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	<title>Metalust &#38; Subdiskurse Reloaded</title>
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	<description>&#34;Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich&#34;</description>
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		<title>Metalust &#38; Subdiskurse Reloaded</title>
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		<title>Wie Mann mit blumigen Worten das Frauenmusikzentrum vertreibt &#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 14:23:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>momorulez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisexismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Das Verkaufsexposé (siehe Anhang) klingt wie blanker Hohn: “Beste Zentrums­lage in Ottensen mit Vermietungs­sicherheit und Zukunfts­potential. Ottensen ist Magnet für kreative und unab­hängige Menschen geworden – hier stoßen gewachsene Strukturen mit modernem Lifestyle zusammen.”&#8220;<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=metalust.wordpress.com&amp;blog=5632771&amp;post=3383&amp;subd=metalust&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><a href="http://maedchenmannschaft.net/hilfe-gesucht-kuendigung-der-raeume-des-frauenmusikzentrums-in-hamburg/" target="_blank">&#8222;Das Verkaufsexposé (siehe Anhang) klingt wie blanker Hohn: “Beste Zentrums­lage in Ottensen mit Vermietungs­sicherheit und Zukunfts­potential. Ottensen ist Magnet für kreative und unab­hängige Menschen geworden – hier stoßen gewachsene Strukturen mit modernem Lifestyle zusammen.”&#8220;</a></p></blockquote>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/metalust.wordpress.com/3383/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/metalust.wordpress.com/3383/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/metalust.wordpress.com/3383/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/metalust.wordpress.com/3383/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/metalust.wordpress.com/3383/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/metalust.wordpress.com/3383/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/metalust.wordpress.com/3383/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/metalust.wordpress.com/3383/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/metalust.wordpress.com/3383/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/metalust.wordpress.com/3383/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/metalust.wordpress.com/3383/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/metalust.wordpress.com/3383/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/metalust.wordpress.com/3383/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/metalust.wordpress.com/3383/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=metalust.wordpress.com&amp;blog=5632771&amp;post=3383&amp;subd=metalust&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">momorulez</media:title>
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		<title>Zum Holocaust-Gedenktag</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 12:20:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>momorulez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Antirassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Antisexismus]]></category>
		<category><![CDATA[Extremismus der Mitte]]></category>
		<category><![CDATA[Heteronormativität entwerten]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>

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		<description><![CDATA[Angesichts der Gedenk- und Aufklärungsveranstaltung heute zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz und dem darauf folgenden Vortrag über die Homosexuellenverfolgung im &#8222;3. Reich&#8220; sei vor allem auf Kontinuitäten zwischen Nazideutschland und der Bundesrepublik Deutschland verwiesen, es gab keine &#8222;Stunde 0&#8243;, die von den Regierungsparteien bis heute gerechtfertigt werden: &#8222;Die Regierungsfraktionen sprechen sich jedoch gegen eine [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=metalust.wordpress.com&amp;blog=5632771&amp;post=3381&amp;subd=metalust&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Angesichts der <a href="http://www.stpauli-fanladen.de/2012/01/veranstaltung-zum-internationalen-holocaustgedenktag-am-freitag-den-27-01-2012/" target="_blank">Gedenk- und Aufklärungsveranstaltung</a> heute zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz und dem darauf folgenden Vortrag über die Homosexuellenverfolgung im &#8222;3. Reich&#8220; sei vor allem auf Kontinuitäten zwischen Nazideutschland und der Bundesrepublik Deutschland verwiesen, es gab keine &#8222;Stunde 0&#8243;, die von den Regierungsparteien bis heute gerechtfertigt werden:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=14228">&#8222;Die Regierungsfraktionen sprechen sich jedoch gegen eine Aufhebung der Verurteilungen aus, da sie &#8211; anders als die Nazi-Urteile &#8211; rechtsstaatlich zustande gekommen worden seien. Der CDU-Abgeordnete Ansgar Heveling sieht in dem grünen Antrag einen Versuch &#8222;rückwirkend die deutsche Rechtsordnung und damit unsere Rechtsstaatlichkeit&#8220; auszuhebeln. Zwar seien Homosexuelle von der Bundesrepublik &#8222;in höchstem Maße diskriminiert und stigmatisiert worden&#8220;, die &#8222;Rechtssicherheit&#8220; sei aber wichtiger. Es spiele dabei keine Rolle, dass ein Sex-Verbot für Schwule &#8222;aus heutiger Sicht unvereinbar mit dem Grundgesetz&#8220; sei. &#8222;Die Veränderungen können und dürfen aber auf keinen Fall dazu führen, Entscheidungen des demokratischen Rechtsstaates und seiner Gerichte pauschal als Unrecht zu bewerten.&#8220;"</a></p></blockquote>
<p>Dass mir jedes Mal der Atem stockt, wenn ich das wieder lese, ist vielleicht verständlich &#8211; es stellt ja unverblümt den Freibrief aus, dergleichen demokratisch erneut zu beschließen, wenn der Wind sich dreht. Was von Gutachtern der Bundesregierung <a href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=12063" target="_blank">exakt so auch geschrieben wurde</a>.</p>
<p>Zwar gab es keine Vernichtungslager mehr nach 1949 in der Bundesrepublik<span id="more-3381"></span>, der von den Nationalsozialisten verschärfte Paragraf 175 führte jedoch zu ungefähr ebenso viel Verurteilungen wie unter Adolf Hitler. Das Bundesverfassungsgericht bestätigte einst dessen Sicht der Dinge, wenn auch aus einer etwas anders akzentuierten Perspektive, das &#8222;gesunde Volksempfinden&#8220; spielte freilich eine Rolle:</p>
<blockquote><p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/§_175" target="_blank">&#8222;Die beiden Paragraphen seien „formell ordnungsgemäß erlassen“ worden und „nicht in dem Maße ‚nationalsozialistisch geprägtes Recht‘“, dass ihnen „in einem freiheitlich-demokratischen Staate die Geltung versagt werden müsse“. Die unterschiedliche Behandlung männlicher und weiblicher Homosexualität wurde auf biologische Gegebenheiten und das „hemmungslose Sexualbedürfnis“ des homosexuellen Mannes zurückgeführt. Als zu schützendes Rechtsgut wurden „die sittlichen Anschauungen des Volkes“ genannt, die sich maßgeblich aus den Lehren der „beiden großen christlichenKonfessionen“ speisten.&#8220;</a></p></blockquote>
<p>Na, da haben wir sie ja wieder, die Jesus- und Paulus-Erfinder.</p>
<p>Ich erinnere mich da an einen bei der Katholischen Kirche angestellten Geistlichen auf einer &#8222;Warum bin ich bei St. Pauli&#8220;-Veranstaltung &#8230; aus dem Grunde, dass so was wieder passieren könnte, gehe ich heute zu der Veranstaltung auch nicht hin. Jedem Individuum sei die Betroffenheit und das Entsetzen voll und ganz abgenommen; wer freilich für eine Organisiation agiert, die dergleichen forcierte und auch heute noch forciert, kann das ja woanders tun als im Rahmen des FC St. Pauli.</p>
<p>In der Tat haben anschließende Kommunikationen nach diesem Vorfall mich verletzt.</p>
<p>Ganz interessant ist, dass ausgerechnet die Formulierung &#8222;widernatürlich&#8220; von den ansonsten &#8222;rasse&#8220;biologistischen Nazis gestrichen wurde. Was das Fortwirken dieses &#8222;widernatürlich&#8220; als Kern aller Homophobie nicht ändert &#8211; und ja, auch hier kommt mal wieder der Papst, auch ein &#8222;Führer&#8220;, zum Zuge.</p>
<p>Nicht nur, dass dieser die Pius-Brüder rehabilitierte ( &#8230;aber es waren ja so viele sooooo begeistert vom Papstbesuch in Deutschland &#8230;.), nein, er besaß auch die Dreistigkeit zu behaupten, in Auschwitz seien nicht etwa Juden, sondern das Christentum vergast worden, mal etwas überpointiert formuliert &#8211; Alan Posener macht das besser als ich:</p>
