Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Zugehörigkeiten und: Ist nicht genug für alle da?

Für Drehbuch- und Romanautoren gibt es ein recht inspirierendes Werk namens “Der Publikumsvertrag“.

Es dekliniert durch, wie fiktionale Werke dadurch ihre Leser und Zuschauer gewinnen, dass sie ein Dazugehörenwollen in den Mittelpunkt stellen – zu wie auch immer definierten “Gemeinschaften”.

Dem folgt eine Serie wie “Gossip Girl”, deren Plot dadurch angeschoben wird, dass Dan, der Sohn des Galeristen aus Brooklyn, gerne zur High Society der Upper East Side New Yorks gehören möchte (und seine Schwester Jenny noch um einiges stärker, wozu sie sich allerlei Demütigungen aussetzt – bis sie aus der Stadt gemobbt und intrigiert wird). Das für den Zuschauer Tröstliche der Soap ist, dass die Gesellschaft der Upper East Side  derart von Intrigen, unsäglichem Umgang miteinander Mehr von diesem Beitrag lesen

Millerntor-Gallery 2. – 5.7. 2015

Keine andere Veranstaltung im Millerntor-Stadion verfügt über ein derartiges Potenzial – und an keiner anderen gibt es so viele mögliche Kritikpunkte: Die Millerntor Gallery.

Weil eben dann, wenn im Sinne des Werdens geackert wird, auch die Gefahr, etwas falsch zu machen, immens wächst. Manche meinen, mensch solle es dann lieber gleich bleiben lassen. Soll mensch das?

Denn keine andere Institution im Rahmen des FC St. Pauli-Kosmos ist zugleich derart offen für Kritik, ohne fortwährend beleidigt zu sein, bleibt derart in Bewegung. Die alten, fernöstlichen Weisheitslehren rund um das Ego scheinen da wirklich auf fruchtbaren Boden zu fallen. Bei jedem neuen Event ist schon am Programm abzulesen, wie Mehr von diesem Beitrag lesen

Somewhere over the Rainbow …

“Die schöpferische Fabulation oder Fiktion hat weder mit einer Erinnerung – und sei sie auch erweitert – zu tun noch mit einem Phantasma. Tatsächlich geht der Künstler, darin eingeschlossen, der Romancier, über die perzeptiven Zustände und affektiven Übergänge des Erlebten hinaus. Er ist ein Seher, ein Werdender. (…) Er hat in seinem Leben etwas allzu Großes, auch allzu Untragbares gesehen und die Zwänge des Lebens samt dem, wovon es bedroht ist, so daß der Rest an Natur, den er wahrnimmt, oder die Stadtviertel und deren Personen zu einer Vision gelangen, die, vermittels ihrer die Perzepte dieses Lebens, dieses Augenblicks bildet, dabei die erlebten Perzeptionen in einer Art Kubismus, Simultaneismus, grellen Lichts oder Dämmerung, in Purpur oder Blau explodieren läßt, die kein anderes Objekt oder Subjekt mehr haben als sich selbst.”

Gilles Deleuze/Felix Guatarri, Was ist Philosophie?, Frankfurt/M. 2000, S. 201

Ich habe ja echt geheult, als diese Supreme-Court-Entscheidung zur Ehe gefällt wurde. Dann doch.

Erinnere mich gut daran, wie vor gut 10 Jahren z.B. das berühmt berüchtigte PI startete, zunächst unterstützt von liberalen Bloggern, die sich gemeinschaftlich im Zuge des “Pro Bush”-Bloggens formierten. Bei dieser Keimzelle des aktuellen Hasses auf – fiktiv – “den Islam” und Muslime, PI, stand nicht zufällig auch der Kampf gegen die “Homo-Ehe” ganz oben auf der Agenda. Das führte auch zum Bruch zwischen (Neo-)Liberalen und PI; obgleich unter ersteren auch einige sehr heterosexistisch wetterten. Andere nicht.

