Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Monatsarchive: Oktober 2011

Lesen!

„Wenn das Normale das Andere konstruiert und dem eigenen unterordnet, will es natürlich weiterhin Verfügungsmacht über das Andere haben, sich Gewissheit verschaffen, dass das, was da als Abweichung herunterdefiniert wurde, auch an dem Platz verbleibt, den es zugewiesen bekommen hat. Wenn sich das Andere dem Normalen gegenüber widerständig zeigt, muss es gewaltförmig zurückgestoßen werden, sonst [...]

Lustvoll jauchzen

Es heißt ja immer, Mensch solle seinen Feinde Liebe schicken … und in der Tat vergiftet Mensch sich in diesen ewigen Schlachten rund um Anerkennung und dominante Kultur selbst. Dann wache ich morgens auf, will das Motto mal ausprobieren, denke, was kannste ihnen mal Schönes wünschen. Worauf hättest Du gerade Lust? Scheiße, keiner da. Ach, [...]

Seufz …

Es holt sie täglich wieder ein … Das Bedürfnis, sich in Räumen zu bewegen, in denen man NICHT permanent mit der Nase auf mehrheitsgesellschaftliche, gewalthaltige Witzigkeit im Umgang mit deutscher Geschichte und Gegenwart gestoßen wird, um darauf noch unsägliche Debatten führen zu müssen, DASS Mensch dieses Bedürfnis hat und NICHT ganztägig damit beschäftigt sein möchte, [...]

„Die Macht kommt von unten“

Das waren Zeiten! Damals, Ende der 80er – die Diskussion rund um „Postrukturalismus“ und „Postmoderne“ wurde mit erbarmungsloser Heftigkeit an Universitäten, auf Kongresses und in Aufsatzsammlungen geführt. Mein Einstieg in die akademische Philosophie, nachdem zuvor ein eher lebensweltlich-praktisch verstandener Sartre meine Misanthropie nährte, war ein Vortrag von Herbert Schnädelbach zu Michel Foucaults „Die Ordnung der [...]

Fragen über Fragen

„Wie es denn eben ist: Ungleichheit wurde bislang gut ertragen – vor allem, wenn es um die Zementierung der Einkommensverteilung ging. Bei uns wurde zum Großteil immer nur altes oder uraltes Geld weiter gereicht; und dass kleinen Leuten bis dato der Aufstieg verbaut blieb, interessierte bislang die wenigsten – ebenso wenig wie die nach unten [...]

Mietenwahnsinn stoppen – Demo-Aufruf!

Nachdem im Forum dazu aufgefordert wurde, sich dem Demo-Aufruf anzuschließen, tue ich das hier selbstverständlich sehr gerne: MIETENWAHNSINN STOPPEN – WOHNRAUM VERGESELLSCHAFTEN 29. OKTOBER 2011 – 13:00 MILLERNTORPLATZ (U-BAHN ST. PAULI) und bin mir sicher, dass andere Mitglieder der Desorganisierten St. Pauli und darüber hinaus sich anschließen werden.

„Kann, aber muss nicht“ – verdienter Sieg für Düüüüüüüüüüßeldorf

„Ich bin auf einmal so alleine – wo ist das Glück, das hier begann?“ summte ich Alexandras Gassenhauer „Was ist das Ziel in diesem Spiel?“ vor mich hin. Um mich herum verlassene, rote Schalensitze. „Wir können die Jungs doch nicht gerade jetzt alleine lassen“ raunte ich kurz zuvor noch meinem Sitznachbarn zu, der nichtsdestotrotz ent-täuscht [...]

Nachschlag zu „Occupy“ …

… zwei Links, die das Thema mal jenseits von Bilderbergereien aufgreifen und der eigenen, imaginierten Güte derer, die da auf dem Rathausmarkt versammelt waren und ein Kirchentagsfeeling nicht völlig vermeiden halfen, ein wenig Analyse entgegen setzt: „So läuft der gute Rat der Kanzlerin an den griechischen Staat nur auf eins hinaus: Dein einziges Konkurrenzmittel besteht [...]

Hin da!

„26.10.2011 Phil F Diskurs mit Schieflage – Wie Kommunikation zum Dominanzerhalt genutzt wird – an Beispielen aus Medien und Bildungsinstitutionen Noah Sow, freie Künstlerin und Kulturschaffende aus Hamburg Der Vortrag wird in die Deutsche Gebärdensprache übersetzt“ Ist ja auch immer wieder Thema im Blog – und aus eigener, lieb gewonnener Erfahrung, die ich nicht missen möchte, [...]

Gute Fragen und Forderungen von stpauli.nu: Wie man WIRD

„Und wir Fans machen die Kurve bunt, ziehen uns Fummel an und erleben am eigenen, mehrheitlich heterosexuellen Leib, wie das die Wahrnehmung verändert, in Kleidern zu supporten.“   „Coming out Day“ habe ich auch verpasst, peinlich. Wobei diese „Forderung“, die eines Tages in Gestalt anonymer, gesellschaftlich manifester Imperative auch an mich heran getragen wurde, ja [...]

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