<blockquote><p><a href="dass also weder das Judentum als Religion noch der Gott der Juden, sondern die Juden als Rasse Ziel der deutschen Mordwut waren, so wie die slawischen Völker als Rasse Ziel deutschen Versklavungswillens waren, ganz ohne Absichten hinsichtlich ihres Gottes. Halten wir aber fest, dass der Massenmord an den Juden bei Ratzinger nicht als entsetzlicher Höhepunkt einer zweitausendjährigen Geschichte des christlichen Antijudaismus erscheint, als ein von Angehörigen einer bis dato christlichen Nation begangenes Verbrechen, sondern als letztlich gegen das Christentum gerichtete Handlung – und vor allem darum als verwerflich." target="_blank">&#8222;„Wenn dieses Volk einfach durch sein Dasein Zeugnis von dem Gott ist, der zum Menschen gesprochen hat und ihn in Verantwortung nimmt, so sollte dieser Gott endlich tot sein und die Herrschaft nur noch dem Menschen gehören – ihnen selber, die sich für die Starken hielten, die es verstanden hatten, die Welt an sich zu reißen. Mit dem Zerstören Israels, mit der Schoah, sollte im Letzten auch die Wurzel ausgerissen werden, auf der der christliche Glaube beruht, und endgültig durch den neuen, selbst gemachten Glauben an die Herrschaft des Menschen, des Starken, ersetzt werden.“</a></p>
<p><a href="dass also weder das Judentum als Religion noch der Gott der Juden, sondern die Juden als Rasse Ziel der deutschen Mordwut waren, so wie die slawischen Völker als Rasse Ziel deutschen Versklavungswillens waren, ganz ohne Absichten hinsichtlich ihres Gottes. Halten wir aber fest, dass der Massenmord an den Juden bei Ratzinger nicht als entsetzlicher Höhepunkt einer zweitausendjährigen Geschichte des christlichen Antijudaismus erscheint, als ein von Angehörigen einer bis dato christlichen Nation begangenes Verbrechen, sondern als letztlich gegen das Christentum gerichtete Handlung – und vor allem darum als verwerflich." target="_blank">Sehen wir einmal darüber hinweg, dass auch jene Juden getötet wurden, die ihren Glauben und ihre Identität aufgegeben und etwa Katholiken oder Kommunisten geworden waren – und darüber hinaus auch „Halbjuden“: dass also weder das Judentum als Religion noch der Gott der Juden, sondern die Juden als Rasse Ziel der deutschen Mordwut waren, so wie die slawischen Völker als Rasse Ziel deutschen Versklavungswillens waren, ganz ohne Absichten hinsichtlich ihres Gottes. Halten wir aber fest, dass der Massenmord an den Juden bei Ratzinger nicht als entsetzlicher Höhepunkt einer zweitausendjährigen Geschichte des christlichen Antijudaismus erscheint, als ein von Angehörigen einer bis dato christlichen Nation begangenes Verbrechen, sondern als letztlich gegen das Christentum gerichtete Handlung – und vor allem darum als verwerflich.&#8220;</a></p></blockquote>
<p>Unbedingt den ganzen Text lesen!</p>
<p>Gedenktage bergen ja die Gefahr in sich, dass mensch durch Historisierung einer Diagnostik der Aktualität sich entzieht. Mensch fühlt sich prima, während betroffen der Vergangenheit gedacht wird, und braucht im Heute nicht mehr groß nachzudenken.</p>
<p>Der Papst wäre ja schnurz, wenn sich in ihm nicht so viel bündeln würde, das eben <em>auch</em> symptomatisch ist für Entwicklungen, die sich zunächst nach der &#8222;Wieder&#8220;vereinigung, dann nach dem 11. September noch mal verschärft etabliert haben. Christlich motivierte Kapitalismuskritik, die eher über Charaktereigenschaften von Bankern schwafelt als über die Funktionsweise des Systems (die Vatikanbank hat da auch eine ziemlich gruselige Geschichte), eine permanente Zurechtweisung von Opfergruppen des &#8222;3. Reiches&#8220; wie auch diese Unsitte, Angriffe auf Juden, PoC, Lesben (oft als &#8222;Asoziale&#8220; interniert), Sinti, Roma und Schwule irgendwie auf sich zu beziehen (oder das &#8222;Ansehen der Nation&#8220;) und diese selbst dabei weitestgehend zu entmündigen und zumeist zu ignorieren oder zurecht zu weisen, wenn sie sich wehren, das gibt es ja alles auch säkular. Die Praktiken rund um &#8222;unwertes Leben&#8220;, die Euthanasie, sind irgendwie auch in Vergessenheit geraten.</p>
<p>Auch diese seltsame Berufung auf &#8222;Natur&#8220;, die bei allen Gender-Kritiken sich wiedergängerisch vollzieht, deutete der Papst neulich im Bundestag in einer allseits gefeierten, weil gar nicht verstandenen Rede in die Geltung normativer Naturzwecke als Willen Gottes um. Und natürlich begründete er da ausführlichst seine Ablehnung &#8222;gleichgeschlechtlicher&#8220; Sexualpraktiken unter Berufung auf das &#8222;Naturrecht&#8220;, ohne Schwule und Lesben einmal zu erwähnen:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=15059" target="_blank">&#8222;Dass diese mittelalterlich-frühneuzeitliche Naturrechtslehre, die heute kein ernst zu nehmender Wissenschaftler mehr vertritt, für Benedikt die wichtigste Argumentationsbasis in fast allen heiß umstrittenen Fragen ist, hat offensichtlich keiner bemerkt: die Minderbewertung der Frau in der Kirche, die Ächtung der Homosexuellen, die Verteufelung der künstlichen Verhütungsmittel usw. So wird besonders im Bereich der Homosexualität vom Papst und anderen kirchlichen Dokumenten immer wieder deren Widernatürlichkeit unterstrichen.</a></p>
<p>Die Berufung auf das Naturrecht bildet sogar die Basis nicht mehr nur praktizierte Homosexualität, sondern sogar die Veranlagung strikt abzulehnen: Schon die homosexuelle Veranlagung ist für den Papst etwas, was gegen die von Gott ursprünglich gewollte Natur steht (Licht der Welt, 180). Dass diese in staatlichen Zusammenhängen nicht mit der Bibel, sondern mit dem Naturrecht begründet wird, macht die Sache umso gefährlicher. Denn dieses vom Papst postulierte Naturrecht ist nicht demokratischen Abstimmungen anheim gegeben und völlig unabhängig von religiösen Bekenntnissen. Es bindet alle Menschen und Völker aller Zeiten vor jeder demokratischen Abstimmung. Wo ein Staat sich nicht an diese von Benedikt favorisierte Rechtsbasis hält und z.B. gleiche Recht für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften einführt, wird er zur &#8222;Räuberbande&#8220; (Benedikt zitiert hier Augustinus). Das Naturrecht bildet die ideologische Basis für den Vatikan, auf der er auf völkerrechtlichen Konferenzen mit Staaten wie Saudi-Arabien und dem Iran eng zusammen arbeitet, um dort einen Abbau von Frauen, Religionskritiker und Homosexuelle diskriminierenden Gesetzen zu verhindern.&#8220;</p></blockquote>
<p>Das also zum Zustand der Demokratie: So etwas feiern unsere Parlamentarier. Dabei existiert eine päpstliche Anweisung, direkt in diesem Sinne auf die Gesetzgebungen von Staaten einzuwirken, politisch tätig zu werden, an seine Angestellten.</p>
<p>Auschwitz, die Shoah, das IST historisch singulär.</p>
<p>Diese Erkenntnis darf freilich nicht dazu verleiten, alles unterhalb der Schwelle der bürokratisch reibungs- und weitgehend widerstandslos organisierten und industriell wie planmäßig durchgeführten Massenvernichtung als irgendwie gar nicht so schlimm zu empfinden; das ideologische Gebräu, das die Nazis sich da zusammen sammelten, hatte diverse Quellen, zu denen auch der christliche Antijudaismus zählte (der Herr Stoecker, allerdings Protestant, sei beispielhaft genannt).</p>
<p>Und die Beschäftigung mit dem Inhaftierungs- und Vernichtungswillen der Nazis birgt immer die Gefahr, durch Instrumentalisierung der Opfergruppen diese selbst aus dem gesellschaftlichen Feld zu werfen. Ob nun &#8222;Antideutsche&#8220; Juden benutzen, um antisemitische Stereotype in ihrer &#8222;Kapitalismuskritik&#8220; zu reproduzieren und fest zu schreiben (der &#8222;Börsenjude&#8220;), oder die Neue Rechte Schwule gegen Muslime ins Feld führt (und umgekehrt, siehe Winfried Kluth, Opus Dei), obgleich der Diskurs der Islamhasser dem des Antisemistismus im Kaiserreich mehr als nur ähnelt, oder ob  der Papst Auschwitz annektiert, obgleich doch der Antijudaismus bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts sozusagen offizielle Doktrin der Katholischen Kirche war:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.welt.de/wams_print/article3127283/Die-katholische-Kirche-und-der-Antijudaismus.html" target="_blank">&#8222;Es sind vielleicht gerade die heutigen Polemiken, die aufzeigen, dass das Zweite Vatikanische Konzil auch von Juden und Säkularen als wahre Transformation erlebt wurde, als eine epochemachende Zäsur zwischen einem &#8222;Vorher&#8220; und einem &#8222;Nachher&#8220;. Das &#8222;Vorher&#8220; bestand aus einem unerbittlichen theologischen Antijudaismus, aus physischer Segregation in den von der gegenreformatorischen Kirche gewollten Gettos. Es bestand aus erzwungenen Taufen, aber auch &#8211; und das selbst nach der Emanzipation der Juden in Europa &#8211; aus schikanierenden Maßnahmen im gesellschaftlichen Leben und antijüdischen Ressentiments eines wichtigen Teils der christlichen Welt. Man kann sagen, dass die katholische Kirche erst mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil begonnen hat, dem Antijudaismus ein klares &#8222;Nachher&#8220; entgegenzusetzen, indem sie sich dieses Antijudaismus bewusst wurde und ihn zu korrigieren versuchte. Diese Transformation setzte nach der Schoah ein, für die der christliche Antijudaismus &#8211; nicht nur der katholische &#8211; ein kulturelles und ideologisches Hinterland gebildet hatte.&#8220;</a></p></blockquote>
