die solche Fragen diskutieren 😉 … wobei ich im Gegenzug auch wenig Probleme habe, mich für Joan Baez oder Klaus Hoffmann zu begeistern, das nebenbei.

  9. Wednesday Juli 8, 2009 um 9:16 pm

    Was einen alles beeinflusst (hat), weiß man ja nicht wirklich. 😉 Was weiß man denn überhaupt!

  10. momorulez Juli 8, 2009 um 9:21 pm

    Das stimmt allerdings – lass uns tanzen! 😀

  11. Pingback: nix - Craplog.de

  12. somluswelt Juli 9, 2009 um 7:41 am

    Je länger diese Diskussion läuft, desto mehr fällt mir wieder ein, ich würde sagen, mich haben Prince, MJ, Tina Turner, Grandmaster Flash (jaaa), Funk genauso beeniflußt, wie Grönemeyer, Ina Deter. Kürzlich habe ich mir diese Sendung „Ultimative Chartshow“ angeschaut, es ging um New Wave. Ich hatte es mit New Wave nicht, dachte ich. Es war schon eine große Überraschung dann ;-). Kommt noch die ganze Klassik auf meiner Seite dazu, die kleinen teilweise nur in der Lesbenszene bekannten Bands, die in den späten 80ern hauptsächlich Weltmusik oder ähnliches spielten. Wahrscheinlich wird die Liste die Tage noch länger. Insofern, lasst uns tanzen.

    Ich weiß jetzt nicht, ob das hier passt weil die Diskussion jetzt kreuz und quer läuft, aber ich lass das jetzt mal hier:

    Ich denke da an den Film, das Hotel New Hamshire, dessen Soundtrack aus Hoffmans Erzählungen von Offenbach stammt, konkret die Barcarolle. Für mich als junge Lesbe mit wenig Vorbildern in doppelter Hinsicht interessant, es gibt ein lesbisches Verhältnis im Film (Nastasja Kinski und Jodie Foster) und die Barcarolle ist ein Liebesduett für Sopran und Messosopran (Hosenrolle). Heute gehört die gesamte Oper zu einer meiner Lieblingsoper, wobei da inzwischen andere Aspekte eine Rolle für mich spielen. Das ist für mich Pop.

  13. momorulez Juli 9, 2009 um 8:08 am

    Doch, das passt genau hier her! Auch deshalb, weil bei einer Sozialisation „als Lesbe“ man ja nun noch mehr suchen musste als „unsereins“ – was haben denn dann Figuren wie Annie Lennox, Alison Moyet und so für Dich bedeutet?

    Für mich war übirgens auch der Gestus von Peter Hein bei Fehlfarben wirklich weltbewegend, weil das eben völlig konträr zu all den gebrochenen Machismo-Varianten, mit denen man in Umkleidevarianten so konfrontiert wurde, diametral entgegen gesetzt wurde. Und Marc Almond war für mich ein Gott.

    Dass bei solchen Themen heutzutage wieder der Stammtisch tobt, kann man ja bei diesem Craplog-Pingbacker lesen, der nun sogar den Leuten, die bei „Rock against Rassismus“ auftraten, noch abspricht, irgendwas mit der Agitation gegen die Neue Rechte in Großbritannien zu tun gehabt zu haben. Und auch nix davon wissen will, dass die Jungs von Scooter einst als „Waver“ in der hannövershen Passerelle aufpassen mußten, nicht von Skinheads vermöbelt zu werden, weil jeder wußte, dass die Bahnpolizei noch daneben steht und applaudiert …

    „Ich bin ja ganz froh darüber, in meiner Kindheit nur so unkrediblen Quatsch wie Matthias Reim und Roxette gehört zu haben.“

    Kennste das irgendwo her, diesen Stolz auf die eigene Normalität? Loellie hat recht: Die Homophobie ist längst wieder in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Wobei es jetzt jedem unbenommen sei, Roxette und Matthias Reim gehört zu haben. Wird nur brisant, wenn das dann gegen etwas ins Feld geführt wird, das als „schillernd“ empfunden wird …

  14. somluswelt Juli 9, 2009 um 8:55 am

    Bei den Namen bekomme ich natürlich leuchtende Augen, Annie Lennox mit „Here comes the rain again“ unplugged, krieg ich heute noch Gänsehaut, leider habe ich diese Aufnahme nicht mehr. Alison Moyet natürlich. Aber auch David Bowie „China Girl“ und noch mal Prince mit seinen Spitzenhosen und der laziven Frage „Does he have an ass like mine“. Und dann wieder morgens aus dem Radiowecker Grönemeyer congeniale gesungenen Liebeserklärungen. Und mit vorgezogenen Vohängen Ina Deter und auf Lesbenparties OVA (Kennt vermutlich kaum jemand). Und nebenher offenbar MJ, New Wave und die aktuelle Discopopmusik.