Das sind die Klüngel, die vorbereiteten, was nicht nur bei Pegida, sondern auch in einst mitstreitenden Blogs sich längst etabliert hat. Eben ein gewaltiger Backlash, der alles, was rund um Stonewall (was keine weiße, Cis-Gender-Veranstaltung war), die Feminismen und an Empowerment und Kritik von White Supremacy orientierte Sichtweisen aus den PoC-Communities um 67-69 kulminierte, weg beißt und auch noch ins Opfersein sich hinein dünkelt – weil trotz Erkenntnissen in die liberale Gleichheit keine materiale Möglichkeitsentfaltung zugelassen wird und der narzißtische Selbstbezug total geworden ist.

Mag sich die Fusion aus dem Hass auf Muslime und dem Kampf gegen LGBTIQ-People das in manchen Bereichen des Diskurses auch gewandelt haben: Eben da, wo nun triumphierend und geschichtsklitternd Mehr von diesem Beitrag lesen

Liebe Mannschaft des FC St. Pauli, …

… lieber Ewald Lienen, lieber Oke: Noch vor gar nicht so langer Zeit habe ich hier ja einen offenen Brief verfasst, der so einiges an Aufsehen erregte.

Und nun …  fast nix von dem, was ich damals schrub, stimmt noch (lediglich das mit dem Potenzial, das in Marginalisierungserfahrungen steckt, das ist immer noch richtig im Grundsätzlichen). 

Bin immer noch baff, was für einen grandiosen Turnaround ihr hingelegt habt, mit was für einer immensen Energie ihr über euch hinaus wuchset und zu was für einem furiosen Kraftakt ihr euch fähig zeigtet.  

 

Hätte auch nie geglaubt, dass Oke es schaffen würde, mit ungemein und imposant mutiger Entscheidungsfreude die Weichen dafür zu stellen, so frisch gekürt in die aufreibende Action getrieben – und dass es Ewald Lienen mit all seiner Akribie, Begeisterungsfähigkeit, Geduld und Erfahrung gelingen würde, die Möglichkeiten, die wir alle ahnten, frei zu setzen. 
Ich liebe es ja, eines Besseren belehrt zu werden :) … deshalb ein Dank von ganzem Herzen für dieses Geschenk des Klassenerhaltes! An die Mannschaft, an Oke, an Ewald Lienen. 

Mehr Worte wären wohl zu viel, als dass es so schön sein kann, sich zu irren, wenn mensch unkt und meckert … Danke! Ihr habt es nicht nur mir gezeigt.
Nur die noch: Ich setze euch einfach ein kleines von vielen jetzt entstehenden Denkmälern im entstehenden St. Pauli-Roman. 

Zur Mythologie dieses Vereins habt ihr nunmehr sowieso unauslöschlich und unvergesslich beigetragen. Und das sooooo toll …

Jenseits der großen These …

Snackable. Likable. Sloganisiert. Kein Einlassen, kein Einlass: Wie Vogelrufe – Meme, Abwehr, Notenschlüssel.

Verstellt, gestelzt, herbeigemackert: Ein Leben wie auf Transparenten. Beifall in Kneipen. Die Rede schwingt nicht, doch er sich mit ihr auf.

Lässt hinter Dir und’s Ihn entfernt die Podien bewohnen.

Dein Blick, er schweift und sucht, verweilt, kein unterwerfen; er huscht und will nichts greifen. Lauschen taucht ein in Klänge und Worte, erkundet das Unfassbare, Dargebotene; verweilt still ganz im Verlauf des Jetzt.

Aufnahme: Start. Immer zurück ins Vokabular, mit ihm jonglieren – Zugriff verwehrt, drum Bild gefunden. Eines, das sich wie Zuhause fühlt. Beobachten verlassen – drum Augen auf. Sätze nicht passend machen, sie umtanzen nur und fangen nicht ein, sie treffen nicht und können so entdecken. Es schwingt und liebt. Das Bild bewegt.

In die Akkorde lauschen. Fingerkuppen klopfen, kratzen auf Oberschenkeln die letzte Anspannung hinfort. Sie finden Melodie, folgen ihr und wissen, dass Wiederholen nur erschöpft, sich Variieren ersehnt.