<p>alles eine Sauce, wie auch die Rede vom &#8222;jüdisch-christlichen Abendland&#8220; Geschichtsklitterung betreibt.</p>
<p>Das Bewusstsein der Gegenwärtigkeit der Motive, aus denen die Nazis sich speisten, muss der Ideologie und dem wortreichen Schweigen der Reaktion entgegen gesetzt werden.</p>
<p>Dazu gehört auch, die Kontinuitätslinie zwischen dem Massaker an den Hereros, beispielhaft genannt, und jenen der Vernichtung der europäischen Juden zu begreifen, den Kolonialismus als eine historische Vorstufe des absoluten Grauens zu verstehen, und relativ war auch da das Grauen nicht, wo Kolonialherrschaft wütete.</p>
<p>Und dazu gehört es, nicht permanent zu vergessen, dass auch Linke, ja, auch Kommunisten in den KZs zu Tode kamen, sogar als allererste, als diese noch keine Vernichtungslager wie die späteren waren, wurde dort gefoltert und gemeuchelt.</p>
<p>Und dazu gehört es somit, die Rolle der Bürgerlichen in dem ganzen historischen Prozess wieder ins Bewusstsein zu rufen, die heute so tun, als hätten sie mit all dem nichts zu tun gehabt und sogar noch rechtfertigen, das schwule Opfer auch nach dem &#8222;3. Reich&#8220; staatlich verfolgt und nie entschädigt wurden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>AUFARBEITUNG DER GEWALT BEIM SCHWEINSKE CUP – UNTERSUCHUNGSKOMMISSION VON ST. PAULI FANS EINGESETZT – AUFRUF AN AUGENZEUGEN BERICHTE ANZUFERTIGEN</title>
		<link>http://metalust.wordpress.com/2012/01/26/aufarbeitung-der-gewalt-beim-schweinske-cup-untersuchungskommission-von-st-pauli-fans-eingesetzt-aufruf-an-augenzeugen-berichte-anzufertigen/</link>
		<comments>http://metalust.wordpress.com/2012/01/26/aufarbeitung-der-gewalt-beim-schweinske-cup-untersuchungskommission-von-st-pauli-fans-eingesetzt-aufruf-an-augenzeugen-berichte-anzufertigen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 09:31:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>momorulez</dc:creator>
				<category><![CDATA[FC St. Pauli]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Am 14. Januar 2012 haben die versammelten St. Pauli Fans im Rahmen der Diskussionsveranstaltung vom Fanladen St. Pauli im Centro Sociale nach den Vorfällen beim diesjährigen Schweinske-Cup beschlossen, eine unabhängige Untersuchungskommision einzuberufen. Mit Herrn Prof Dr. Feltes von der Ruhr-Universität Bochum konnte ein Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der DFL dazu gewonnen werden, diese federführend zu leiten. Wir [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=metalust.wordpress.com&amp;blog=5632771&amp;post=3379&amp;subd=metalust&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><a href="http://stpauli.nu/supporters-in-action/schweinske-cup-untersuchungskommission">&#8222;Am 14. Januar 2012 haben die versammelten St. Pauli Fans im Rahmen der Diskussionsveranstaltung vom Fanladen St. Pauli im Centro Sociale nach den Vorfällen beim diesjährigen Schweinske-Cup beschlossen, eine unabhängige Untersuchungskommision einzuberufen. Mit Herrn Prof Dr. Feltes von der Ruhr-Universität Bochum konnte ein Mitglied des<br />
wissenschaftlichen Beirats der DFL dazu gewonnen werden, diese federführend zu leiten.</a></p>
<p><a href="http://stpauli.nu/supporters-in-action/schweinske-cup-untersuchungskommission">Wir bitten daher alle Fans, ihre Beobachtungen und Gedächtnisprotokolle zu den Vorfällen beim Schweinske Cup 2012 an das Fanprojekt des FC St. Pauli, den Fanladen St. Pauli zu schicken. Per Mail an <em>info@stpauli-fanladen.de</em> oder per Post in die Brigittenstraße 3, 20359 Hamburg. Die Daten werden vertraulich behandelt, alle eingehenden<br />
Berichte und Protokolle an die Untersuchungskommision weiter geleitet und abschliessend gelöscht und/oder vernichtet. <strong>Auf Wunsch werden die Protokolle auch nur anonymisiert weitergegeben!</strong></a></p>
<p><a href="http://stpauli.nu/supporters-in-action/schweinske-cup-untersuchungskommission">–<br />
Besucht euren Fanladen persönlich oder virtuell (www.stpauli-fanladen.de)<br />
Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag von 15.00 bis 19.00 Uhr sowie vor und nach den Heimspielen der Profis<br />
<em>Quelle: Fanladen St. Pauli, Brigittenstr.3, 20359 Hamburg<br />
Tel. 4396961, Fax. 4305119, email: info@stpauli-fanladen.de&#8220;</em></a></p>
<p>&nbsp;</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Tugend, Moral und gesellschaftliche Ungleichheit</title>
		<link>http://metalust.wordpress.com/2012/01/25/tugend-moral-und-gesellschaftliche-ungleichheit/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 13:24:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>momorulez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Antirassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Antisexismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Heteronormativität entwerten]]></category>
		<category><![CDATA[Moral]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Die Einteilung der Welt in „wir besseren“ und „ihr schlechteren“ ist eklatant auffällig. Gerne spricht man auch den anderen überhaupt die Fähigkeit ab, sich zu entwickeln. Das Antiaufklärerische an dieser Haltung wird durch die Grundannahme der eigenen Überlegenheit übertüncht. Die Aufklärung wird auf die Überwindung des Religiösen und die Erlangung der absoluten individuellen Freiheit reduziert [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=metalust.wordpress.com&amp;blog=5632771&amp;post=3377&amp;subd=metalust&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><a href="http://www.migazin.de/2012/01/20/nazi-wir-danken-dir/" target="_blank">&#8222;Die Einteilung der Welt in „wir besseren“ und „ihr schlechteren“ ist eklatant auffällig. Gerne spricht man auch den anderen überhaupt die Fähigkeit ab, sich zu entwickeln. Das Antiaufklärerische an dieser Haltung wird durch die Grundannahme der eigenen Überlegenheit übertüncht. Die Aufklärung wird auf die Überwindung des Religiösen und die Erlangung der absoluten individuellen Freiheit reduziert und Meinungsfreiheit wird dann plötzlich vor allem für Rassisten gefordert, während man den Rassismuskritikern diese gern absprechen mag.&#8220;</a></p></blockquote>
<p>Wohl wahr. Wie der ganze verlinkte Text. Vollkommen zustimmungsfähig.</p>
<p>Ich greife dennoch einen anderen Aspekt auf, der immer wieder aufs Neue Unsinn erzeugt in diversen Debatten: Wenn die moderne Moral zur Tugendethik verklärt wird, kommt eben Quatsch dabei raus. Wenn sie zur Frage nach dem &#8222;guten Menschen&#8220; mutiert, schlägt zumeist das Christentum gnadenlos zu &#8230;</p>
<p>Es ist ja erstaunlich, wie sich die aristotelische Tugendethik bis in die Geometrie-Vorstellungen der politischen Landschaft fort pflanzt:</p>
<blockquote><p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tugendethik" target="_blank">&#8222;„Die Tugend ist also ein Verhalten (eine Haltung) der Entscheidung, begründet in der Mitte in Bezug auf uns, einer Mitte, die durch Vernunft bestimmt wird und danach, wie sie der Verständige bestimmen würde.“</a></p>
<p><cite><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tugendethik" target="_blank">– Aristoteles: <em>Nikomachische Ethik</em> 1106b36–1107a2, Übers. Gigon<sup>[3]</sup></a></cite></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tugendethik" target="_blank">Da Aristoteles Realist war, wusste er um die Schwierigkeit und Vielfalt der konkreten Umstände. Deshalb ergänzte er auch seine Definition der Tugend als rechter Mitte um den Zusatz, dass ein verständiger bzw. tugendhafter Mensch als Orientierung dienen kann. Diese Ergänzung folgt auch aus anderen Überlegungen der Tugendethik, die die Überzeugung vertritt, dass man richtiges und ethisch gutes Handeln erlernen kann und muss, um fortschreitend richtig und gut zu handeln und um sein Urteilsvermögen in Bezug darauf zu entfalten.</a></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tugendethik" target="_blank">Neben den vielen Fällen, in denen die Umstände über eine gute Handlung entscheiden, gibt es jedoch für Aristoteles auch Handlungen, die an sich schlecht sind. Bei diesen gibt es keine Mitte, weil es kein anderes Extrem gibt.&#8220;</a></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tugendethik" target="_blank">Bei der Moral des liberalen oder kantischen Typs hingegen geht es um die NORMATIVE Forderung formaler Gleichheit, bei Hegel trat das Motiv intersubjektiver Anerkennung des konkreten So-oder-So-Seins des Anderen hinzu. Leider denkt der gleiche Philosoph dann auch noch auch konkrete Formen der Sittlichkeit hinzu, gewachsene Traditionen, weil diese historische Vernunft in sich tragen würden, das ist mit dem Anerkennungsmodell dann aber dialektisch kaum noch vermittelbar.</a></p></blockquote>
