Aktuelle Beiträge
Twitter Updates
- @_garnicht Hat das Bonnie Tyler nicht auch gesungen? :D Ach nee, "It's all coming up to me now" war's ... 35 minutes ago
- Ach, jetzt irgendwo mit Bonnie Tyler abstürzen, das wär's ... 36 minutes ago
- @sohler0207 :D 38 minutes ago
- RT @sohler0207: “@momorulez: Wo steht denn eigentlich Bonnie Tyler? #ESC”Barig#Gin 38 minutes ago
- RT @sohler0207: @momorulez anner Bar!! 38 minutes ago
Letzte Kommentare
| momorulez on For crying out loud … fo… | |
| musterz on For crying out loud … fo… | |
| Abschied von Bruns,… on For crying out loud … fo… | |
| momorulez on Critical Whiteness – wie… | |
| georgi on Critical Whiteness – wie… |
Archiv
- Mai 2013
- April 2013
- März 2013
- Februar 2013
- Januar 2013
- Dezember 2012
- November 2012
- Oktober 2012
- September 2012
- August 2012
- Juli 2012
- Juni 2012
- Mai 2012
- April 2012
- März 2012
- Februar 2012
- Januar 2012
- Dezember 2011
- November 2011
- Oktober 2011
- September 2011
- August 2011
- Juli 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
Tags
3-Akt-Schema
80er Jahre Videotest
Adventstreffen
Agenda 2010
Arbeitsagentur
Bright Eyes
Camp
Clement
das Leben als Barcode
den Chef spielen müssen
der Kapitalismus von hinten im Nacktscanner
Drama
Dramaturgie
Dünpfiff
eisgrau
Eliten
Ethnologie
Existenzgründung
Fahrradkuriere
FC St. Pauli
Film
Funk
große Momente
Halbwissen
Hessenwahl
Identitätsdiskurse
Klaus Hoffmann
Kotzen
Kulturverfall
Legitimationsprobleme im Spätkapitalismus
Love is the answer
Lévi-Strauss
Michel Foucault
Notare
Nummerologie
organisierte Menschenverachtung
Pop will eat itself
sich neu erfinden
Sprache
Sprechen
Teambuilding
teilnehmende Beobachtung
Tuc Tuc
Vorweihnachtszeit
Völlerei
Kategorien
- Allgemeines
- Alltagsbeschwerden
- Alltagsfreuden
- Antifaschismus
- Antirassismus
- Antisexismus
- Ökonomie
- Camping
- Extremismus der Mitte
- Für Hedonismus
- FC St. Pauli
- Heteronormativität entwerten
- iMins
- Keine Ahnung
- Kettenroman
- Kolonisierung der Lebenswelt
- Kontrafaktisches
- Kunst
- Lektüreprotokolle
- Liebe
- Moral
- Pop + Philosophie
- Recht
- ROAR!!!
- Saxophon
- Sichtweisen
- Sparwitze
- Subjektivierungsweisen
- Twitter ausnahmsweise
- Umerziehung des Blog-Betreibers
- Wissenschaft
Ich begreife auch nicht wirklich was hier gerade los ist. Das so tiefgreifende Entscheidungen wie sie im Moment im Bezug auf Europa stattfinden ohne Debatte und Opposition durchgepeitscht werden soll, lässt mich völlig ratlos zurück. Wenn ich meiner Ablehnung bei Wahlen Ausdruck verleihen wollte, müsste ich NPD wählen. Hier läuft was ganz gewaltig schief.
In der Tat. Das Abtreten eines Kerns staatlichen Handelns, das Recht, den Haushalt zu gestalten, an undurchsichtige Instanzen ohne demokratische Legitimation abzutreten, während alle EM gucken, das ist wirklich finster. Und dass nun ausgerechnet die Völkischen von der NPD sich kritische Topoi von der Linken zusammen zu klauben, um sie nationalistisch und rassistisch zu wenden, was dann immer gegen die Linke ins Feld geführt wird, das ist eine Tragödie ohnegleichen.