Den Rhythmus finden, Farben folgen. Sie glitzern und florieren. In Blüte feiern, sehen lernen. Den Schlägen weichen. Das Nutzlos ziehen.

Ließen sie Dich, sie würden sich verlieren. Stellen Räume zu. Sind es gewohnt: Gerührt, geschüttelt, formatiert. Snackable. Likable. Sloganisiert.

“Ja, politisches Handeln darf auch weh tun – aber wem?”

““Du kannst eh nicht immer alles richtig machen”, behauptet gefühlt die ganze Welt, faktisch vor allem weiße Personen. Auch an diesem Abend sollte es so sein. Podiumsgast und Performerin Simone Dede Ayivi brachte dazu einen sehr wichtigen Punkt ein. Sie gestand, dass sie für sich selbst tatsächlich den Anspruch hat, stets alles richtig zu machen. Natürlich gelingt es nicht immer, aber, so sagte sie, wenn die eigene Herangehensweise frei nach dem Motto “zufrieden werden eh nicht alle sein”/”Fehler kommen so oder so vor” ist, dann ist es klar, dass irgendwas verkackt wird/problematisch ist.”

(…)

Ein hervorragender Text bei der Mädchenmannschaft aus feministischen Diskussionszusammenhängen. Dringende, vollständige Lektüreempfehlung.

Passt aber auch zu gut hierzu:

“Wie wir wohl wissen, ist die ständige Suche nach einer besseren Gesellschaft gerade auch in einer scheinbaren Komfortzone wie dem FCSP absolut notwendig und verlangt danach, immer wieder dorthin zu gehen, wo es wehtut.”

Sichere Komfortzone??? Für wen denn??? Scheinbar stimmt schon. Gerade bei dem Event, um das es da ging. Und weit darüber hinaus.

Rausch Lust Liebe: FC St. Pauli – VFL Bochum 5:1

Ja, auch wenn die ach so gerühmte “aktive Fanszene” des FC St. Pauli ein in Teilen auf Exklusion ausgelegter Haufen ist, in dem einige Platzhirsche dafür sorgen, dass alle Regeln der Dominanzkultur strikt sich durchsetzen: Die Spieler haben es ja nun wirklich nicht verdient, mit Nicht-Beachtung gestraft zu werden. Obgleich ich selbstverständlich keineswegs glaube, dass für die von Relevanz ist, was ich hier schreibe: Der Restrausch will raus. 

Die Hochachtung dafür, dass eine zutiefst verunsicherte Gruppe von Individuen einen solchen Turnaround schaffte mit Hilfe Ewald Lienens, drängt als tief  empfundenes Gefühl zum Ausdruck. Respekt! Nach einem solchen Gegentor ungemein eindrucksvoll und zum wiederholten Mal eine derartige Durchschlagskraft zu entwickeln – das imponiert mir ungemein. Und so macht es ja trotz der Organisierten auf den Rängen Spass, dabei sein zu können. Danke, Mannschaft des FC St. Pauli!
  
Weiß gar nicht, wo ich mit dem Schwärmen anfangen soll. Damit, dass Buchtmanns Rückkehr trotz Anfangspatzer der Mannschaft offenkundig verdammt gut tut? Was ein souveränes Tor! Ist auch ganz spannend, steht mensch nach dem Spiel noch in der Crowd vorm Stadion, dass selbst nominell Heterosexuelle ins Hingerissensein durch Buchtis Aura einstimmen, aufs Nominelle wollen die dann auch gar nicht immer fest gelegt bleiben … zudem übrigens mir nach Einwechslung von Ziereis entfuhr, dass wir nun 5:1 gewinnen würden. Wirklich! So geschah es. Thys plötzliche Blüte explodierte auch im entfesselten Mit- und Fürihnfreuen, und Halstenbergs Treffer habe ich mir in der Zusammenfassung schon mehrfach jubelnd wieder angeguckt.