<p>Während die Tugendlehren im Grunde genommen selbstbezüglich <span id="more-3377"></span>und narzisstisch bleiben und auch in christlicher Form, da treten dann Schuld und Sühne und manchmal die Forderung nach völliger Selbstlosigkeit hinzu, als Ego-Formationen durch den Kosmos driften, ist die &#8222;moderne Moral&#8220; anders gebaut. Sie ist die Kombination aus formaler Gleichheit und der Anerkennung des Anderen in seinem So-oder-So-Sein Grundlage eines respektvollen Miteinanders. Axel Honneth hat die Forderung danach in seinem Werk &#8222;Der Kampf um Anerkennung&#8220; als einen Kern sozialer Konflikte gedeutet. Das mag aus marxistischer Perspektive zu recht als Ignoranz ökonomischer &#8222;Konflikt&#8220;-Gründe ausgelegt werden, dass dieses Motiv jedoch hinter der &#8222;Proud to be gay!&#8220;-Agitation steckte, dürfte unumstritten sein. Blöd ist man nur, wenn man die ganze Zeit auf die Anerkennung der Anderen wartet und sein Selbstbild dann ausschließlich darauf gründet.</p>
<p>Zwar können u.a. ästhetisch motivierte Gruppenkonstellationen Forderungen wie jene, CDUler hätten am Millerntor nichts zu suchen, auch ganz erheblich wirksam werden. Oder eben &#8222;Kein Popper in die Punk-Disco!&#8220; Das Bürgertum ist neben seiner ökonomischen Bedingtheit eine Geschmacksfrage, und ein Teil der Religion auch eher eine Frage des ästhetischen Urteils hinsichtlich literarischer Texte  - moderne Moralkonzeptionen setzen anders an, indem sie in welcher Form auch immer, beim Recht auf Anerkennung der Person des Anderen landen. Was übrigens über abstrakt-liberale Modelle hinaus weist. Die Kritik von Carol Gilligan an Kohlberg , den ich hier zum Teil in Anspruch nehme, hatte als Kern, dass dieser in seinem Modell der Stufen der Moralentwicklung von konkreten Personen abstrahieren würde. Ein Motiv, dass gerade in der Auseinandersetzung rund um Rassismus etc. maßgeblich wirkt, weil häufig die Erfahrung marginalisierter Personengruppen ignoriert wird. Die feministisch intendierte &#8222;Fürsorge&#8220;-Ethik, die Gilligan dem entgegen stellte, sollte dann nicht etwa heißen, dass Frauen sich gefälligst um Mann und Kind zu kümmern haben, sondern forderte ein Sich-Auf-den-Anderen-Einlassen. Seyla Benhabib nannt das dann den &#8222;konkreten Anderen&#8220;, der im Gegensatz zum abstrakten Rechtssubjekt eben eine Person mit Gefühlen und Erfahrungen ist und dem die moralische Haltung zu gelten habe.</p>
<p>Ausnahme von dem in formaler Gleichheit gründenden, moralischen Konzept bildet der an Nutzenerwägungen und &#8222;Gesamtwohl&#8220; (z.B. Durchschnittseinkommen, Bruttosozialprodukt) Utilitarismus orientierte als Leitideologie des Kapitalismus, der dessen liberale Grundorientierung am Individuum aushebelt. Und der &#8222;Anerkennung&#8220; nicht auf das jeweilige Personsein, sondern auf &#8222;Leistungen&#8220; bezieht. Ebenso raus fällt eine rein selbstbezügliche Verantwortungsethik, die Handlungsfolgen nicht etwa in Relation auf andere, sondern auf irgendwelche überindividuellen &#8222;Werte&#8220; als Kriterium dessen formuliert, was eine gute, was eine schlechte Handlungsfolge sei.</p>
<p>Moderne Moral kann im Grunde genommen auf eine Vorstellung des &#8222;Guten Menschen&#8220; und überhaupt wie auch immer geartete Menschenbilder völlig verzichten. Das unterscheidet sie vom &#8222;Humanismus&#8220;.</p>
<p>Sie zielt auf die Partizipation aller gleichermaßen, und im Grunde genommen lässt sich aus ihr in welcher Form auch immer die Verteilungsgerechtigkeit ableiten. Sie ist NORMATIV, also ein Kriterium z.B, für die Begründung von REGELN, insofern ist sie nichts FAKTISCHES oder irgendwo schon Realisiertes.</p>
<p>Das alleine ist der Humbug, dem alle anheim fallen, die glauben Moral sei irgendwo realisiert; sie ist ein Kriterium für intersubjektiv gelingende Praxis. Alles andere ist ein naturalistischer Fehlschluss, der vom Sein aufs Sollen schließt. Es gibt auch erhbeliche Differenzen zum Recht, der Juristerei, obgleich Menschen- und Grundrechte im wesentlichen moralisch begründet werden. Die Marxsche Kritik daran, die zwischen &#8222;Bourgeois&#8220; und &#8222;Citoyen&#8220; unterscheidet, sollte jeder mal zur Kenntnis genommen haben.</p>
<p>Die Begründung und Geltung der Menschen- oder Grundrechte ist zudem etwas anderes als ein Naturgesetz; z.B das Geschwafel des Papstes über die Natur des Menschen als Grundlage irgendwelcher Verhaltensweisen ist nichts anderes als der berühmte &#8222;naturalistische Fehlschluss&#8220;, man solle nicht vom Sein aufs Sollen schließen.</p>
<p>Sie ist kein Vertragsmodell, weil sie Freiheit jedes Einzelnen als wichtigsten Bezugspunkt voraus setzt, die im Vertragsinhalt nicht aufhebbar ist (im normativen Sinne, faktisch ist das oft anderes, und dann ist der Vertrag unmoralisch).</p>
<p>Das alles unterscheidet sie maßgeblich von Tugendlehren, die eher von der Notwendigkeit von Einschränkungen persönlicher Freiheit ausgehen.</p>
<p>Mit den Rassismus-, Feminismus- und Homophobiefragen hat all das sehr viel zu tun. Der emanzipatorische Anspruch dieser Formen der Kritik heißt ja nichts anderes, als tatsächlich eben die formale Gleichheit bei gleichzeitiger Anerkennung des konkreten So-oder-So-Seins von Personen &#8211; PoC, Frau, lesbsich, schwul, bi &#8211; einzufordern, was nur dann möglich ist, wenn man diese auch partizipieren lässt und deren Perspektiven gleichberechtigt einbezieht. An Geschichtsschreibung, Medien, auf Theaterbühnen, in Chefetagen, überall. Dass man Menschen nicht wegen ihrer Hautfarbe abschiebt, dass man keine Priorität von Nationenzugehörigkeit im Sinne der Privilegierung zulässt usw.. Gleichmacherei ist das gerade NICHT, weil ja die Differenz und Pluralität von Lebensformen usw. gerade ZIEL dieser Moral ist &#8211; die freie Entfaltung der Persönlichkeit, wie es so feierlich im Grundgesetz heißt.</p>
<p>Möglichkeitsbedingung dessen ist die ökonomische Basis. Brecht hatte ja recht &#8222;Erst kommt das Brot, dann die Moral&#8220;. Insofern ist die Sicht der Dinge auch nicht zufällig aus dem ökonomisch aufstrebenden Bürgertum entstanden, das sich gegen Klerus und Adel behauptete, um dann den gleichen Scheiß wie diese mit der entstehenden Arbeiterschaft anzustellen. Von den Kolonisierten und Versklavten ganz zu schweigen. Ebenso von permanent angekurbelten Krisen, die ganze Regionen z.B. auf dem afrikanischen Kontinent, aber auch in Afghanistan dauernde Kriegszustände erzeugen, wird eine solche Perspektive freilich buchstäblich bombardiert und unterminiert.</p>
<p>Es ist auch eine Gesellschaft denkbar, in der durch die Verhältnisse das Problem gar nicht mehr diskutiert zu werden braucht, weil in ihnen das Kriterium gewissermaßen &#8222;aufgehoben&#8220;, also realisiert ist. Das ist auch keine &#8222;Moralisierung der politischen Theorie&#8220;, weil z.B. die ökonomische Analyse selbst davon völlig unberührt bleibt. Es liefert freilich die Kriterien, wieso eine Situation als ungerecht empfunden wird &#8211; weil Menschen Voraussetzungen für ein gelingendes Leben vorenthalten werden.</p>
<p>Nun gibt es Leute, die in ihrer temporären Verblödung diese Sicht der Dinge als klassengebundenen &#8222;moralischen Rigorismus&#8220;, Herrn Fleischauer paraphrasierend, begreifen wollen.</p>
<p>Das ist freilich eine Rezeption im Sinne auch noch christlich depotenzierter Tugendlehren. Das ist ja so ein Kuriosum, dass gerade auf der Linken viel in Kategorien eines säkularisierten Christentums gedacht wird. Das passiert in der Regel dann, wenn die Privilegien weißer, heterosexueller Männer angegriffen werden und als Schutzbehauptung irgendeine Zumutung konstruiert wird, die darin besteht, auch mal Frauen, Schwulen oder PoC zuzuhören, um diese in ihrem konkreten So-oder-Sein auch weiterhin ignorieren zu &#8222;dürfen&#8220;, anstatt sie anzuerkennen. Das hat aber mit Tugenden allenfalls sekundär zu tun, sondern ist die Weigerung, ein moralisches Kriterium ernst zu nehmen. Diese Rückübersetzung in Tugendlehren führt dann in anderen Fällen dazu, dass z.B. die &#8222;Gier&#8220; der Banker in den Mittelpunkt des Denkens gerückt wird und nicht etwa die amoralische Funktionsweise des kapitalistischen Systems selbst. Bezogen z.B auf die Abschiebepraxis wäre deren Kritik &#8222;moralischer Rigorismus&#8220;.</p>
<p>Umgekehrt ist freilich die liberale Falle, zu glauben, dass ein normatives Kriterium gesellschaftlich längst realisiert sei, was eine der Lebenslügen &#8222;des Westens&#8220; ist. Oder anzunehmen, &#8222;Kulturen&#8220; seien so was wie Tugendträger, die kollektive Formen des So-oder-So-Seins erzeugten, das ist sozusagen die Hegelsche Vorstellung von Sittlichkeit, und wer nicht in diesen sozialisiert sei, habe deshalb auch nicht die Fähigkeit, moderne, post-koventionelle Moral als Kriterium eigener Handlungen zu begreifen.</p>
<p>So bastelt Mann sich dann Kollektive, die irgendwie &#8222;barbarisch&#8220; seien, und entvölkert aus dieser Sicht der Menschen ganze Kontinente &#8211; die &#8222;Wilden&#8220;. Das ist auch die ewige Falle der &#8222;Aufklärung&#8220;, sich &#8222;voraufgeklärte&#8220; Menschenarten einzubilden, die dann zu missionieren oder zu kolonisieren oder zu vernichten seien.</p>