So dass man völlig widersinnig als internationalistisch orientierter Mensch, der voll und ganz solidarisch mit Griechen und arbeitslosen Jugendlichen in Spanien ist, auf nationale Rechtsstaatlichkeit pochen muss, um diese seltsame Entmündigung durch emergente EU- und Finanzmarktsprozesse anzugreifen, wenigstens bloggend. Irgendwo stand ja neulich, die historische Phase, in der wir uns bewegen, würde rückblickend einmal als Einstieg in das postdemokratische Zeitalter betrachtet werden. Das IST krass.
Gehört auch zum Thema:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/enbw-deal-staatsanwaltschaft-ermittelt-gegen-mappus-a-843799.html
Das mit dem Einstieg in ein postdemokratisches Zeitalter halte ich für möglich. Wie sollte eine sachzwangbefeuerte rechtsstaatliche Demokratie auf EU-Ebene denn funktionieren, wenn ihre Geburt die permanente gesteigerte Mißachtung jeglicher selbsverfasster Regeln voraussetzt und ihre Bürger nicht miteinander reden können, weil es keine gemeinsame Sprache gibt. Ich hoffe im Moment auf “die Finanzmärkte”. Der Euro könnte ja kollabieren, bevor das politische Projekt sturzgeboren wird. Besser als NPD wählen…
Ansonsten finde ich es ein bisschen gruselig, dass die Verfassung seit den 50ern wie eine Ikone durch den politischen Diskurs getragen word, als letzte und sicher Grenze vor dem Rückfall in dunkle Zeiten und bei der ersten Bewährungsprobe verpufft sie angesichts der realen Machtverhältnisse. Am Ende des Tages wohl doch nur ein Fetzen Papier, wenn die Ideen dahinter nicht verankert sind und als fundametal wichtig bejat und gelebt werden.
Ist halt immer ein wenig die Frage, wann wir denn wirklich in einer demokratischen Gesellschaft gelebt haben
– bin ja selbst sozialisiert in einer Phase, da die GRÜNEN in die Parlamente einzogen, was zunächst mal enorm war. Aber deren Assimilationsprozess an branchenübliche Haltungen und Denkweisen ist halt auch schlimm. Gegenentwürfe, innerdemokratische, zu den kaum variierten Positionen der Parteien werden wahlweise kriminalisiert oder marginalisiert, diese Sprüche von der “Alternativlosigkeit” sind ja auch seit Jahrzehnten Dauergeblubber. Und selbst die Ostpolitik Willy Brandts, wo ja nun wirklich auch alternative Positionen auf Seiten der Union waren und Wahlen schon fast plebiszitären Charakter hatten, sogar noch, als Kohl Kanzler wurde, was eben eine Wahl auch Pro-NATO-Doppelbeschluss war, waren jeweils flankiert von unglaublicher Hetze – bei Brandt ergänzte das “Mehr Demokratie wagen” der “Radikalenerlass”, und Geißlers “5. Kolonne Moskaus” und “Pazifismus habe Auschwitz ermöglicht”, nicht etwas die Wiederbewaffnung der Reichswehr, Carl von Ossietzky wanderte in den Knast, als er sie zu Weimars Zeiten aufdeckte, klingelt mir auch noch in den Ohren. ’68 reagierte auch auf die Notstandsgesetze, die antidemokratisch ausgerichtet waren, obgleich sie wie üblich vorgaben, die Demokratie zu schützen.
Bei der Pointe bin ich ganz bei Dir. “Verfassung” nutzt man, um “Migranten”, “Muslime” und “Linke” zu denunzieren, während man selbst funktional agiert und sich einen Scheißdreck darum kümmert.
Wobei man schon sagen muss, dass das Verfassungsgericht in den letzten 10 Jahren echt so was wie ein letzter Hort der Demokratie war. Deshalb regen sich ja die Schäubles da schon lange drüber auf. Wehner allerdings auch einst, und in den Anfangsjahren hat es katastrophale Entscheidungen getroffen.