    Matthias Reim, ob man darüber froh sein soll? Ich weiß nicht, ich war damals beim jährlich Frauen/Lesben Sommer Camp aktiv. Eine Abspaltung aus der Friedensbewegung, die sich 6 Wochen im Sommer im Hunsrück festsetze. Die Dorfjugend hat uns zwei Wochen lang das Leben zur Hölle gemacht, in dem sie vom nahe gelegenen Grilplatz 24h am Tag Matthias Reim abspielte. Inzwischen und mit dem Abstand von 20 jahren kann ich den wieder ertragen ohne gleich rot zu sehen. Roxette? Wer ist Roxette?

    Aber zum Stolz auf die eigene Normalität. Bedingt durch meine Lebensumstände war Normalität nun grade nicht mein Thema und das nicht nur, was meine Situation als junge Lesbe in den 80ern angeht. Allerdings habe ich mich musikalisch selbst nie als Ausnahme gesehen. Ich habe gehört, was mir zusagte und mein bisschen bildungsbürgerlicher Hintergrund, Erfahrung mit orientalischer Musik haben meinen Geschmack geleitet. Ich fand mich manchmal schmerzhaft normal mit meinem Umgang mit Musik, weil ich keine Ahnung von den Musikströmungen hatte, mir es egal war, ob ich grad Mainstream hörte und mochte, während viele um mich herum sich verorteten und diese Verortung eine immense Bedeutung für sie hatte, so dass sie teilweise mit Irritation oder aber mit Verachtung auf mich komplett Unverortete reagierten. Das ging so weit, dass das mal Thema im Schulunterricht war, in dem die meine Auswahl an Musikerinnen ala Madonna, Annie Lennox, Tina Turner, Alison Moyet usw. einer independend Punkbandauswahl einer meiner Klassenkameradinnen gegenübergestellt und als Mainstream abgewertet wurde. Bin ich froh, dass ich nicht mehr in die Schule muss ;-).

    Natürlich weiß ich heute, dass die lesbischen Bands und Liedermacherinnen für mich die gleiche identitätsstiftende Bedeutung hatten. Aber die waren dann aber doch zu unbekannt, als dass ich sie in den entsprechenden Situationen hätte einbringen können und da komme ich dann auch bei deinem aktuellen Beitrag an. Denn die Avantgarde der damaligen Zeit (independend Punk etc.) waren schon im Mainstream angekommen, sonst hätte man über sie ja nicht sprechen können.

  15. somluswelt Juli 9, 2009 um 9:02 am

    Noch ein Nachtrag zu den „Figuren“ natürlich war Annie Lennox eine lesbische Ikone, wie auch Jodie Foster, die es ja heute noch ist, zumindest für meine Generation. Als einzige bekannte Lesbe gab es Martina Navratilova. Später dann erst kamen Musikerinnen wie Kd Lang und Melissa Etheridge.

    Die Jüngeren heute haben andere Ikonenn, beispielsweise Pink. Da zeigt sich auch, dass die Ikonographie wirklich etwas mit Imagination zu tun hat, denn Pink ist eine lesbische Ikone unabhängig davon, ob sie selbst lesbisch ist oder nicht.

  16. momorulez Juli 9, 2009 um 9:09 am

    „Here comes the rain again“ ist auch wirklich ein Traum …. die Annie Lennox war für mich auch wichtig, weil die geichzeitig so tuogh und so tief, so cool und so unendlich gefühlvoll war …

    Meinte jetzt auch den „Stolz auf die Normalität“ der Anderen, Mönsch. Der heteronormativen Masse, der ständig irgendwas „zu schwul“ ist. Die Selbstgerechtigkeit der Schrebergärtner und Reihenhausbesitzer (ich liebe Schrebergärten und Reihenhäuser!) auf ihre eigene Durchnittlichkeit.

    Ina Deter habe ich mal interviewt, in Köln, in Neu-Ehrenfeld, und wir haben uns fantastisch verstanden 😉 – ganz tolle Frau!

    Und dieses Mainstream versus Underground, das verstehe ich auch bis heute nicht. Ich war immer froh, wenn das „Anormale“ mainstreamfähig war.