<p>Dabei geht die moderne Moral davon aus, dass jedes sprach-, denk- und handlungsfähige Subjekt von ihr problemlos zu überzeugen wäre, wenn es denn bereit dazu ist.</p>
<p>Was sehr viel Aufwand nach sich zog, nun manche als nicht ganz so sprach-, denk und handlungsfähig ausweisen zu wollen, was traditionell zumeist Frauen und PoC traf, aber ebenso &#8222;untere Schichten&#8220;. Man schaue nur mal nachmittags RTL &#8230; und irgendwer findet jetzt diesen Text linksextrem. Während andere anfangen, die Mittel zu diskutieren, die zur Utopie führen, und das deshalb eh alles blöd finden. Die weiß ich allerdings auch nicht.</p>
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		<title>Zur kurz gesprungen, Publikative!</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 12:41:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>momorulez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Antirassismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Extremismus der Mitte]]></category>
		<category><![CDATA[Heteronormativität entwerten]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;In der Berichterstattung über Rechtsextremismus wird zumeist von der rechten oder rechtsextremen „Szene“ gesprochen beziehungsweise geschrieben. Dies verharmlost die Komplexität und Schlagkraft des Rechtsextremismus in der Bundesrepublik Deutschland deutlich.&#8220; Da hat &#8222;Publikative&#8220; ja recht, auch mit der These, dass es sich nicht um irgendeine abgeschotettete Szene handelt, sondern eher den Charakter einer nicht organisierten &#8222;sozialen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=metalust.wordpress.com&amp;blog=5632771&amp;post=3370&amp;subd=metalust&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><a href="http://www.publikative.org/2012/01/24/terror-trio-rechtsextremismus-als-soziale-bewegung/" target="_blank">&#8222;In der Berichterstattung über Rechtsextremismus wird zumeist von der rechten oder rechtsextremen „Szene“ gesprochen beziehungsweise geschrieben. Dies verharmlost die Komplexität und Schlagkraft des Rechtsextremismus in der Bundesrepublik Deutschland deutlich.&#8220;</a></p></blockquote>
<p>Da hat &#8222;Publikative&#8220; ja recht, auch mit der These, dass es sich nicht um irgendeine abgeschotettete Szene handelt, sondern eher den Charakter einer nicht organisierten &#8222;sozialen Bewegung&#8220; annimmt &#8211; aber wieso wird, auch wenn es lediglich der erste Teil einer Artikelreihe ist, das ganze im Paradigma der Extremismustheorie diskutiert?</p>
<p>Rechtes Denken speist sich IMMER aus Abgrenzung gegen irgendwelche Exkludierten und gesellschaftliche Minderheiten und ist insofern IMMER etwas, das mit den als &#8222;Mitte&#8220; sich Behauptenden sowieso schon eng zusammen hängt.</p>
<p>Wieso werden Wilders, Politically Incorrect, Sarrazin, Walser, Achse des Guten, Döpfner und Breivik da ignoriert?</p>
<p>Wieso der Kampf der US-Rechten gegen &#8222;Politcal Correctness&#8220;, seien es nun Evangelikale, Libertäre oder rechte Republikaner, und der Einfluss der unter Bush agierenden (und schon zuvor) Think Thanks wie jener von Daniel Pipes nicht thematisiert?</p>
<p>Bei allen Differenzen zur alten Nazi-Ideologie sind sie es doch, die zu einem aufnahmebereiten Klima für Rassismen, Homophobie und auch Frauenfeindlichkeit beitrugen, die sich mittlerweile sogar bei jenen zeigen, die sich als &#8222;linksradikal&#8220; oder auch nur irgendwielinks behaupten und in Abwehrhaltung gegen die emanzipatorischen Neuen Sozialen Bewegungen der 60er und 70er Jahre ihre Pfründe sichern, indem sie diese historisieren und gegen vermeintliche &#8222;Keulen&#8220; &#8211; sei es nun Auschwitz-, Homophobie &#8211; oder Rassismus-&#8220;Keule&#8220; &#8211; wettern und nicht nur in Blog-Einträgen ihre Jugendsünden beweinen und so was wie Feminismus oft als ja gar nicht mehr nötig betrachten?</p>
<p>Es ist doch auch und gerade diese krude und verlogene Selbstverständnis eines post-rassistischen, post-feministischen und post-homophoben Deutschlands, das bis zu Wulffs Weihnachtansprache sich zeigt und natürlich total gegen Nazis ist, das jedoch durch die permanente Restabilsierung dieser Ideologie dazu übergegangen ist, Formen und Inhalte des rechten Denkens fortwährend zu tabuisieren, um ihnen freien Lauf zu lassen, und in Abwehrhaltungen dann jene, die einst und heute Opfer der Nazis waren und sind, fortwährend zu beschimpfen, sie würden eine &#8222;Opferrolle instrumentalisieren&#8220; und sollten mal langsam sowieso ihre Schnauze halten und seien selbst die wahren Nazis.</p>
<p>Die Ergebnisse einer jüngst erschienenen Studie, die einen weit verbreiteten Antisemitismus in Deutschland belegt, zeigen doch vielmehr so etwas wie ein, freundlich gesprochen, Groll gegen die Opfer, die als permanente narzisstische Kränkung wohl angesehen werden, und das auch und gerade bei jenen, die sich am allerpostrassistischten usw. erleben. Eben frei nach dem von Broder immer zitierten Motto &#8222;Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen&#8220;. Lässt sich ja variieren.</p>
<p>Die Konstruktion des &#8222;Rechtsextremismus&#8220; mag dann haltbar sein, wenn man &#8222;Extremismus&#8220; als gewalthaltig v ersteht, das trifft dann auf die Abschiebepraxis aber auch zu, und DA liegt ja offenkundig das Problem der versagenden staatlichen Instituionen. Wie Publikative oft beschreibt.</p>
<p>Ansonsten wird fortwährend durch diese &#8222;Mitte&#8220;-&#8220;Extrem&#8220;-Entgegensetzung das ignoriert, was zu Beginn der 30er Jahre nun tatsächlich das Problem war: Dass zum einen KPD und SPD sich nicht zusammen taten, und dass zum anderen die Bürgerlichen mit den Nazis kooperierten. Gegen links.</p>
<p>Letzteres ist zwar implizit auch die These des Artikels, nur durch Konzentration auf die Burschenschaften, vereinfachend gesagt, kommt der ganze Rest zu kurz. Aber das ändert sich ja bestimmt in Teil 2.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/metalust.wordpress.com/3370/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/metalust.wordpress.com/3370/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/metalust.wordpress.com/3370/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/metalust.wordpress.com/3370/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/metalust.wordpress.com/3370/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/metalust.wordpress.com/3370/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/metalust.wordpress.com/3370/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/metalust.wordpress.com/3370/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/metalust.wordpress.com/3370/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/metalust.wordpress.com/3370/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/metalust.wordpress.com/3370/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/metalust.wordpress.com/3370/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/metalust.wordpress.com/3370/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/metalust.wordpress.com/3370/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=metalust.wordpress.com&amp;blog=5632771&amp;post=3370&amp;subd=metalust&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Was aus dem Protestantismus wurde &#8230; Staatskirchen sind halt immer schon falsch gewesen, lieber Kaiser Konstantin!</title>
		<link>http://metalust.wordpress.com/2012/01/23/was-aus-dem-protestantismus-wurde-staatskirchen-sind-halt-immer-schon-falsch-gewesen-lieber-kaiser-konstantin/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 12:23:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>momorulez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heteronormativität entwerten]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Wörtlich heißt es in dem Beschluss der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens: &#8222;Die Landeskirche behält sich vor, in Einzelfällen gleichgeschlechtlichen Paaren das gemeinsame Leben im Pfarrhaus zu gestatten. Dies setzt die einmütige Zustimmung des zuständigen Kirchenvorstandes zwingend voraus und ist nur bei Eingetragenen Lebenspartnerschaften möglich.&#8220;  Na, hoffentlich denke ich morgen endlich daran, aus diesem Haufen, in den [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=metalust.wordpress.com&amp;blog=5632771&amp;post=3366&amp;subd=metalust&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><a href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=15786" target="_blank">&#8222;Wörtlich heißt es in dem Beschluss der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens: &#8222;Die Landeskirche behält sich vor, in Einzelfällen gleichgeschlechtlichen Paaren das gemeinsame Leben im Pfarrhaus zu gestatten. Dies setzt die einmütige Zustimmung des zuständigen Kirchenvorstandes zwingend voraus und ist nur bei Eingetragenen Lebenspartnerschaften möglich.&#8220; </a></p></blockquote>
