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Du kennst meinen absoluten Lieblingstabak “Buccaneer”? Cool, da dreh ich mir gleich eine….
Klar! Den hat meine Schulfreundin Birgit immer geraucht ! Da war so ein Hauch von Rum drin. Lass sie Dir schmecken, die Zigarette!
naja, die werden schon “standesgemäß” heiraten … Oder sich szenemäßig entsprechend das Alphatier raussuchen. Wie üblich. In meiner Schulzeit sah´s da beiderlei Geschlechts derart mau aus, dass die einzige in meinem Alter, aber nicht die einzige an der Schule, sich kurzerhand ´nen Leherer angelte. Oder doch (gibt´s die überhaupt noch?) so einen ressentimentgeladenen Grünen? Wohl nicht, ich meine solche Typen, die voller Selbsthass sind, weil sie sich freiwillig all das vorenthalten haben, was äußere Zeichen des Erfolgs gewesen wären wie: schicke Klamotten (keine Sandalen, selbstgestrickte Pullover usw., was einfach nie sich auf irgendeine Weise kombinieren lässt), schickes Auto, aber auch den anders ja denkbaren tatsächlichen sozialen Aufstieg – in Wahrheit hassen sie ja auch diese vorauseilende “Politischte Korretheit”, die man sich völlig überflüssig auferlegte, deren Normen meist der eigenen Phantasie, während sie selbst einem internalisierten Zwang, sich irgendeiner Ideologie zu unterwerfen, dem ideologischen Bedürfnis entspringt, und den damit verbundenen Abstieg, den sie sich damit einbrockten oder durch unerträgliche Selbstüberschätzung zu kompensieren trachten. Habe sie kennengelernt, und ihre Angst-driven Verbissenheit, mit der dann “Projekte” weiterverfolgt wurden, sei es soziales Engagement, Lobbyarbeit in parteinahen Stiftungen oder der, inzwischen ist das Häusle in besserem Viertel fertig, das ehem. Outfit erodiert, gesellschaftliche Aufstieg der Töchter (Jurastudium, Abschluss in USA). Probleme, die z.B. adelige, oder nun wirklich mal einigermaßen wohlhabende, im Grünen Umfeld nicht zu haben schienen – kenne da jemanden, an dem sich, weil immer schon völlig unverkrampft, manches des damaligen Habitus, der sich noch immer hält, wunderbar zu studieren ist.
In der hamburger U-Bahn höre ich übrigens immer öfter, fast nur noch, lupenreines, lupenreinstes Deutsch gerade von solchen, die (m)einem Vorurteil zufolge mindestens “gebrochenes” Deutsch sprechen müssten. Was ich durchaus genieße. Beim Döner gibt´s ja immer noch diese sich ein Lächeln verkneifende Verlegenheit, ein Lächeln, das Herablassung signalisieren würde gegenüber jemandem, dem das Sprachgefühl nicht automatisch eingibt: “Salat? Mit alleM?”, der sich aber redlich bemüht, es also richtig ausspricht, was aber seinem Sprachgefühl widerspricht, wofür er schließlich Anerkennung verdient hat. Es hat sich aber nur die Art der Verlegenheit gewandelt, denn davor hatte es so lange mit solcher Selbstverständlichkeit “mit alleS” geheißen, dass genau in dem Moment, als mein oberlehrerhafter Impuls, auf den Dativ aufmerksam zu machen, schwächer und schwächer geworden war, ich dann aber von einem Tag auf den anderen überall nur noch die korrekte Form hörte, die Freude, die hätte einsetzen müssen, etwas getrübt war: ich wollte wieder “mit alleS”! Seltsam, vielleicht sarrzynische Angst. Vielleicht auch eine Absprache unter Döner-Clans: Konkurrenzkampf ja, aber keine unfairen, sich der Mehrheitsgesellschaft anbiedernden Mittel.
Am meisten Vergnügen bereitet mir die Selbstverständlichkeit, mit der Russen unverdrossen an den in ihren Ohren offenbar einzig richtigen Grammatik festhalten, die immer an alte, vergessene deutsche Formen erinnert. Etwa: Das gefällt mir. (Im Russischen меня – Akkusativ). Ist aber auch Genitiv, ähnlich wie in (geh.) “ich bin gespannt, ob er sich meiner (Genitiv) noch erinnert’.
PS muss natürlich heißen: an d e r Grammatik festhalten