    Tina Turner allerdings – großartige Frau, aber ich glaube, bis auf einen Song habe ich deren Musik der 80er gehasst … fällt mir gerade nicht ein, der Song, aber ich weiß noch, wie ich bei Birarritz auf dem supermarktparkplatz aus dem Auto stieg, da drang der aus den Boxen 😉 …

  17. lars Juli 9, 2009 um 9:44 am

    @Momo: Franz Ferdinand, Silbermond, etc. Wird schon gemacht…

  18. somluswelt Juli 9, 2009 um 9:45 am

    Ich weiß schon, so ist das mit der Normalität ;-), wollte eigentlich anbringen, dass die heutigen Schrebergärtner (ich hasse die, habe auch hab auch Geschichte damit) und Reihenhäusler (möchte ein einzelstehendes mit viel Garten drumrum) damals die Undergrouder waren oder. Vermutlich ist es einfach verwirrdend gewesen in den 80ern mit 14 sein lesbische Coming out zu haben und dann noch die ganze Jugendkultur bewältigen zu müssen. Vielleicht habe ich den Film Hotel New Hampshire deswegen so geliebt, die Lebensrealtiät der Figuren entsprach dem von mir empfundenen Irrsinn um mich herum.

    Tina Turner, ein Song? Nun ja, es waren so viele

    Ich hab da noch was schönes für dich, so richtig zum Gruseln, angefangen bei fleckigen Achselshirt: http://edition.cnn.com/video/#/video/showbiz/2009/07/08/natpkg.dance.like.mj.cnn

  19. Wednesday Juli 11, 2009 um 11:55 am

    > Noch nicht mal bei Arnold Br. oder wie der heißt

    Er heisst Arno Breker und das hättest Du leicht mal checken können. ***Ich sehe, in der Zwischenzeit hast Du „korrigiert“. So einen edit Du dann auch anmerken…

    Breker hat die Naziideologie wie Riefenstahl getreulich transportiert, und beider Schöpfungen kann man schwerlich mit Michelangelos vergleichen. In Michelangelos Werken finde ich Gefühl (oder die Suche danach), in Brekers Skulpturen null, auch nicht die Sehnsucht nach Gefühl, nur (nach) Härte, den harten Mann, den Todbringer – sein Hauch des Todes ist komplett anders als etwa bei Goya, Goyas Bilder spiegeln seine Menschlichkeit und sein Mitgefühl. Bei Riefenstahl ist’s ähnlich: kalte Ästhetik; daß diese von Pop- und Werbeindustrie sowie Kunstschaffenden übernommen und ggf. perfektioniert wurde, spricht die Riefenstahl nicht im Geringsten von Naziideologie und ihrem persönlichen Opportunismus frei; künstlerische Freiheit muss dort ihre Grenzen haben, an denen ich als Künstler Leid und Tod verursache oder ideologisier, also der Politik andiene – da gibt’s kein Wenn und Aber.

    > eine Horde hochnotpeinlicher Groupies

    Das Warten hat ein Ende: wann entschuldigst Du Dich?

  20. Wednesday Juli 11, 2009 um 11:56 am

    > Noch nicht mal bei Arnold Breker oder wie der heißt

    Er heisst Arno Breker und das hättest Du leicht mal checken können.

    Breker hat die Naziideologie wie Riefenstahl getreulich transportiert, und beider Schöpfungen kann man schwerlich mit Michelangelos vergleichen. In Michelangelos Werken finde ich Gefühl (oder die Suche danach), in Brekers Skulpturen null, auch nicht die Sehnsucht nach Gefühl, nur (nach) Härte, den harten Mann, den Todbringer – sein Hauch des Todes ist komplett anders als etwa bei Goya, Goyas Bilder spiegeln seine Menschlichkeit und sein Mitgefühl. Bei Riefenstahl ist’s ähnlich: kalte Ästhetik; daß diese von Pop- und Werbeindustrie sowie Kunstschaffenden übernommen und ggf. perfektioniert wurde, spricht die Riefenstahl nicht im Geringsten von Naziideologie und ihrem persönlichen Opportunismus frei; künstlerische Freiheit muss dort ihre Grenzen haben, an denen ich als Künstler Leid und Tod verursache oder ideologisier, also der Politik andiene – da gibt’s kein Wenn und Aber.

    > eine Horde hochnotpeinlicher Groupies

    Das Warten hat ein Ende: wann entschuldigst Du Dich?

  21. Wednesday Juli 11, 2009 um 11:59 am

    Beitrag um 11:55 war fehlerhaft (A. Breker-Edit, hab mich versehen), sorry!

  22. Loellie Juli 11, 2009 um 1:43 pm

    „künstlerische Freiheit muss dort ihre Grenzen haben, an denen ich als Künstler Leid und Tod verursache oder ideologisier, also der Politik andiene“

    Das würde ich ja glatt unterschreiben, aber womit begründest du denn jetzt eigentlich dein „Michelangelo=gut / Riefenstahl=böse“?
    Wieso sind die in Stein gehauenen Protzbauten der Katholen weniger Macht und Propaganda als ‚Triumpf des Willens‘?
    War es nicht Michelangelo der mit seinem Getöse Kreuzzüge und Inquisition erst ermöglichte?