<p>Na, hoffentlich denke ich morgen endlich daran, aus diesem Haufen, in den ich, ohne gefragt zu werden, hinein getauft wurde, endlich auszutreten.</p>
<p>Scheinbar war ja der Prostestantismus zunächst eine insofern gute Idee, dass er die Relation &#8222;Leser &#8211; Bibel &#8211; Gott&#8220; an die Stelle von &#8222;Papst &#8211; Priester &#8211; Bibel &#8211; Gläubiger&#8220; setzte. Wieso nun irgendwelche staatlich geförderten Landeskirchen in angeblich dieser Tradition ihren Angestellten die Lebensform vorschreiben oder genehmigen können wollen, das ist schon ziemlich krude. Mache ich als Arbeitgeber doch auch nicht.</p>
<p>Nun stehe ich auch gerade stark unter dem Eindruck <a href="http://www.amazon.de/Jesus-Tatsachen-Erfindungen-Harald-Specht/dp/3869018984/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1327319892&amp;sr=1-1" target="_blank">dieses Buches</a>, das eindrucksvoll die Nicht-Existenz eines historischen Menschen und Gottessohnes Jesus Christus wie auch die literarische Erfindung sogar des Paulus belegt (unter Berufung auf <a href="http://www.amazon.de/Gefälschte-Paulus-Urchristentum-Zwielicht-ebook/dp/B006VYHPUC/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1327319659&amp;sr=1-1" target="_blank">dieses Werk</a>, <a href="http://www.radikalkritik.de/" target="_blank">hier die Website des Autoren</a>), das zusammen mit den Forschungsergebnisse einer <a href="http://www.amazon.de/Das-Geheimnis-fünften-Evangeliums-Wahrheit/dp/3423343338/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1327319791&amp;sr=1-1" target="_blank">Elaine Pagels</a>  das ganze &#8222;Neue Testament&#8220; als Fake dann aufzeigt, wenn man es buchstäblich und nicht etwa allegorisch als Compilation aus diversen spirituellen Quellen von den alten Ägyptern (Osiris, Isis, Horus) über das Judentum (was ja immerhin allseits bekannt ist) und sogar Buddha und Krishna und mannigfaltigen heidnischen Vorgängern, so z.B. Dionysos, begreift. Die Symbolik von Tod und &#8222;Auferstehung&#8220; ist zudem auch global Kennzeichen schamanischer Initiation.</p>
<p>Der ganze Kanoniserungsprozess eines vielfältigen Schriftums rund um die multipel ausgestaltete Messiahs (=Christus)-Vorstellung,  das einzig zu Bekehrungszwecken verfasst wurde, nicht etwa als Augenzeugenbericht einer realen Passion, war nichts als der Versuch, ein einheitliches &#8222;Christentum&#8220; durch Ausgrenzung vermeintlicher &#8222;Häresie&#8220; zu schaffen, das sich mit frühen Formen römischer Staatlichkeit als kompatibel erweisen könnte und zudem die Hoheit über den Glauben in die Hand der Kirche, nicht des spirituell Suchenden, legte.</p>
<p>So erfand (bzw. stellte zusammen aus diversen christlichen und nicht-christlichen Quellen, wobei &#8222;christlich&#8220; einen Glauben an einen Messiahs in diesem Fall meint, der über das Judentum hinaus geht, und die Quellen z.B. das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ägyptisches_Totenbuch" target="_blank">ägyptische Totenbuch</a> waren) man ein ganzes Evangelium, das des Johannes, um dem kursierenden <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomasevangelium" target="_blank">Thomas-Evangelium </a>das Wasser abzugraben. Hatte in diesem &#8222;Jesus&#8220; als literarische Figur doch verkündet, der Weg zum göttlichen Licht sei in jedem Individuum zu finden. Was freilich die Macht der sich formierenden Katholischen Kirche deutlich eingeschränkt hätte, die sich als Wegweiser ins Licht behauptete. So verfasste man im 2. Jahrhundert das Gegendokument, das als erstes überhaupt die These vom &#8222;Gottessohn&#8220; bei Herakles und anderen klaute, im Gegenzug zum Zwecke der Selbstermächtigung. Diese Idee taucht in den anderen kanonischen Evangelien gar nicht auf.</p>
<p>Nun hätte der Protestantismus die Chance geboten, da Abhilfe zu schaffen &#8211; nur dass auch er den u.a nach Herrschaftsgesichtspunkten errichteten Kanon übernahm. Und viele der anderen, insbesondere gnostischen Schriften wurden ja in einer Art früher Bücherverbrennung der Vernichtung anheim gegeben und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nag-Hammadi-Schriften" target="_blank">erst in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts</a> wieder entdeckt.</p>
<p>Was all die Hater unter den vermeintlich so nächstenliebenden Christen aber nicht dazu brachte, sich über eine krude wörtliche Auslegung literarischer Texte zum Thema Spiritualität mal Gedanken zu machen, sondern stattdessen ganz im Sinne der Tradition weiterhin Unfug zu verbreiten. Und anderen die Lebensformen vorschreiben zu wollen.</p>
<p>Das ist ja das Ärgerliche, dass global unter Berufung auf diese alten Geschichten Lesben und Schwule gequält, herab gewürdigt und entrechtet werden. Und das nur, weil <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Irenäus_von_Lyon" target="_blank">Irenäus</a> und andere u.a. unter politischen Gesichtspunkten diese Schriften auswählten und entschieden, dass sie &#8222;göttlich inspiriert&#8220; wären im Gegensatz zu den zahllosen anderen.</p>
<p>Und damit das so bleibt, quatscht dann ausgerechnet der Papst im Bundestag &#8230;</p>
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		<title>Dance against Sexism &amp; Homophobia &#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 09:58:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>momorulez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antisexismus]]></category>
		<category><![CDATA[Für Hedonismus]]></category>
		<category><![CDATA[Heteronormativität entwerten]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; heute Abend im Centro Sociale. U.a. dabei: Respect My Fist! Vielleicht sieht man sich ja.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=metalust.wordpress.com&amp;blog=5632771&amp;post=3364&amp;subd=metalust&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; <a href="http://www.asta.haw-hamburg.de/termine/dance-against-sexism-homophobia" target="_blank">heute Abend</a> im <a href="http://centrosociale.breitaufgestellt.de/" target="_blank">Centro Sociale</a>. U.a. dabei: <a href="http://respectmyfist.blogsport.de/" target="_blank">Respect My Fist</a>! Vielleicht sieht man sich ja.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/metalust.wordpress.com/3364/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/metalust.wordpress.com/3364/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/metalust.wordpress.com/3364/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/metalust.wordpress.com/3364/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/metalust.wordpress.com/3364/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/metalust.wordpress.com/3364/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/metalust.wordpress.com/3364/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/metalust.wordpress.com/3364/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/metalust.wordpress.com/3364/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/metalust.wordpress.com/3364/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/metalust.wordpress.com/3364/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/metalust.wordpress.com/3364/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/metalust.wordpress.com/3364/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/metalust.wordpress.com/3364/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=metalust.wordpress.com&amp;blog=5632771&amp;post=3364&amp;subd=metalust&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Fragen nach dem Auftritt des Innensenators</title>
		<link>http://metalust.wordpress.com/2012/01/16/fragen-nach-dem-auftritt-des-innensenators/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 10:57:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>momorulez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antirassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Extremismus der Mitte]]></category>
		<category><![CDATA[FC St. Pauli]]></category>
		<category><![CDATA[Kolonisierung der Lebenswelt]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Es war nämlich Michael Neumann da. Was dabei bemerkenswert ist: Sein Vorgänger kommt zu einem offiziellem Empfang des Fanladens mit drei erkenntlichen Personenschützern, er kommt zu einer solchen Veranstaltung alleine und ohne Begleitung. Das muss man so erstmal zur Kenntnis nehmen und ist für mich erstmal ein anderes zugehen auf Leute. Er hat kurz geredet, hat ein [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=metalust.wordpress.com&amp;blog=5632771&amp;post=3356&amp;subd=metalust&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><a href="http://www.magischerfc.de/wordpress/?p=6037" target="_blank">&#8222;Es war nämlich Michael Neumann da. Was dabei bemerkenswert ist: Sein Vorgänger kommt zu einem offiziellem Empfang des Fanladens mit drei erkenntlichen Personenschützern, er kommt zu einer solchen Veranstaltung alleine und ohne Begleitung. Das muss man so erstmal zur Kenntnis nehmen und ist für mich erstmal ein anderes zugehen auf Leute. Er hat kurz geredet, hat ein zwei Fragen beantwortet und ist dann auch mehr oder minder (als einmal angemerkt wurde, dass man doch unter sich reden wollte) von sich aus gegangen. Und zwei Sätze sind wichtig.</a></p>