Tat auf jeden Fall sehr gut, dass jene Mannschaft, die uns die Regenbogenflagge auf der Geschäftstelle schenkte und mit “Wie kann man nur hassen, dass Menschen sich lieben!”-Transparenten auflief, nun auch im Spiel wieder volle Sexyness bewies. Und das, wenn ich es richtig deute, ja auch aufgrund eines ganz interessanten Tricks Ewald Lienens: Einfach keinen “echten Stürmer” mehr vorne hinein zu stellen, auf den sich dann alle scheiternd konzentrieren, sondern mit Thy eher einen Typ, der zusammen mit anderen im offensiven Mittelfeld rotiert. Verlagert die Verantwortung auf mehr Schultern, stärkt Team-Spirit, und prompt wird auch Halstenberg Goal-Getter. Sehr schön. 

Steht zwar alles noch auf Messers Schneide, die Frage nach dem Klassenerhalt, aber angesichts der Transformation des Teams ist mir gar nicht bange. Auf dass ich hoffentlich auch in der nächsten Saison in Liga 2 weiter “die aktive Fanszene” ignorieren und trotzdem für die Mannschaft schwärmen kann, während ich in meiner FSK-Sendung den utopischen Nicht-Ort St. Pauli beschwöre und an meinem ersten St. Pauli-Roman arbeite … ein toller Verleger ist jetzt ja gefunden. Danke, Mrs. Mop! 

Die Geburt der “Gemeinschaft des FC St. Pauli” aus dem Geiste der Romantik?

Nein, es muss nicht jede_r sich in der politischen und Geistes-Geschichte des 19. Jahrhunderts auskennen. Bezieht mensch sich freilich explizit darauf, so wären ein paar Recherchen nix, was schaden würde.

“Tölle stellte u.a. in einer urkomischen Performance mit Lothar Matthäus einen der „ganz großen Romanciers des Fußballs“ vor und sorgte mit einem einleitenden Text des Dichters Friedrich von Hardenberg alias Novalis (1798) für einen ungewöhnlichen Start. „Die Welt muss romantisiert werden!“, forderte Novalis in seinem Text, der so etwas wie ein „Grundprogramm der Romantik“ darstellt.

Sein Ziel, „dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Ansehen, dem Endlichen einen unendlichen Schein“ zu geben, finde sich auch heute im Fußball wieder, so Christoph Nagel: „Ein Ball rollt in ein Netz. Eigentlich nichts Besonderes. Aber jeder hier im Saal weiß, was für unendliche Gefühle das auslösen kann!“”

Ja, witzig, bierselig-sentimental in der Unendlichkeit zu schwelgen. Nun ist die Zusammensetzung eines Panels nie zufällig, und ist nur eine Frau dabei, fällt das eh schon auf. Um so mehr, wenn zwei Tage später auf dem Platz jene, deren Sichtweisen auf die weißdeutsche “Romantik” und wie sie sich beim Moderator, Rettig oder Tölle artikuliert, mich tatsächlich interessieren würden, nämlich die Spieler des FC Lampedusa, jene Rolle einnehmen, die Schwarzen in dieser Gesellschaft eingeräumt wird: Fussball spielen. Dabei weiß jeder, der ihnen je lauschte, wie ungeheuer lehrreich das ist. Warum diskutiert da keiner mit? Wurden sie gefragt und wollten nicht? Falls ja, und sie wollten nicht, erübrigt sich der Einwand.

Ich habe auch gegen Novalis nix einzuwenden, würde von Moderatoren des ach so politischen FC St. Pauli wenigstens, Historiker!, sich mal schlau gemacht im Vorfeld, Mehr von diesem Beitrag lesen

Momo on the radio : Neues aus dem Metalustversum! FSK, Mo, 11.5., 14-16 h

Reiner Zufall! Ja, aus mangelnder Vorbereitungszeit – Angebote von Mäzen_innen nähme ich gerne entgegen! – regiert die Sendung morgen das EinfachmalsoherumliegendeBücherzufälligirgendwoaufschlagenundvorlesen. Deshalb auch vorab keine Literaturliste, das wäre für meine 3 Hörer_innen ja öde. Wie immer  auf dem FSK!