    „In Michelangelos Werken finde ich Gefühl“

    Wie sollte das bei einem heterosexuellen weissen männlichen Christen auch anders sein 😉

    Aber im Ernst. Mit dem Ansatz musst du die Gesammte Kunstgeschichte Europas in die Tonne treten, weil sie alle, die Künstler, im Luxus von Blutgeld lebten und arbeiteten und sich so der Macht, den Mördern ihrer Zeit andienten. Zumindest diejenigen von denen wir heute wissen. Genauso wie Michael Jackson in die Geschichte eingehen wird, während heute schon kaum noch jemand weiss, wer Harold Melvin war …

  23. momorulez Juli 11, 2009 um 1:54 pm

    Bei wem soll ich mich denn entschuldigen? Und warum? Ist hier jetzt die Inqusition am Pfurzen? Wenn Du noch nicht mal merkst, wie in sich widersprüchlich Dein Statement ist, Groupie, dann geh doch noch mal ’ne Runde in Dich …

    Und ansonsten hat Loellie schon recht: Mit Deinem Ansatz kann man Kunst auch abschaffen und durch die Proklamation wohlfeiler Absichten und warmer Gefühle ersetzen, und historisch waren es erst die bürgerlichen Plein Air-Maler, die es sich leisten konnten, mal nicht für Folterer und Tyrannen zu malen.

    Dass Breker ein Nazi-Arschloch war, bestreitet doch kein Schwein, auch nicht, dass er natürlich kein großer Künstler wie Michelangelo war, kein Stück, das ist scheiße, was der produziert hat. Deswegen ist Ästhetik trotzdem was anderes als Politik.

  24. Wednesday Juli 11, 2009 um 4:15 pm

    @ Loellie: ich bin weder männlich noch Christ, und ah, die Sexualität… je nach Stimmung.
    @ momorulez: was soll diese dämliche Groupie-Denunziation?

    @ beide: Was hat Kunst mit Ästhetik zu tun? Hier wird alles durcheinandergeworfen, eigentlich ganz nett, aber anstrengend. Ästhetik in Kunst ist Nebensache und nicht Sinn von Kunst. Sind Künstler Ästheten? Liegt nicht genau da der Fehler: daß Künster sich verleiten liessen/lassen, Marter, Tod und Krieg zu verherrlichen (ja, dann auch Michelangelo, aber seine Werke haben trotzdem nicht die tödliche Ästhetik der Nazikünstler), indem sie das alles idealisiert darstellten?
    Intellektualität, Kritik, eine bescheidene Unabhängigkeit konnten sich Künstler anscheinend erst nach der bürgerlichen Revolution (1789 etc.) leisten. Davor waren die Geldgeber in aller Regel Adel und Kirchen, und die Künstler im Christentum aufgegangen. Sie haben keinen Demokratisierungsprozess erlebt wie die Künstler des frühen 20. Jahrhunderts, um dann in die Barbarei zurückzukehren.

    Und klar kann ich die Kunstgeschichte, wie alle feudale und bürgerliche Geschichte, in die Tonne treten – sie war immer durch absolute Herrschaft bestimmt und stets ausbeuterisch, allem Lebenden gegenüber, und sie begreift sich selbst bis heute nicht, ein Marx war nicht genug.

    Daß Michelangelo die Kreuzzüge und die Inquisition möglich gemacht haben soll – sorry, die christliche, vielmehr petrussche, Religion trägt den Keim der grenzenlosen Zerstörungswut von Anfang an in sich, die Massenmorde, Invasionen und Zwangsbekehrungen gab es lang vor Michelangelo, er hat sie nicht „ermöglicht“ – der erste Kreuzzug begann 1096.

  25. momorulez Juli 11, 2009 um 4:29 pm

    „Ästhetik in Kunst ist Nebensache und nicht Sinn von Kunst.“

    Wie meinen? Was ist denn dann der „Sinn von Kunst“?

    Und ob Künstler „Ästheten“ sind, wasimmerdasauchist oder auch nicht, ist völlig unerheblich, ihre Werke kann man natürlich mit ästhetischen, also mal sehr, sehr grob gesagt, die Wahrnehmung betreffenden Kriterien, beurteilen, das weiß „Aisthesis“ natürlich mehr, deshalb heißt dessen Blog ja so …

  26. Wednesday Juli 11, 2009 um 4:54 pm

    Kommunikation?

  27. momorulez Juli 11, 2009 um 5:10 pm

    Das ist umstritten, Adorno sah ja – wenn ich mich recht entsinne – gerade ein sich Kommunikationszusammhängen Entziehen als wichtig an. Aber Kommunikation über Wahrnehmungen mittels der vollumfänglichen Thematsierung von Sinnlichkeit, das kann man provisorisch behaupten, glaube ich … und Imagination, nicht regel-geleitete.

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