<p><a href="http://www.magischerfc.de/wordpress/?p=6037" target="_blank">Er hat gesagt, dass man die Vorfälle aufklären wolle. Auf die Frage wie man ihm das Glauben solle, wenn man sieht, wie die Jolly Vorfälle im Sande verlaufen sind, erwiderte er, dass man “überhaupt keine Beweis für seine Glaubwürdigkeit habe, man ihn aber in einem Jahr einen Lügner nennen könne”, wenn die Vorfälle nicht aufgeklärt wären. Er ergänzte “Ich lasse mich an meinen Worten messen, deswegen bin ich hier.”&#8220;</a></p></blockquote>
<p>Die guten Filme laufen meistens spät im Fernsehen. Um 20.15 h präsentiert dem Publikumsbedürfnis gemäß das Sendungsbewusstsein Monumentalmist wie &#8222;Herr der Ringe&#8220; oder spießige Anachronismen wie den &#8222;Tatort&#8220;. Doch ab 0.00 h findet sich manch Perle im Programm, so gestern eine mit Lawrence Fishburn in der Hauptrolle. Einen Putzmann  für ungewöhnliche Reinigungsaufgaben spielte der &#8211; die Blutspuren nach tödlichen Gewaltverbrechen hatte er zu reinigen. Er wurde an einen Schauplatz gerufen, der zu säubern sei, da noch gar keine Ermittlung statt gefunden hatte: Spuren getilgt. Eine Finte, hinter der sich nicht nur ein Liebesdrama verbarg, sondern ein Plot rund um korrupte Polizisten.</p>
<p>Ein anderer Film, sogar in der ARD zu sehen, der vor nicht allzu langer Zeit mich faszinierte, war &#8222;Der Yorkshire-Killer&#8220;. Der titelgebende Serienkiller stand gar nicht im Zentrum der ersten Folge. Stattdessen versuchte ein Journalist, Kindesmorde zu recherchieren und stieß dabei vor in ein Wespennest, gebildet aus einem Konglomerat selbstherrlicher Ordnungshüter, die mit Immobilienhaien ein Gewalt-Regime installieren und zusammen davon profitierten.<span id="more-3356"></span>sie von einer weitestgehend unkontrollierten Gewaltherrschaft, der final seine Recherchen auch nicht überlebte.</p>
<p>Und was produziert man für das deutsche Fernsehen? Eine Story nach der anderen, in der die Sicherheit für arglose, friedliebende Bürger von Polizisten wieder her gestellt wird.</p>
<p>Solche Plots sind ja verräterisch für die Mentalitäten jener, die zuschauen. Oft aussagekräftiger, als Nachrichtensendungen und Dokumentationen. Letztere guckt ja auch kaum wer.</p>
<p>Der Auftritt von Herrn Neumann hat mich durchaus beeindruckt. Klar, man weiß nicht, was da Show ist, mir schien zumindest, dass ihn das Unwohlsein gepackt hat, und das nicht nur, weil unter den Fans des FC St. Pauli natürlich auch klassisches SPD-Wählerpotenzial sich findet. Wohl auch, weil <a href="http://christianberg.wordpress.com/2012/01/12/offener-brief-an-michael-neumann-zu-den-vorfallen-rund-um-den-schweinske-cup/" target="_blank">offene Briefe von Genossen</a>  Eindruck hinterlassen haben könnten. Aber gefühlt war da mehr. Der <a href="http://metalust.wordpress.com/2012/01/11/immer-mal-das-positive-sehen/" target="_blank">hier im Blog formulierte Vorwurf</a>, das Verhalten der Hamburger Exekutive erinnere an Ungarn, kann nicht ohne weiteres aufrecht erhalten werden.</p>
<p>Immer dann, wenn Fragen diskutiert werden, ob man nun Verdächtige aus Fan-Reihen Ordnungshütern überantwortet werden sollten &#8211; ich bin da zumeist dagegen &#8211; fällt mir diese Spiegelbildlichkeit zu Polizeiverhalten auf. Exakt das scheint da ja auch regelmäßig zu passieren. Kein Kollegenschwein sein wollen. Loyalität zu den Kumpels.</p>
<p>Nun sind freilich an Staatsbeamte schon AUFGRUND des Gewaltmonopols andere Kriterien anzulegen als bei ganz normalen Leuten. Alleine das schon wird von Pusteblumen und anderen Gewächsen permanent ignoriert. Aber wie setzt man das durch? Kennzeichnungspflicht ist einer der Punkte auf dem Weg dahin.</p>
<p>Trotzdem, als Herr Neumann, von dem ich ansonsten wenig weiß, darauf hin wies, dass der polizeiliche Überfall auf das Jolly ja noch unter der Vorgängerregierung statt gefunden habe, da fragte ich mich schon, wie das wohl ist, wenn man so als Innensenator neu an die Spitze eines derartigen Apparates gesetzt wird. Nicht wegen eines übertriebenen Anfalls von Emphatie angesichts freiwilliger Jobwahl, sondern weil das ein in der Regel unterreflektiertes, politisches Problem darstellt.</p>
<p>Klar, an Schlüsselpositionen werden vermutlich &#8222;die eigenen Leute&#8220; installiert. Trotzdem ist ein administrativer Apparat ein von Eigendynamik, Pfründen und Seilschaften durchzogenes System, wo man sich ja wirklich fragen kann, wie da überhaupt hinein regiert werden kann.</p>
<p>Ganz interessant fand ich den Punkt, dass die Leitungen von Komissariaten alle 2-4 Jahre wechseln. In Fragen der Korruption macht das ja wirklich Sinn. Auch, um bestimmte Formen der Kumpaneien auch mit direkten Umfeldern zu unterbinden.</p>
<p>Aber wie will man sich der Loyalität derer, denen man vorsteht, versichern, wenn man öffentlich gegen sie anstinkt?</p>
<p>Das Problem wird dadurch verschärft, dass nach Jahrzehnten neoliberaler Propaganda auch auf der Linken eine gewissen Notwendigkeit entstanden war, insbesondere hinsichtlich dessen, was von den Sozialsystemen übrig geblieben ist, Staat zu verteidigen. Und auch sonst einen Interventionsstaat zu fordern, der seinen Zweck weniger darin sieht, die Vermögen der Reichen mittels Bankenrettung abzusichern und Hartz IV-Empfänger zu knechten, sondern eher aufpasst, dass z.B. die Mieten nicht explodieren, Menschen nicht verhungern und idealerweise der Privatisierung des öffentlichen Raumes etwas entgegen setzt. Die Entwicklung ist freilich in den letzten Jahrzehnten gegenteilig verlaufen.</p>
<p>Strafverschärfend tritt hinzu, gerade in Folge der Auseinandersetzung in der Alsterdorfer Sporthalle, dass dieser Staat spätestens nach der De Facto-Abschaffung des Asylrechtes sich regelmäßig an Positionen der Rechtsaußen angebiedert hat. Eine weitere Zäsur war die Unterschriftenaktion Roland Kochs gegen die doppelte Staatsbürgerschaft, die Bemühungen der damaligen rot-grünen Bundesregierung, das zumindest ein wenig zu ändern , torpedierte.</p>
<p>Es ist auch kein Zufall, dass ausgerechnet ein Ex-Spitzenpolitiker aus der SPD einen rassistischen Bestseller verfasste, einer aus der Exekutive, aus dem Verwaltungsapparat. Es findet alltäglich auf den Straßen de facto &#8222;Racial Profiling&#8220; statt, eine menschenverachtende Abschiebepraxis undundund. Ich habe allerdings neulich tatsächlich erstmals einen schwarzen Polizisten im Schanzenviertel Streife gehen sehen; ansonsten vermute ich mal eine ethnisch äußerst homogene Beamtenschaft, wie mir von einem mir persönlich bekannten Finanzbeamten auch bestätigt wurde.</p>
<p><a href="http://www.fr-online.de/meinung/kolumne-lieber-deutscher-nazi-,1472602,11445174.html" target="_blank">Dieser Text aus der FR ist ja in jeder Hinsicht treffend</a>, und natürlich trägt auch das nachhaltig zu Vorkommnissen wie in der Alsterdorfer Sporthalle bei &#8211; den &#8222;Gutmenschen&#8220; mal einen auf die Nuss geben fällt da leichter. Man muss es ja nicht gleich so übertreiben wie Herr Breivik, selbst wenn man mutmaßlich ähnlich denkt (so aber nicht handeln würde). Was mit Sicherheit nicht bei allen Polizisten der Fall sein wird; da das Denken dessen, der nicht zufällig in ein sozialdemokratisches Jugendlager ging, meiner Ansicht nach ganz ähnlich von großen Teilen der Springer-Presse vertreten wird bis hin zu Herrn Döpfner, wäre es allerdings ungewöhnlich, wenn es sich in Polizistenhirnen nicht auch auffinden ließe zumindest teilweise. Meines Wissens ist das ja auch ganz gut belegt.</p>
<p>Mal angenommen, Herr Neumann ist einer von den Aufrechten. Was kann der angesichts all dessen eigentlich tun, ohne seine Untergebenenen gegen sich aufzubringen, so dass diese letztlich gegen ihn arbeiten?</p>
<p>Und: Wie kann Kritik aussehen?</p>
<p>Lange Zeit war Praxis, sozusagen ein Ideal dessen, was Gewaltenteilung, Grundrechte, Sozialstaat, Rechtsstaat heißen könnte, wahlweise kritisch gegen staatliches Handeln anzuführen oder, auch ganz erstaunlich häufig anzutreffen, dieses Ideal als wirkliche und realisierte Praxis zu vermuten. Also tatsächlich zu glauben, dass normative Kriterien faktisch überall wirkten. Mit dieser Vorstellung lebt es sich ja auch besser, aber wäre es nicht mal an der Zeit, auch in Deutschland andere Filme zu drehen und Geschichten zu erzählen und diese auch anzuschauen als den &#8222;Tatort&#8220; oder die aufgeplusterte Gut/Böse-Variante im &#8222;Herr der Ringe&#8220;? Statt bei Günther Jauch gegen Übergewichtige zu hetzen?</p>
<p>Ich glaube ja allmählich, dass es auch an der falschen Pop-Mythologie liegt, dass Deutschland so weg suppt. Und da kann man von den Amis und zum Teil auch Briten wirklich was lernen &#8230; in Stephen Kings &#8222;Es&#8220; steckt mehr Antirassimus als in jedem noch so gut gemeinten Antifa-Flugblatt. Trotz Beschwörung &#8222;des Bösen&#8220;.</p>