Die Tracklist sei dennoch nicht ausgespart:

Donna Summer – On the Radio
Auf dem Weg ins Kaufhaus erledigte ich noch einen kleinen Hauskauf – Dear Existenz
Benjamin Herrmann – Namely You
La Canaille – Jamais nationale
MC Solar feat. Kerry James – ? (Je ne veux pas aller á la guerre)
Henri Dikongué – Ho a Muto
Manu Dibango – Soul Makossa
Rufus Wainwright – Poses
Patrick Wulf – Count the Casualty
Beach House – Other People
Gus Gus – Another Life
Eddie Silverton – Another Day
Barbara Manson – Another Man
David Morales – Needin’ you
Joe Smooth – Promised Land
Cabaret Voltaire – Just Fascination
Erasure – Dead of night
Clueso – Herz Boom Boom
Hildegard Knef – Du bist das Salz in der Suppe (Hannes Nieswandt-Remix)
Frederika Stahl – Deep Breath then dive
Michael Henderson – Goin’ Places
Hoffe, das Ganze ist nicht zu krude geworden – wünsche auf jeden Fall viel Spaß bei der Zufallsausgabe der Metalustversum-Akustik-“Show”!

Dringende Lektüre-Empfehlungen: Lest bei LesMigraS!

Zunächst dieser ausführliche Bericht, der mir über den Facebook-Auftritt von LesMigras zugänglich gemacht wurde, Dankeschön! Vollständig lesen hilft begreifen.

Das haben sich freilich auch alle Gay-Aktivisten hinter die Löffel zu schreiben, die der Machttechnik des “teile und herrsche” folgend in diversen Kommentarsektionen ihrem Rassismus freien Lauf lassen. Ich habe zwar selbst bei Verlautbarungen des LSVD mittlerweile den Eindruck, dass so etwas wie eine Bewusstwerdung langsam und allmählich einsetzt, vermutlich, weil angesichts von Pegida, AfD und Co klar wird, dass die ganzen Muslim-Hasser gleichzeitig auch auf die Herabsetzung und Entwürdigung von LGBTIQ-People setzen. Trotzdem. Ist ja allenfalls in Ansätzen spürbar.

Für allerlei Veranstaltungen, die aktuell z.B. rund um einst hier thematisierte Fussballvereine statt finden und in deren Fall weiße, heterosexuelle Männer per Homepage meine Idee als ihre ausgeben, ist zudem folgender Text von Relevanz – mit einem herzlichen Dank an Noah Sow für einen weiteren Hinweis, den ich trotz regelmäßiger Lektüre der LesMigras-Seite ansonsten nicht mitbekommen hätte, mein Fehler!, so was kann mensch, wenn wirklich Interesse besteht, sich ja auch eigentätig ergoogeln und recherchieren, also insbesondere auch ich! -:

Außerdem ist es wichtig, sich damit auseinanderzusetzen, wie strukturelle Diskriminierungen anerkannt werden können. Dazu gehört auch, sich damit zu beschäftigen, wie bisher häufig ausgeschlossene Menschen an den Veranstaltungen teilnehmen können. Wie wird beispielsweise mit dominantem Redeverhalten von privilegierten Personen umgegangen? 

Auch das bitte ganz lesen.

Es ist ja immer ganz niedlich, wenn per Stadionbeschallung großartig “Antidiskriminierung” proklamiert wird und dann entscheidende Fragen – zumindest so, wie es in der Außenwirkung erscheint – gar nicht gestellt werden. Gerade deshalb ist die vollständige Lektüre des LesMigras-Text nur ein Anfang ernstzunehmender Auseinandersetzung mit dem Thema. Wozu meines Erachtens auch die Ästhetik des Umfeldes zählt: In die Punkrock-Hölle bewegt sich halt auch nicht jede/r/s freiwillig und gerne, aber zum Teil zumindest scheint das ja wenigstens begriffen worden zu sein.

Vielleicht ist ja auch alles ganz anders, als ich das nun wieder denke – dann freue ich mich nichtsdestotrotz.

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