Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Monatsarchive: November 2011

Vom „Triggern“ und „Safe Places“

Unter PoC und Feministinnen hat sich die Üblichkeit formiert, „Triggerwarnungen“ auszusprechen, bevor man einen Link setzt. Wenn also zur Demonstration der kritisierten Phänomene auf beispielsweise rassistische Karrikaturen oder frauenverachtende Darstellungen verweist, ist vorher zu warnen, weil diese etwas auslösen können – in der Regel die Aktivierung Diskreditierungs- und Diffamierungserfahrungen, durch die Mensch zu dem wurde, [...]

Sich in die Zukunft träumen …

Menschen können durchaus liebenswerte Wesen sein. Ja, wirklich! Geben sie sich hin dem Schöpferischen, verspielt, voller Spaß und Basteldrang, kommen da zum Beispiel Bananen bei raus. Überlebensgroß, also in Relation zur lebenden Banane, aus Pappe. Mit der Spieler schwenkend final sogar herrlich jubeln können. Während in manchen ostdeutschen Hass-Communities ja von der lauten Mehrheit nix [...]

Fehlplanungen durch falsche Zielsetzungen

Ich hole einen Kommentar, den ich gerade beim Kleinen Tod hinterlassen habe, hier mal als eigenen Eintrag rüber: Einen wichtigen Hinweis hat ja noch das Lichterkarussell in seiner Kommentarsektion gegeben: „Der Vertragspartner der Firma Hellmich beim Bau der Tribünen ist nicht etwa der Verein, sondern die Millerntorbetriebsgesellschaft mbH und diese ist als ausgegliederte Gesellschaft unseres [...]

Das große Ego des Lutz Wöckener

Na, da braucht man aber schon ein ganz schön großes Ego, sich da 15 Minuten vor ein Mikrophon zu setzen und langweilig dahin zu erzählen. 15 Minuten sind für die Anzahl der Informationen auch wirklich zu lang. Immerhin wird brav referiert, was wohl in den Augen Dritter in den nächsten 12-18 Monaten auf der Agenda [...]

Gunkel for President! Von Zahlensalaten, Drohkulissen, auf halber Strecke sich in die Büsche schlagen und trotzdem einem richtig guten Gefühl.

Flashbacks. Betriebsratsgründung in einem Unternehmen, das kurz vor dem Börsengang steht. Macht sich nicht gut bei den Banken und Investoren. Die Geschäftsführung bietet ein „alternatives Gremium“ an, das „flexibler“ sei und auch „initiativ werden könne“, während ein Betriebsrat ja „nur blockieren würde“. So ungefähr der Freiheitsbegriff der Ökonomen: Ich brauche Spielraum, um zu bluffen, zu [...]

„Love, Peace and Sympathy – St. Pauli is the place to be!“ – Ein Traktat

„Es sind vor allem drei Elemente, die Teil der Lebensentfremdenden Kommunikation sind: “ 1. Das (moralische) Urteilen oder Verurteilen von Leuten, die sich nicht in Übereinstimmung mit unseren Werten verhalten, ebenso das Diagnostizieren, Zuschreiben und Vergleichen von Eigenschaften, die beschreiben, wie die Menschen angeblich sind (gut, schlecht, schön, hässlich, normal, abnormal, selbstsüchtig, selbstlos, verantwortungsbewusst, -los, [...]

„Alter Bolschewik“ über die Mikrophysik der Macht

„Nach diversen Ausfälligkeiten des Rektors steuerte die Unterredung offensichtlich auf einen beeindruckenden Höhepunkt zu, als er dem griechischen Redaktionsmitglied Nikos Hadjinicolaou das Wort verbot: „Sie sind besser ruhig! Darüber spreche ich nur mit Deutschen!“ ([5], S.2)“

Puuuh …

Ein streckenweise gutes Interview mit den Initiatoren der „Aktion Libero“, die an einem Punkt freilich daneben greifen, indem sie in die Falle der „Opferkonkurrenz“ tappen und vielleicht sogar noch darüber hinaus sich strecken: „Alex Feuerherdt: Weil es zu diesen Themen schon Faninitiativen gibt, die durchaus Erfolg hatten. Zum Thema Rassismus wird seit Jahren gearbeitet und [...]

Wann fing es an, so aufzuhören?

Ja, ich habe tatsächlich kurz geweint, als Franz-Josef Degenhardt gestorben ist. Habe in meiner Jugend zwar viel mehr Konstantin Wecker oder Klaus Hoffmann gehört, aber Degenhardt mit seiner Schärfe, seiner poetischen Brillianz, seiner kabarettartigen Performance bei Texten wie „Es denken die Leute von gestern wieder an morgen“ und der mal so ätzend, mal so schmeichelnd [...]

Aktion Libero

Na, die Anzahl der Unterstützer ist ja enorm – wenn es auch immer zwiespältig ist, nach der „Affäre Amarell“, wo schwulenfeindlicher Pfeffersprayeinsatz massenmdial die Luft verpestete, den Herrn Zwanziger da lächeln zu sehen. Aber wie schreibt Jeky so schön: „Words are cheap“. Habe die Texte noch gar nicht alle gelesen, die freilich trotz der soeben [...]

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