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		<title>Der Leichentransport</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 14:34:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>momorulez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kettenroman]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://metalust.wordpress.com/?p=3354</guid>
		<description><![CDATA[Teil 4 des zusammen mit Ring2 verfassten Prosa-Experiments. Teil 1 Teil 2 Teil 3 &#160; Piet nahm einen leichten Parfumgeruch in seiner Laube wahr. Er schnupperte an der Leiche &#8211; der Typ roch nach gar nichts. Noch nicht. Zum Glück. So weit sollte es auch nicht gar nicht erst kommen. Nur ein wenig nach nassen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=metalust.wordpress.com&amp;blog=5632771&amp;post=3354&amp;subd=metalust&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;"><strong>Teil 4 des zusammen mit Ring2 verfassten Prosa-Experiments.</strong></p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://www.ring2.de/archives/john-zwo/">Teil 1</a></p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://metalust.wordpress.com/2012/01/06/der-brief/" target="_blank">Teil 2</a></p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://www.ring2.de/archives/der-abschied/" target="_blank">Teil 3</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Piet nahm einen leichten Parfumgeruch in seiner Laube wahr. Er schnupperte an der Leiche &#8211; der Typ roch nach gar nichts. Noch nicht. Zum Glück. So weit sollte es auch nicht gar nicht erst kommen. Nur ein wenig nach nassen Klamotten. Wo kam der Geruch her?<br />
&#8222;Hey, Kumpel, was mache ich denn jetzt mit Dir? Einfach verbuddeln im Garten will ich Dich nicht. Bei jeder Gurke, die ich esse, mir Deinen aktuellen Zustand vorstellen, nee. Nee, bitte nicht.&#8220;</p>
<p>Erleuchtung. Piet suchte dringend nach Erleuchtung.</p>
<p>Fasern und so&#8217;n Zeug waren eh schon an dem Heini, also die Gartenhandschuhe an und mal in den Taschen wühlen. Ein Ausweis! John Zwo, geboren am 30.12. 1970, wohnhaft in der Ottenser Haupstraße. Der hieß tatsächlich so. Zwo. Der ewige Zweite, auch nicht schön.</p>
<p>Hmmm. Das Foto musste aus den 90ern sein, eine schrille Frisur wie für die Techno-Party und ein ziemlich verstrahltes Grinsen. H.P. Baxxter für Arme. Und eine Art Notizbuch. Seltsam, eine ganz andere Schrift als bei dem Brief &#8230;. später lesen. Erstmal den Kadaver entsorgen. Den Abschiedsbrief steckte er in die Tasche der praktischen, aber ins Piets Augen hässlichen Jacke. Der Kerl war ein Funktionsjackenträger.</p>
<p>Ein paar Quittungen, von einem Espressoladen auf der Schanze, ein Essen für mehrere Personen im &#8222;Cox&#8220; auf St. Georg, eine von einer Änderungsschneiderei in der Neustadt. Alles nicht sonderlich aussagekräftig. Kein Portmonnaie, keine Brieftasche. Das Notizbuch behielt Piet, den Rest steckte er zurück &#8230; tief durchatmen. Der Kerl muss weg. Der macht nervös.</p>
<p>Dieser Parfumgeruch in der Laube, da kriegt man ja Kopfschmerzen  &#8230; hey, ist da jemand vorm Fenster? Bloß nicht, dass der Typ neben ihm tot war, das war ja offensichtlich.</p>
<p>Also der alte Trick. Der, der ihn schon vor Verhaftungen bewahrt hat. Den auch Edgar Alan Poe verewigt hat mit dem Brief auf dem Schreibtisch. Piet hatte ihn aus seiner wilden Zeit in Erinnerung, als er die Autobiographie von Bommi Baumann gelesen hat. Bewegung 2. Juni. Könnt ihr ja googeln. Was hatte er oft an den gedacht, wenn er in der Krankenkasse saß und Zahnersatz genehmigte, jetzt einfach eine Bombe zünden, und dann &#8230;</p>
<p>Direkt nach dem Bankraub, wenn er noch vor Angst schlotternd etwas zu essen kaufen ging, hatte er sich manchmal ein Schild &#8222;Polizeilich gesucht!&#8220; umgehängt und laut sozialistische Lieder gesungen. Die Leute wichen ihm dann ängstlich aus oder fanden ihn einfach schräg; so lange er nicht übertrieb, hat aber auch keiner die Polizei gerufen. Bommi Baumann hatte einst &#8222;Bombentransport&#8220; groß auf ein Auto geschrieben, als er eine ebensolche durch  Berlin fuhr, und kam damit durch &#8211; komm, Piet, no risk, no fun, und so machte er sich daran, den Leichnam in Säcke zu stecken. Ganz schön schwer, der Herr Funktionsjackenträger, zum Glück noch keine Leichenstarre. Piet kam ordentlich ins Schwitzen. Er holte die Schubkarre, hob ächzend den Körper hinein und malte ein hübsches Schild &#8222;Leichentransport&#8220;. Zog sich seine buntesten und zerfetztesten Klamotten an, setzte eine Clownsnase und eine falsche Brille auf und übte ein wenig den Gesang von &#8222;I shot the Sheriff&#8220; und  machte sich auf den Weg. Die große, schlanke Frau, die sich hinter einem der Bäume des Nachbarsgartens versteckte, die übersah er &#8230;</p>
<p>Als er, die Schubkarre schiebend, an der U-Bahnstation Lattenkamp ankam, freute er sich. Freitagabend, schon dunkel, und eine fröhlich singende Horde von St. Pauli-Fans, ein paar zündeten Feuerwerkskörper an, wurde von massenhaft Polizei in voller Montur eskortiert . Optimal. Da fiel er gar nicht groß auf. Alle konzentrierten sich auf die Fussballfans, so dass er in einem Gebüsch etwas abseits des U-Bahn-Ausganges die Leiche einfach ablud. Uff, geschafft. Soll die Polizei doch mal ihre Arbeit tun, anstatt sich an Fussballfans abzuarbeiten &#8230; er zog die Säcke von dem Körper, die würde er verbrennen müssen, vielleicht hatte ja einer der St. Paulianer Feuer. Steckte die Pistole wieder in die Hand des Toten, dass der sich da nicht erschossen hat, würden die eh raus bekommen, hauchte ein &#8222;Ciao!&#8220; &#8230;</p>
<p>Er erschrak fast zu Tode, als ihm jemand auf die Schulter klopfte.</p>
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		<title>Immer mal das Positive sehen ;) &#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 11:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>momorulez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Für Hedonismus]]></category>
		<category><![CDATA[FC St. Pauli]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Ja, ich war beim Marsch vor Ort… Und wenn immer wieder betont wird, dass die bloße Präsenz von einer Hundertschaft Polizisten in Ganzkörperrüstung, einer Reiterstaffel oder auch diversen Mannschaftswagen nicht provoziert, sondern ein Gefühl der Sicherheit im Rechtsstaat vermittelt, ist mir diese Aussage einfach nur ein komplettes Rätsel und hätte ausschließlich am 1.April veröffentlicht werden [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=metalust.wordpress.com&amp;blog=5632771&amp;post=3349&amp;subd=metalust&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><a href="http://blog.uebersteiger.de/2012/01/11/polizei-stellt-fest-die-erde-ist-eine-scheibe/#comments" target="_blank">&#8222;Ja, ich war beim Marsch vor Ort… Und wenn immer wieder betont wird, dass die bloße Präsenz von einer Hundertschaft Polizisten in Ganzkörperrüstung, einer Reiterstaffel oder auch diversen Mannschaftswagen nicht provoziert, sondern ein Gefühl der Sicherheit im Rechtsstaat vermittelt, ist mir diese Aussage einfach nur ein komplettes Rätsel und hätte ausschließlich am 1.April veröffentlicht werden dürfen. Von mir aufgeschnappte Zitate beim Marsch, da ich eher an der Seite ging: Eine ältere Dame fragte ihren Begleiter: “<em>Ganz schön was los hier… Aber was soll denn die viele Polizei? Die sind doch ganz friedlich.</em>” Und eine Mutter zu ihrem Kleinkind: “<em>Diese bunten Lichter… So ist das auch an Silvester gewesen, da haben die nur nicht so schön gesungen!</em>” Angst und Schrecken sehen anders aus, gleiches dürften auch die diversen Bewohner gedacht haben, die doch recht entspannt aus den Fenstern lehnten.&#8220;</a></p></blockquote>
<p>Ich muss ja doch mal los werden, dass ich es trotz aller medialen Hetze und, so meine Meinung, administrativer Demagogie und einer der grundrechtsbasierten Demokratie sich unwürdig zeigenden Exekutive, die ja fast an ungarische Zustände gemahnt, im Moment ziemlich genieße, wie geschlossen, differenziert und bisher zumindest unbeeindruckt sich die mir wahrnehmbare Fanszene des FC St. Pauli und auch &#8222;der Verein&#8220; präsentiert. Kann man ja auch mal schreiben. Mal ab von dem Troll, den ich mir weiter unten eingefangen habe.</p>
<p>Immer doof, dass man dazu wohl einen &#8222;äußeren Feind&#8220; braucht, aber ohne Wutausbrüche im Forum lesen und dem Übersteiger applaudieren zu können undundund, das tut schon gut.  Dafür Danke.</p>
<p>PS: Die passende Antwort auf die ungebremste Kreativität des Hamburger Boulevards <a href="http://santapauli.wordpress.com/2012/01/11/ein-blick-in-die-mp-redaktion/" target="_blank">findet sich hier</a>. <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
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