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Des Vereins oder meine?
Das Präsidium würde entgegnen: Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.
Mein erster Wunsch, ich will gar nicht von einer Vision sprechen, ist nicht weiter diesen seelenlosen Alibifussball einer Söldnertruppe sehen zu müssen. Ok, schlechten Fussball gab es schon immer wieder bei unserem Verein, kratzt mich wenig, aber die Haltung gestern, die ich meinte wahrnehmen zu können, hat mich erschrocken. Die Schönrednerei hinterher sowieso.
Aber vielleicht fehlt mir auch noch der Abstand zu einem emotionsloseren Statement.
Ich würde ja gar nicht von “Söldnertruppe” sprechen, aber “seelenloser Alibifussball” trifft es ganz gut. Ich habe das von unserer Seite nicht als “intensives Spiel” gesehen.
Auch ein Gunesch, Morena, Rothenbach, Bruns sind ja irgendwann neu hinzugestoßen. Doch da waren Vibrations am Wirken, die anstecken konnten. Wieso passiert das seit einem Jahr nicht mehr?
Der einzige, der wenigstens zum Spiel was Vernünftiges gesagt hat – so weit ich das mit bekommen habe – ist Azzouzi:
Auf den hoffe ich ja.
Aber ansonsten glaube ich halt, dass die Gesichtslosigkeit von Präsidium, Geschäftsführung, teilweise Stadion und die ja vorzuliegen scheinende Durchschnittlichkeit des Trainers, bin jederzeit zum Mea Culpa bereit, sich einfach auf das Spiel übertragen scheint.
Dein letzter Satz trifft es, denke ich, sehr gut.
Hmm, ja, Söldnertruppe, hmmm. Ich sagte ja, dass ich da noch grad sehr emotional unterwegs bin
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Viel stärker sein eigenes Profil gegenüber DFL und DFB wahren. Das die da z.B. neulich in Berlin aufgelaufen sind fand ich sehr traurig. Jeden Spielraum den der Verein in diesem “Spiel” mit Liga und Verband hat ausnutzen und auch mal die Konfrontation suchen.
Das geht aber nur mit den richtigen Leuten an den Hebeln und die muss man halt auf den entsprechend vereinsmäßigen Versammlungen in das Amt helfen.
Die ganzen Aktionen (Jolly Rouge etc pp) sind klasse. Aber richtig Butter bei die Fische kommt nur über die satzungsmäßigen Instrumente der “Macht”.
Aber meiner Meinung nach wird die Heterogenität des FCSP bzw. seiner Fans auch stark unterschätzt. Wenn wirkliche ALLE St. Paulianer mal über etwas abstimmen sollten, würde ich keine Prognose wagen wie es ausginge.
Ja, und das ist ja auch im Grunde genommen gut, das mit der Heterogenität auf prinzipieller Ebene. Umgekehrt ist diese Verbürgerlichung und Verspießerung, die sich rund um die “Law & Order”-Debatten zeigte, schon auch ein gruseliges Signal. Weil das eben auch ein antipluralistisches Agieren ist.
Das mit dem Profil gegenüber DFL und DFB sehe ich auch so. Auch, dass man da mal andere Leute braucht, die wenigstens wissen, wovon unsereins so redet. Auch wenn ich ja viele Corny-Kritik verstehe, der war noch mit Rio Reiser befreundet und mit Ton, Steine, Scherben als Brühwarm auf Tour, wenn ich nicht völlig fehlinformiert bin. Die aktuellen Akteure, da hat man es ja teilweise schon fast mit einem Übersetzungsproblem zu tun. Die kennen die ganze Historie widerständiger Kulturen gar nicht, ist zumindest mein Eindruck.
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